[0001] Die Erfindung betrifft eine Fassung für Halogenlampen, insbes. Fassung aus keramischem
od.dgl. Material für Entladungslampen mit G8,5-Sockel, mit einem zweiteiligen Fassungskörper,
der die elektrischen Anschlusskontakte, einen Berührungsschutzkragen für den Lampensockel
sowie Durchtrittsöffnungen für die anzuschließenden Leiter und/oder Durchtrittsöffnungen
für die Lampenkontaktstifte umfasst, wobei die beiden Teile des Fassungskörpers aneinander
befestigt, insbes. vernietet sind.
[0002] Fassungen aus Keramik, Steatit od.dgl. hochtemperaturbeständigen Werkstoffen in zweiteiliger
Ausführung mit einem Berührungsschutzkragen sind bekannt. Der Berührungsschutzkragen
hat insbesondere die Aufgabe zu verhindern, dass eine Person, die die Lampe montiert
oder demontiert, mit den Fingern elektrisch leitende Teile des Lampensockels berühren
kann, sobald bzw. solange diese mit den Fassungskontakten in elektrischer Verbindung
sind.
[0003] Die Höhe des Berührungsschutzkragens ist insbesondere abhängig von der Stiftlänge
der vorgegebenen Leuchtmittel, also umso höher, je länger diese Kontaktstifte sind.
Bei insbesondere hängender Gebrauchslage staut sich im Berührungsschutzkragen die
Wärme und entwickelt im Fassungsbereich Temperaturen, die die Kontaktfähigkeit der
in der Fassung untergebrachten Kontakte beeinträchtigen können. Bei zu hohen Kontakttemperaturen
lassen die Federkräfte zu den Lampenstiften und an den schraubenlosen Klemmen nach,
so dass eine sichere Kontaktgabe nicht immer gewährleistet bleiben kann. Auch dürfen
die Anschlussleitungen Temperaturbelastungen nur in gewissen Grenzen ausgesetzt sein,
so beispielsweise Silikonleitungen bis zu 180°C.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, mit konstruktiv einfachen Mitteln eine Lampenfassung
der im Oberbegriff des Anspruches 1 vorausgesetzten Art zu schaffen, die sich hinsichtlich
des Temperaturverhaltens in besonderer Weise auch für hängende Gebrauchslage eignet.
[0005] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen und
ist insbesondere dadurch gekennzeichnet, dass eines der beiden Fassungsteile wenigstens
einen seitlichen Wanddurchbruch im Berührungsschutzkragen als Entlüftungsöffnung zur
Wärmeableitung aus dem Sockelbereich der Lampe aufweist.
[0006] In weiterer Ausgestaltung weist das lampennähere, den Berührungsschutzkragen aufweisende
Fassungsteil die wenigstens eine Entlüftungsöffnung auf, wobei bevorzugt in aneinander
gegenüberliegenden Seitenwänden des Berührungsschutzkragens jeweils eine Entlüftungsöffnung
vorgesehen ist. Damit wird ermöglicht, dass sich die im Berührungsschutzkragen stauende
heiße Luft entweichen kann und damit die Temperatur an thermisch kritischen Bauteilen
innerhalb der Fassung (Kontakte, Leitungen) reduziert wird.
[0007] Eine bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass das lampennähere Fassungsteil im
Grenzflächenbereich zu dem mit ihm verbundenen, die Lampenkontakte aufnehmenden zweiten
Fassungsteil mit einem Durchtrittsöffnungen für die Lampenkontaktstifte aufweisenden
Boden versehen ist und die Entlüftungsöffnungen als zum Boden hin randoffene Schlitze
in die Seitenwände des Berührungsschutzkragens eingebracht sind. Zufolge dieser Ausgestaltung
sind die Entlüftungsöffnungen im optimalen Bereich der Fassung angeordnet. Im übrigen
können sie gemäß weiterer Ausgestaltung von Vorsprüngen am anderen Fassungsteil zu
jeweils einer rings umrandeten Öffnung teilgeschlossen sein, die so dimensioniert
und angeordnet ist, dass der vorgeschriebene Berührungsschutz gewährleistet ist.
