[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Anwerfen von mit einem elektromotorischen
Hauptantrieb ausgerüsteten Webmaschinen, wobei wenigstens eine Schwungmasse vom Hauptantrieb
angetrieben wird, die über eine Kupplung an die Hauptantriebswelle kuppelbar ist.
[0002] Üblicherweise werden Webmaschinen durch einen elektrischen Motor angetrieben, der
an das Wechselstrom- bzw. Drehstromnetz angeschlossen ist Es werden vorzugsweise polumschaltbare
oder frequenzgesteuerte Motoren verwendet. Von diesem Hauptantrieb aus werden über
Getriebemittel, z.B. über einen Riemenantrieb, mit der Hauptwelle der Webmaschine
gekuppelte Schwungmassen angetrieben. Nach Einschalten des Hauptantriebes wird die
Schwungmasse durch den Motor zunächst auf eine vorgegebene Drehzahl beschleunigt.
Zum Starten der Webmaschine selbst wird über eine Kupplungs-Brems-Einheit die Schwungmasse
auf die Hauptwelle der Webmaschine gekuppelt, und die Webmaschine vom Stillstand aus
in Bewegung setzt. Die Charakteristik der Kupplung, die Steifheit des Motors und die
Größe der einwirkenden Schwungmassen, sowie Reibwiderstände, ergeben für den Anlaufvorgang
der Webmaschine einen ganz bestimmten Drehzahlverlauf, und zwar einerseits für die
Schwungmassen und andererseits für die Hauptwelle der Webmaschine. Dabei erfährt die
Drehzahl der Schwungmassen nach Einschaltung der Kupplung einen erheblichen Drehzahlabfall,
bis sie mit der vom Stillstand aus hochlaufenden Hauptwellendrehzahl der Webmaschine
übereinstimmt.
[0003] An derartige Anwerfeinrichtungen für Webmaschinen werden in der Praxis besondere
Anforderungen gestellt, so muss z. B. die Webmaschine bis zum ersten Blattanschlag
völlig eingekuppelt sein. Bei einem derartigen Einkuppelvorgang an der Webmaschine
kann es vorkommen, dass zwar die Webmaschine bis zum ersten Blattanschlag vollständig
eingekuppelt ist, dass jedoch die momentane Drehgeschwindigkeit beim ersten Blattanschlag
zu gering ist, und dadurch im Gewebe sogenannte Anlaufstellen entstehen, d. h. Stellen,
bei denen der eingetragene Schussfaden nicht mit hinreichender Kraft an die Anschlagkante
des Gewebes angeschlagen wird. Eine so entstandene Folge von weniger dicht angeschlagenen
Schussfäden kann als streifenartiger Gewebefehler sichtbar werden. Um beim Anlaufen
der Webmaschine die genannten, aus zu geringer Drehgeschwindigkeit resultierenden
Auswirkungen zu vermeiden, war man bisher darauf bedacht, den Antrieb so auszubilden,
dass er möglichst beim ersten Blattanschlag die gewünschte Enddrehgeschwindigkeit
erreicht.
[0004] Ein derartiges Verfahren zum Anwerfen eines Hauptantriebs einer Webmaschine ist aus
der auf den gleichen Anmelder zurückgehenden DE 37 33 590 C2 bekannt. Ein Nachteil
des dort angegebenen Verfahrens ist, dass für den Webbetrieb nicht exakt bestimmt
werden kann, um wieviel die Nenndrehzahl der Maschine und damit die Drehzahl der Schwungmasse
erhöht werden muss, um beim ersten Blattanschlag nach dem Kuppeln des Antriebs an
die Hauptantriebswelle der Webmaschine die Nenndrehzahl zu erreichen. Das dort beschriebene
Freischalten des Hauptantriebs während des Kuppelns und die Wiederanschaltung an das
Netz mit der größeren Polzahl kann z.B. so vorgenommen werden, dass eine bestimmte
Drehzahl vorgewählt wird, die zwischen der einkuppelnden Startdrehzahl und der Nenndrehzahl
liegt.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Anwerfen von Webmaschinen
anzugeben, welches automatisch die benötigte Startdrehzahl zum Anwerfen der Webmaschine
ermittelt.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des unabhängigen Patentanspruchs
1 gelöst.
