| (19) |
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(11) |
EP 1 042 616 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.11.2002 Patentblatt 2002/45 |
| (22) |
Anmeldetag: 17.08.1999 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9902/580 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 0001/4414 (16.03.2000 Gazette 2000/11) |
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| (54) |
IMPULSGESTEUERTES PNEUMATISCHES 4/2-WEGEVENTIL
PULSE-ACTUATED PNEUMATIC 4/2 DIRECTIONAL VALVE
DISTRIBUTEUR 4/2 PNEUMATIQUE CONTROLE PAR IMPULSIONS
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB LI |
| (30) |
Priorität: |
09.09.1998 DE 19841056
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.10.2000 Patentblatt 2000/41 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- BERGMANN, Klaus
D-70499 Stuttgart (DE)
- JUNGEILGES, Rainer
D-74232 Abstatt (DE)
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| (74) |
Vertreter: Maiwald Patentanwalts GmbH |
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Elisenhof
Elisenstrasse 3 80335 München 80335 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 093 360 DE-A- 2 510 151 FR-A- 2 328 147
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EP-A- 0 663 532 DE-A- 3 107 012 GB-A- 1 012 961
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- "Grundlagen und Geräte-Funktionsbeschreibung Nr. 1 829 929 007" FIRMENKATALOG BOSCH-PNEUMATIK
INFORMATIONEN,September 1977 (1977-09), Seite 33 XP002127383 Stuttgart (DE) in der
Anmeldung erwähnt
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem impulsgesteuerten, pneumatischen 4/2-Wegeventil
entsprechend der Gattung des Anspruchs 1. Derartige Wegeventile, die insbesondere
zur Ansteuerung doppeltwirkender Verbraucher eingesetzt werden, werden durch Steuerimpulse
von ihrer einen Schaltstellung in ihre andere Schaltstellung umgeschaltet. Zwischen
zwei Steuerimpulsen, d.h. ohne wirksames Ansteuersignal auf das Wegeventil, bleibt
die vorhandene Schaltstellung bestehen.
[0002] Ein impulsgesteuertes, pneumatisches Wegeventil ist beispielsweise aus dem Firmenkatalog
Bosch-Pneumatik-Informationen, Grundlagen und Geräte-Funktionsbeschreibung Nr. 1 829
929 077, Seite 33, Auflage 9/77 bereits bekannt. Bei diesem Wegeventil wird die Schaltfunktion
mittels eines einzelnen Ventilschiebers, der in einer Gehäusebohrung beweglich geführt
ist, realisiert. Der Ventilschieber steuert dabei Druckmittelverbindungen zwischen
zueinander benachbarten Druckkammern und baut relativ lang. Das Wegeventil weist deshalb
ein relativ großes Bauvolumen auf. Zudem muß die Gehäusebohrung zur druckdichten und
reibungsarmen Führung des Ventilschiebers kostenintensiv mit geringen Toleranzen hergestellt
werden. Unvermeidbar ist dennoch, daß sich die systembedingte Reibung eines Ventilschiebers
negativ auf die angestrebten kurzen Schaltzeiten eines Wegeventils auswirkt.
[0003] Des weiteren ist aus der DE 31 07 012 C2 ein hydraulisches Wegeventil bekannt, bei
dem zwei 3/2-Schaltventile miteinander zusammenwirken. Beide Schaltventile sind als
monostabile Flachsitzventile ausgeführt. Bei diesem Wegeventil handelt es sich im
Unterschied zum Gegenstand der Erfindung um ein 4/3-Wegeventil mit einer dritten Neutralstellung,
in der beide Verbraucheranschlüsse zum Rücklauf druckentlastet und die Zulaufanschlüsse
gesperrt sind. Eine bistabile 4/2-Schaltfunktion ist bei dieser Bauweise eines Wegeventils
nicht realisierbar.
Vorteile der Erfindung
[0004] Demgegenüber weist ein erfindungsgemäßes, impulsgesteuertes pneumatisches 4/2-Wegeventil
mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 den Vorteil auf, daß es zwei bistabile
Schaltstellungen bei äußerst kompakter Bauweise und kurzen Schaltzeiten ermöglicht.