[0008] Der Berührungsschutz wird mittels eines genormten Prüffingers kontrolliert, der im
wesentlichen so dimensioniert ist, dass er einem kleinen Finger einer kleinen Hand
entspricht.
[0009] Die Vorsprünge weisen bevorzugt eine Höhe auf, die im wesentlichen der Materialdicke
des Bodens des Berührungsschutzkragens entspricht. Somit dienen die Vorsprünge im
wesentlichen auch dazu, die beiden Fassungsteile - bis auf die Entlüftungsöffnungen
- außenflächenbündig miteinander verbinden zu können.
[0010] Weitere vorteilhafte Merkmale und Ausgestaltungen sowie Vorteile der Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schaubildliche Darstellung des lampenfernen, die Kontakte tragenden Teils der
zweiteiligen Fassung,
- Fig. 2
- in lagegerechter Zuordnung darüber dargestellt den Berührungsschutzkragen als zweitem
Bestandteil der Fassung,
- Fig. 3
- einen Längsschnitt durch die aus den Teilen gemäß Fig. 1 und 2 zusammengesetzten Fassung,
und
- Fig. 4
- einen um 90° dazu versetzt gezeichneten weiteren Längsschnitt.
[0011] Eine insgesamt mit 10 bezeichnete Halogen-Fassung umfasst zwei wesentliche Bauteile,
und zwar einen lampenfernen Teil 11 als Basiskörper und einen damit passgenau zu verbindenden
Aufsatzkörper, den in Fig. 2 dargestellten Berührungsschutzkragen 12.
[0012] Der lampenferne Fassungsteil 11 als Basiskörper beinhaltet nicht dargestellte, in
Kammern 13 (Fig. 4) angeordnete schraubenlose Anschlussklemmen sowie in Kombination
damit gestaltete Kontakte für die Kontaktstifte des ebenfalls nicht gezeigten Leuchtmittels.
Bei diesem handelt es sich um eine Halogen-Entladungslampe mit zwei aus ihrem Sockel
parallel zueinander austretenden Kontaktstiften.
[0013] Der in Fig. 2 gezeigte Aufbaukörper stellt im wesentlichen ein hülsenförmiges Bauteil
dar und ist ein Berührungsschutzkragen 12. Zum lampenfernen Fassungsteil 11 gewandt
weist der Berührungsschutzkragen 12 einen Boden 15 mit Durchgriffsöffnungen 16 für
die Lampenkontaktstifte auf. Im Innern des hülsenförmigen Berührungsschutzkragens
12 befinden sich in einander gegenüberliegender Anordnung Führungsnocken 17 für den
aus Glas gepressten Lampensockel. Schließlich weist der Berührungsschutzkragen 12
auch zwei sich in der Ebene des Bodens radial nach auswärts und einander gegenüberliegend
erstreckende Flansche 18 auf mit Durchgriffsöffnungen 19 zur Verbindung mit dem lampenfernen
Fassungsteil 11, welches ebenfalls Flansche 20 und zugehörige Öffnungen 21 in fluchtender
Anordnung aufweist. Zur Verbindung der beiden Fassungskörperteile 11 und 12 werden
nicht dargestellt Hohlnieten verwendet, die durch die jeweils fluchtenden Durchgriffsöffnungen
19 und 21 verlaufen. Durch die Hohlnieten hindurch ist die Fassung an einer Montagefläche
befestigbar, z.B. anschraubbar.
[0014] Eine erfindungswesentliche Besonderheit besteht darin, dass der Berührungsschutzkragen
12 an zwei einander gegenüberliegenden Stellen, und zwar an den Schmalseiten des hülsenförmigen
Kragens, mit randoffenen Durchbrüchen 22 versehen ist, die als Entlüftungsöffnungen
dienen und einen Wärmeabfluss aus dem Inneren des Berührungsschutzkragens 12 nach
außen ermöglichen. Im Bereich der randoffenen Durchbrüche 22 ist der Boden 15 gewissermaßen
"ausgeklinkt" bzw. nicht vorhanden.
[0015] Um die Durchbrüche 22 zum lampenfernen Fassungsteil 21 hin zu begrenzen, weist dieser
Fassungsteil zum Berührungsschutzkragen 12 hinweisende Vorsprünge 23 auf, die - wie
es Fig. 4 im Schnitt veranschaulicht - die randoffenen Durchbrüche 22 zu in sich geschlossen
umrandete Öffnungen teilverschließen. Die Höhe der Vorsprünge 23 entspricht dabei
- auch das zeigt Fig. 4 - der Höhe des Bodens 15 des Berührungsschutzkragens 12, so
dass die zur Lampe hinweisenden Flächen der Vorsprünge 23 und des Bodens 15 in einer
durchgehenden Ebene liegen.
[0016] Der Querschnitt der Entlüftungsöffnungen 22 ist insgesamt ausreichend für eine wirksame
Entlüftung bei insbesondere hängender Gebrauchslage des Leuchtmittels, andererseits
aber so gering, dass die geforderter Berührungssicherheit der Lampenkontaktstifte
in vollem Umfange gewährleistet ist.
1. Fassung (10) für Halogenlampen, insbes. Fassung aus keramischem od.dgl. Material für
Entladungslampen mit G8,5-Sockel, mit einem zweiteiligen Fassungskörper, der die elektrischen
Anschlusskontakte, einen Berührungsschutzkragen (12) für den Lampensockel sowie Durchtrittsöffnungen
für die anzuschließenden Leiter und/oder Durchtrittsöffnungen für die Lampenkontaktstifte
umfasst, wobei die beiden Teile (11, 12) des Fassungsgehäuses aneinander befestigt,
insbes. vernietet sind, dadurch gekennzeichnet, dass eines der beiden Fassungsteile (11, 12) wenigstens einen seitlichen Wanddurchbruch
(22) im Berührungsschutzkragen als Entlüftungsöffnung zur Wärmeableitung aus dem Sockelbereich
der Lampe aufweist.
2. Fassung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das lampennähere, den Berührungsschutzkragen
(12) aufweisende Fassungsteil die wenigstens eine Entlüftungsöffnung (22) aufweist.
3. Fassung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an einander gegenüberliegenden
Seitenwänden des Berührungsschutzkragens (12) jeweils eine Entlüftungsöffnung (22)
vorgesehen ist.
4. Fassung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem im Querschnitt ungleichseitig-rechteckigen
Fassungsgehäuse die Entlüftungsöffnungen (22) den beiden Schmalseiten der Fassung
(11, 12) zugeordnet sind.
5. Fassung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Berührungsschutzkragen
(12) im Grenzflächenbereich zu dem mit ihm verbundenen, die Lampenkontakte aufnehmenden
zweiten Fassungsteil (11) mit einem Durchtrittsöffnungen (16) für die Lampenkontaktstifte
aufweisenden Boden (15) versehen ist und die Entlüftungsöffnungen (22) als zum Boden
(15) hin randoffene Schlitze in die Seitenwände des Berührungsschutzkragens (12) eingebracht
sind.
6. Fassung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die randoffenen Schlitze des
Berührungsschutzkragens (12) von Vorsprüngen (23) am lampenfernen Teil (11) der Fassung
(10) zu jeweils einer rings umrandeten Öffnung teilgeschlossen sind, die so angeordnet
und dimensioniert ist, dass der vorgeschriebene Berührungsschutz gewährleistet ist.
7. Fassung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (23) eine Höhe
aufweisen, die im wesentlichen der Materialdicke des Bodens (15) des Berührungsschutzkragens
(12) entspricht.
8. Fassung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in im wesentlichen radialer
Verlängerung des Bodens (15) des Berührungsschutzkragens und in derselben Ebene befindlich
Flansche (18) mit Durchtrittsöffnungen (19) für die Befestigungsmittel zur Fixierung
der beiden Fassungsteile (11, 12) aneinander und ggf. zur Befestigung der Fassung
an einer Montagefläche angeordnet sind.