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(11) |
EP 1 040 495 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.02.2002 Patentblatt 2002/07 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.12.1998 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: H01H 9/10 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9808/340 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9933/079 (01.07.1999 Gazette 1999/26) |
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| (54) |
ELEKTRISCHE SICHERUNG
ELECTRIC FUSE
COUPE-CIRCUIT ELECTRIQUE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE ES FR GB IT PT SE |
| (30) |
Priorität: |
20.12.1997 DE 19757026
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.10.2000 Patentblatt 2000/40 |
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Patentinhaber: LEONI Bordnetz-Systeme GmbH & Co KG |
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90402 Nürnberg (DE) |
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Erfinder: |
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- HOFFMANN, Volker
D-97320 Albertshofen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Tergau & Pohl Patentanwälte |
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Mögeldorfer Hauptstrasse 51 90482 Nürnberg 90482 Nürnberg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 620 575 DE-A- 19 504 561 US-A- 2 012 215
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EP-A- 0 639 844 DE-C- 706 948
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine elektrische Sicherung entsprechend dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 (DE-A-19504561), bei der die Stromunterbrechung im Falle eines z.B. kurzschlußbedingten
Überstroms durch ein Schmelzelement erfolgt. Solche Sicherungen werden z.B. auch zur
Absicherung der Hochstromversorgung des Bordnetzes von Kraftfahrzeugen verwendet.
Der Eingangsanschluß der Sicherung ist dabei mit dem Pluspol der Fahrzeugbatterie,
deren Ausgangsanschluß ist mit dem Bordnetz verbunden.
[0002] Problematisch bei Schmelzsicherungen allgemein ist ihr Auslöseverhalten. Die Zeitdauer,
die bis zum Auslösen der Sicherung bzw. bis zum Durchschmelzen des Schmelzelements
vergeht hängt u.a. von der Größe des Überstroms ab. Je größer dieser ist, desto kürzer
ist die Auslösezeit. Die Auslösezeit hängt auch von der Größe der Sicherung bzw. von
deren Sicherungswert ab. Bei gleichem Überstrom löst beispielsweise eine 70 A - Sicherung
schneller aus als eine 100 A - Sicherung. Eine nicht nur in der Fahrzeugelektrik gewünschte
Verkürzung der Auslösezeit durch Einsatz schwächerer Sicherungen ist aber wegen der
damit verbundenen Gefahr von Fehlauslösungen bei herkömmlichen Sicherungen nicht möglich.
[0003] Ein weiteres Problem besteht darin, daß beispielsweise aufgrund hochohmiger Leitungsverbindungen
oder einer schadhaften oder nicht ausreichend geladenen Batterie der über die Sicherung
fließende Strom nicht ausreicht, um das Schmelzelement zum Schmelzen zu bringen oder
dass der Strom zu gering ist, um ein Durchschmelzen in genügend kurzer Zeit zu bewirken.
Eine Schädigung des elektrischen Systems ist die Folge.
[0004] Davon ausgehend ist es die Aufgabe der Erfindung, eine elektrische Sicherung vorzuschlagen,
die ein verbessertes Auslöseverhalten zeigt. Diese Aufgabe wird durch eine Sicherung
mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Danach sind zwei parallele, den Eingangs-
und Ausgangsanschluß der Sicherung miteinander verbindende Strompfade, nämlich ein
Hauptstrompfad und ein Teilstrompfad, ein einziges Schmelzelement und ein Schalter
vorgesehen, wobei das Schmelzelement im Hauptstrompfad und der Schalter im Teilstrompfad
angeordnet ist. Der Schalter ist so ausgelegt, daß er bei Überschreitung vorgegebener
Grenzwerte des die Sicherung durchfließenden Stroms und/oder der Temperatur des Schmelzelements
öffnet. Während bei herkömmlichen Sicherungen mit einem Schmelzelement der gesamte
Strom über das Schmelzelement abfließt, erfolgt erfindungsgemäß eine Stromteilung.
