(19)
(11) EP 1 044 826 B2

(12) NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT
Nach dem Einspruchsverfahren

(45) Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den Einspruch:
17.04.2013  Patentblatt  2013/16

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
19.07.2006  Patentblatt  2006/29

(21) Anmeldenummer: 99105403.2

(22) Anmeldetag:  16.03.1999
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B42D 15/10(2006.01)

(54)

Verfahren zum Aufzeichnen von Bildinformation

Method for recording images

Méthode pour dessiner une image


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
18.10.2000  Patentblatt  2000/42

(73) Patentinhaber: MAURER ELECTRONICS GMBH
80992 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Maurer, Thomas
    80639 München (DE)

(74) Vertreter: Urner, Peter 
ter Meer Steinmeister & Partner GbR Mauerkircherstrasse 45
81679 München
81679 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 537 484
WO-A1-95/31338
US-A- 3 805 238
EP-A- 0 805 409
DE-A1- 2 526 786
US-A- 5 421 619
   
       


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufzeichnen von Bildinformation auf einen Datenträger.

    [0002] Ein bekannter Daten- oder Aufzeichnungsträger für farbige oder bunte Bildinformationen (EP 0 537 484 A1), der insbesondere als Wert- oder Ausweiskarte verwendet wird, besteht aus einem als lichtstreuender Hintergrund wirkenden Karteninlett und einer darauf angeordneten transparenten Folie, auf der eine farbaufnehmende Schicht angeordnet ist. Die transparente Folie dient als Substrat, in das optisch erkennbare Information durch Karbonisieren oder Schwärzen des Folienmaterials mit Hilfe von Laserstrahlung eingeschrieben werden kann. Die farbaufnehmende Schicht kann durch Auftragen oder Einbringen von Farbstoffen farbig bedruckt werden.

    [0003] Zum Aufzeichnen eines bunten oder farbigen Bildes auf diesen bekannten Aufzeichnungsträger wird zunächst die Bildinformation des aufzuzeichnenden Bildes in einen Hell/Dunkel-Anteil und wenigstens einen Farbwertauszug, als farbigen Anteil zerlegt. Der Hell/Dunkel-Anteil wird dann mit Hilfe eines Laserstrahlschreibers in die transparente Folie eingeschrieben, wobei sich die mehr oder weniger geschwärzten Bereiche eines Grautonbildes ergeben. Anschließend wird dann der oder die Farbwertauszüge der Bildinformation dem Grautonbild überlagert, indem entsprechende Farbstoffe auf oder in die farbaufnehmende Schicht auf- oder eingebracht werden.

    [0004] Dieses bekannte Verfahren ermöglicht es zwar, bunte Bilder relativ fälschungssicher auf Datenträger aufzubringen, es liefert jedoch für die visuelle Erkennung von Bildern keine Vorteile. Die visuelle Erkennung entsteht fast ausschließlich durch die Analyse von geometrischen Zusammenhängen und Formen im Bild, wobei im Bild vorhandene Farben für die Erkennung des Bildes kaum von Bedeutung sind. In manchen Fällen wurde sogar nachgewiesen, daß die in einem Bild vorhandenen Farben Erkennungsvorgänge nicht nur nicht verbessern, sondern unter Umständen sogar behindern. Derartige Effekte sind in der Psychologie zum Beispiel als "Farbschock" bekannt. Auch in erkennungsdienstlichen Testreihen wurden derartige Farbschock-Effekte nachgewiesen.

    [0005] Die bloße Erzeugung eines Hell/Dunkel-Anteils zur physikalischen Absicherung eines Fotos oder Bildes auf einem Datenträger ist jedoch nicht nur erkennungsdienstlich von keinem Vorteil, sondern auch ästhetisch problematisch, da die Brillanz der Farbinformationen durch eine zusätzlich aufgebrachte Schwarz-Weiß-Information im Substrat normalerweise erheblich beeinträchtigt wird. Ein derartiger Grauschleier läßt sich nur sehr begrenzt durch die Erhöhung der Farbsättigung bei der original aufgebrachten Farbinformation kompensieren.

    [0006] Die US 5,421,619 betrifft eine Ausweiskarte mit einem Laserbild. Auf dieser Ausweiskarte ist ein authentisches hoch aufgelöstes photographisches Bild des autorisierten Kartenbenutzers sowie ein makroskopisches zweistufiges (bi-level) Bild aufgebracht. Um dieses zweistufige Bild, das nur entweder aus schwarzen oder weißen Bildpunkten besteht, aus dem Originalbild zu erhalten, wird eine sogenannte "dither matrix", die aus Pixelschwellwerten besteht, auf das hoch aufgelöste Bild angewandt. Dabei werden für jedes Pixel oder jeden Bildpunkt ein Hell- oder ein Dunkelwert ermittelt, je nachdem ob der entsprechende Originalwert des Bildpunktes größer oder kleiner als der anzuwendende Schwellwert der "dither matrix" ist.

    [0007] Das so erhaltene Bild lässt sich einfach mit Hilfe eines Lasers in einen Datenträger einbrennen. Erkennungsrelevante Merkmale, insbesondere charakteristische Gesichtszüge lassen sich hierbei jedoch nicht ermitteln. Vielmehr verschlechtert diese Art der Bildverarbeitung die Erkennbarkeit, da im Originalbild vorhandene Kontraste und Kontrastabstufungen praktisch völlig aufgehoben werden.