Erreicht wird dies durch zwei miteinander zusammenwirkende Schaltventile in 3/2-Wege-Bauweise.
Das erste Schaltventil ist dabei als bistabiles Schieberventil ausgebildet, während
das zweite Schaltventil ein monostabiles Sitzventil ist. Sitzventile ermöglichen bei
guten Dichteigenschaften einen besonders reibungsarmen Betrieb, da sie ohne umfangseitige,
reibungserzeugende Dichtelemente auskommen.
[0005] Ein derartiges Wegeventil ist besonders leicht in einem scheibenförmigen Gehäuse
unterzubringen und eignet sich dadurch besonders zum Verblocken mit anderen Wegeventilen.
Die erfindungsgemäße Bauform ist zudem kostengünstig realisierbar. Weitere Vorteile
oder vorteilhafte
[0006] Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der Beschreibung.
Zeichnung
[0007] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
- Die Figur 1
- zeigt ein erfindungegemäßes Wegeventil im Längsschnitt,
- in Figur 2
- sind, zur Beschreibung der Funktionen des Wegeventils, die Schaltsymbole der Einzelkomponenten
dargestellt;
- Figur 3
- zeigt ein Schaltsymbol, das die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Wegeventils als
Baueinheit verdeutlicht.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0008] Gemäß Figur 1 weist das erfindungsgemäße Wegeventil 10 ein scheibenförmiges Gehäuse
11 mit zwei übereinander angeordneten Schaltventilen 12, 13 auf. Diese Schaltventile
12, 13 sind mit Ventilschiebern 14, 16 versehen, die in Ausnehmungen 18, 20 beweglich
geführt sind. Die dem ersten Ventilschieber 14 zugeordnete erste Ausnehmung 18 ist
als Durchgangsbohrung ausgeführt, deren Innendurchmesser mehrmals abgesetzt ist, wobei
die beiden außenliegenden Endbereiche 18a der Durchgangsbohrung jeweils den größten
Innendurchmesser haben. Der zwischen den beiden Endbereichen 18a liegende Abschnitt
der Ausnehmung 18 ist in einen verhältnismäßig langen Schieberbereich 18b und einen
kürzeren, im Innendurchmesser kleineren, Führungsbereich 18c unterteilt. In den Schieberbereich
18b sind mehrere Stützringe 22 mit axialem Abstand zueinander eingepreßt. Zur positionsgerechten
Montage der Stützringe 22 kann der Schieberbereich 18b im Durchmesser abgesetzt sein,
um Anschlagkanten für diese Stützringe 22 auszubilden.
[0009] Die Innenflächen der Stützringe 22 wirken als Dichtflächen für Dichtringe 24, die
am Umfang des ersten Ventilschiebers 14 angeordnet sind. Dieser Ventilschieber 14
begrenzt somit zusammen mit den Stützringen 22 und der Wandung der Durchgangsbohrung
18 drei nebeneinanderliegende Druckkammern 26a-c, wobei Druckmittelverbindungen zwischen
jeweils zwei zueinander benachbarten Druckkammern 26 durch den Ventilschieber 14 je
nach dessen Schaltstellung freigegeben oder verschlossen werden.
[0010] Hierfür ist der Ventilschieber 14 in zwei Kolbenabschnitte 14a und 14b und eine Einschnürung
14c, die die beiden Kolbenabschnitte 14a,b miteinander verbindet, gegliedert.
[0011] In die beiden äußeren Druckkammern 26a, 26c mündet der Rücklauf 28 bzw. der Zulauf
30 des Wegeventils 10 ein, die mittlere Druckkammer 26b ist über einen nach außen
geführten Druckmittelkanal 32, von dem in Figur 1 nur der Mündungsquerschnitt erkennbar
ist, mit einem ersten Arbeitsanschluß 34 des Wegeventils 10 verbunden.
[0012] Der Rücklauf 28 und der Zulauf 30 verlaufen senkrecht zur Ausnehmung 18 und enden
an den beiden Seitenflächen des scheibenförmigen Gehäuses 11. Dieses läßt sich dadurch
mit entsprechend ausgebildeten, benachbarten Gehäusen (nicht gezeichnet) zu Ventilblöcken
verbinden, die mittels eines gemeinsamen Zu- und Rücklaufs 30, 28 mit Druckmittel
ver- bzw. entsorgt werden.
