[0001] Die Erfindung betrifft ein Ventil zum dosierten Abfüllen von Flüssigkeiten in Verpackungen,
mit einem Gehäuse mit Zuführstutzen, vorderseitigem Mundstück und Austrittseinrichtung,
miteinem in dem Gehäuse bewegbar angetriebenen, mit einem Ventilsitz in Eingriff bringbaren
und vorn einen Ventilkegel sowie dahinter einen verdickten Mittelteil aufweisenden
Verschließkörper und mit rückseitigen Abdichteinrichtungen, (siehe z. B. WO-A-95/26
906).
[0002] In Verpackungen werden in großen Mengen Flüssigkeiten verschiedener Arten, insbesondere
im Lebensmittelbereich, abgefüllt. Hierfür verwendete Ventile bzw. Dosierventile weisen
ein Gehäuse auf, in welchem ein Verschließkörper, der von hinten über den Zuführstutzen
laufend mit der abzufüllenden Flüssigkeit angeströmt ist, intermittierend nach hinten
zurück bewegt wird, um das Ventil zu öffnen, und wieder nach vorn gedrückt wird, um
das Ventil zu schließen.
[0003] Ein bekanntes Ventil gemäß den einleitenden Merkmalen erreicht das Ausströmen des
flüssigen Füllgutes mit geringer Austrittsgeschwindigkeit bei ausreichend großen Füllmengen,
so daß zum Beispiel bei der Abfüllung von Milch eine unerwünscht starke Schaumbildung
in der Verpackung vermieden wird. Das bekannte Abfüllventil erfüllt auch eine weitere
Bedingung, daß nämlich nach dem Schließen des Ventiles ein unerwünschtes Nachtropfen
der Flüssigkeit verhindert wird. Hierzu wurden früher am auslaufseitigen Ende des
Dosierventiles Siebe angeordnet, während das eingangs beschriebene, bekannte Ventil
am austrittsseitigen Ende des Mundstückes eine Austrittsplatte aufweist, in welcher
in Richtung der Längsachse des Mundstückes verlaufende, parallel zueinander angeordnete
Bohrungen unter Bildung von Austrittslöchern angeordnet sind, deren Durchmesser zwischen
1 mm und 5 mm liegt. Rückwärtig von der Austrittsplatte, d.h. aufstromig von dieser,
befindet sich bis zu dem Ventilkegel des Verschließkörpers ein Raum, in welchem die
abzufüllende Flüssigkeit nach dem Schließen des bekannten Ventils unter anderem durch
die Oberflächenspannung zurückgehalten wird, damit es kein Nachtropfen gibt.
[0004] Mit Nachteil setzen sich die Austrittslöcher in der Austrittsplatte des bekannten
Ventils dann zu, wenn Flüssigkeiten mit einem kleinen Faseranteil abgefüllt werden
sollen. Dies geschieht häufig beim Abfüllen von Fruchtsäften, die vom Hersteller bewußt
mit Faserstükken und anderen kleinen Partikeln vermischt bleiben sollen. Das bekannte
Ventil erlaubt also nicht, Fruchtsäfte oder dergleichen abzufüllen. Würde man nun
die Austrittsöffnungen bei dem bekannten Ventil vergrößern, um die Verstopfungsgefahr
zu verkleinern, dann würde die Flüssigkeit in dem beschriebenen Raum rückseitig von
der Austrittsplatte nach dem Schließen des Ventils nicht mehr halten, und es ergäbe
sich mit Nachteil das unerwünschte Nachtropfen. Hat sich erst einmal ein oder haben
sich etwa sogar mehrere Austrittslöcher zugesetzt, dann leidet die Füllgenauigkeit
des bekannten Ventils mit weiterem Nachteil.
[0005] Abgesehen von der Anfälligkeit des bekannten Ventils gegen Partikel oder Fruchtfasern
in den Flüssigkeiten ist in nachteiliger Weise der Fließstrahl des bekannten Ventils
häufig unruhig und hat eine zu große Oberflächenrauhigkeit, so daß der in die Verpackung
eintretende Strahl seitlich zuviel Luft mitreißt. Durch die Geometrie des bekannten
Ventils enthält der Füllgutstrahl in nachteiliger Weise ferner eine radiale Strömungskomponente,
durch welche ebenfalls der austretende Strahl unruhig wird.
[0006] In der DE-U-85 07 345 ist ein Ventil zum Abfüllen von Flüssigkeiten, insbesondere
Farben, beschrieben, mit dessen Hilfe eine Drosselung der Strömung und ein Verspritzen
vermieden werden soll. Ein Ringkörper ist wie ein verdickter Mittelteil ausgestaltet
und dient dem Verschließen der Einlaßöffnung. Im geschlossenen Zustand befindet sich
der verdickte Mittelteil über der Einlaßöffnung, so daß das Produkt nicht durch in
dem verdickten Mittelteil vorhandene Bohrungen strömen kann. Letztere ermöglichen
die Auf- und Abwärtsbewegung des Kolbens.
[0007] Durch die DE-A-44 05 762 ist ein Ventil für feststoffhaltige Fluide, wie abrasive
Feststoffe enthaltende Flüssigkeiten oder Gase bekannt. Mit diesem Ventil sollen abrasive
Kräfte drastisch verkleinert werden, so daß die Standzeit des Ventils erhöht wird.
Entsprechende Maßnahmen zum Erreichen der angestrebten Ziele richten sich daher auf
andere Ziele als bei der vorliegenden Erfindung.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es daher, das Ventil der eingangs genannten Art derart
auszugestalten, daß sowohl wasserähnliche Flüssigkeiten als auch solche mit einem
Faseranteil ohne Verstopfungsgefahr dosiert abgefüllt werden können und gleichzeitig
ohne Relativbewegungen zwischen Verpackung und Austrittseinrichtung ein Flüssigkeitsstrahl
mit wenig bis keiner eingeschlossenen Luft bei geringer Austrittsgeschwindigkeit erreicht
wird.
[0009] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß der verdickte Mittelteil
des Verschließkörpers an seinem Umfangsbereich mit einem Kranz von sich in Richtung
der Längsachse des Mundstückes erstreckenden Strömungskanälen versehen ist, die nach
vorn und nach hinten offen in den durch das Gehäuse gebildeten Innenraum münden, und
daß der Zuführstutzen hinter der rückwärtigen Eintrittsfläche der Strömungskanäle
seitlich in das Gehäuse mündet. Der Verschließkörper arbeitet wie im bekannten Fall
unter Öffnen und Schließen des Ventils dadurch, daß der Ventilkegel von seinem Sitz
abhebt oder gegen den Sitz gedrückt wird. Ganz anders als bei dem bekannten Ventil
befinden sich aber die Strömungskanäle in diesem sich intermittierend bewegenden Verschließkörper,
nämlich im Umfangsbereich seines verdickten Mittelteiles. Zur Austrittseite hin ist
das neue Ventil offen, d.h. es gibt nicht mehr eine Siebfläche oder eine Austrittsplatte,
wie man dies früher als unerläßlich ansah, um ein Nachtropfen zu verhindern. Erfindungsgemäß
ist ein Nachtropfen weitgehend auch ohne die Einwirkung einer Oberflächenspannung
auf die Flüssigkeit unter dem Ventilsitz verhindert, und vorzugsweise gestaltet man
den Raum unter bzw. vor dem Ventilsitz möglichst klein, und man stellt eine Verringerung
bzw. ein Eliminieren des unerwünschten Nachtropfens fest.
