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(11) |
EP 1 049 549 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.01.2003 Patentblatt 2003/03 |
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Anmeldetag: 19.01.1999 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9900/121 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9903/7421 (29.07.1999 Gazette 1999/30) |
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| (54) |
GIESSVORRICHTUNG MIT GUSSFORM UND EINEM POSITIONIERUNGSELEMENT
CASTING APPARATUS WITH A CASTING MOULD AND A POSITIONING MEMBER
DISPOSITIF DE MOULAGE AVEC MOULE ET ELEMENT DE POSITIONNEMENT
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI |
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Priorität: |
23.01.1998 DE 19802573
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.11.2000 Patentblatt 2000/45 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Tiemann, Peter
58452 Witten (DE)
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Entgegenhaltungen: :
FR-A- 1 141 203 US-A- 4 487 246
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GB-A- 2 150 875 US-A- 4 596 281
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 009, no. 275 (M-426), 2. November 1985 -& JP 60 121038
A (MAZDA KK), 28. Juni 1985
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Gießvorrichtung mit einer Gußform und einem Positionierungselement
welches zur Beabstandung zweier Gußformbereiche, insbesondere einer verlorenen Gußform,
dient, wobei diese einen Gußbereich zumindest teilweise begrenzen, welcher Gußbereich
mit einem Gußmaterial ausfüllbar ist.
[0002] Zur Herstellung eines Gußteils mit einem Innenhohlraum ist es aus der DE 33 12 867
A1 bekannt, eine Gußform zu verwenden, die eine äußere Schale und einen Gußkern aufweist.
Die äußere Schale umschließt einen Gußraum, der eine äußere Form des Gußteils definiert.
Zur Herstellung des Innenhohlraums ist der Gußkern im Gußraum angeordnet und durch
eine Abstützung von der äußeren Schale beabstandet sowie positioniert. Dadurch ist
zwischen der äußeren Schale und dem Gußkern ein Gußbereich gebildet, der mit einem
Gußmaterial ausfüllbar ist. Weist das Gußteil zwei benachbarte Innenhohlräume auf,
die durch eine Zwischenwand aus dem Gußmaterial voneinander getrennt sind, so werden
zur Herstellung der Innenhohlräume zwei Gußkerne verwendet, die im Gußraum angeordnet
sind. Die Gußkerne weisen jeweils einen Gußformbereich auf, wobei die Gußformbereiche
voneinander beabstandet sind, so daß sich der Gußraum zwischen ihnen zur Herstellung
der Zwischenwand erstreckt.
[0003] Die Abstützung ist sowohl zur Beabstandung und Positionierung der Gußkerne in bezug
auf die äußere Schale, als auch zur Beabstandung und Positionierung der Gußformbereiche
ausgebildet. Sie besteht aus einem Material, das bei einem Ausgießen des Gußbereiches
aufschmilzt und mit dem Gußmaterial verbindet. Durch das Aufschmelzen kann die Abstützung
beim Ausgießen des Gußbereiches instabil werden, so daß sie eine Veränderung der Position
der verlorenen Gußformbereiche nicht mehr sicher unterbinden kann.
[0004] Aus der US-PS 3,596,703 und der US-PS 3,662,816 ist es jeweils bekannt, zur Herstellung
des Gußteils eine Gußform zu verwenden, die Pfosten aufweist, welche einen Gußkern
zur Herstellung eines Innenhohlraums im Gußraum halten und von der äußeren Schale
beabstanden. Die Gußform und die Pfosten sind aus einem keramischen Material ausgeführt.
Nach dem Ausgießen des Gußbereiches werden die äußere Schale und der Gußkern entfernt
und dabei zerstört. Technologisch bedingt werden die Pfosten dabei mit entfernt, da
sie aus dem gleichen Material bestehen wie die äußere Schale und der Gußkern. Dadurch
weist ein mit der Gußform herstellbares Gußteil Löcher auf, die einen Zugang zum Innenhohlraum
bilden. Wird der Innenhohlraum des Gußteils zur Führung eines Kühlfluids verwendet,
so kann unerwünschterweise Kühlfluid durch die Löcher aus dem Innenhohlraum nach außen
treten. Es ist weiterhin bekannt, die Pfosten als metallische zylindrische Stifte
auszuführen, die in die äußere Schale hineinragen und am Gußkern enden. Da die äußere
Schale und der Gußkern nach der Herstellung des Gußteils entfernt und zerstört werden,
werden sie auch als verlorene äußere Schale und verlorener Gußkern bezeichnet.
