[0001] Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsvorrichtung für ein Fenster mit den im Oberbegriff
des Anspruch 1 genannten Merkmalen. Ferner betrifft die Erfindung ein Fenster mit
einer solchen Sicherheitsvorrichtung.
[0002] Ein Fenster weist allgemein einen Flügelrahmen auf, der mittels Beschlägen oder Angeln
an einem Blendrahmen schwenkbar bzw. kippbar gelagert ist. Am Flügelrahmen sind meist
Sperrelemente (insbesondere Rollenbolzen) angebracht, die mit den Beschlägen verbunden
und in Sperrbleche am Blendrahmen schiebbar sind. Die Sperrelemente sind im Bereich
eines Falz angeordnet, der zwischen dem Blendrahmen und dem geschlossenen Flügelrahmen
gebildet ist.
[0003] Der Blendrahmen und der Flügelrahmen unterliegen durch die Herstellung bedingten
Maßschwankungen. Ferner verziehen und verwinden sie sich während des Gebrauchs, da
thermische Spannungen und das Gewicht der Verglasung auf sie wirken. Der Falz zwischen
Blendrahmen und Flügelrahmen dient daher auch zum Ausgleich von Maßschwankungen und
Verzug.
[0004] Es ist ein wesentliches Merkmal eines Fenster, daß es bei einem versuchten Einbruch
ausreichend Sicherheit bietet. Da Einbrecher sich oftmals scheuen, Lärm zu erzeugen
und die Fensterscheibe zu zerschlagen, versuchen sie, das Fenster am Flügelrahmen
aufzubrechen. Dabei setzt ein Einbrecher, beispielsweise mittels eines Brecheisens
oder eines Schraubenziehers, von außen zwischen Blendrahmen und Flügelrahmen an und
hebelt den Flügelrahmen nach innen. Gemäß der Gütesicherung nach DIN V 18054 wird
ein RAL-RG 607/3 Gütezeichen für die Beschläge vergeben, wenn Fenster Aushebelversuchen
mit einem Hebelmoment von 200 Nm bzw. 300 Nm derstehen. Herkömmliche Sperrelemente
eines Fensters reichen nicht aus, um diese Kräfte aufzunehmen.
[0005] Es ist bekannt, am Flügelrahmen neben Sperrelementen auch Riegelelemente anzuordnen,
um die Sicherheit gegen Einbruch zu erhöhen. Die Riegelelemente sind in zugehörige
Riegelbleche am Blendrahmen schiebbar oder schwenkbar. Die Profilteile des Blendrahmens
und des Flügelrahmens sind aus ästhetischen Gründen jedoch schlank gestaltet und müssen
gleichzeitig ausreichende Stabilität bieten, um auch eine schwere Wärme- und Schallschutzverglasung
tragen zu können. Der Platz zum Anordnen solcher zusätzlicher Riegelelemente ist daher
sehr begrenzt.
[0006] Bei einem Sicherheitspaket der Firma Unilux mit der Bezeichnung "Safe-II" sind an
einem Sperrmechanismus neben Rollenbolzen zusätzliche Pilzzapfen angebracht. Die Rollenbolzen
sperren das Fenster, während die Pilzzapfen zusätzlich verriegeln. Die Rollenbolzen
und Pilzzapfen sind je in einer Ecke des Fensters plaziert und können durch eine Betätigungsstange
des Sperrmechanismus parallel zu den Profilteilen des Flügelrahmens verschoben werden.
Die Rollenbolzen werden dabei in je ein Bolzenblech geschoben. Die Rollenbolzen drängen
den Flügelrahmen zum Blendrahmen, um den Wärme- und Schallschutz zu erhöhen, und versperren
ihn in dieser geschlossenen Stellung. Gleichzeitig werden die Pilzzapfen in je ein
Zapfenblech geschoben, in denen ihr pilzförmiger Kopf hinterhakt und zusätzlich verriegelt.
[0007] Von der Firma Gretsch-Unitas GmbH sind Türverschlüsse bekannt, bei denen Schließhaken
oder Schließbolzen als Riegelelemente am Türblatt in entsprechende Schließbleche am
Türrahmen eingreifen. Die Türverschlüsse sind verhältnismäßig groß und daher bei den
beengten Platzverhältnissen eines Fensters ungeeignet.
