[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Heizvorrichtung, die als Zusatzheizung
für bestehende Heizkörper bestimmt ist und insbesondere als Zusatzheizung in der Übergangszeit
(Frühling, Herbst) eine elektrische Beheizung ermöglicht, wenn die Zentralheizung
ausgeschaltet ist oder bei laufender gedrosselter Zentralheizung in bestimmten Räumen,
beispielsweise im Badezimmer, eine zusätzliche Erwärmung der Raumluft erwünscht ist.
[0002] Als Zusatzheizkörper werden üblicherweise Elektrolüfter oder ölgefüllte Radiatoren
benutzt, oder es werden Heizgewebe auf der Unterseite von Bodenplatten bereits beim
Einbau vorgesehen.
[0003] Es ist auch bekannt, das die Heizkörper durchströmende Wasser mit Heizstäben aufzuheizen,
die nach Art eines Tauchsieders das Wasser im Inneren des Heizkörpers erwärmen. Dieses
erwärmte Wasser zirkuliert dann mit Hilfe der Schwerkraft im Heizkörper und erwärmt
über Konvektion und Abstrahlung des Heizkörpers den Raum.
[0004] Wie auch bei ölgefüllten Radiatoren ist diese Art der Erwärmung eines flüssigen Mediums
nachteilig im Hinblick auf mögliche Undichtigkeiten, Siedegeräusche, langsames Aufheizverhalten
und geringe Leistungsabgabe im Verhältnis zur Heizkörpergröße. Die Wärmeübertragung
des Heizstabes auf Wasser oder auch auf Öl ist aufgrund der Siedeneigung des flüssigen
Mediums stark begrenzt.
[0005] Die DE-AS 1 085 314 beschreibt ein Verbund-Raumheizgerät, insbesondere für Eisenbahnwagen,
das wahlweise mit Dampf oder elektrischem Strom betrieben werden kann. Hierbei werden
die Wärmetauscher-Elemente (Rippen) unmittelbar entweder über die Dampfrohre oder
die elektrisch beheizte Profilstange direkt aufgeheizt, was einen festen einheitlichen
Zusammenbau erfordert.
[0006] Die DE 695 05 498 T2 betrifft einen elektrischen Heizkörper in Modul-Bauweise, bei
dem zwischen zwei Abschluß-Modulelementen eine beliebige Zahl von Zwischen-Modulelementen
eingebaut werden kann. Dieser Heizkörper kann als Hauptoder Zusatzheizung von Räumen
jeglicher Art ausgebildet sein, wobei die Heizvorrichtung stationär angebracht oder
beweglich ausgebildet ist. Der Heizkörper umfaßt alle Wärmespeicher- und Wärmetauscher-Elemente,
die ein Heizkörper erfordert. Zwar kann ein solches Heizgerät zusätzlich zu der bestehenden
Heizung benutzt werden, aber in bezug auf die Wärmeübertragung ist es völlig unabhängig
von einer bestehenden Heizungsanlage.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine elektrische Heizvorrichtung
zu schaffen, welche in Verbindung mit handelsüblichen Radiatoren als elektrische Zusatzheizung
oder als rein elektrische Heizung eingesetzt werden kann.
[0008] Gelöst wird die gestellte Aufgabe durch die Gesamtheit der im Patentanspruch 1 angegebenen
Merkmale.
[0009] Die den Gegenstand der Erfindung bildende elektrische Zusatz-Heizvorrichtung wird
unabhängig von dem Heizkörper hergestellt und vertrieben, mit dem sie später in Wirkverbindung
treten soll. Es wird dadurch ein einfach aufgebauter elektrischer Heizkörper zur Verfügung
gestellt, der selbst nur eine relativ geringe Wärmespeicher-Fähigkeit aufweist und
die großflächigen Wärmeaustauscher-Elemente eines Raumheizkörpers benutzt, welche
eine hohe Wärmekapazität aufweisen, wodurch die gewünschte Wärmeübertragung durch
Konvektion oder Strahlung bewirkt werden kann.