[0005] In der deutschen Zeitschrift "Gießerei-Praxis", Nr. 18, 1960, sind in dem Artikel
von Fritz Paschke "Erfahrung mit Kernstützen und ihre Verwendung", Seite 327 bis 330,
sogenannte Doppelkernstützen beschrieben, durch die ein schwerer Gußkern, beispielsweise
für die Herstellung von dickwandigen Gußstucken, abgestützt ist. Diese Doppelkernstützen
bewirken hierbei eine gleitende Lagerung zwischen einer äußeren Schale und dem inneren
Gußkern. Ziel der Doppelkernstützen ist es hierbei nicht nur, dem dabei auftretenden
hohen Druck standhalten zu können sondern auch den beim Gießen auftretenden hohen
Auftriebskräften zu widerstehen.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Gießvorrichtung mit einer Gußform mit einem Positionierungselement
anzugeben, das der Beabstandung von Gußformbereichen, insbesondere verlorenen Gußformbereichen,
dient.
[0007] Erfindungsgemäß wird die auf die Gußform mit Positionierungselement gerichtete Aufqabe
gelöst durch eine Gießvorrichtung mit einer Gußform mit einem Positionierungselement
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, das eine geometrische Ausgestaltung aufweist,
welche nach einem Ausgießen des Gußbereiches mit dem Gußmaterial eine Sicherung gegen
Herausfallen aus dem Gußmaterial bedingt.
[0008] Zur Herstellung eines Gußteils mit mehreren benachbarten Innenhohlräumen oder mehreren
miteinander verbundenen Innenhohlraumbereichen eines Innenhohlraums wird eine Gußform
mit zumindest einem Gußkern oder einem Gußkerngebilde verwendet. Ein Gußkern definiert
hierbei jeweils einen inneren Gußformbereich. Eine äußere Schale, ob einteilig oder
mehrteilig, bildet hierbei einen äußeren Gußformbereich. Die Innenhohlräume, bzw.
die Innenhohlraumbereiche des Gußteils sind dabei durch eine Zwischenwand voneinander
getrennt und können beispielsweise der Führung eines Kühlfluids zur Kühlung des Gußteils
dienen. Als verlorene Gußformbereiche werden im folgenden Gußformbereiche von einem
Gußkern oder von einem Gußkerngebilde bezeichnet, welcher/welches nach einer Verwendung
zur Herstellung des Gußteils zerstört wird und damit verloren ist. Ein Positionierungselement
oder mehrere Positionierungselemente dient/dienen der festen Positionierung (Fixierung)
von Gußkernen oder Gußkerngebieten, so daß eine gegenseitige Verschiebung dieser Kernteile
beim Ausgießen vermieden ist.
[0009] Der Gußraum zwischen den, insbesondere verlorenen, Gußformbereichen dient der Herstellung
der Zwischenwand. Nach einem Ausgießen des Gußbereiches mit dem Gußmaterial ist das
Positionierungselement zwischen dessen Anfangsbereich und dessen Endbereich von Gußmaterial
umschlossen. Durch die geometrische Ausgestaltung des Positionierungselements ist
ein Herausfallen aus der Zwischenwand sicher vermieden, so daß keine Löcher in der
Zwischenwand entstehen können. Es verbleibt allenfalls ein geringer Zwischenraum zwischen
dem Gußmaterial und der Oberfläche des Positionierungselements. Durch die bevorzugte
geometrische Ausgestaltung ist das Positionierungselement in der Zwischenwand gehalten
und durch den eventuell verbleibenden Zwischenraum kann bei einer Führung von Kühlfluid
durch die Innenhohlraumbereiche nur wenig Kühlfluid treten.
