[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer gegossenen Boden- oder
Geschossdeckenplatte und einer von dieser aufgehenden Wand mit an der Wand verbleibendem,
vorfabriziertem Verbundschalungselement, sowie ein vorfabriziertes Verbundschalungselement.
[0002] Wenn mit Verbundschalungen von Betonplatten aufgehende Wände geschalt werden müssen,
wird dies bis anhin in der folgenden Art gemacht. Zuerst wird die Platte abgeschalt,
dann die Bewehrung und die Installationen in die Schalung eingelegt, und dann die
Platte gegossen. Nach dem Erhärten des Betons der Platte wird die Schalung für die
aufgehende Wand auf die Platte gestellt und mit an der Platte und der Schalung befestigten
Streben verstrebt.
[0003] Bei einer Bodenplatte, wird als Schalung eine Sauberkeitsschicht, in der Regel Magerbeton,
auf das planierte Erdreich aufgebracht. Darauf wird eine Folie verlegt und dann eine
Randabschalung für die Bodenplatte erstellt. Diese wird anhand eines Schnurgerüstes
eingemessen und mit auf die abgedeckte Sauberkeitsschicht gestellten Brettern ausgeführt.
Zur Verstrebung der Bretter gegen den Druck der flüssigen Betonmasse, werden diese
gegen das Erdreich abgestützt.
[0004] Ist die Platte eine Geschossdeckenplatte, muss bei Verbundschalungssystemen unterschieden
werden zwischen der Decke über dem Kellergeschoss und späteren Geschossdecken. Da
das Kellergeschoss in der Regel mit einer konventionellen, auf der Bodenplatte vor
Ort aus Schaltafeln aufgebauten Schalung geschalt wird, muss beim Schalen der Decke
über dem Kellergeschoss nach dem Giessen der Kellerwände nicht nur die Schalung für
die Deckenuntersicht sondern auch ringsum eine separate Randabschalung erstellt werden.
[0005] Auf diese Decke über dem Kellergeschoss wird dann die erste vorfabrizierte Verbundschalung
abgestellt. Diese Verbundschalung weist im Randbereich der Deckenplatte eine äussere
Schaltafel auf, welche oben über die innere Schaltafel hinaufsteht. Der Überstand
reicht bis zur projektierten Oberseite der auf der Wand aufliegenden Deckenplatte
und bildet daher die Randabschalung für diese.
[0006] Die Kellerwände mit Erdanschluss werden in der Regel nicht mit Verbundschalungen
erstellt. Der Hauptgrund dafür ist, dass die Bodenplatte und die Erddruck aufnehmenden
Wände mit einer Bewehrung aneinander angeschlossen werden müssen. Dieser Anschluss
stellt für Verbundschalungssysteme deshalb ein grosses Hindernis dar, weil die Bewehrungseisen,
welche aus der Bodenplatte aufstehen und in die Wand hinein reichen sollten, beim
Versetzen der Verbundschalung sehr oft mit den alle 30 cm angebrachten Distanzhaltern
der Verbundschalungselemente kollidieren. Ein Verschieben der Eisen ist nicht möglich,
da diese eingegossen sind, ebenso können auch die Distanzhalter nicht verschoben werden,
weshalb die kollidierenden Eisen abgeschnitten werden müssen. In manchen Fällen muss
dann die Anschlussbewehrung durch Einbohren von neuen Anschlusseisen in die Bodenplatte
wieder ergänzt werden.
[0007] Dieselbe Schwierigkeit begegnet dem Verbundschalungselemente versetzenden Baumeister
auch in höheren Geschossen überall dort, wo die Platte bewehrte Anschlüsse an die
aufgehende Wand aufweist: z.B. in Giebelwänden oder bei Liftschachtaufbauten, zudem
auch bei Wänden über einer Platte, an denen die Platte hängt und welche dazu als Tragrippen
ausgebildeten sind. In all diesen Fällen kann eine Verbundschalung lediglich von oben
über die Anschlussbewehrungen hinabgestellt werden. Eine Verschiebung in horizontaler
Richtung ist praktisch ausgeschlossen. Ein Zusammenfügen von aneinander anschliessenden
Verbundschalungselementen muss daher so geschehen, dass das zweite Element etwa einen
halben Meter über dem Versetzgrund an das erste, bereits versetzte Element herangeschoben
und praktisch in Berührung mit diesem über die Anschlussbewehrung hinabgesenkt werden
muss. Solche Fugen zwischen zwei Verbundschalungselementen von bewehrten Aussenwänden
werden, wenn immer möglich, bei Innenwandanschlüssen gemacht. Dadurch kann die Verbindung
der Armierung zwischen den beiden benachbarten Elementen durch nachträgliches Einschieben
von Bewehrungsstäben geschehen. Für das Einschieben wird die Lücke in der innenseitigen
Schalung genutzt, in welche danach die Innenwandschalung eingefügt werden muss.
[0008] In Eckbereichen bildet ein Element die Ecke mittels Winkelprofilen im Innern der
Schalung, an welchen eine Stirnschalung und eine an die Stirnschalung im Winkel anschliessende
Montageöffnung befestigt ist. Das zweite Element schliesst gegenüber der Montageöffnung
an eine offengelassene Schlitzöffnung zwischen Stirnschalung und innerer Schaltafel
an. Zur Verbindung der Bewehrung muss die Montageöffnung im die Ecke bildenden Schalungselement
nach dem Versetzen der Elemente geöffnet werden, Verbindungsbügel in die zweite Wand
eingefügt und durch senkrecht von oben eingeführte Stäbe mit der Bewehrung der ersten,
die Ecke bildenden Wandschalung verbunden werden. Danach muss die Montageöffnung wieder
zugeschraubt werden, bevor die Wandschalung ausgegossen werden kann.
