Stand der Technik
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung des Luft-Kraftstoff-Gemisches
einer Brennkraftmaschine bei extremen Dynamikvorgängen, wobei eine Lambdaregelung
vorhanden ist.
[0002] Wie aus der EP 0 370 091 B1 hervorgeht, sind Brennkraftmaschinen üblicherweise mit
einer Lambdaregelung ausgestattet. Lambda ist die Maßzahl für das Luft-Kraftstoff-Verhältnis
des den Zylindern der Brennkraftmaschine zugeführten Gemisches. Die Lambdaregelung
bewirkt, daß bei einer Abweichung des Lambda-Istwertes, der mit einer Lambdasonde
gemessen wird, von einem Lambda-Sollwert die zugeführte Kraftstoffmenge so verändert
wird, daß sich der Lambdawert 1 einstellt.
[0003] Bei extremen Dynamikvorgängen der Brennkraftmaschine, also bei extremen Beschleunigungen
und Verzögerungen treten große Änderungen des Wandfilms im Ansaugrohr auf. Bei hohen
Beschleunigungen kommt es deshalb zu einer starken Anreicherung des Luft-Kraftstoff-Gemisches,
und bei hohen Verzögerungen kommt es zu einer starken Abmagerung des Luft-Kraftstoff-Gemisches.
Der Lambda-Istwert weicht in diesen Fällen sehr stark vom Idealwert 1 ab. Die Lambdaregelungen
wird daher bei extremen Dynamikvorgängen hohe Regelausschläge produzieren, was zu
spürbaren Fahrverhaltensbeeinträchtigungen führen kann.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten
Art anzugeben, mit dem sich bei extremen Dynamikvorgängen Beeinträchtigungen des Fahrverhaltens
(z.B. Ruckeln, Aussetzer) vermeiden lassen.
Vorteile der Erfindung
[0005] Die genannte Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 dadurch gelöst, daß die
Lambdaregelung deaktiviert wird, wenn entweder eine hohe Gemischanreicherung auftritt,
welche für eine vorgegebene Zeitdauer eine Schwelle überschreitet, oder wenn eine
hohe Gemischabmagerung auftritt, welche für eine vorgegebene Zeitdauer eine Schwelle
unterschreitet. Durch diesen Eingriff in die Lambdaregelung läßt sich bei extremen
Dynamikvorgängen ein gutes Fahrverhalten erreichen.
[0006] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
[0007] So ist es zweckmäßig, daß die Lambdaregelung deaktiviert wird, wenn entweder neben
der erfüllten Bedingung einer hohen Gemischanreicherung zusätzlich das Ausgangssignal
des Lambdareglers eine obere Schwelle unterschreitet oder wenn neben der erfüllten
Bedingung einer hohen Gemischabmagerung zusätzlich das Ausgangssignal des Lambdareglers
eine untere Schwelle unterschreitet.
[0008] Falls die Lambdaregelung bei einer hohen Gemischanreicherung oder Gemischabmagerung
deaktiviert wird, erfolgt die Deaktivierung für eine von der Motortemperatur abhängige
Zeit.
[0009] Die Deaktivierung der Lambdaregelung aufgrund einer hohen Gemischanreicherung wird
zweckmäßigerweise dann aufgehoben, wenn entweder der Lastgradient unterhalb einer
ersten Schwelle liegt oder die Bedingung einer hohen Gemischabmagerung vorliegt. Die
Deaktivierung der Lambdaregelung aufgrund einer hohen Gemischabmagerung wird dann
aufgehoben, wenn entweder der Lastgradient oberhalb einer zweiten Schwelle liegt oder
die Bedingung einer hohen Gemischanreicherung vorliegt. Die erste und die zweite Schwelle
sind vorzugsweise von der Motortemperatur abhängig.
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
[0010] Die Figur der Zeichnung zeigt ein Funktionsdiagramm für ein Verfahren zur Steuerung
des Luft-Kraftstoff-Gemisches bei extremen Dynamikvorgängen.
[0011] Der Block 1 symbolisiert eine an sich bekannte, hier nicht näher beschriebene Lambdaregelung,
deren Ausgangssignal Fr1 eine Stellgröße für die Kraftstoffeinspritzung darstellt.
