[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Zerlegen von Rundhölzern zu
Brettern mittels erster und zweiter in Axialrichtung verlaufender Schnitte, wobei
die ersten Schnitte parallel zu einer gedachten ersten Mittelebene und die zweiten
Schnitte parallel zu einer gedachten zweiten Mittelebene der Rundhölzer ausgeführt
werden.
[0002] Die Erfindung betrifft des weiteren eine Vorrichtung zum Zerlegen von Rundhölzern
zu Brettern, mit zumindest einem Schneidwerkzeug zum Ausführen erster und zweiter
Schnitte und mit Mitteln, um das zumindest eine Schneidwerkzeug relativ zu den Rundhölzern
zu verfahren.
[0003] Ein derartiges Verfahren und eine derartige Vorrichtung sind aufgrund ihrer Verwendung
beim Zerlegen von Rundhölzern bekannt.
[0004] Das bekannte Verfahren und die bekannte Vorrichtung werden vor allem dann verwendet,
wenn als Rundhölzer Baumstämme durch sogenannte Riftschnitte bzw. mit sogenanntem
Edelrift zu Brettern zerlegt: werden sollen. Die erhaltenen Bretter zeichnen sich
dann dadurch aus, daß die Jahresringe der Baumstämme annähernd senkrecht zu der breiten
Bretterseite verlaufen (vgl. die Darstellung eines viertelkreisförmigen zu zerlegenden
Teilstücks in Fig. 2). Dies ist häufig sowohl aus Stabilitätsgründen wie auch aus
optischen Gründen wünschenswert.
[0005] Die Erfindung ist jedoch nicht allein auf das Zerlegen von Baumstämmen mit Edelrift
beschränkt und kann ganz allgemein beim Zerlegen von Rundhölzern jeglicher Art verwendet
werden. Dabei wird der Begriff Bretter hier ganz allgemein verstanden und setzt keine
bestimmten Seitenabmessungen voraus. Folglich bezieht sich die Erfindung auch auf
die Zerlegung von Rundhölzern oder Baumstämmen zu sogenannten Kanthölzern. Nachfolgend
wird die Erfindung jedoch überwiegend im Hinblick auf das Zerlegen zu Brettern mit
Edelrift erläutert.
[0006] Das derzeit verwendete Verfahren zum Sägen von Edelrift sieht folgendermaßen aus:
[0007] Zunächst werden die zu zerlegenden Baumstämme in Axialrichtung entlang einer gedachten
ersten Mittelebene halbiert. Sodann werden die Hälften entlang einer gedachten zweiten
Mittelebene erneut halbiert, so daß die Baumstämme insgesamt in Axialrichtung geviertelt
sind. Anschließend werden die erhaltenen, im Querschnitt viertelkreisförmigen Teilstücke
zu Brettern geschnitten. Hierbei wird zunächst ein erster Schnitt parallel zu der
ersten Mittelebene ausgeführt, und zwar in einem Abstand von der ersten Mittelebene,
der der gewünschten Dicke des zu sägenden Brettes entspricht. Mit diesem ersten Schnitt
wird das erste Brett von dem viertelkreisförmigen Teilstück abgetrennt. Anschließend
wird das Teilstück um seine Längsachse um 90° gedreht, und es erfolgt ein Schnitt
parallel zu der zweiten Mittelebene. Dieser zweite Schnitt erfolgt wiederum in einem
Abstand von der Mittelebene, der der gewünschten Dicke des zu sägenden zweiten Brettes
entspricht. Der zweite Schnitt erstreckt sich wiederum entlang des gesamten Teilstücks,
so daß hierdurch das zweite Brett von dem Teilstück abgetrennt wird. Nun wird das
Teilstück um seine Längsachse um 90° zurückgedreht, und es erfolgt ein dritter Schnitt
wiederum parallel zu der ersten Mittelebene. Hierdurch wird das dritte Brett abgetrennt.
Daran anschließend wird das Teilstück erneut um 90° gedreht, und es erfolgt der nächste
Schnitt parallel zu der zweiten Mittelebene. Die letztgenannten Verfahrensschritte
werden dabei so lange wiederholt, bis das ehemals viertelkreisförmige Teilstück vollständig
zu Brettern zerlegt ist.
[0008] Es hat sich nun gezeigt, daß dieses bekannte Verfahren mit seinen zahlreichen wiederholten
Arbeitsschritten zu zeitaufwendig und umständlich ist. Dabei macht sich insbesondere
das häufige Drehen der zu zerlegenden Teilstücke zwischen den einzelnen Schnitten
negativ bemerkbar.
[0009] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren der eingangs genannten
Art anzugeben, das weniger zeitaufwendig und umständlich ist. Es ist darüber hinaus
Aufgabe der Erfindung, eine dementsprechende Vorrichtung anzugeben.
[0010] Diese Aufgabe wird im Hinblick auf das eingangs genannte Verfahren dadurch gelöst,
daß in mindestens ein Teilstück der Rundhölzer zunächst mehrere erste Schnitte kammförmig
eingebracht werden und daß sodann die zweiten Schnitte ausgeführt werden.
