| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 050 506 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
16.06.2004 Patentblatt 2004/25 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.04.2000 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B66B 11/02 |
|
| (54) |
Einrichtung zur Ausführung von Arbeiten in einem Aufzugsschacht
Device for executing works in an elevator shaft
Equipement pour effectuer des travaux dans une cage d'ascenseur
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT CH DE FR GB LI |
| (30) |
Priorität: |
07.05.1999 EP 99810399
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
08.11.2000 Patentblatt 2000/45 |
| (73) |
Patentinhaber: INVENTIO AG |
|
CH-6052 Hergiswil (CH) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Müller, Rolf, Masch. Ing. HTL
Kakegawa,
Shizuoka 436-0041 (JP)
- Bloch, Hanspeter, El. Ing. HTL
6033 Buchrain (CH)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
|
| |
|
|
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 017, no. 443 (M-1463), 16. August 1993 (1993-08-16)
& JP 05 097357 A (MITSUBISHI ELECTRIC CORP), 20. April 1993 (1993-04-20)
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Aufzugskabine mit einer Einrichtung zur Ausführung von
Arbeiten in einem Aufzugsschacht, in dem die Aufzugskabine mit einer im Boden der
Aufzugskabine verstaubaren Wartungsbühne verfahrbar ist, von der aus die Arbeiten
ausführbar sind.
[0002] Aus der Schrift JP 05097357 ist eine Einrichtung für den Unterhalt von Schachtausrüstung
einer Aufzugsanlage bekannt geworden. In einer Aufzugskabine ist ein aus der Kabinenwand
klappbares Podest vorgesehen, das als Standfläche für das Unterhaltspersonal während
den Unterhaltsarbeiten dient. Im Dach der Aufzugskabine ist eine mittels Deckel verschliessbare
Luke vorgesehen, die den Zugang zur Schachtausrüstung gewährt. Das Unterhaltspersonal
stellt sich auf das Podest und kann mit aus der Kabine ragendem Oberkörper die Arbeiten
im Schacht ausführen.
[0003] Ein Nachteil der bekannten Einrichtung liegt darin, dass die das Podest tragende
Kabinenwand mechanisch verstärkt werden muss und zudem Beschläge zum Klappen und Feststellen
des Podests notwendig sind, an denen die Aufzugsbenutzer mit Kleidungsstücken oder
Gegenständen hängen bleiben können, weil das Podest sich im Aufenthaltsbereich der
Aufzugsbenutzer befindet.
[0004] Aus der Schrift JP 09309677 ist eine im Boden einer Aufzugskabine verstaubare Arbeitsbühne
bekannt geworden, die auf dem Pantographenprinzip aufgebaut ist. Zur Benutzung der
Arbeitsbühne muss eine Bodenplatte entfernt werden und die mittels Pantographen geführte
Arbeitsplattform hochgezogen werden, wobei die Pantographen gestreckt werden. Nach
Erreichen der gewünschten Höhe muss je Pantograph und Seite mindestens eine Stütze
ausgeschwenkt werden, wobei die Stützen die Plattform vertikal stabilisieren.
[0005] Nachteilig bei dieser Einrichtung ist die schwerfällige Konstruktion und der schwerfällige
Aufbau bzw. Abbau der Arbeitsbühne. Für den Auf-/Abbau sind mindestens zwei Personen
notwendig. Zudem vergrössert die Arbeitsbühne das Gewicht der Aufzugskabine bzw. verteuert
die Aufzugskabine zu sehr.
[0006] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Die Erfindung, wie sie in Anspruch 1 gekennzeichnet
ist, löst die Aufgabe, die Nachteile der bekannten Einrichtung zu vermeiden und eine
Einrichtung für Arbeiten in einem Aufzugsschacht zu schaffen, die weder für das Unterhaltspersonal
noch für die Aufzugsbenutzer in der Aufzugskabine eine Gefahr darstellt.
[0007] Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen,
dass für die Aufzugskabinenbenutzer keine Gefahr besteht, sich an Teilen der Wartungsbühne
zu verletzen, weil die Wartungsbühne sich ausserhalb des Aufenthaltsbereiches der
Aufzugskabinenbenutzer befindet. Ausserdem gibt es an den Kabinenwänden keine Angriffspunkte
für Vandalismus wie beispielsweise Kanten, Scharniere, Fugen, etc.. Das Kabineninterieur
wird durch die Wartungsbühne nicht beeinträchtigt. Verkaufsstrategisch ist die ästhetische
Aufmachung des Kabineninterieurs von grosser wirtschaftlicher Bedeutung. Die erfindungsgemässe
Wartungsbühne kommt dieser Forderung beispielsweise durch die unsichtbare Anordnung
der Wartungsbühne im Boden voll und ganz entgegen. Die erfindungsgemässe Wartungsbühne
hat auch eine erhöhte Tragfähigkeit, sodass im Schacht zu montierende oder demontierte
Teile auf der Wartungsbühne zwischengelagert werden können. Die Lage der Luke bzw.
der Deckenöffnung im Dach der Aufzugskabine zur Ausführung der Arbeiten im Aufzugsschacht
kann so gewählt werden, dass die Luke nicht von im Schachtkopf angeordneter Schachtausrüstung
überragt wird, wobei in diesem Fall die Wartungsbühne in der Projektion der Luke liegt
und ausserdem eine ausreichend grosse Standfläche hat. Die Lage der Luke, die ausreichende
Standfläche und die erhöhte Tragfähigkeit der Wartungsbühne gewährleisten die Sicherheit
des Unterhaltspersonal. Ausserdem ist die Wartungsbühne äusserst einfach in der Bedienung
und ohne Aufwand rasch betriebsbereit.
