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(11) |
EP 1 039 984 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.03.2003 Patentblatt 2003/10 |
| (22) |
Anmeldetag: 11.09.1998 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9805/808 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9903/2258 (01.07.1999 Gazette 1999/26) |
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VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM SCHLEIFEN VON WERKSTÜCKEN MIT ZUM SCHLEIFEN ZEITPARALLELER
FEINSTBEARBEITUNG
METHOD AND DEVICE FOR POLISHING WORKPIECES WITH A SIMULTANEOUS SUPERFINISH
PROCEDE ET DISPOSITIF POUR POLIR DES PIECES AVEC SUPERFINITION SIMULTANEE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT |
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Priorität: |
18.12.1997 DE 19756610
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.10.2000 Patentblatt 2000/40 |
| (73) |
Patentinhaber: Erwin Junker Maschinenfabrik GmbH |
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77787 Nordrach (DE) |
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Erfinder: |
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- JUNKER, Erwin
D-77815 Bühl (DE)
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| (74) |
Vertreter: Leske, Thomas, Dr. et al |
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Patentanwalt,
Kanzlei FROHWITTER,
Postfach 86 03 68 81630 München 81630 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 333 041 US-A- 4 222 203
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DE-A- 4 227 315 US-A- 5 224 300
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schleifen eines Werkstückes mit den Merkmalen
gemäß Oberbegriff von Anspruch 1 und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
mit den Merkmalen gemäß Oberbegriff von Anspruch 4.
[0002] Die insbesondere im Motoren- und Getriebebau benötigten Bauteile erfordern sehr enge
Fertigungstoleranzen. Diese engen Fertigungstoleranzen werden hauptsächlich durch
Feinbearbeiten und anschließendes Feinstbearbeiten erzielt. Lagersitze oder andere
im späteren Einsatz hochbelastete Bauteilabschnitte werden daher oft zunächst geschliffen
und anschließend noch einer Feinstbearbeitung unterzogen, um die benötigte Form- und
Oberflächenqualität im Hinblick auf Lebensdauer und Laufeigenschaften zu erzielen.
[0003] Das Feinbearbeiten und das Feinstbearbeiten sind in der Regel zwei aufeinanderfolgende
Arbeitsgänge auf zwei eigens dafür ausgelegten Werkzeugmaschinen. Nachteilig dabei
ist, daß einerseits die Anzahl unterschiedlicher Werkzeugmaschinen in starkem Maße
den zur Realisierung der Herstellung eines bestimmten Bauteils erforderlichen Investitionsaufwand
erhöht und daß andererseits die Fertigungskosten für das betreffende Bauteil durch
höhere Durchlaufzeiten mit zwischengeschalteten Transportoperationen ebenfalls erhöht
werden. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß die erneute Aufspannung in der die
Feinstbearbeirung realisierenden Werkzeugmaschine Fehler auftreten können, welche
sich für die geforderten Fertigungstoleranzen als nachteilig erweisen.
[0004] Feinstbearbeitungsverfahren schließen insbesondere das Honen ein. Honen ist ein spanendes
Fertigungsverfahren mit gebundenem Korn zur Verbesserung bzw. Änderung von Form, Maßgenauigkeit
und Oberflächengüte des Werkstückes, wobei das Werkzeug ständig mit der Oberfläche
des Werkstückes im Eingriff ist. Honen wird im allgemeinen im Anschluß an eine vorhergehende
Feinbearbeitung, wie z.B. Schleifen, zur Endbearbeitung angewandt. Insbesondere das
sog. Kurzhubhonen wird auch als Feinhonen, Finishbearbeiten oder Superfinishbearbeiten,
Feinziehschleifen oder Schwingschleifen bezeichnet.
[0005] Bekannt sind Werkzeugmaschinen zum Schleifen und Werkzeugmaschinen beispielsweise
zur Superfinishbearbeitung (siehe Firmenprospekt IMPCO Machine Tools, USA, 1994).