[0011] Die Aufgabe wird im Hinblick auf die eingangs genannte Vorrichtung dadurch gelöst,
daß die genannten Mittel derart ausgebildet sind, daß in mindestens ein Teilstück
der Rundhölzer zunächst mehrere erste Schnitte kammförmig eingebracht werden können
und daß sodann die zweiten Schnitte ausgeführt werden können.
[0012] Im Unterschied zu dem bisher verwendeten Verfahren bzw. der bisher verwendeten Vorrichtung
werden hiernach somit beim Ausführen der ersten Schnitte noch keine Bretter von dem
zu zerlegenden Teilstück abgetrennt. Vielmehr wird das Teilstück durch die ersten
Schnitte zunächst nur zum Zerlegen in Bretter vorbereitet, indem es kammförmig, d.h.
durch mehrere parallel nebeneinander liegende erste Schnitte, eingeschnitten wird.
Es versteht sich, daß die Schnittiefe dieser ersten Schnitte nicht durch das gesamte
Teilstück hindurch reicht, so daß das Teilstück nach dem Ausführen der ersten Schnitte
noch einen nicht eingeschnittenen Bereich aufweist. Dieser Bereich hält die einzelnen
"Zähne" des Kammes zusammen. Das eigentliche Zerlegen in Bretter erfolgt erst durch
einen oder mehrere nachfolgend ausgeführte zweite Schnitte, die in dem noch nicht
eingeschnittenen Bereich des Teilstücks ausgeführt werden. Anschaulich gesprochen
werden somit erst durch den oder die zweiten Schnitte die einzelnen "Zähne" des Kammes
voneinander getrennt. Dies hat zur Folge, daß das Zerlegen des Teilstücks in Bretter
nicht mehr "scheibchenweise" wie bisher, sondern als Ganzes beim Ausführen des oder
der zweiten Schnitte geschieht.
[0013] Das erfindungsgemäße Verfahren bzw. die entsprechende Vorrichtung besitzen den Vorteil,
daß das häufige Drehen der Teilstücke entfällt, da zunächst erst sämtliche erste Schnitte
ausgeführt werden. Da dieses Drehen bisher einen Großteil der benötigten Zeit ausmacht,
ist das erfindungsgemäße Verfahren wesentlich einfacher und schneller durchzuführen.
Gleichzeitig bietet das kammförmige Einschneiden den Vorteil, daß das eingeschnittene
Teilstück nach wie vor als ein zusammenhängendes Teilstück transportiert werden kann,
ohne auseinanderzufallen. Das Ausführen der ersten und zweiten Schnitte kann somit
bei Bedarf sowohl zeitlich als auch räumlich voneinander getrennt werden, ohne daß
sich die Handhabung des bereits mit den ersten Schnitten versehenen Teilstücks erschwert.
[0014] Die gestellte Aufgabe ist somit durch die Erfindung vollständig gelöst.
[0015] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden
die mehreren ersten Schnitte gleichzeitig miteinander ausgeführt. Dementsprechend
ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, daß das zumindest eine
Schneidwerkzeug mehrere Sägeblätter aufweist, die kammförmig nebeneinander angeordnet
sind.
[0016] Mit einer derartigen Vorrichtung ist es möglich, die ersten Schnitte nicht nur direkt
hintereinander, sondern sogar gleichzeitig miteinander auszuführen. Wie leicht nachzuvollziehen
ist, läßt sich dadurch nochmals eine Beschleunigung des erfindungsgemäßen Verfahrens
erreichen, da das zu zerlegende Teilstück anschaulich gesprochen beim Ausführen der
ersten Schnitte nur noch ein einziges Mal einem Schneidwerkzeug zugeführt werden muß.
[0017] In einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens werden auch mehrere zweite Schnitte
gleichzeitig miteinander ausgeführt.
[0018] Diese Maßnahme kommt besonders zum Tragen, wenn das erfindungsgemäße Verfahren zum
Sägen von Brettern mit Edelrift verwendet werden soll, da, wie nachfolgend noch erläutert,
dann mehrere zweite Schnitte wünschenswert sind. Darüber hinaus sind jedoch auch andere
Schnittvarianten denkbar, bei denen mehrere zweite Schnitte zum Zerlegen der Teilstücke
benötigt werden. Insgesamt läßt sich durch diese bevorzugte Ausgestaltung das Verfahren
nochmals beschleunigen und vereinfachen.
[0019] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt die zweite
Mittelebene senkrecht zu der ersten Mittelebene, und die mehreren ersten oder die
zweiten Schnitte werden mit einer Schnittlänge ausgeführt, die jeweils bis zu einer
Winkelhalbierenden zwischen der ersten und der zweiten Mittelebene reicht. Eine entsprechende
bevorzugte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet,
daß die Sägeblätter ausgehend von einem Sägeblatt mit größter erreichbarer Schnittlänge
der Größe der erreichbaren Schnittlänge nach nebeneinander angeordnet sind.