    [0008] Die US 3, 805, 238 zeigt ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0009] Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein weiteres Verfahren zum Aufzeichnen von Bildinformationen auf einen Datenträger bereitzustellen, mit dem es insbesondere möglich ist, ein brillantes Farbbild auf einfache Weise fälschungssicher so aufzuzeichnen, daß es gut erkennbar ist.

    [0010] Diese Aufgabe wird durch das Verfahren nach Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in den Unteransprüchen beschrieben.

    [0011] Erfindungsgemäß werden also zusätzlich zu einem einem Originalbild entsprechenden, bearbeiteten oder nicht bearbeiteten Bild als erkennungsrelevante Merkmale charakteristische Gesichtszüge in visuell wiedererkennbarer Form auf den Datenträger aufgezeichnet, die aus dem Originalbild gewonnen wurden. Auf diese Weise läßt sich ein vollständiges Farbbild mit hoher Brillanz und Auflösung auf den Datenträger aufbringen, wobei durch das zusätzliche Aufzeichnen erkennungsrelevanter Merkmale die visuelle Wiedererkennbarkeit des Bildes verbessert ist. Handelt es sich bei dem Originalbild insbesondere um ein Portraitfoto, das als sogenanntes Paßbild auf den Datenträger aufgezeichnet werden soll, so ermöglicht es das erfindungsgemäße Verfahren, das Foto so auf ein als Datenträger dienendes Dokument aufzubringen, daß es für den Besitzer des Dokuments ästhetisch akzeptabel ist, gleichzeitig aber auch für erkennungsdienstliche Zwecke eine erhöhte Erkennbarkeit besitzt.

    [0012] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es also insbesondere erkennungsdienstliche Merkmale eines Fotos von den ästhetischen Merkmalen zu trennen und sie in physikalisch gesicherter Weise in den Datenträger einzubringen. Der Vorteil liegt darin, daß die ästhetische Ausgestaltung des Fotos, wofür die Farbe eine große Rolle spielt, unabhängig von der die Erkennbarkeit des Fotos oder Bildes sichernden Ausgestaltung in einem getrennten Schritt realisiert werden kann.

    [0013] Vorzugsweise werden die erkennungsrelevanten Merkmale durch eine räumliche Analyse des Originalbildes gewonnen, wobei die räumliche Analyse auf einen oder mehrere Farbauszüge des Originalbildes angewandt wird.

    [0014] Zur Gewinnung erkennungsrelevanter Merkmale werden Ortsfilter verwendet. Durch die räumliche Filterung der Bildinformation mit einem Ortsfilter oder mit einer geeigneten Kombination von Ortsfiltern werden die im aufzuzeichnenden Bild vorhandenen Kanten und Linien erhalten, so daß bei geeigneter Wahl des oder der verwendeten Filter nach dem Filtern nur noch eine Strichzeichnung oder eine sogenannte "Skizze" vorliegt. Diese Strichzeichnung oder Skizze reicht bereits für sich genommen aus, das aufzuzeichnende Bild insbesondere unter erkennungsdienstlichen Gesichtspunkten verwechslungsfrei wiedererkennen zu können.

    [0015] Für die Gewinnung oder Extraktion der erkennungsrelevanten Merkmale wird, ähnlich wie bei einer Karikatur zunächst in einer ersten Phase das Bild bzw. die Bildinformation durch iteratives Weglassen von nicht wesentlichen Einzelheiten, also von Einzelheiten, die die Erkennbarkeit nicht fördern oder ihr sogar entgegenstehen, reduziert. In einer zweiten Phase wird dann die reduzierte Information so transformiert, daß sie auf möglichst sparsame Weise physikalisch sichtbar realisiert werden kann.

    [0016] Um nun die menschliche Erkennbarkeit von Gesichtern bei gleichzeitiger Reduzierung der Daten zu verbessern, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß als erkennungsrelevante Merkmale aus dem Originalbild eine Strichzeichnung gewonnen wird, die bei der Zwischenspeicherung und/oder bei der Aufzeichnung des Bildes auf dem Datenträger insbesondere in vektorisierter Form realisiert wird.

    [0017] Um die Erkennbarkeit eines menschlichten Portraits gleichzeitig mit dem ästhetischen Eindruck zu verbessern, ist es zweckmäßig, wenn die erkennungsrelevanten Merkmale dem aufgezeichneten Bild paßgenau überlagert werden.

    [0018] Bei einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß nach dem Aufzeichnen des Bildes dessen Lage auf dem Datenträger selbst erfaßt und die erkennungsrelevanten Merkmale entsprechend der erfaßten Bildlage auf den Datenträger aufgezeichnet werden. Hierdurch läßt sich das aufzuzeichnende Bild und die erkennungsrelevanten Merkmale auf besonders einfach Weise insbesondere mit paßgenauer Deckung auf den Datenträger aufzeichnen, ohne daß hierfür spezielle Justier- oder Ausrichtmarken auf dem Datenträger vorgesehen werden müßten.

    [0019] Besonders zweckmäßig ist es, wenn zur besseren Sichtbarkeit der erkennungsrelevanten Merkmale das aufgezeichnete Bild das in seinem farblichen und/oder räumlichen Informationsgehalt in geeigneter Weise transformierte oder reduzierte Originalbild ist.

    [0020] Zur weiteren Verbesserung der Fälschungssicherheit kann vorgesehen sein, daß die Strichzeichnung in einen Sicherheitshintergrund des Datenträgers transformiert oder integriert wird.