Neben den oben geschilderten Nachteilen hinsichtlich des Investitionsaufwandes und
des Fertigungsaufwandes erfordert das Konzept von zwei jeweils unterschiedlichen Werkzeugmaschinen
für die Feinbearbeitung bzw. die Feinstbearbeitung auch einen erheblichen Entwicklungsaufwand.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Bearbeiten von Werkstücken zu schaffen, mittels welchem bzw. welcher die Geometrie
des Werkstückes maß- und formhaltig bearbeitet, mit der erforderlichen Oberflächengüte
versehen und die Fertigungszeit und damit die Stückkosten des Werkstückes erheblich
verringert werden.
[0007] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 sowie mit
einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens mit den Merkmalen gemäß Anspruch
4 gelöst.
[0008] Bei dem Verfahren zum Schleifen eines Werkstückes, insbesondere eines Wellenteils
eines Getriebes, wird das Werkstück zur Bearbeitung eingespannt und die Geometrie
des Werkstückes maß- und formhaltig geschliffen. Erfindungsgemäß wird zumindest ein
Teil der Oberfläche des Werkstückes zumindest teilweise zeitparallel zum Schleifen
feinstbearbeitet. Vorzugsweise erfolgt das Feinstbearbeiten durch Finishen.
[0009] Gemäß einem Ausführungsbeispiel erfolgt das Schleifen und das Feinstbearbeiten an
zylindrischen und/oder konischen Oberflächenabschnitten des Werkstückes.
[0010] Die zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens verwendete Vorrichtung zum
Schleifen eines Werkstückes wird insbesondere zum Schleifen von Wellenteilen, beispielsweise
eines Getriebes, eingesetzt. Die Vorrichtung weist einen Werkstückspindelstock und
einen Reitstock zum Einspannen des Werkstückes sowie eine Schleifeinheit auf. Die
Schleifeinheit ist mit mindestens einer Schleifspindel, welche eine Schleifscheibe
zum Schleifen des Werkstückes trägt, versehen. Der Werkstückspindelstock und der Reitstock
und/oder die Schleifeinheit sind zur Erzielung einer, die gewünschte Werkstückgeometrie
erzeugenden Schleifrelativbewegung zwischen der Schleifeinheit und dem Werkstück gesteuert
beweglich angeordnet. Erfindungseemäß ist die Vorrichtung mit einer Feinstbearbeitungseinheit
versehen, welche entsprechend der Geometrie des Werkstückes bewegbar ist, wobei zumindest
ein Teil der Oberfläche des Werkstückes mittels der Feinstbearbeirungseinheit Zeitparallel
zum Schleifen feinstbearbeitbar ist.
[0011] Dadurch ist es erstmals möglich, eine Komplettbearbeitung eines Werkstükkes, d.h.
das Feinbearbeiten und das Feinstbearbeiten auf einer Werkzeugmaschine auszuführen.
Dadurch entfallen externe Verkettungen für mehrere Arbeitsgänge mit ggf. dazwischengeschalteten
Transportvorgängen. Dadurch, daß die Installation von zwei verschiedenen Werkzeugmaschinen
für das Feinbearbeiten und für das Feinstbearbeiten nicht mehr erforderlich sind,
kann somit der Investitionsbedarf, können die Gesamtkosten und können auch die Stückkosten
erheblich verringert werden. Darüberhinaus ist der erforderliche Platzbedarf geringer,
da damit eine geringere Maschinenanzahl bei gleicher Ausbringleistung auf einer definierten
Fertigungsfläche vorhanden ist. Des weiteren verringern sich dadurch die Durchlauf-
und Lagerzeiten. Die Fertigung kann insgesamt transparenter ausgeführt werden. Weitere
Vorteile der Erfindung liegen darin, daß die Anzahl von Maschinenlieferanten verringert
werden kann, da ein identisches Maschinenkonzept für eine Maschine vorliegt, welche
sowohl das Feinbearbeiten als auch das Feinstbearbeiten ausführt. Dies führt zu erheblichen
Vorteilen auch im Service- und Wartungsbereich.