[0009] Die Herstellung von Verbundschalungen für Untergeschosse mit Erdanschluss wird daher
in der Regel gemieden. Diese Untergeschosswände bilden jedoch einen wesentlichen Anteil
des Bauvolumens. Trotz der Verwendung von vorfabrizierten Verbundschalungselementen
muss in der Folge der Baumeister auch noch konventionelle Schalungselemente für ganze
Geschosse an Lager halten und in der Regel zum Schalen von lediglich einem Geschoss
auf die Baustelle transportieren, nach dem Ausschalen des Geschosses reinigen und
wieder in seinem Lager einlagern.
[0010] Daher besteht die Aufgabe der Erfindung darin, ein Verfahren und ein Verbundschalungselement
vorzuschlagen, welche dazu dienen, den Bauablauf zu vereinfachen. Es soll insbesondere
ermöglicht werden, Untergeschosse und andere mit Bewehrungen bestückte Wände ohne
Mehraufwand mit Verbundschalungselementen zu schalen. Es soll dabei das Erstellen
des Übergangs von Platte zu Wand vereinfacht und rationalisiert werden. Weiter soll
auch die Ausbildung der Verbindung der Bewehrung zwischen zwei horizontal benachbarten
Schalungselementen vereinfacht werden.
[0011] Erfindungsgemäss wird dies bei einem Verfahren zur Herstellung einer Boden- oder
Geschossdeckenplatte und einer von dieser aufgehenden Wand mit an der Wand verbleibendem,
vorfabriziertem Verbundschalungselement, welches aus zwei gegenüberliegenden mit Distanzhaltern
verbundenen Schaltafeln besteht, bei welchem Platte und Wand geschalt und eine aushärtbare
Gussmasse in die Schalungen gegossen wird, dadurch erreicht, dass bei der Vorfabrikation
des Verbundschalungselements im Bereich der Platte anzuordnende Teile in diese integriert
werden, z.B. Randabschalung, Kabelrohre, Heizungsrohre und/oder Bewehrungsanschluss,
und die Verbundschalungselemente mit diesen Teilen vor dem Giessen der Platte versetzt
wird.
[0012] Der traditionellen Bauablaufs mit Schalen und Bewehren der Platte, Giessen der Platte
und danach Stellen der Wandschalung und Giessen der Wand ist daher durch den erfindungsgemässen
Bauablauf mit Schalen der Platte und Stellen der Wandschalung, Bewehren der Platte,
Giessen der Platte, Giessen der Wand in wesentlichen Punkten auf den Kopf gestellt
worden. Die daraus erwachsenden Vorteile springen ins Auge: Anschlusseisen für den
Wandanschluss an die Platte können bereits im Werk zusammen mit der Wandbewehrung
zwischen die Schaltafeln der Verbundschalungselemente und die Distanzhalter eingelegt
werden. Auch Heizungs- und Elektroinstallationen, allenfalls auch Sanitärinstallationen
können bereits werkseitig in die Verbundschalung integriert werden. Die Plattenbewehrung
und die in der Platte zu integrierenden Installationsleitungen können an die im Plattenbereich
unter der Wandschalung hervorstehenden Anschlusseisen und Anschlussrohre angeschlossen
werden. Der Zugang zu diesen Anschlüssen ist frei. Rohre können nach dem Einlegen
der unteren Plattenbewehrung unbehindert verlegt und verbunden werden. Das Einbringen
der im Plattenbereich anzuordnenden Teile ist durch keine Schalung und keine Bewehrung
behindert.
[0013] Zudem wird der Bauablauf beschleunigt. Dies weil z.B. das Einlegen der Anschlussbewehrung
auf der Baustelle entfällt, und auch weil die Wandschalung bereits ausgiessbar ist,
sobald der Beton der darunter angeordneten Platte lediglich einige Stunden Zeit zum
Binden hatte. Auch werden auf der Baustelle Gefahren beseitigt, indem die gefährlich
senkrecht aufstehenden Bewehrungseisen von in der Platte eingegossenen Anschlusskörben
für aufgehende Wände und Stützen vermieden werden können. Weiter kann die Randabschalung
der Bodenplatte gleichzeitig mit dem Versetzen der Wandschalung erstellt werden. Eine
separate Randabschalung der Platte ist daher auch im Fundamentbereich nicht mehr notwendig.
[0014] Wenn der Anschluss der Wandscheibe oder Stütze an die Platte mit Bewehrungsstäben
bewehrt werden muss, wird daher vorteilhaft die Anschlussbewehrung bei der Vorfabrikation
des Verbundschalungselements in dieses eingelegt. Dadurch sind Bewehrungsanschlüsse
auf die Distanzhalter der Verbundschalung abgestimmt und können beim Versetzen der
Schalung unmöglich mit diesen kollidieren. Das Verlegen von Wand- und Anschlussbewehrungen
im Werk ist zudem wetterunabhängig und rationeller als auf der Baustelle ausführbar.
Die Integration der Anschlussbewehrung in die Wandschalung ermöglicht ein horizontales
Verschieben der Elemente auf der Baustelle, welche durch in der Platte einbetonierte
Anschlusseisen behindert würde.
[0015] Wenn die Wand aussen bündig mit dem Rand der Platte angeordnet ist, wird vorteilhaft
die äussere Schaltafel des Verbundschalungselements nach unten die innere Schaltafel
überstehend ausgebildet und die Platte mit dieser äusseren Schaltafel abgeschalt.
Die Ränder von Deckenplatten über Verbundschalungswänden werden in der Regel bekanntlich
durch die darunter angeordnete Verbundschalung der Wand geschalt. Daher ist diese
in die Wandschalung integrierte Plattenrandabschalung für die untere Platte insbesondere
bei Fundationsplatten und den von diesen aufgehenden, erdberührten Wänden interessant.