[0010] Durch die sich in Richtung der Längsachse des Mundstückes erstreckenden Strömungskanäle
wird die Radialkomponente der einströmenden Flüssigkeit in eine laminare Strömung
in den Strömungskanälen umgewandelt, so daß der austretende Flüssigkeitsstrahl so
beruhigt ist, daß nahezu keine Luft in dem Strahl eingeschlossen wird und damit in
die Flüssigkeit mitgerissen werden könnte. Auch bei dem neuen Ventil gelingt die dosierte
Abfüllung der Flüssigkeit, ohne daß die Austrittsseite des Ventils in die Verpackung
eintauchen muß Der austretende Flüssigkeitsstrahl hat bei großer Menge eine geringe
Grundgeschwindigkeit, und durch die kleine benetzte Fläche unter bzw. vor dem Ventilsitz
ist das Nachtropfen minimiert, obgleich der vom angeordnete Ventilkegel von einer
Ringwand umgeben bleibt, so daß es beim Schließen des Ventils kein Spritzen gibt.
[0011] Bei dem eingangs genannten Stand der Technik nach der WO-A-95/26906 mündet der Zuführstutzen
zwar auch seitlich und im hinteren Bereich in das Gehäuse. Dort sind aber die Größe
und die Lage der rückwärtigen Eintrittsfläche des einzigen, ringförmigen Strömungskanals
nicht definiert. Der seitliche Stutzen mündet nicht hinter eine Eintrittsfläche von
Strömungskanälen, weil es solche nicht gibt.
[0012] Erfindungsgemäß kann eintrittsseitig die Flüssigkeit hinter dem Zuführstutzen spiralförmig
in den Raum hinter dem verdickten Mittelteil bewegt werden, um dann in die Strömungskanäle
einzutreten. In dem Raum um den vorderen Zylinder, der näherungsweise ein Ringraum
ist, kann die Flüssigkeit ruhig weitergeführt werden, so daß die Strömung sich gewissermaßen
beruhigen kann. Auf diese Weise kann auf die durchströmende Flüssigkeit nacheinander
eine gewünschte Wirkung ausgeübt werden, wie zum Beispiel die
a) Sammel- und Umlenkwirkung in dem Raum rückwärtig von dem verdickten Mittelteil,
b) die Laminierwirkung der Strömungskanäle in dem Raum im Bereich des verdickten Mittelteiles
und
c) die Beruhigung in dem vorderen Raum vor dem verdickten Mittelteil.
Dabei wird der Zuführstutzen seitlich angesetzt, so daß der Verschließkörper seinen
Bewegungshub direkt in Ausströmrichtung, d.h. in Richtung der Längsachse des Mundstückes,
ausführen kann.
[0013] Der Vorteil der hinten seitlichen Einmündung des Zuführstutzens, nämlich das Ausführen
des Bewegungsshubes des Verschließkörpers direkt in Ausströmrichtung des Produktes
infolge der Anordnung des Ventilantriebes zentral hinter dem Zulaufstrom des Produktes,
kann erreicht werden, weil der Verschließkörper wie ein Laminator wirkt. Dieser eliminiert
die anfängliche Radialkomponente des Produktstromes bei dessen Durchlauf durch den
Verschließkörper. Bei der eingangs erwähnten bekannten Lösung hätte man auf eine seitliche
Einmündung des Zuführstutzens verzichten müssen, wollte man die Radialkomponente vermeiden.
[0014] Weiterhin ist es erfindungsgemäß vorteilhaft, wenn der Verschließkörper zwischen
dem Ventilkegel vorn und dem Mittelteil einen vorderen Zylinder sowie zwischen dem
Mittelteil und den rückseitigen Abdichteinrichtungen einen rückwärtigen Zylinder aufweist.
Die Durchmesser des vorderen und des rückwärtigen Zylinders sind vorzugsweise kleiner
als der des verdickten Mittelteils. Dadurch werden in Verbindung mit den etwa zylindermantelförmigen
Seitenwandungen des Gehäuses Räume vor und hinter dem verdickten Mittelteil geschaffen,
in denen sich die Flüssigkeit so bewegen kann, wie es ihr durch die Geometrie des
Ventils aufgezwungen wird.
[0015] Bis auf die erwähnten Ringräume vor und hinter dem verdickten Teil des Verschließkörpers
füllt der Verschließkörper den etwa zylinderförmigen Innenraum des Gehäuses weitgehend
aus. Die Durchmesser der Strömungskanäle sind im Vergleich zu den Austrittsöffnungen
bekannter Ventile groß, betragen das Zwei- bis Zehnfache, vorzugsweise das Drei- bis
Sechsfache. Dadurch ist eine Verstopfung der einzelnen Strömungskanäle durch in der
abzufüllenden Flüssigkeit enthaltene Fasern oder Partikel praktisch ausgeschlossen.
[0016] Günstig ist es gemäß der Erfindung weiterhin, wenn die Strömungskanäle durch am Umfang
des Mittelteils des Verschließkörpers angeordnete, nach außen radial offene Strömungsnuten
und/oder radial geschlossene Durchgangslöcher gebildet sind. Das erfindungsgemäße
Ventil funktioniert sowohl mit Strömungskanälen nur in Form von außen radial offenen
Stromungsnuten; und bei einer anderen Ausführungsform erreicht man ebenfalls gute
Ergebnisse mit einem Ventil, dessen Strömungskanäle nur durch radial geschlossene
Durchgangslöcher gebildet sind. Am besten allerdings arbeitet das neue Ventil dann,
wenn man beide Arten von Strömungskanälen gleichzeitig und nebeneinander angeordnet
vorsieht. So können beispielsweise die radial geschlossenen Durchgangslöcher in geringem
radialem Abstand vom Außenumfang des Mittelteils angeordnet sein und die radial außen
offenen Strömungsnuten jeweils zwischen zwei Durchgangslöchern direkt an der Umfangsoberfl
äche ausgestaltet sein. Sieht man sowohl den Kranz von Durchgangslöchern als auch
den von Strömungsnuten gleichzeitig vor, dann erreicht man optimale Öffnungsflächen
im Verhältnis zu dem zur Verfügung stehenden Querschnitt. Die zu durchströmende Querschnittsfläche
liegt dann auf sehr kleinem Raum im Bereich dieser beschriebenen Kränze unter Schaffung
eines großen Durchtrittsquerschnittes fürdie abzufüllende Flüssigkeit. Wählt man als
Beispiel diejenige Ausführungsform, bei welcher nur die Strömungsnuten eingesetzt
werden, dann kann man diese so tief, d.h. mit einem so großen radialen Tiefenmaß ausführen,
daß sich eine Art Schaufel oder Flügel zwischen jeweils zwei Nuten ergibt.