[0013] Im Gegensatz dazu sind die beiden Arbeitsanschlüsse 34, 35 des Wegeventils 10 an
einer gemeinsamen Stirnseite des Gehäuses 11 vorgesehen. Sie sind beispielsweise als
Steckanschlüsse für Kunststoffrohre ausgeführt und an der dem zweiten Schaltventil
13 zugewandten Stirnseite des Gehäuses 11 plaziert.
[0014] Der Ventilschieber 14 ist in zwei Schaltstellungen verbringbar, in denen der erste
Arbeitsanschluß 34 entweder mit dem Zulauf 30 oder dem Rücklauf 28 gekoppelt wird.
Der Schaltvorgang wird im Ausführungsbeispiel exemplarisch von Kolben 36, 37 bewirkt,
die in den Endbereichen 18a der Ausnehmung 18 geführt sind und die auf die beiden
Stirnflächen des Ventilschiebers 14 einwirken. Die Endbereiche 18a bilden demnach
zusammen mit den Kolben 36, 37 zwei in Gegenrichtung wirkende Zylindereinheiten aus,
die von extern mit Druckmittel beaufschlagbar sind. Alternativ dazu kann diese Beaufschlagung
des Ventilschiebers 14 selbstverständlich auch auf mechanischem oder elektromechanischem
Weg erfolgen. Rückstelleinrichtungen für den Ventilschieber 14 sind nicht vorgesehen,
so daß die jeweilige Schaltstellung des Schaltventils 12 auch nach Wegfall der Druckbeaufschlagung
eines der Kolben 36, 37 bestehen bleibt. Demnach handelt es sich bei dem beschriebenen
Schaltventil 12 um ein, an sich herkömmlich bekanntes, bistabiles 3/2-Wege-Schieberventil.
[0015] Das beschriebene Schaltventil 12 ist pneumatisch mit dem zweiten Schaltventil 13
gekoppelt, das als monostabiles Flachsitzventil in 3/2-Wege-Bauweise ausgebildet ist.
Letzteres ist in der parallel zur Ausnehmung 18 verlaufenden Ausnehmung 20 untergebracht,
die als Sacklochbohrung ausgeführt ist. Zur Umgebung hin ist die Sacklochbohrung mittels
eines eingepreßten Stopfens 38 druckdicht verschlossen. In die Ausnehmung 20 sind
zwei axial beabstandete Ringkörper 40 eingepreßt, die deren Innenraum, wie im Falle
des Schaltventils 12, in drei nebeneinanderliegende Druckkammern 42a-c unterteilen.
Wechselwirkungen zwischen diesen Druckkammern 42a-c werden vom Ventilschieber 16 gesteuert.
Dessen dem Stopfen 38 zugewandtes, erstes Ende bildet einen Betätigungskolben 43,
der umfangseitig von einem Lippendichtelement 44 begrenzt ist.
[0016] Das dem Betätigungskolben 43 gegenüberliegende zweite Ende des Ventilschiebers 16
weist einen Stützbund 46 auf, an dem eine Rückstellfeder 48 anliegt. Diese stützt
sich am Grund der Ausnehmung 20 ab und stellt das zweite Schaltventil 13 in seinem
druckentlasteten Zustand in die Grundstellung zurück.
[0017] Als Ventilglied dieses zweiten Schaltventils 13 wirkt ein Sitzkörper 50, der am Ventilschieber
16 festgelegt ist. Der Sitzkörper 50 bildet zusammen mit den Seitenflächen jeweils
eines der beiden Ringkörper 40 zwei einander gegenüberliegende Flachsitzventile 51a,b.
Derartige Flachsitzventile 51a,b zeichnen sich durch ihren reibungsarmen Betrieb und
ihre gute Dichtheit aus.