[0020] Die genannten Maßnahmen besitzen den Vorteil, daß hierdurch das Sägen von Edelrift
besonders vereinfacht und beschleunigt wird. Die genannte Ausführung der ersten Schnitte
hat nämlich zur Folge, daß eine Zerlegung der dann kammförmigen Struktur automatisch
zu einem Edelrift bei den erhaltenen Brettern führt. Dabei ist die genannte Ausführung
im Vergleich zu alternativen Schnittverfahren, bei denen kein Edelrift erzeugt werden
soll, nicht mit zusätzlichem Aufwand verbunden.
[0021] In einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind die Sägeblätter
spiegelsymmetrisch zu beiden Seiten des Sägeblattes mit der größten erreichbaren Schnittlänge
angeordnet.
[0022] Diese Maßnahme besitzt den Vorteil, daß mit einem Schnittvorgang zwei symmetrisch
nebeneinander liegende Teilstücke eines Rundholzes gleichzeitig in der zuvor beschriebenen
Art und Weise eingeschnitten werden können. Hierdurch kann nochmals Zeit eingespart
werden.
[0023] In einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist das zumindest
eine Schneidwerkzeug eine Mehrblattkreissäge, wobei die einzelnen Kreisägeblätter
unterschiedliche Durchmesser aufweisen.
[0024] Besonders bevorzugt ist es, wenn die Differenz der Radien zweier benachbarter Kreissägeblätter
gleich deren Abstand voneinander ist.
[0025] Diese Maßnahmen besitzen den Vorteil, daß durch die Verwendung von Kreissägeblättern
unterschiedlichen Durchmessers auf sehr einfache Art und Weise Schnitte mit unterschiedlicher
Schnittlänge oder Schnittiefe erzeugt werden können. Unterschiedliche Schnittlängen,
die jeweils bis zur Winkelhalbierenden zwischen der ersten und zweiten Mittelebene
reichen, können darüber hinaus besonders einfach mit Kreissägeblättern erreicht werden,
deren Radien das bevorzugte Verhältnis aufweisen, da ein Schneidwerkzeug mit derartigen
Kreissägeblättern automatisch die gewünschten Schnitte erzeugt, wenn die einzelnen
Kreissägeblätter auf einer gemeinsamen Welle angeordnet sind. Die genannten Maßnahmen
besitzen somit den Vorteil, daß das verwendete Schneidwerkzeug ohne aufwendige Justage
und ohne komplizierte Antriebsmechanismen für verschiedene Sägeblätter auskommt.
[0026] In einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die Rundhölzer
vor dem Einbringen der ersten Schnitte in die Teilstücke zerlegt.
[0027] Diese Maßnahme besitzt den Vorteil, daß dem Schneidwerkzeug der verwendeten Vorrichtung
die zu zerlegenden Rundhölzer bzw. deren Teilstücke in immer gleicher Formgestalt,
Lage und Ausrichtung zugeführt werden können. Infolgedessen wird die Ausrichtung und
Justage des oder der Schneidwerkzeuge vereinfacht. Ein besonderer Vorteil dieser Maßnahme
ergibt sich dann, wenn das Zerlegen in die Teilstücke damit einhergeht, daß beispielsweise
zwei, drei oder vier sogenannte Kernbretter aus den Rundhölzern herausgeschnitten
werden. Kernbretter sind dabei die Bretter, die im Bereich der ersten oder der zweiten
Mittelebene über den gesamten Durchmesser hinweg ausgesägt werden und deren Breite
daher annähernd dem Durchmesser des zu zerlegenden Rundholzes entspricht. Diese Kernbretter
besitzen somit die maximal mögliche Breite, die bei einem vorgegebenen Rundholz erreichbar
ist.
[0028] Derartige Kernbretter können beispielsweise jeweils 30, 46 oder 50 mm dick sein.
Durch das Ausschneiden der Kernbretter verbleiben automatisch Teilstücke, deren Querschnittsfläche
zunächst kreisabschnittsförmig (kreissegmentförmig) ist, d.h. einem Halbkreis ähnelt,
wobei dessen Fläche jedoch parallel zu der geraden Kante um die Dicke der abgesägten
Bretter reduziert ist. Die kreisabschnittsförmigen Teilstücke können anschließend
nochmals halbiert werden.
[0029] Als Alternative zu der vorgenannten Maßnahme ist es auch möglich, daß die Rundhölzer
vor dem Ausführen der ersten und zweiten Schnitte nicht in die Teilstücke zerlegt
werden. Gleichwohl werden dann trotzdem zumindest die ersten Schnitte nur in Teilstücken
der Rundhölzer ausgeführt, da ja erfindungsgemäß ein Bereich der Rundhölzer verbleiben
muß, der nicht von den ersten Schnitten zerteilt wird. Eine solche Ausgestaltung der
Erfindung, bei der die ersten und zweiten Schnitte in einem nicht vorher zerteilten
Rundholz angebracht werden, besitzt den Vorteil, daß hierdurch die Gesamtzahl der
auszuführenden Schnitte verringert ist. Bei entsprechenden Handhabungsfähigkeiten
der verwendeten Vorrichtung läßt sich somit das Verfahren nochmals beschleunigen.
[0030] In einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens sind die Teilstücke
kreisausschnittsförmig (Sektor- oder Tortenstück-förmig), insbesondere besitzen sie
einen viertelkreisförmigen Querschnitt.
