[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verpackens eines im wesentlichen quaderförmigen
Heizkörpers mit einem flächigen Verpackungsmaterial, wobei der Heizkörper zunächst
an zwei gegenüberliegenden Schmalseiten mit jeweils einem Zuschnitt des Verpackungsmaterials
und anschließend an seinem senkrecht hierzu ausgerichteten Schmalseiten ebenfalls
mit jeweils einem Zuschnitt des Verpackungsmaterials versehen wird, wobei des weiteren
sämtliche Zuschnitte jeweils beidseitig derart abgewinkelt sind, daß sie mit Randstreifen
Randbereiche beider Ansichtsseiten des Heizkörpers überdecken, und wobei gegenüberliegenden
Schmalseiten zugeordnete Zuschnitte mit weiteren abgewinkelten Randstreifen versehen
sind, die schmalseitige Randbereiche der Zuschnitte überdecken, die den jeweils anderen
Schmalseiten zugeordnet sind.
[0002] Derartige Verfahren sind allgemein bekannt und werden in der Regel unmittelbar im
Anschluß an die Herstellung von Heizkörpern angewendet. Der Transport der Heizkörper
erfolgt dabei oftmals mit Hilfe von Förderbändern, auf denen die Heizkörper mit einer
Ansichtsseite aufliegen. Bei den Heizkörpern kann es sich um sogenannte Plattenheizkörper
handeln, die mindestens eine wasserdurchströmbare Heizplatte und mindestens einen
wärmeleitend damit gekoppelten Konvektor besitzen. Mit den bekannten Verfahren ist
jedoch auch die Verpackung von sogenannten Röhrenradiatoren möglich, die aus einer
Vielzahl von parallel zueinander verlaufenden und in einen oder mehreren Säulen angeordneten
wasserdurchströmten Röhren aufgebaut sind.
[0003] Als Verpackungsmaterial findet in der Regel Kartonmaterial, insbesondere sogenannte
Wellpappe, Verwendung, die sich durch ihr hohes Polstervermögen, geringes Gewicht,
die niedrigen Kosten sowie eine gute Umweltverträglichkeit auszeichnet.
[0004] Bei einem allgemein bekannten Verfahren werden an die längeren Schmalseiten Zuschnitte
der Wellpappe angebracht, wobei diese rechteckförmigen Zuschnitte derart über die
Schmalseiten des Heizkörpers überstehen, daß sie mit Randstreifen abwinkelbar sind,
so daß sie Randbereiche beider Ansichtsseiten des Heizkörpers überdecken. Die Anbringung
der Zuschnitte erfolgt in der Weise, daß aus einem Zwischenraum zwischen aufeinanderfolgenden
Transportbändern ein Ende der in der erforderlichen Breite auf einer Rolle bereitgestellten
Wellpappe mit der in Transportrichtung vorne liegenden Unterkante des Heizkörpers
gekoppelt wird, so daß der Heizkörper mit seiner unteren Ansichtsseite auf einen Streifen
der Wellpappe aufläuft, dessen Breite den zu überdeckenden Randbereich der Ansichtsseite
entspricht. Sobald der Heizkörper seiner gesamten Länge nach mit einem Randbereich
der unteren Ansichtsseite auf der Wellpappe aufliegt, wird der Pappenzuschnitt abgetrennt,
so daß dessen Länge mit der Länge des Heizkörpers übereinstimmt. Anschließend wird
der zunächst ebene Zuschnitt entlang zweier paralleler und im Abstand der Breite der
Schmalseite verlaufender Falzlinien zweimal rechtwinklig abgekantet, so daß neben
den beiden in Längsrichtung verlaufenden Schmalseiten noch die sich daran anschließenden
Randbereiche beider Ansichtsseiten des Heizkörpers durch die Pappzuschnitte geschützt
sind.
