[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Antipanik-Schließsystem der im Oberbegriff des
Anspruchs 1 genannten Art. Ein solches System ist aus EP 481 931 bekannt.
[0002] Ein derartiges Antipanik-Schließsystem weist eine Druckstange auf, die als Längsrichtung,
Querrichtung und Vertikalrichtung jeweilige Richtungen, die sich entlang der Breite,
der Stärke und der Höhe einer Tür erstrecken, und als vordere und hintere Enden die
Enden definiert, die der Verschlußkante der Tür nächstgelegen bzw. von dieser entfernt
sind. Die Druckstange ist in Längsrichtung auf der Rückseite der Tür befestigt und
besteht aus einer festen Halbstange, die an der Tür befestigt ist und bezüglich der
eine bewegliche Halbstange, vorzugsweise im Inneren der festen Druckstange, beweglich
ist. Die bewegliche Druckstange ruft bei ihrem Niederdrücken in Querrichtung über
Winkelhebel eine Längsbewegung einer Zugstange hervor und treibt über diese das Zurückziehen
eines Hauptriegels, der mit der Druckstange in Längsrichtung ausgerichtet ist, und
das Zurückziehen vertikaler oberer und unterer Ausgangselemente an, die entsprechende
obere und untere Hilfsriegel zurückziehen, die einen Verschluß am Sturz und an der
Schwelle des entsprechenden Türrahmens hervorrufen.
[0003] Diese Art von Schließsystem wird nach den Vorschriften in allen Fluchtwegen und Notausgängen
von öffentlichen Plätzen (Geschäftszentren, Festsälen, Sportstadien...), Bürogebäuden,
Industriegebäuden usw. eingebaut, das heißt letztlich in allen Fällen, in denen nach
einer Panik- und/oder Notsituation eine große Anzahl von Personen gleichzeitig entkommen
muß.
[0004] Die derzeit bekannten Systeme auf diesem Gebiet ergeben keinen Anschlag, der den
Druckhub beim Niederdrücken der beweglichen Halbstange auf das Maß beschränkt, das
(unter Einschluß eines gewissen Sicherheitsbereiches) unbedingt zur Erzielung des
Zurückziehens der Riegel erforderlich ist. In vielen Fällen (Festsäle, Sportstätten...)
ist die Behandlung des Schließsystem sehr nachlässig und sogar brutal, was dazu führt,
daß die Druckstange bis zum Ende hin noch dann eine weitere Zugkraft ausübt, wenn
die Riegel bereits zurückgezogen sind, und diese zugkraft führt dazu, daß der Übertragungsmechanismus
(der am empfindlichsten und kostspieligsten ist) häufig übermäßigen Kräften ausgesetzt
wird.
[0005] Andererseits werden derartige Antipanik-Schließsysteme sowohl zur Betätigung von
in die Tür eingesetzten als auch auf diese aufgebauten oder außenliegenden Schlössern
verwendet.
[0006] Für eingebaute Schlösser ist ein Mechanismus bekannt, der in einem Umrißbereich enthalten
ist, der im wesentlichen gleich dem allgemeinen Umrißbereich der Druckstange ist,
die sich in Längsrichtung über die Breite der Tür erstreckt. Dieser Mechanismus nutzt
die Längsbewegung der Zugstange zur Betätigung eines Übersetzungsgetriebes mit einer
sich in Querrichtung erstreckenden Ausgangswelle aus, die die Nuß des eingebauten
Schlosses betätigt.
[0007] Andererseits ist für aufgebaute Schlösser eine Lösung nach der ES-A1 9002589 bekannt,
bei der der durch die Zugstange betätigte Mechanismus in einem großen Gehäuse mit
umgekippter "T"-Form angeordnet ist, wobei die durch den Querbalken gebildeten Flügel
(die vertikal angeordnet sind) die oberen und unteren Ausgangselemente aufnehmen,
die über jeweilige Stangen die Hilfsriegel betätigen.
[0008] Diese Unterschiedlichkeit der Konfigurationen erschwert die Herstellung derartiger
Schließsysteme sowie deren Vertrieb und Einbau.