[0008] GB 2307937 A beschreibt eine Sicherheitseinrichtung für Fenster mit zwei L-förmigen
Bauteilen, von denen eines an einem Flügelrahmen und eines an einem Blendrahmen befestigt
ist. Wenn der Flügelrahmen auf einem normalen Weg geöffnet wird, sind die L-förmigen
Bauteile voneinander beabstandet, wohingegen die L-förmigen Bauteile verhaken, wenn
der Flügelrahmen auf einem anormalen Weg geöffnet wird, wie es beispielsweise bei
einem versuchten Einbruch der Fall ist. Die hinterhakten Bauteile sollen dadurch den
Einbruch verhindern. Um dies wirkungsvoll zu tun, müßten die L-förmigen Bauteile jedoch
sehr massiv ausgebildet sein, was aufgrund der beengten Platzverhältnisse zwischen
Flügel und Rahmen nicht möglich ist.
[0009] FR 2669076 beschreibt eine einbruchshemmende Vorrichtung für eine Türe mit zwei ineinanderragenden,
hakenförmigen Profilleisten, von denen eine am Türrahmen und eine an der Türe befestigt
ist. Bei einem normalen Öffnen und Schließen der Türe haken die Profilleisten nicht
ineinander ein. Sie kommen jedoch in Eingriff, wenn bei einem versuchten Einbruch
an ihnen manipuliert wird. Allerdings kommen derartige Profilleisten auch in Eingriff,
wenn sich beispielsweise die Türe verzieht. Die Profilleisten müssen sich außerdem
über den gesamten Umfang des Türrahmens erstrecken. Da sie direkt zugänglich sind
könnten sie insgesamt entfernt werden und bieten daher nur einen begrenzten Einbruchschutz.
[0010] DE 7833654 U1, DE 3329414 A1, DE 2035026 A1, DE 3643192 A1 und DE 8617054 U1 beschreiben
jeweils einen Beschlag für ein Fenster, bei dem in einem Falz zwischen einem Flügelrahmen
und einem Blendrahmen zwei zusammenwirkende Hakenelemente angeordnet sind. Beim Verschließen
des Flügelrahmens wird ein verschiebbares Hakenelement in ein ortsfestes Hakenelement
bewegt. Die Hakenelemente sind dann in Öffnungsrichtung in Eingriff und der Flügelrahmen
kann nicht geöffnet bzw. nur gekippt werden. Damit die Hakenelemente ausreichend stabil
sind, füllen sie fast den gesamten Querschnitt des Falzes aus. Ein Ausgleichen von
Toleranzen zwischen Flügel- und Blendrahmen ist daher nur begrenzt möglich.
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Sicherheitsvorrichtung für ein Fenster
und ein Fenster mit einer solchen Sicherheitsvorrichtung vorzusehen, bei der bzw.
dem auch bei sehr beengten Platzverhältnissen am Flügelrahmen in einfacher Weise eine
erhöhte Sicherheit gegen Einbruch gewährleistet ist.
[0012] Aufgrund der beengten Platzverhältnisse am Flügelrahmen weisen bekannte Pilzzapfen,
wie z.B. die des Sicherheitspakets der Firma Unilux, am zugehörigen Zapfenblech geringes
Spiel auf. Bei Fenstern, die nicht ideale Herstellungsmaße aufweisen oder geringfügig
verzogen sind, verkantet der Sperrmechanismus oder verklemmt und der Pilzzapfen schleift
am Zapfenblech. Das Fenster ist nicht mehr leichtgängig versperrbar. Dieses Problem
konnte bisher auch mit einem serienmäßigen Flügelrahmenheber nicht völlig ausgeräumt
werden.
[0013] Bei Türverschlüssen der Firma Gretsch-Unitas GmbH ist der Eingriff der Schließhaken
und Schließbolzen in die Schließbleche nahezu spielfrei. Ferner haben die Schließbolzen
und Schließzapfen glatte Oberflächen. Türen weisen im Verhältnis zu Fenstern eine
höhere Schließkraft auf, so daß das geringe Spiel der Riegelelemente nicht zu Problemen
führt. Bei Fenstern wären solche Türverschlüsse jedoch nicht verwendbar, es würde
das oben beschriebene Problem bestehen.