[0018] Pneumatisch ist das zweite Schaltventil 13 durch gehäuseseitige Druckmittelkanäle
52, 54, 56 mit dem ersten Schaltventil 12 verbunden. Der erste Druckmittelkanal 52
verbindet die rücklaufseitige Druckkammer 26a des ersten Schaltventils 12 mit der
vom Betätigungskolben 43 seitlich begrenzten Druckkammer 42a des zweiten Schaltventils
13, während der zweite Druckmittelkanal 54 von der zulaufseitigen Druckkammer 26c
des ersten Schaltventils 12 zur vom Betätigungskolben 43 abgewandt liegenden Druckkammer
42c des zweiten Schaltventils 13 führt. In dieser Druckkammer 42c befindet sich auch
die Rückstellfeder 48. Die mittlere Druckkammer 42b steht in Verbindung mit dem zweiten
Arbeitsanschluß 35 des Wegeventils 10 und die Zylinderkammer des Betätigungskolbens
43 ist über den dritten Druckkanal 56 mit der den ersten Arbeitsanschluß 34 beaufschlagenden
mittleren Druckkammer 26b des ersten Schaltventils 12 parallel geschaltet.
[0019] Aufgrund dieser hydraulischen Koppelung der beiden Schaltventile 12 und 13 ergibt
sich der in der Figur 2 schematisch dargestellte Schaltplan.
[0020] Darin stellt das in Figur 2 links gezeichnete Schaltsymbol das mit dem ersten Arbeitsanschluß
34 verbundene, als Schieberventil ausgeführte, erste Schaltventil 12 und das rechte
Schaltsymbol das den zweiten Arbeitsanschluß 35 steuernde, federbeaufschlagte zweite
Schaltventil 13 in Flachsitzbauweise dar. Beide Schaltventile 12 und 13 können zwei
Schaltstellungen annehmen und haben jeweils drei Anschlüsse, nämlich den Zulauf 30,
den Rücklauf 28 und den Arbeitsanschluß 34 oder 35. Das erste Schaltventil 12 ist
zu seiner Betätigung extern, im speziellen von den Kolben 36 und 37, ansteuerbar,
während das zweite Schaltventil 13 durch den Betätigungskolben 43 vom Druckniveau
am ersten Arbeitsanschluß 34 angesteuert und von der Rückstellfeder 48 in seine Grundstellung
zurückgestellt wird.
[0021] In der gezeichneten Grundstellung des Wegeventils 10, die auch in Figur 1 dargestellt
ist, befindet sich das erste Schaltventil 12 in einer Stellung, in der der erste Arbeitsanschluß
34 zum Rücklauf 28 hin entlastet und der Zulauf 30 abgesperrt ist. Gleichzeitig gibt
das zweite Schaltventil 13 eine Druckmittelverbindung zwischen dem Zulauf 30 und dem
zweiten Arbeitsanschluß 35 frei und trennt diesen zweiten Arbeitsanschluß 35 vom Rücklauf
28.
[0022] Die Umschaltung des Wegeventils 10 erfolgt durch einen Druckimpuls auf den in ausgelenkter
Stellung gezeichneten ersten Kolben 36 des ersten Schaltventils 12. Die von diesem
Kolben 36 erzeugte Druckkraft verschiebt den Ventilschieber 14 in Figur 1 nach rechts,
wodurch der erste Arbeitsanschluß 34 mit Zulaufdruck beaufschlagt und vom Rücklauf
28 getrennt wird. Über den Druckmittelkanal 56 gelangt der Zulaufdruck in die Zylinderkammer
des Betätigungskolbens 43 des zweiten Schaltventils 13 und lenkt dessen Ventilschieber
16 entgegen der Kraft der Rückstellfeder 48 aus. Das bislang geschlossene erste Flachsitzventil
51a wird geöffnet und das gegenüberliegende zweite Flachsitzventil 51b geschlossen,
wodurch der zweite Arbeitsanschluß 35 zum Rücklauf 28 hin entlastet und vom Zulauf
30 abgesperrt wird. Aufgrund des erhöhten Druckniveaus in der mittleren Druckkammer
26b des ersten Schaltventils 12 wird der Betätigungskolben 43 des zweiten Schaltventils
13 über den Druckmittelkanal 56 auch dann mit Hochdruck versorgt, wenn auf den ersten
Kolben 36 des Schaltventils 12 gar kein Ansteuersignal mehr einwirkt. Eine Umschaltung
des Wegeventils 10, um den ersten Arbeitsanschluß 34 wieder mit dem Rücklauf 28 und
den zweiten Arbeitsanschluß 35 wieder mit dem Zulauf 30 zu verbinden, ist durch einen
Druckimpuls auf den zweiten Betätigungskolben 37 des ersten Schaltventils 12 möglich.