[0009] Bei dieser Art von Schließsystemen sind Deckel oder Abdeckungen bekannt, die in einer
Betätigungsmoduleinheit angeordnet sind, die Ausnehmungen für eine oder mehrere Verschlußstellen
aufweist, derart, daß dann, wenn der Kopf der Betätigungsmoduleinheit für nir eine
Verschlußstelle verwendet wird, die oberen und unteren Verschlußstellen verdeckt werden
können, während, wenn die Betätigungsmoduleinheit für zwei Verschlußstellen (obere
und untere Verschlußstelle) verwendet wird, diese Ausnehmungen offen sind, während
die Verschlußstelle des Hauptriegels verdeckt ist, wobei dies einen oder zwei unterschiedliche
Deckel erfordert.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Antipanik-Schließsystem der eingangs
genannten Art zu schaffen, das bei vielseitiger Anwendbarkeit und kompaktem Aufbau
eine erhöhte Festigkeit und Widerstandsfähigkeit selbst bei roher Behandlung aufweist.
[0011] Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.
[0012] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den
Unteransprüchen.
[0013] Ein bevorzugtes Merkmal der Erfindung besteht darin, daß jeder von der beweglichen
Halbstange betätigte Winkelhebel in Querrichtung um seinen an der festen Halbstange
gehalterten Scheitelpunkt verschwenkbar und mit ersten und zweiten Armen versehen
ist, die mit der beweglichen Halbstange bzw. der den Schloßmechanismus betätigenden
Zugstange verbunden sind, wobei der erste Arm eine spezielle Form aufweist, die durch
eine vorspringende Unterkante und eine auf den Scheitelpunkt gerichtete schlitzförmige
Öffnung gebildet ist. Die vorspringende Kante kommt gegen einen Boden der festen Halbstange
gerade dann zur Anlage, wenn die bewegliche Halbstange bis zum Endpunkt eines Betriebshubes
niedergedrückt wurde, wobei die Haupt- und Hilfsriegel an diesem Endpunkt ihre zurückgezogenen
Stellungen erreicht haben und die schlitzförmige Öffnung gleitend von einen vertikalen
Bolzen durchlaufen wurde, der in eine obere Flanschplatte eingefügt ist, die an der
beweglichen Halbstange befestigt ist. Die Schwenkbefestigung der Scheitelpunkte der
Winkelhebels ist erhöht in einer unteren Flanschplatte ausgebildet, die an der festen
Halbstange befestigt ist. Hierbei ist der Betriebshub des Niederdrückens der beweglichen
Halbstange zum vollständigen Zurückziehen der Riegel kleiner als der mögliche Hub
dieser Halbstange.
[0014] Diese Lösung ergibt eine Widerstandsfähigkeit des Systems in dem Sinn, daß ein mechanischer
Anschlag durch die vorspringende Kante hervorgerufen wird, was verhindert, daß die
Zugstange auf die Öffnungsmechanismen weiter einen Zug ausübt, nachdem das Zurückziehen
der Riegel bewirkt wurde.
[0015] In dieser Hinsicht besteht eine weitere Besonderheit der Erfindung darin, daß die
vorspringende Kante bei ihrer Anlage gegen den Boden der festen Halbstange in Querrichtung
mit den Anfangs- und Endpositionen des Bolzens ausgerichtet wird. Hierdurch wird erreicht,
daß die Widerstandskraft mit der Kraft ausgerichtet ist, die auf die Druckstange ausgeübt
wird. Auf diese Weise wird die Robustheit des Schließsystems gefördert.