[0014] Der Erfindung zielt ferner darauf ab, einen Fensterbeschlag und ein Fenster mit einem
solchen Fensterbeschlag vorzusehen, bei denen der Flügelrahmen trotz Sicherheitsvorrichtung
auch bei einem nicht maßgenau hergestellten oder verzogenen Fenster leichtgängig versperrbar
und verriegelbar ist und gleichzeitig eine ausreichende bzw. erhöhte Sicherheit gegen
Einbruch bietet.
[0015] Die Aufgabe ist erfindungsgemäß durch eine Sicherheitsvorrichtung mit den im Anspruch
1 genannten Merkmalen gelöst. Die Erfindung beruht auf der Beobachtung, daß bei einem
versuchten Einbruch die zwischen dem Flügelrahmen und dem Blendrahmen angeordneten
Sperrelemente aus ihren Sperrblechen ausgehoben werden, indem ein Seitenprofil des
Flügelrahmens bezogen auf das benachbarte Seitenprofil des Blendrahmens in Öffnungsrichtung
des Flügelrahmens, insbesondere aber auch senkrecht zur Öffnungsrichtung vom Blendrahmen
gedrängt wird. Dadurch kann der Flügelrahmen geöffnet werden. Indem durch die erfindungsgemäßen
Hakenelemente eine Bewegung des Flügelrahmens senkrecht zur Öffnungsrichtung begrenzt
ist, verbleiben die Sperrelemente in den zugehörigen Sperrblechen und der Flügelrahmen
ist nicht zu öffnen.
[0016] Die erfindungsgemäßen Hakenelemente erhöhen dadurch beträchtlich die Sicherheit des
Fensters gegen Einbruch.
[0017] Wenn sich das Fenster in geschlossener Stellung in seiner Ruhelage befindet, d.h.
weder von außen belastet, noch besonders verzogen oder aufgrund falscher Herstellungsmaße
nicht richtig positioniert ist, sind die erfindungsgemäßen Hakenelemente nicht in
Eingriff. Das Fenster läßt sich in gewohnter Weise öffnen und schließen.
[0018] Besonders einfach läßt sich die erfindungsgemäße Vorrichtung gestalten, indem das
erste Hakenelement am Blendrahmen und das zweite Hakenelement am Flügelrahmen ortsfest
befestigt sind. Solche Hakenelemente müssen nicht durch den Sperrmechanismus des Flügelrahmens
betätigt werden und sind auch an bestehenden Fenstern nachträglich anbringbar.
[0019] Indem das zweite Hakenelement am Flügelrahmen verschiebbar angebracht ist, können
die Hakenelemente weiter voneinander beabstandet sein, wenn der Flügelrahmen geöffnet
wird.
[0020] Besonders vorteilhaft sind das erste und zweite Hakenelement mit je einem Zahn versehen,
wobei die Zähne in Öffnungsrichtung in Eingriff kommen, wenn der geschlossene Flügelrahmen
bezogen auf den Blendrahmen senkrecht zur Öffnungsrichtung und in Öffnungsrichtung
bewegt ist. Durch die in Öffnungsrichtung hintergreifenden Zähne kann der Flügelrahmen
sowohl senkrecht zur Öffnungsrichtung als auch in Öffnungsrichtung aus der geschlossenen
Stellung nur einen begrenzten Weg bewegt werden. Eine solche Sicherheitsvorrichtung
verhindert daher wirkungsvoll ein Heraushebeln der Sperrelemente aus deren Sperrblechen.
[0021] Zwischen dem Blendrahmen und dem geschlossenen Flügelrahmen ist ein Falz mit einer
Falzbreite in Öffnungsrichtung und einer Falzhöhe senkrecht zur Öffnungsrichtung gebildet.
Die Sichervorrichtung bleibt von Verzug und fehlerhaften Herstellungsmaßen unbeeinflußt,
wenn das erste und zweite Hakenelement in Öffnungsrichtung einen Abstand von 5 % bis
90 % der Falzbreite und senkrecht zur Öffnungsrichtung einen Abstand von 5 % bis 90
% der Falzhöhe haben. Besonders bevorzugt sind Abstände von je 10 % bis 50 %. Am bevorzugtesten
sind Abstände von je 20 % bis 30 %. Bei diesen Abständen können Herstellungstoleranzen
und Verzug besonders gut kompensiert werden. Es ist dennoch gewährleistet, daß das
erste und zweite Hakenelement in Eingriff gelangen, wenn der geschlossene Flügelrahmen
bezogen auf den Blendrahmen senkrecht zur Öffnungsrichtung bewegt wird.