[0005] Um auch die kürzeren Schmalseiten des Heizkörpers sowie insbesondere dessen Ecken
adäquat zu schützen, werden anschließend über die schmalen Stirnseiten und auch über
die daran angrenzenden Endbereiche der in Längsrichtung verlaufenden Schmalseiten
schützenden U-förmigen Zuschnitte kastenförmige, einseitig offene Endstücke aufgeschoben.
Durch diese Endstücke werden sowohl die kürzeren Schmalseiten als auch die Randbereiche
der ebenfalls davon überlappten längeren Schmalseiten geschützt. Die weitere Funktion
dieser Endstücke besteht darin, die U-förmig gefalteten Zuschnitte an den längeren
Schmalseiten in einer rechtwinklig abgefalteten Stellung festzuhalten.
[0006] Nach dem Stand der Technik werden diese Endstücke dabei entweder aus entsprechenden
Zuschnitten auf manuelle Weise zu einseitig offenen Kästen geformt und sodann aufgeschoben,
oder aber die Endstücke werden maschinell vorgefertigt und dabei zusammengeklebt und
sodann von Hand auf die kurzen Stirnseiten der Heizkörper aufgeschoben.
[0007] Der Verfahrensschritt des manuellen Aufschiebens der Endstücke verursacht einen erheblichen
Personalaufwand, der bei einem manuellen Zusammenfügen der Endstücke aus den entsprechenden
Zuschnitten weiter erhöht wird. Dabei ist diese Arbeit auch für einen geübten Monteur
nur mit Aufmerksamkeit zu erledigen, denn aufgrund der Eigenspannung der abgewinkelten
Randstreifen der U-förmig gekanteten Zuschnitte an den längeren Schmalseiten des Heizkörpers
sind diese Randstreifen bestrebt, unter einem gewissen Winkel von den zugeordneten
Ansichtsflächen des Heizkörpers abzustehen. Die Endstücke sind in ihrer lichten Breite
jedoch so bemessen, daß sie sich nur im vollständig anliegenden Zustand der U-förmig
gefalteten Zuschnitte über diese aufschieben lassen. Der schwierige Aufschiebevorgang
ist auch der Grund dafür, daß dieser Montageschritt bisher nicht automatisiert wurde.
Bei einem Aufschieben der Endstücke bestünde dann nämlich unweigerlich die Gefahr,
daß die Eckbereiche der abgewinkelten und unter Umständen abstehenden Randstreifen
beim Überschieben erfaßt und somit umgeknickt werden.
[0008] Neben dem großen Personalaufwand ist ein Nachteil des bekannten Verfahrens darin
zu sehen, daß die aufgeschobenen Eckstücke im weiteren Verlauf des Transports der
Heizkörper abfallen können, insbesondere in den Zwischenbereichen zwischen zwei aufeinerander
folgenden Förderbändern.
[0009] Zum Stand der Technik zählt des weiteren ein Verpackungsverfahren, bei dem der Heizkörper
mittels eines einzigen Zuschnitts an sämtlichen vier Schmalseiten und an sämtlichen
von diesen gebildeten Kanten mittels eines einzigen Zuschnitts geschützt wird. Dieser
Zuschnitt wird von einer entsprechenden Rolle abgeschnitten und durch ein kompliziertes
Muster von Einschnitten so präpariert, daß er auch in Eckbereichen möglichst glatt
und frei von unregelmäßigen Knicken an die äußeren Konturen des Heizkörpers angeformt
werden kann. Ein Nachteil dieses Verfahrens besteht darin, daß die Schneidvorgänge
bei diesem einzigen Zuschnitt in unmittelbarer Nähe des Heizkörpers bzw. der zu dessen
Transport dienenden Transferstraße erfolgen müssen. Hierdurch wird dieEmpfindlichkeit
einer Vorrichtung zur Durchführung dieses bekannten Verfahrens erhöht. Des weiteren
ist nach einmal erfolgtem Ein- bzw. Zuschnitt ein hochpräzises Einhalten der Position
des Zuschnitts zur Position des Heizkörpers unerläßlich. Bereits vergleichsweise geringfügige
Verschiebungen im Bereich von weniger als 10 mm führen in Verbindung mit den durch
die Einschnitte definierten Knickstellen zu einer extrem schlechten Anpassung des
gefalteten Zuschnitts an den Heizkörper. Außerdem ist der Kantenschutz bei einer mit
diesem Verfahren hergestellten Verpackung aufgrund mangelnder Überlappung in den besonders
kritischen Bereichen unzureichend.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren vorzuschlagen, bei dem auf
ein manuelles Aufschieben vorgefertigter kastenförmiger Endstücke verzichtet werden
kann.