[0031] Diese Maßnahme ist besonders vorteilhaft beim Sägen von Edelrift, da hierbei die
ersten und zweiten Schnitte parallel zu senkrecht aufeinander stehenden ersten und
zweiten Mittelebenen geführt werden müssen und diese Ebenen dann mit den senkrecht
zueinander stehenden Seitenkanten der viertelkreisförmigen Teilstücke zusammenfallen.
Wenn jedoch, wie zuvor erläutert, in einem vorhergehenden Arbeitsschritt zunächst
Kernbretter aus den Rundhölzern ausgeschnitten werden, sind die verbleibenden Teilstücke
im Querschnitt natürlich nicht mehr vollständig "viertelkreisförmig", sondern entlang
einer der beiden Kanten um die Dicke der abgetrennten Bretter reduziert.
[0032] In einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die Rundhölzer
bzw. die Teilstücke nach dem Einbringen der ersten Schnitte und vor dem Einbringen
der zweiten Schnitte um ihre Längsachse gedreht, und zwar vorzugsweise um 90°.
[0033] Diese Maßnahme ist vorteilhaft, da es häufig einfacher und weniger umständlich ist,
die zu zerlegenden Teilstücke in ihrer Position und Lage der Ausrichtung der verwendeten
Schneidwerkzeuge anzupassen, als umgekehrt die Ausrichtung und Lage der Schneidwerkzeuge
an die Position der zu zerlegenden Teilstücke. Die Maßnahme erleichtert somit die
Durchführung des Verfahrens und vereinfacht die Konstruktion und Gestaltung einer
entsprechenden Vorrichtung.
[0034] In einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die ersten
und die zweiten Schnitte mit voneinander getrennten Schneidwerkzeugen ausgeführt.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung ist dementsprechend dadurch gekennzeichnet, daß
sie zumindest zwei der genannten Schneidwerkzeuge aufweist.
[0035] Diese Maßnahme besitzt den Vorteil, daß es hierdurch möglich ist, die zu zerlegenden
Teilstücke ohne oder nur mit geringem Positionsaufwand an die jeweiligen Schneidwerkzeuge
heranzuführen. Des weiteren ist es hierdurch möglich, das Schneiden der ersten und
der zweiten Schnitte bei zwei aufeinanderfolgenden Teilstücken zeitlich zu überlappen.
Hierdurch kann der Durchsatz bei der Verarbeitung großer Mengen von Rundhölzern nochmals
erhöht werden.
[0036] In einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind die zumindest
zwei Schneidwerkzeuge spiegelbildlich zueinander räumlich hintereinander angeordnet.
[0037] Diese Ausgestaltung greift den zuvor genannten Vorteil nochmals auf und ermöglicht
eine zeitlich überlappende, gestaffelte Zerlegung von Rundhölzern. Dabei können die
einzelnen zu zerlegenden Teilstücke mit einem Förderband auf einfache Weise von dem
ersten zum zweiten Schneidwerkzeug transportiert werden. Spiegelbildlich bezieht sich
dabei vor allem auf die Reihenfolge der Anordnung der einzelnen Sägeblätter, wenn
diese zu unterschiedlichen Schnittlängen bzw. Schnittiefen führen. Dies ist, wie bereits
erläutert, insbesondere dann der Fall, wenn die einzelnen Sägeblätter Kreissägeblätter
unterschiedlichen Durchmessers sind. Die genannte Maßnahme ist insofern vorteilhaft,
als daß die beiden Schneidwerkzeuge so auf einfache Weise über einen gekoppelten oder
gemeinsamen Antrieb angetrieben werden können, ohne daß dies ein aufwendiges Drehen
oder Umlagern der zu zerlegenden Rundhölzer bzw. Teilstücke erfordert. Die genannte
Maßnahme ist aus diesen Gründen insbesondere beim Sägen von Edelrift vorteilhaft.
[0038] In einer alternativen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die ersten
und die zweiten Schnitte mit jeweils demselben Schneidwerkzeug ausgeführt.
[0039] Diese Maßnahme besitzt den Vorteil, daß eine dementsprechende Vorrichtung nur ein
Schneidwerkzeug benötigt, so daß sich diese Ausgestaltung des Verfahrens auch auf
einfacheren Zerlegevorrichtungen ausführen läßt.
[0040] In einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die Teilstücke
beim Schneiden der ersten und der zweiten Schnitte jeweils von ihrem Umfang her eingeschnitten.
[0041] Diese Maßnahme besitzt den Vorteil, daß die Teilstücke insbesondere dann, wenn sie
einen viertelkreisförmigen Querschnitt besitzen, beim Sägen sehr stabil gelagert werden
können. Darüber hinaus ist die Maßnahme vor allem beim Sägen von Edelrift vorteilhaft,
da die erforderlichen Schnitte in diesem Fall ohne weitere vorbereitende Maßnahmen
direkt an dem zu zerlegenden Teilstück bzw. an dem zu zerlegenden Rundholz ausgeführt
werden können.