Sofern die Brennkraftmaschine zwei Motorbänke aufweist, stellt die Lambdaregelung
1 für jede Motorbank eine Stellgröße Fr1 und Fr2 für die Kraftstoffeinspritzung zur
Verfügung.
[0012] Die Lambdaregelung 1 wird vom Ausgangssignal B_pspaus eines ODER-Gatters 2 deaktiviert,
wenn entweder eine hohe Gemischanreicherung, wie sie bei einer hohen Beschleunigung
des Fahrzeugs auftritt, oder eine hohe Gemischabmagerung, wie sie bei einer starken
Verzögerung des Fahrzeugs auftritt, vorliegt. Deaktivierung der Lambdaregelung bedeutet,
daß die normale Lambdaregelung außer Kraft gesetzt wird und der Lambdawert auf einen
Neutralwert (z.B. 1,0) gesetzt wird. Die Lambdaregelung folgt somit nicht mehr dem
Signal der Lambdasonde. Damit ist eine zu hohe Abmagerung oder Anfettung des Gemisches
aufgrund eines Instationärvorganges nichr mehr möglich.
[0013] Das ODER-Gatter 2 besitzt zwei Eingänge ebag und evag. Am Eingang ebag liegt eine
logische 1 an, wenn aufgrund einer hohen Gemischanreicherung die Lambdaregelung 1
deaktiviert werden soll, und am Eingang evag liegt eine logische 1 an, wenn die Lambdaregelung
1 aufgrund einer hohen Gemischabmagerung deaktiviert werden soll. Unter welchen Bedingungen
an den Eingängen ebag bzw. evag des ODER-Gatters 2 Signale mit logischer 1 bereitstehen,
ist dem Funktionsdiagramm zu entnehmen. Das Funktionsdiagramm besteht aus zwei gleichartig
aufgebauten Zweigen. Im ersten Zweig, der am Eingang ebag des ODER-Gatters 2 anliegt,
werden die Bedingungen für eine Deaktivierung der Lambdaregelung 1 bestimmt, und im
zweiten Zweig, der am Eingang evag des ODER-Gatters 2 anliegt, werden die Bedingungen
für eine Deaktivierung der Lambdaregelung 1 ermittelt, die auf eine hohe Gemischabmagerung
zurückzuführen sind.
[0014] Damit am Eingang ebag des ODER-Gatters 2 ein Signal mit einer logischen 1 anliegt,
müssen drei Bedingungen erfüllt sein. Ob diese drei Bedingungen gleichzeitig vorliegen,
erfaßt ein UND-Gatter 3, dessen Ausgangssignal dem Eingang ebag des ODER-Gatters 2
zugeführt ist.
[0015] Die erste Bedingung ist ein Signal B_bag, welches angibt, daß eine hohe Gemischanreicherung
vorliegt, die eine Schwelle überschreitet. Dieses Signal B_bag ist an den Setzeingang
S eines Flip-Flops 4 gelegt, so daß dieses Flip-Flop 4 gesetzt wird und ein Signal
mit einer logischen 1 an einen Eingang des UND-Gatters 3 abgibt, wenn das Flip-Flop
4 durch das Signal B_bag gesetzt wird.
[0016] Die zweite Bedingung besteht darin, daß dieses Signal B_bag, das eine hohe Gemischanreicherung
andeutet, für eine vorgegebene Zeitdauer auf logisch 1 liegt, d.h. die hohe Gemischanreicherung
für die vorgegebene Zeit andauert. Ob das Signal B_bag für die hohe Gemischeinreicherung
für die vorgegebene Zeitdauer TVUKGBM auf logisch 1 liegt, wird beispielsweise mittels
eines Zählers 5 erfaßt, der solange seinen Zählerstand erhöht, wie das Signal B_bag
anliegt. Falls das Signal B_bag solange den Zustand logisch 1 hat, bis die vorgegebene
Zeitdauer TVUKGBM abgelaufen ist, wird über die Blöcke 6 und 7 eine logische 1 an
das UND-Gatter 3 abgegeben. Im Block 6 findet eine Abfrage statt, ob der Zähler 5
bis auf 0 zurückgezählt hat, also die Zeit TVUKGBM abgelaufen ist. Wenn der Zählerstand
0 erreicht ist, wird im Block 7 ein Triggerimpuls (entspricht der logischen 1) für
das UND-Gatter 3 erzeugt.