    [0021] Eine weitere Möglichkeit besteht darin, daß die erkennungsrelevanten Merkmale ohne direkten räumlichen Bezug zum aufgezeichneten Bild auf den Datenträger aufgezeichnet werden.

    [0022] Die aus dem Originalbild gewonnenen erkennungsrelevanten Merkmale lassen sich also auf verschiedene Art und Weisen auf den Datenträger aufzeichnen, wobei die jeweiligen Arten einzeln oder in Kombination angewandt werden können. Beispielsweise ist es möglich, die als Strichzeichnung vorliegenden erkennungsrelevanten Merkmale sowohl in den Sicherheitshintergrund des Datenträgers zu integrieren, als auch paßgenau mit dem Portraitfoto zu überlagern. Auch die Aufzeichnung ohne direkten räumlichen Bezug läßt sich mit der paßgenauen Aufzeichnung und der Integration der erkennungsrelevanten Merkmale in den Hintergrund kombinieren.

    [0023] Sollen die erkennungsrelevanten Merkmale nur als Skizze ohne direkten räumlichen Bezug zum aufgezeichneten Foto auf den Datenträger aufgebracht werden, so ist es besonders vorteilhaft, wenn die erkennungsrelevanten Merkmale auf einen speziellen Bereich des Datenträgers aufgezeichnet werden, der für die Realisierung von Doppel- oder Kippbildeffekten vorbereitet ist.

    [0024] Um nicht nur die Fälschungssicherheit des Datenträgers sondern die Datensicherheit insgesamt während der Herstellung des Datenträgers oder Dokuments zu verbessern, ist vorgesehen, daß nach dem Aufzeichnen des Bildes dessen Bildinformation erfaßt wird, um daraus die erkennungsrelevanten Merkmale zu ermitteln, die zusätzlich zum Bild aufzuzeichnen sind.

    [0025] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird das Bild auf eine zum Aufbringen von Information geeignete bildtragende Fläche des ein Substrat aufweisenden Datenträgers aufgebracht, und die erkennungsrelevanten Merkmale werden mit Hilfe von Strahlung in das Substrat eingeschrieben.

    [0026] Diese Vorgehensweise ist besonders vorteilhaft, wenn beispielsweise Paßbilder oder andere den Datenträger individualisierende Bilder, die in einem zentralen Datenspeicher gespeichert sind, in entsprechenden Peripheriegeräten auf den Datenträger aufgezeichnet werden sollen. Da die gesamte Bildinformation zunächst als Farbbild aufgebracht wird, läßt sich die Datenverbindung zum zentralen Datenspeicher oder Rechner nach dem Aufbringen des farbigen Bildes beenden. Das Ermitteln und Einschreiben der zusätzlich einzuschreibenden erkennungsrelevanten Merkmale des Bildes kann dann im Peripheriegerät durchgeführt werden, ohne daß hierzu eine die Sicherheit der Daten möglicherweise beeinträchtigende Datenverbindung erforderlich ist. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß der Anteil des Gesamtbildes, der zusätzlich aufgezeichnet werden soll, besonders genau mit dem Gesamtbildinhalt korreliert.

    [0027] Bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die zum Aufzeichnen der erkennungsrelevanten Merkmale benutzte Strahlung nicht nur eine Schwärzung des Substrats hervorruft, sondern auch in kontrollierter Weise das vorher aufgebrachte Bild durch Abdampfen oder Verbrennen verändert, um so die erkennungsrelevanten Merkmale visuell hervorzuheben.

    [0028] Andererseits ist es auch möglich, daß die unter dem vorher aufgebrachte Bild mittels Strahlung im Substrat aufgezeichneten erkennungsrelevanten Merkmale ohne Zerstörung des aufgezeichneten Bildes durch dieses hindurch in das Substrat eingeschrieben werden.

    [0029] Besonders einfach läßt sich das Aufzeichnen der gewünschten Bildinformation dann realisieren, wenn die erkennungsrelevanten Merkmale mittels Laserstrahlung, vorzugsweise mittels Infrarot-Laserstrahlung in das Substrat eingeschrieben werden.

    [0030] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß die erkennungsrelevanten Merkmale zur Erzeugung weiterer Effekte, wie z. B. Wasserzeichen oder der gleichen, verwendet werden.

    [0031] Besonders zweckmäßig ist es, wenn die bildtragende Fläche durch Beschichten des für die Aufzeichnung der erkennungsrelevanten Merkmale vorgesehenen Substrats hergestellt wird.

    [0032] Die Erfindung wird im folgenden beispielsweise anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

    Fig. 1 eine schematische Draufsicht auf einen vereinfacht dargestellten Datenträger, insbesondere auf eine Ausweiskarte,

    Fig. 2 einen schematischen Schnitt durch einen Datenträger mit darauf aufgezeichneten Bildinformationen,

    Fig. 3 einen Schnitt durch einen anderen Datenträger mit darauf aufgezeichneten Bildinformationen und

    Fig. 4 ein vereinfachtes schematisches Blockdiagramm einer Vorrichtung zum Einschreiben von Bildinformation in ein Substrat eines Datenträgers mittels Strahlung.



    [0033] In den verschiedenen Figuren der Zeichnung sind einander entsprechende Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.

    [0034] In Figur 1 ist beispielsweise eine Ausweiskarte als Datenträger 10 dargestellt, der eine Aufzeichnungsfläche 1 mit einem Beschriftungsbereich 2, einen Bildbereich 3, einen Sondereffektbereich 4 und einen Bereich für allgemeine Informationen 5 aufweist. Ein Sicherheitshintergrund 6, der nur rein schematisch und stark vereinfacht angedeutet ist, kann in einzelnen oder allen Bereichen 2 bis 5 der Aufzeichnungsfläche 1 vorgesehen sein.