[0012] Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung sind die Schleifeinheit und
die Feinstbearbeitungseinheit vorzugsweise bezüglich der Werkstücklängsachse im wesentlichen
einander gegenüberliegend angeordnet, so daß zwischen beiden Bearbeitungseinheiten
das Werkstück eingespannt ist. Dies hat den Vorteil, daß eine freie Beweglichkeit
sowohl der Schleifeinheit als auch der Feinstbearbeitungseinheit ohne gegenseitige
Behinderung vorhanden ist. Darüberhinaus kann bei einer solchen Anordnung von Schleifeinheit
und Feinstbearbeitungseinheit ein gleichzeitiges Schleifen und Feinstbearbeiten des
Werkstückes im wesentlichen über die gesamte Werkstücklänge erfolgen.
[0013] Es ist gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel auch möglich, die Schleifeinheit
und die Feinstbearbeitungseinheit vorzugsweise bezüglich der Werkstücklängsachse im
wesentlichen auf einer Seite des Werkstückes anzuordnen. Dies ist beispielsweise dann
vorteilhaft, wenn nur ein Teil der Oberfläche des Werkstückes feinstbearbeitet werden
muß und die Länge des zu bearbeitenden Werkstückes groß genug ist, so daß Feinstbearbeitungseinheit
und Schleifeinheit während des gleichzeitigen Eingriffs mit dem Werkstück sich nicht
gegenseitig behindern.
[0014] In einer Ausführungsform weist die Schleifeinheit einen Träger auf, an welchem zwei
Schleifspindeln mit jeweils zumindest einer Schleifscheibe so schwenkbar und auf einer
gemeinsamen Zustellachse angebracht sind, daß die Schleifscheiben nacheinander mit
dem Werkstück in Eingriff bringbar sind. Eine solche Schleifeinheit ist vor allen
Dingen dann sinnvoll, wenn unterschiedliche Oberflächenkonturen des Werkstückes mittels
der Schleifeinheit maß- und formhaltig zu bearbeiten sind.
[0015] Vorzugsweise ist die Feinstbearbeitungseinheit als Feinstschleifeinheit oder als
Finisheinheit ausgebildet. Sowohl die Feinstschleifeinheit als auch die Finisheinheit
dienen dazu, Oberflächengüten des Werkstückes bzw. eines Teils der Oberfläche dieses
Werkstückes zu erzielen, welche im Bereich der mit überlicherweise als Feinstbearbeitung
bezeichneten Fertigungsverfahren liegen.
[0016] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung werden anhand
von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigerügten Zeichnungen detailliert
erläutert.
[0017] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Draufsicht auf die erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel;
- Fig. 2
- eine schematische Draufsicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß einem zweiten
Ausführungsbeispiel der Erfindung;
- Fig. 2a
- den Eingriff einer ersten Schleifspindel der Vorrichtung gemäß Fig. 2 am Werkstück;
- Fig. 2b
- die Zustellung einer zweiten Schleifspindel gemäß Fig. 2 sowie der Feinstbearbeitungseinheit
zum Werkstück; und
- Fig. 3
- eine schematische Draufsicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß einem dritten
Ausführungsbeispiel.
[0018] In Fig. 1 ist die Draufsicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel dargestellt. Zwischen einem Werkstückspindelstock 1 und einem
Reitstock 2 ist ein Werkstück 3 zwischen Spitzen 20, 21 eingespannt. Dabei ist die
Längsachse des Werkstückes 3 fluchtend mit den Längsachsen der Spindeln des Werkstückspindelstocks
1 und des Reitstocks 2 ausgerichtet. Der Werkstückspindelstock 1 und der Reitstock
2 sind auf einem nicht dargestellten verfahrbaren Schleiftisch entlang einer CNC-Achse
Z1 verfahrbar angeordnet. Auf einer Seite der Werkstückspindelstock/Werkstück/Reitstock-Anordnung
ist ein Schleifspindelstock 23 vorgesehen. Der Schleifspindelstock 23 weist eine Schleifspindel
14 mit einer Schleifscheibe 15 auf. Der Schleifspindelstock 23 ist bezüglich einer
Bewegungsachse X1 im Sinne einer Zustellung zu dem Werkstück 3 beweglich angeordnet.