[0022] Die erfindungsgemäße Sicherheitsvorrichtung kann besonders robust gestaltet sein,
indem das erste Hakenelement einstückig mit einem am Blendrahmen angebrachten Sperrblech
und das zweite Hakenelement einstückig mit einem am Flügelrahmen angebrachten Sperrmechanismus
ausgebildet ist. Das zweite Hakenelement kann dabei auch durch den Sperrmechanismus
selbst verschiebbar sein.
[0023] Besonders vorteilhaft läßt sich die erfindungsgemäße Sicherheitsvorrichtung für ein
Fenster verwenden, da dort besonders enge Platzverhältnisse am Flügelrahmen und Blendrahmen
vorherrschen.
[0024] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung
wird im folgenden anhand der beigefügten, schematischen Figuren näher erläutert. Es
zeigen:
- Fig. 1
- ein Fenster mit einer erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung in einem teilweisen
Querschnitt,
- Fig. 2
- die in Fig. 1 dargestellte Sicherheitsvorrichtung in einer vergrößerten perspektivischen
Ansicht.
[0025] In Fig. 1 ist ein Teil eines Fensters 10 dargestellt, das einen Blendrahmen 12 und
einen daran innen anliegenden Flügelrahmen 14 aus Holz umfaßt. Am Flügelrahmen 14
ist eine Glasscheibe 16 zwischen zwei Dichtungen 18 und 20 gefaßt. Die Dichtung 20
ist durch ein Aluminiumprofil 22 gehalten, das am Flügelrahmen 14 außen befestigt
ist. Am Blendrahmen 12 ist außen ebenfalls ein Aluminiumprofil 23 befestigt, so daß
die Aluminiumprofile 22 und 23 mit dem Flügelrahmen 14 bzw. dem Blendrahmen 12 ein
Fenster in Verbundkonstruktion bilden. Das Fenster ist in "geschlossener Stellung"
dargestellt, die jener Stellung des Flügelrahmens 14 zum Blendrahmen 12 entspricht,
bei welcher der Flügelrahmen 14 entsprechend idealen Fertigungsmaßen hergestellt und
geschlossen ist, und weder verzogen noch durch eine äußere Kraft belastet ist.
[0026] Der Flügelrahmen 14 ist durch Drehbänder (nicht dargestellt) am Blendrahmen 12 schwenkbar
gelagert und in eine durch einen Pfeil X veranschaulichte Öffnungsrichtung zu öffnen.
Die Öffnungsrichtung X steht senkrecht auf eine Hauptebene bzw. Scheibenebene des
Flügelrahmens 14. Die Öffnungsrichtung X ist, ausgehend von der geschlossenen Stellung
des Flügelrahmens 14, unabhängig davon, ob der Flügelrahmen 14 aufgeschwenkt oder
gekippt wird. Im allgemeinen sind die Aluminiumprofile 22 und 23 außenseitig am Flügelrahmen
14 bzw. Blendrahmen 12 angebracht und der Flügelrahmen 14 nach Innen, d.h. in Öffnungsrichtung
X, zu öffnen. Eine am Flügelrahmen 14 angeordnete und zum Blendrahmen 12 abdichtende
Dichtung 24 gleicht Fertigungstoleranzen und Verzug des Flügelrahmens 14 in Öffnungsrichtung
X bezogen auf den Blendrahmen 12 aus. Die Dichtung 24 verhindert so einen Luftstrom
zwischen draußen und drinnen.
[0027] Zwischen dem Blendrahmen 12 und dem Flügelrahmen 14 ist ein im Querschnitt rechteckiger
Falz 26 ausgebildet, in dem teilweise Sperrelemente 27 (z.B. Rollenbolzen) angeordnet
sind. Der Falz 26 dient auch zum Ausgleich von Fertigungstoleranzen und Verzug in
eine zur Öffnungsrichtung X senkrechte Richtung Z. Der Falz 26 weist in Öffnungsrichtung
X eine Falzbreite "b" und in Richtung Z eine Falzhöhe "h" auf.