[0042] Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die nachfolgend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0043] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden in
der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1a, b
- eine schematische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels der Erfindung, bei
dem ein Rundholz in Bretter mit Edelrift zerlegt wird,
- Fig. 2
- die schematische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels der Erfindung, bei
dem das Rundholz in einem vorhergehenden Verfahrensschritt in Teilstücke mit viertelkreisförmigen
Querschnitt zerlegt wurde,
- Fig. 3a-c
- nacheinander ausgeführte Verfahrensschritte eines weiteren Ausführungsbeispiels der
Erfindung und
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung in einer Draufsicht.
[0044] In Fig. 1b ist ein in Bretter zu zerlegendes Rundholz mit der Bezugsziffer 10 und
in Fig. 1a ist ein dazu verwendetes, erfindungsgemäßes Schneidwerkzeug mit der Bezugsziffer
12 bezeichnet.
[0045] Das Schneidwerkzeug 12 ist eine Mehrblattkreissäge und weist eine Anzahl von Kreissägeblättern
14 auf, die parallel nebeneinander auf einer gemeinsamen Welle 16 angeordnet sind.
Die Welle 16 ist in Richtung des Pfeils 18 drehbar, wodurch in an sich bekannter Weise
ein Schneidvorgang mit den Kreissägeblättern 14 erreicht wird. Das Schneidwerkzeug
12 bzw. seine Welle 16 sind dazu in an sich ebenfalls bekannter Weise mit Antriebsmitteln
verbunden, die hier jedoch aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellt sind.
[0046] Die einzelnen Sägeblätter 14 weisen unterschiedliche Durchmesser D auf, und zwar
derart, daß der Unterschied der Radien Δr zweier benachbarter Kreissägeblätter 14
in etwa gleich ihrem Abstand d voneinander ist. Dabei besitzt das Schneidwerkzeug
12 im vorliegenden Ausführungsbeispiel eine ungerade Anzahl an Kreissägeblättern 14,
die mit jeweils geringer werdendem Durchmesser D spiegelsymmetrisch zu beiden Seiten
des Kreissägeblattes 20 angeordnet sind. Das Kreissägeblatt 20 besitzt den größten
Durchmesser D und mit ihm ist daher die größte Schnittlänge erreichbar. Das Schneidwerkzeug
12 wird in der nachfolgend beschriebenen Weise zum Zerlegen des Rundholzes 10 verwendet.
[0047] Zur Erläuterung der Lage der auszuführenden ersten und zweiten Schnitte sind bei
dem Rundholz 10 in Fig. 1 die folgenden Ebenen bzw. Linien eingezeichnet:
[0048] Mit der Bezugsziffer 24 ist eine gedachte erste Mittelebene des Rundholzes 10 und
mit der Bezugsziffer 26 eine gedachte zweite Mittelebene des Rundholzes 10 bezeichnet.
Die Mittelebenen 24, 26 liegen senkrecht zu einander und verlaufen beide jeweils in
Axialrichtung, d.h. senkrecht zur kreisförmigen Querschnittsfläche des Rundholzes
10 und parallel zu seiner Längsachse 27. Die Mittelebenen 24, 26 spannen ein Koordinatensystem
auf, dessen einzelne Quadranten hier im mathematisch üblichen Sinne mit I bis IV bezeichnet
sind. Diese Definition der Mittelebenen 24, 26 führt in Verbindung mit den nachfolgend
erläuterten Schnitten dazu, daß das Rundholz 10 in Bretter mit Edelrift zerlegt wird.
In Fällen, in denen eine Zerlegung mit Edelrift nicht erforderlich ist, können die
erste und die zweite Mittelebene 24, 26 unter einem beliebigen anderen Winkel zueinander
liegen.
[0049] Mit den Bezugszeichen 28 und 30 sind die Winkelhalbierenden zwischen den beiden Mittelebenen
24, 26 bezeichnet.
[0050] Zum Zerlegen des Rundholzes 10 wird dieses in Richtung des Pfeils 32 relativ an das
Schneidwerkzeug 12 herangeführt. Anschaulich gesprochen wird das Schneidwerkzeug 12
daher mit seinen Kreissägeblättern 14 entgegen der Richtung des Pfeils 32 in das Rundholz
10 eingetaucht. Abweichend von den in Fig. 1 dargestellten Verhältnissen kann dieses
Eintauchen in an sich bekannter Weise auch von der kreisförmigen Querschnittsfläche
des Rundholzes 10 her erfolgen, wie dies beispielsweise dann der Fall ist, wenn das
Rundholz 10 auf einem Förderband in den Bereich der stationär angeordneten Kreissägeblätter
14 transportiert wird.
[0051] Durch das Eintauchen des Schneidwerkzeugs 12 in das Rundholz 10 werden in diesem
erste Schnitte 36 eingebracht, die parallel zu der ersten Mittelebene 24 verlaufen.
Aufgrund der abnehmenden Durchmesser D der einzelnen Kreissägeblätter 14 besitzen
die verschiedenen ersten Schnitte 36 dabei unterschiedliche Schnittlängen, und zwar
derart, daß die einzelnen Schnittlängen jeweils von der Umfangskante 38 bis zu den
Mittelsenkrechten 28, 30 reichen. Insgesamt wird das Rundholz 10 durch die ersten
Schnitte 36 somit kammförmig eingeschnitten.