[0010] Vorzugsweise weist die geometrische Ausgestaltung des Positionierungselements eine
Kontur der Oberfläche mit mindestens einem lokalen Extremum zwischen dem Anfangsbereich
und dem Endbereich auf. Bevorzugtermaßen weisen der Anfangsbereich und der Endbereich
jeweils eine Verdickung auf. In einer weiter bevorzugten Ausgestaltung weist das Positionierungselement
zwischen dem Anfangsbereich und dem Endbereich zusätzlich oder alternativ eine Verdickung
auf.
[0011] In einer weiter bevorzugten Ausgestaltung ist das Positionierungseiement aus einem
Grundmaterial ausgebildet, das einen höheren Schmelzpunkt aufweist, als das Gußmaterial.
Als Gußmaterial dient beispielsweise eine Nickelbasis- oder Kobaltbasis-Superlegierung.
Ein Anschmelzen, ein Einschmelzen oder Aufschmelzen des Grundmaterials beim Ausgießen
des Gußbereichs mit dem Gußmaterial unterbleibt in diesem Fall. Eine Veränderung der
Position der, insbesondere verlorenen, Gußkerne oder der Geometrie des, insbesondere
verlorenen, Gußkerngebildes ist dadurch vermieden. Weiter bevorzugt ist das Grundmaterial
ein Metall, insbesondere Wolfram.
[0012] An der Oberfläche des Positionierungselements ist vorzugsweise eine Schutzschicht,
insbesondere eine Oxidschicht, angebracht. Hierdurch ist eine Verbindung des Gußmaterial
mit dem Grundmaterial, insbesondere durch Anschmelzen, Einschmelzen oder Aufschmelzen
des Grundmaterials und Mischung mit dem Gußmaterial zu einem Eutektikum, zumindest
deutlich erschwert, wenn nicht sogar vermieden.
[0013] Bevorzugterweise wird das Positionierungselement zur Beabstandung zweier, insbesondere
verlorener, Gußformbereiche verwendet, die dem Herstellen einer Turbinenschaufel dienen.
Weiter bevorzugt werden die, insbesondere verlorenen, Gußformbereiche zur Herstellung
von zumindest einem Innenhohlraum in der Turbinenschaufel verwendet.
[0014] Vorzugsweise ragt der Anfangsbereich und/oder der Endbereich des Positionierungselements
in einen jeweiligen, insbesondere verlorenen, Gußformbereich hinein. Hierdurch wird
das Positionierungselement in den Gußformbereichen gehalten und ist gegen ein Verrutschen
gesichert.
[0015] Anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele werden das Positionierungselement,
die Gußform, das Gußteil und das Verfahren zur Herstellung eines Gußteils beispielhaft
näher erläutert.
[0016] Es zeigen schematisiert und teilweise nicht maßstäblich unter Darstellung der für
die Erläuterung verwendeten konstruktiven und funktionellen Merkmale:
- FIG 1
- eine Gußform für eine Turbinenschaufel in einem Querschnitt;
- FIG 2
- einen Querschnitt durch eine Gußform
- FIG 3
- eine Turbinenschaufel einer Gasturbine in einem Querschnitt;
- FIG 4
- ein Positionierungselement in einem Längsschnitt; und
- FIG 5
- ein weiteres Positionierungselement in einem Längsschnitt.
[0017] Die Bezugszeichen sämtlicher Figuren haben jeweils die gleiche Bedeutung.
[0018] Die Figur 1 zeigt einen Querschnitt durch eine entlang einer Hauptachse 24 gerichtete
Gußform 1 zur Herstellung einer Gasturbinenschaufel. Die Gußform 1 weist eine äußere
Schale 2 auf, die einen Gußraum 7 umgibt, in dem drei Gußkerne 3, 4 und 5 mit Hilfe
von Abstützelementen 6 positioniert und von der äußeren Schale 2 beabstandet sind.