Der über den Hauptstrompfad bzw. über das Schmelzelement fließende Strom ist um den
über den Teilstrompfad fließenden Strom verringert. Somit kann in den Hauptstrompfad
eine Sicherung mit einem geringeren Sicherungswert eingesetzt werden. Wenn beispielsweise
für die Absicherung eines Verbrauchers oder eines Bordnetzes, eine 100 A-Sicherung
notwendig ist, so kann eine 80 A-Sicherung eingesetzt werden, wenn der Teilstrompfad
so ausgelegt ist, daß 20% des Gesamtstromes über ihn abfließen. Bei gleichem Stromwert
ist die Auslösezeit bei einer schwächeren Sicherung geringer als bei einer stärkeren
Sicherung. Der Schalter des Teilstrompfades ist nun so ausgelegt, daß er im Falle
eines beispielsweise durch einen Kurzschluß im elektrischen System bewirkten Überstroms
öffnet. Wenn der Schalter geöffnet ist, fließt der gesamte Überstrom über das Schmelzelement
ab. Da aber aufgrund der erfindungsgemäßen Ausgestaltung das Schmelzelement einen
geringeren Sicherungswert aufweisen kann als normalerweise erforderlich, ist die Auslösezeit
gegenüber der sonst eingesetzten stärkeren Sicherung verkürzt. Letztlich wird also
durch eine erfindungsgemäße Sicherung der gleiche Effekt erreicht, wie wenn eine Sicherung
mit einem geringeren Sicherungswert als erforderlich eingesetzt wird, wobei jedoch
die Gefahr von Fehlauslösungen beseitigt ist.
[0005] Der Schalter im Teilstrompfad kann grundsätzlich so ausgelegt sein, daß er entweder
bei Überschreitung eines vorgegebenen Stromwertes oder bei Überschreitung einer vorgegebenen
maximalen Temperatur des Schmelzelements öffnet. Es können aber auch beide Parameter
- Temperatur und Stromwert - gleichzeitig als Kriterien für das Öffnen des Schalters
herangezogen werden. Als Schalter eignen sich beispielsweise Bimetallschalter, Halbleiterschalter
oder mit "Polyswitch" bezeichnete Schaltelemente, deren Widerstand sich bei Erwärmung
sprunghaft erhöht.
[0006] Die Schmelzsicherung und der im Teilstrompfad angeordnete Schalter sind, insbesondere
wenn das Öffnungskriterium für den Schalter die Temperatur des Schmelzelementes ist,
sandwichartig angeordnet, wobei der Schalter und das Schmelzelement mit zwei Kontaktflächen
aneinanderliegen und in thermischen Kontakt stehen.
[0007] Vorzugsweise werden allgemein solche Elemente verwendet, die nach dem Durchschmelzen
des Schmelzelements bzw. nach Abkühlung selbsttätig wieder schließen. Solche Schalter
sind z.B. die oben erwähnten Schalter, also Bimetallschalter, Halbleiter und Polyswitch-Elemente.
Bei einem Kraftfahrzeug hat dies folgenden Vorteil: Wenn im Falle eines Kurzschlusses
die Stromversorgung des Bordnetzes ausgefallen ist, ist es einem Nichtfachmann in
der Regel nicht möglich, die defekte Sicherung gegen eine neue auszutauschen. Dies
schon allein deshalb nicht, weil die Hochlastsicherungen eines Kraftfahrzeuges in
der Regel nur für das Fachpersonal einer Kfz-Werkstatt zugänglich sind. Wegen des
stillgelegten Bordnetzes sind wichtige Fahrzeugfunktionen, etwa die Warnblinkanlage
o.dgl. außer Betrieb gesetzt. Wenn jedoch nach dem Durchschmelzen der Sicherung der
Schalter wieder schließt, ist nach Beseitigung der Kurzschlußursache das Bordnetz
mit Strom versorgt. Der über den Schalter fließende Strom ist zwar wegen des erhöhten
Widerstands des Teilstrompfades reduziert. Er reicht aber in der Regel aus, um Einrichtungen
wie die Warnblinkanlage oder ein Bordtelefon in Betrieb nehmen zu können.
[0008] Bei einem andauernden Kurzschluß im Bordnetz wird ein thermosensitiver Schalter nach
einer gewissen Zeit wieder öffnen, wenn aufgrund des Kurzschlusses ein überhöhter
Strom über den Teilstrompfad fließt. Wenn jedoch die Quelle für den Kurzschluß entfernt
ist, steht eine unterbrechungsfreie Versorgung des Bordnetz zur Verfügung, was bei
herkömmlichen Sicherungssystemen nur nach Austausch des Schmelzelements der Fall ist.
