(19)
(11) EP 1 040 896 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
04.10.2000  Patentblatt  2000/40

(21) Anmeldenummer: 99105592.2

(22) Anmeldetag:  18.03.1999
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7B26D 3/28, B26D 7/06, B26D 7/26
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(71) Anmelder: Bestehorn, Christoph
06425 Schackstedt (DE)

(72) Erfinder:
  • Bestehorn, Christoph
    06425 Schackstedt (DE)

(74) Vertreter: Leinung, Günter 
Patentanwalt, Olvenstedter Strasse 15
39108 Magdeburg
39108 Magdeburg (DE)

   


(54) Lebensmittelschneidemaschine


(57) Die Erfindung betrifft eine Lebensmittelschneidemaschine zum Schneiden großformatiger Platten aus einem vorzugsweise aus Fleisch, Wurst, Käse oder dergleichen bestehenden Nahrungsmittelblock.
Die Lebensmittelschneidemaschine ist dabei mit einen Messer ausgerüstet, welches als ein doppelschneidiges Horizontalmesser 7 ausgebildet ist, welches in seinen Vor- und Rückbewegungen bei gleichzeitiger oszillierender Bewegung jeweils einen Schnitt ausführt und höhenverstellbar in einer Antriebseinheit 6 angeordnet ist.
Das doppelschneidige Horizontalmesser 7 ist dabei beidseitig mit auswechselbaren Schneidklingen 18 ausgerüstet, wobei die Schneidklingen 18 in einem Winkelbereich von 90 bis 180° geneigt ausgeführt sind.
Die Vor- und Rückbewegungen des doppelschneidigen Horizontalmessers 7 werden über eine Antriebseinheit 3 realisiert, wobei die Antriebseinheit 3 mit einem Antriebsmechanismus 13 ausgerüstet ist. Die Vor- und Rückbewegungen des doppelschneidigen Horizontalmessers 7 sind über Impulse umsteuerbar ausgeführt.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Lebensmittelschneidernaschine zum Schneiden großformatiger Platten von einem vorzugsweise aus Fleisch, Fleischstücken, Wurst, Käse oder dergleichen bestehenden Nahrungsmittelblock.

[0002] Das Zerteilen bzw. das Schneiden von Nahrungsmitteln, vorzugsweise von Fleisch, Wurst, Käse oder ähnlicher Produkte, erfolgt gemäß der bekannten technischen Lösungen , je nach dem eingesetzten Gut und je nach seinem Verwendungszweck, in unterschiedlicher Weise.

[0003] So haben sich Entschwartungsmaschinen, Aufschnittmaschinen und auch Schnitzelschneider herausgebildet, welche in verschiedener technologischer Weise die Nahrungsmittel schneiden.

[0004] Bei den Entschwartungsmaschinen, die häufig eingesetzt werden, wird das zu schneidende Gut, hier vorrangig Fleisch, durch zwei Walzen fixiert und gegen ein feststehendes Messer gedrückt und es kommt zur Abtrennung einer Fleischscheibe.
Bei diesen Entschwartungsmaschinen wird das Fleischstück sehr stark gepreßt und infolge der hohen Walzenpressung der Zahnwalzen auf das Fleisch werden teilweise die Fleischzellen zerstört, was zur Minderung des Wasserhaltevermögens des Fleisches und seiner Qualität führt.
Die so hergestellten Fleischscheiben entsprechen auch nicht den Qualitätsanforderungen von Form, Stärke und Produktqualität.

[0005] Die bekannten Aufschnittmaschinen finden in sehr verbreitetem Umfange Anwendung, insbesondere in Thekengeschäften, auf denen das gewünschte Nahrungsmittel in Scheiben zerlegt wird. Diese Aufschnittmaschinen sind insbesondere anwendbar für Wurstwaren und Käseprodukte.