    [0035] Um ein Bild, insbesondere ein Portraitfoto des berechtigten Besitzers eines als Ausweis dienenden Datenträgers 10 in brillanter Weise so aufzuzeichnen, daß die erkennungsrelevanten Merkmale, also insbesondere die charakteristischen Gesichtszüge, gut erkennbar sind werden aus dem Originalbild erkennungsrelevante Merkmale gewonnen, die dann zusätzlich zu einem im Bildbereich 3 aufzubringenden Bild auf den Datenträger 10 aufgezeichnet werden. Die Gewinnung der erkennungsrelevanten Merkmale kann dabei auch nach dem Aufzeichnen des Bildes durchgeführt werden. Das aufzuzeichnende Bild, das als Farbbild 15 vorzugsweise aufgedruckt wird, kann dabei das Originalbild selbst oder ein bearbeitetes Bild sein, bei dem Aufnahmefehler sowohl aus ästhetischen als auch aus erkennungsdienstlichen Gründen beseitigt wurden.

    [0036] Die erkennungsrelevanten Merkmale, werden vorzugsweise durch eine räumliche Analyse des Originalbildes gewonnen, können aber auch aus einem oder mehreren Farbauszügen des Originalbildes erhalten werden. Die Verwendung der Farbauszüge zur Gewinnung erkennungsrelevanter Merkmale hat dabei den Vorteil, daß auch Farbgrenzen festgestellt werden können, an denen sich der Helligkeitswert nicht ändert und die daher nicht erkannt werden können, wenn für die Ermittlung erkennungsrelevanter Merkmale nur die Helligkeitsverteilung oder Luminanz des Originalbildes benutzt wird.

    [0037] Die Ermittlung oder Extraktion der erkennungsrelevanten Merkmale aus dem Originalbild mit Hilfe von Ortsfiltern dient dazu, ein zusätzliches Bild, insbesondere als Skizze oder Strichzeichnung zu erzeugen, daß nur mehr erkennungsrelevante Merkmale enthält. Dabei läßt sich die Menge der Bilddaten drastisch reduzieren, insbesondere, wenn die erkennungsrelevanten Merkmale als Strichzeichnung in vektorisierter Form vorliegt.

    [0038] Insbesondere wenn die erkennungsrelevanten Merkmale als Strichzeichnungen vorliegen, lassen sich diese beispielsweise in den Sicherheitshintergrund 6 integrieren oder auch an anderer Stelle der Aufzeichnungsfläche 1 ohne direkten räumlichen Bezug zum Bildbereich 3 aufzeichnen.

    [0039] Insbesondere ist es dabei möglich, die Strichzeichnung in einem Sondereffektbereich 4 anzuordnen, der beispielsweise für sogenannte Kippbildeffekte vorbereitet ist, bei denen das dort aufgezeichnete Bild vom Betrachtungswinkel abhängt,da es z. B. durch ein Raster von Zylinderlinsen aufgezeichnet und betrachtet wird.

    [0040] Zusätzlich oder anstelle der Aufzeichnung der erkennungsrelevanten Strichzeichnung an beliebigen Orten der Aufzeichnungsfläche 1 ist es vorzugsweise vorgesehen, daß die erkennungsrelevanten Merkmale im Bildbereich 3 dem aufgezeichneten Bild paßgenau überlagert sind.

    [0041] Im folgenden wird anhand der Figuren 2 und 3 zunächst der Aufbau des Datenträgers für die Verwendung mit dem erfindungsgemäßen Verfahren beschrieben.

    [0042] Wie Figur 2 zeigt, besteht der Datenträger 10 aus einem Substrat 11, das beispielsweise von einer transparenten Kunststoffschicht gebildet wird, in die Bildinformation mittels Strahlung, insbesondere Laserstrahlung, vorzugsweise Infrarot-(IR)-Laserstrahlung einschreibbar ist. Das Kunststoffmaterial des Substrats 11 wird dazu mit Hilfe der Strahlung geschwärzt, indem beispielsweise geeignete Zusatzstoffe und/oder das Kunststoffmaterial des Substrats durch die Laserstrahlung karbonisiert werden. Somit werden im Substrat 11 geschwärzte Bildpunktbereiche 12 ausgebildet. Das Substrat 11 ist beispielsweise auf eine weiße Trägerschicht 13 aus Kunststoff oder Papier auflaminiert und auf seiner von der Trägerschicht 13 abgewandten Oberfläche 14 mit einem Farbbild 15 bedruckt. Das Farbbild 15 setzt sich dabei aus entsprechenden Farbbildpunkten 16 oder Farbbildbereichen zusammen, die aus üblichen Farbstoffen bestehen, die in herkömmlichen Druckverfahren aufgebracht werden.

    [0043] Das Farbbild 15 wird von einer durchsichtigen Schutzschicht 17 abgedeckt, die beispielsweise aus einer auf die bildtragende Oberfläche 14 auf gedruckten Lackschicht bestehen kann.

    [0044] Wie Figur 2 zeigt, können zur Erhöhungder Fälschungssicherheit die Bildpunktbereiche 12 so im Substrat 11 ausgebildet sein, daß sie sich teilweise in die Trägerschicht 13 hineinerstrecken. Zusätzlich wird das Farbbild 15 durch Farbbildpunkte 16'gebildet, die durch Einbringen von Farbstoffen in eine farbaufnehmende Deckschicht 18 erzeugt wurden. Die Deckschicht 18 kann dabei zusätzlich von einer nicht dargestellten Schutzschicht überzogen sein oder gleichzeitig als solche dienen.