Die Längsachse der Schleifspindel 14 kann bezüglich der Achse des Werkstückes parallel
oder horizontal verschwenkbar angeordnet sein.
[0019] Anstelle des Werkstückspindelstocks 1 und des Reitstocks 2 kann auch der Schleifspindelstock
23 in Richtung der Z1-Achse verfahrbar sein. In einem solchen Fall sind der Werkstückspindelstock
1 und der Reitstock 2 auf dem Maschinenständer fest montiert. Gegenüberliegend zu
dem Schleifspindelstock 23 ist in einer im wesentlichen horizontalen Ebene eine Feinstbearbeirungseinheit
25 angeordnet.
[0020] Mittels dieser Feinstbearbeitungseinheit 25 wird die Oberfläche des Werkstückes 3
entsprechend den Form-, Toleranz- und Oberflächenantorderungen nachbearbeitet, wobei
die Feinstbearbeitung zeitparallel zum Eingriff der Schleifscheibe 15 mit dem Werkstück
3 durchführbar ist.
[0021] Diese Feinstbearbeitungseinheit 25 ist beispielsweise mit einer Superfinisheinheit
versehen. Die Feinstbearbeitungseinheit 25 ist entlang von zwei rechtwinkelig zueinander
angeordneten CNC-Achsen X2 bzw. Z2 verfahrbar, so daß sie vom Schleifspindelstock
23 unabhängige Bewegungen ausführen kann. Dieses Ausführungsbeispiel, bei welchem
dem Werkstück gegenüberliegend die Schleifeinheit 14, 15, 23 und die Feinstbearbeitungseinheit
25 angeordnet sind, hat den Vorteil, daß im wesentlichen die gesamte Oberfläche des
Werkstückes 3 mit der Schleifeinheit 14, 15, 23 geschliffen und zeitparallel dazu
mit der Feinstbearbeitungseinheit 25 feinstbearbeitet werden kann.
[0022] Fig. 2 zeigt die Draufsicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß einem zweiten
Ausführungsbeispiel. Eine Vorrichtung gemäß diesem Ausführungsbeispiel findet vor
allem dann Anwendung, wenn die äußere Kontur des Werkstückes 3 mit mindestens zwei
Schleifscheiben bearbeitet werden muß. Auf der einen Seite der Werksmckspindelstock/Werksrück/Reitstock-Anordnung
ist wiederum ein Schleifspindelstock 24 vorgesehen. Dieser Schleifspindelstock 24
trägt in einer gemeinsamen horizontalen Ebene zwei Schleifspindeln 12, 13, welche
unter einem Winkel zueinander am Schleifspindelstock 24 montiert sind. Jede Schleifspindel
12 bzw. 13 trägt eine für einen jeweiligen Konturabschnitt des Werkstückes vorgesehene
und geformte Schleifscheibe. Der Schleifspindelstock 24 ist um den Punkt B verschwenkbar,
so daß je nach Fertigungsabfolge die an der Schleifspinde1 12 montierte Schleifscheibe
5 oder die an der Schleifspindel 13 montierte Schleifscheibe 6 dem Werkstück 3 zugestellt
werden kann. Die um die Schwenkachse B ausführbare Schwenkbewegung des Schleifspindelstocks
24 wird hydraulisch oder CNC-gesteuert ausgeführt.
[0023] Der Schleifeinheit 12, 13, 24 gegenüberliegend ist analog zu dem Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 1 die Feinstbearbeitungseinheit 25 angeordnet. Die gesteuerten Bewegungen
der Schleifeinheit 12, 13, 24, der Feinstbearbeitungseinheit 25 und der Werksriickspindelstock/Werkstück/Reitstock-Anordnung
sind analog zu den im Zusammenhang mit dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 beschriebenen.