[0007] Erfindungswesentlich ist danach, dass die Drehzahl der Webmaschinenhauptwelle mindestens
beim ersten Blattanschlag gemessen und die Abweichung der gemessenen Drehzahl von
der Nenndrehzahl ermittelt wird, wobei in der Webmaschinensteuerung ein Auswerten
und Abspeichern der Messwerte erfolgt und eine Startdrehzahl für den Anwerfvorgang
auf der Grundlage der ermittelten Messwerte berechnet wird, derart, dass bei einem
erneuten Start der Webmaschine mindestens die Nenndrehzahl beim ersten Blattanschlag
erreicht wird.
[0008] Das erfindungsgemäße Verfahren kann demnach als selbstlernendes Verfahren zum Anwerfen
einer Webmaschine bezeichnet werden. Bei jedem Anwerfen der Webmaschine in Folge einer
Störung wird in der Webmaschinensteuerung ein Abbild des Hochlaufens der Maschine
bis zum ersten Blattanschlag oder über mehrere Blattanschläge erstellt und abgespeichert.
Auf der Grundlage der gewonnenen Daten wird die tatsächliche Startdrehzahl des Antriebsmotors
bzw. der Schwungmasse errechnet, die notwendig ist, um beim nächsten Startvorgang
der Webmaschine an der Hauptwelle die Nenndrehzahl beim ersten Blattanschlag zu erreichen.
[0009] Vorteilhafte Ausführungen und Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen
Patentansprüche.
[0010] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung sei nachstehend anhand der Zeichnungen erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- ein schematisches Blockschaltbild des Antriebs einer Webmaschine;
- Fig. 2
- ein Diagramm der Drehzahlverläufe beim Anwerfen einer Webmaschine.
[0011] Zunächst sei anhand des Blockschaltbildes der Figur 1 der allgemeine Aufbau eines
Webmaschinenantriebs beschrieben. Der Antrieb der Webmaschine erfolgt in üblicher
Weise durch einen netzgespeisten elektromotorischen Hauptantrieb 1, welcher vorzugsweise
als polumschaltbarer oder frequenzsteuerbarer Elektromotor ausgebildet ist, der von
der Webmaschinensteuerung 8 angesteuert wird. Bei Ausbildung des Hauptantriebs als
frequenzsteuerbarer Motor ist zum Betrieb ein Frequenzumformer 7 notwendig, der die
von der Webmaschinensteuerung 8 vorgegebene Sollfrequenz in die zum Betrieb des Motors
erforderliche Frequenz umformt und die erforderliche Betriebsleistung bereitstellt.
[0012] Vom Hauptantrieb 1 aus wird über ein Getriebe 2, das hier z. B. als Riemenantrieb
angedeutet ist, mindestens eine Schwungmasse 3 angetrieben. Diese Schwungmasse 3 ist
über eine Kupplungs-Brems-Einheit 4 auf die Hauptwelle 5 der Webmaschine kuppelbar.
Die Ausbildung des Hauptantriebes 1 und der Aufbau der Antriebsstrecke vom Motor des
Hauptantriebes bis zum Anschluss an die Webmaschine ist an sich bekannt und braucht
hier nicht näher beschrieben zu werden.
[0013] An der Hauptwelle 5 ist ein Signalgeber 6 zur Ermittlung der Drehzahl der Welle 5
angeordnet. Dieser kann z.B. als Drehzahlgeber ausgebildet sein.
[0014] Die Steuerung des Antriebs erfolgt über die Webmaschinensteuerung 8, welche sowohl
auf den Hauptantrieb 1 als auch auf die Kupplungs-Brems-Einheit 4 wirkt. Informationen
über die augenblickliche Drehzahl der Hautwelle 5 erhält die Webmaschinensteuerung
8 von dem Signalgeber 6.