Das Schaltventil 10 weist demnach zwei bistabile Schaltstellungen auf.
[0023] Das schaltsymbol für das beschriebene Wegeventil 10 als Baueinheit ist in Figur 3
gezeichnet. Demnach stellt das Wegeventil 10 ein Ventil mit vier Anschlüssen - zwei
Arbeitsanschlüssen 34, 35, einem Zulauf 30 und einem Rücklauf 28 - dar, das von den
extern angesteuerten Kolben 36 und 37 in zwei Schaltstellungen verbringbar ist. In
diesen beiden Schaltstellungen sind die Arbeitsanschlüsse 34, 35 wechselweise mit
dem Zulauf 30 oder dem Rücklauf 28 gekoppelt. Eine Umsteuerung des Wegeventils 10
erfolgt von außen, beispielsweise durch Druckimpulse auf die beiden Betätigungskolben
36, 37; Rückstellvorrichtungen sind nicht vorhanden, so daß es sich um zwei bistabile
Schaltstellungen handelt, die auch nach Wegfall der Ansteuerimpulse erhalten bleiben.
[0024] Selbstverständlich sind Änderungen oder Ergänzungen am beschriebenen Ausführungsbeispiel
möglich, ohne vom Grundgedanken der Erfindung abzuweichen. Dieser besteht darin, ein
Wegeventil 10 zu schaffen, das bei möglichst kompakten Außenabmessungen einfach baut,
kostengünstig herzustellen ist, verblockbar ist und kurze Schaltzeiten aufweist.
1. Impulsgesteuertes, pneumatisches 4/2-Wegeventil (10), insbesondere zur Ansteuerung
doppeltwirkender Verbraucher, mit einem Gehäuse (11), das neben Steueranschlüssen
wenigstens einen Rücklauf (28), zwei Arbeitsanschlüsse (34, 35) und einen Zulauf (30)
aufweist und mit einer Ventilanordnung (12, 13), die durch Ansteuerimpulse in zwei
bistabile Schaltstellungen, in denen die Arbeitsanschlüsse (34, 35) wechselweise mit
dem Zulauf (30) oder dem Rücklauf (28) verbunden sind, umschaltbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilanordnung zwei pneumatisch miteinander verschaltete 3/2-Schaltventile (12,
13) umfaßt, wobei das erste 3/2-Schaltventil (12) als bistabiles Schieberventil und
das zweite 3/2-Schaltventil (13) als monostabiles Sitzventil ausgebildet ist.
2. Impulsgesteuertes, pneumatisches 4/2-Wegeventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden 3/2-Schaltventile (12, 13) jeweils einem der Arbeitsanschlüsse (34, 35)
des Wegeventils (10) zugeordnet sind und daß der dem ersten Schaltventil (12) zugeordnete
Arbeitsanschluß (34) parallelgeschaltet mit dem Steueranschluß des zweiten Schaltventils
(13) ist.
3. Impulsgesteuertes, pneumatisches 4/2-Wegeventil nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Schaltventil (13) eine Druckfeder (48) umfaßt, die das zweite Schaltventil
(13) nach erfolgter Ansteuerung in seine Grundstellung zurückstellt.
4. Impulsgesteuertes, pneumatisches 4/2-Wegeventil nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das erste Schaltventil (12) extern ansteuerbar ist.
5. Impulsgesteuertes, pneumatisches 4/2-Wegeventil nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schaltventile (12, 13) nebeneinanderliegend in Ausnehmungen (18, 20) des
Gehäuses (11) angeordnet sind und daß die beiden Ausnehmungen (18, 20) im wesentlichen
parallel zueinander verlaufen.
6. Impulsgesteuertes, pneumatisches 4/2-Wegeventil nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Schaltventil (13) als Flachsitzventil ausgebildet ist.