[0011] Ausgehend von einem Verfahren der eingangs beschriebenen Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß die als zweites angebrachten Zuschnitte an die zu überdeckenden
Bereiche des Heizkörpers und der als erstes plazierten Zuschnitte herangefaltet werden.
[0012] Erfindungsgemäß erfolgt die Faltung des Zuschnitts für die beiden letzten Schmalseiten
des Heizkörpers erst

vor Ort", d.h. erst an der Stelle, an der die gefalteten Zuschnitte auch endgültig
verbleiben. Es liegen somit zu keinem Zeitpunkt fertig gefaltete Endstücke wie beim
Stand der Technik vor, die erst in ihrem zwangsläufig eng angepaßten Endzustand schmalseitig
auf den Heizkörper aufgeschoben werden müßten, woraus bei Verfahren nach dem Stand
der Technik Probleme resultieren. Eine größere Dimensionierung der fertig vorgefalteten
Endstücke stellt keine gangbare Lösung des Problems dar, weil eine enge Passung zwischen
den Endstücken und den Endbereichen der anderen schmalseitigen Zuschnitte für einen
sicheren Halt der Endstücke nach dem Prinzip der Reibung unerläßlich ist.
[0013] Die Erfindung räumt diese Probleme dadurch aus, daß die Formanpassung des vorgefertigten
Zuschnitts erst am Heizkörper selbst, d.h. unter Zuhilfenahme des Heizkörpers als
Formkörper, erfolgt. Dabei liegt der große Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens
darin, daß selbst hochstehende Randstreifen der zuvor angebrachten Zuschnitte an den
längeren Schmalseiten nicht störend sind, weil diese beim Heranfalten der als letztes
angebrachten schmalseitigen Zuschnitte in ihre Sollposition gedrückt werden, d.h.
dann an den Ansichtsseiten des Heizkörpers anliegen. Dieses Heranfalten kann derart
eng angepaßt erfolgen, daß der Abschluß des Faltvorgangs und eines sich eventuell
daran anschließenden Fixiervorgangs eine sehr zuverlässige Verbindung zwischen den
beiden zuletzt angebrachten schmalseitigen Endstücken und den zuvor angebrachten längsseitigen
Zuschnitten besteht.
[0014] Ferner wird aufgrund der Doppellagigkeit der Zuschnitte im Bereich der Ecken des
Heizkörpers eine hervorragende Schutzwirkung erzielt. Außerdem sind die Anforderungen
an die Positioniergenauigkeit bei der erfindungsgemäßen Methode des Heranfaltens vergleichsweise
gering. Dies ist insbesondere deshalb von Bedeutung, weil sich aufgrund der bei einem
Heizkörpertransport mittels Transporbändern stets bestehenden Schlupfgefahr eine absolut
exakte Positionierung von Heizkörper und Zuschnitt zueinander ohnehin kaum erzielen
läßt.
[0015] Eine Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß die als zweites
angebrachten Zuschnitte in einer Richtung senkrecht zu der Transportrichtung der Heizkörper
in einer Transferstraße zu dem Heizkörper hin geführt werden. Hierdurch kann der zur
Durchführung des Verfahrens erforderliche Raumbedarf gesenkt werden.
[0016] Eine weitere Reduzierung des Platzbedarfs läßt sich herbeiführen, wenn die Zuführung
der als zweites angebrachten Zuschnitte in einem Zwischenraum zwischen zwei benachbarten
Transportbändern der Transferstraße erfolgt, auf denen der Heizkörper liegend auf
einer Ansichtsseite transportiert wird.