[0017] Die Strömungskanäle im Umfangsbereich des Verschließkörpers wirken wie ein Laminator.
Die Länge des verdickten Mittelteils des Ventilkörpers kann als Laminatorverstanden
werden. Dieser Laminator eliminiert praktisch jede Radialkomponente in dem Strom der
durch die Strömungskanäle sich bewegenden Flüssigkeit.
[0018] Es wurde oben bereits ausgeführt, daß durch die seitliche Zuführung der abzufüllenden
Flüssigkeit in das Dosierventil eine Radialkomponente im Bereich um den hinteren Zylinder
zwangsläufig entsteht. Würde man diese Radialkomponente nicht weitestgehend eliminieren,
dann würde der Strahl der aus dem Ventil austretenden und in die Verpackung eintretenden
Flüssigkeit aufreißen, und beim Herabfallen in die Verpackung würde Luft in die Flüssigkeit
hereingerissen werden. Im Falle von Milch oder anderen sensiblen Flüssigkeiten würde
dies zur Schaumbildung führen mit den sich daraus ergebenden, bekannten Nachteilen.
Man hat weiterhin festgestellt, daß ein etwa vertikal nach unten fallender Strahl
mit erheblich mehr Luft vermischt wird, wenn der Flüssigkeitsstrahl eine rauhere Oberfläche
und eine größere Querschnittsfl äche hätte. Beides aber wird durch eine etwa vorhandene
Radialkomponente in der Strömung begünstigt. Der Laminator eliminiert erfindungsgem
äß diese Radialkomponente und ermöglicht daher einen Fließstrahl geringerer Querschnittsfläche
und glatterer Oberfläche.
[0019] Der wesentliche Teil der Erfindung ist dieser Laminator, mit dem sowohl wasserähnliche
Flüssigkeiten als auch solche mit einem Faseranteil oder anderen Feststoffen abzufüllen
gestattet wird. Durch die verhältnismäßig großen Durchmesser der Strömungskanäle im
Vergleich zu den bisherigen Abfüllventilen wird nicht nur ein Verstopfen vermieden,
sondern es gelingt auch aus den vorstehend erläuterten Gründen die Bildung eines weitgehend
luftfreien Flüssigkeitsstrahles mit glatter Oberfläche.
[0020] Die Erfindung ist weiterhin mit Vorteil dadurch gekennzeichnet, daß die im Übergangsbereich
zwischen Ventilkegel und vorderem Zylinder befindliche Dichtfläche mit dem Ventilsitz
im Mundstück in Eingriff bringbar ist und der Ventilkegel in einen freien Raum zwischen
Ventilsitz und vorderer Außenkante des Mundstückes ragt. Der Verschließkörper weist
von vorn nach hinten bzw. in der am meisten üblichen vertikalen Anordnung des Ventiles
in den Abfüllmaschinen von unten nach oben (entgegen der Strömungsrichtung) hinter
dem Ventilkegel den vorderen Zylinder, dahinter den Mittelteil und hinter diesem den
rückwärtigen Zylinder auf. Der Ventilkegel erweitert sich bis zu einer kreisringförmigen
Oberfläche, welche die Dichtfläche des Verschließkörpers darstellt. Durch die vertikale
Auf- und Abbewegung bzw. das intermittierende Bewegen des Verschließkörpers nach vorn
und nach hinten wird diese Dichtfläche mit dem Ventilsitz im Mundstück in Eingriff
oder von diesem Ventilsitz außer Eingriff gebracht. Diese Maßnahme ist zwar auch bei
anderen bekannten Ventilen mit einem Ventilkegel üblich. Erfindungsgemäß ragt nun
aber der Ventilkegel abstromseitig oder vorn vor dem Ventilsitz in einen freien Raum.
Dieser Raum befindet sich zwischen dem Ventilsitz und einer vorderen Außenkante des
Mundstückes. In diesem freien Raum kann bei dem erfindungsgemäßen Ventil die Flüssigkeit
ohne wesentliche Drosselungseffekte abströmen. Das war bei den älteren Ventilen nicht
der Fall, weil bei diesen am äußersten Ende stets ein Sieb, eine Lochplatte oder dergleichen
angeordnet war. Durch die Maßnahmen gemäß der Erfindung gibt man hingegen die Lehre,
daß die abzufüllende Flüssigkeit nur in den Strömungskanälen, d.h. nur in dem Laminator,
eine Behandlung erfährt, in welcher nämlich die Radialkomponente der Strömung eliminiert
wird. Sobald die Flüssigkeit die Strömungskanäle verläßt, gelangt sie in einen im
wesentlichen freien Innenraum, in welchem das Abströmen ungehindert erfolgen kann.
Dieses Abströmen beginnt also schon - bei geöffnetem Ventil - in dem Raum neben dem
vorderen Zylinder und setzt sich dann über den Ventilsitz nach vorn bzw. unten in
den freien Raum fort.
[0021] Zwischen der Oberfläche des Ventilkegels innen und dem Ventilsitz außen wird die
eigentliche Austrittsfläche des Dosierventils gemäß der Erfindung gebildet. Die Größe
dieser Ringfläche bestimmt den Durchtrittsquerschnitt und damit die pro Zeiteinheit
strömende Flüssigkeitsmenge. Ersichtlich besteht der Wunsch, diesen Durchtrittsquerschnitt
möglichst groß zu gestalten, um für ein großen Flüssigkeitsvolumen die geringstmögliche
Austrittsgeschwindigkeit zu erreichen.
[0022] Die erfindungsgemäßen Maßnahmen erreichen hier im Vergleich zu bekannten Ventilen
hervorragende Ergebnisse.
[0023] Der freie Raum im Bereich des Vorderendes des Mundstückes unter bzw. vor dem Ventilsitz
wird gemäß der Erfindung zweckmäßigerweise klein gehalten. Dann wird nämlich das Nachtropfen
vernachl ässigbar klein oder gar eliminiert. Wenn die Flüssigkeit nach Vorbeiströ
men am Ventilsitz ohnehin keinerlei Beeinflussung mehr zu erfahren braucht, kann dieser
freie Raum in Längsrichtung des Mundstückes gesehen kurz ausgestaltet werden. Je kürzer
die ringförmige Außenwand, umso kleiner dieser freie Raum. Zur Vermeidung von unkontrolliertem
Abspritzen der Flüssigkeit nach außen beim Schließen des Ventiles kann allerdings
die Wand des Mundstücks vorne und damit die Länge des freien Raumes nicht beliebig
kurz gemachtwerden. Es gelingt aber eine Optimierung, sobald das Spritzen beseitigt
ist. Größer braucht der freie Raum dann nicht gestaltet zu werden, und man kann seine
inneren Oberflächen sogar mit einem Material beschichten oder aus einem solchen herstellen,
bei welchem die betreffenden Flüssigkeiten sehr schnell ablaufen. Dann können sich
nämlich keine Tropfen bilden und das Nachtropfen hört auf.