Dadurch wird eine separate, lediglich den Bodenplattenrand abschalende Randabschalung
ohne nennenswerten Mehraufwand bei der Herstellung der Wandschalung durch die Wandschalung
ersetzt. Die Wandschalung wird mit der äusseren Schaltafel auf die Sauberkeitsschicht
gestellt und gerichtet. Der Übergang zwischen Plattenrand und aufgehender Wand wird
dadurch zudem absatzlos und fugenlos ausgebildet. Dies hat den Vorteil, dass bei der
Verwendung von wasserfesten, zementgebundenen Schaltafeln dieser Übergang mit Sicherheit
wasserdicht ist. Die Oberfläche weist keine Absätze auf, welche für die Dichtigkeit
eines Schutzanstriches ein Risiko oder für das Anbringen einer Sickerleitung oder
einer Sickerplatte hinderlich sein könnten.
[0016] Zweckmässigerweise wird die Bewehrung der Platte nach dem Versetzen der Wandschalung
verlegt. Dadurch ist die Deckenschalung oder die Sauberkeitsschicht beim Versetzen
der Wandelemente begehbar und das Verschieben der Wandelemente kann durch die Bewehrungen
nicht behindert werden. Dies ist umso wichtiger, wenn die Wandelemente eine Anschlussbewehrung
aufweisen. Die in die Wandelemente integrierten Anschlussbewehrungen können beim Verlegen
der Plattenbewehrung mit dieser verbunden werden.
[0017] Wird ein bewehrtes Verbundschalungselement der Wand auf einen Versetzgrund versetzt
und wenigstens ein zweites bewehrtes Verbundschalungselement mit einer offenen Seite
an eine offene Seite des ersten angeschlossen und werden danach die Bewehrungen der
beiden Elemente miteinander verbunden, dann wird das zweite Verbundschalungselement
vorteilhaft in einer Höhe von wenigen Zentimetern über dem Versetzgrund gehalten und
in dieser Höhe etwa horizontal an das erste Verbundschalungselement gefügt und danach
auf den Versetzgrund abgesetzt. Dieses horizontale Annähern von zwei Verbundschalungselementen
war bisher nur in unbewehrten Bereichen möglich. Durch das Versetzen der Wandschalung
vor dem Betonieren der Decken- oder Bodenplatte ist nun auch das horizontale Verschieben
der Wandelemente direkt über dem Versetzgrund möglich geworden, da die Anschlussbewehrung
mitverschoben wird und keine Bewehrung in der Platte diese Verschiebung behindern
kann.
[0018] Da die Distanzhalter in praktisch allen Verbundschalungselementen in regelmässigen
Abständen angeordnet sind, insbesondere auch in der Höhe über dem geplanten Bodenplattenniveau,
und da die Bewehrungsstäbe direkt auf diese Distanzhalter gelegt werden, befinden
sich die Bewehrungen in aller Regel auf der gleichen Höhe in den benachbarten Elementen.
Durch das leichte Anheben des einen Elements gegenüber dem andern können die Bewehrungsstäbe
übereinandergeschoben werden, ohne dass sie das Zusammenschieben der beiden Elemente
behindern. Beim Absetzen des zweiten Verbundelements werden die darin eingelegten
Bewehrungsstäbe durch die darunter eingeschobenen Bewehrungsstäbe des ersten Verbundschalungselements
angehoben und liegen auf diesen auf. Im Bereich der Überlappung der Bewehrung können
die Bewehrungen benachbarter Elemente durch vertikal eingeführte Stäbe miteinander
verbunden werden.
[0019] Damit die Bewehrungen horizontal benachbarter Elemente in Überlappung gebracht werden
können wird zweckmässigerweise wenigstens in eines der Verbundschalungselemente eine
Bewehrung mit einer horizontalen Ausdehnung eingebracht, welche grösser ist als das
Mittel der beiden gegenüberliegenden Schaltafeln des Verbundschalungselements. Dadurch
muss diese Bewehrung in das benachbarte Element hineingreifen. Die Bewehrungen von
zwei aneinander gestossenen Elementen greifen um den Betrag ineinander, um welchen
die Bewehrungen länger sind als die Wand, für welche die Schalung ausreicht.
[0020] Werden mehrere Verbundschalungselemente miteinander zu einer einen Winkel oder Bogen
aufweisenden Wandschalung verbunden, so werden vorteilhaft die Verbundschalungselemente
beim Versetzen auf die äussere, längere Schaltafel und auf der Innenseite auf eine
Hilfsstütze abgestellt und die Hilfsstützen erst entfernt, wenn die Verbundschalungselemente
zu dem einen Winkel oder Bogen aufweisenden Wandschalungsteil verbunden worden sind.
Bei einer Bodenplatte ist die äussere Schaltafel um Plattenstärke länger als die innere.
Bei Zwischendecken kann das unter der Platte angeordnete Verbundschalungselement den
Plattenrand abschalen, oder das obere Verbundschalungselement, oder auch beide zusammen.
Dementsprechend muss das untere Ende der beiden Schaltafeln des Schalungselements
der aufgehenden Wand auf der gleichen Ebene enden, die äussere Schaltafel um Plattenstärke
länger sein, oder um weniger als Plattenstärke der Zwischendecke länger sein.
[0021] Die Hilfsstützen sind immer Abstützungen in Plattenstärke, so dass das untere Ende
der inneren Schaltafel oberkant Platte endet. Durch das Abstützen mit Hilfsstützen,
welche vor dem Betonieren entfernt werden, kann auf Abstützungen und Streben, welche
in der Platte eingegossen würden, verzichtet werden. Weil die Schalungselemente durch
die Verwinkelung oder durch den Bogen sich gegenseitig stützen, stehen sie selbstständig.