[0017] Die Zeitdauer TVUKGBM ist abhängig von der Motortemperatur, und eine Kennlinie 8
gibt die zu der entsprechenden aktuellen Motortemperatur gehörende Zeitdauer TVUKGBM
an den Zähler 5 ab.
[0018] Die dritte Bedingung dafür, daß das UND-Gatter 3 eine logische 1 an den Eingang ebag
des ODER-Gatters 2 abgibt, ist die, daß das Ausgangssignal Fr1 der Lambdaregelung
1 kleiner als eine obere Schwelle FRMBAO (z.B. 1,016) liegt. Ein Schwellwertentscheider
9 führt den Vergleich des Ausgangssignals Fr1 der Lambdaregelung 1 mit der oberen
Schwelle FRMBAO durch. Sollte eine Stereo-Lambdaregelung für zwei Motorbänke vorhanden
sein, so wird der Mittelwert aus den beiden Ausganssignalen Fr1 und Fr2 der Lambdaregelung
1 mit der besagten oberen Schwelle FRMBAO verglichen. Der Mittelwert aus den beiden
Signalen Fr1 und Fr2 wird mittels einer additiven Verknüpfung 10 und einer Divisionsschaltung
11 bestimmt, welche das Summensignal aus Fr1 und Fr2 durch den Faktor 2 teilt. Mit
dieser auf der Schellwertentscheidung beruhenden dritten Bedingung wird verhindert,
daß es zu einer zu starken Abmagerung des Gemisches kommt.
[0019] Wenn eine von den folgenden drei Bedingungen erfüllt ist, wird das Flip-Flop 4 wieder
zurückgesetzt. Als Folge davon nimmt das Ausgangssignal des UND-Gatters den Zustand
logisch 0 an und dementsprechend auch das Ausgangssignal B_pspaus des ODER-Gatters
2, womit die Deaktivierung der Lambdaregelung wieder rückgängig gemacht wird. Allerdings
erfolgt die Reaktivierung der Lambdaregelung 1 nach einer Deaktivierung um eine gewisse
Zeitverzögerung TLRBAM. Diese Zeitverzögerung ist abhängig von der Motortemperatur
und wird vom Kennlinienfeld 12 vorgegeben.
[0020] Signale, welche die nachfolgend genannten drei Bedingungen für eine Reaktivierung
der Lambdaregelung 1 wiedergeben, liegen an den Eingängen eines ODER-Gatters 13, dessen
Ausgang an den Rücksetzeingang R des Flip-Flops 4 gelegt ist. Die erste Bedingung
für die Reaktivierung der Lambdaregelug 1 ist die, daß die Lambdaregelung 1 zuvor
deaktiviert worden ist. Dementsprechend ist das Ausganssignal des UND-Gatters 3 auf
einen Eingang des ODER-Gatters 13 zurückgeführt. Nachdem also eine Deaktivierung der
Lambdaregelung stattgefunden hat, wird mit einer Zeitverzögerung TLRBAM die Deaktivierung
rückgängig gemacht. Eine zweite Bedingung für die Reaktivierung bzw. auch zur Blockierung
einer Deaktivierung der Lambdaregelung 1 besteht in einem Signal B_vag, das den Zustand
logisch 1 hat, wenn eine hohe Gemischabmagerung vorliegt. Eine dritte Bedingung für
die Reaktivierung bzw. für eine Blockierung der Deaktivierung der Lambdaregelung 1
besteht darin, daß der Lastgradient dtl der Brennkraftmaschine unterhalb einer Schwelle
DTLUKVM liegt, die aus einer Kennlinie 14 entnehmbar ist. Wenn also eine der zuvor
genannten drei Bedingungen gegeben ist, wird entweder das zuvor gesetzte Flip-Flop
4 zurückgesetzt oder es wird überhaupt ein Setzen des Flip-Flops 4 verhindert, so
daß eine Deaktivierung der Lambdaregelung 1 blockiert ist.