[0010] Die erfindungsgemäße Zusatz-Heizvorrichtung hat gegenüber den üblichen Zusatz-Heizvorrichtungen
den Vorteil, daß keine großvolumigen und teuren Wärmespeichervorrichtungen erforderlich
sind und die auf den betreffenden Raum optimal angepaßte Heizkörperanordnung für die
Wärmeabgabe ausgenutzt werden kann.
[0011] Zweckmäßige konstruktive Ausgestaltungen der elektrischen Heizvorrichtung ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
[0012] Eine derartige Heizvorrichtung kann der jeweiligen Form und Größe des vorhandenen
Heizkörpers angepaßt werden und entweder bereits beim Einbau zusammen mit diesem Heizkörper
vorgesehen oder auch nachträglich vom Benutzer eingebaut werden. Dabei kann das entsprechend
angepaßte Registerelement von unten, von oben oder von hinten her zwischen die vorhandenen
Heizlamellen des Heizkörpers eingeführt und festgelegt werden. Die Registerlamellen
können anliegend oder frei zwischen den Radiatorlamellen montiert werden, so daß entweder
durch Konvektion oder Wärmeleitung eine Übertragung auf die Wärmeaustauscher-Heizlamellen
des Heizkörpers erfolgen kann. Dabei ist es wichtig, daß eine Wärmekonzentration auf
die direkte Umgebung des Heizstabes durch entsprechende Bemessung der Wärmeübertragungsfläche
vermieden wird.
[0013] Für die Funktion des Registerheizelementes ist es gleichgültig, ob dieses einen Heizkörper
ohne Wasserinhalt oder einen Heizkörper im Warmwasser-Heizsystem erhitzt. Die Erfindung
kann sowohl für Stahlradiatoren als auch für Aluminiumradiatoren benutzt werden, wobei
sich bei Aluminiumheizkörpern der Vorteil ergibt, daß im Verhältnis zur Heizkörpergröße
höhere elektrische Leistungen übertragen werden können.
[0014] Bei großen bzw. hohen Heizkörpern können auch mehrere Heizregister übereinander eingebaut
werden.
[0015] Die Steuerung der Heizregisterelemente kann über handelsübliche Elektrothermostat-Regelungen
erfolgen, wobei zusätzlich zur Temperatursteuerung auch noch eine Zeitsteuerung denkbar
ist.
[0016] Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung beschrieben.
In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- ist eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen elektrischen Heizvorrichtung;
- Fig. 2
- ist eine Grundrißansicht der Heizvorrichtung gemäß Fig. 1;
- Fig. 3
- ist eine Seitenansicht zu Fig. 1.
[0017] Die elektrische Heizvorrichtung besteht aus lamellenartigen Metallstreifen 10, die
an einem Ende durch Distanzstücke 12 im Abstand gehalten werden. Der Abstand der Metallstreifen
entspricht dem Abstand der Heizlamellen eines Radiators, der in Verbindung mit der
elektrischen Heizvorrichtung eingesetzt wird.
[0018] Die Metallstreifen 10 und die Distanzstücke 12 sind als Vierkant oder rund ausgebildet
und weisen miteinander fluchtende Bohrungen 14 auf, in die mit geringem Spaltmaß ein
Heizstab 16 eingeschoben ist, welcher mit elektrischen Anschlüssen 18 versehen ist.
Als Heizstab sind an sich bekannte Heizelemente mit z.B. 500 bis 2000 Watt Leistung
geeignet, die in Längen von 200 bis 1000 mm zur Verfügung stehen und beispielsweise
zum Beheizen von Werkzeugen im Maschinenbau eingesetzt werden. Diese Heizstäbe können
Temperaturen bis zu 750°C erreichen, und die von ihnen aufgebrachte Wärmeenergie wird
über die Distanzstücke 12 bzw. direkt auf die Metallstreifen 10 übertragen und von
dort auf den Heizkörper.