[0006] Diese bekannten Aufschnittmaschinen sind in den meisten Anwendungsfällen mit kreisrunden Messern ausgebildet, die sowohl horizontal als auch vertikal gelagert und in diesen Richtungen umlaufen. Ferner besitzen diese Aufschnittmaschinen entsprechende Anschlagvorrichtungen, mittels denen die Schnittstärken eingestellt werden können. Derartige Aufschnittmaschinen arbeiten mit hohen Arbeitsgeschwindigkeiten, was sich positiv auf die Schnittqualität auswirkt, da gleichzeitig die bei Entschwartungsmaschinen auftretenden Qualitätsminderungen wesentlich herabgesetzt werden.

[0007] Nachteilig bei diesen Aufschnittmaschinen ist jedoch ihr begrenztes Einsatzgebiet, dies nicht unmittelbar bezogen auf die unterschiedlich zu schneidenden Nahrungsmittel, sondern vielmehr darauf, daß Nahrungsmittel nur in bestimmten Größenordnungen auf derartigen Aufschnittmaschinen geschnitten werden können.
Dies resultiert daraus, daß durch die Art des Schneidevorganges und der Verwendung von kreisrunden Messern, die Schnittbreite oder auch Schnittfläche eben durch die Größe der kreisrunden Messer begrenzt wird. Die Ausbildung größerer kreisrunder Messer ist einmal wirtschaftlich nicht mehr vertretbar, da derart ausgebildete große kreisrunde Messer infolge der hohen Fliehkräfte, enorme Lagerungen erfordern, die wiederum die bereits genannten Vorteile vernichten würden.

[0008] In der industriellen Fleischzerkleinerung haben sich sogenannte Schnitzelschneider herausgebildet, bei denen zwischen zwei übereinander angeordneten Förderbändern das zu schneidende Fleischstück eingelegt, von diesen Förderbändern zusammengepreßt und gefördert wird. Beim Fördervorgang wird das so zusammengepreßte Fleischstück gegen ein oder mehrere übereinander angeordnete bewegte Messerklingen geführt, welche sich zwischen den Förderbändern befinden.
Während des unmittelbaren Schneidvorganges wird das Gut durch eine Vielzahl von Messerklingen geführt, welche so abstandsmäßig zueinander angeordnet sind, daß vorrangig nur dickere Scheiben zufriedenstellend geschnitten werden können.

[0009] Aus dein Stand der Technik sind Schneideinrichtungen für Gefrierfleisch bekannt, bei denen das zu schneidende Gut über einen geneigt ausgeführten Vorratsbehälter/Zuführbehälter zum Schneidetisch und zu einer Schneideinrichtung gedrückt wird, wobei die Schneide als eine einseitig wirkende Schneide ausgebildet unter über einen Kurbeltrieb antrieben wird. Es wird auf die US - 33 303 13 verwiesen.
Auch die Lösung nach der DE 37 31 359 A 1 bezieht sich auf das Schneiden von gefrorenem Fleisch, welches zuerst in Scheiben und danach in Würfel geschnitten werden soll. Auch bei dieser Lösung erfolgt der Schneidvorgang des in Scheiben zu schneidenden gefrorenen Fleisches nur in einer Richtung, daß heißt jeweils bei der Abwärtsbewegung des Schneidwerkzeuges erfolgt ein Schnitt, während bei der Aufwärtsbewegung, des Zurückdrängens des als Messer ausgebildeten Schneidwerkzeuges in seine Ausgangsposition, kein Schneidvorgang erfolgt, sondern erst wieder bei der nachfolgenden Abwärtsbewegung des Messers.
Mit der US 12 92 169 ist eine Schneidmaschine zum Schneiden von Äpfeln bekannt geworden, mit der Äpfel in einzelne Scheiben geschnitten werden, was derart abläuft, daß im ersten Takt die Apfel geschnitten und auf darunter angeordnete Gitter aufgelegt werden.
Im zweiten Takt wird das Messer zurückgeholt, es erfolgt kein Schnitt, und die belegten Gitter verbleiben in ihrer Position wie beim ersten Takt.