[0024] Günstig ist es weiterhin, wenn erfindungsgem äβ der freie Raum zwischen dem Ventilsitz
und der vorderen Außenkante des Mundstückes in seinem hinteren Bereich, der auf ein
Viertel bis zwei Drittel der axialen Länge vor dem Ventilsitz liegt, von einer im
Querschnitt ballig ausgestalteten Oberfläche gebildet ist. Mit anderen Worten wird
der freie Raum unterteilt in einen balligen Teil, der von der Gesamtlänge ein Viertel
bis zwei Drittel einnimmt und einen etwa zylindrischen Teil, welcher den restlichen
Anteil der axialen Länge dieses freien Raumes zwischen Ventilsitz und Außenkante des
Mundstückes einnimmt. Der ballige hintere Bereich des freien Raumes erweitert sich
im Querschnitt von einem kleineren inneren Winkel β zu einem größeren äußeren Winkel
a. Während letzterer nur einem besseren Einführen oder Ausgestalten des Ventilsitzes
dient, spielt der kleinere, innere Winkel β für das Strömungsbild der Flüssigkeit
eine Rolle. Verändert man nämlich den vorderen bzw. unteren oder kleineren Winkel
β, dann verändert man die Durchtrittsgeschwindigkeit der Flüssigkeit. Versuche haben
ergeben, daß eine günstige Ausführungsform gut funktioniert, wenn der Winkel β zwischen
8° und 30°, vorzugsweise zwischen 10° und 25° liegt. Diese betrachtete günstige Ausführungsform
erlaubt den Transport von 1,5 Liter Flüssigkeit in 5 Sekunden, bei einer anderen Ausführungsform
sogar in 4,2 Sekunden.
[0025] Vorteilhaft ist es gemäß der Erfindung ferner, wenn innerhalb des freien Raumes zwischen
dem Ventilsitz und der vorderen Außenkante des Mundstückes eine ringförmige Abreißkante
angebracht ist. Diese wird durch zwei näherungsweise unter 90° gegeneinander angestellte
Flächen derart gebildet, daß die Abreißkante ringförmig ist. Sie liegt vorzugsweise
in einer etwa horizontalen Ebene, d.h. quer zur Längsachse des Mundstückes; und zwar
auf der Höhe, welche den vorderen zylindrischen Teil des freien Raumes von dem hinteren
balligen Teil trennt. Diese ringförmige Kante sorgt für das Abreißen der herausströmenden
Flüssigkeit. Dadurch ist der am weitesten vorn liegende, zylindrische Raum bezüglich
Spritzeffekt und dergleichen nicht mehr kritisch.
[0026] Die Erfindung ist weiterhin vorteilhaft dadurch ausgestaltet, daß der Außendurchmesser
des verdickten Teiles des Verschließkörpers größer ist als der Außendurchmesser des
vorderen Zylinders und beide Außendurchmesser größer sind als der Außendurchmesser
des rückwärtigen Zylinders. Bei dem Ventil gemäß der Erfindung hat man gefunden, daß
der Außendurchmesser des vorderen Zylinders sowohl mit dem Austrittsquerschnitt der
Flüssigkeit am Ventilsitz als auch mit dem Laminator zusammenwirkt. So kann beispielsweise
der Außendurchmesser des vorderen Zylinders nicht zu stark verkleinert werden, weil
sonst die ringförmige Austrittsfläche für die Flüssigkeit zu klein würde. Andererseits
wird der besagte Durchmesser durch den Laminator, d.h. den Durchmesser der Strömungskanäle,
zu größeren Werten hin begrenzt, denn je größer der Außendurchmesser des vorderen
Zylinders ist, umso kleiner wird die Fläche der Summe der Querschnittsfl ächen der
Strömungskanäle.
[0027] Bei einem beispielsweise gewählten Ventil hat man 47 mm als Außendurchmesser des
verdickten Mittelteiles des Verschließkörpers gewählt. Seine Funktion besteht darin,
die in radialer Weise zugeführte Flüssigkeit oberhalb des Verschließkörpers in dem
Raum um den rückwärtigen Zylinder aufzunehmen und dort die Flüssigkeit gleichmäßig
über die Eintrittsflä chen der einzelnen Strömungskan äle zu verteilen. Die sich auf
dieser Höhe ergebende Kreislinie stellt das rückwärtige oder hintere Ende des Laminatorbereiches
dar, wo sich sozusagen eine obere Laminatorkante ergibt. Diese sollte im Betrieb auch
bei nach rückwärts hochgezogenem Verschließkörper nicht hinter bzw. über die Eintrittskante
zu liegen kommen, welche die Unterkante bzw. Vorderkante des Zuführstutzens darstellt.
Im geschlossenen Zustand des Ventiles sollte also die obere Laminatorkante um eine
Hublänge vor bzw. unter der Eintrittskante des Zuführstutzens liegen.
[0028] Durch die Auswahl der Außendurchmesser der drei Teile des Verschließkörpers in der
vorstehend empfohlenen Weise funktioniert das neue Ventil sehr gut, d.h. im rückwärtigen
Teil neben dem rückwärtigen Zylinder wird die Flüssigkeit gesammelt und gleichmäßig
den Strömungskanälen zugeführt, in den Strömungskanälen in dem verdickten Mittelteil
des Verschließkörpers erfolgt das Eliminieren der Radialkomponente der Strömung, und
neben dem vorderen Zylinder wird die abströmende Flüssigkeit beruhigt.
[0029] Bei einer bevorzugten Ausführungsform. bei welcher der Durchmesser der Strömungskanäle
zwischen 5 und 7 mm beträgt, ist die Länge des verdickten Teiles des Verschließkörpers
etwa das 1,5-fache seines Außendurchmessers. Der Fachmann kann bei Beachtung dieser
Lehre ohne zeitaufwendige Auswahlverfahren ein günstig arbeitendes Ventil aufbauen.
[0030] Dabei hat es sich weiterhin als günstig erwiesen, wenn der Durchmesser der Durchgangsl
öcher etwa ein Zehntel der axialen Länge des verdickten Teiles des Verschließkörpers
beträgt. Zwar besteht grundsätzlich die Tendenz, die axiale Länge des verdickten Mittelteiles
des Verschließkörpers möglichst groß zu machen. Dies ist aber ein praktisch nicht
realisierbarer Wunsch, denn man kann den Laminatorbereich durch den Aufbau und die
Gestalt der Gesamtvorrichtung und damit auch des Gehäuses nicht unbegrenzt lang formen.