[0017] Der Abstand zwischen zwei benachbarten Bändern läßt sich sehr gering halten, wenn
die als zweites angebrachten Zuschnitte ausgehend von einem ebenen Zustand mittels
einer Abkanteinrichtung in eine abgewinkelte Form überführt werden.
[0018] Vorteilhafterweise weist die Abkanteinrichtung eine Führungseinrichtung für einen
geradlinig geführten Randstreifen des Zuschnitts und eine geneigte Auflauffläche für
einen abzuwinkelnden Bereich des Zuschnitts auf.
[0019] Werden die als zweites anzubringenden Zuschnitte mit einem der als erstes angebrachten
Zuschnitte verklebt, so wird die Gefahr eines Abfallens der Zuschnitte in der Transferstraße
nahezu ausgeschlossen. Vorteilhafterweise wird als Klebstoff ein sehr schnell aushärtender
und belastbarer Schmelzkleber verwendet. Mit der wegfallenden Gefahr einer Ablösung
der kastenförmigen Endstücke kann deren Erstreckung in Längsrichtung des Heizkörpers
verringert werden, wodurch sich wiederum Einsparungen ergeben.
[0020] Von Vorteil ist es auch, wenn abgewinkelte Randbereiche der als zweites anzubringenden
Zuschnitte miteinander verklebt werden. Auf diese Weise kann mit einfachen Mitteln
eine sichere Fixierung des Zuschnitts erreicht werden, so daß die Erstreckung der
abgewinkelten Randbereiche reduziert werden kann. Hieraus ergeben sich Möglichkeiten
zur Kosteneinsparung. Bei Verfahren nach dem Stand der Technik mußte die Ausdehnung
der Randstreifen in Längsrichtung des Heizkörpers über das aus Schutzgründen erforderliche
Maß hinaus verlängert werden, um über einen verlängerten Überlappungsbereich eine
Steigerung der ein Abfallen verhindernden Reibkraft zu erzielen.
[0021] Aus fertigungstechnischen Gründen ist es besonders vorteilhaft, wenn der Heizkörper
bei der Anbringung des Zuschnitts für die in Transportrichtung weisende Schmalseite
in Transportrichtung und bei der Anbringung des Zuschnitts für die gegenüberliegende
Schmalseite entgegen der Transportrichtung bewegt wird.
[0022] Ferner ist noch vorgesehen, die Zuschnitte montagefertig zugeschnitten anzubringen,
da in diesem Fall auch sämtliche Zuschnittseinrichtungen in der Nähe der Transferstraße
bzw. Transportbänder selbst verzichtet werden kann.
[0023] Eine Vorrichtung zum Verpacken eines Heizkörpers an seinen Schmalseiten mittels Zuschnitten
aus einem flächigen Verpackungsmaterial weist eine Transporteinrichtung für den Heizkörper,
zwei Anbringeinrichtungen für jeweils einen Zuschnitt auf einer parallel zu der Transportrichtung
verlaufenden Schmalseite des Heizkörpers, mit der der Zuschnitt mit Randstreifen an
gegenüberliegende Randbereiche des Heizkörpers faltbar ist, ist gekennzeichnet durch
mindestens eine Zuführeinrichtung für einen in einer senkrecht zu der Transportrichtung
verlaufenden Stirnseite zugeordneten Zuschnitt und eine Falteinrichtung, mit der dieser
Zuschnitt an die zu überdeckenden Bereiche des Heizkörpers und der zuvor mit der Anbringeinrichtung
plazierten Zuschnitte faltbar ist.
[0024] Mit einer derartigen Vorrichtung läßt sich insbesondere das erfindungsgemäße Verfahren
in vorteilhafter Weise durchführen.