[0010] Nachteilig bei diesen bekannten Lösungen ist, daß ein Schneiden der eingesetzten Güter immer nur bei der Vorwärtsbewegung des jeweiligen Schneidwerkzeuges erfolgt, somit die Effektivität derart ausgerüsteter Schneidmaschinen gering ist.

[0011] Unter Beachtung dessen, daß sich die Verzehrgewohnheiten in den letzten Jahren sowohl in Deutschland als auch in den anderen europäischen Ländern wesentlich verändert haben, der Konsument mehr und mehr auf vorgefertigte Produkte bzw. Fertigprodukte zurückgreift, wird es erforderlich, diesem Trend Rechnung zu tragen und technische Möglichkeiten zu schaffen, daß Lebensmittel produktiv und qualitätsgerecht in verschiedenen Qualitätsstufen und Stückgrößen geschnitten werden können.
Es sei vermerkt, daß allein in Deutschland täglich ca. 200 Tonnen an Dönerkebaps verzehrt werden Um derartige Produkte herstellen zu können, bedarf es technischer Voraussetzungen, die eine schonende Behandlung der Nahrungsmittel, hier vorrangig von Fleisch und Fett, ermöglichen und gleichzeitig sichern, daß dünne gleichmäßige Scheiben aus gleichzeitig großen Stücken automatisch hergestellt werden können.

[0012] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Lebensmittelschneidemaschine zu entwickeln, mit der großformatige Nahrungsmittelplatten bzw. Scheiben in gleichmäßigen Dicken und bei guter Qualität hergestellt werden können, wobei der gesamte Schneidprozeß automatisch ablaufen soll und somit eine Effektivitätssteigerung gegenüber herkömmlichen Schneidemaschinen erreicht werden soll.

[0013] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

[0014] Besondere Ausgestaltungen und vorteilhafte Lösungen sind Gegenstand von Unteransprüchen.

[0015] So wurde ein Messer zum Schneiden für Lebensmittelschneidemaschinen geschaffen, mit dem großformatige Platten von einem vorzugsweise aus Fleisch, Wurst, Käse oder dergleichen bestehenden Nahrungsmittelblock geschnitten werden können, wobei das eingesetzte Messer als ein doppelschneidiges Horizontalmesser ausgebildet ist, welches in seinen Vor- und Rückbewegungen, bei gleichzeitiger oszillierender Bewegung, jeweils einen Schnitt ausführt und höhenverstellbar in einer Antriebseinheit angeordnet ist.

[0016] Ferner gehört zur Erfindung, daß das doppelschneidige Horizontalmesser beidseitig auswechselbare Sehneidklingen aufweist und die Schneidklingen in einem Winkelbereich von 90 bis 180° geneigt ausgeführt sind.

[0017] Die Vor- und Rückbewegung des doppelschneidigen Horizontalmessers wird über eine Antriebseinheit realisiert, wobei die Antriebseinheit mit einem Antriebsmechanismus, dem eine Anpreßplatte zugeordnet ist, in Wirkverbindung steht und die Bewegungseinrichtungen der Anpreßplatte sowie der Vor- und Rückbewegungen des doppelschneidigen Horizonalmessers über Impulse umsteuerbar ausgeführt sind.