[0009] Besondere Vorteile ergeben sich im Zusammenhang mit einem Mikroprozessor. Dieser
kann zum einen den Schalter steuern. Dieser braucht somit beispielsweise nicht thermosensitiv
ausgelegt sein. Die Temperatur des Schmelzelements kann durch einen Thermosensor abgegriffen
und an den Mikroprozessor gemeldet werden, wobei dieser bei Überschreiten eines Temperatur-Grenzwertes
den Schalter ansteuert. Denkbar ist auch, dass die Sicherung eine Strom-Meßvorrichtung
umfaßt, die den Wert des aktuellen, die Sicherung durchffießenden Gesamtstroms an
den Mikroprozessor weitergibt, wobei dieser bei Überschreiten eines Grenz-Stromwertes
den Schalter ansteuert. Die Verwendung eines Mikroprozessors hat weiterhin den Vorteil,
dass dieser an das Kontroll- und Überwachungssystem eines Fahrzeuges angeschlossen
werden kann. So ist es beispielsweise denkbar, dass im Falle einer Airbag-Auslösung
gleichzeitig auch der Schalter geöffnet wird, um im Falle eines Kurzschlusses im Bordnetz
ein möglichst frühzeitiges Durchschmelzen des Schmelzelements zu erreichen. Schließlich
kann ein Mikroprozessor dazu verwendet werden, beispielsweise eine Temperaturerhöhung
im Bereich des Eingangs- bzw. Ausgangsanschlusses der Sicherung mit Hilfe eines Thermosensors
zu detektieren. Wenn die genannten Anschlüsse beispielsweise infolge von Korrosion
einen zu hohen Widerstand und dementsprechend eine erhöhte Temperatur aufweisen, kann
dies dem Fahrer über ein Display am Armaturenbrett mitgeteilt werden, so dass dieser
vorgewarnt ist und eine Werkstatt aufsuchen kann.
[0010] Die Erfindung wird nun anhand eines in den beigefügten Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispieles näher erläutert.
[0011] Es zeigen:
- Fig. 1
- Die schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Sicherung,
- Fig. 2
- ein Ersatzschaltbild der Sicherung bei geschlossenem Schalter
- Fig. 3
- ein Ersatzschaltbild der Sicherung bei geöffnetem Schalter,
- Fig. 4
- das Auslöseverhalten einer erfindungsgemäßen Sicherung wiedergebende Diagramme, und
- Fig. 5
- ein Schaltbild einer Sicherung mit Mikroprozessor-Steuerung.
[0012] Wie Fig. 1 zu entnehmen ist, umfaßt eine erfindungsgemäße Sicherung einen Eingangsanschluß
1, einen Ausgangsanschluß 2, zwei parallele zwischen den beiden Anschlüssen angeordnete
Strompfade, nämlich einen Hauptstrompfad 3 und einen Teilstrompfad bzw. Bypass 4,
ein Schmelzelement 5 und einen Schalter 6. Das Schmelzelement 5 ist im Hauptstrompfad
3 und der Schalter 6 im Bypass 4 angeordnet. Das Schmelzelement 5 und der Schalter
6 bilden zusammen ein sandwichartiges Bauteil, wobei sie mit zwei Kontaktflächen 7,8
aneinandergrenzen. Im Falle eines thermosensitiven Schalters dient diese Ausgestaltung
dazu, den Wärmeübergang vom Schmelzelement 5 zum Schalter 6 zu erleichtern. Die thermische
Kopplung kann jedoch prinzipiell auf beliebige Weise erfolgen. Es kann beispielsweise
zweckmäßig sein, zwischen dem Schmelzelement 5 und dem Schalter 6 ein die Kontaktflächen
7 und 8 miteinander verbindendes thermisches Kopplungselement 9, etwa in Pasten- oder
Folienform anzuordnen.
[0013] Die technische Realisierung des Schalters ist prinzipiell beliebig. Er muß nur so
ausgestaltet sein, daß er bei Überschreitung eines Grenz-Stromwertes oder einer Grenztemperatur
öffnet.
[0014] Anhand der Darstellungen gemäß Fig. 2-4 wird nun die Funktionsweise einer erfindungsgemäßen
Sicherung erläutert: Das Schmelzelement 6 ist im Ausgangszustand der Sicherung unversehrt
und gewährleistet eine Verbindung des Eingangsanschlusses 1 mit dem Ausgangsanschluß
2 über den Hauptstrompfad 3. Der Schalter 6, ein thermosensitiver Schalter der obengenannten
Art, ist geschlossen. Der von einer Stromquelle 10, etwa einer Fahrzeugbatterie entnommene
Strom I
ges teilt sich in die Teilströme I
Bypass und I
Fuse auf. Die Aufteilung ist prinzipiell so gewählt, dass der über den Bypass fließende
Teilstrom geringer ist als der über den Hauptstrompfad 3 fließende Strom.