7. Impulsgesteuertes, pneumatisches 4/2-Wegeventil nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Ver- bzw. Entsorgung des Wegeventils (10) mit Druckmittel der wenigstens eine
Rücklauf (28) und der Zulauf (30) als Durchgangsausnehmungen ausgeführt sind, die
jeweils an gegenüberliegenden Seitenflächen des Gehäuses (11) entspringen bzw. enden
und die in Druckkammern (46a und 46b) des ersten Schaltventils (12) einmünden und
daß sich die Arbeitsanschlüsse (34, 35) annähernd rechtwinklig zum Rück- bzw. Zulauf
(28, 30) an einer gemeinsamen Stirnseite des Gehäuses (11) befinden.
8. Impulsgesteuertes, pneumatisches 4/2-Wegeventil nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß dessen Gehäuse (11) scheibenförmig ausgebildet ist und mittels benachbarten Ventilgehäusen
zu gemeinsam mit Druckmittel ver- bzw. entsorgten Ventilblöcken verbindbar ist.
9. Impulsgesteuertes, pneumatisches 4/2-Wegeventil nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß in der Grundstellung des Wegeventils (10) die beiden Schaltventile (12, 13) derart
gekoppelt sind, daß das erste Schaltventil (12) den ersten Arbeitsanschluß (34) zum
Rücklauf (28) entlastet und den Zulauf (30) absperrt, während das zweite Schaltventil
(13) den zweiten Arbeitsanschluß (35) mit dem Zulauf (30) verbindet und den Rücklauf
(28) sperrt und daß diese Beschaltung des Wegeventils (10) durch Steuerimpulse umkehrbar
ist.
1. Pulse-controlled, pneumatic 4/2 directional valve (10), in particular for driving
a double-action consumer, with a housing (11), which comprises besides controlling
connections at least a return pass (28), two operating connections (34, 35) and a
supply (30) and with a valve arrangement (12, 13), which is switchable by means of
driving pulses into two bistable switching positions in which the operating connections
(34, 35) are alternately connected to the supply (30) or to the return pass (28),
characterized in that the valve arrangement comprises two 3/2 on-off-valves (12, 13) which are pneumatically
connected to each other, wherein the first 3/2 on-off-valve (12) is a bistable sliding
valve and the second 3/2 on-off-valve (13) is a monostable seat valve.
2. Pulse-controlled, pneumatic 4/2 directional valve according to claim 1,
characterized in that the two 3/2 on-off-valves (12, 13) are respectively assigned to one of the operating
connections (34, 35) of the directional valve (10) and that the operating connection
(34) assigned to the first on-off-valve (12) is placed in parallel to the controlling
connection of the second on-off-valve (13).
3. Pulse-controlled, pneumatic 4/2 directional valve according to one of claims 1 or
2,
characterized in that the second on-off-valve (13) comprises a pressure spring (48) which urges the second
on-off-valve (13) back into its basic position after driving took place.
4. Pulse-controlled, pneumatic 4/2 directional valve according to one of claims 1 to
3,
characterized in that the first on-off-valve (12) can be driven externally.
5. Pulse-controlled, pneumatic 4/2 directional valve according to one of claims 1 to
4,
characterized in that the two on-off-valves (12, 13) are arranged side by side in recesses (18, 20) of
the housing (11) and that the two recesses (18, 20) are extending essentially parallel
to each other.
6. Pulse-controlled, pneumatic 4/2 directional valve according to one of claims 1 to
5,
characterized in that the second on-off-valve (13) is a flat seat valve.
7. Pulse-controlled, pneumatic 4/2 directional valve according to one of claims 1 to
6,
characterized in that for the supply, respectively for the unloading of the directional valve (10) with
a pressure medium, the at least one return pass (28) and the supply (30) are realized
as passage recesses which start respectively at side faces of the housing (11) which
are opposite to each other and which discharge in pressure chambers (46a and 46b)
of the first on-off-valve (12) and that the operating connections (34, 35) are provided
essentially perpendicular to the return passage, respectively the supply (28, 30),
at a common front face of the housing (11).
8. Pulse-controlled, pneumatic 4/2 directional valve according to claim 7,
characterized in that the housing (11) is discoidal and is joinable by means of adjacent valve housings
to valve blocks which are commonly supplied and unloaded with the pressure medium.