[0028] Am Blendrahmen 12 ist ein erster Haken 28 mit einem Schraubenteil 30 eingeschraubt
und ragt in Richtung Z in den Falz 26. Ein zweiter Haken 32 ist am Flügelrahmen 14
mit einem Schraubenteil 34 eingeschraubt und ragt entgegen Richtung Z in den Falz
26. Die Haken 28 und 32 weisen je einen zur Öffnungsrichtung X parallelen Hakenabschnitt
35 bzw. 37 auf, wobei diese in Fig. 1 waagrechten Hakenabschnitte 35 und 37 im Falz
26 in Richtung Z einen Abstand "d" beabstandet sind. Der Abstand "d" beträgt mindestens
5 % der Falzhöhe "h". Bevorzugt beträgt der Abstand "d" 10 % bis 50 % der Falzhöhe
"h". Am bevorzugtesten beträgt der Abstand "d" 20 % bis 30 % der Falzhöhe, da so ein
besonders guter Ausgleich von Verzug und Herstellungstoleranzen des Fensters möglich
ist.
[0029] Die beiden Haken 28 und 32 überdecken sich in Öffnungsrichtung X um mindestens einen
Abstand "a". Der Abstand "a" beträgt 5 % oder mehr der Falzbreite "b". Vorzugsweise
beträgt der Abstand "a" 10 % bis 50 % der Falzbreite "b". Am bevorzugtesten ist ein
Abstand "a" von 20 % bis 30 % der Falzbreite "b", da dadurch eine besonders hohe Sicherheit
gegen Verschieben des Flügelrahmens 14 in Öffnungsrichtung X und Richtung Z gewährleistet
ist.
[0030] Die Haken 28 und 32 weisen zum Flügelrahmen 14 bzw. zum Blendrahmen 12 in Richtung
Z je einen Abstand "c" auf. Somit ist gewährleistet, daß auch in Richtung Z ein Toleranzausgleich
zwischen Flügelrahmen 14 und Blendrahmen 12 möglich ist. Der Abstand "c" beträgt mindestens
5 % der Falzhöhe "h" und ist vorzugsweise größer als 10 % der Falzhöhe "h". Am bevorzugtesten
beträgt der Abstand "c" 10 % bis 50 % der Falzhöhe "h".
[0031] Am Hakenabschnitt 35 und 37 des ersten Hakens 28 bzw. zweiten Hakens 32 ist je ein
Zahn 36 bzw. 38 ausgebildet, die von den Hakenabschnitten 35 und 37 zum jeweils gegenüberliegenden
Haken 32 bzw. 28 abstehen. Die Zähne 36 und 38 sind in Öffnungsrichtung X nicht im
Eingriff, solange der Flügelrahmen 14 nicht durch eine Kraft in Richtung Z belastet
ist. Wird der Flügelrahmen 14 in Richtung Z relativ zum Blendrahmen 12 verschoben,
so wird der Abstand "d" überwunden und die Zähne 36 und 38 in Öffnungsrichtung X in
Eingriff gebracht. Bei gleichzeitiger oder anschließender Bewegung des Flügelrahmens
14 in Öffnungsrichtung X, wie es bei einem versuchten Einbruch der Fall ist, schlagen
die Zähne 36 und 38 in Öffnungsrichtung X aneinander und verhindern so eine weitere
Bewegung des Flügelrahmens 14.
[0032] Die selbe Wirkung kann erzielt werden, indem an den Hakenabschnitten 35 und 37 mehrere
Zähne angeordnet oder diese mit haftenden Oberflächen versehen sind. Wie in Fig. 2
veranschaulicht, können die Haken 28 und 32 parallel zu den Seitenprofilen des Blendrahmens
12 und des Flügelrahmens 14, d.h. senkrecht zu der von der Richtung Z und der Öffnungsrichtung
Z aufgespannten Ebene bzw. der Zeichnungsebene der Fig. 1, eine erhebliche Länge aufweisen
und so die erforderliche Sicherheit gegen Einbruch gewährleisten.