Es ist ebenfalls möglich, die Gußkerne 3, 4, 5 außerhalb des Gußbereiches 8 in bezug
auf die Hauptachse 24 gegenüber der äußeren Schale 2 zu beabstanden durch z. B. eine
geeignete Aufhängung. In diesem Falle sind die Gußkerne 3, 4, 5 an einem Ende fixiert
und am anderen Ende beweglich. Dadurch ist zwischen der äußeren Schale 2 und den Gußkernen
3, 4 und 5 ein Gußbereich 8 gebildet. Die äußere Schale 2 bildet einen äußeren Gußformbereich
40. Die Gußkerne 3, 4 und 5 bilden jeweils die inneren Gußformbereiche 9, 10 und 11,
die voneinander mit Positionierungselementen 12 bis 16 beabstandet sind. Die Positionierungselemente
12 bis 16 sind aus einem Grundmaterial 35 (siehe FIG 4 oder FIG 5) ausgeführt. Die
Abstützelemente 6 ragen jeweils in die äußere Schale 2 und die Positionierungselemente
13 und 14 ragen in die Gußformbereiche 9 und 10 und das Positionierungselement 16
ragt in die Gußformbereiche 10 und 11 hinein.
[0019] Bei der Herstellung eines Gußteils 17 (siehe FIG 3) mit der Gußform 1, wird der Gußbereich
8 mit einem aufgeschmolzenen Gußmaterial 23, beispielsweise eine Nickelbasis- oder
Kobaltbasis-Superlegierung ausgegossen. Das Gußmaterial 23 umschließt in dem Gußbereich
8 die Abstützelemente 6 und die Positionierungselemente 12 bis 16. Nach dem Erstarren
des Gußmaterials 23 werden die Gußkerne 3 bis 5 entfernt. Die Positionierungselemente
12 bis 16 weisen jeweils eine geometrische Ausgestaltung auf, die ein Herausfallen
aus dem Gußmaterial 23, selbst bei einem Nichtverschmelzen des Gußmaterials 23 mit
dem Grundmaterial 35, verhindert.
[0020] In Figur 2 ist stark vereinfacht und schematisiert eine Gußform 2 zur Herstellung
eines Gußteils 17, insbesondere einer Turbinenschaufel dargestellt mit einer äußeren
Schale 2 und darin angeordneten Gußkernen 3, 4, und 5. Benachbarte Paare von Gußkernen
3, 4 und 4, 5 sind jeweils durch Positionierelemente 14 gegeneinander fixiert. Zwischen
der äußeren Schale 2 und den Gußkernen 3, 4, 5 sind keine Fixierstifte oder Positionierelemente
vorgesehen. Vielmehr sind die Gußkerne 3, 4 und 5 an einem Festende 42 fest mit der
äußeren Schale 2 verbunden und an einem dem Festende 42 entlang der Hauptachse 24
gegenüberliegenden Losende 43 durch zumindest ein jeweiliges Loslager (Gleitlager)
41 entlang der Hauptachse 24 beweglich gelagert. Hierdurch ist gewährleistet, daß
bei einem Eingießen von Gußmaterial 23 in den zwischen äußerer Schale 2 und Gußkernen
3, 4, 5 gebildeten Gußbereich 8 keine Verschiebung der Gußkerne 3, 4, 5 in Querrichtung
gegeneinander sowie gegenüber der äußeren Schale 2 auftritt.
[0021] Die Figur 3 zeigt einen Querschnitt durch ein mit der Gußform 8 herstellbares Gußteil
17, insbesondere eine Turbinenschaufel 17. Die Turbinenschaufel 17 weist drei Hohlräume
18 bis 20 auf. Diese werden bei der Herstellung des Gußteils 17 durch die Gußkerne
3, 4 und 5 definiert. Zwischen den Hohlräumen 18 und 19 sowie 19 und 20 befindet sich
jeweils eine Zwischenwand 21 und 22. In der Zwischenwand 21 sind die Positionierungselemente
12 bis 14 angebracht, die aufgrund ihrer geometrischen Ausgestaltung nicht aus der
mit dem Gußmaterial 23 gebildeten Zwischenwand 21 herausfallen können. Die Zwischenwand
22 weist die Positionierungselemente 15 und 16 auf, die ebenfalls aufgrund ihrer geometrischen
Ausgestaltung (mit Knick, mit Loch) nicht aus dem Gußmaterial 23 herausfallen können.