[0016] Eine bevorzugtes Merkmal der Erfindung besteht in dem Aufbau der Betätigungsmoduleinheit,
die in einem Querschnitt 5 enthalten ist, der im wesentlichen gleich dem der Druckstange
ist. In diesem Querschnit ist in kompakter Weise eine Vorrichtung befestigt, die die
längsgerichtete Kraft der Zugstange empfängt und diese in eine Antriebskraft umwandelt,
die den Hauptriegel und die oberen und unteren Ausgangselemente zurückzieht. Diese
Vorrichtung beinhaltet einen abgestuften Zugmechanismus, der durch einen in Längsrichtung
verschiebbaren Übertragungsteil gebildet ist, der gleichzeitig mit einem ersten und
einem zweiten Schieber gekoppelt ist, der am vorderen Ende mit einem hinteren Stift
des Hauptriegels gelenkig gekoppelt 5 ist. Der Hauptriegel kann in seinem Inneren
einen Verriegelungs-Schwenkhebel enthalten, der das Zurückziehen des Riegels durch
direkte Einwirkung auf dessen Spitze verhindert. Die Kopplung mit dem ersten Schieber
erfolgt über ein einstellbares mechanisches Spiel oder eine Verzögerung, die darin
besteht, daß bei nicht niedergedrückter Druckstange ein an dem ersten Schieber befestigter
Querbolzen an einer selektiv änderbaren Stelle in einer Längsführungsbahn des Übertragungsteils
angeordnet ist, während die Kopplung des Übertragungsteils mit dem zweiten Schieber
über einen quergerichteten Ansatz des Übertragungsteils erfolgt, der eine Längsnut
des zweiten Schiebers durchquert und gegen das hintere Ende dieser Längsnut zur Anlage
kommen kann.
[0017] Diese Konstruktion des abgestuften Zugmechanismus unterteilt den Druckbetätigungshub
der Druckstange in zwei Teilhübe: einen ersten Leerhub, der dadurch gebildet ist,
daß der Querbolzen des ersten Schiebers das hintere Ende der Längsführungsbahn des
Übertragungsteils erreichen muß, wobei sich hierbei keine Rückziehwirkung auf die
Riegel ergibt, und einen zweiten Arbeitshub, bei dem der Querbolzen eine Zugwirkung
auf den zweiten Schieber ausübt und das Zurückziehen der Riegel bewirkt.
[0018] Das Zurückziehen des Hauptriegels wird direkt durch den zweiten Schieber hervorgerufen.
Andererseits erfolgt das Zurückziehen der Hilfsriegel in unabhängiger Weise, wenn
auch gleichzeitig, dadurch daß der Übertragungsteil gelenkig mit einem sich in Querrichtung
erstreckenden Schwenkzapfen gekoppelt ist, der exzentrisch an einer drehbaren Mitnehmerscheibe
befestigt ist, die mit zwei radialen, diametral gegenüberliegenden Schlitzen versehen
ist, in denen jeweilige quergerichtete Zapfen gleiten, die von den jeweiligen oberen
und unteren Ausgangselementen ausgehen, die entsprechende Verbindungsteile für jeweilige
Betätigungsstangen der Hilfsriegel aufweisen. Die Ausgangselemente weisen jeweilige
schrägverlaufende Führungsbahnen auf, in denen jeweilige erste und zweite Bolzen gleiten,
die von jeweiligen drehbaren ersten und zweiten Platten ausgehen, die koaxial zu der
Mitnehmerscheibe sind, und die wie diese frei gegenüber der Achse einer Nuß drehbar
sind, die durch einen externen Griff betätigt wird, der an einer Platte gehaltert
ist, die extern am Boden der Betätigungsmoduleinheit befestigt ist. Die Zurückziehbewegung
des Übertragungsteils ergibt eine Zugkraft auf den exzentrischen Schwenkzapfen der
Mitnehmerscheibe derart, daß sich diese dreht und über die Wirkung ihrer radialen
Nuten auf die quergerichteten Zapfen der vertikalen Ausgangselemente diese antreibt,
um die Hilfsriegel zurückzuziehen.
[0019] Die Unterteilung dieser Hübe ermöglicht eine Einstellung der Amplitude dieser Hübe,
um die Vorrichtung an Riegel anzupassen, die unterschiedliche Rückziehhübe erfordern,
sowie für eine beliebige Anwendung auf angebaute oder eingebaute Schlösser, die unterschiedliche
Bewegungen der Zugstange erfordern.
[0020] Ein weiterer wichtiger Vorteil dieser neuartigen Konstruktion ist die kompakte Form
der Betätigungsmoduleinheit, die bei angebauten Schlössern die einen hohen Raumbedarf
aufweisende Einheit mit gekippter "T"-Form nach der ES-A1 9002589 ersetzt, und die
in einfacher Weise den Eingriffsmechanismus beinhalten kann, der für die Betätigung
von eingebauten Schlössern verwendet wird, wobei diese neuartige Betätigungsmoduleinheit
leicht an einem beliebigen Ende der Zugstange angebaut werden kann und damit in umkehrbarer
Weise in Anpassung an die verschiedenen Anordnungen von Nottüren anwendbar ist.