Ist bei dem Element jedoch keine der Schaltafeln nach unten überstehend, da das Element
nicht an einem Plattenrand angeordnet ist, muss eine Hilfsstütze vorgesehen werden,
welche in die Platte eingegossen werden kann, oder es muss das Verbundschalungselement
zwischen zwei abgestellte Verbundschalungselemente gehängt werden.
[0022] Richtstützen müssen in vielen Fällen erst nach dem Giessen der Platte gestellt werden.
Danach sind diese auf der Platte befestigbar. In Einzelfällen jedoch ist es zweckmässig,
Richtstützen vor den Giessen der Platte auf der Plattenschalung zu befestigen. Dazu
werden die Richtstützen vorteilhaft auf Distanzböcken oder Betonkuben befestigt, welche
in die Platte eingegossen werden dürfen. Nachdem Giessen der Wand kann die Richtstütze
vom eingegossenen Distanzhalter gelöst werden.
[0023] Bei einem vorfabrizierten Verbundschalungselement für eine Schalung einer von einer
Boden- oder Geschossdeckenplatte aufgehenden Wand oder Stütze, mit wenigstens zwei
gegenüberliegenden, die Stärke eines Wand/Stützenkerns definierenden Schaltafeln und
einer Vielzahl von diese Schaltafeln verbindenden Distanzhaltern wird die Aufgabe
erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass zum Giessen der Boden- oder Geschossdeckenplatte
notwendige Teile am Verbundelement für die von der Platte aufgehende Wand oder Stütze
angeordnet sind. Entsprechend muss die aufgehende Wand oder Stütze vor dem Giessen
der darunterliegenden Platte geschalt werden. Ein daraus resultierender Vorteil ist,
dass die Wandschalung nicht in Konflikt mit der Anschlussbewehrung etc. geraten kann.
Das Element ist zudem im Werk herstellbar. Auf der Baustelle ist es zusammen mit den
darin integrierten Teilen wie Bewehrung und Bewehrungsanschluss, Installationen und
Installationsanschlüssen, Plattenrandabschalung etc. versetzbar. Die Bewehrungen und
die Installationen können exakt in die Schalung eingearbeitet und auf einfachste Art
daran oder darin befestigt werden. Eine Nachbearbeitung durch Anpassen von Bewehrungsanschlüssen
und Installationen erübrigt sich.
[0024] Entsprechend ist es zweckmässig, wenn das Verbundschalungselement eine in das Verbundschalungselement
integrierte Anschlussbewehrung für den Bewehrungsanschluss der Wand an die unter der
Wandscheibe angeordnete Platte aufweist. Ebenso zweckmässig ist in gewissen Fällen,
wenn eine Schaltafel die andere nach unten als Plattenrandabschalung übersteht, und/oder
das Verbundschalungselement Installationsanschlüsse und -übergänge an oder in die
darunter vorgesehene Platte aufweist. Die Anschlussbewehrung kann mittels separater
Bügel oder auch direkt durch die Wandbewehrung selber hergestellt werden. Vorteilhaft
bildet die Anschlussbewehrung auch die Abstützung des Verbundschalungselements auf
dem Versetzgrund. Die Anschlussbewehrung muss dazu im Verbundschalungselement derart
fixiert sein, dass sie Kräfte auf die Schalung der Plattenunterseite abtragen kann.
Damit die Bewehrungsstäbe einen genügenden Abstand zur Betonoberfläche der Plattenunterseite
aufweisen, sind daran zementgebundene Distanzklötzchen oder solche aus Kunststoff
vorgesehen.
[0025] Übersteht die äussere Schaltafel die innere nach unten, so ist es insbesondere bei
Fundamentplatten vorteilhaft, wenn der Überstand der einen Schaltafel der Stärke der
unter der Wand angeordneten Boden- oder Geschossdeckenplatte entspricht. Dadurch ist
die Bodenplattenabschalung komplett in der Wandschalung integriert.
[0026] Bei einem Verbundschalungselement mit einer integrierten Bewehrung ist vorteilhaft
die Länge der im Wesentlichen horizontal ausgerichteten Bewehrungstäbe grösser als
das Mittel der horizontalen Längen der beiden gegenüberliegenden Schaltafeln. Dadurch
ist die Bewehrung länger als der durch die Schalung zu schalende Wandkern und greift
somit in den Kernbereich eines an das Element angeschlossenen zweiten Verbundschalungselements.
[0027] Ist das Verbundschalungselement derart ausgebildet, dass es mit einem zweiten Verbundschalungselement
zusammen eine Winkelwand bilden kann, indem die eine Schaltafel beider Verbundschalungselemente
sich jeweils bis in die zusammen gebildete konkave Raumkante erstreckt, so ist es
vorteilhaft, wenn sich die andere Schaltafel jeweils bei beiden beteiligten Elementen
bis in die zusammen gebildete konvexe Raumkante erstreckt.
[0028] Im Folgenden wird die Erfindung anhand der Figuren näher erläutert. Für entsprechende
Teile werden auch bei leicht abweichenden Ausführungen gleiche Bezugsziffern verwendet.
Es zeigt:
- Figur 1:
- einen Vertikalschnitt durch ein von einer Bodenplatte aufsteigendes, bewehrtes Verbundschalungselement
mit Richtstütze,
- Figur 2:
- einen Vertikalschnitt durch ein die Randabschalung einer Bodenplatte bildendes Verbundschalungselement
nach dem Giessen von Boden und Wand,
- Figur 3:
- einen Vertikalschnitt durch einen Deckenplattenanschluss an eine Aussenwand,
- Figur 4:
- den Ausschnitt gemäss Fig. 3, wobei das Aufsteigende Verbundschalungselement die Randabschalung
der Deckenplatte bildet,
- Figur 5:
- den Ausschnitt gemäss Figur 3, wobei das unter der Platte angeordnete Verbundschalungselement
zusammen mit dem von der Platte aufsteigenden die Plattenrandabschalung bildet,
- Figur 6:
- einen Horizontalschnitt durch einen bewehrten, T-förmigen Wandanschluss,
- Figur 7:
- einen Horizontalschnitt durch eine bewehrte Wandecke,
- Figur 8:
- einen Horizontalschnitt durch einen bewehrten, T-förmigen Wandanschluss, bei welchem
drei Elemente gestossen sind,
- Figur 9:
- einen Horizontalschnitt durch eine gerade, bewehrte Wand mit gefügten Verbundschalungselementen.