[0021] Eine Deaktivierung der Lambdaregelung 1 aufgrund einer hohen Gemischabmagerung erfolgt
dann, wenn an den drei Eingängen eines UND-Gatters 15 gleichzeitig Signale mit einer
logischen 1 anliegen, d.h. gleichzeitig die nachfolgend beschriebenen drei Bedingungen
vorliegen, und deshalb das Ausgangssignal des UND-Gatters 15 mit dem Zustand logisch
1 am Eingang evag des ODER-Gatters 2 anliegt.
[0022] Die erste Bedingung besteht in dem Vorhandensein eines Signals B_vag, das bei einer
hohen Gemischabmagerung den Zustand logisch 1 annimmt. Dieses Signal B_vag liegt am
Setzeingang S eines Flip-Flops 16, das dann eine logische 1 auf einen Eingang des
UND-Gatters 15 legt.
[0023] Die zweite Bedingung für die Deaktivierung der Lambdaregelung 1 ist die, daß das
Signal B_vag für eine vorgegebene Zeitdauer auf den Zustand logisch 1 gesetzt ist.
Ob das Signal B_vag für die gesamte Zeitdauer TVUKGVM in den Zustand logisch 1 gesetzt
ist, wird mit Hilfe eines Zählers 17 ermittelt, der seinen Zählerstand solange verändert,
wie das Signal B_vag mit seinem Zustand logisch 1 anliegt und die Zeitdauer TVUKGVM
noch nicht überschritten ist. Falls der Zähler 17 bis zum Ablauf der Zeitdauer TVUKGVM
hochgezählt hat, wird über die Schaltblöcke 18 und 19 eine logische 1 an einen Eingang
des UND-Gatters 15 abgegeben. Im Block 18 findet eine Abfrage statt, ob der Zähler
17 bis auf 0 zurückgezählt hat, also die Zeit TVUKGVM abgelaufen ist. Wenn der Zählerstand
0 erreicht ist, wird im Block 19 ein Triggerimpuls (entspricht der logischen 1) für
das UND-Gatter 15 erzeugt.Die Zeit TVUKGVM wird aus einer von der Motortemperatur
abhängigen Kennlinie 20 entnommen.
[0024] Die dritte Bedingung für die Deaktivierung der Lambdaregelung 1 besteht darin, daß
das Ausgangssignal Fr1 oder der Mittelwert aus zwei Ausganssignalen Fr1 und Fr2 der
Lambdaregelung unterhalb einer unteren Schwelle FRMVAO (z.B. 0,95) liegt. Der Vergleich
des Signals Fr1 bzw. des Mittelwerts aus den Signalen Fr1 und Fr2 mit der unteren
Schwelle FRMVAO findet in einem Block 21 durch Schwellwertentscheidung statt. Mit
dieser auf der Schellwertentscheidung beruhenden dritten Bedingung wird verhindert,
daß es zu einer zu starken Anfettung des Gemisches kommt.
[0025] Die Deaktivierung der Lambdaregelung 1 bei einer hohen Gemischabmagerung soll nur
für eine bestimmte, von der Motortemperatur abhängige Zeit TLRVAM erfolgen. Zu diesem
Zweck ist zwischen dem Ausgang des UND-Gatters 15 und dem Eingang evag des ODER-Gatters
2 ein Verzögerungsglied 22 eingefügt. Nach einer Deaktivierung der Lambdaregelung
1 wird diese nach der besagten Zeitverzögerung um TLRVAM wieder reaktiviert, oder
es wird eine Deaktivierung blockiert, wenn eine der nachfolgend genannten drei Bedingungen
gegeben ist.