[0015] Den in Fig. 4 dargestellten Diagrammen liegen Messungen an einer Sicherung zugrunde,
bei der eine 60A-Schmelzsicherung mit mittlerer Trägheit verwendet wurde. Die Messungen
wurden bei einer Umgebungstemperatur von ca. 25°C und einem Überstrom von 90A durchgeführt.
Die Widerstände der Teilstrompfade 3 und 4 wurden so gewählt, dass 60A den Hauptstrompfad
3 und 30A über den Bypass 4 fließen. Bei den gewählten Versuchsparametern wird nach
etwa 140 Sekunden im Schmelzelement 5 eine Temperatur erreicht, die ein Öffnen des
Schalters 6 bewirkt. Nachdem der Schalter geöffnet ist (Fig. 3, t = 140 in Fig. 4)
fließt auch der Teilstrom I
Bypass über den Hauptstrompfad, so daß nunmehr 90A durch das Schmelzelement abfließen. Die
für 60A ausgelegte Sicherung wird nun mit insgesamt 90A belastet, was zu einem schnellen
Durchschmelzen innerhalb von etwa 30 Sekunden führt.
[0016] In Fig. 5 ist das schematische Schaltbild einer Sicherung mit integriertem Mikroprozessor
11 dargestellt. Der Schalter 6 ist ein Halbleiterelement, das beispielsweise über
zwei Signalleitungen 12,13 mit dem Mikroprozessor 11 verbunden ist. Der Schalter 6
ist thermosensitiv ausgebildet und steht in direktem Wärmekontakt mit dem Schmelzelement
5. Die Statusmeldung über die aktuelle Temperatur des Schmelzelements erfolgt über
die Signalleitung 12. Die Ansteuerung des Schalters 6 erfolgt über die Signalleitung
13. Der Mikroprozessor ist mit dem Bussystem 14 des Kontroll- und Überwachungssystems
eines Kraftfahrzeuges verbunden. Auf diese Weise können fahrzeugspezifische Daten
als Parameter für das Öffnen des Schalters 5 herangezogen werden. Beispielsweise kann
im Falle eines ausgelösten Airbags der Schalter 6 prophylaktisch geöffnet werden.
Gleiches gilt, wenn sich das Fahrzeug in einer Kopflage befindet. Weiterhin ist es
denkbar, dass im Bereich der Anschlüsse 1,2 Thermosensoren angebracht sind, mit denen
eine unzulässige Erwärmung der Anschlüsse 1,2 infolge einer beispielsweise korrosionsbedingten
Widerstandserhöhung detektierbar ist.
[0017] Ganz allgemein kann es zweckmäßig sein, die im Falle eines thermo-sensitiven Schalters
zu dessen Erwärmung notwendige Wärmemenge nicht allein dem Schmelzelement selbst,
sondern sich daran anschließenden Bereichen der Sicherung , vor allem dem Bereich
des Eingangs- und Ausgangsanschlusses 1,2 zu entnehmen. Falls erforderlich kann ein
Wärmekontakt zwischen dem Schalter und dem Schmelzelement auch ganz vermieden werden,
wobei dann die genannten Anschlußbereiche oder auch andere Bereiche der Sicherung
als Wärmequelle für den Schalter dienen.
Bezugszeichenliste
[0018]
- 1
- Eingangsanschluß
- 2
- Ausgangsanschluß
- 3
- Hauptstrompfad
- 4
- Bypass
- 5
- Schmelzelement
- 6
- Schalter
- 7
- Kontaktfläche
- 8
- Kontaktfläche
- 9
- Kopplungselement
- 10
- Stromquelle
- 11
- Mikroprozessor
- 12
- Signalleitung
- 13
- Signalleitung
- 14
- Bussystem
1. Elektrische Sicherung mit einem Eingangsanschluß (1), einem Ausgangsanschluß (2),
zwei parallelen, die beiden Anschlüsse miteinander verbindenden Strompfaden, nämlich
einem Hauptstrompfad (3) und einem Teilstrompfad, einem einzigen Schmelzelement (5)
und einem Schalter (6) und wobei der Schalter (6) so ausgelegt ist, daß er bei Überschreitung
vorgegebener Grenzwerte des die Sicherung durchfließenden Stroms und/oder der Temperatur
des Schmelzelements öffnet, dadurch gekennzeichnet, daß das Schmelzelement im Hauptstrompfad (3) und der Schalter im Teilstrompfad angeordnet
ist.
2. Sicherung nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
eine Widerstandsauslegung des Teilstrompfades derart, daß wenigstens 10 % des Gesamtstromes
über ihn fließen.