[0019] Ein derartiges, in der Zeichnung schematisch dargestelltes Registerelement kann von
unten her oder von oben oder von hinten in handelsübliche Radiatoren zwischen deren
vorhandenen Heizelementen montiert werden. Die abwechselnd über den Heizstab aufgefädelten
Metallstreifen bzw. Distanzstücke können in ein U-Profil eingesetzt und/oder durch
eine Verschraubung oder Verschweißung der Teile gegen Verdrehen und Verschieben gesichert
werden. Die Distanzstücke 12 und der sie durchsetzende Heizstab werden bevorzugt,
wie aus der Zeichnung ersichtlich, am unteren Ende der Metallstreifen angeordnet,
so daß die Wärme von hier aus aufsteigen und auf die Metallstreifen und die Radiatorrippen
übertragen werden kann. Für Sonderfälle soll es jedoch auch vorbehalten bleiben, den
Heizstab und die Distanzelemente sowie die vom Heizstab durchsetzten Bohrungen der
Metallstreifen im Mittelabschnitt oder im oberen Teil anzuordnen, wenn dies beispielsweise
durch die Form oder Größe der Radiatorheizkörper zweckmäßig erscheint.
[0020] Die Wärmekonzentration auf die direkte Umgebung des Heizstabes wird durch die Ummantelung
des Heizstabes durch die eine bestimmte Wärmekapazität aufweisenden Distanzstücke
12 und die Länge der Registerlamellen mit entsprechender Wärmeübertragungsfläche vermieden.
[0021] Die in der Zeichnung angegebenen Maße sind Millimeterangaben und beziehen sich auf
ein bestimmtes Ausführungsbeispiel. Wie ersichtlich, hat die Lamelle Abmessungen von
20 x 5 x 400 mm und das Distanzstück Abmessungen von 20 x 20 x 17 mm.
[0022] Der Heizstab ist beispielsweise 510 mm lang und besitzt einen Durchmesser von 13,5
mm, wobei die Bohrungen 14 in den Distanzstücken und Metallstreifen eine entsprechende
Bemessung aufweisen. Die Abmessungen stellen jedoch nur ein nicht beschränkendes Ausführungsbeispiel
dar.
[0023] Die den Heizstab 16 umschließenden Distanzstücke 12 sowie die Metallstreifen 10 bestehen
vorzugsweise aus einem Material hoher Wärmeleitfähigkeit, insbesondere aus Aluminium.
1. Elektrische Heizvorrichtung mit den folgenden Merkmalen:
- sie ist als Zusatzheizung an einem bestehenden, fest eingebauten Heizkörper anbringbar,
der Wärmetauscher-Heizlamellen aufweist und insbesondere als Radiator-Heizkörper ausgebildet
ist;
- lamellenartige Metallstreifen (10) der elektrischen Heizvorrichtung sind im Abstand
der Wärmetauscher-Heizlamellen des Heizkörpers angeordnet;
- an einem Ende der Metallstreifen (10) sind zwischen diesen Distanzstücke (12) festgelegt;
- die Distanzstücke (12) und die Metallstreifen (10) besitzen miteinander fluchtende
Bohrungen (14);
- in die Bohrungen (14) ist ein Heizstab (16) zur Aufheizung der Metallstreifen (10)
eingeschoben;
- die Metallstreifen (10) sind zwischen die Wärmetauscher-Heizlamellen des Heizkörpers
derart montierbar, daß eine Wärmeübertragung auf die Wärmetauscher-Heizlamellen des
Heizkörpers erfolgt.
2. Elektrische Heizvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallstreifen
(10) und die Distanzstücke (12) mit geringem Spaltmaß auf dem Heizstab (16) aufgefädelt
sind und die Distanzstücke (12) und der Heizstab (16) am unteren Ende der Metallstreifen
(10) angeordnet sind.
3. Elektrische Heizvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Distanzstücke (12) mit dem unteren Ende der Metallstreifen
(10) in ein U-Profil eingesetzt sind.
4. Elektrische Heizvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Metallstreifen (10) mit den Distanzstücken (12) ein
Heizregister-Element bilden und verdrehungssicher und verschiebungssicher miteinander
verbunden, z.B. verschweißt oder verschraubt, sind.
5. Elektrische Heizvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Metallstreifen (10) und/oder die Distanzstücke (12)
aus einem gut wärmeleitfähigen Material, beispielsweise Aluminium, bestehen.