    [0045] Für die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens, das im folgenden im einzelnen näher erläutert wird, kann auch jeder andere Datenträger mit einem durch Strahlung schwärzbaren transparenten Substrat und einer bildtragenden Fläche verwendet werden. Hierbei sind verschiedene ein- oder mehrschichtige Aufbauten möglich. Bei einem Datenträger, bei dem die weiße Trägerschicht 13 mit Farbe bedruckbar ist, kann außerdem die das Substrat 11 tragende Oberfläche 13' als bildtragende Fläche benutzt werden.

    [0046] Grundsätzlich können die erkennungsrelevanten Merkmale der Bildinformation vor dem Aufdrucken oder Einbringen des Farbbildes 15 in das Substrat 11 eingeschrieben werden. Wie im folgenden beschrieben wird, ist es jedoch bevorzugt, zuerst das Farbbild 15 aufzubringen und dann als erkennungsrelevante Merkmale z. B. den Konturenanteil in das Substrat 11 einzuschreiben.

    [0047] Entsprechend dem erfindungsgemäßen Verfahren wird zum Aufzeichnen von Bildinformation auf den Datenträger 10 ein bearbeitetes oder nicht bearbeitetes Bild, das mit dem Originalbild korrespondiert, als vollständiges Farbbild, auf die entsprechende bildtragende Fläche aufgebracht.

    [0048] Wird dabei als bildtragende Fläche die Oberfläche 13' der Trägerschicht 13 benutzt, so wird zunächst das Farbbild 15 aufgebracht. Anschließend wird dann das Substrat 11 zum Einschreiben weiterer Bildinformation auflaminiert und so der Datenträger 10 für den nächsten Verfahrensschritt vorbereitet.

    [0049] Wird die Oberfläche 14 des Substrats 11 als bildtragende Fläche verwendet, so kann das Einschreiben der erkennungsrelevanten Merkmale in das Substrat 11 mit Hilfe von Laserstrahlung entweder unmittelbar nach dem Aufdrucken des Farbbilds 15 oder nach dem Aufbringen der Schutzschicht 17 ausgeführt werden. Dabei kann vorgesehen sein, daß beim Aufzeichnen der erkennungsrelevanten Merkmale das vorher aufgebrachte Farbbild in kontrollierbarer Weise durch Abdampfen oder Verbrennen im Bereich der erkennungsrelevanten Merkmale so verändert wird, daß die erkennungsrelevanten Merkmale visuell hervorgehoben werden.

    [0050] Im Falle der Verwendung der farbaufnehmenden Deckschicht 18 schließt sich das Einschreiben der erkennungsrelevanter Merkmale vorzugsweise unmittelbar an das Aufzeichnen des Farbbilds 15 an.

    [0051] Nachdem also das Farbbild 15 auf den Datenträger 10 aufgebracht ist und dieser für das Einschreiben von Bildinformation in das Substrat 11 vorbereitet ist, werden die erkennungsrelevanten Merkmale mit Hilfe von IR-Laserstrahlung zusätzlich in das Substrat 11 eingeschrieben.

    [0052] Hierzu wird der kartenförmige Datenträger 10, auf den das vollständige Farbbild 15 (in der Zeichnung nur schwarz-weiß dargestellt) aufgebracht ist, in eine Bearbeitungsposition in einer Lasergravieranlage 19 angeordnet, wie sie in Figur 4 schematisch dargestellt ist.

    [0053] Die Lasergravieranlage 19 umfaßt einen Laser 20, der von einer Rechen- und Steuereinheit 21 gesteuert wird. Eine ebenfalls von der Rechen- und Steuereinheit 21 gesteuerte Ablenkeinheit 22 lenkt den Laserstrahl 23 ab, um einen Schreibstrahl 23' zu erhalten, der den Datenträger 10 abtastet. Außerdem ist eine Bildaufnahmeeinrichtung 24, die beispielsweise eine Videokamera sein kann, so angeordnet, daß sie die Positionierung des Datenträgers 10 in der Lasergravieranlage 19 oder vorzugsweise die Lage des Farbbilds 15 auf dem Datenträger 10 relativ zur Bearbeitungsposition in der Lasergravieranlage 19 erfaßt. Es ist auch denkbar, anstelle einer separaten Bildaufnahmeeinrichtung 24 die Ablenkeinheit 22 als Bildabtasteinheit zu nutzen und ihr eine optische Empfängeranordnung zuzuordnen. Die optische Erfassung der Lage des Datenträgers 10 und des darauf befindlichen Farbbilds 15 erfolgt dann mit Hilfe derselben optischen Elemente, mit denen auch der Schreibstrahl 23' über den Datenträger 10 geführt ist. Zur Erfassung der Lage des Datenträgers 10 und des Farbbilds 15 in der Arbeitsposition der Lasergravieranlage 19 kann aber auch jede andere optische Lageerfassungseinrichtung eingesetzt werden, die geeignet ist, Positionsdaten zur Steuerung des Lasers 20 und der Ablenkeinheit 22 zu liefern.