[0008] Im folgenden wird die Erfindung anhand von einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert.
[0009] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer auf der obersten Haltestelle stehenden Aufzugskabine
mit Wartungsbühne in einem Aufzugsschacht mit verkürztem Schachtkopf.
[0010] In der Fig. 1 ist mit 1 ein durch Schachtwände 1.2 begrenzter Aufzugsschacht bezeichnet,
in dem eine Aufzugskabine 2 verfahrbar ist. Im Schachtkopf 3 ist eine Treibscheibe
5 angeordnet, die mit einem nicht dargestellten Antrieb in Verbindung steht. Die Treibscheibe
5 und/oder der Antrieb ist beispielsweise von einer Wandkonsole 6 getragen. Ein Tragseil
7 hat einen nicht dargestellten Seilverlauf beispielsweise von einem Fixpunkt über
eine Umlenkrolle der Aufzugskabine 2 oder bei einer Unterschlingung über zwei Umlenkrollen,
weiter über die Treibscheibe 5, weiter über eine Umlenkrolle eines nicht dargestellten
Gegengewichtes und weiter zu einem weiteren Fixpunkt.
[0011] Eine mit 10 bezeichnete Wartungsbühne ist in der Aufzugskabine 2 angeordnet und dient
der Wartung von Schachtausrüstung, wie beispielsweise Treibscheibe 5, Antrieb, Tragseil
7, Führungsschienen, Schachtschalter, etc.. Eine Standfläche von der aus die Arbeiten
im Aufzugsschacht 1 ausgeführt werden, ist im weiteren mit Podest 10.1 bezeichnet.
Für den Transport von Personen und Gütern ist die Wartungsbühne 10 im mit unterbrochener
Linie gezeigten Kabinenboden 13 verstaut. Für Wartungsarbeiten im Aufzugsschacht 1
ist die Wartungsbühne 10 wie in Fig. 1 gezeigt aufbaubar.
[0012] Die Wartungsbühne 10 ist in zusammengeklappter Form im Boden 13 der Aufzugskabine
2 verstaut. Beim Aufbau der Wartungsbühne 10 wird der Boden 13 beispielsweise um den
ersten Drehpunkt D1 zur Kabinenwand 2.1 hin aufgeklappt. Die Wartungsbühne 10 ist
nun in zusammengeklappter Form für den Aufbau zugänglich. Das Podest 10.1 ist je nach
Breite an mindestens einem sich an der Rückseite des aufgeklappten Bodens 13 befindlichen
Befestigungspunkt B1 verbindbar, wobei der Boden 13 als Stütze für das Podest 10.1
dient. An der gegenüberliegenden Seite ist mindestes eine Stütze 10.2 am Podest 10.1
gelenkig angeordnet, wobei die Stütze 10.2 um einen zweiten Drehpunkt D2 klappbar
ist. Zur Stabilisierung der Wartungsbühne 10 ist mindestens eine Strebe 10.3, beispielsweise
eine Stange oder ein Seil vorgesehen, die wie in Fig. 1 gezeigt zwischen den Drehpunkten
D1,D2 angeordnet ist.
[0013] In einer weiteren Ausführungsvariante ist das Podest 10.1 in der Höhe einstellbar.
Dazu ist der Befestigungspunkt B1 beispielsweise an einer vertikal verlaufenden Schiene
der Bodenrückseite schiebbar angeordnet. Nach der Wahl der gewünschten Höhe wird der
Befestigungspunkt B1 an der Schiene fixiert. Die Stütze 10.2 und die Strebe 10.3 sind
beispielsweise teleskopartig aufgebaut und sind auf die gewünschte Länge ausziehbar
bzw. zusammenschiebbar.
[0014] In einer weiteren Ausführungsvariante kann der Boden 13 im Bereich der Wartungsbühne
10 abnehmbar sein. In diesem Fall hat die Wartungsbühne 10 auf jeder Seite Stützen
10.2 und je Diagonale mindestens eine Strebe 10.3. Als Podest 10.1 dient dann der
abnehmbare Bodenteil.
[0015] In einer weiteren Ausführungsvariante kann die Wartungsbühne 10 aufblasbar sein,
wobei der Boden 13 als Podest 10.1 dient. Druckmittelbetriebene, faltbare Heber beispielsweise
in Balgform dienen als Podestlift und als Stützen und bringen das Podest 10.1 in Arbeitsstellung.