So muß beispielsweise für den Beruhigungsbereich eine solche Länge verbleiben, daß
die Flüssigkeit um den vorderen Zylinder herum ruhig strömen und das Strömungsbild
sich weiter beruhigen kann. Für den Laminator hat man gefunden, daß sein Außendurchmesser,
d.h. der des verdickten Mittelteils des Verschließkörpers, kleiner sein soll als seine
Länge.
[0031] Es ergibt sich für den Fachmann bei sorgfältiger Betrachtung des Verschließkö rpers
und seiner Gestaltung auch, daß der Außendurchmesser des vorderen Zylinders nicht
größer sein darf als der Innendurchmesser des Kranzes der Durchtrittslöcher.
[0032] Der Außendurchmesser des rückwärtigen Zylinders kann deshalb kleiner als der des
vorderen Zylinders sein, weil in dem rückwärtigen Bereich um den rückwärtigen Zylinder
herum nicht wie vorn ein Ventilsitz und damit ein Ausströmquerschnitt gebildet wird.
[0033] Mit Vorteil kann der Fachmann das Ventil weiter dadurch ausgestalten, daß erfindungsgem
äß die Länge des verdickten Mittelteiles des Verschließkörpers größer ist als die
Länge des vorderen Zylinders. Bei dieser Ausgestaltung wird eine Länge der Strömungskanäle
erreicht, durch welche die einzelnen aus den Durchgangsl öchern austretenden Flüssigkeitsstrahlen
sich zusammenschließen und zu einem einzigen Strahl vorn unten vereinigen können.
Dieser vereinigte Strahl kann dann um den vorderen Zylinder des Verschließkegels und
nach vorn um den Ventilkegel herum in beruhigter Form (Strömungsbild) ausströmen.
[0034] Durch die Anordnung des Ventilsitzes im Abstand unter dem verdickten Mittelteil des
Verschließkörpers wird bei geschlossenem Ventil der gesamte unter dem Ventilsitz befindliche
Raum entleert und mit geeigneten Maßnahmen, von denen einige oben beschrieben sind,
frei gegen Nachtropfen ausgestaltet. Im Bereich des Laminators, d.h. im Bereich der
Strömungskanäle, braucht auf die Oberflächenspannung der jeweiligen Flüssigkeit nicht
mehr besondere Rücksicht genommen zu werden. In dem verdickten Mittelteil des Verschließkörpers
erfoigt lediglich ein Laminierungseffekt, dem nach vorn unten ein Beruhigungsbereich
folgt. Diese günstigen Funktionseigenschaften werden durch Strömungskanäle mit verhältnismäßig
großem Durchmesser im Vergleich zu bekannten Ventilen erreicht. Ohne Spritzen und
Nachtropfen können mit dem neuen Ventil auch Fruchtsäfte dosiert abgefüllt werden.
Die Strömungskanäle in dem mittleren verdickten Teil des Verschließk örpers können
durch Fräsen und Bohren ohne großen Fertigungsaufwand hergestellt werden.
[0035] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der folgenden Beschreibung in Verbindung mit den anliegenden Zeichnungen
einer bevorzugten Ausführungsform. Es zeigen:
- Figur 1
- perspektivisch das neue Füllventil ohne Verrohrung und ohne eine Trägerplatte, in
geschlossenem Zustand, zur deutlicheren Darstellung mit außen abgebrochenem Gehäuse
und Mundstück,
- Figur 2
- eine vertikal genommene Querschnittsansicht für das Abfüllventil im Aufbau der Figur
1,
- Figur 3
- eine vertikale Querschnittsansicht des Mundstückes in ausgebautem Zustand,
- Figur 4
- eine vertikale Querschnittsansicht des rückseitig und über den Abdichteinrichtungen
angeordneten Gleitstückes,
- Figur 5
- eine horizontale Querschnittsansicht des Gleitstückes der Figur 4 entlang der Linie
V-V der Figur 4,
- Figur 6
- die Seitenansicht des Verschließkörpers in ausgebautem Zustand,
- Figur 7
- eine vertikale Querschnittsansicht des Verschließkö rpers entlang der Linie VII-VII
der Figur 6, und
- Figur 8
- xin vergrößertem Maßstab die Draufsicht auf den Verschließkörper der Figur 6.
[0036] Auf dem halbzylindrischen, zur Seite hin offenen Oberteil 31 eines mit diesem verbundenen,
darunter angeordneten Halters 7 ist ein pneumatischer Zylinder 30 mit Kolbenstange
20 befestigt. Vorderseitig bzw. unten ist die Kolbenstange 20 mit einer Schraube 9
verschraubt, welche durch ein Gleitstück 8 ragt und gleichzeitig von der Rückseite
her mit dem Ansatz 21 des allgemein mit 3 bezeichneten Verschließkörpers so verschraubt
ist, daß dadurch das Gleitstück 8 mit dem Verschließkörper 3 fest verbunden wird.
[0037] Den Halter 7 umgreift das Gehäuse 1, an welchem unten ein Mundstück 2 angebracht
ist. Letzteres wird nachfolgend ausführlicher in Verbindung mit Figur 3 beschrieben.
Gestrichelt ist in dieser wie auch in Figur 4 die Längsachse 16, die mit der Längsachse
des Mundstückes 2 zusammenfällt, gezeigt. In Richtung dieser Längsachse ist der Verschließkörper
3 in Richtung des Doppelpfeiles 26 lotrecht auf- und abbewegbar angeordnet, von dem
Pneumatikzylinder 30 angetrieben. Ein Zuführstutzen 24 mündet seitlich oben im Gehäuse
1, wo sich der obere, rückseitige Teil des Verschließkörpers 3 befindet. Dieser ist
über eine Membran 5 aus Gummi oder Silikon abgedichtet.
[0038] In dem Ansatz 21 am rückseitigen Ende des Verschließkörpers 3 sitzt eine Paßfeder
6, die in der nicht gezeigten Nut des Gleitstückes 8 gegen Verdrehen sichert. Das
Gleitstück 8 sorgt für eine Gleitbewegung in der Bohrung des Halters 7. Der Halter
7 ist mit einer Mutter 11 mit dem Gehäuse 1 verschraubt. Eine gleichartige Mutter
12 verbindet das Gehäuse 1 mit dem Mundstück 2, wo ein O-Ring 13 dazwischen eingeklemmt
wird, dessen Sitz nach aseptischen Gesichtspunkten gestaltet ist. Damit sind das Gehäuse
1 und das Mundstück 2 abgedichtet miteinander verbunden.
[0039] Auf der äußeren Oberfläche des Mundstückes 2 befindet sich in dessen unterem Bereich
(unteres Drittel neben der vorderen Außenkante 14 des Mundstükkes 2) ein O-Ring 15,
der das Ventil gegen einen außen unten zum Beispiel angeordneten Hygieneraum bzw.