[0052] Nach dem Ausführen der ersten Schnitte 36 wird das Rundholz 10 entgegen dem Uhrzeigersinn
um 90° gedreht (nicht dargestellt). Dies hat zur Folge, daß die Kreissägeblätter 14
des Schneidwerkzeugs 12 dann parallel zu der zweiten Mittelebene 26 stehen. Ein erneutes
Eintauchen des Schneidwerkzeugs 12 in das Rundholz 10 führt nun zu den mit der Bezugsziffer
42 bezeichneten zweiten Schnitten. Die zweiten Schnitte 42 verlaufen somit parallel
zu der zweiten Mittelebene 26.
[0053] Wie anhand der Darstellung in Fig. 1 erkennbar ist, werden die zweiten Schnitte 42
bei diesem Ausführungsbeispiel der Erfindung um den Abstand d der Kreissägeblätter
14 zueinander tiefer bzw. länger ausgeführt als die ersten Schnitte 36. Dies hat zur
Folge, daß die zweiten Schnitte 42 in dem Teilstück 44, das im ersten Quadranten des
gebildeten Koordinatensystems liegt, an die ersten Schnitte 36 heranreichen. Das Teilstück
44 des Rundholzes 10 wird somit durch die zweiten Schnitte 42 in einzelne Bretter
46 zerlegt. Dabei verbleibt, wie anhand der Darstellung in Fig. 1 erkennbar ist, in
jedem Quadranten ein Reststück 47, das separat verarbeitet werden kann, beispielsweise
indem es zu Holzspänen zerkleinert wird. Alternativ hierzu kann das Reststück 47 auch
vor dem eigentlichen Zerlegen des Rundholzes 10 von diesem abgetrennt oder ausgefräst
werden. Je nach den Gegebenheiten kann das verbleibende Reststück 47 auch größer belassen
werden, beispielsweise wenn die Bretter 46 eine bestimmte Mindestbreite erhalten sollen.
[0054] Zu beachten ist, daß die verbleibenden Teilstücke des Rundholzes 10 in den Quadranten
II, III und IV in diesem Stadium des Verfahrens noch nicht in einzelne Bretter 46
zerlegt werden. Dies geschieht erst durch die aufeinanderfolgende Wiederholung der
zuvor beschriebenen Verfahrensschritte, d.h. durch erneutes Drehen des Rundholzes
10 entgegen dem Uhrzeigersinn und erneutes Schneiden mit dem Schneidwerkzeug 12. Dies
ist durch weitere Schnitte 48 angedeutet, die wiederum parallel zu der ersten Mittelebene
24 verlaufen. Dabei muß das Rundholz 10 beim vollständigen Zerlegen jedoch insgesamt
nur drei Mal gedreht werden.
[0055] Bemerkenswert an diesem Ausführungsbeispiel ist, daß die zweiten Schnitte 42 sowie
die weiteren Schnitte 48 jeweils eine doppelte Funktion besitzen. Diese besteht im
Fall der zweiten Schnitte 42 darin, daß sie einerseits in bezug auf das erste Teilstück
44 dazu führen, daß dieses in einzelne Bretter 46 zerlegt wird, während sie andererseits
das Teilstück 50 im vierten Quadranten kammförmig einschneiden. In diesem Teilstück
50 des Rundholzes 10 stellen die Schnitte 42 somit die ersten Schnitte dar, mit denen
das Teilstück 50 kammförmig eingeschnitten wird. Insgesamt läßt sich die Anzahl der
benötigten Schneidevorgänge bei diesem Ausführungsbeispiel der Erfindung auf nur noch
vier Schneidevorgänge begrenzen.
[0056] Abweichend von der hier dargestellten Zerlegung des "vollständigen" Rundholzes 10
ist es auch möglich, das Rundholz 10 vor der eigentlichen Zerlegung in Axialrichtung
seitlich abzuflachen. Vorzugsweise geschieht dies orthogonal zu den ersten und/oder
zweiten Schnitten 36, 42. Ein derartiges Abflachen ist an sich bekannt, bietet jedoch
den Vorteil einer erleichterten Handhabung bzw. Führung des Rundholzes 10 beim Schneiden.
[0057] Bei der nachfolgenden Erläuterung der weiteren Figuren sind gleiche Elemente mit
denselben Bezugszeichen bezeichnet, die auch in Fig. 1 verwendet sind.
[0058] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 wird im Unterschied zu dem vorhergehenden
Ausführungsbeispiel das Rundholz 10 vor dem Ausführen der ersten und zweiten Schnitte
in die zu zerlegenden Teilstücke 44 unterteilt. Im vorliegenden Fall, bei dem die
erhaltenen Bretter 46 einen Edelrift aufweisen sollen, wird das Rundholz 10 so zerteilt,
daß die Teilstücke 44 einen viertelkreisförmigen Querschnitt besitzen.