[0021] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen
noch näher erläutert.
Die Figur 1 ist eine schematische Ansicht, die die Rückseite einer Tür (2) zeigt,
die mit einer Druckstange (1) gemäß der Erfindung versehen ist, die teilweise in ihrer
festen Halbstange (1a) geschnitten ist.
Die Figur 2 zeigt eine Vergrößerung des Schnittes II-II, der in Fig. 1 gezeigt ist,
jedoch bezüglich der niedergedrückten Stellung der Druckstange (1), in der sich die
vorspringende Kante (33) in Anschlagstellung befindet und der Hauptriegel (5) zurückgezogen
ist.
Die Figur 3 zeigt eine perspektivische Ansicht des Winkelhebels (3) der Fig. 2.
Die Figur 4 zeigt den Winkelhebel (3) nach Fig. 2 in der Stellung, die der nicht niedergedrückten
Stellung der Druckstange (1) entspricht.
Die Figur 5 ist eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht, die den Aufbau der
Betätigungsmoduleinheit (10) gemäß der Erfindung zeigt, die in den Fig. 1 und 2 erkennbar
ist.
Die Figur 6 zeigt die Betätigungsmoduleinheit (10) im nicht abgedeckten Zustand in
der zurückgezogenen Stellung des Hauptriegels (5), bei Betrachtung in Draufsicht von
unten gemäß Fig. 1.
Die Figur 7 ist eine Draufsicht von oben, die der Fig. 6 entspricht.
Die Figuren 8 und 9 sind jeweilige den Fig. 6 und 7 ent sprechende Ansichten, die
jedoch die vorspringende Stellung des Hauptriegels 5 zeigen.
[0022] In diesen Figuren sind die folgenden Bezugsziffern angegeben:
1. Druckstange
1a. feste Halbstange der Druckstange (1)
1b. bewegliche Halbstange der Druckstange (1
2. Tür
3. Winkelhebel
3a. erster Arm des Winkelhebels (3)
3b. zweiter Arm des Winkelhebels (3)
4. längsgerichtete Zugstange
5. Hauptriegel
6. oberes vertikales Ausgangselement
7. unteres vertikales Ausgangselement
8. oberer Hilfsriegel
9. unterer Hilfsriegel
10. Betätigungsmoduleinheit
11. längsgerichteter Übertragungsteil
12. erster längsgerichteter Schieber
13. zweiter längsgerichteter Schieber
14. hinterer Stift des Hauptriegels (5)
15. Verriegelungs-Schwenkhebel
16. Querbolzen
17. Längsführungsbahn
18. quergerichteter Ansatz des Übertragungsteils (11)
19. Längsnut des zweiten Schiebers (13)
20. quergerichteter Schwenkzapfen der Scheibe (21)
21. drehbare Mitnehmerscheibe
22. radiale Schlitze der Scheibe (21)
23. quergerichtete Zapfen der vertikalen Ausgangselemente (6) und (7)
24. Verbindungsteile der vertikalen Ausgangselemente (6) und (7)
25. vertikale Stangen
26. schrägverlaufende Führungsbahnen der vertikalen Ausgangselemente (6) und (7)
27. erste drehbare Scheibe
28. zweite drehbare Scheibe
29. erster Bolzen der ersten Scheibe (27)
30. zweiter Bolzen der zweiten Scheibe (28)
31. Nuß
32. Platte
33. vorspringende Kante des ersten Arms (3a)
34. schlitzförmige Öffnung des ersten Arms (3a)
35. Bolzen
36. obere Flanschplatte
37. untere Flanschplatte
38. Torsionsfeder
39. Achse der Torsionsfeder (38)
40. geradlinige Feder
[0023] In den beigefügten Zeichnungen ist eine bevorzugte Ausführungsform eines Antipanik-Schließsystem
gezeigt, das (Figur 1) eine Druckstange (1) aufweist, die als Längsrichtung, Querrichtung
und Vertikalrichtung jeweilige Richtungen, die sich entlang der Breite, der Stärke
bzw. der Höhe einer Tür (2) erstrecken, und vordere und hintere Enden definiert, die
der Verschlußkante der Tür am nächsten liegen bzw. von dieser entfernt sind. Diese
Druckstange (1) ist in Längsrichtung auf der Rückseite der Tür (2) befestigt und besteht
aus einer an dieser Tür (2) befestigten festen Halbstange (1a), gegenüber der eine
bewegliche Halbstange (1b) verschiebbar ist, die beim Niederdrücken in Querrichtung
über jeweilige Winkelhebel (3) eine Längsbewegung ein r Zugstange (4) hervorruft und
über diese das Zurückziehen eines Hauptriegels (5), der mit der Druckstange (1) ausgerichtet
ist, und von jeweiligen vertikalen oberen (6) und unteren (7) Ausgangselementen antreibt,
die entsprechende obere (8) und untere (9) Hilfsriegel zurückziehen, die einen Verschluß
am Sturz bzw. an der Schwelle des jeweiligen Türrahmens bewirken.