[0024] In Fig. 2a ist die Schleifspindel 12 des Schleifspindelstockes 24 im Eingriff mit
dem Werkstück 3 zum Schleifen einer konischen Kontur 4 mittels der Schleifscheibe
5. Der Übersichtlichkeit halber sind sowohl Schleifspindelstock 24 als auch Feinstbearbeitungseinheit
25 nicht eingezeichnet.
[0025] In Fig. 2b ist die Zustellung sowohl der Schleifspindel 13 mit der Schleifscheibe
6 des Schleifspindelstockes 24 als auch der Feinstbearbeitungseinheit 25 mit einem
Finishstein 9 zum Werkstück 3 dargestellt. Mit der Schleifscheibe 6 wird ein zylindrischer
Zapfen 7 am Werkstück 3 geschliffen. Die konische Kontur 4 des Werkstückes 3 wird
gleichzeitig einer Finishbearbeitung unterzogen, um die Oberflächengüte mittels des
Finishsteins 9 zu erhöhen. Die Verwendung eines derartigen Finishsteines ist vor allen
Dingen dann vorteilhaft, wenn hohe Traganteile in bezug auf die Oberflächengüte der
Werkstückoberfläche erzielt werden sollen.
[0026] Fig. 3 zeigt die Draufsicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß einem dritten
Ausführungsbeispiel. Gemäß diesem Ausführungsbeispiel sind sowohl die Schleifeinheit
14, 15 als auch die Feinstbearbeitungseinheit 25 an einer Seite der Werkstückspindelstock/Werkstück/Reitstock-Anordnung
vorgesehen. Sowohl die Schleifeinheit 14, 15 als auch die Feinstbearbeitungseinheit
25 sind entlang jeweiliger Achsen X1, Z1 bzw. X2, Z2 CNC-gesteuert verfahrbar. Dadurch
ist es möglich, die Schleifscheibe 15 und den Finsishstein 9 zumindest an einem Teil
der Oberfläche des Werkstückes zumindest teilweise zeitparallel zum Schleifen und
zum Feinstbearbeiten zum Werkstück 3 zuzustellen. Zur Erzeugung der zum Schleifen
bzw. Feinstbearbeiten erforderlichen Relativbewegung zwischen der Schleifscheibe bzw.
dem Finishstein 9 und dem Werkstück 3 ist eine Bewegung der Schleifeinheit 14, 15
entlang der Achsen X1, Z1 bzw. der Feinstbearbeitungseinheit 25 entlang der Achsen
X2, Z2 möglich, und die Werkstückspindelstock/Werkstück/Reitstock-Anordnung ist fest
mit einem Maschinenständer verbunden montiert.
[0027] Insbesondere bei Getriebeteilen, welche zylindrische Wellenabschnitte mit unterschiedlichem
Durchmesser und beispielweise konisch bzw. kegelig ausgebildete Getrieberäder aufweisen,
ist der Einsatz der Vorrichtung und des Verfahrens gemäß der Erfindung vorteilhaft,
da die normale Schleifbearbeitung und die Feinstbearbeitung zumindest teilweise zeitparallel
erfolgen können und dadurch erhebliche Kosteneinsparungen erzielbar sind.
1. Verfahren zum Schleifen eines Werkstückes, insbesondere eines Wellenteils, bei welchem
das Werkstück zur Schleifbearbeitung eingespannt wird; und in der gleichen Aufspannung
die Geometrie des Werkstückes anschließend maßund formhaltig mit zumindest einer rotierenden
Schleifscheibe geschliffen wird, dadurch gekennzeichnet, daß
zumindest ein Teil der in der Aufspannung geschliffenen Oberfläche des Werkstückes
zumindest teilweise zeitparallel zum Schleifen feinstbearbeitet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Feinstbearbeiten durch Finishen ausgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schleifen und das Feinstbearbeiten an zylindrischen und/oder konischen Obernächenabschnitten
des Werkstückes erfolgt.