[0025] Eine Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht darin, daß die Zuschnitte
mit der Zuführeinrichtung senkrecht zu der Transportrichtung zuführbar sind, wodurch
der Raum- und Synchronisierungsbedarf reduziert werden.
[0026] Außerdem wird vorgeschlagen, daß die Zuschnitte parallel zu den Ansichtsflächen des
Heizkörpers in einer Lagereinrichtung bevorratbar und mittels einer Greifeinrichtung
zu dem auf Transportbändern beförderten Heizkörper führbar sind.
[0027] Wenn die Falteinrichtung eine feststehende Abkanteinrichtung aufweist, mit der ein
Zuschnitt mit einem Randstreifen führbar und in einem parallel hierzu verlaufenden
Bereich mittels einer geneigten Fläche rechtwinkling abkantbar ist, ergibt sich ein
deutlich verminderter Raumbedarf für die Zuführung der zuletzt anzubringenden Zuschnitte.
Vorteilhafterweise befindet sich an beiden Enden eines Förderbandes jeweils eine Zuführeinrichtung
und eine Falteinrichtung, damit keine der beiden vorgenannten Einrichtungen abwechselnd
Abkantungen in entgegengesetzte Richtungen durchführen muß.
[0028] Das erfindungsgemäße Verfahren wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels
einer Vorrichtung zum Verpacken eines Heizkörpers, das in der Zeichnung dargestellt
ist, näher erläutert. Es zeigt:
- Figur 1
- eine Seitenansicht einer Vorrichtung zum Verpacken von Heizkörpern
- Figur 2
- eine Draufsicht auf die Vorrichtung gemäß Figur 1
- Figur 3
- eine Seitenansicht auf eine Abkanteinrichtung einer Falteinrichtung und
- Figur 4 bis Figur 13
- die Abfolge der Falt- und Anbringschritte zweier Zuschnitte an einen Heizkörper, jeweils
in einer Seitenansicht und einer Draufsicht
[0029] Die in den Figuren 1 und 2 gezeigte Vorrichtung dient zum Verpacken eines Heizkörpers
1 an dessen längeren Schmalseiten 2 sowie dessen kürzeren Schmalseiten 3. Die Verpackung
erfolgt mit Hilfe von Wellpappe.
[0030] Der Transport der Heizkörper 1 erfolgt mittels einer Transporteinrichtung 4, die
aus einer Vielzahl linienförmig hintereinander angeordneter Transportbänder 5 besteht.
Die Heizkörper 1 liegen mit einer Ansichtsseite 6 auf dem Transportband 5 auf.
[0031] Die Vorrichtung umfaßt des weiteren zwei nicht näher dargestellte Anbringeinrichtungen,
die aus dem Stand der Technik bekannt sind und zur Anbringung von U-förmigen Zuschnitten
an den längeren Schmalseiten 2 des Heizkörpers 1 dienen. Die Anbringung dieser Zuschnitte
erfolgt vor der Anbringung der Zuschnitte auf den kürzeren Stirnseiten 3. Die Zuschnitte,
die von den Anbringeinrichtungen auf gegenüberliegenden Längsseiten angebracht werden,
sind U-förmig ausgebildet und decken mit Randstreifen jeweils Randbereiche der beiden
Ansichtsseiten des Heizkörpern 1 ab.
[0032] Die erfindungsgemäße Weiterentwicklung der Vorrichtung 1 besteht in einer aus mehreren
Komponenten zusammengefügten Zuführeinrichtung 6 für einen einer senkrecht zu der
Transportrichtung verlaufenden Schmalseite 3 zugeordneten Zuschnitt 7, 7', 7''. Des
weiteren weist die Vorrichtung eine nicht in allen Details dargestellte Falteinrichtung
8 auf, mit der jeweils einer der Zuschnitte 7, 7', 7'' an die zu überdeckenden Bereiche
des Heizkörpers 1 und der zuvor mit den Anbringeinrichtung plazierten Zuschnitte faltbar
ist. Diese Faltung erfolgt jeweils in Bereichen zwischen zwei benachbarten Förderbändern
5.