[0029] Der in Figur 1 dargestellte Vertikalschnitt zeigt eine noch nicht ausgegossene Verbundschalungswand
11 über einer zu giessenden Bodenplatte 13 eines Gebäudes auf einem geeigneten Untergrund
mit Sauberkeitsschicht 14. Die Verbundschalungswand 11 ist beidseitig mit einer Schaltafel
15 bzw. 17 eines Verbundschalungselements 19 eingefasst. Die Schalungstafeln 15 und
17 definieren zusammen einen Hohlraum oder Wandkern 21 einer gewissen Stärke, Breite
und Höhe. Sie sind werkseitig mit Schlössern 23 versehen worden. Die Schlösser sind
aus zwei Teilen 23',23" zusammengesetzt, wobei im Werk der eine Teil 23' an die eine
Schaltafel 15 und der andere Teil 23" an die andere Schaltafel 17 geschraubt wird.
Weiter weist das Verbundschalungselement 19 eine Wandbewehrung 25,27 und eine Anschlussbewehrung
29 auf. Diese Anschlussbewehrung 29 ist Teil des Verbundschalungselements 19. Sie
ist am Element 19 derart fixiert, dass das Element darauf abgestellt werden kann.
Im Element 19 sind ferner eine Elektrodose 31 und ein Elektrorohr 33 angeordnet. Diese
wurden im Vorfabrikationswerk an die Innenseite der Schaltafel 17 geschraubt und zusammen
mit dem Verbundschalungselement 19 auf die Baustelle geliefert. Das Anschlussrohr
33 wurde auf der Baustelle mit einer Muffe 35 an ein weiterführendes Rohr 37 angeschlossen.
Der Elektriker hat auf der Baustelle zudem ein weiteres Rohr 39 in die Wand 11 und
die Bodenplatte 13 eingelegt. Dieses konnte, dank dem die Bodenplatte 13 noch nicht
gegossen ist wenn die Wandschalung 19 bereits aufgerichtet ist, ohne zusammengesetzt
zu werden an einem Stück verlegt werden. Die dadurch gewonnene Zeitersparnis und die
Verbesserung der Ausführung ist einer der Vorteile der Erfindung. Die Verbindung 35
zwischen einem in das Verbundschalungselement 19 eingelegten Rohr, z.B. einem Elektrorohr
33, und einem in der Platte 13 weiterführenden 37 oder aus der nächstunteren Wand
herausragenden Rohr kann dank dem erfindungsgemässen Verfahren im Bereich der Platte
13, und nicht hinter der Wandschalung 15,17 hergestellt werden. Die Rohrenden sind
daher frei zugänglich. Eine solche Verbindung 35 bleibt bis zum Einbetonieren sichtbar
und kontrollierbar.
[0030] Damit das Element 19 abgestellt werden kann, ist die Anschlussbewehrung 29 in der
Schalung fixiert und mit Distanzklötzchen 41 versehen. Zudem ist sie mittels einer
Richtstütze 43 standfest abgestützt. Diese Richtstütze ist an der Wand 11 und auf
einem Betonklotz 45 befestigt. Anstelle des Klotzes 45 mit einer der Plattendicke
entsprechenden Höhe kann auch ein an der Sauberkeitsschicht oder der Plattenschalung
befestigbarer Metallbock verwendet werden. Der Klotz 45 oder der Metallbock verbleiben
in der gegossenen Platte 13, wobei nach dem Giessen der Wand 11 die Stütze 43 von
Wand 11 und Klotz 45 oder Bock gelöst werden kann.
[0031] Nach dem Stellen der Verbundschalungselemente 19 der Wand 11 1 werden die Plattenbewehrung
und die Installationen in die Platte 13 und allenfalls die Wand 11 eingelegt. In der
Figur 1 ist eine obere und eine untere Netzbewehrung 47, resp. 49 dargestellt. Unter
der Wand 11 hindurch wird vorteilhaft eine Stabbewehrung eingelegt (nicht dargestellt).
[0032] In der Figur 2 ist ein fertiggestellter Plattenrand mit von der Platte 13 aufsteigender,
ausgegossener Wand 11' dargestellt. In der Bodenplatte 13 sind die untere Bewehrung
49, die obere Bewehrung 47 und die Randbewehrung 51 gezeigt. Die Randbewehrung 51
greift in die Anschlussbewehrung 29 der aufsteigenden Wand 11 hinein.
[0033] Das Verbundschalungselement 19' weist neben der Anschlussbewehrung 29 noch die Randabschalung
53 für die Bodenplatte 13 auf. Die Randabschalung 53 ist durch die unter das untere
Ende 55 der Schaltafel 15 hinabgeführte Schaltafel 17' gebildet und steht auf der
Sauberkeitsschicht 14, während die Schaltafel 15 um Bodenplattenstärke über der Sauberkeitsschicht
14 endet. Beides, Randabschalung 53 und Anschlussbewehrung 29 sind für das Betonieren
der Bodenplatte 13 notwendig. Daher wird das Verbundschalungselement 19' vor dem Betonieren
der Platte 13 versetzt.
[0034] Da im Verbundschalungselement 19 auch die Anschlussbewehrung 29 integriert ist, kann
es auf der Baustelle horizontal verschoben und an die richtige Stelle gesetzt werden.