4. Vorrichtung, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, zum
Schleifen eines Werkstückes (3), insbesondere eines Wellenteils, welches einen Werkstückspindelstock
(1) und einen Reitstock (2) zum Einspannen des Werkstückes (3) sowie eine Schleifeinheit
(14, 15, 23) mit zumindest einer, eine Schleifscheibe (15) tragenden Spindel (14)
zum Schleifen des Werkstückes (3) aufweist, wobei der Werkstückspindelstock (1) und
der Reitstock (2) und/oder die Schleifeinheit (14, 15, 23) zur Erzielung einer, die
gewünschte Werkstückgeometrie erzeugenden Schleifrelativbewegung zwischen der Schleifeinheit
(14, 15, 23) und dem Werkstück (3) gesteuert beweglich angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass eine Feinstbearbeitungseinheit (25) vorgesehen ist, welche entsprechend der Geometrie
des Werkstückes (3) derart bewegbar ist, dass zumindest ein Teil der in der Aufspannung
geschliffenen Oberfläche des Werkstückes (3) zeitparallel zum Schleifen feinstbearbeitbar
ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleifeinheit (14, 15, 23) und die Feinstbearbeitungseinheit (25) so bewegbar
sind, daß sie zumindest zeitweise mit dem Werkstück (3) gleichzeitig im Eingriff sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleifeinheit (14, 15, 23) und die Feinstbearbeitungseinheit (25) im wesentlichen
einander gegenüberliegend mit dem Werkstück (3) dazwischen angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleifeinheit (14, 15, 23) und die Feinstbearbeitungseinheit (25) im wesentlichen
auf einer Seite des Werkstückes (3) angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleifeinheit (14, 15, 23) einen Schleifspindelstock (24) aufweist, an welchem
zwei Schleifspindeln mit jeweils zumindest einer Schleifscheibe (12, 13) so schwenkbar
und auf einer gemeinsamen Zustellachse (X1) angebracht sind, daß die Schleifscheiben
(12, 13) nacheinander mit dem Werkstück (3) in Eingriff bringbar sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Feinstbearbeitungseinheit (25) eine Feinstschleifeinheit ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Feinstbearbeitungseinheit (25) eine Finisheinheit ist.
1. Method for grinding a workpiece in particular a shaft part, in which the workpiece
is clamped in place for the grinding working; and the geometry of the workpiece is
subsequently ground in the same chucking set-up by at least one rotating grinding
wheel in such a way as to maintain its dimensions and shape, characterized in that at least part of the surface of the workpiece ground in the chucking set-up is precision-worked
at least partly at the same time as the grinding.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the precision working is performed by finishing.
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that the grinding and the precision working are performed on cylindrical and/or conical
portions of the surface of the workpiece.
4. Apparatus, in particular for carrying out the method according to Claims 1 to 3, for
grinding a workpiece (3), in particular a shaft part, which apparatus has a work-spindle
headstock (1) and a tailstock (2) for clamping the workpiece (3) in place as well
as a grinding unit (14, 15, 23) with at least one spindle (14), bearing a grinding
wheel (15), for grinding the workpiece (3), the work-spindle headstock (1) and the
tailstock (2) and/or the grinding unit (14, 15, 23) being arranged movably in a controlled
manner between the grinding unit (14, 15, 23) and the workpiece (3) for achieving
relative movement in grinding, producing the desired workpiece geometry, characterized in that a precision-working unit (25) is provided, which can be moved according to the geometry
of the workpiece (3) in such a way that at least part of the surface of the workpiece
(3) ground in the chucking set-up is able to undergo precision working at the same
time as the grinding.
5. Apparatus according to Claim 4, characterized in that the grinding unit (14, 15, 23) and the precision-working unit (25) are movable in
such a way that at least some of the time they are simultaneously in engagement with
the workpiece.