[0033] Ein bereits längsseitig mit zwei U-förmigen Zuschnitten, die in den Figuren 1 und
2 nicht dargestellt sind, versehener Heizkörper 2 erreicht zunächst die linke der
beiden Falteinrichtungen 8, bei denen er auf einen seinem Plattenabstand angepaßten
Zuschnitt 7 so weit aufläuft, bis seine kurze Schmalseite mit der ernten Faltlinie
9 des Zuschnitts 7 fluchtet. Der Zuschnitt 7 besitzt in einer zentrisch zur Längsachse
der Fördereinrichtung 4 ausgerichteten Position bereits einen um 90° gewinkelten Zustand,
so daß sich Heizkörper 1 und Zuschnitt 7 bereits an zwei im rechten Winkel zueinander
verlaufenden Seiten (untere Ansichtsseite und vordere Schmalseite) berühren. Ausgehend
von dieser Stellung wird ein durch eine zweite Falzlinie 10 abgetrennter dritter Bereich
des Zuschnitts 7 - ausgehend von seiner vertikalen Stellung - um weitere 90° abgewinkelt,
um in seiner Endstellung schließlich auch an der oberen Ansichtsseite 11 des Heizkörpern
1 anzuliegen. Die Abkantung des dritten Bereichs des Zuschnitts 7 erfolgt mit Hilfe
beispielsweise einer dydraulischen oder pneumatischen Falteinrichtung, die bereits
bekannt ist und daher nicht eingehender erläutert werden muß.
[0034] Die Abkantung des senkrecht zur Transportrichtung zugeführten Zuschnitts 7 erfolgt
mit Hilfe einer feststehenden Abkanteinrichtung 12 der Falteinrichtung 8. Die Abkanteinrichtung
12 ist in Form einer gekrümmten Schrägfläche ausgeführt, entlang derer der Zuschnitt
7 zum Teil führbar ist. Mit einem danebenliegenden Teilbereich ist der Zuschnitt 7
mittels einer Greifeinrichtung von einer drei Container 13 aufweisenden Lagereinrichtung
14 zu der Transporteinrichtung führbar. Die Parallelverschiebung der Zuschnitte 7
von dem Bereich neben der Transporteinrichtung 4 in dessen Transportquerschnitt selbst
erfolgt mit Hilfe einer in den Figuren 1 und 2 nicht dargestellten, jedoch aus dem
Stand der Technik bekannten Greifeinrichtung.
[0035] Während die Bestückung der in Transportrichtung vorderen Schmalseite 3 mit dem zugehörigen
Zuschnitt 7 mittels der in Transportrichtung zuerst angeordneten Zuführeinrichtung
6 und Falteinrichtung 8 erfolgt, wird die rückseitige Bestückung des Heizkörpers 1
mit dem Zuschnitt 7 erst dann durchgeführt, wenn der Heizkörper die in Transportrichtung
als zweite Zuführeinrichtung 6 und Falteinrichtung 8 bereits passiert hat. Zu diesem
Zweck wird das im Anschluß daran angeordnete Transportband 5 kurzzeitig in seiner
Förderrichtung umgekehrt, so daß der Heizkörper 1 mit der zu bestückenden Schmalseite
3 der Falteinrichtung 8 angenähert wird.
[0036] Zur Fixierung der an den kurzen Schmalseiten 3 angebrachten Zuschnitte 7 werden diese
mit den zuvor an den langen Schmalseiten 2 angebrachten Zuschnitten an zwei Klebepunkten
fixiert. Diese Verklebung wird mit Hilfe der Klebeeinrichtung 15 durchgeführt, die
mit Heißklebe arbeitet und aus dem Stand der Technik bekannt sind.