[0015] Für die Wirkungsweise des erfindungsgemäßen Verfahrens gemäß Figur 2 sei angenommen,
dass z. B. durch einen Störfall die Webmaschine selbsttätig abstellt und der Hauptantrieb
sich im Leerlaufbetrieb befindet. Die Webmaschine ist dabei durch die Kupplungs-Brems-Einheit
4 von der Schwungmasse 3 und vom Hauptantrieb 1 abgekuppelt und befindet sich im Stillstand.
[0016] Zunächst sei der Anwerfvorgang der Webmaschine für eine Ausbildung des Hauptantriebs
1 als polumschaltbarer Motor beschrieben. Beim Betrieb mit höherer Polzahl arbeitet
der Antrieb 1 bei Normaldrehzahl, die der Nenndrehzahl n1 der Schwungmasse entspricht.
Bei Betrieb mit niederer Polzahl arbeitet der Antrieb 1 mit Höchstdrehzahl, die der
Höchstdrehzahl n3 der Schwungmasse entspricht.
[0017] Zum Anwerfen der Webmaschine wird, nach Beseitigung der Störung, durch die Webmaschinensteuerung
8 zum Zeitpunkt t1 eine Polumschaltung des Motors 1 auf die kleinere Polzahl vorgenommen,
so dass der Motor 1 von der Nenndrehzahl auf seine Höchstdrehzahl beschleunigt wird.
Dadurch wird auch die Schwungmasse 3 im Leerlauf auf die zugeordnete höhere Drehzahl
beschleunigt. Im Regelfall ist eine Beschleunigung auf die volle Höchstdrehzahl n3
nicht notwendig.
[0018] Hat die Schwungmasse 3 eine vorgegebene Startdrehzahl n2 erreicht, was zum Zeitpunkt
t2 der Fall ist, dann wird der Hauptantrieb 1 von seiner Stromversorgung freigeschaltet,
also nicht mehr gespeist. Die gewünschte Startdrehzahl n2 liegt im Regelfall unterhalb
der Höchstdrehzahl n3. Es ist nur noch die in der Schwungmasse 3 gespeicherte mechanische
Energie wirksam. Durch die Webmaschinensteuerung 8 wird gleichzeitig die Kupplungs-Brems-Einheit
4 betätigt und die Schwungmasse 3 mit der Antriebswelle 5 der Webmaschine gekuppelt.
Wie das Diagramm der Figur 2 zeigt, nimmt die gestrichelt eingezeichnete Drehzahl
bzw. Drehgeschwindigkeit Δn
s der Schwungmasse 3, ausgehend von ihrer Startdrehzahl n2, ab, während die ebenfalls
gestrichelt eingezeichnete Drehzahl oder Drehgeschwindigkeit Δn
w der Hauptwelle 5 der Webmaschine, ausgehend vom Stillstand, zunimmt. Nach vollständigem
Einkuppeln haben die Drehzahlen der Schwungmasse 3 und der Hauptwelle 5 im Zeitpunkt
t3 gleiche Werte erreicht. Der Zeitpunkt t3 ist so gewählt, dass er mit dem Zeitpunkt
des ersten Blattanschlags der Webmaschine zusammentrifft. Wegen der anfangs höher
gewählten Startdrehzahl n2 der Schwungmasse 3 erfolgt der Angleich der Drehzahlen
etwa im Bereich der für den Betrieb gewünschten Nenndrehzahl n1, z. B. nur wenig unterhalb
oder oberhalb dieses Nennwertes. Auf diese Weise ist die Drehzahl der Webmaschine
beim ersten Blattanschlag bereits hoch genug, um den ersten Schussfaden praktisch
mit voller Kraft anschlagen zu können. Damit werden Anlaufstellen im Gewebe vermieden.