[0033] Die Sperrelemente 27 sind in der Falz 26 in Öffnungsrichtung X neben den Haken 28
und 32 angeordnet. Die Sperrelemente 27 weisen einen im Flügelrahmen 14 eingesetzten
Sperrmechanismus 40 auf. Am Sperrmechanismus ist ein Sperrzapfen 42 befestigt, der
in den Falz 26 ragt. Am Blendrahmen 12 ist ein Sperrblech 44 befestigt, das mit dem
Sperrzapfen 42 zusammenwirkt und bei Betätigung des Sperrmechanismus 40 den Flügelrahmen
14 an den Blendrahmen 12 drängt. Das Sperrblech 44 ist so ausgebildet, daß der Haken
32 beim Schließen des Flügelrahmens 14 nicht an das Sperrblech 44 stößt. Der Sperrzapfen
42 wird durch den Sperrmechanismus 40 parallel zu einem Seitenteil des Flügelrahmens
14, also senkrecht zur Ebene X-Z verschoben. Der Haken 32 kann in einer bevorzugten
Ausführungsform am Betätigungsmechanismus 40 befestigt sein und sich mit dem Sperrzapfen
42 verschieben. Hierdurch kann eine Kollision des Hakens 32 mit dem Sperrblech 44
beim Schließen des Flügelrahmens 14 vermieden werden.
[0034] Der Haken 32 kann auch so angebracht sein, daß er in verschobener bzw. versperrter
Stellung mit seinem Hakenabschnitt 37 in Öffnungsrichtung X hinter das Sperrblech
44 gelangt und so zusätzlich ein Verschieben des Flügelrahmens 14 in Öffnungsrichtung
X verhindert.
[0035] Der Haken 32 kann aber auch am Sperrmechanismus 40 befestigt sein, ohne daß er verschiebbar
ist. Der Haken 32 kann so besonders stabil mit dem Flügelrahmen 14 verbunden sein.
In gleicher Weise kann der Haken 28 mit dem Sperrblech 44 einstückig ausgebildet sein.
Die Haken 28 und 32 können sich über nahezu den gesamten Umfang des Flügelrahmens
14 und des Blendrahmens 12 in der Scheibenebene erstrecken. Sie können aus besonders
steifen Material, wie z.B. gehärtetem Stahl hergestellt sein. Ferner können die Haken
28 und 32 so ausgebildet sein, daß sie in Öffnungsrichtung X neben dem Sperrzapfen
42 liegen. Die Haken 28 und 32 verhindern so, daß die Sperrzapfen 42 von außen durch
die Falz 26 verschoben werden, um den Sperrmechanismus zu lösen und den Flügelrahmen
14 zu öffnen. Darüberhinaus können die Haken 28 und 32 entgegen der dargestellten,
im Querschnitt eckigen Form eine runde Form aufweisen.
1. Sicherheitsvorrichtung für ein Fenster (10) mit
- einem Blendrahmen (12),
- einem Flügelrahmen (14), der am Blendrahmen (12) gelagert und von einer geschlossenen
Stellung in eine Öffnungsrichtung (X) schwenkbar ist, wobei
- am Blendrahmen (12) ein erstes Hakenelement (28) und am Flügelrahmen (14) ein zweites
Hakenelement (32) angebracht sind,
- das erste und zweite Hakenelement (28, 32) in Öffnungsrichtung (X) nicht in Eingriff
sind, wenn der Flügelrahmen (14) geschlossen ist, und
- das erste und zweite Hakenelement (28, 32) in eine Richtung (Z) senkrecht zur Öffnungsrichtung
(X) in Eingriff sind, wenn der geschlossenen Flügelrahmen (14) bezogen auf den Blendrahmen
(12) senkrecht zur Öffnungsrichtung (X) bewegt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
- zwischen dem Blendrahmen (12) und dem geschlossenen Flügelrahmen (14) mindestens
ein Sperrelement (27) angeordnet ist, das in ein Sperrblech (44) ragt, und
- die Hakenelemente (28, 32) ein Bewegen des geschlossenen Flügelrahmens (14) bezogen
auf den Blendrahmen (12) senkrecht zur Öffnungsrichtung (x) derart auf einen bestimmten
Weg begrenzen, daß das Sperrelement (27) in dem Sperrblech (44) verbleibt.
2. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Hakenelement (28) am Blendrahmen (12) und das zweite Hakenelement (32)
am Flügelrahmen (14) ortsfest befestigt sind.
3. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Hakenelement (28) am Blendrahmen (12) ortsfest befestigt und das zweite
Hakenelement (32) am Flügelrahmen (14) verschiebbar angebracht sind.
4. Sicherheitsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das erste und zweite Hakenelement (28, 32) je mindestens einen Zahn (36, 38) aufweisen,
wobei die Zähne (36, 38) in Öffnungsrichtung (X) in Eingriff sind, wenn der geschlossene
Flügelrahmen (14) bezogen auf den Blendrahmen (12) senkrecht zur Öffnungsrichtung
(X) bewegt ist.
5. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 4, wobei zwischen dem Blendrahmen (12) und dem
geschlossenen Flügelrahmen (14) ein Falz (26) mit einer Falzbreite (b) in Öffnungsrichtung
(X) gebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß bei geschlossenem Flügelrahmen (14) der Zahn (36) des ersten Hakenelements (28) vom
Zahn (38) des zweiten Hakenelements (32) in Öffnungsrichtung (X) einen Abstand (a)
von 10 % bis 50 % der Falzbreite (b) hat.
6. Sicherheitsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zwischen dem
Blendrahmen (12) und dem geschlossenen Flügelrahmen (14) ein Falz (26) mit einer Falzhöhe
(h) senkrecht zur Öffnungsrichtung (X) gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß bei geschlossenem Flügelrahmen (14) das erste (28) vom zweiten Hakenelement (32)
senkrecht zur Öffnungsrichtung (X) einen Abstand (d) von 10 bis 50 % der Falzhöhe
(h) hat.
7. Sicherheitsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß am Flügelrahmen (14) ein mit einem Sperrzapfen (42) zusammenwirkender Sperrmechanismus
(40) und am Blendrahmen (12) ein Sperrblech (44) angebracht sind, mittels denen der
geschlossene Flügelrahmen (14) am Blendrahmen (12) versperrbar ist, wobei das erste
Hakenelement (28) einstückig mit dem Sperrblech (44) und das zweite Hakenelement (32)
einstückig mit einem Teil des Sperrmechanismus (40) ausgebildet ist.
8. Fenster mit einer Sicherheitsvorrichtung mit den Merkmalen eines oder mehrerer der
vorhergehenden Ansprüche.
1. Safety device for a window (10) comprising:
- a window frame (12),
- a wing frame (14), which is hinged to the window frame (12) and pivotable from a
closed position into an opening direction (X), wherein
- a first hook element (28) is attached to the window frame (12) and a second hook
element (32) is attached to the wing frame (14),
- the first and second hook elements (28, 32) are not engaged in the opening direction
(X) when the wing frame (14) is closed, and
- the first and second hook elements (28, 32) are engaged in a direction (Z) perpendicular
to the opening direction (X) when the closed wing frame (14) is moved relative to
the window frame (12) perpendicularly to the opening direction (X),
characterized in that
- at least one locking element (27) is arranged between the window frame (12) and
the closed wing frame (14), which locking element projects into a locking plate (44),
and
- the hook elements (28, 32) limit movement of the closed wing frame (14) relative
to the window frame (12) perpendicularly to the opening direction (x) to a certain
path in such a manner that the locking element (27) remains within the locking plate
(44).
2. Safety device according to claim 1,
characterized in that the first hook element (28) is stationary attached to the window frame (12) and the
second hook element (32) is stationary attached to the wing frame (14).
3. Safety device according to claim 1,
characterized in that the first hook element (28) is stationary attached to the window frame (12) and the
second hook element (32) is moveably attached to the wing frame (14).
4. Safety device according to any one of the preceding claims,
characterized in that the first and second hook elements (28, 32) include at least one tooth (36, 38) each,
said teeth (36, 38) being engaged in the opening direction (X) when the closed wing
frame (14) is moved relative to the window frame (12) perpendicularly to the opening
direction (X).
5. Safety device according to claim 4, wherein a fold (26) having a fold width (b) is
formed in the opening direction (X) between the window frame (12) and the closed wing
frame (14),
characterized in that the tooth (36) of the first hook element (28) is spaced from the tooth (38) of the
second hook element (32) in the opening direction (X) by a distance (a) of 10 % to
50 % of the fold width (b) when the wing frame (14) is closed.
6. Safety device according to any one of the preceding claims, wherein a fold (26) having
a fold height (h) is formed perpendicularly to the opening direction (X) between the
window frame (12) and the closed wing frame (14),
characterized in that the first hook element (28) is spaced from the second hook element (32) perpendicularly
to the opening direction (X) by a distance (d) of 10 to 50 % of the fold height (h)
when the wing frame (14) is closed.
7. Safety device according to any one of the preceding claims,
characterized in that a locking mechanism (40) cooperating with a locking pin (42) is attached to the wing
frame (14) and a locking plate (44) is attached to the window frame (12), by means
of which the closed wing frame (14) may be locked to the window frame (12), wherein
the first hook element (28) is integrally formed with the locking plate (44) and the
second hook element (32) is integrally formed with a part of the locking mechanism
(40).