    [0054] Nachdem der das vollständige Farbbild 15 tragende Datenträger 10 in der Lasergravieranlage 19 angeordnet ist, wird also zunächst die Position des Farbbilds 15 insbesondere mit Hilfe der Bildaufnahmeeinrichtung 24 erfaßt. Hierzu können beispielsweise auch auf dem Datenträger 10 vorgesehene Positionsmarken verwendet werden, die beim Drucken des Farbbilds 15 zu dessen Positionierung verwendet wurden. Bevorzugt ist es jedoch, wenn gemeinsam mit dem Farbbild 15 aufgedruckte Marken (nicht dargestellt) benutzt werden, da in diesem Falle die Lage der Marken relativ zum Farbbild 15 praktisch ohne Fertigungstoleranz ausgerichtet ist. Eine andere besonders bevorzugte Möglichkeit besteht darin, das Farbbild 15 selbst als "Positionsmarke" zu verwenden, um den Laser 20 und die Ablenkeinheit 22 zu steuern.

    [0055] Nachdem somit die Lage des Farbbilds 15 in der Bearbeitungsposition der Lasergravieranlage 19 bekannt ist, wird ein das Farbbild 15 charakterisierender und/oder überzeichnender Anteil der Bildinformation des Farbbilds 15 als erkennungsrelevante Merkmale mit Hilfe des Lasers in das Substrat 11 eingeschrieben. Die Intensität des Laserstrahls 23 und damit auch des Schreibstrahls 23' wird dabei beispielsweise mit Hilfe einer nicht näher dargestellten Verschlußeinheit des Lasers 20 von der Rechen- und Steuereinheit 21 in Abhängigkeit vom Auftreffpunkt des Schreibstrahls 23' auf dem Farbbild 15 gesteuert. Das Einschreiben der erkennungsrelevanten Merkmale in das Substrat erfolgt dabei durch das Farbbild 15 hindurch, das zu diesem Zweck aus Druckfarben oder Tinten aufgebaut ist, die entweder die Laserstrahlung ungehindert durchlassen und dabei, nicht beschädigt werden, oder die sich durch die Laserstrahlung gezielt abtragen lassen.

    [0056] Die erkennungsrelevanten Merkmale des Originalbilds, also beispielsweise die Striche einer Skizze können dabei der Rechen- und Steuereinheit 21 bespielsweise über einen Dateneingang 25 von einem Zentralrechner zugeführt werden. Es ist aber auch möglich, mit Hilfe der Bildaufnahmeeinrichtung 24 das auf den Datenträger 10 aufgebrachte Farbbild 15 aufzunehmen und die so erhaltene Bildinformation einer räumlichen Analyse mit Ortsfilterung zu unterziehen, um so einen die erkennungsrelevanten Merkmale darstellenden Anteil der Bildinformation zu erhalten. In diesem Fall ist für das zusätzliche Einschreiben der erkennungsrelevanten Merkmale in das Substrat 11 keine Verbindung der Lasergravieranlage 19 mit dem Zentralrechner oder einem zentralen Datenspeicher erforderlich.

    [0057] Insbesondere ist es auch möglich, Bildpunkt für Bildpunkt entlang einer Bildzeile erfaßte Bilddaten unmittelbar einer Ortsfilterung zu unterziehen, um so praktisch in Echtzeit die einzuschreibenden erkennungsrelevanten Merkmale aus dem Farbbild 15 selbst zu ermitteln. Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, daß die aufgenommenen Farbbilddaten als solche nicht gespeichert zu werden brauchen, wodurch eine zusätzliche Sicherheit bei der Handhabung der den Datenträger 10 individualisierenden Daten gegen Fälschungen gewährleistet ist.

    [0058] Wird die Ortsfilterung der Bildinformation mit einem derartigen Hochpaß durchgeführt, daß eine reine Strichzeichnung erhalten wird, die ohne Graustufen in einem einzigen Schwärzungsgrad dargestellt werden soll, so hat dies ohne Einfluß auf die Fälschungssicherheit des erfindungsgemäß aufgezeichneten Bildes den Vorteil, daß ein einfacher Laser eingesetzt werden kann, bei dem die Strahlintensität oder die Intensität der einzelnen Laserstrahlimpulse nicht einstellbar zu sein braucht.

    [0059] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es, ein brillantes, entsprechend der Farbdrucktechnik hochaufgelöstes Farbbild auf einem Datenträger 10 aufzuzeichnen und die Fälschungssicherheit der dadurch herzustellen, daß zusätzlich erkennungsrelevante Bildelemente, z. B. eine den Bildkonturen im wesentlichen entsprechende Strichskizze fälschungssicher im Substrat eingeschrieben werden. Gleichzeitig wird dadurch die Erkennbarkeit von Bildern, insbesondere von Paßfotos deutlich verbessert.

    [0060] Selbst wenn es gelingen sollte, das Farbbild zu entfernen, so bleibt doch die in schwarz-weiß, mit oder ohne Grautönen ausgeführten erkennungsrelevanten Merkmale in dem Substrat 11 erhalten und würden beim Aufbringen eines neuen Farbbildes dieses erheblich beeinträchtigen, so daß die Verfälschung des Bildes bereits an der verminderten Bildqualität einfach erkennbar ist.

    [0061] Obwohl das erfindungsgemäße Verfahren zum Aufzeichnen von Bildinformation auf einen Datenträger 10 anhand eines als Paßfoto dargestellten Farbbildes 15 erläutert wurde, läßt es sich auf alle ein- oder mehrfarbigen Darstellungen anwenden. Auch Grautonbilder lassen sich mit dem erfindungsgemäßen Verfahren auf einfache Weise fälschungssicher auf einem Datenträger aufzeichnen und in ihrer Identifizierbarkeit verbessern.