Die Anschlussbewehrung 29 verschiebt sich zusammen mit der Schalung und kann daher
die genaue Platzierung nicht behindern. Die Randbewehrung 51 kann danach zwischen
die Anschlussbewehrung 29 hineingeschoben werden.
[0035] Im Verbundschalungswerk werden die Bewehrungen 25,27,29 zwischen die Schlossteile
23',23" eingelegt und an ihnen befestigt. Danach werden die Schaltafeln 15,17 zu einem
Verbundschalungselement 19 verbunden, indem die Schlossteile 23' und die Schlossteile
23" ineinander eingehängt oder eingeschnappt werden. Dadurch sind die Bewehrungen
25,27,29 im Verbundschalungselement fixiert. Die Elemente 19,19' werden mit der Bewehrung
auf die Baustelle geliefert und dort versetzt.
[0036] Nach dem Stellen der Verbundschalungselemente 19 wird die Plattenbewehrung 47,49,51
eingelegt und die Platte 13 gegossen. Die Plattenschalung 53 wird bis zur Unterkante
55 der inneren Schaltafel 15 mit Beton aufgefüllt. Dadurch ist der Hohlraum 21 zwischen
den Schaltafeln 15,17' der Wandschalung 19' unten geschlossen. Kurz darauf kann bereits
die Wand gegossen werden, da der auch nur leicht abgebundene Beton der Bodenplatte
13 die flüssige Betonmasse für die Wand 11 in der Wandschalung 19' zurückzuhalten
vermag. Dank der kurzen Abbindezeit des Betons der Platte 13 kann sich der Beton der
Wand 11 besser mit diesem verbinden.
[0037] Damit die Wand bis zum Verbund mehrerer Verbundschalungselemente stehen kann, werden
zum Stellen der Verbundschalung an dieser Hilfsstützen 57 befestigt, welche vor dem
Betonieren der Platte wieder entfernt werden. Anstelle der Hilfsstützen 57 kann auch
die Anschlussbewehrung 29 zum Abstellen der Schalung dienen.
[0038] Figur 3 bis 5 zeigen den Anschluss einer Geschossdecke 13', bzw. der Schalung 59
der Decke 13', an eine Aussenwand 11'. Die unter der Platte 13' angeordnete Wandschalung
19' ist bereits ausgegossen. Die Plattenschalung 59 und die obere Wandschalung 19"
sind richtig angeordnet und bereit zum Ausgiessen. Alle Installationen 33,63 und Bewehrungen
25,27,29,47,49,51 sind eingelegt. Ein Unterschied zwischen den Figuren 3 bis 5 ist
der Ort 61, an welchem das unter der Platte 13' angeordnete Verbundschalungselement
19' und das über der Platte 13' angeordnete 19" gestossen sind. In Figur 3 ist mit
der äusseren Schaltafel 17 des unteren Wandelements 19' auch die Plattenrandabschalung
53' gebildet. Die Stossfuge 61 liegt daher oberkant der geplanten Platte 13'. In der
Figur 4 ist der Rand der Platte 13' mit der Schaltafel 17' des oberen Elements 19"
geschalt. Die Stossfuge 61 liegt auf der gleichen Höhe wie das obere Ende 63 der inneren
Schaltafel 15, nämlich unterkant verlorener Schalung 59 der Platte 13' oder allenfalls
unterkant Betonkern der Platte 13'. In der Figur 5 wirken beide Schaltafeln 17,17'
zusammen. Die Fuge 61 liegt im Bereich der Platte 13'.
[0039] In Figur 3 ist weiter ein werkseitig in die Wand 11' eingelegtes Installationsrohr
33 mit Anschlusselement 35 im Plattenbereich dargestellt. Auch hier ist die Zugänglichkeit
solcher ausserhalb der Wandschalung 19" angeordneten Installationsanschlüsse 35 ersichtlich.
In der Wand 11' weitergeführte Rohre 63 können im Plattenbereich an zugänglicher Stelle
zwischen unterem Endes 55 der Schaltafel 15 und Untersichtschalung 59 der Platte 13'
mit einer Muffe 35' verbunden werden. Die Anschlussbewehrung 29,51 ist konventionelle
ausgeformt. Die erwähnten Vorteile sind auch bei einer unbewehrten Wand nutzbar.
[0040] In Figur 4 ist eine Anschlussbewehrung 29' dargestellt, welche ein Abstellen des
Verbundschalungselements auf die Bewehrung 29' erlaubt. Aus einem Bewehrungsstab ist
eine Schlaufe 65 gebogen, welche einen Stab 67 parallel zur Plattenschalung 59 aufweist.
An diesem sind ein oder wie dargestellt zwei Distanzklötzchen 41 befestigt, mit welchen
die Anschlussbewehrung 65 auf der Schalung 59 der Platte 13' aufliegt. Die Enden des
die Anschlussbewehrung 65 bildenden Stabes sind überkreuzt und ragen zwischen die
Schaltafeln 15,17' des Verbundschalungselements 19" hinein, wo sie an den Distanzhaltern
oder Schlössern 23 befestigt sind. Die Wandbewehrung 25,27 reicht bis etwa zu den
unteren und oberen Schaltafelenden. Dabei kann unter Umständen auf eine separate Plattenrandbewehrung
(z.B. 51 in Figur 3) verzichtet werden, da der Plattenrand mit der äusseren Wandbewehrung
27 bewehrt und der Kräfteanschluss der Wand 11' an die Platte 13' über den Anschlussbügel
65 gewährleistet ist.
[0041] Die Anschlussbewehrung 61 kann auch, wie in Figur 5 dargestellt, aus zwei von unten
zwischen die Schaltafeln 15,17 der Wandschalung 19" eingeführten Bewehrungsstabwinkeln
67 geschehen, welche zweckmässigerweise die Oberseite der Platte 13' mit der Aussenseite
der Wand 11' bzw. die Unterseite der Platte 13' mit der Innenseite der Wand 11' verbinden.