8. Window comprising a safety device having the features of one or more of the preceding
claims.
1. Dispositif de sécurité pour une fenêtre (10) avec
- un cadre dormant (12),
- un cadre ouvrant (14) qui est en appui sur le cadre dormant (12) et peut pivoter
dans un sens d'ouverture (X) à partir d'une position fermée,
- un premier élément en forme de crochet (28) étant monté au cadre dormant (12) et
un deuxième élément en forme de crochet (32) étant monté au cadre ouvrant (14),
- le premier et le deuxième élément en forme de crochet (28, 32) n'étant pas en prise
dans le sens d'ouverture (X) lorsque le cadre ouvrant (14) se trouve en position fermée,
et
- le premier et le deuxième élément en forme de crochet (28, 32) étant en prise dans
un sens (Z) perpendiculaire au sens d'ouverture (X) lorsque le cadre ouvrant (14)
fermé est déplacé perpendiculairement au sens d'ouverture (X) par rapport au cadre
dormant (12),
caractérisé en ce que
- au moins un élément de blocage (27), qui fait saillie dans une tôle de blocage (44),
est disposé entre le cadre dormant (12) et le cadre ouvrant (14) fermé, et en ce que
- les éléments en forme de crochet (28, 32) limitent à une course donnée un déplacement
effectué par rapport au cadre dormant (12) perpendiculairement au sens d'ouverture
(X) par le cadre ouvrant (14) fermé de sorte telle que l'élément de blocage (27) reste
dans la tôle de blocage (44).
2. Dispositif de sécurité selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le premier élément en forme de crochet (28) monté sur le cadre dormant (12) et le
deuxième élément en forme de crochet (32) monté sur le cadre ouvrant (14) sont respectivement
fixés de manière stationnaire.
3. Dispositif de sécurité selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le premier élément en forme de crochet (28) est fixé de manière stationnaire sur
le cadre dormant (12) et le deuxième élément en forme de crochet (32) est monté mobile
sur le cadre ouvrant (14).
4. Dispositif de sécurité selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le premier et le deuxième élément en forme de crochet (28, 32) présentent chacun
au moins une dent (36, 38), les dents (36, 38) étant en prise dans le sens d'ouverture
(X) lorsque le cadre ouvrant (14) fermé est déplacé perpendiculairement au sens d'ouverture
(X) par rapport au cadre dormant (12).
5. Dispositif de sécurité selon la revendication 4, une feuillure (26) d'une largeur
de feuillure (b) étant formée dans le sens d'ouverture (X) entre le cadre dormant
(12) et le cadre ouvrant (14) fermé,
caractérisé en ce qu'il existe entre la dent (36) du premier élément en forme de crochet (28) et la dent
(38) du deuxième élément en forme de crochet (32), dans le sens d'ouverture (X), un
écart (a) de 10 à 50 % de la largeur de la feuillure (b) lorsque le cadre ouvrant
(14) se trouve en position fermée.
6. Dispositif de sécurité selon l'une des revendications précédentes, une feuillure (26)
d'une hauteur de feuillure (h) étant formée perpendiculairement au sens d'ouverture
entre le cadre dormant (12) et le cadre ouvrant (14) fermé,
caractérisé en ce qu'il existe entre le premier (28) et le deuxième élément en forme de crochet (32), perpendiculairement
au sens d'ouverture (X), un écart (d) de 10 à 50 % de la hauteur de la feuillure (h)
lorsque le cadre ouvrant (14) se trouve en position fermée.
7. Dispositif de sécurité selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'un mécanisme de blocage (40) coopérant avec un tenon de blocage (42) est monté sur
le cadre ouvrant (14) et une tôle de blocage (44) est montée sur le cadre dormant
(12), à l'aide desquels le cadre ouvrant (14) fermé peut être bloqué sur le cadre
dormant (12), le premier élément en forme de crochet (28) étant formé d'un seul tenant
avec la tôle de blocage (44) et le deuxième élément en forme de crochet (32) étant
formé d'un seul tenant avec une partie du mécanisme de blocage (40).
8. Fenêtre dotée d'un dispositif de sécurité présentant les caractéristiques d'une ou
de plusieurs revendications précédentes.