Sterilbereich einer Füllmaschine abdichtet.
[0040] Die Montage ist so gestaltet, daß man das Gleitstück 8 in den Halter 7 hineinsteckt.
Von unten wird dann der Verschließkörper 3 mit der übergestülpten, drehsymmetrich
und becherförmig ausgestalteten Membran 5 nach oben eingesteckt, wobei die Paßfeder
6 dann schon in die Nut eingelegt ist. Der Ansatz 21 am rückseitigen Ende des Verschließkörpers
3 ragt nun nach oben in eine entsprechende mittige Ausnehmung des Gleitstückes 8 und
wird mit dem unteren Teil der Schraube 9 verschraubt, wonach oben die Verbindung mit
der Kolbenstange 20 und dem pneumatischen Antriebszylinder 30 erfolgt. Mit dem Verschrauben
mittels der Überwurfmutter 11 könnte sich die Membran 5 verdrehen, und deshalb kann
man von unten in das Gehäuse 1 hineinsehen und prüfen, ob die Membran 5 richtig plaziert
ist. Sitzt die Membran 5 exakt und in gewünschter Stellung, dann wird das Mundstück
2 von unten aufgeschraubt. Die Luft oberhalb und rückseitig hinter der Membran 5 kann
durch den Spalt 10 am Gleitstück 8 nach oben entweichen, so daß kein Vakuum oder Überdruck
in dem Raum hinter der Membran 5 entstehen kann.
[0041] Der Verschließkörper 3 weist an seinem unteren bzw. vorderen Ende einen Ventilkegel
32 auf, an dessen erweitertem rückseitigen Ende sich der vordere Zylinder 33 anschließt.
Der Übergangsbereich, d.h. die Ringfläche zwischen dem Ventilkegel 32 und dem vorderen
Zylinder 33 ist die eigentliche Dichtfläche 34, die sich gegen den Ventilsitz 35 anlegen
kann. In dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel liegt die Dichtfläche 34 unter Schließung
des Ventiles auf dem Ventilsitz 35. Nach rückwärts und oben schließt sich an den vorderen
Zylinder 33 ein verdickter Mittelteil 36 des Verschließkörpers 3 an, in dessen Umfangsbereich
sich Strömungsnuten 37 und Durchgangslöcher 38 befinden. Letztere (37 und 38) liegen
parallel zueinander und in Form eines geschlossenen Kranzes in kleinen Abständen nebeneinander
und sind nach vorn unten und hinten oben derart offen, daß im Betrieb die Flüssigkeit
von oben nach unten strömen kann. Am rückwärtigen Ende des verdickten Mittelteils
36 schließt sich der rückwärtige Zylinder 39 an, der an seinem hinteren oberen Ende
mit dem Ansatz 21 verbunden ist, gegebenenfalls einstückig ist.
[0042] Das in den Figuren 1 bis 3 dargestellte Mundstück 2 läßt sich deutlicher anhand Figur
3 erkennen. Man sieht von vorn nach hinten bzw. unten nach oben die vordere Außenkante
14 des Mundstückes 2, welche das vorderste Teil des ganzen Ventiles ist und über die
auch die Spitze des Ventilkegels 32 nicht nach vorn herausragt. Nach rückwärts hinter
der vorderen Außenkante 14 spannt die ringförmige Außenwandung 40 einen erweiterten,
zylinderförmigen Raum 41 auf, der nach hinten durch eine Ringschulter 42 und eine
mittige, kreisrunde Öffnung 43 begrenzt ist. Durch diese mittige Öffnung 43 ragt gemäß
Darstellung der Figuren 1 und 2 der Ventilkegel 32 nach vorn hindurch.
[0043] Weiter nach rückwärts wird die mittige Öffnung 43 von einer ballig ausgestalteten
Oberfläche 44 begrenzt, die sich im vorderen unteren Bereich unter einem Winkel β
= 10° bis 25° nach oben rückwärts hin so öffnet, daß die Krümmung nach rückwärts hin
zunimmt, bis etwa der Bereich des Ventilsitzes 35 erreicht ist. Von da an tritt die
äußere Oberfläche unter einem größeren Winkel α von etwa 70° auseinander, um dann
mit entgegengesetzter Krümmung den Übergang an die etwa zylindermantelförmige Innenwand
des Mundstückes 2 zu schaffen.
[0044] Durch diese, in der vorstehend beschriebenen Weise gestalteten Oberflächen ergibt
sich in Verbindung mit dem Verschließkörper 3 gemäß Darstellung in den Figuren 1 und
2 vom vor und außerhalb des Ventilsitzes 35 ein freier Raum 45, dessen Länge I in
Figur 2 gezeigt ist. Nach rückwärts oberhalb des Ventilsitzes 35 wird in dem Mundstück
2 der vordere Innenraum 46 gebildet, der außen von der Innenwand des Mundstükkes 2
gebildet wird, die sich unter dem großen Winkel
α von etwa 70° öffnet und dann mit umgekehrter Krümmung nach oben verläuft - einerseits;
und der äußeren Oberfläche des vorderen Zylinders 33 - andererseits.
[0045] Im Bereich des verdickten Mittelteils 36 des Verschließkörpers 3 wird der von dem
Gehäuse 1 und dem Mundstück 2 gebildete Raum im wesentlichen ausgefüllt. Nach rückwärts
von diesem verdickten Mittelteil 36 nach oben schließt sich ein ebenfalls ringförmiger
hinterer Innenraum 47 an, welcher direkt mit dem Zuführstutzen 24 verbunden ist. Zu
beachten ist in diesem Zusammenhang die Lage der oberen Laminatorkante 48, welche
die Eintrittsfiäche der Strömungskanäle 37, 38 definiert. Diese obere Laminatorkante
48 soll nämlich auch bei geöffnetem Ventil. wenn die Dichtfläche 34 vom Ventilsitz
35 ganz abgehoben hat, nicht weiter nach rückwärts als die Hublänge h (Figur 2) bewegt
werden können, nämlich nicht über die Eintrittskante 49 des Zuführstutzens 24 hinaus.
Wenn mit anderen Worten das Ventil weitestmöglich geöffnet ist, d.h. der Verschließkörper
3 am weitesten nach oben zurückgezogen ist, befindet sich die obere Laminatorkante
48 etwa auf der Höhe der Eintrittskante 49 des Zuführstutzens 24.
[0046] In den Figuren 4 und 5 ist das Gleitstück 8 ausgebaut dargestellt. Man erkennt den
mittigen Kanal 50, der sich in Richtung der Längsachse 16 der gesamten Anordnung im
zusammengebauten Zustand, welche mit der Längsachse des Mundstückes 2 zusammenfällt,
erstreckt. Nach unten vorn erweitert sich dieser mittige Kanal 50 für die Aufnahme
des Ansatzes 21, wie man am besten aus den Figuren 1 und 2 sieht. Das Gleitstück 8
kann vorzugsweise aus einem Material. wie zum Beispiel PEEK bestehen, ein Esterbeton
mit guten Gleiteigenschaften.