[0059] Ein weiterer Unterschied dieses Ausführungsbeispiels zu dem vorhergehenden Fall ist,
daß die ersten Schnitte 36 und die zweiten Schnitte 42 hier mit voneinander getrennten
Schneidwerkzeugen 12 bzw. 60 ausgeführt werden. Das Schneidwerkzeug 60 entspricht
dabei bis auf die Reihenfolge der Anordnung der einzelnen Kreissägeblätter 14 dem
Schneidwerkzeug 12. Nach dem Anbringen der ersten Schnitte 36, die aufgrund der unterschiedlichen
Durchmesser D der Kreissägeblätter 14 wiederum jeweils nur bis zur Winkelhalbierenden
28 reichen, werden die zweiten Schnitte 42 mit Hilfe des zweiten Schneidwerkzeugs
60 ausgeführt. Im Ergebnis wird das Teilstück 44 hierdurch in derselben Art und Weise
zerlegt, wie die Teilstücke 44, 50 bei dem Verfahren gemäß Fig. 1.
[0060] Mit der Bezugsziffer 62 sind in Fig. 2 beispielhaft einzelne Jahresringe bezeichnet,
die das Rundholz 10 üblicherweise aufweist, wenn es sich um einen Baumstamm handelt.
Wie man dieser Darstellung entnehmen kann, führt die hier beschriebene Anordnung der
ersten und zweiten Schnitte 36, 42 dazu, daß die Jahresringe 62 annähernd senkrecht
zu der breiten Seite der Bretter 46 verlaufen. Dies wird, wie bereits eingangs erwähnt,
als Edelrift bzw. als Riftschnitt bezeichnet.
[0061] Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 ist unter anderem dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden Schneidwerkzeuge 12, 60 räumlich derart zueinander angeordnet sind, daß
das zu zerlegende Teilstück 44 zwischen dem Ausführen der ersten und zweiten Schnitte
36, 42 nicht gedreht oder gekippt werden muß. Dies hat jedoch zur Folge, daß die Wellen
16 der Schneidwerkzeuge 12 bzw. 60 in einem Winkel zueinander stehen.
[0062] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 ist dies dadurch vermieden, daß nach dem
Ausführen der ersten Schnitte 36, dargestellt in Fig. 3a, das zu zerlegende Teilstück
44 in Richtung des Pfeils 70 um seine Längsachse 27 um 90° gedreht wird (Fig. 3b).
Sodann kann gemäß Fig. 3c die Ausführung der zweiten Schnitte 42 mit einem Schneidwerkzeug
60 erfolgen, dessen Welle 16 im wesentlichen in gleicher Richtung wie die Welle 16
des ersten Schneidwerkzeugs 12 verläuft. Voraussetzung ist hierzu jedoch, wie anhand
Fig. 3 zu erkennen ist, daß die Reihenfolge der Anordnung der Kreissägeblätter 14
bei den beiden Schneidwerkzeugen 12, 60 spiegelbildlich zueinander ist.
[0063] Die Draufsicht in Fig. 4 zeigt eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur
Durchführung des in Fig. 3 gezeigten Verfahrens. Das zu zerlegende Teilstück 44 wird
mit Hilfe eines Förderbandes 76 oder einer vergleichbaren Fördereinrichtung in Richtung
des Pfeils 78 transportiert. Dabei läuft das zu zerlegende Teilstück 44 in geeignetem
Abstand unterhalb des Schneidwerkzeugs 12 hindurch, wobei die ersten Schnitte 36 ausgeführt
werden. Sobald das Teilstück 44 das Schneidwerkzeug 12 vollständig passiert hat, wird
es mit Hilfe eines Umwerfers 82, der in Richtung des Pfeils 84 bewegbar ist, um 90°
gedreht. Das Teilstück 44 ändert dabei seine Lage, wie dies in Fig. 3b dargestellt
ist. Anschließend wird das nunmehr gedrehte Teilstück 44 unterhalb des zweiten Schneidwerkzeugs
60 hindurchgeführt, wobei entsprechend Fig. 3c die zweiten Schnitte 42 eingebracht
werden.
[0064] Ein besonderer Vorteil dieses Ausführungsbeispiels ist darin zu sehen, daß die Wellen
16 der beiden Schneidwerkzeuge 12, 60 parallel zueinander verlauten und somit beispielsweise
über einen Riemen oder eine Kette 86 gemeinsam angetrieben werden können.
[0065] In den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen werden die ersten und zweiten Schnitte
36, 42 jeweils zeitgleich zueinander mit Hilfe eines geeigneten Schneidwerkzeuges
12, 60 ausgeführt. Derartige Ausführungsbeispiele führen zu einer größtmöglichen Reduzierung
der zum Schneiden benötigten Zeit. Sie erfordern jedoch, wie leicht nachzuvollziehen
ist, entsprechende Schneidwerkzeuge 12, 60, die mit einer Vielzahl von Sägeblättern
14 bestückt sind. Alternativ zu den hier dargestellten Kreissägeblättern ist dabei
auch eine Verwendung von anderen Sägeblättern möglich. Sofern derartige Schneidwerkzeuge
jedoch nicht zur Verfügung stehen, kann eine Reduzierung des Zeitaufwandes gegenüber
den bisher bekannten Verfahren auch dadurch erreicht werden, daß die ersten und zweiten
Schnitte 36, 42 mit nur einem oder einer geringeren Anzahl an Sägeblättern als benötigt
zeitlich nacheinander ausgeführt werden.