9. Pulse-controlled, pneumatic 4/2 directional valve according to one of claims 1 to
8,
characterized in that, that in the basic position of the directional valve (10), the two on-off-valves
(12, 13) are coupled such that the first on-off-valve (12) releases the first operating
connection (34) to the return pass (28) and shuts off the supply (30), whereas the
second on-off-valve (13) connects the second operating connection (35) with the supply
(30) and shuts the return pass (28) off, and that this switching of the directional
valve (10) is reversible by means of control pulses.
1. Distributeur pneumatique 4/2 voies (10) commandé par impulsions,
destiné à piloter en particulier des utilisateurs à double effet, comportant un boîtier
(11) qui outre des raccordements de pilotage présente au moins un retour (28), deux
raccordements de travail (34, 35) et une arrivée (30), et un arrangement de vannes
(12, 13), commutable par des impulsions de commande en deux positions de commutation
bistables, dans lesquelles les raccordements de travail (34, 35) sont reliés alternativement
avec l'arrivée (30) ou le retour (28), caractérisée en ce que l'arrangement de vannes comprend deux vannes de commande 3/2 (12, 13) reliées entre
elles de manière pneumatique, la première vanne de commande 3/2 (12) étant formée
en tant que valve à tiroir bistable et la deuxième vanne de commande 3/2 (13) en tant
que valve à siège monostable.
2. Distributeur pneumatique 4/2 voies commandé par impulsions selon la revendication
1, caractérisé en ce que les deux vannes de commande 3/2 (12, 13) sont affectées chacune à l'un des raccordements
de travail (34, 35) du distributeur (10) et que le raccordement de travail (34) affecté
à la première vanne de commande (12) est branché en parallèle avec le raccordement
de commande de la deuxième vanne de commande (13).
3. Distributeur pneumatique 4/2 voies commandé par impulsions selon l'une des revendications
1 ou 2, caractérisé en ce que la deuxième vanne de commande (13) comprend un ressort de pression (48) qui après
réussite de la commande ramène la deuxième vanne de commande (13) en sa position de
base.
4. Distributeur pneumatique 4/2 voies commandé par impulsions selon l'une des revendications
1 à 3, caractérisé en ce que la première vanne de commande (12) peut être pilotée de l'extérieur.
5. Distributeur pneumatique 4/2 voies commandé par impulsions selon l'une des revendications
1 à 4, caractérisé en ce que les deux vannes de commande (12, 13) sont disposées l'une à côté de l'autre dans
des creux (18, 20) du boîtier (11) et que les deux creux (18, 20) sont essentiellement
parallèles entre eux.
6. Distributeur pneumatique 4/2 voies commandé par impulsions selon l'une des revendications
1 à 5, caractérisé en ce que la deuxième vanne de commande (13) est formée en tant que vanne à siège plat.
7. Distributeur pneumatique 4/2 voies commandé par impulsions selon l'une des revendications
1 à 6, caractérisé en ce que l'alimentation, respectivement, la désalimentation du distributeur (10) en moyen
de pression avec au moins un retour (28) et l'arrivée (30) sont réalisés en tant que
creux de traversée qui proviennent des, respectivement se terminent aux faces latérales
opposées du boîtier (11) et qui débouchent dans des chambres de pression (46a et 46b)
de la première vanne de commande (12) et que les raccordements de travail (34, 35)
sont situés en une face avant commune du boîtier (11) et forment approximativement
un angle droit avec le retour, respectivement l'arrivée (28, 30).
8. Distributeur pneumatique 4/2 voies commandé par impulsions selon la revendication
7, caractérisé en ce que son boîtier (11) est en forme de plaque et peut se relier par les boîtiers de vanne
voisins aux blocs de vannes alimentés, respectivement désalimentés ensemble en moyen
de pression.
9. Distributeur pneumatique 4/2 voies commandé par impulsions selon l'une des revendications
1 à 8, caractérisé en ce que, en la position de base du distributeur (10), les deux vannes de commande (12, 13)
sont couplées entre elles de manière telle que la première vanne de commande (12)
décharge vers le retour (28) le premier raccordement de travail (34) et ferme l'arrivée
(30) alors que la deuxième vanne de commande (13) relie le deuxième raccordement de
travail (35) avec l'arrivée (30) et ferme le retour (28) et que ce mode de commutation
du distributeur (10) peut être inversé par des impulsions de commande.