6. Apparatus according to Claim 4 or 5, characterized in that the grinding unit (14, 15, 23) and the precision-working unit (25) are arranged essentially
opposite each other with the workpiece (3) in between.
7. Apparatus according to Claim 4 or 5, characterized in that the grinding unit (14, 15, 23) and the precision-working unit (25) are arranged essentially
on one side of the workpiece (3).
8. Apparatus according to one of Claims 4 to 6, characterized in that the grinding unit (14, 15, 23) has a grinding-spindle headstock (24), to which two
grinding spindles each with at least one grinding wheel (12, 13) are attached in such
a way that they can swivel and are on a common infeed axis (X1) such that the grinding
wheels (12, 13) can successively be brought into engagement with the workpiece (3).
9. Apparatus according to one of Claims 4 to 8, characterized in that the precision-working unit (25) is a precision-grinding unit.
10. Apparatus according to one of Claims 4 to 8, characterized in that the precision-working unit (25) is a finishing unit.
1. Procédé de meulage d'une pièce à usiner, en particulier un élément ondulé, dans lequel
la pièce à usiner est serrée pour être traitée à la meule ; et dans le même élément
de fixation, la géométrie de la pièce à usiner est ensuite meulée en conservant les
dimensions et la forme, avec au moins un disque de meule rotatif, caractérisé en ce qu'au moins une partie de la surface meulée dans l'élément de fixation de la pièce à
usiner fait périodiquement l'objet d'une superfinition parallèlement au meulage.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la superfinition est réalisée par une opération de fini de surface.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le meulage et la superfinition sont réalisés au niveau des sections de surface cylindriques
et/ou coniques.
4. Dispositif permettant en particulier de mettre en oeuvre le procédé selon les revendications
1 à 3, destiné à meuler une pièce à usiner (3), en particulier un élément ondulé,
qui présente une poupée porte-pièce (1) et une poupée mobile (2) permettant de serrer
la pièce à usiner (3) ainsi qu'une unité de meulage (14, 15, 23) avec au moins une
broche (14) portant un disque de meule (15) destinée à meuler la pièce à usiner (3),
moyennant quoi la poupée porte-pièce (1) et la poupée mobile (2) et/ou l'unité de
meulage (14, 15, 23) sont disposées de manière mobile en étant commandées de manière
à atteindre un déplacement relatif de la meule, produisant la géométrie de pièce à
usiner souhaitée, entre l'unité de meulage (14, 15, 23) et la pièce à usiner (3),
caractérisé en ce qu'il est prévu une unité de superfinition (25) qui peut se déplacer conformément à la
géométrie de la pièce à usiner (3), de telle sorte qu'au moins une partie de la surface
meulée dans l'élément de fixation de la pièce à usiner (3) peut faire l'objet d'un
traitement, de superfinition parallèlement au meulage.
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'unité de meulage (14, 15, 23) et l'unité de superfinition (25) peuvent se déplacer
de telle sorte qu'elles sont, au moins périodiquement, en contact en même temps avec
la pièce à usiner (3).
6. Dispositif selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que l'unité de meulage (14, 15, 23) et l'unité de superfinition (25) sont disposées de
manière à être sensiblement opposées l'une à l'autre, avec une pièce à usiner (3)
entre les deux.
7. Dispositif selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que l'unité de meulage (14, 15, 23) et l'unité de superfinition (25) sont disposées sensiblement
d'un côté de la pièce à usiner (3).
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 4 à 6, caractérisé en ce que l'unité de meulage (14, 15, 23) présente une poupée porte-pièce (24), au niveau de
laquelle deux broches porte-meule avec respectivement au moins un disque de meule
(12, 13) peuvent pivoter et sont apposées sur un axe de positionnement (X1) commun
de telle sorte que les disques de meule (12, 13) peuvent être mis en contact l'un
après l'autre avec la pièce à usiner (3).
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 4 à 8, caractérisé en ce que l'unité de superfinition (25) est une unité de polissage.
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 4 à 8, caractérisé en ce que l'unité de superfinition (25) est une unité de fini de surface.