[0018] Das Horizontalmesser kann dabei so ausgebildet sein, daß seine beidseitigen Schneidklingen unmittelbar aus dem Grundkörper des Horizontalmessers herausgebildet sind, oder aber die Schneidklingen sind als für sich selbständige Bauelemente am Grundkörper des Horizontalmessers über Befestigungselemente mit dem Grundkörper des Messers auswechselbar verbunden.
Wesentlich bei der Ausbildung der schmalen Schneidklingen ist dabei, daß die beidseitig vorgesehenen Schneidklingen unter einem bestimmten Winkel, vorzugsweise im Winkelbereich von 90 bis 180° (siehe Figur 3) angeordnet sind, was bedingt, daß das abgeschnittene Gut an den Flächen der Schneidklingen geführt und abgleitet, so daß es ähnlich eines gehobelten Spanes in gekrümmter Form abgeschnitten und abgelegt wird.
Unter Beachtung der technischen Prozesse des Schneidens und des Abführens des geschnittenen Gutes kann dieser Schneidvorgang als hobeln und die Schneidmaschine als sogenannter Lebensmittelhobel bezeichnet und betrachtet werden.

[0019] Die Erfindung soll mit nachfolgendem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die dazugehörige Zeichnung zeigt in
Fig. 1:
eine schematische Darstellung der Lebensmittelslchneidemaschine
Fig. 2:
das Horizontalmesser in einer Querschnittsdarstellung
Fig. 3.
die Ausbildung des Horizontalmessers mit zugeordneten auswechselbaren Schneidklingen und den Winkelbereich.


[0020] Sämtliche Funktions- und Baugruppen der Lebensmittelschneidemaschine sind am bzw. im Grundrahmen 1 der Lebensmittelschneidemaschine angeordnet und mit den funktionsbestimmenden Elementen verbunden. Die gesamte Lebensmittelschneidemaschine besteht dabei aus einer metallischen Konstruktion, welche aus nichtrostendem Metall hergestellt ist. Der Grundrahmen 1 stellt das tragende Gerüst der gesamten Maschine dar, wobei die Maschine in ihrer Gesamtheit den ergonomischen Bedingungen angepaßt ist, Antriebseinheiten, Schneidwerkzeuge, Zu- und Abführeinrichtungen sind in dieser Maschine integriert und mit entsprechenden Verkleidungselementen abgedeckt. Zum Verständnis über den Aufbau und die Funktionweise ist die Lebensmittelschneidemaschine, wie in Fig. 1 dargestellt, in schematischer Ausführung dargestellt und es ist erkennbar, daß am Grundrahmen 1 sämtliche funktionsbestimmenden Baugruppen angeordnet sind

[0021] So ist dem Grundrahmen 1 das Tragsystem 5 zugeordnet, welches mit einer Antriebseinheit 3 verbunden ist.
Im Tragsystem 5 selbst ist die Stütz- und Antriebseinheit 6 für das Horizontalmesser 7 vorgesehen, welches sowohl für die Aufnahme als auch für den Antrieb des Horizontalmessers 7 dient.
Gleichfalls finden die beiden Gleitplatten 2 mit ihren freien Enden Aufnahme auf dem Tragsystem 5, wobei diese Aufnahme als eine feste, jedoch lösbare Verbindung ausgebildet ist. Als feste Verbindung deshalb, damit die über die Antriebseinheit 3 erzeugte lineare Bewegung auf das Tragsystem 5 und gleichzeitig auf die Gleitplatten übertragen werden kann.
Während die freien Enden der Gleitplatten 2 auf dem Tragsystem 5 abgestützt und gelagert sind, werden die Gleitplatten 2 auf ihren anderen Seiten in Führungen 4 gleitend gelagert, die wiederum auf dem Grundrahmen 1 befestigt sind.

[0022] Oberhalb des Grundrahmens 1 ist ein Vorratsbehälter 10 vorgesehen, welcher gleichfalls mit dem Grundrahmen 1 verbunden ist, was zum besseren Verständnis der Funktion der Lebensmittelschneidemaschine nicht näher in der Fig. 1 dargestellt ist.
Im Vorratsbehälter 10 befindet sich das Schneidgut 11, welches, um qualitätsgerecht geschnitten werden zu können, eine bestimmte Dichtheit oder auch Festigkeit besitzen muß, was dadurch realisiert wird, daß in den Vorratsbehälter 10 eine Anpreßplatte 12 eingeschoben und gedrückt wird, was über den mit der Anpreßplatte 12 verbundenen Anpreßmechanismus 13 realisiert wird.
Die Bewegungsrichtung der Anpreßplatte 12 ist mit der Pfeilrichtung 14 dargestellt. Während des Schneidvorganges drückt dieser Anpreßmechanismus 13 auf die Grundplatte 12 in Richtung der Gleitplatten 2 und sorgt somit für den erforderlichen Druck und wirkt gleichzeitig als Widerlager für das Schneidgut 11, um dieses qualitätsgerecht abschneiden zu können.