    Ansprüche

    1. Verfahren zum Aufzeichnen von Bildinformation auf einen Datenträger (10), bei dem aus einem Originalbild als erkennungsrelevante Merkmale charakteristische Gesichtszüge gewonnen werden, die zusätzlich zu einem dem Originalbild entsprechenden, bearbeiteten oder nicht bearbeiteten Bild in visueller Form auf den Datenträger (10) aufgezeichnet werden, wobei die erkennungsrelevanten Merkmale dem aufgezeichneten Bild passgenau überlagert werden, dadurch gekennzeichnet, dass zur Gewinnung erkennungsrelevanter Merkmale Ortsfilter verwendet werden.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die räumliche Analyse zur Gewinnung erkennungsrelevanter Merkmale auf einen oder mehrere Farbauszüge des Originalbildes angewandt wird.
     
    3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als erkennungsrelevante Merkmale aus dem Originalbild eine Strichzeichnung gewonnen wird, die bei der Zwischenspeicherung und/oder bei der Aufzeichnung des Bildes auf dem Datenträger (10) insbesondere in vektorisierter Form realisiert wird.
     
    4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Aufzeichnen des Bildes dessen Lage auf dem Datenträger (10) selbst erfasst und die erkennungsrelevanten Merkmale entsprechend der erfassten Bildlage auf den Datenträger (10) aufgezeichnet werden.
     
    5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur besseren Sichtbarkeit der erkennungsrelevanten Merkmale das aufgezeichnete Bild das in seinem farblichen und/oder räumlichen Informationsgehalt in geeigneter Weise transformierte oder reduzierte Originalbild ist.
     
    6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Strichzeichnung in einen Sicherheitshintergrund (6) des Datenträgers (10) transformiert oder integriert wird.
     
    7. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erkennungsrelevanten Merkmale ohne direkten räumlichen Bezug zum aufgezeichneten Bild auf den Datenträger (10) aufgezeichnet werden.
     
    8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die erkennungsrelevanten Merkmale auf einen speziellen Bereich (4) des Datenträgers (10) aufgezeichnet werden, der für die Realisierung von Doppel- oder Kippbildeffekten vorbereitet ist.
     
    9. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Aufzeichnen des Bildes dessen Bildinformation erfasst wird, um daraus die erkennungsrelevanten Merkmale zu ermitteln, die zusätzlich zum Bild aufzuzeichnen sind.
     
    10. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bild auf eine zum Aufbringen von Information geeignete bildtragende Fläche (14, 13') des ein Substrat (11) aufweisenden Datenträgers (10) aufgebracht wird, und dass die erkennungsrelevanten Merkmale mit Hilfe von Strahlung in das Substrat (11) eingeschrieben werden.
     
    11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die erkennungsrelevanten Merkmale durch das auf der bildtragenden Fläche (14, 13') aufgezeichnete Bild hindurch in das darunterliegende Substrat (11) eingeschrieben wird.
     
    12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Aufzeichnen der erkennungsrelevanten Merkmale benutzte Strahlung nicht nur eine Schwärzung des Substrats hervorruft, sondern auch in kontrollierter Weise das vorher aufgebrachte Bild durch Abdampfen oder Verbrennen verändert, um so die erkennungsrelevanten Merkmale visuell hervorzuheben.
     
    13. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die unter dem vorher aufgebrachte Bild mittels Strahlung im Substrat (11) aufgezeichneten erkennungsrelevanten Merkmale ohne Zerstörung des aufgezeichneten Bildes durch dieses hindurch in das Substrat (11) eingeschrieben werden.
     
    14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die erkennungsrelevanten Merkmale mittels Laserstrahlung, vorzugsweise mittels Infrarot-Laserstrahlung in das Substrat (11) eingeschrieben werden.
     
    15. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erkennungsrelevanten Merkmale zur Erzeugung weiterer Effekte, wie z. B. Wasserzeichen oder der gleichen, verwendet werden.
     
    16. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die bildtragende Fläche durch Beschichten des für die Aufzeichnung der erkennungsrelevanten Merkmale vorgesehenen Substrats (11) hergestellt wird.
     


    Claims

    1. Method for recording image information on a data carrier (10), in which characteristic facial features are obtained from an original image as features relevant to identification, which characteristic facial features are recorded on the data carrier (10) in a visually perceivable form additionally to a processed or non-processed image corresponding to the original image, wherein the features relevant to identification are superposed on the recorded image with register accuracy,
    characterized in that spatial filters are used for obtaining features relevant to identification.
     
    2. Method according to Claim 1, characterized in that the spatial analysis for obtaining features relevant to identification is applied to one or more colour separations of the original image.
     
    3. Method according to Claim 1 or 2,
    characterized in that a line drawing is obtained from the original image as features relevant to identification, which line drawing is realised in the course of the buffer-storage and/or in the course of the recording of the image on the data carrier (10), in particular in vectorized form.
     
    4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that after the image has been recorded, its position on the data carrier (10) itself is acquired and the features relevant to identification are recorded on the data carrier (10) in accordance with the acquired image position.
     
    5. Method according to Claim 4, characterized in that, in order to improve the visibility of the features relevant to identification, the recorded image is the original image whose colour and/or spatial
    information content has been transformed or reduced in a suitable manner.
     
    6. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the line drawing is transformed or integrated into a security background (6) of the data carrier (10).
     
    7. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the features relevant to identification are recorded on the data carrier (10) with no direct spatial reference to the recorded image.
     