[0022] In Figur 4 ist in vergrößerter Darstellung das Positionierungselement 14 gezeigt.
Es ist im wesentlichen zylindrisch mit einem Anfangsbereich 25, einem Endbereich 26
und einer Oberfläche 27 mit einer Oberflächenkontur 28 ausgeführt. Die Oberflächenkontur
28 weist zwischen dem Anfangsbereich 25 und dem Endbereich 26 ein lokales Extremum
29, ein Maximum 29 durch eine zwischen Anfangsbereich 25 und Endbereich 26 angebrachte
Verdickung 30 auf. Dadurch ist das Positionierungselement 14 nach einem Umschließen
mit einem Gußmaterial 23 zwischen dem Anfangsbereich 25 und dem Anfangsbereich 26
gegen ein Herausfallen aus dem Gußmaterial 23 gesichert.
[0023] In Figur 5 ist in einer vergrößerten Darstellung das Positionierungselement 13 gezeigt,
das an seinem Endbereich 25 und an seinem Anfangsbereich 26 jeweils eine Verdickung
31 und 32 aufweist. Dadurch weist die Oberflächenkontur 28 zwischen dem Anfangsbereich
25 und dem Endbereich 26 ein lokales Extremum 33, ein Minimum auf.
[0024] Die Erfindung zeichnet sich aus durch ein Positionierungselement mit einem Anfangsbereich
und einem Endbereich, welches Positionierungselement eine geometrische Ausgestaltung
aufweist, die nach einem Umschließen des Positionierungselements zwischen dem Anfangsbereich
und dem Endbereich mit einem Gußmaterial ein Herausfallen aus dem Gußmaterial verhindert.
Das Positionierungselement dient der Fixierung zweier innerer Gußformbereiche (Gußkerne,
Gußkerngebiete) gegeneinander.
1. Giessvorrichtung, umfassend eine Gußform (1), insbesondere zur Herstellung einer Turbinenschaufel
(17), die einen äußeren Gußformbereich (40) aufweist, der zumindest zwei innere Gußformbereiche
(9,10,11) umgibt, die durch ein Positionierungselement (12 bis 16) voneinander beabstandet
sind und einen dadurch gebildeten Gußbereich (8) zumindest teilweise begrenzen, welcher
Gußbereich (8) mit einem Gußmaterial (23) ausgießbar ist, wobei
das Positionierungselement (12 bis 16) nach einem Ausgießen mit dem Gußmaterial (31)
von diesem zumindest teilweise umschlossen ist und eine geometrische Ausgestaltung
aufweist, die eine Sicherung gegen Herausfallen aus dem Gußmaterial (23) bedingt.
2. Giessvorrichtung (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Positionierungselement (12 bis 16) eine geometrische Ausgestaltung mit einer Kontur
(28) der Oberfläche aufweist, wobei die Kontur (28) zwischen dem Anfangsbereich (25)
und dem Endbereich (26) mindestens ein lokales Extremum (29) hat.
3. Giessvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Anfangsbereich (25) und der Endbereich (26) des Positionierungselementes (12 bis
16) jeweils eine Verdickung (31,32) aufweisen.
4. Giessvorrichtung (1) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Positionierungselement (12 bis 16) eine Verdickung (30) zwischen dem Anfangsbereich
(25) und dem Endbereich (26) aufweist.
5. Giessvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Positionierungselement (12 bis 16) aus einem Grundmaterial (35) ausgebildet ist,
und das Grundmaterial (35) einen höheren Schmelzpunkt als das Gußmaterial (23) aufweist.
6. Giessvorrichtung (1) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Grundmaterial (35) des Positionierungselementes (12 bis 16) Wolfram ist.
7. Giessvorrichtung (1)nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
an der Oberfläche (27) des Positionierungselementes (12 bis 16) eine Schutzschicht,
insbesondere eine Oxidschicht, angebracht ist.
8. Giessvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Positionierungselement (12 bis 16) einen Anfangsbereich (25) und einen Endbereich
(26) aufweist, wobei der Anfangsbereich (25) und/oder der Endbereich (26) in einen
jeweiligen Gußformbereich (9,10) hineinragen/hineinragt.
1. Casting apparutus camprising a casting mould (1), in particular for producing a turbine
blade (17), which has an outer casting-mould region (40) which surrounds at least
two inner casting-mould regions (9,10,11) which are spaced apart from one another
by a positioning element (12 to 16) and at least partially delimit a resultant casting
region (8), which casting region (8) can be filled with a casting material (23), the
positioning element (12 to 16) being, after the mold has been filled with the casting
material (31), at least partially enclosed by the latter and having a geometric design
which is such that it provides protection against falling out of the casting material
(23).
2. Casting apparatus (1) according to Claim 1, characterized in that the positioning element (12 to 16) has a geometric design with a contour (28) of
the surface, the contour (28) having at least one local extreme (29) between the starting
region (25) and the end region (26).
3. Casting apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the starting region (25) and the end region (26) of the positioning element (12 to
16) each have a thickened section (31, 32).
4. Casting apparatus according to Claim 2, characterized in that the positioning element (12 to 16) has a thickened section (30) between the starting
region (25) and the end region (26).
5. Casting apparatus (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the positioning element (12 to 16) is formed from a base material (35), and the base
material (35) has a higher melting point than the casting material (23).
6. Casting apparatus (1) according to Claim 5, characterized in that the base material (35) of the positioning element (12 to 16) is tungsten.
7. Casting apparatus (1) according to Claim 6, characterized in that a protective layer, in particular an oxide layer, is arranged on the surface (27)
of the positioning element (12 to 16).
8. Casting apparatus (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the positioning element (12 to 16) has a starting region (25) and an end region (26),
the starting region (25) and/or the end region (26) projecting into a respective casting-mould
region (9,10).
1. Dispositif de moulage, comprenant un moule (1), notamment pour la fabrication d'une
aube (17) de turbine, qui comporte une région (40) extérieure de moule qui entoure
au moins deux régions (9, 10, 11) intérieures de moule, qui sont espacées les unes
des autres par un élément (12 à 16) de positionnement et délimitent au moins partiellement
une région (8) de moulage ainsi formée, région dans laquelle on peut couler un matériau
(23) de fonderie,
l'élément (12 à 16) de positionnement étant, après avoir coulé le matériau (23) de
fonderie, au moins partiellement entouré par ce dernier, et possédant une forme géométrique
qui l'empêche de tomber hors du matériau (23) de fonderie.
2. Dispositif (1) de moulage suivant la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément (12 à 16) de positionnement possède une forme géométrique avec un profilage
(28) de la surface, le profilage (28) possédant au moins un extremum (29) local entre
la région (25) initiale et la région (26) terminale.
3. Dispositif (1) de moulage suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la région (25) initiale et la région (26) terminale de l'élément (12 à 16) de positionnement
sont pourvues chacune d'un épaississement (31, 32).
4. Dispositif (1) de moulage suivant la revendication 2, caractérisé en ce que l'élément (12 à 16) de positionnement est pourvu d'un épaississement (30) entre la
région (25) initiale et la région (26) terminale.
5. Dispositif (1) de moulage suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément (12 à 16) de positionnement est réalisé en un matériau (35) de base, et
le matériau (35) de base possède un point de fusion plus élevé que le matériau (23)
de fonderie.
6. Dispositif (1) de moulage suivant la revendication 5, caractérisé en ce que le matériau (35) de base de l'élément (12 à 16) de positionnement est du tungstène.
7. Dispositif (1) de moulage suivant la revendication 6, caractérisé en ce qu'une couche protectrice, notamment une couche d'oxyde, est appliquée sur la surface
(27) de l'élément (12 à 16) de positionnement.
8. Dispositif (1) de moulage suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément (12 à 16) de positionnement comporte une région (25) initiale et une région
(26) terminale, la région (25) initiale et/ou la région (26) terminale dépassant dans
une région (9, 10) de moule respective.