Während des Zeitraumes dieser Betriebsphase ist, wie schon erwähnt, außer der gespeicherten
mechanischen Energie der Schwungmassen vorzugsweise kein Antrieb wirksam.
[0019] Alternativ ist es vorgesehen, dass das Zuschalten des Motors mit der höheren Polzahl,
was der Nenndrehzahl n1 entspricht, bereits während der Phase des Drehzahlangleichs
zwischen Schwungmasse 3 und Hauptwelle 5 erfolgt. Dies kann z.B. in einem Punkt tx
erfolgen, bei dem eine bestimmte Drehzahl nx über der Nenndrehzahl n1 der Maschine
erreicht wird.
[0020] Genausogut kann ein Zuschalten des Motors mit Nenndrehzahl n1 sofort nach dem Einkuppeln
erfolgen. Dies ist insbesondere für den Fall vorgesehen, bei dem bei Höchstdrehzahl
n3 des Motors gekuppelt werden muss und die Nenndrehzahl n1 ansonsten nicht erreicht
werden würde.
[0021] Zum Zeitpunkt t3, also beim ersten Blattanschlag, erfolgt durch den Signalgeber 6
eine Messung der momentanen Drehzahl der Hauptwelle 5. Diese Messwerte werden von
der Webmaschinensteuerung erfasst, und es erfolgt dort eine Feststellung der Abweichung
der gemessenen Drehzahl von der Nenndrehzahl n1. Gegebenenfalls können im Zeitraum
zwischen den Zeitpunkten t2 und t3 weitere Messungen der Drehzahl der Hauptwelle 5
erfolgen. Dadurch erhält man ein genaueres Abbild des Drehzahlverlaufs der Hauptwelle
5 beim Anwerfvorgang.
[0022] Aus diesen Werten berechnet die Webmaschinensteuerung die erforderliche Startdrehzahl
n2, um beim nächsten Startvorgang die Nenndrehzahl n1 beim ersten Blattanschlag zu
erreichen. Die erforderlichen Berechnungen basieren auf der Ermittlung der benötigten
Anwerfenergie, die im wesentlichen von der Masse "m", dem wirksamen Durchmesser "D"
und der Drehzahl "n" der Schwungmasse 3 abhängt. Bei einem erneuten Start der Maschine
wird die Schwungmasse auf die zuvor berechnete Startdrehzahl n2 gebracht und der Startvorgang
mit dieser korrigierten Drehzahl n2 vorgenommen.
[0023] Die Dynamik des Antriebes muss natürlich insgesamt für den Anwendungsfall hinreichend
bemessen sein. Bei jedem neuen Start wird so die Maschine mit den zuletzt ermittelten
Daten hochgefahren und ein neuer Datensatz erstellt.
[0024] Es erfolgt nun eine Beschreibung des Anwerfvorgangs der Webmaschine für eine Ausbildung
des Hauptantriebs 1 als frequenzgesteuerter Motor. Bei Speisung des Hauptantriebes
1 über den Frequenzumformer 7 mit der Sollfrequenz f ergibt sich für die Schwungmasse
3 ebenfalls eine zugeordnete Nenndrehzahl n1.
[0025] Zum Anwerfen der Webmaschine nach Beseitigung einer Störung wird durch die Webmaschinensteuerung
zum Zeitpunkt t1 dem Motor 1 über den Frequenzumformer 7 eine höhere Betriebsfrequenz
vorgegeben, was zu einer erhöhten Drehzahl des Motors 1 führt. Dadurch wird die Schwungmasse
3 vom Leerlauf auf die zugeordnete erhöhte Drehzahl n2 beschleunigt.