[0066] Eine weitere Abwandlung der zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiele besteht darin,
daß die ersten und zweiten Schnitte 36, 42 abweichend von den hier dargestellten Verläufen
und Schnittlängen ausgeführt werden. Anstelle der in Fig. 2 dargestellten Zerlegung
des Teilstücks 44 ist es beispielsweise möglich, die ersten Schnitte 36 mit einer
Schnittlänge auszuführen, die einheitlich jeweils in einem Abstand, der der gewünschten
Dicke eines Brettes entspricht, vor der zweiten Mittelebene 26 endet. Auch in diesem
Fall wäre das Teilstück 44 kammförmig durch erste Schnitte 36 eingeschnitten, und
es genügt nun ein einziger zweiter Schnitt 42 parallel zu der zweiten Mittelebene
26, um das Teilstück 44 vollständig zu zerlegen. In diesem Fall würde jedoch nicht
bei allen Brettern 46 ein optimaler Edelritt erreicht.
1. Verfahren zum Zerlegen von Rundhölzern (10) zu Brettern (46) mittels erster und zweiter
in Axialrichtung verlaufender Schnitte (36, 42), wobei die ersten Schnitte (36) parallel
zu einer gedachten ersten Mittelebene (24) und die zweiten Schnitte (42) parallel
zu einer gedachten zweiten Mittelebene (26) der Rundhölzer (10) ausgeführt werden,
dadurch gekennzeichnet, daß in mindestens ein Teilstück (44) der Rundhölzer (10) zunächst
mehrere erste Schnitte (36) kammförmig eingebracht werden und daß sodann die zweiten
Schnitte (42) ausgeführt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mehreren ersten Schnitte
(36) gleichzeitig miteinander ausgeführt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere zweite Schnitte
(42) gleichzeitig miteinander ausgeführt werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite
Mittelebene (26) senkrecht zu der ersten Mittelebene (24) liegt und daß die mehreren
ersten oder die zweiten Schnitte (36, 42) mit einer Schnittlänge ausgeführt werden,
die jeweils bis zu einer Winkelhalbierenden (28, 30) zwischen der ersten und der zweiten
Mittelebene (24, 26) reicht.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rundhölzer
(10) vor dem Einbringen der ersten Schnitte (36) in die Teilstücke (44) zerlegt werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilstücke
(44) kreisausschnittsförmig sind, insbesondere einen vierteikreisförmigen Querschnitt
besitzen.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Rundhölzer
(10) bzw. die Teilstücke (44) nach dem Einbringen der ersten Schnitte (36) und vor
dem Einbringen der zweiten Schnitte (42) um ihre Längsachse (27) gedreht werden, und
zwar vorzugsweise um 90°.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten
und die zweiten Schnitte (36, 42) mit voneinander getrennten Schneidwerkzeugen (12,
60) ausgeführt werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten
und die zweiten Schnitte (36, 42) mit demselben Schneidwerkzeug (12) ausgeführt werden.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilstücke
(44) beim Schneiden der ersten und der zweiten Schnitte (36, 42) jeweils von ihrem
Umfang (38) her eingeschnitten werden.
11. Vorrichtung zum Zerlegen von Rundhölzern (10) zu Brettern (46), mit zumindest einem
Schneidwerkzeug (12; 12, 60) zum Ausführen erster und zweiter Schnitte (36, 42) und
mit Mitteln (76, 82), um das zumindest eine Schneidwerkzeug (12; 12, 60) relativ zu
den Rundhölzern (10) zu verfahren, dadurch gekennzeichnet, daß die genannten Mittel
(76, 82) derart ausgebildet sind, daß in mindestens ein Teilstück (44) der Rundhölzer
(10) zunächst mehrere erste Schnitte (36) kammförmig eingebracht werden können und
daß sodann die zweiten Schnitte (42) ausgeführt werden können.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das zumindest eine Schneidwerkzeug
(12; 12, 60) mehrere Sägeblätter (14, 20) aufweist, die kammförmig nebeneinander angeordnet
sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Sägeblätter (14, 20)
ausgehend von einem Sägeblatt (20) mit größter erreichbarer Schnittlänge der Größe
der erreichbaren Schnittlänge nach nebeneinander angeordnet sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Sägeblätter (14) spiegelsymmetrisch
zu beiden Seiten des Sägeblattes (20) mit der größten erreichbaren Schnittlänge angeordnet
sind.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das zumindest
eine Schneidwerkzeug (12; 12, 60) eine Mehrblattkreissäge ist, wobei die einzelnen
Kreisägeblätter (14, 20) unterschiedliche Durchmesser (D) aufweisen.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß eine Differenz (Δr) der
Radien zweier benachbarter Kreissägeblätter (14, 20) gleich ihrem Abstand (d) voneinander
ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß sie zumindest
zwei Schneidwerkzeuge (12, 60) aufweist, die vorzugsweise spiegelbildlich zueinander
räumlich hintereinander angeordnet sind.