[0037] In den Figuren 4 bis 13 ist in einer Abfolge von 10 Schritten das erfindungsgemäße
Verpackungsverfahren näher erläutert:
[0038] Figur 4 zeigt den Heizkörper 1, der an seinen beiden in Längsrichtung verlaufenden
Stirnseiten 2 bereits mit einem U-förmigen Zuschnitt versehen ist, dessen Seitenlängsrichtung
verlaufende Randstreifen Randbereiche beider Ansichtsflächen 11 des Heizkörpers 1
überdecken.
[0039] Während sich der Heizkörper 1 - angedeutet durch die Pfeile 15 - in Transportrichtung
des jeweiligen Transportbandes 5 bewegt, wird der Zuschnitt 7 der Längsachse des Heizkörpers
1 in senkrechter Richtung hierzu zugeführt. Bei dieser senkrechten Zuführbewegung
wird der Zuschnitt 7 über eine feststehende Abkanteinrichtung (nicht dargestellt)
geführt, die bewirkt, daß der rechte Randstreifen 16 und der Mittelstreifen 17 gegenüber
dem linken Randstreifen 18 um 90° abgekantet werden.
[0040] Figur 5 zeigt die Stellung, in der die kurze Schmalseite 3 des Heizkörpers 1 an dem
um 90° aufgekanteten Mittelstreifen 17 des Zuschnitts 7 anliegt. Die Längsachse des
Heizkörpers 1 fluchtet mit der kurzen Mittellinie des Zuschnitts 7. Dieser ist sowohl
in Bezug auf seine kürzere als auf seine längere Mittellinie symmetrisch aufgebaut.
In Figur 1 soll die durch Horizontalpfeile hervorgehobene Wellenlinie lediglich andeuten,
daß der Mittelstreifen 17 und der Randstreifen 16 durch Auflaufen auf die Abkanteinrichtung
12 fortlaufend abgewinkelt werden.
[0041] In Figur 4 liegt neben dem linken Randstreifen 18 und dem Mittelstreifen 17 nun auch
der rechte Randstreifen 16 an dem Heizkörper 1 direkt an.
[0042] In Figur 7 ist dargestellt, wie abgerundete Endbereiche 19 des Zuschnitts 7 an die
in Längsrichtung verlaufenden Schmalseiten 2 des Heizkörpers 1 angelegt werden.
[0043] Figur 8 zeigt schließlich noch den Faltvorgang der dem Mittelstreifen 17 zugeordneten
Endbereiche 20. Unter Umständen können sowohl die Endbereiche 19 miteinander als auch
die Endbereiche 19 mit den Bereichen 20 miteinander verklebt werden.
[0044] In den Figuren 9 bis 13 sind die entsprechenden Vorgänge bei der Anbringung der des
gegenüberliegenden Zuschnitts 7, der identisch mit dem zunächst montierten Zuschnitt
7 ist, verdeutlicht.
[0045] Wiederum erfolgt eine senkrechte Zuführung des Zuschnitts 7, bei der gleichzeitig
Mittelstreifen 17 und ein linker Randstreifen 18 um 90° abgewinkelt werden.
[0046] Figur 10 zeigt wiederum die Anlage des Mittelstreifens 17 an die zugeordnete Schmalseite
3 des Heizkörpers 1.
[0047] In Figur 11 ist die weitere Abwinklung des linken Randstreifens 18 bereits abgeschlossen.
[0048] In den Figuren 12 und 13 ist dargestellt, wie die Endbereiche 19 und 20 aneinandergefaltet
und dabei mittels Klebstoff fixiert werden.
[0049] Figur 13 zeigt einen ringsum vollständig mit Hilfe von vier Zuschnitten aus Wellpappe
geschützten Heizkörper.