[0026] Hat die Schwungmasse 3 eine vorgegebene Startdrehzahl n2 erreicht, was zum Zeitpunkt
t2 der Fall ist, dann wird die Kupplungs-Brems-Einheit 4 betätigt und die Schwungmasse
3 mit der Antriebswelle 5 der Webmaschine gekuppelt. Wie das Diagramm der Figur 2
zeigt, nimmt die gestrichelt eingezeichnete Drehzahl bzw. Drehgeschwindigkeit Δn
S der Schwungmasse 3, ausgehend von ihrem Drehzahlwert n2, ab, während die ebenfalls
gestrichelt eingezeichnete Drehzahl oder Drehgeschwindigkeit Δn
W der Hauptwelle 5 der Webmaschine, ausgehend vom Stillstand, zunimmt. Nach vollständigem
Einkuppeln haben die Drehzahlen der Schwungmasse 3 und der Hauptwelle 5 im Zeitpunkt
t3 gleiche Werte erreicht. Der Zeitpunkt t3 ist so gewählt, dass er mit dem Zeitpunkt
des ersten Blattanschlags der Webmaschine zusammenfällt. Wegen der anfangs höher gewählten
Drehzahl n2 der Schwungmasse 3 erfolgt dieser Angleich etwa im Bereich der für den
Betrieb gewünschten Nenndrehzahl n1, z. B. nur wenig unterhalb oder oberhalb dieses
Nennwertes. Auf diese Weise ist die Drehzahl der Webmaschinenhauptwelle beim ersten
Blattanschlag bereits hoch genug, um den ersten Schussfaden praktisch bereits mit
voller Kraft anschlagen zu können.
[0027] Nach dem Kuppeln der Hauptwelle an die Schwungmasse berechnetet die Webmaschinensteuerung
8 die notwendige Änderung der Sollfrequenz für den Frequenzumformer 7, in Abhängigkeit
vom Startwinkel und dem schon erreichten Drehwinkel der Hauptwelle 5, um beim ersten
Blattanschlag, mit möglichst geringen Abweichungen, die Nenndrehzahl n1 zu erreichen.
[0028] Zum Zeitpunkt t3, also beim ersten Blattanschlag, erfolgt durch den Signalgeber 6
eine Messung der Drehzahl der Hauptwelle 5. Diese Messwerte werden von der Webmaschinensteuerung
erfasst und es erfolgt dort eine Feststellung der Abweichung der gemessenen Drehzahl
von der Nenndrehzahl n1. Wie bereits oben erwähnt, können zusätzliche Drehzahlmessungen
bereits vor dem erstem Blattanschlag durchgeführt werden.
[0029] Aus diesen Werten berechnet die Webmaschinensteuerung die erforderliche Startdrehzahl
der Schwungmasse 3 zum Zeitpunkt t2 des Einkuppelns und den Verlauf der Sollfrequenzvorgabe
des Frequenzumformers, damit bei einem erneuten Starvorgang die Nenndrehzahl n1 beim
ersten Blattanschlag möglichst genau erreicht wird.
[0030] Bei einem erneuten Start der Maschine wird die Schwungmasse auf die zuvor berechnete
Startdrehzahl n2 gebracht und der Startvorgang mit dieser korrigierten Drehzahl vorgenommen.
Bei jedem neuen Start wird so die Maschine mit den zuletzt ermittelten Daten hochgefahren
und ein neuer Datensatz erstellt.
[0031] Beim Betrieb mit frequenzgesteuerten Antrieb 1 kann der Leerlaufbetrieb des Motors
1 bzw. der Schwungmasse 3 bereits mit der vorgegebenen Startdrehzahl n2 erfolgen.
Der Startvorgang der Webmaschine kann dann sofort im Zeitpunkt t2 beginnen.