[0042] Die Figuren 6 bis 9 zeigen Horizontalschnitte durch verschiedene Wanddetails. Grundsätzlich
ist es dank dem erfindungsgemässen Versetzen der Verbundschalungselemente 19 vor dem
Giessen der Platte 13 generell möglich diese über dem Versetzgrund hängend oder auf
diesem aufliegend unbehindert horizontal zu verschieben, da keine Anschlussbewehrung
29,65,67 aus der Platte 13 ragt. Diese Horizontalbewegung ermöglicht andere Anschlusslösungen
für die verschiedenen Wandanschlüsse. Insbesondere kann auf die Montageöffnungen,
welche bisher notwendig waren, um Anschlussbügel in den Wandanschluss einzuschieben,
verzichtet werden. Die Anschlussbewehrung eines Verbundschalungselements kann horizontal
über die Anschlussbewehrung des nächsten geschoben werden, wodurch beide Anschlussbewehrungen
fest im Verbundschalungselement angeordnet sein können.
[0043] In Figur 6 ist ein T-förmiger Wandanschluss dargestellt, bei welchem rechtwinklig
auf die Wandfläche einer ersten Wand 11 eine zweite Wand 11' anschliesst. Das die
eine Wand 11 bildende Verbundschalungselement 19 weist auf der einen Seite eine durchgehende
Schaltafel 17 und auf der gegenüberliegenden Seite zwei mit einem Zwischenraum zueinander
angeordnete Schaltafeln 15, 15' auf. In diesen Zwischenraum schliesst das Verbundschalungselement
19' der zweiten Wand 11' an. In den Verbundschalungselementen 19,19' sind beidseitig
Bewehrungsnetze 25,27 eingelegt. Zudem ist im Verbundschalungselement 19' ein Anschlussbügel
71 horizontal eingelegt und befestigt. Der Anschlussbügel 71 übersteht die Schaltafeln
15,17 des Verbundschalungselements 19' in Richtung der Wandebene um etwas weniger
als die Stärke des Hohlraums 21 des Elements 19 und ist zwischen die Maschen des darin
angeordneten Bewehrungsnetzes 25 eingeführt. Mit vertikal eingeführten Bewehrungsstäben
73 innerhalb des Bügels 71 und der Wand 11 ist die Kraftverbindung gesichert.
[0044] Analog ist die Wandecke in der Figur 7 zusammengeführt. Beide Wände 11,11' weisen
ein Verbundschalungselement 19,19' auf, welches mit Netzen 25,27 bewehrt ist. Da die
Anschlussbewehrung für den Anschluss an die Bodenplatte eine Horizontalbewegung des
direkt über dem Versetzgrund an einem Kran hängenden Verbundschalungselements (z.B.
19') nicht behindern können, können die zusammen die Wandecke bildenden Elemente 19,19'
durch eine solche seitliche Annäherung aneinander gestossen werden. Dabei werden die
seitlichen Anschlussbügel 71, 71' übereinandergeschoben. Wenn das Element 19 gemäss
der Orientierung der Figur 7 z.B. von oben nach unten an das Element 19' herangeführt
wird, kommen die Anschlussbügel 71 über die Anschlussbügel 71' zu liegen. Beim Absetzen
des Verbundschalungselements 19 liegen die Bügel 71,71' aufeinander auf.
[0045] Durch die von oben vertikal in den durch die überlappenden Anschlussbügel 71,71'
umfangenen Raum eingeschobene Stabbewehrung 73 sind die Bewehrungen 25,27,71,25',27',71'
der beiden Schalungselemente 19,19' miteinander verbunden. Dank dem die Schaltafeln
17,17' bis in die konvexe Raumkante 75 reichen, kann auch die bei diesen angeordnete
Bewehrung 27,27' bis nahe an diese Raumkante 75 reichen.
[0046] In Figur 8 ist ein T-förmiger Wandanschluss analog zu dem in Figur 6 dargestellt.
Jedoch ist in Figur 8 der Wandanschluss aus drei Verbundschalungselementen 19,19',19"
zusammengestellt. Jedes Verbundschalungselement 19,19',19" greift mit einem darin
integrierten Anschlussbügel 71,71',71" in den Schnittbereich zwischen den Wänden 11,11'
und sind wiederum mit wenigstens einem, dargestellt sind vier, vertikalen Bewehrungsstab
73 verbunden, welcher von jedem Bügel 71,71',71" umfangen ist.
[0047] Auch gerade verlaufende Wände 11, wie in Fig. 9 dargestellt, können in dieser Art
gestossen und deren Bewehrungen 25,27,71,25',27',71' verbunden werden. Dank dem die
Verbundschalungselemente 19,19' nicht auf eine gegossene Platte 13 abgestellt werden,
und dank dem die Bewehrung für die Boden- oder Geschossdeckenplatte nicht verlegt
ist, wenn die Verbundschalungselemente 19,19' versetzt werden, müssen daher nach dem
Zusammenfügen von seitlich aneinander anschliessenden Schalungselementen 19,19' keine
horizontal verlaufenden Bewehrungselemente mehr in die Schalung eingefügt werden.
Daher können die Verbundschalungselemente 19,19' bewehrter Wände ohne Öffnung zum
Einfügen von horizontalen Anschlussbewehrungen 71,71' ausgeführt sein.