[0023] Soll der Vorratsbehälter 10 gewechselt oder nachgefüllt werden, wird die Anpreßplatte 12 aus dem Vorratsbehälter 10 herausgezogen, was gleichfalls mit der Pfeilrichtung 14 gekennzeichnet ist.

[0024] In der Fig. 1 ist auch dargestellt, daß der Vorratsbehälter 10 mit dem Schneidgut 11 gefüllt ist und dieses Schneidgut bereits über den Anpreßmechanismus 13 auf der rechten Gleitplatte 2 gepreßt aufliegt. Das links von dein Schneidgut befindliche Horizontalmesser 7 befindet sich, gemäß der Darstellung, bereits im Eingriff und es wird gezeigt, wie die abzuschneidende Scheibe 16 durch den rechten Schneidspalt 8 zwischen dem Horizontalmesser 7 und der rechten Gleitplatte 2 hindurchgeführt wird, um nach vollständigem Abschnitt in den darunter befindlichen Auffangbehälter 15 aufgenommen zu werden.
Bedingt durch die konstruktive Ausbildung des Horizontalmessers 7, bzw. seiner auf dem Grundkörper 17 des Horizontalmessers 7 angeordneten Schneidklingen 18, wie in Fig. 3 gezeigt, gleitet die abzuschneidende Scheibe 16 unmittelbar an diesen Schneidklingen 18 entlang und wird ähnlich einem abgehobelten Span in dieser gekrümmten Form zum Auffangbehälter 15 abgeleitet.

[0025] Ist dieser dargestellte und beschriebene Schnittvorgang beendet, befindet sich das Horizontalmesser 7 auf der gegenüberliegenden Seite, somit rechtsseitig vom Vorratsbehälter 10 und das im Vorratsbehälter 10 befindliche Schneidgut wurde mittels der Anpreßplatte 12 während des Schneidvorganges auf die linke Gleitplatte 2 gedrückt, so daß ein weiterer Schneidvorgang erfolgen kann.
Dazu wird die Antriebseinheit 3 des Tragsystems 5 umgesteuert, so daß das Tragsystem 5 mit dem darauf angeordneten Horizontalmesser 7 nun nach links verfährt. Die Bewegungsumkehrung bzw. die Bewegungsrichtungen des Tragsystems 5 sind mit den Pfeilrichtungen 9 angegeben.

[0026] In analoger Weise dringt nun bei der Vorschubbewegung des Tragsystems die linke Schneidkante des Horizontalmessers 7 in das Schneidgut ein und die so abzutrennende Scheibe 16 wird nun entlang den Schneidklingen des Horizontalmessers 7 durch den linken Schneidspalt abgeführt und gelangt wiederum in den darunter befindlichen Auffangbehälter.

[0027] Das Horizontalmesser 7 ist, wie bereits ausgeführt, als doppelschneidiges Messer gestaltet und führt oszillierende Schnittbewegungen während des Schnittvorganges aus. Diese oszillierende Schnittbewegung erhält das Horizontalmesser 7 über die Stütz- und Antriebseinheit 6, welche mit dem Tragsystem 5 verbunden ist. Der Antrieb für die oszillierende Schnittbewegung des Horizontalmessers 7 ist nicht näher dargestellt, wird aber durch die schematische Darstellung der Stütz- und Antriebseinheit 6 realisiert.

