[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Drehmomentüberwachung bei Otto-Motoren in
Kraftfahrzeugen, bei dem aus der Drehzahl des Otto-Motors und der zugeführten Luftmasse
ein Referenz-Drehmomentwert abgeleitet wird und mit einem vom Fahrer vorgegebenen
Drehmomentwert verglichen wird, wobei drehmomentabsenkende Eingriffe in die Motorsteuerung
dann vorgenommen werden, wenn der Referenz-Drehmomentwert den vom Fahrer vorgegebenen
Drehmomentwert um einen vorgebbaren Faktor oder Wert übersteigt.
[0002] Die bisher in der Praxis eingesetzten Systeme zur Überwachung des vom Fahrer gewünschten
Drehmoments bei Otto-Motoren berücksichtigen ausschließlich den Betrieb bei einem
Lambda-Wert von 1, also bei immer fest zugeordnetem Luft/Kraftstoffgemisch. Zur Überwachung
des vom Motor abgegebenen Drehmoments werden die beim Betrieb Lambda = 1 relevanten
Parameter erfaßt und ausgewertet. Dies sind im wesentlichen die Größen Luftmassenstrom,
Drehzahl und eventuell noch Zündwinkel. Das Drehmoment des Motors wird über Kennfelder
und Wirkungsgrade (Zündwinkel) ermittelt. Dieses errechnete Drehmoment wird mit einem
vom Fahrer gewünschten maximalen zulässigen Drehmoment verglichen. Bei Überschreiben
einer Schwelle werden Fehlerreaktionen, wie Z.B. Sicherheitskraftsotffabschaltung
oder das Abschalten der Drosselklappenendstufen ausgelöst.
[0003] Die Luftmasse wird durch einen Luftmassensensor oder Drucksensor erfaßt und mit der
Drosselkappe plausibilisiert. Der ausgegebene Zündwinkel wird mit einem Referenzzündwinkel
verglichen, bei dem der Motor bei einem Lambda-Wert von 1 das maximale Drehmoment
besitzt, wobei dann daraus ein Zündwinkelwirkungsgrad gebildet wird, der direkt mit
dem Referenzmoment (maximales Drehmoment bei Lambda = 1) multipliziert wird.
[0004] Diese bekannte Überwachung ist für erweiterte Betriebsbereiche des Otto-Motors, insbesondere
des Otto-Motors mit direkter Einspritzung nicht mehr geeignet, da drehmomentbestimmende
Größen hier nicht mehr allein die Luftmasse und der Zündwinkel, sondern zusätzlich
die zugeführte oder eingespritzte Kraftstoffmenge bzw. -masse ist. Für einen besseren
Wirkungsgrad wird der Motor möglichst entdrosselt. Für den Otto-Motor mit direkter
Einspritzung ergeben sich dabei im wesentlichen zwei zusätzliche Bereiche: der Homogen-Mager-Betrieb,
in dem Lambda = 1 bis 1,4 ist und der geschichtete Betrieb, in dem Lambda wesentlich
größer als 1,4 ist. In diesen Betriebsarten führt die bekannte Drehmomentüberwachung
zu unbefriedigenden und viel zu ungenauen Ergebnissen.
[0005] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, ein Verfahren zur Drehmomentuberwachung
zu schaffen, das wenigstens im Homogen-Mager-Betrieb des Otto-Motors eine genauere
Drehmomentüberwachung ermöglicht.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Da im Homogen-Mager-Betrieb erfindungsgemäß das bei einem Lambda-Wert von 1 ermittelte
Drehmoment mit einem vom Lambda-Wert abhängigen Wirkungsgrad multipliziert wird, ist
auch im Homogen-Mager-Betrieb eine exakte Drehmomentüberwachung möglich, die eine
automatische Anpassung an unterschiedliche Lambda-Werte beinhaltet.
[0008] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen des im Anspruch 1 angegebenen Verfahrens möglich.
[0009] Eine besonders einfache und wirkungsvolle Korrektur wird dadurch erreicht, daß das
Signal der Lambda-Sonde mittels einer Funktionsstufe oder eines Kennfelds in ein Korrektursignal.
umgewandelt wird und dieses multiplikativ auf den Referenz-Drehmomentwert einwirkt.
[0010] Weitere Verbesserungen der Drehmomentüberwachung werden dadurch erreicht, daß aus
einem Referenz-Zündwirzkelsignal und einem Istzündwinkelsignal und/oder einem Abgasrückführungs-Offsetsignal
und/oder einem vom Lambda-Signal abhängigen Differenz-Zündwinkelsignal ein Korrektur-Zündwinkelsignal
gebildet wird, das in Form eines Korrekturfaktors multiplikativ auf den Referenz-Drehmomentwert
einwirkt. Da der optimale Zündwinkel im Bereich von Lambda-Werten zwischen 1 und 1,4
von dem bei einem Lambda-Wert von 1 abweicht, erhöht diese zusätzliche entsprechende
Korrektur die Genauigkeit der Drehmomentüberwachung im Homogen-Mager-Betrieb erheblich.
[0011] Das Korrektur-Zündwinkelsignal wird zweckmäßigerweise mittels einer Funktionsstufe
oder eines Kennfelds in den Korrekturfaktor umgewandelt.
[0012] Das Referenz-Zündwinkelsignal wird in einfacher Weise aus dem Drehzahlsignal und
dem Luftmassensignal mittels eines Kennfelds gebildet.
[0013] Im geschichteten Betrieb ist das vom Motor abgegebene Drehmoment fast ausschließlich
von der Drehzahl und der Kraftstoffmasse abhängig. Der Zündwinkel ist im geschichteten
Betrieb nahezu fest an die Kraftstoffmasse gebunden und spielt daher keine wesentlichen
Rolle bei einer Überwachungsfunktion. Besonders vorteilhaft erfolgt daher eine Drehmomentüberwachung
im geschichteten Betrieb mit einem Verfahren, das die Merkmale des Anspruchs 7 aufweist.
Das abgegebene Motordrehmoment, also der Referenz-Drehmomentwert wird dann vorzugsweise
über ein Kennfeld in Abhängigkeit der Drehzahl und der zugeführten Kraftstoffmasse
ermittelt.
[0014] Da sich die Verfahren zur Drehmomentüberwachung für den Homogen-Mager-Betrieb und
den geschichteten Betrieb wesentlich unterscheiden, ist in vorteilhafter Weise eine
als Funktionsstufe oder Kennfeld ausgebildete Erkennungsstufe für diese Betriebsarten
vorgesehen, wobei durch diese Erkennungsstufe eine Umschaltung zwischen den jeweils
zugeordneten Vergleichsverfahren für diese Betriebsarten erfolgt. Besonders geeignet
ist hierbei ein Umschaltkennfeld mit Toleranzband, ab dem der geschichtete Betrieb
zulässig ist.
[0015] Der vom Fahrer vorgegebene Drehmomentwert wird zweckmäßigerweise in Abhängigkeit
der Fahrpedalstellung ebenfalls mittels eines Kennfelds oder einer Funktionsstufe
ermittelt.
[0016] Eine besonders vorteilhafte Ausbildung des erfindungsgemäßen Verfahren besteht in
einer Plausibilitätsüberprüfung des Lambda-Istwerts im Homogen-Mager-Betrieb bzw.
der Soll-Kraftstoffmasse im geschichteten Betrieb. Hierbei soll eine defekte Lambda-Sonde
bzw. eine fehlerhafte Bestimmung der Soll-Kraftstoffmasse erkannt werden. Bei einer
vorgebbaren Überschreitung der zu überwachenden Größe (Lambda-Wert bzw. Soll-Kraftstoffmassenwert)
über die entsprechende ermittelte Kennfeldgröße hinaus wird erfindungsgemäß der jeweilige
Betriebszustand gesperrt bzw. verhindert.
[0017] Im Homogen-Mager-Betrieb wird ein Lambda-Sollwert als Vergleichsgröße aus dem Luftmassenwert
und dem Kraftstoffmassenwert in vorteilhafter Weise über ein Kennfeld ermittelt. Entsprechend
wird im geschichteten Betrieb ein Ist-Kraftstoffmassenwert als Vergleichsgröße aus
dem Lambda-Istwert und dem Luftmassenwert über ein Kennfeld ermittelt. Da die Kraftstoffmasse,
die zur Berechnung des Drehmoments dient, bei einer Sicherheitsüberwachung plausibilisiert
werden muß, muß auch hier, wie beim Lambda-Signal, eine geeignete Überwachung der
tatsächlich eingespritzten Kraftstoffmasse durchgeführt werden. Hierbei wird analog
zur Lösung beim Homogen-Mager-Betrieb die Lambda-Sonde zur Überwachung des Luft/Kraftsoff-Gemischs
herangezogen. Es wird hierbei umgekehrt das Verhältnis Lambda-Istwert zur zugeführten
Luftmasse gebildet und die sich ergebende Kraftstoffmasse ermittelt und mit der Soll-Kraftstoffmasse
verglichen. Bei einer Abweichung nach oben, also wenn mehr Kraftstoff eingespritzt
wird als vorgegeben, wird der geschichtete Betrieb gesperrt. Dasselbe gilt für Lambda-Sondenfehler.
Die Umschaltung zwischen den beiden Arten der Plausibilitätsüberprüfung für die beiden
Betriebsarten kann wiederum zweckmäßigerweise anhand eines Umschaltkennfelds erfolgen.
[0018] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- ein Blockschaltbild zur Erläuterung des Verfahrens zur Drehmomentüberwachung bei Otto-Motoren
in Kraftfahrzeugen für den Homogen-Mager-Betrieb und den geschichteten Betrieb als
Ausführungsbeispiel er Erfindung und
- Figur 2
- ein Blockschaltbild zur Erläuterung der Plausibilitätsüberprüfung.
[0019] Das in Figur 1 als Blockschaltbild dargestellte Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung
zur Drehmomentüberwachung bei Otto-Motoren in Kraftfahrzeugen wird im Kraftfahrzeug
mit Hilfe eines Mikrorechners realisiert, beispielsweise einem ohnehin in einer zentralen
Motorsteuerung vorhandenen Mikrorechner. Dieser besitzt in üblicher Weise Arbeite-
und Festwertspeicher, in denen Kennfelder abgelegt werden können, die im folgenden
lediglich als Kennfelder bezeichnet werden.
[0020] Die Luftmasse L wird mittels eines üblichen Luftmassensensors oder Drucksensors im
Ansaugkanal erfaßt. Zur Erfassung der Motordrehzahl n wird ein üblicher Drehzahlsensor
verwendet. Zur Abgasrückführung AGR ist entweder ein steuerbares Ventil in einer Abgasrückführungsleitung
vorgesehen oder die Abgasrückführung erfolgt druck- bzw. unterdruckgesteuert. In jedem
Falle liegt ein Abgasrückführungssignal AGR vor, das den Abgasrückführvorgang kennzeichnet.
Der Ist-Zündwinkel Zw
ist wird üblicherweise durch ein Zündsteuergerät erzeugt und wird aufgrund von Rechengrößen
ermittelt. Der Lambda-Istwert λ
ist wird von einem üblichen Lambda-Sensor bzw. einer Lambda-Sonde erzeugt. Die dem Otto-Motor
zugeführte Kraftstoffmasse K wird vom Fahrerwunsch, also von der Stellung des Fahrpedals
mittels Rechenvorgängen oder Kennfeldern abgeleitet.
[0021] Zunächst wird in einem Kennfeld 10 in Abhängigkeit der anliegenden Luftmasse bzw.
des anliegenden Luftmassenstroms L und der Motordrehzahl n ein Referenz-Drehmoment
M
0 gebildet, also ein Drehmoment, das bei Lambda = 1 und einem optimalen Zündwinkel
ZW
0 vorliegen würde. Aus denselben Eingangsgrößen L und n wird dann in einem zweiten
Kennfeld 11 ein Referenzzündwinkel ZW
0 gebildet, der den optimalen Zündwinkel darstellt. Dieser optimale Zündwinkel ZW
0 wird in einer Addierstufe 12 mit einem Offsetsignal zur Berücksichtigung der Abgasrückführung
AGR und einem vom Lambda-Istwert λ
ist abhängigen Korrekturzündwinkel ΔZW(λ) verknüpft. Dieser Korrekturzündwinkel ΔZW(λ)
wird in Abhängigkeit des Lambda-Signals λ
ist mittels einer Funktionsstufe 13 bzw. Funktionsverknüpfung gebildet, wobei hier auch
ein Kennfeld verwendet werden könnte. Das so am Ausgang der Addierstufe 12 gebildete
korrigierte Zündwinkelsignal wird in einer Vergleichsstufe 14 mit dem Ist-Zündwinkelsignal
ZW
ist verglichen, so daß am Ausgang ein Differenzzündwinkelsignal ΔZW entsteht, sofern
das Ist-Zündwinkel-signal von dem korrigierten errechneten Zündwinkelsignal abweicht.
Aus diesem Differenzzündwinkelsignal ΔZW wird in einer Funktionsstufe 15 (oder einem
Kennfeld) ein Zündwinkelwirkungsgrad gebildet, der in einer Multiplizierstufe 16 multiplikativ
mit dem Referenz-Drehmoment M
0 verknüpft wird.
[0022] Aus dem Lambda-Istwert λ
ist wird zusätzlich mittels einer Funktionsstufe 17, die auch ein Kennfeld sein könnte,
ein Lambda-abhängiges Wirkungsgradsignal gebildet, das in einer Multiplizierstufe
18 multiplikativ mit dem bereits durch die Multiplizierstufe 16 erstmals multiplikativ
korrigierten Referenz-Drehmoment M
0 verknüpft wird.
[0023] Das so in Abhängigkeit der Abgasrückführung AGR, des Ist-Zündwinkels ZW
ist und des Lambda-Istwerts λ
ist korrigierte Referenz-Drehmoment M
0 stellt nun das optimierte Referenz-Drehmoment für den Homogen-Mager-Betrieb des Otto-Motors
dar, insbesondere des Otto-Motors mit Direkteinspritzung. Im Homogen-Mager-Betrieb
befindet sich ein Betriebs-Umschalter 19 in der gegenüber der Darstellung gemäß Figur
1 entgegengesetzten Schaltstellung, so daß dieses korrigierte Referenz-Drehmoment
M
0 an einer Vergleichsstufe 20 anliegt, an dessen Vergleichseingang ein maximales Fahrerwunsch-Drehmoment
M
max anliegt. Dieses wird in Abhängigkeit der Fahrpedalstellung eines Fahrpedals 21 mittels
eines Kennfelds 22 ermittelt.
[0024] In einer der Vergleichsstufe 20 nachgeschalteten Schaltstufe 23 wird geprüft, ob
das ermittelte und korrigierte Referenz-Drehmoment M
0 das maximale Fahrerwunsch-Drehmoment M
max übersteigt bzw. um einen vorgebbaren Betrag oder Faktor übersteigt. Wenn dies der
Fall sein sollte, so muß ein Betriebsfehler vorliegen und es werden Fehlerreaktionen
wie z.B. eine Sicherheitskraftstoffabschaltung oder das Abschalten der Drosselklappenendstufen
ausgelöst, um das Drehmoment zu verringern.
[0025] Im geschichteten Betrieb (Lambda wesentlich größer als 1,4) ist das vom Otto-Motor
abgegebene Drehmoment fast ausschließlich von der Drehzahl und der Kraftstoffmasse
abhängig. Der Zündwinkel ist im geschichteten Betrieb nahezu fest an die Kraftstoffmasse
gebunden und spielt daher keine wesentliche Rolle bei der Überwachungsfunktion. Über
ein Erkennungs-Kennfeld 24 für die jeweilige Betriebsart wird der Betriebs-Umschalter
19 betätigt und für den geschichteten Betrieb in die in Figur 1 dargestellte Schaltstellung
gelegt. In Abhängigkeit der Kraftstoffmasse K und der Drehzahl n wird mittels eines
Kennfelds 25 das Referenz-Drehmoment M
g für den geschichteten Betrieb ermittelt und der Vergleichsstufe 20 zugeführt. Auch
für den geschichteten Betrieb erfolgt dann ein entsprechender Vergleich mit dem maximalen
Fahrerwunsch-Drehmoment M
max und es werden drehmomentreduzierende Maßnahmen eingeleitet, wenn M
g den Wert M
max um einen vorgebbaren Faktor oder Wert übersteigt.
[0026] Gemäß Figur 2 erfolgt noch eine Sicherheitsüberwachung bzw. Plausibilitätsüberprüfung
dahingehend, ob der Lambda-Istwert der Lambda-Sonde im Homogen-Mager-Betrieb in Ordnung
ist bzw. ob die ermittelte Soll-Kraftstoffmasse für den geschichteten Betrieb korrekt
bzw. plausibel ist.
[0027] Hierzu wird zunächst für den Homogen-Mager-Betrieb ein Lambda-Sollwert λ
soll mittels eines Kennfelds 26 anhand der zugeführten Größen Luftmasse bzw. Luftmassenstrom
L und zugeführter Kraftstoffmasse K ermittelt. Dieser Wert λ
soll wird nun in einer Vergleichsstufe 27 mit dem Wert λ
ist verglichen. Über einen Betriebs-Umschalter 28, der in Abhängigkeit eines Erkennungskennfelds
29 abschaltbar ist, wird nun der Ausgang der Vergleichsstufe 27 einer Schaltstufe
30 zugeführt. Solange λ
ist größer als λ
soll ist, erfolgt seitens der Schaltstufe 30 keine Reaktion, d.h., ein solcher Zustand
wird als ordnungsgemäß angesehen. Wird jedoch λ
ist kleiner als λ
soll (um einen vorgebbaren Betrag oder Faktor) so wird ein Fehler erkannt, der angezeigt
werden kann, wobei alternativ oder zusätzlich auch beispielsweise der Homogen-Mager-Betrieb
gesperrt werden kann.
[0028] Das Erkennungskennfeld 29 erfüllt dieselbe Funktion wie das Erkennungskennfeld 24,
so daß für beide Betriebs-Umschalter 19, 28 auch das gleiche Erkennungskennfeld verwendet
werden kann.
[0029] Da im geschichteten Betrieb die Kraftstoffmasse zur Berechnung des Drehmoments M
g dient, muß hier bei der Sicherheitsüberwachung bzw. Plausibilitätsüberprüfung diese
Kraftstoffmasse plausibilisiert werden. Hier werden zur Ermittlung der zugeführten
Ist-Kraftstoffmasse anhand eines Kennfelds 31 die zugeführten Größen λ
ist und Luftmasse bzw. Luftmassenstrom L verwendet. Diese Ist-Kraftstoffmasse K
ist wird nun in einer Vergleichsstufe 32 mit der Soll-Kraftstoffmasse K
soll verglichen. Mittels des Betriebs-Umschalters 28 und der Schaltstufe 30 wird nun wiederum
geprüft, ob K
soll größer als K
ist ist. In diesem Falle erfolgt keinerlei Eingriff und die Werte werden als ordnungsgemäß
angesehen. Im anderen Falle, d.h. K
ist wird größer als K
soll, wird der geschichtete Betrieb gesperrt.
[0030] Da die Überwachung nur bei betriebsbereiter Sonde durchgeführt werden kann, wird
der geschichtete Betrieb nur in diesem Falle freigegeben. Dies ist konsistent zu einem
Betriebsbereich der Ladungsschichtung hinsichtlich Kaltstart, da im Kaltstart auch
bei Otto-Motoren mit Direkteinspritzung ein Lambdawert von 1 vorliegt.
[0031] In Ergänzung oder Abwandlung der beschriebenen Plausibilitätsüberwachung können noch
Zeitfilter und Totzeiten für die Meßfühler vorgesehen werden, um entsprechende Fehler
auszuschließen.
1. Verfahren zur Drehmomentüberwachung bei Otto-Motoren in Kräftfahrzeugen, bei dem aus
der Drehzahl (n) des Otto-Motors und der zugeführten Luftmasse (L) ein Referenz-Drehmomentwert
(Mo) abgeleitet wird und dieser Referenz-Drehmomentwert Mo im Homogen-Mager-Betrieb (Lambda = 1 bis 1,4) durch ein von einem Signal (λist) einer Lambda-Sonde abgeleiteten Signal korrigiert und dann mit einem vom Fahrer
vorgegebenen Drehmomentwert Mmax verglichen wird, wobei drehmomentabsenkende Eingriffe in die Motorsteuerung dann
vorgenommen werden, wenn der korrigierte Referenz-Drehmomentwert den vom Fahrer vorgegebenen
Drehmomentwert Mmax um einen vorgebbaren Faktor oder Wert übersteigt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Signal (λist) der Lambda-Sonde mittels einer Funktionsstufe (17) oder eines Kennfelds in ein Korrektursignal
umgewandelt wird und dieses multiplikativ auf den Referenz-Drehmomentwert M0 einwirkt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß aus einem Referenzzündwinkelsignal
(ZW0) und einem Ist-Zündwinkelsignal (ZWist) und/oder einem Abgasrückführungs-Qffsetsignal (AGR) und/oder einem vom Lambda-Signal
abhängigen Differenz-Zündwinkelsignal (ΔZW(λ)) ein Korrektur-Zündwinkelsignal (ΔZW)
gebildet wird, das in Form eines Korrekturfaktors multiplikativ auf den Referenz-Drehmomentwert
(M0) einwirkt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Signale zum Korrektur-Zündwinkelsignal
(ΔZW) additiv und/oder subtraktiv miteinander verknüpft werden.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Korrektur-Zündwinkelsignal
(ΔZW) mittels einer Funktionsstufe (15) oder eines Kennfelds in den Korrekturfaktor
umgewandelt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Referenz-Zündwinkelsignal
(ZW0) aus dem Drehzahlsignal (n) und dem Luftmassensignal (L) mittels eines Kennfelds
(11) gebildet wird.
7. Verfahren insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche zur Drehmomentüberwachung
bei Otto-Motoren in Kraftfahrzeugen, bei dem aus der Drehzahl (n) des Otto-Motors
und der zugeführten Kraftstoffmasse (K) ein Referenz-Drehmomentwert (Mg) abgeleitet wird und dieser Referenz-Drehmomentwert (Mg) im geschichteten Betrieb des Otto-Motors (λ >> als 1,4) mit einem vom Fahrer vorgegebenen
Drehmomentwert(Mmax) verglichen wird, wobei drehmomentabsenkende Eingriffe in die Motorsteuerung dann
vorgenommen werden, wenn der Referenz-Drehmomentwert (Mg) den vom Fahrer vorgegebenen Drehmomentwert (Mmax) um einen vorgebbaren Faktor oder Wert übersteigt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine als Funktionsstufe oder
Kennfeld (24) ausgebildete Erkennungsstufe für den geschichteten Betrieb und/oder
Homogen-Mager-Betrieb vorgesehen ist, und daß durch diese Erkennungsstufe (24) eine
Umschaltung zwischen dem jeweils zugeordneten Vergleichsverfahren für diese Betriebsarten
erfolgt.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Referenz-Drehmomentwert (M0, Mg) über ein Kennfeld (10, 25) ermittelt wird.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
vom Fahrer vorgegebene Drehmomentwert (Mmax) in Abhängigkeit der Fahrpedalstellung mittels eines Kennfelds (22) oder einer Funktionsstufe
ermittelt wird.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur
Sicherheitsüberwachung des Lambda-Istwerts (λist) im Homogen-Mager-Betrieb und/oder der Soll-Kraftstoffmasse (Ksoll) im geschichteten Betrieb wenigstens eine Plausibilitätsüberprüfung stattfindet,
bei der diese Größen mit über wenigstens ein Kennfeld (26, 31) aus anderen Größen
(L, K bzw. L, λist) ermittelten entsprechenden Größen (λsoll, Kist) verglichen werden, wobei ab einer vorgebbaren Überschreitung der zu überwachenden
Größen über die entsprechenden Kennfeldgrößen der jeweilige Betriebszustand (Homogen-Mager-Betrieb,
geschichteter Betrieb) gesperrt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß im Homogen-Mager-Betrieb ein
Lambda-Sollwert (λsoll) als Vergleichsgröße aus dem Luftmassenwert (L) und dem Kraftstoffmassenwert (K)
über ein Kennfeld (26) ermittelt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß im geschichteten Betrieb
ein Ist-Kraftstoffmassenwert (Kist) als Vergleichsgröße aus dem Lambda-Istwert (λist) und dem Luftmassenwert (L) über ein Kennfeld (31) ermittelt wird.