1. Verfahren zum Verpacken eines im wesentlichen quaderförmigen Heizkörpers mit einem
flächigen Verpackungsmaterial, wobei der Heizkörper zunächst an zwei gegenüberliegenden
ersten Schmalseiten mit jeweils einem Zuschnitt des Verpackungsmaterials und anschließend
an seinen senkrecht hierzu ausgerichteten zweiten Schmalseiten ebenfalls mit jeweils
einem Zuschnitt des Verpackungsmaterials versehen wird, wobei des weiteren sämtliche
Zuschnitte jeweils beidseitig derartig abgewinkelt sind, daß sie mit Randstreifen
Randbereiche beider Ansichtsseiten des Heizkörpers überdecken und wobei gegenüberliegenden
Schmalseiten zugeordnete Zuschnitte mit weiteren abgewinkelten Randstreifen versehen
sind, die schmalseitige Randbereiche der Zuschnitte überdecken, die den jeweils anderen
Schmalseiten zugeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die als zweites angebrachten
Zuschnitte an die zu überdeckenden Bereiche des Heizkörpers und der als erstes plazierten
Zuschnitte herangefaltet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die als zweites angebrachten
Zuschnitte in einer Richtung senkrecht zu der Transportrichtung der Heizkörper in
einer Transferstraße zu dem Heizkörper hin geführt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführung der als
zweites angebrachten Zuschnitte in einem Zwischenraum zwischen zwei benachbarten Transportbändern
der Transferstraße erfolgt, auf denen der Heizkörper liegend auf einer Ansichtsseite
transportiert wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die als zweites
angebrachten Zuschnitte ausgehend von einem ebenen Zustand mittels einer Abkanteinrichtung
in eine abgewinkelte Form überführt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Abkanteinrichtung eine
Führungseinrichtung für einen geradlinig geführten Randstreifen des Zuschnitts und
eine geneigte Auflauffläche für einen abzuwinkelnden Bereich des Zuschnitts aufweist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die als zweites
anzubringenden Zuschnitte mit einem der als erstes angebrachten Zuschnitte verklebt
werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß abgewinkelte
Randbereiche der als zweites anzubringenden Zuschnitte miteinander verklebt werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Heizkörper
bei der Anbringung des Zuschnitts für die in Transportrichtung weisende Schmalseite
in Transportrichtung und bei der Anbringung des Zuschnitts für die gegenüberliegende
Schmalseite entgegen der Transportrichtung bewegt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuschnitte
montagefertig zugeschnitten angebracht werden.
10. Vorrichtung zum Verpacken eines Heizkörpers (1) an seinen Schmalseiten (2, 3) mittels
Zuschnitten (7, 7', 7'') eines flächigen Verpackungsmaterials mit einer Transporteinrichtung
(4) für den Heizkörper (1), zwei Anbringeinrichtungen für jeweils einen Zuschnitt
auf einer parallel zur Transportrichtung verlaufenden Schmalseite (2), mit der der
Zuschnitt mit Randstreifen an gegenüberliegenden Randbereiche des Heizkörpers (1)
faltbar ist, gekennzeichnet durch mindestens eine Zuführeinrichtung (6) für einen
einer senkrecht zu der Transportrichtung verlaufenden Schmalseite (3) zugeordneten
Zuschnitt (7, 7', 7'') und eine Falteinrichtung (8), mit der dieser Zuschnitt (7,
7', 7'') an die zu überdeckenden Bereiche des Heizkörpers (1) und der zuvor mit der
Anbringeinrichtung plazierten Zuschnitte faltbar ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuschnitte (7, 7', 7'')
senkrecht zu der Transportrichtung dem Heizkörper zuführbar sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuschnitte (7,
7', 7'') parallel zu den Ansichtsflächen (11) des Heizkörpers (1) in einer Lagereinrichtung
(14) bevorratbar und mittels einer Greifeinrichtung zu den auf Transportbändern (4)
beförderten Heizkörpern (1) führbar sind.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Falteinrichtung
(8) eine feststehende Abkanteinrichtung (12) aufweist, mit der ein Zuschnitt (7, 7',
7'') mit einem Randstreifen (18) führbar und in einem parallel hierzu verlaufenden
Bereich mittels einer geneigten Fläche rechtwinklig abkantbar ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß an beiden
Enden eines Förderbandes (5) jeweils eine Zuführeinrichtung (6) und eine Falteinrichtung
(8) angeordnet sind.