[0028] Das doppelschneidige Horizontalmesser 7 kann dabei unmittelbar so ausgeführt sein, daß die Schneidklingen unmittelbar am Horizontalmesser 7 ausgebildet sind, wie in Fig. 2 gezeigt, oder aber dem Grundkörper 17 des Horizontalmessers 7 sind beidseitig über Befestigungselemente Schneidklingen 18 zugeordnet, was in der Fig. 3 gezeigt wird.
Unabhängig von der alternativen Ausbildung der Schneidklingen, unmittelbar am doppelschneidigen Horizontalmesser 7 ausgebildet, oder als einzelne auswechselbare Schneidklingen 18, sind diese unter einem bestimmten Winkel, vorzugsweise im Winkelbereich von 90 bis 180° ausgebildet und angeordnet.

[0029] Zum funktionellen Ablauf:
In der Ausgangsposition für einen ersten Schnittvorgang befindet sich das Tragsystem 5 in seiner Endposition, entweder rechts- oder linksseitig vom Grundrahmen 1. Der Vorratsbehälter 10 wird mit dem zu schneidenden Gut 11 gefüllt, die Anpreßplatte 12 drückt auf das Schnittgut 11 und erhält seine entsprechende Druckkraft über den Antriebsmechanismus 13. Somit sind alle Voraussetzungen erfüllt, daß ein ordnungsgemäßer Schnittvorgang ablaufen kann. Dazu wird die Antriebseinheit 3 für das Tragsystem in Bewegung gesetzt, welches eine lineare Bewegung auf das Schneidgut ausführt und infolge der oszillierenden Schneidwirkung des Horizontalmessers 7 gleitet das Messer in das Schneidgut 11 ein und führt den Schneidvorgang aus.
Das Schneiden erfolgt sowohl über die Vorschubbewegung des Horizontalmessers 7 als auch durch die oszillierende Schneidbewegung desselben. Ist dieser Schneidvorgang beendet, erfolgt die Umsteuerung der Antriebseinheit 3 und die andere Schneidklinge des doppelschneidigen Horizontalmessers 7 führt den nächsten Schnitt bzw. Schneidvorgang aus.


Ansprüche

1. Lebensmittelschneidemaschinen zum Schneiden großformatiger Platten von einem vorzugsweise aus Fleisch, Wurst, Käse oder dergleichen bestehenden Nahrungsmittelblock, bei der die Lebensmittelschneidemaschine mit horizontal verfahrbaren und in Führungen gelagerten Gleitplatten ausgerüstet und ein Messer vorhanden ist, welches in seiner Vorwärtsbewegung jeweils einen Schneidvorgang realsisiert und über Führungen das zu schneidende Gut dem Messer zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß

das eingesetzte Messer als doppelschneidiges Horizontalmesser (7) ausgebildet ist, in seinen Vor- und Rückbewegungen, bei gleichzeitiger oszillierender Bewegung, jeweils einen Schnitt ausführt und höhenverstellbar in einer Antriebseinheit (6) angeordnet ist.


 
2. Lebensmittelschneidemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß

das doppelschneidige Horizontalmesser (7) beidseitig auswechselbare Schneidklingen (18) aufweist und die Schneidklingen (18) in einem Winkelbereich von 90 bis 180° geneigt ausgeführt sind.


 
3. Lebensmittelschneidemaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß

die Vor- und Rückbewegung des doppelschneidigen Horizontalmessers (7) über eine Antriebseinheit (3) realisiert wird, die Antriebseinheit (3) mit einem Antriebsmechanismus (13), dem eine Anpreßplatte (12) zugeordnet ist, in Wirkverbindung steht und die Bewegungseinrichtungen der Anpreßplatte (12) sowie der Vor- und Rückbewegungen des doppelschneidigen Horizontalmessers (7) über Impulse umsteuerbar ausgeführt sind.


 




Zeichnung










Recherchenbericht