1. Verfahren zur Herstellung einer Boden- oder Geschossdeckenplatte (13,13') und einem
von dieser aufgehenden Bauteil (11,11'), z.B. Wand, Stütze, Brüstung, Tragrippe, mit
am Bauteil (11,11') verbleibendem, vorfabriziertem Verbundschalungselement (19,19'19"),
welches zwei gegenüberliegende, mit Distanzhaltern verbundene Schaltafeln (15,17,15',17')
aufweist, bei welchem Verfahren Platte (13,13') und aufgehendes Bauteil (11,11') geschalt
und eine aushärtbare Gussmasse, insbesondere Beton, in die Schalungen (19,19',19",59)
gegossen wird, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Vorfabrikation des Verbundschalungselements
(19,19',19") im Bereich der Platte (13,13') anzuordnende Teile (29,33,53) in diese
integriert werden, z.B. Randabschalung (53), Kabelrohre (33), Heizungsrohre und/oder
Bewehrungsanschluss (29), und die Verbundschalungselemente (19,19',19") mit diesen
Teilen (29,33,53) vor dem Giessen der Platte (13,13') versetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem der Anschluss des Bauteils (11,11') an die
Platte (13,13') mit Bewehrungsstäben (29) bewehrt werden, dadurch gekennzeichnet,
dass die Anschlussbewehrung (29) bei der Vorfabrikation des Verbundschalungselements
(19,19') in dieses eingelegt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Bauteil (11,11') aussen fluchtend mit
dem Rand der Platte (13,13') angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die äussere
Schaltafel (17,17') des Verbundschalungselements (19,19') nach unten die innere Schaltafel
(15,15') überstehend ausgebildet wird und die Platte (13,13') mit dieser Schaltafel
(17,17') abgeschalt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewehrung
(47,49,51) der Platte (13,13') nach dem Versetzen der Wand/Stützenschalung (19,19',19")
verlegt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei welchem ein bewehrtes Verbundschalungselement
(19) der Wand/Stütze (11,11') auf einen Versetzgrund (14,59,17) versetzt und wenigstens
ein zweites bewehrtes Verbundschalungselement (19') mit einer offenen Seite an eine
offene Seite des ersten angeschlossen wird und die Bewehrungen (25,27,71,25',27',71')
der beiden Elemente (19,19') miteinander verbunden werden, dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Verbundschalungselement (19') in einer Höhe von wenigen Zentimetern
über dem Versetzgrund (14,59,17) gehalten und in dieser Höhe etwa horizontal an das
erste Verbundschalungselement (19) gefügt und danach auf den Versetzgrund (14,59,17)
abgesetzt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens in eines der Verbundschalungselemente
(19,19') eine Bewehrung (25,27,71,25',27',71') mit einer horizontalen Ausdehnung eingebracht
wird, welche grösser ist als das Mittel der beiden gegenüberliegenden Schaltafeln
(15,17,15'17') des Verbundschalungselements (19), und dass die Bewehrung (71) beim
seitlichen Zusammenfügen beider Verbundschalungselemente (19,19') in Überlappung mit
der Bewehrung (71') des zweiten Verbundschalungselements (19') gebracht wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6 in Verbindung mit Anspruch 3, bei welchem
mehrere Verbundschalungselemente (19,19') miteinander zu einer einen Winkel oder Bogen
aufweisenden Wandschalung verbunden werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbundschalungselemente
(19,19') beim Versetzen auf die äussere Schaltafel (17,17') und auf der Innenseite
auf wenigstens eine Hilfsstütze (57) abgestellt werden, und dass die Hilfsstütze (57)
entfernt wird, nachdem die Verbundschalungselemente (19,19') zu dem einen Winkel oder
Bogen aufweisenden Wandschalungsteil verbunden worden sind.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass Distanzhalter
(45) auf der Plattenschalung angeordnet und Richtstützen (43) auf diesen Distanzhaltern
(45) abgestützt werden.
9. Vorfabriziertes Verbundschalungselement (19,19') für eine Schalung einer von einer
Boden- oder Geschossdeckenplatte (13,13') aufgehenden Wand (11,11') oder Stütze, mit
wenigstens zwei gegenüberliegenden, die Stärke eines Wand/Stützenkerns (21) definierenden
Schaltafeln (15,17) und einer Vielzahl von diese Schaltafeln verbindenden Distanzhaltern
(23), gekennzeichnet durch in den Bereich der Bodenplatte anzuordnende Teile (29,33,53).
10. Verbundschalungselement nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch eine in das Verbundschalungselement
(19,19') integrierte Anschlussbewehrung (29) für den Bewehrungsanschluss der Wand/Stütze
(11,11') an die darunter angeordnete Platte (13).
11. Verbundschalungselement nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussbewehrung
(29) die Abstützung des Verbundschalungselements (19,19') auf dem Versetzgrund (14,59)
bildet.
12. Verbundschalungselement nach einem der Ansprüche 9 bis 11, gekennzeichnet durch eine
erste Schaltafel (17), welche die gegenüberliegende zweite Schaltafel (15) nach unten
übersteht.
13. Verbundschalungselement nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Überstand
der ersten Schaltafel (17) der Stärke der unter dem aufgehenden Bauteil (11,11') angeordneten
Boden- oder Geschossdeckenplatte (13,13') entspricht.
14. Verbundschalungselement nach einem der Ansprüche 9 bis 13 mit einer integrierten Bewehrung
(25,27) , dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der im Wesentlichen horizontal ausgerichteten
Bewehrungstäbe (25,27,71) grösser ist als das Mittel der Längen der beiden gegenüberliegenden,
zu den Bewehrungsstäben (25,27,71) parallelen Schaltafeln (15,17).
15. Verbundschalungselement (19) nach Anspruch 14, welches derart ausgebildet ist, dass
es mit einem zweiten Verbundschalungselement (19') zusammen eine Winkelwand bildet,
wobei die eine Schaltafel (15,15') beider Verbundschalungselemente (19,19') sich jeweils
bis in die zusammen gebildete konkave Raumkante erstreckt, dadurch gekennzeichnet,
dass sich die andere Schaltafel (17,17') jeweils bis in die zusammen gebildete konvexe
Raumkante (75) erstreckt.