[0016] Im Dach der Aufzugskabine 2 ist eine Luke 14 vorgesehen, die mittels eines Lukendeckels
14.1 verschliessbar ist. Wie in Fig. 1 gezeigt ist der Lukendeckel 14.1 um einen dritten
Drehpunkt D3 klappbar, er kann auch als abnehmbarer Lukendeckel 14.1 ausgeführt sein.
[0017] Die Lage und die Grösse der Luke 14 ist so gewählt, dass die Luke 14 nicht von im
Schachtkopf 3 angeordneter Schachtausrüstung wie beispielsweise der Treibscheibe 5
und/oder vom Antrieb überragt wird. Die gezeigte maschinenraumlose Aufzugsdisposition
bietet mit ihrem verkürzten Schachtkopf 3 für die Wartung vom Kabinendach aus nicht
genügend Höhe H für eine vorschriftsmässige Überfahrt (Distanz zwischen Kabinendecke
2.2 und Schachtdecke 1.1) von beispielsweise einem Meter. Mit der erfindungsgemässen
Wartungsbühne 10 in der gezeigten Arbeitsstellung wird für die Sicherheit des Unterhaltspersonals
17 gesorgt und die geforderte Überfahrt Ü erreicht, weil nicht mehr die Distanz zwischen
der Kabinendecke 2.2 und der Schachtdecke 1.1 bestimmend ist, sondern die Distanz
zwischen dem Podest 10.1 und der Schachtdecke 1.1 und weil keine Schachtausrüstung
im Schachtkopf 3 die Luke 14 überragt.
1. Aufzugskabine (2) mit einer Einrichtung zur Ausführung von Arbeiten in einem Aufzugsschacht
(1), in dem die Aufzugskabine (2) mit einer im Boden (13) der Aufzugskabine (2) verstaubaren
Wartungsbühne (10) verfahrbar ist, von der aus die Arbeiten ausführbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wartungsbühne (10) in einem klappbaren Boden (13) der Aufzugskabine (2) verstaubar
ist und in Arbeitsstellung ein Podest (10.1) aufweist, von dem aus die Arbeiten im
Aufzugsschacht (1) ausführbar sind, wobei der klappbare Boden (13) als Stütze für
das Podest (10.1) dient.
2. Aufzugskabine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wartungsbühne (10) zusammenlegbar ist.
3. Aufzugskabine nach den Ansprüchen 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wartungsbühne (10) Stützen (10.2,13) aufweist, die das Podest (10.1) in der Arbeitsstellung
halten.
4. Aufzugskabine nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Stabilisierung der Wartungsbühne (10) Streben (10.3) vorgesehen sind.
5. Aufzugskabine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wartungsbühne (10) in der Höhe einstellbar ist.
1. Lift cage (2) with equipment for carrying out operations in a lift shaft (1), in which
the lift cage (2) together with a maintenance trestle (10), which can be stowed in
the floor of the lift cage and from which the operations can be carried out, is movable,
characterised in that the maintenance trestle (10) is stowable in a foldable floor (13) of the lift cage
(2) and in working setting has a platform (10.1), from which the operations in the
lift shaft (1) can be carried out, wherein the foldable floor (13) serves as a support
for the platform (10.1).
2. Lift cage according to claim 1, characterised in that the maintenance trestle (10) is collapsible.
3. Lift cage according to claim 1 or 2, characterised in that the maintenance trestle (10) comprises supports (10.2, 13) which hold the platform
(10.1) in the working setting.
4. Lift cage according to claim 3, characterised in that stays (10.3) are provided for stabilising the maintenance trestle (10).
5. Lift cage according to one of the preceding claims, characterised in that the maintenance trestle (10) is adjustable in height.
1. Cabine d'ascenseur (2) avec un équipement pour effectuer des travaux dans une cage
d'ascenseur (1), dans laquelle la cabine d'ascenseur (2), avec une plateforme de service
(10) qui peut être rangée dans le fond (13) de la cabine d'ascenseur (2), est mobile
et les travaux sont exécutables à partir de cette plateforme de service (10), caractérisée par le fait que la plateforme de service (10) peut être rangée dans un fond (13) repliable de la
cabine d'ascenseur (2) et présente une estrade (10.1) dans une position de travail
à partir de laquelle les travaux dans la cage d'ascenseur (1) sont exécutables, auquel
cas le fond (13) repliable sert de support pour l'estrade (10.1).
2. Cabine d'ascenseur selon la revendication 1, caractérisée par le fait que la plateforme de service (10) est repliable.
3. Cabine d'ascenseur selon les revendications 1 ou 2, caractérisée par le fait que la plateforme de service (10) présente des supports (10.2, 13) qui maintiennent l'estrade
(10.1) dans la position de travail.
4. Cabine d'ascenseur selon la revendication 3, caractérisée par le fait que des étais (10.3) sont prévus pour stabiliser la plateforme de service (10).
5. Cabine d'ascenseur selon une des revendications précédentes, caractérisée par le fait que la plateforme de service (10) est réglable dans la hauteur.