[0047] Auch der Verschließkörper 3 kann aus PEEK bestehen, denn dieses Material läßt sich
sehr gut bearbeiten, ist verschleißfest und im Falle eines Dichtsitzes schleift sich
dieser ein. Den Verschließkörper kann man aber auch aus Edelstahl fertigen.
[0048] Die Figuren 6 bis 8 erlauben eine ausführliche Darstellung und Beschreibung des Verschließkörpers
3. Man erkennt dort die oben beschriebenen Abschnitte und einige deren Maße. So ist
zum Beispiel der Durchmesser des vorderen Zylinders 33 mit d, der Durchmesser des
verdickten Mittelteils 36 mit D und der Durchmesser des rückwärtigen Zylinders 39
mit d' bezeichnet. Es handelt sich bei diesen Durchmessern um Außendurchmesser. Die
Länge des verdickten Mittelteils ist in Figur 6 mit L bezeichnet, die Länge des vorderen
Zylinders 33 mit I'.
[0049] In Figur 8 ist der Innendurchmesser des den Kranz der Durchgangslöcher 38 in axialer
Draufsicht in Richtung der Längsachse 16 gesehen inneren gestrichelten Kreises 51
mit d
1 bezeichnet. In derselben Ansicht gemäß Figur 8 ist die Öffnungsweite (die etwas kleiner
als der Durchmesser) der Strömungsnut 37 mit d
2 bezeichnet. Schließlich bezeichnet d
3 den Durchmesser eines Durchgangsloches 38.
[0050] In Figur 3 ist die ringförmige Kante zwischen der vorderseitigen Schulter 42 und
der ringförmigen Innenfläche 44 gebildeten ringförmigen Abreißkante 52 verdeutlicht.
Bezugszeichenliste:
[0051]
- 1
- Gehäuse
- 2
- Mundstücke
- 3
- Verschließkörper
- 5
- Membran
- 6
- Paßfeder
- 7
- Halter
- 8
- Gleitstücke
- 9
- Schraube
- 10
- Spalt
- 11
- Mutter
- 12
- Mutter
- 14
- vordere Außenkante
- 15
- O-Ring
- 16
- Längsachse
- 20
- Kolbenstange
- 21
- Ansatz
- 24
- Zuführstutzen
- 26
- Doppelpfeil
- 30
- pneumatischer Zylinder
- 31
- halbzylindrisches Oberteil des Halters
- 32
- Ventilkegel
- 33
- vorderer Zylinder
- 34
- Dichtfläche
- 35
- Ventilsitz
- 36
- verdickter Mittelteil
- 37
- Strömungsnuten
- 38
- Durchgangslöcher
- 39
- rückwärtiger Zylinder
- 40
- ringförmige Außenwandung
- 41
- zylindrischer Raum
- 42
- Ringschulter
- 43
- mittige Öffnung
- 44
- ballige Oberfläche
- 45
- freier Raum
- 46
- vorderer Innenraum
- 47
- hinterer Innenraum
- 48
- obere Laminatorkante
- 49
- Eintrittskante des Zuführstutzens
- 50
- mittiger Kanal
- 51
- innerer Kreis der Durchgangslöcher
- 52
- Abreißkante
- D
- Außendurchmesser des verdickten Mittelteils
- d
- Außendurchmesser des vorderen Zylinders
- d'
- Außendurchmesser des rückwärtigen Zylinders
- L
- Länge des verdickten Mittelteils
- l
- Länge des freien Raumes
- l'
- Länge des vorderen Zylinders
- d1
- Innendurchmesser des Kreises 51
- d2
- Innendurchmesser der Strömungsnut
- d3
- Innendurchmesser des Durchgangsloches
1. Ventil zum dosierten Abfüllen von Flüssigkeiten in Verpackungen, mit einem Gehäuse
(1) mit Zuführstutzen (24), vorderseitigem Mundstück (2) und Austrittseinrichtung
( blei14), mit einem in dem Gehäuse (1) bewegbar angetriebenen, mit einem Ventilsitz
(35) in Eingriff bringbaren und vorn einen Ventilkegel (32) sowie dahinter einen verdickten
Mittellteil aufweisenden Verschließkörper (3) und mit rückseitigen Abdichteinrichtungen
(5), dadurch gekennzeichnet, daß der verdickte Mittelteil (36) des Verschließkörpers (3) an seinem Umfangsbereich
mit einem Kranz von sich in Richtung der Längsachse (16) des Mundstückes (2) erstreckenden
Strömungskanälen (37, 38) versehen ist, die nach vorn und nach hinten offen in den
durch das Gehäuse (1) gebildeten Innenraum (46, 47) münden, und daß der Zuführstutzen
(24) hinter der rückwärtigen Eintrittsfläche der Strömungskanäle (37, 38) seitlich
in das Gehäuse (1) mündet.
2. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschließkörper (3) zwischen dem Ventilkegel (32) vorn und dem Mittelteil (36)
einen vorderen Zylinder (33) sowie zwischen dem Mittelteil (36) und den rückseitigen
Abdichteinrichtungen (5) einen rückwärtigen Zylinder (39) aufweist.
3. Ventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömungskanäle (37, 38) durch am Umfang des Mittelteils (36) des Verschließk
örpers (3) angeordnete, nach außen radial offene Strömungsnuten (37) und/oder radial
geschlossene Durchgangslöcher (38) gebildet sind.
4. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die im Übergangsbereich zwischen Ventilkegel (32) und vorderem Zylinder (33) befindliche
Dichtfläche (34) mit dem Ventilsitz (35) im Mundstück (2) in Eingriff bringbar ist
und der Ventilkegel (32) in einen freien Raum (45) zwischen Ventilsitz (35) und vorderer
Außenkante (14) des Mundstückes (3) ragt.
5. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der freie Raum (45) zwischen Ventilsitz (35) und vorderer Außenkante (14) des Mundstückes
(2) in seinem hinteren Bereich, der auf ein Viertel bis zwei Drittel der axialen Länge
(I) vor dem Ventilsitz (35) liegt, von einer im Querschnitt ballig ausgestalteten
Oberfläche (44) gebildet ist.
6. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß am vorderen Ende des freien Raumes (45) zwischen Ventilsitz (35) und vorderer Außenkante
(14) des Mundstückes (2) eine ringförmige Abreißkante (52) angebracht ist.
7. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Außendurchmesser (D) des verdickten Mittelteiles (36) des Verschließkörpers (3)
größer ist als der Außendurchmesser (d) des vorderen Zylinders (33) und beide Außendurchmesser
(D, d) größer sind als der Außendurchmesser (d') des rückwärtigen Zylinders (39).
8. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge (L) des verdickten Mittelteiles (36) des Verschließkörpers (3) etwa das
1,5-fache seines Außendurchmessers (D) beträgt.
9. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser (d3) der Durchgangslöcher (38) etwa ein Zehntel der axialen Länge (L) des verdickten
Mittelteiles (36) des Verschließkörpers (3) beträgt.
10. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge (L) des verdickten Teiles (36) des Verschließkörpers (3) größer als die
Länge (I') des vorderen Zylinders (33) ist.
1. A valve for the metered filling of packs with liquids, comprising a housing (1) having
a feed connection (24), a front mouthpiece (2) and a discharge device (at 14), a closure
body (3) which is driven movably in the housing (1) and which can be brought into
engagement with a valve seat (35) and which at the front has a valve cone (32) and
therebehind a thickened central portion, and rearward sealing devices (5), characterised in that the thickened central portion (36) of the closure body (3) is provided at its peripheral
region with a ring of flow passages (37, 38) which extend in the direction of the
longitudinal axis (16) of the mouthpiece (2) and which communicate opening forwardly
and rearwardly with the internal space (46, 47) formed by the housing (1), and that
the feed connection (24) opens laterally into the housing behind the rearward intake
face of the flow passages (37, 38).
2. A valve according to claim 1 characterised in that the closure body (3) has a front cylinder (33) between the valve cone (32) at the
front and the central portion (36) and a rearward cylinder (39) between the central
portion (36) and the rear sealing devices (5).
3. A valve according to claim 1 or claim 2 characterised in that the flow passages (37, 38) are formed by outwardly radially open flow grooves (37)
arranged at the periphery of the central portion (36) of the closure body (3) and/or
radially closed through-flow holes (38).
4. A valve according to one of claims 1 to 3 characterised in that the sealing surface (34) which is in the transitional region between the valve cone
(32) and the front cylinder (33) can be brought into engagement with the valve seat
(35) in the mouthpiece (2) and the valve cone (32) projects into a free space (45)
between the valve seat (35) and the front outside edge (14) of the mouthpiece (3).
5. A valve according to one of claims 1 to 4 characterised in that the free space (45) between the valve seat (35) and the front outside edge (14) of
the mouthpiece (2) is formed in its rear region which is over a quarter to two thirds
of the axial length (1) in front of the valve seat (35) by a surface (44) which is
of a spherical cross-sectional configuration.
6. A valve according to one of claims 1 to 5 characterised in that an annular flow break-away edge (52) is provided at the front end of the free space
(45) between the valve seat (35) and the front outside edge (14) of the mouthpiece
(2).
7. A valve according to one of claims 1 to 6 characterised in that the outside diameter (D) of the thickened central portion (36) of the closure body
(3) is larger than the outside diameter (d) of the front cylinder (33) and both outside
diameters (D, d) are larger than the outside diameter (d') of the rearward cylinder
(39).
8. A valve according to one of claims 1 to 7 characterised in that the length (L) of the thickened central portion (36) of the valve body (3) is approximately
1.5 times its outside diameter (D).
9. A valve according to one of claims 1 to 8 characterised in that diameter (d3) of the through holes (38) is approximately a tenth of the axial length (L) of the
thickened central portion (36) of the closure body (3).
10. A valve according to one of claims 1 to 9 characterised in that length (L) of the thickened portion (36) of the closure body (3) is greater than
the length (1') of the front cylinder (33).
1. Valve pour assurer le remplissage dosé de liquides dans des emballages, comportant
une enveloppe (1) avec une tubulure d'amenée (24), une embouchure avant (2) et un
dispositif de sortie (près de 14), un corps d'obturation (3), entraîné de façon à
pouvoir se déplacer dans l'enveloppe (1), pouvant être mis en prise avec un siège
de soupape (35) et présentant à l'avant un cône de soupape (32) ainsi qu'une partie
centrale épaissie en arrière de ce cône, ainsi que des dispositifs d'étanchéité arrière
(5), caractérisée en ce que la partie centrale épaissie (36) du corps d'obturation (3) est, au niveau de sa zone
périphérique, pourvue d'une couronne de canaux d'écoulement (37, 38) s'étendant dans
la direction de l'axe longitudinal (16) de l'embouchure (2), canaux qui, ouverts vers
l'avant et vers l'arrière, débouchent dans l'espace intérieur (46, 47) formé par l'enveloppe
(1), et en ce que la tubulure d'entrée (24) débouche derrière la surface d'entrée arrière des canaux
d'écoulement (37, 38) sur le côté de l'enveloppe (1).
2. Valve selon la revendication 1, caractérisée en ce que le corps d'obturation (3) entre le cône de soupape (32) à l'avant et la partie centrale
(36) présente un cylindre avant (33), ainsi qu'un cylindre arrière (39) entre la partie
centrale (36) et les dispositifs d'étanchéité arrière (5).
3. Valve selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les canaux d'écoulement (37, 38) sont formés par des rainures d'écoulement (37),
radialement ouvertes vers l'extérieur, et/ou par des trous débouchants (38), radialement
fermés, disposés sur la périphérie de la partie centrale (36) du corps d'obturation
(3).
4. Valve selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que la surface d'étanchéité (34) se trouvant dans la zone de transition entre le cône
de soupape (32) et le cylindre avant (33) peut être mise en prise avec le siège de
soupape (35) dans l'embouchure (2), et le cône de soupape (32) dépasse dans un espace
libre (45) situé entre le siège de soupape (35) et l'arête extérieure avant (14) de
l'embouchure (3).
5. Valve selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que l'espace libre (45) entre le siège de soupape (35) et l'arête extérieure avant (14)
de l'embouchure (2) est, dans sa zone arrière, qui se trouve entre le quart et les
deux tiers de la longueur axiale (l) en avant du siège de soupape (35), formé d'une
surface (44) ayant une section transversale convexe.
6. Valve selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce qu'une arête de décollement annulaire (52) est disposée à l'extrémité avant de l'espace
libre (45) entre le siège de soupape (35) et l'arête extérieure avant (14) de l'embouchure
(2).
7. Valve selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que le diamètre extérieur (D) de la partie centrale épaissie (36) du corps d'obturation
(3) est supérieur au diamètre extérieur (d) du cylindre avant (33), et les deux diamètres
extérieurs (D, d) sont supérieurs au diamètre extérieur (d') du cylindre arrière (39).
8. Valve selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que la longueur (L) de la partie centrale épaissie (36) du corps d'obturation (3) est
approximativement égale à 1,5 fois son diamètre extérieur (D).
9. Valve selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que le diamètre (d3) des trous traversants (38) est approximativement égal au dixième de la longueur
axiale (L) de la partie centrale épaissie (36) du corps d'obturation (3).
10. Valve selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que la longueur (L) de la partie épaissie (36) du corps d'obturation (3) est supérieure
à la longueur (l') du cylindre avant (33).