    8. Method according to Claim 7, characterized in that the features relevant to identification are recorded on a special region (4) of the data carrier (10) which has been prepared for the realisation of double- or tilted-image effects.
     
    9. Method according to one of the preceding claims, characterized in that after the image has been recorded, its image information is acquired in order to determine therefrom the features relevant to identification which are to be recorded in addition to the image.
     
    10. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the image is applied to an image-carrying area (14, 13'), suitable for the application of information, of the data carrier (10) having a substrate (11), and in that the features relevant to identification are written to the substrate (11) with the aid of radiation.
     
    11. Method according to Claim 10, characterized in that the features relevant to identification are written through the image, which has been recorded on the image-carrying area (14, 13'), to the underlying substrate (11).
     
    12. Method according to Claim 10 or 11, characterized in that the radiation used for recording the features relevant to identification not only causes blackening of the substrate but also alters the previously applied image in a controlled manner, by evaporation or combustion, in order, in this way, to visually emphasize the features relevant to identification.
     
    13. Method according to Claim 10 or 11, characterized in that the features relevant to identification which are recorded under the previously applied image by means of radiation in the substrate (11) are written, without destroying the recorded image, through the latter to the substrate (11).
     
    14. Method according to one of Claims 10 to 13, characterized in that the features relevant to identification are written to the substrate (11) by means of laser radiation, preferably by means of infrared laser radiation.
     
    15. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the features relevant to identification are used to produce further effects, such as e.g. water marks or the like.
     
    16. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the image-carrying area is produced by coating the substrate (11) provided for the recording of the features relevant to identification.
     


    Revendications

    1. Procédé d'enregistrement d'une information image sur un support de données (10), dans lequel à partir d'une image originale, sont obtenus des traits du visage caractéristiques, en tant que caractéristiques concernant l'identification, qui, en plus, sont enregistrés en une image correspondant à l'image originale, traitée ou non traitée, se présentant sous forme identifiable visuellement sur le support de données (10), les caractéristiques concernant l'identification étant superposées à l'image enregistrée de façon exactement repérée, caractérisé en ce que des filtres locaux sont utilisés, pour obtenir des caractéristiques importantes pour l'identification.
     
    2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'analyse spatiale est appliquée pour obtenir des caractéristiques, importantes pour l'identification, sur un ou plusieurs extraits en couleur de l'image originale.
     
    3. Procédé selon l'une des revendications 1 à 2, caractérisé en ce qu'on obtient, en tant que caractéristiques importantes pour l'identification, à partir de l'image originale, un dessin en trait qui, lors de la mémorisation intermédiaire et/ou lors de l'enregistrement de l'image, est réalisé sur le support de données (10), en particulier sous une forme vectorisée.
     
    4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, après l'enregistrement de l'image, sa position sur le support de données (10) lui-même est détectée et les caractéristiques, importantes pour l'identification, sont enregistrées de manière correspondante à la position d'image appréhendée sur le support de données (10).
     
    5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que, pour avoir une meilleure visibilité des caractéristiques importantes pour l'identification, l'image enregistrée est l'image originale, transformée ou réduite de manière appropriée quant à son contenu chromatique et/ou en information spatiale.
     
    6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dessin au trait est transformé en un arrière-plan de sécurité (6) du support de données (10) ou intégré dans celui-ci.
     
    7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les caractéristiques importantes pour l'identification sont enregistrées sur le support de données (10), sans référence spatiale par rapport à l'image enregistrée.
     
    8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que les caractéristiques importantes pour l'identification sont enregistrées sur une zone (4) spéciale du support de données (10), qui est préparée pour la réalisation d'effets à image double ou basculante.
     
    9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, après l'enregistrement de l'image, son information image est détectée, pour, à partir de cela, déterminer les caractéristiques, importantes pour l'identification, qui sont enregistrées en plus de l'image.
     
    10. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'image est appliquée sur une surface (14, 13'), portant l'image appropriée pour application d'information, du support de données (10) présentant un substrat (11), et en ce que les caractéristiques importantes pour l'identification sont inscrites dans le substrat (11) à l'aide d'un rayonnement.
     
    11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que les caractéristiques importantes pour l'identification sont inscrites dans le substrat (11) sous-jacent, en passant à travers l'image enregistrée sur la surface (14, 13') porteuse de l'image.
     
    12. Procédé selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que le rayonnement utilisé pour l'enregistrement des caractéristiques importantes pour l'identification provoque non seulement un noircissement du substrat, mais également, de manière contrôlée, une modification de l'image appliquée précédemment, par enlèvement par évaporation ou brûlage, pour ainsi provoquer visuellement les caractéristiques importantes pour l'identification.
     
    13. Procédé selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que les caractéristiques importantes pour l'identification, enregistrées dans le substrat (11) sous l'image appliquée précédemment, en utilisant un rayonnement, sont inscrites dans le substrat (11) sans destruction de l'image enregistrée, en passant à travers celle-ci.
     
    14. Procédé selon l'une des revendications 10 à 13, caractérisé en ce que les caractéristiques importantes pour l'identification sont inscrites dans le substrat (11) en utilisant un rayonnement laser, de préférence au moyen d'un rayonnement laser infrarouge.
     
    15. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les caractéristiques importantes pour l'identification sont utilisées pour produire d'autres effets, tel que, par exemple, un filigrane ou analogue.
     
    16. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la surface portant l'image est produite par enduction du substrat (11) prévu pour l'enregistrement des caractéristiques importantes pour l'identification.
     




    Zeichnung











    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente