| (19) |
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(11) |
EP 1 046 436 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.10.2005 Patentblatt 2005/40 |
| (22) |
Anmeldetag: 10.04.2000 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B21B 43/02 |
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Kühlverfahren für Walzgut und hiermit korrespondierendes Kühlbett
Cooling method and cooling bed for rolled products
Procédé et lit de refroidissement pour produits laminés
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Priorität: |
20.04.1999 DE 19917725
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.10.2000 Patentblatt 2000/43 |
| (73) |
Patentinhaber: SMS Demag AG |
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40237 Düsseldorf (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Stodt, Rolf
41564 Kaarst (DE)
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| (74) |
Vertreter: Valentin, Ekkehard et al |
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Patentanwälte
Hemmerich, Valentin, Gihske, Grosse,
Hammerstrasse 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
GB-A- 1 133 969 SU-A- 1 187 341
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GB-A- 1 139 633 US-A- 3 648 996
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 010, no. 120 (C-343), 6. Mai 1986 (1986-05-06) -& JP
60 245719 A (KAWASAKI SEITETSU KK), 5. Dezember 1985 (1985-12-05)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kühlverfahren für Walzgut in einem Kühlbett,
wobei das Walzgut eine Walzgutlängsache aufweist und während des Kühlens quer zur
Walzgutlängsachse transportiert wird, wobei zum Kühlen des Walzguts Wasser mit einem
Arbeitsdruck auf das Walzgut aufgebracht wird, sowie ein Kühlbett nach dem Oberbegriff
des Patentanspruches 6.
[0002] Ein derartiges Kühlverfahren und das korrespondierende Kühlbett sind z. B. aus der
DE 1 602 169 A bekannt.
[0003] Zum Kühlen von Walzgut in einem Kühlbett werden im wesentlichen zwei Verfahren angewendet,
nämlich entweder die reine Luftkühlung oder die Wasserkühlung.
[0004] Die Luftkühlung ist relativ ineffektiv und erfordert eine relativ große Baubreite
des Kühlbetts. Sie ist auch aufwendig. Ferner muß, um eine gleichmäßige Kühlung zu
gewährleisten, das Walzgut während des Transports quer zur Walzgutlängsachse um seine
Walzgutlängsachse gedreht werden, teilweise sogar senkrecht stehend abgestellt und
später wieder abgelegt werden.
[0005] Bei der Wasserkühlung wird im Regelfall Wasser aus Spritzdüsen von unten und/oder
oben auf das Walzgut gespritzt. Dieses Verfahren kann aber nur im hinteren Teil des
Kühlbetts eingesetzt werden, weil nur dort die grobe Wasserkühlung keine Produktschädigung
hervorruft. Darüber hinaus muß das noch nasse Walzgut vor dem Einlaufen in eine dem
Kühlbett nachgeordnete Richtmaschine getrocknet werden.
[0006] Aus der JP 6024579 A ist ein zwischen einem Zuführrollgang und einem Abführrollgang
angeordnetes Kühlbett bekannt. Dieses ist als Hubbalkenförderer ausgebildet und weist
in diesem Bereich zahlreiche Sprühdüsen auf, die ein Kühlmittel von oben auf das zu
kühlende Material (Rohre) aufbringen.
[0007] Auch durch die SU 1187341 A ist ein Kühlbett bekanntgeworden, bei dem von unten gegen
das auf Kühlbettrollen weitergeförderte zu kühlende Material gerichtete Düsen vorgesehen
sind.
[0008] Bei einem aus der US 3.648.996 A bekannten Kühlbett sind sowohl von oben als auch
von unten senkrecht gegen das Kühlgut gerichtete Wasserdüsen angeordnet.
[0009] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Kühlverfahren mit Wasserkühlung
und ein Kühlbett zu schaffen, bei dem die Produktqualität erhalten bleibt und die
Baubreite des Kühlbetts klein gehalten werden kann.
[0010] Die Aufgabe wird für das Kühlverfahren der eingangs genannten Art dadurch gelöst,
daß das Walzgut in einem Anfangsabschnitt des Kühlbetts nur luftgekühlt wird, sodann
in einem Mittelabschnitt des Kühlbetts mit einer Mittelabschnittbreite durch Versprühen
einer Wassermenge auf das Walzgut sprühnebelgekühlt wird und schließlich in einem
Endabschnitt des Kühlbetts luftgetrocknet und luftgekühlt wird.
[0011] Des weiteren wird die Aufgabe bei einem Kühlbett der eingangs genannten Art dadurch
gelöst, daß das Kühlbett quer zur Walzgutlängsachse in einen Anfangsabschnitt, einen
Mittelabschnitt mit einer Mittelabschnittbreite und einen Endabschnitt unterteilt
ist, wobei der Anfangsabschnitt von dem Walzgut zuerst und der Endabschnitt von dem
Walzgut zuletzt durchlaufen wird, daß die Wasserverteilungsvorrichtung im Mittelabschnitt
angeordnet ist und daß die Wasserverteilungsvorrichtung als Sprühvorrichtung zum Erzeugen
eines Sprühnebels ausgebildet ist.
[0012] Der Begriff "Sprühnebel" bedeutet dabei, daß das Wasser nicht als Strahl auf das
Walzgut auftrifft, sondern daß eine nebelartige Feinstversprühung vorgenommen wird.
Die Feinstversprühung kann durch entsprechende Sprühdüsen mit oder ohne Druckluft
erreicht werden.
[0013] Wenn die Mittelabschnittsbreite und / oder die Wassermenge und / oder der Arbeitsdruck
einstellbar ist, ist die Kühlungsintensität einstellbar.
[0014] Wenn die Wassermenge nur von unten auf das Walzgut gesprüht wird, bleibt die freie
Zugänglichkeit des Kühlbettes von oben erhalten. Eventuell überschüssige Wassermengen
können dabei durch die entstehende Thermik nach oben abgeführt werden.
[0015] Aufgrund des erfindungsgemäßen Kühlverfahrens ergibt sich eine sanfte Kühlung des
Walzguts. Es erfolgt auch ein Temperaturausgleich innerhalb des Walzguts, insbesondere
zwischen der gekühlten Unterseite des Walzguts und den oberen Bereich des Walzguts.
Auch kann die Kühlung in einem höheren Temperaturbereich als bei einer Spritzwasserkühlung
erfolgen. Die Restwärme des Walzguts kann zum Abtrocknen des Walzguts im Endabschnitt
genutzt werden. Es ist nicht mehr erforderlich, das Walzgut während des Transports
quer zur Walzgutlängsachse um seine Walzgutlängsachse zu drehen bzw. aufzustellen.
[0016] Wenn das Walzgut mittels eines Hubbalkens quer zur Walzgutlängsachse transportiert
wird, arbeitet das Kühlverfahren besonders zuverlässig. Insbesondere ist das Kühlbett
dann auch robust ausgebildet und weist eine lange Lebensdauer auf. Es sind aber auch
andere Ausgestaltungen der Transportvorrichtung, z. B. als Hubrechen oder als Transportkette,
möglich.
[0017] Das Kühlverfahren ist bei verschiedenen Walzgutabmessungen einsetzbar. Vorzugsweise
aber ist das Walzgut ein mittelschweres oder ein schweres Stahlprofil.
[0018] Weitere Vorteile und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit den Zeichnungen. Dabei zeigen in Prinzipdarstellung
- Figur 1
- ein Kühlbett für Walzgut von oben und
- Figur 2
- das Kühlbett von Figur 1 im Schnitt längs der Linie II-II in Figur 1.
[0019] Gemäß Figur 1 weist ein Kühlbett einen Einlaufrollgang 1 auf. Über den Einlaufrollgang
1 ist ein Walzgut 2 mit einer Walzgutlängsachse 3 in das Kühlbett einfahrbar. Das
Walzgut 2 wird von einer Transportvorrichtung 4 übernommen und damit quer zur Walzgutlängsachse
3 zu einem Auslaufrollgang 5 gefördert. Der Auslaufrollgang 5 fördert das Walzgut
2 dann aus dem Kühlbett aus.
[0020] Der obenstehend beschriebene prinzipielle Aufbau des Kühlbetts kann selbstverständlich
variiert werden. Beilspielsweise können anstelle der Rollgänge 1, 5 auch andere Ein-
bzw. Ausfördervorrichtungen eingesetzt werden.
[0021] Gemäß Ausführungsbeispiel ist die Transportvorrichtung 4 als durchgehender Hubbalken
4 ausgebildet. Der Hubbalken 4 könnte aber auch in mehrere Hubbalkenabschnitte unterteilt
sein. Es ist auch möglich, das Walzgut 2 mittels einer anderen Transportvorrichtung
4 als einem Hubbalken 4 querzufördern. Beispielsweise könnte die Transportvorrichtung
4 als Hubrechen oder Kette ausgebildet sein. Auch Mischformen, z. B. Hubbalken in
einem ersten Querförderabschnitt und Transportkette in einem zweiten Förderabschnitt,
sind möglich. Ein Querfördern ausschließlich durch Hubbalken ist aber vorzuziehen.
[0022] Während des Querförderns durchläuft das Walzgut 2 zunächst einen Anfangsabschnitt
6, dann einen Mittelabschnitt 7 und schließlich einen Endabschnitt 9 des Kühlbetts.
[0023] Im Anfangsabschnitt 6 ist das Walzgut 2 noch sehr heiß. Es wird dort nur luftgekühlt.
Aufgrund der hohen Temperatur des Walzguts 2 ist diese Art der Kühlung auch effektiv.
[0024] Im Mittelabschnitt 7 ist eine Wasserverteilungsvorrichtung 9 angeordnet, mittels
derer eine Wassermenge M mit einem Arbeitsdruck auf das Walzgut 2 aufgebracht wird.
Die Wasserverteilungsvorrichtung 9 ist als Sprühvorrichtung 9 zum Erzeugen eines Sprühnebels
ausgebildet. Das Walzgut 2 wird also im Mittelabschnitt 7 durch das Versprühen einer
Wassermenge M sprühnebelgekühlt. Somit wird das Walzgut 2 in einem Temperaturbereich,
der materialgefügeunschädlich ist, verstärkt gekühlt.
[0025] Im Endabschnitt 8 wird das Walzgut 2 wieder nur luftgekühlt. Dabei wird es aufgrund
seiner Restwärme gleichzeitig auch luftgetrocknet. Ferner findet ein Temperaturausgleich
innerhalb des Walzguts 2 statt. Der Temperaturausgleich ist insbesondere für ein späteres
Richten des Walzguts 2 vorteilhaft.
[0026] Gemäß Figur 1 weist die Wasserverteilungsvorrichtung 9 mehrere - gemäß Ausführungsbeispiel
drei - Reihen 10 von Sprühdüsen 11 auf. Die Reihen 10 sind über Absperrschieber 12
(einzeln) zu- bzw. abschaltbar. Die Absperrschieber 12 bilden also eine Breiteneinstellvorrichtung
12, mittels derer die wirksame Breite des Mittelabschnitts 7 einstellbar ist. Aufgrund
der Zuschaltbarkeit der einzelnen Reihen 10 ist gewährleistet, daß - innerhalb der
Auslegungsgrenzen des Kühlbetts - auch das größtmögliche Walzgut 2 auf eine Richttemperatur
von z. B. 100° C abkühlbar ist. Gegebenenfalls kann die wirksame Länge der Reihen
10 durch innerhalb der Reihen 10 angeordnete weitere Absperrschieber variiert werden.
Die weiteren Absperrschieber sind in Figur 1 der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt.
[0027] Die Wasserverteilungsvorrichtung 9 wird über eine Pumpe 13 aus einem Tank 14 gespeist.
Zwischen der Pumpe 13 und dem Tank 14 ist ein Durchflußmesser 15 angeordnet, dessen
Ausgangssignal einen Regler 16 zugeführt wird. Der Regler 16 steuert die Pumpe 13
dann derart an, daß eine vom Durchflußmesser 15 erfaßte Ist-Wassermenge M auf eine
zuzuführende Wassermenge M* eingestellt wird. Die Pumpe 13, der Durchflußmesser 15
und der Regler 16 bilden also eine Wassermengeneinstellvorrichtung 13, 15, 16, mittels
derer die Wassermenge M einstellbar ist. Alternativ oder zusätzlich könnte auch der
Arbeitsdruck erfaßt werden, mit dem die Pumpe 13 die Ist-Wassermenge M fördert. In
diesem Fall würde statt der Wassermenge M bzw. M* der Arbeitsdruck geregelt.
[0028] Gemäß Figur 2 sind die Sprühdüsen 11 der Wasserverteilungsvorrichtung 9 ausschließlich
unterhalb des Walzguts 2 angeordnet. Die Wassermenge M wird also nur von unten auf
das Walzgut 2 gesprüht. Die Sprühdüsen 11 sind dabei derart ausgebildet, daß sie die
ihnen zugeführte Wassermenge M in feinste Wassertröpfchen zerstäuben. Die Wassermenge
M wird also nicht auf das Walzgut 2 aufgespritzt, sondern in der Luft auf das Walzgut
2 zu zerstäubt. Danach zieht es als Wasser-LuftGemisch = Sprühnebel aufgrund der durch
die Pfeile in Figur 2 angedeuteten Wärmekonvektion nach oben am Walzgut 2 vorbei.
[0029] Aufgrund der milden Kühlung von unten mit nachfließender Wärme aus dem Walzgut 2
und entsprechendem Temperaturausgleich kann das Walzgut 2 quer zur Walzgutlängsachse
3 transportiert werden, ohne es um seine Walzgutlängsachse 3 drehen zu müssen. Vorrichtungen
zum Drehen des Walzguts 2 um seine Walzgutlängsachse 3 (Aufstell- und Niederlegevorrichtungen)
können also entfallen.
[0030] Aufgrund der Wassertröpfchenkühlung kann das Kühlbett quer zur Walzgutlängsachse
3 erheblich kleiner gebaut werden als mit reiner Luftkühlung. Aufgrund der Kühlung
durch feinste Wassertröpfchen erfolgt eine sehr gleichmäßige Kühlung des Walzguts
2, welche die Qualität des Walzguts 2 nicht beeinträchtigt und auch dazu führt, daß
sich das Walzgut 2 nicht verzieht. Wassertröpfchen geeigneter Tröpfchengröße können
beispielsweise dadurch erzeugt werden, daß die Sprühdüsen 11 als sogenannte Hohlkegeldüsen
ausgebildet sind oder Druckluft zur Wasserzerstäubung eingesetzt wird.
[0031] Das erfindungsgemäße Kühlverfahren und das hiermit korrespondierende Kühlbett sind
bei Walzgütern 2 der verschiedensten Abmessungen einsetzbar. Besonders vorteilhaft
ist es aber, wenn das Walzgut 2 ein mittelschweres oder ein schweres Stahlprofil ist,
das Kühlbett also dementsprechend ausgebildet ist. Unter einem mittelschweren Stahlprofil
wird dabei ein Stahlprofil mit einer Kantenlänge a verstanden, die - je nach Definition
- 60, 70, 80, 90 oder 100 mm beträgt. Ab einer Kantenlänge a von 400, 450, 500, 550
oder 600 mm - wieder je nach Definition - spricht man von einem schweren Stahlprofil.
Das Profil ist beliebig. Beispielhaft werden T-, I- bzw. Doppel-T-, U-, X- und Schienenprofile
genannt.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 1, 5
- Rollgänge
- 2
- Walzgut
- 3
- Walzgutlängsachse
- 4
- Transportvorrichtung/Hubbalken
- 6 - 8
- Abschnitte
- 9
- Wasserverteilungsvorrichtung/Sprühvorrichtung
- 10
- Reihen
- 11
- Sprühdüsen
- 12
- Absperrschieber
- 13
- Pumpe
- 14
- Tank
- 15
- Durchflußmesser
- 16
- Regler
- a
- Kantenlänge
- M, M*
- Wassermengen
1. Kühlverfahren für Walzgut (2) in einem Kühlbett, wobei das Walzgut (2) eine Walzgutlängsachse
(3) aufweist und während des Kühlens quer zur Walzgutlängsachse (3) transportiert
wird, wobei zum Kühlen des Walzguts (2) Wasser mit einem Arbeitsdruck auf das Walzgut
(2) aufgebracht wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Walzgut (2) in einem Anfangsabschnitt (6) des Kühlhbetts nur luftgekühlt wird,
sodann in einem Mittelabschnitt (7) des Kühlbetts mit einer Mittelabschnittbreite
durch Versprühen einer Wassermenge M auf das Walzgut (2) sprühnebelgekühlt wird und
schließlich in einem Endabschnitt (8) des Kühlbetts luftgetrocknet und luftgekühlt
wird.
2. Kühlverfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mittelabschnittbreite und/oder die Wassermenge M und/oder der Arbeitsdruck über
das Zu- und Abschalten von Reihen (10) von Sprühdüsen (11) mittels Absperrmitteln
(12) eingestellt werden.
3. Kühlverfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wassermenge M nur von unten auf das Walzgut (2) gesprüht wird.
4. Kühlverfahren nach einem der obigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Walzgut (2) während des Transports quer zur Walzgutlängsachse (3) nicht um die
Walzgutlängsachse (3) gedreht wird.
5. Kühlverfahren nach einem der obigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Walzgut (2) mittels eines Hubbalkens (4) quer zur Walzgutlängsachse (3) transportiert
wird.
6. Kühlbett für Walzgut (2), das eine Walzgutlängsachse (3) aufweist, mit einer Transportvorrichtung
(4) zum Transportieren des Walzguts (2) quer zur Walzgutlängsachse (3) und mit einer
Wasserverteilungsvorrichtung (9) zum Aufbringen einer Wassermenge M mit einem Arbeitsdruck
auf das Walzgut,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Kühlbett quer zur Walzgutlängsachse (3) in einen Anfangsabschnitt (6), einen
Mittelabschnitt (7) mit einer Mittelabschnittbreite und einen Endabschnitt (8) unterteilt
ist, wobei der Anfangsabschnitt (6) von dem Walzgut (2) zuerst und der Endabschnitt
(8) von dem Walzgut (2) zuletzt durchlaufen wird, daß die Wasserverteilungsvorrichtung
(9) im Mittelabschnitt (7) angeordnet ist und daß die Wasserverteilungsvorrichtung
(9) als Sprühvorrichtung (9) zum Erzeugen eines Sprühnebels ausgebildet ist.
7. Kühlbett nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Sprühvorrichtung (9) eine Breiteneinstellvorrichtung (12) zum Einstellen der
und/oder eine Wassermengeneinstellvorrichtung (13, 15, 16) zum Einstellen der zu versprühenden
Wassermengen M* und/oder eine Wasserdruckeinstellvorrichtung (13, 15, 16) zum Einstellen
des Arbeitsdrucks in Form von mittels Absperrschiebern (12) zu- und abschaltbaren
Reihen (10) von Sprühdüsen (11) zugeordnet ist.
8. Kühlbett nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sprühvorrichtung (9) unterhalb des Walzguts (2) angeordnet ist.
9. Kühlbett nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß es keine Vorrichtung zum Drehen des Walzguts (2) um die Walzgutlängsachse (3) während
des Transports quer zur Walzgutlängsachse (3) aufweist.
10. Kühlbett nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Transportvorrichtung (4) als Hubbalken (4) ausgebildet ist.
1. A method for cooling rolling material (2) in a cooling bed, wherein the rolling material
(2) has a rolling material longitudinal axis (3) and is transported transversely to
the rolling material longitudinal axis (3) during the cooling process, wherein water
is applied to the rolling material (2) with a working pressure to cool the rolling
material,
characterised in that
the rolling material (2) is air-cooled only in a first section (6) of the cooling
bed, is cooled immediately thereafter with an atomised mist by spraying a quantity
of water M onto the rolling material (2) in a middle section (7) of the cooling bed
that has the width of the middle section, and is finally air-dried and air-cooled
in a final section (8) of the cooling bed.
2. The cooling method as cited in claim 1,
characterised in that
the middle section width and/or the quantity of water M and/or the working pressure
are adjusted by the switching on or off of rows (10) of spray nozzles (11) via shutoff
means (12).
3. The cooling method as cited in either of claims 1 or 2,
characterised in that
the quantity of water M is only sprayed onto the rolling material (2) from below.
4. The cooling method as cited in any of the preceding claims,
characterised in that
the rolling material (2) is not rotated about its longitudinal axis (3) while it is
transported transversely to the longitudinal axis (3) of the rolling material.
5. The method as cited in any of the preceding claims,
characterised in that
the rolling material (2) is transported transversely to the longitudinal axis (3)
of the rolling material via a lifting bar (4).
6. A cooling bed for rolling material (2) having a rolling material longitudinal axis
(3), with a transport device (4) for transporting the rolling material (2) transversely
to the rolling material longitudinal axis (3) and with a water distribution arrangement
(9) for applying a quantity of water M to the rolling material with a working pressure,
characterised in that
the cooling bed is divided transversely to the longitudinal axis (3) of the rolling
material into a first section (6), a middle section (7) having a middle section width,
and a final section (8), wherein
the first section (6) is passed through first and the last section (8) is passed through
last by the rolling material (2), that the water distribution arrangement (9) is arranged
in the middle section (7) and that the water distribution arrangement (9) has the
form of a spraying device (9) for creating an atomised spray.
7. The cooling bed as cited in claim 6,
characterised in that
a width adjustment apparatus (12) for adjusting the width, and/or a water quantity
adjustment apparatus (13, 15, 16) for adjusting the water quantities M* to be sprayed,
and/or a water pressure adjustment apparatus (13, 15, 16) in the form of rows (10)
of spray nozzles that are switchable on and off for adjusting the operating pressure
are allocated to the spraying arrangement (9).
8. The cooling bed as cited in either of claims 6 or 7,
characterised in that
the spraying arrangement (9) is arranged below the rolling material (2).
9. The cooling bed as cited in any of claims 6 to 8,
characterised in that
it does not include a device for rotating the rolling material (2) about the longitudinal
axis (3) of the rolling material while the rolling material is being transported transversely
to the longitudinal axis (3) thereof.
10. The cooling bed as cited in any of claims 6 to 9,
characterised in that
the transport mechanism (4) has the form of a lifting bar (4).
1. Procédé de refroidissement d'une matière à laminer (2) dans un lit refroidisseur,
la matière à laminer (2) comportant un axe longitudinal de la matière à laminer (3)
et étant transportée à la transversale de l'axe longitudinal de la matière à laminer
(3) pendant le refroidissement, pour le refroidissement de la matière à laminer (2)
de l'eau étant appliquée avec une pression de service sur la matière à laminer,
caractérisé en ce que la matière à laminer (2) n'est refroidie que par air dans une section de début (6)
du lit refroidisseur, en ce qu'ensuite, dans une section centrale (7) du lit refroidisseur avec une largeur de section
centrale, elle est refroidie par brouillard de pulvérisation, par vaporisation d'une
quantité d'eau (M) sur la matière à laminer (2) et en ce que finalement, elle est séchée à l'air et refroidie à l'air, dans une section finale
(8) du lit de refroidissement.
2. Procédé de refroidissement selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la largeur de la section centrale et/ou la quantité d'eau (M) et/ou la pression de
service sont réglées par mise en route et par mise à l'arrêt de rangées (10) de buses
de pulvérisation (11), à l'aide de moyens de fermeture (12).
3. Procédé de refroidissement selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que la quantité d'eau (M) est vaporisée par le bas sur la matière à laminer (2).
4. Procédé de refroidissement selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que pendant le transport à la transversale de l'axe longitudinal de la matière à laminer
(3), la matière à laminer (2) n'est pas tournée autour de l'axe longitudinal de la
matière à laminer (3).
5. Procédé de refroidissement selon l'une quelconque des revendications précédentes
caractérisé en ce que la matière à laminer (2) est transportée à l'aide d'un longeron mobile (4), à la
transversale de l'axe longitudinal de la matière à laminer (3).
6. Lit de refroidissement pour matière à laminer (2) caractérisé en ce qu'il comporte un axe longitudinal de la matière à laminer (3), avec un dispositif de
transport (4) pour transporter la matière à laminer (2) à la transversale de l'axe
longitudinal de la matière à laminer (3) et avec un dispositif de distribution d'eau
(9) pour l'application d'une quantité d'eau (M) à une pression de service sur la matière
à laminer,
caractérisé en ce que
à la transversale de l'axe longitudinal de la matière à laminer (3), le lit de refroidissement
est divisé en une section de début (7), une largeur de section centrale et une section
terminale (8), la section de début (6) étant traversée en premier lieu par la matière
à laminer (2) et la section terminale (8) étant traversée en dernier lieu par la matière
à laminer (2), en ce que le dispositif de distribution d'eau (9) est placé dans la section centrale (7) et
en ce que le dispositif de distribution d'eau (9) est conçu sous la forme d'un dispositif de
vaporisation (9) pour la création d'un brouillard de pulvérisation.
7. Lit de refroidissement selon la revendication 6,
caractérisé en ce qu'un dispositif de réglage en largeur (12) pour le réglage de et/ou un dispositif de
réglage de la quantité d'eau (13, 15, 16) pour le réglage de la quantité d'eau à vaporiser
(M) et/ou un dispositif de réglage de la pression d'eau (13, 15, 16) pour le réglage
de la pression de service sous la forme de rangées (10) de buses de pulvérisation
(11) pouvant être mises en marche et à l'arrêt à l'aide de vannes d'arrêt (12) est
associé au dispositif de vaporisation (9).
8. Lit de refroidissement selon la revendication 6 ou 7,
caractérisé en ce que le dispositif de vaporisation (9) est placé sous la matière à laminer (2).
9. Lit de refroidissement selon l'une quelconque des revendications 6 à 8,
caractérisé en ce qu'il ne comporte aucun dispositif pour tourner la matière à laminer (2) autour de l'axe
longitudinal de la matière à laminer (3) pendant le transport à la transversale de
l'axe longitudinal de la matière à laminer (3).
10. Lit de refroidissement selon l'une quelconque des revendications 6 à 9,
caractérisé en ce que le dispositif de transport (4) est conçu sous la forme d'un longeron mobile (4).