Zeichnungslegende
[0032]
- 1
- Hauptantrieb
- 2
- Getriebe
- 3
- Schwungmasse
- 4
- Kupplungs-Brems-Einheit
- 5
- Webmaschinenhauptwelle
- 6
- Signalgeber
- 7
- Frequenzumformer
- 8
- Webmaschinensteuerung
- n1
- Nenndrehzahl
- n2
- Startdrehzahl
- n3
- Höchstdrehzahl
- Δns
- Drehzahländerung (Schwungmasse)
- Δnw
- Drehzahländerung (Hauptwelle)
- nx
- Einschaltdrehzahl
- t1
- Start
- t2
- Kuppeln
- t3
- 1. Blattanschlag
- t4
- 2. Blattanschlag
- tx
- Einschaltzeitpunkt (des Motors)
1. Verfahren zum Anwerfen von mit einem elektromotorischen Hauptantrieb ausgerüsteten
Webmaschinen, wobei wenigstens eine Schwungmasse vom Hauptantriebsmotor angetrieben
wird, die über eine Kupplung an die Webmaschinenhauptwelle kuppelbar ist, und zum
Anwerfen der Webmaschine der Hauptantriebsmotor und die wenigstens eine Schwungmasse
auf eine vorgegebene, gegenüber ihrer Nenndrehzahl höhere Startdrehzahl gebracht wird,
und bei Erreichen der vorgegebenen Startdrehzahl die Schwungmasse an die Hauptwelle
der Maschine gekuppelt wird,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
a) Messen der Drehzahl der Webmaschinenhauptwelle (5) mindestens beim ersten Blattanschlag;
b) Ermitteln der Abweichung der gemessenen Drehzahl von der Nenndrehzahl (n1);
c) Auswerten der Messwerte in der Webmaschinensteuerung (8);
d) Abspeichern der ausgewerteten Messwerte in der Webmaschinensteuerung,
e) Berechnen einer Startdrehzahl (n2) für den Anwerfvorgang auf Grundlage der ermittelten
Messwerte, derart, dass bei einem erneuten Start der Webmaschinen mindestens die Nenndrehzahl
(n1) beim ersten Blattanschlag erreicht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als elektrischer Antriebsmotor ein polumschaltbarer Motor verwendet wird, dessen
untere Drehzahl der Nenndrehzahl (n1) der Webmaschine entspricht.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als elektrischer Antriebsmotor ein frequenzgesteuerter Motor verwendet wird, dessen
untere Drehzahl etwa der Nenndrehzahl (n1) der Maschine entspricht.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine höhere Drehzahl als die Nenndrehzahl (n1) für den Zeitpunkt des ersten Blattanschlags
vorgebbar ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei Leerlaufbetrieb, nach einem Abstellen der Webmaschine, eine selbsttätige Umschaltung
des elektromotorischen Antriebes (1) auf die Startdrehzahl (n2) erfolgt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Zuschalten des Hauptantriebmotors mit Nenndrehzahl (n1) sofort nach dem Einkuppeln
erfolgt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Zuschalten des Hauptantriebmotors mit Nenndrehzahl (n1) bei einer bestimmten
Drehzahl (nx) der Webmaschinenhauptwelle (5) erfolgt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Hauptantriebsmotor bereits vor dem Erreichen der Nenndrehzahl (n1) zugeschaltet
wird, und die Sollfrequenz für den Frequenzumformer in Abhängigkeit vom Startwinkel
und des schon erreichten Drehwinkels der Hauptwelle (5) jeweils so verändert wird,
dass mindestens die Nenndrehzahl (n1) der Maschine beim ersten Blattanschlag erreicht
wird.
1. Method for starting looms which are equipped with an electric motor main drive, at
least one rotating mass being driven by the main drive motor and being able to be
connected to the main shaft of the loom by means of a coupling, and the main drive
motor and the at least one rotating mass being brought to a predetermined starting
speed, which is greater than the nominal speed thereof, in order to start the loom,
and the rotating mass being connected to the main shaft of the machine when the predetermined
starting speed is reached,
characterised by the following steps:
a) measuring the speed of the main shaft (5) of the loom at least during the first
reed beat-up operation;
b) determining the deviation of the measured speed from the nominal speed (n1);
c) evaluating the measurement values in the loom control (8);
d) storing the evaluated measurement values in the loom control,
e) calculating a starting speed (n2) for the starting operation based on the measurement
values determined so that, when the looms are started once more, at least the nominal
speed (n1) is reached during the first reed beat-up operation.