[0026] Als erste Bedingung ist das Ausgangssignal des UND-Gatters 15 auf einen ersten Eingang
eines ODER-Gatters 23 zurückgeführt, dessen Ausgang mit dem Reseteingang R des Flip-Flops
16 verbunden ist. Sobald das Ausgangssignal des UND-Gatters 15 den Zustand logisch
1 angenommen hat, also eine Deaktivierung der Lambdaregelung 1 eingeleitet worden
ist, nimmt das Ausgangssignal des ODER-Gatters 23 ebenfalls den Zustand logisch 1
an und setzt damit das Flip-Flop 16 zurück, womit wiederum das Ausgangssignal des
UND-Gatters 15 den Zustand logisch 0 annimmt. Diese logische 0 wird entsprechend der
Zeitverzögerung TLRVAM im Block 22 an den Eingang evag des ODER-Gatters 2 weitergeleitet,
womit das Ausgangssignal B_pspaus des ODER-Gatters 2 auf logisch 0 gesetzt und damit
die Lambdaregelung 1 wieder aktiviert wird.
[0027] Als zweite Bedingung ist einem zweiten Eingang des ODER-Gatters 23 das Signal B_bag
zugeführt, welches, wenn es den Zustand logisch 1 hat, eine hohe Gemischanreicherung
signalisiert. Wenn das der Fall ist, setzt das Ausgangssignal des ODER-Gatters 23
das Flip-Flop 16 zurück bzw. blockiert ein Setzen des Flip-Flops 16, so daß das Ausgangssignal
des UND-Gatters 15 nicht auf logisch 1 gesetzt werden kann und dementsprechend auch
keine Deaktivierung der Lambdaregelung 1 erfolgt.
[0028] Die dritte Bedingung, welche ein Rücksetzen des Flip-Flops 16 verursacht und damit
eine Reaktivierung der Lambda-Regelung bewirkt oder eine Aktivierung der Lambdaregelung
1 blockiert, besteht darin, daß der Lastgradient dtl oberhalb einer Schwell DTLUKBM
liegt. Wenn also das den Lastgradienten angebende Signal dtl die in Abhängigkeit von
der Motortemperatur in einem Kennfeld 24 abgelegte Schwelle DTLUKBM übersteigt, liegt
am dritten Eingang des ODER-Gatters 23 eine logische 1 an mit der Folge, daß das Flip-Flop
16 zurückgesetzt wird und dadurch das Ausgangssignal des UND-Gatters 15 den Zustand
logisch 0 annimmt.
1. Verfahren zur Steuerung des Luft-Kraftstoff-Gemisches einer Brennkraftmaschine bei
extremen Dynamikvorgängen, wobei eine Lambbdaregelung vorhanden ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lambdaregelung (1) deaktiviert wird, wenn entweder eine hohe Gemischanreicherung
auftritt, welche für eine vorgegebene Zeitdauer (TVUKGBM) eine Schwelle überschreitet
oder wenn eine hohe Gemischabmagerung auftritt, welche für eine vorgegebene Zeitdauer
(TVUKGVM) eine Schwelle unterschreitet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lambdaregelung (1) deaktiviert
wird, wenn entweder neben der erfüllten Bedingung (B_bag) einer hohen Gemischanreicherung
zusätzlich das Ausgangssignal (Fr1, Fr2) des Lambdareglers (1) eine obere Schwelle
(FRMBAO) unterschreitet oder wenn neben der erfüllten Bedingung (B_vag) einer hohen
Gemischabmagerung zusätzlich das Ausgangssignal (Fr1, Fr2) der Lambdaregelung (1)
eine untere Schwelle (FRMVAO) unterschreitet.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Deaktivierung der Lambdaregelung
(1) für eine von der Motortemperatur abhängige Zeit (TLRBAM, TLRVAM) erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Deaktivierung der Lambdaregelung
(1) aufgrund einer hohen Gemischanreicherung aufgehoben wird, wenn entweder der Lastgradient
(dtl) unterhalb einer ersten Schwelle (DTLUKVM) liegt oder die Bedingung (B_vag) einer
hohen Gemischabmagerung vorliegt, und daß die Deaktivierung der Lambdaregelung (1)
aufgrund einer hohen Gemischabmagerung aufgehoben wird, wenn entweder der Lastgradient
(dtl) oberhalb einer zweiten Schwelle (DTLUKBM) liegt oder die Bedingung (B_bag) einer
hohen Gemischanreicherung vorliegt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die erste und die zweite Schwelle
(DTLUKVM, DTLUKBM) von der Motortemperatur abhängen.