3. Sicherung nach Anspruch 1 oder 2,
gekennzeichnet durch
einen Schalter (6), der im Anschluß an eine beispielsweise kurzschlußbedingte Durchtrennung
des Schmelzelements (3) wieder schließt.
4. Sicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
gekennzeichnet durch ,
eine Sandwich-Bauweise, wobei der Schalter (6) und das Schmelzelement (5) mit zwei
Kontaktflächen (7,8) miteinander in thermischem Kontakt stehen.
5. Sicherung nach einem der Ansprüche 1 - 4,
gekennzeichnet durch
einen mit dem Schalter (6) signalmäßig verbundenen, insbesondere diesen steuernden
Mikroprozessor (11).
6. Sicherung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Schaltkriterium zur Ansteuerung des Schalters (6) die von einem Temperatursensor
(nicht dargestellt) abgegriffene Temperatur des Schmelzelements (5) dient.
7. Sicherung nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Mikroprozessor (11) eingangsseitig mit dem Kontroll- und Überwachungssystem eines
Kraftfahrzeugs verbunden ist.
8. Verwendung einer Sicherung nach einem der Ansprüche 1 - 7 zur Absicherung des elektrischen
Bordnetzes eines Kraftfahrzeugs.
1. Electrical fuse having an input connection (1), an output connection (2), two parallel
current paths which connect the two connections to one another, namely a main current
path (3) and a partial current path, a single fusible element (5) and a switch (6),
and with the switch (6) being designed such that it opens when the current flowing
through the fuse and/or the temperature of the fusible element exceed/exceeds predetermined
limit values, characterized in that the fusible element is arranged in the main current path (3), and the switch is arranged
in the partial current path.
2. Fuse according to Claim 1,
characterized by
a resistance configuration in the partial current path such that at least 10% of the
total current flows via it.
3. Fuse according to Claim 1 or 2,
characterized by
a switch (6) which closes again following the fusible element (5) having been blown,
for example by a short circuit.
4. Fuse according to one of Claims 1 to 3,
characterized by
a sandwich construction, with the switch (6) and the fusible element (5) having two
contact surfaces (7,8) which make thermal contact with one another.
5. Fuse according to one of Claims 1 - 4,
characterized by
a microprocessor (11) which is connected to the switch (6) for signalling and, in
particular controls said switch (6).
6. Fuse according to Claim 5,
characterized
in that the temperature of the fusible element (5), as tapped off by a temperature sensor
(not illustrated) is used as the switching criterion for actuating the switch (6).
7. Fuse according to Claim 5 or 6,
characterized
in that the microprocessor (11) is connected on the input side to a control and monitoring
system in a motor vehicle.
8. Use of a fuse according to one of Claims 1 - 7 for protection of the electrical vehicle
power supply system in a motor vehicle.
1. Coupe-circuit électrique équipé d'une borne d'entrée (1), d'une borne de sortie (2),
deux trajets de courant reliant les deux bornes entre elles, à savoir un trajet, de
courant principal (3) et un trajet de courant partiel, un unique élément de fusion
(5) et un interrupteur (6) et dans lequel l'interrupteur (6) est dimensionné de sorte
qu'il s'ouvre lors du dépassement de valeurs limites prescrites du courant traversant
le coupe-circuit et/ou de la température de l'élément de fusion, caractérisé en ce que l'élément de fusion est disposé dans le trajet de courant principal (3) et l'interrupteur
dans le trajet de courant partiel.
2. Coupe-circuit selon la revendication 1, caractérisé par un dimensionnement de la résistance du trajet de courant partiel de telle sorte qu'au
moins 10% du courant total la traversent.
3. Coupe-circuit selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par un interrupteur (6) qui se ferme à nouveau à la suite d'une coupure provoquée par
exemple par un court-circuit de l'élément de fusion (3).
4. Coupe-circuit selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par une structure en sandwich, l'interrupteur (6) et l'élément de fusion (5) se trouvant
en contact thermique entre eux par deux surfaces de contact (7, 8).
5. Coupe-circuit selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par un microprocesseur (11) relié par signaux à l'interrupteur (6), en particulier commandant
celui-ci.
6. Coupe-circuit selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'en tant que critère de commutation en vue de la commande de l'interrupteur (6) est
utilisée la température de l'élément de fusion (5) prélevée par un capteur de température
(non représenté).
7. Coupe-circuit selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que le microprocesseur (11) est relié côté entrée au système de commande et de surveillance
d'une automobile.
8. Utilisation d'un coupe-circuit selon l'une des revendications 1 à 7 en vue de la protection
du réseau de bord électrique d'une automobile.