2. Method according to claim 1, characterised in that a pole-changing motor is used as the electric drive motor and the lower speed thereof
corresponds to the nominal speed (n1) of the loom.
3. Method according to claim 1, characterised in that a frequency-controlled motor is used as the electric drive motor and the lower speed
thereof corresponds substantially to the nominal speed (n1) of the machine.
4. Method according to any one of claims 1 to 3, characterised in that a higher speed than the nominal speed (n1) can be set for the time of the first reed
beat-up operation.
5. Method according to any one of claims 1 to 4, characterised in that during idling operation, after the loom has been switched off, the electric motor
drive (1) is automatically switched to the starting speed (n2).
6. Method according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the main drive motor is engaged at the nominal speed (n1) immediately after the connection.
7. Method according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the main drive motor is engaged at the nominal speed (n1) when the main shaft (5)
of the loom is at a given speed (nx).
8. Method according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the main drive motor is already engaged before the nominal speed (n1) is reached,
and the nominal frequency for the frequency converter is changed each time, in accordance
with the starting angle and the angle of rotation already reached by the main shaft
(5), so that at least the nominal speed (n1) of the machine is reached during the
first reed beat-up operation.
1. Procédé de lancement de métiers automatiques équipés d'une commande principale électromotrice,
moyennant quoi au moins une masse en rotation est entraînée par le moteur à commande
principale, la masse en rotation pouvant être couplée via un dispositif d'accouplement
à l'arbre principal du métier automatique, et pour le lancement du métier automatique,
le moteur à commande principale et au moins une masse en rotation sont placés à une
vitesse de rotation de démarrage prédéfinie supérieure par rapport à leur vitesse
nominale, et lorsque la vitesse de rotation de démarrage prédéfinie est atteinte,
la masse en rotation est couplée à l'arbre principal du métier,
caractérisé par les étapes suivantes :
a) Mesure de la vitesse de rotation de l'arbre principal du métier automatique (5)
au moins dès le premier battement du peigne ;
b) Détermination de l'écart entre la vitesse de rotation mesurée et la vitesse nominale
(n1) ;
c) Evaluation des valeurs de mesure dans la commande du métier (8) ;
d) Enregistrement des valeurs de mesure évaluées dans la commande du métier ;
e) Calcul d'une vitesse de rotation de démarrage (n2) pour le procédé de lancement
sur la base des valeurs de mesure déterminées, de telle sorte que lors d'un nouveau
lancement du métier, au moins la vitesse nominale (n1) est atteinte au premier battement
du peigne.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un moteur à nombre de pôles variable dont la vitesse de rotation inférieure correspond
à la vitesse nominale (n1) du métier automatique est utilisé comme moteur d'entraînement
électrique.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu' un moteur commandé par fréquence dont la vitesse de rotation inférieure correspond
approximativement à la vitesse nominale (n1) du métier automatique est utilisé comme
moteur d'entraînement électrique.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'une vitesse de rotation supérieure à la vitesse nominale (n1) peut être définie pour
le moment du premier battement du peigne.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que, lors du fonctionnement à vide, après un arrêt du métier automatique, l'entraînement
électromoteur (1) commute automatiquement au régime de rotation de démarrage (n2).
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en que la mise en circuit
du moteur à entraînement principal avec vitesse nominale (n1) a lieu aussitôt après
l'accouplement.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la mise en circuit du moteur à entraînement principal avec vitesse nominale (n1)
a lieu à une vitesse de rotation déterminée (nx) de l'arbre principal du métier (5).
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le moteur à entraînement principal est mis en circuit avant que la vitesse nominale
(n1) soit atteinte, et la fréquence nominale pour le groupe convertisseur de fréquences
en fonction de l'angle de démarrage et de l'écart angulaire déjà atteint de l'arbre
principal (5) est modifiée de telle sorte qu'au moins la vitesse nominale (n1) du
métier soit atteinte dès le premier battement de peigne.