[0024] Eine wesentliches Merkmal der Erfindung besteht darin (Figuren 2 bis 4), daß jeder
Winkelhebel (3) in Querrichtung um seinen gelenkig an der festen Halbstange (1a) gehalterten
Scheitelpunkt verschwenkbar und mit ersten (3a) und zweiten (3b) Armen versehen ist,
die mit der beweglichen Halbstange (1b) bzw. der Zugstange (4) verbunden sind. Der
erste Arm (3a) weist eine spezielle Form auf, die durch eine vorspringende Unterkante
(33) und eine auf den Scheitelpunkt gerichtete schlitzförmige Öffnung (34) gebildet
ist.
[0025] Die vorspringende Kante (33) kann zur Anlage gegen einen Boden der festen Halbstange
(1a) gerade dann gelangen, wenn die bewegliche Halbstange (1b) bis zum Endpunkt eines
Betriebshubes niedergedrückt wurde, an dem der Hauptriegel (5) und die Hilfsriegel
(8,9) ihre zurückgezogene Stellung erreicht haben. In dieser Stellung wurde die schlitzförmige
Öffnung (34) durch einen vertikalen Bolzen (35) gleitend durchquert, der in einer
oberen Flanschplatte (36) angeordnet ist, die an der beweglichen Halbstange (1b) befestigt
ist. Die gelenkige Befestigung des Scheitelpunktes des Winkelhebels (3) ist erhöht
in einer unteren Flanschplatte (37) gehaltert, die an der festen Halbstange (1a) befestigt
ist. In dieser Hinsicht zeigt Figur 2 eine Lösung, bei der dieser Boden der festen
Halbstange (1a) durch diese untere Flanschplatte (37) gebildet ist.
[0026] Die Form der vorspringenden Kante (33) ergibt (Figur 2) einen mechanischen Anschlag,
unmittelbar nachdem das Zurückziehen des Hauptriegels (5) erfolgt ist, und bevor die
Betätigungsvorrichtung übermäßigen Kräften ausgesetzt wird, die sich daraus ergeben,
daß die Druckstange in nachlässiger oder brutaler Weise niedergedrückt wird. Eine
bevorzugte Besonderheit der Erfindung besteht darin, daß dieser Betriebshub des Niederdrückens
der beweglichen Halbstange (1b) für das vollständige Zurückziehen der Riegel (5,8,9)
kleiner als der mögliche Hub dieser Druckstange ist.
[0027] Diese Lösung führt dazu, daß das Schließsystem robuster wird, ohne daß die verwendeten
Materialstärken vergrößert werden, oder daß Materialien mit größerer Widerstandsfähigkeit
und Kosten verwendet werden müssen.
[0028] Zu diesem Ziel des Erreichens einer größeren Robustheit trägt die Tatsache bei, daß
(Figuren 2 und 4) in den Anfangs- und Endzuständen dieses Betriebshubes des Niederdrückens
der beweglichen Halbstange (1b) der Bolzen (35) jeweilige Positionen einnimmt, die
in Querrichtung senkrecht zu der Druckstange (1) ausgerichtet sind, und daß sich dieser
Bolzen (35) in dem vorderen Ende der schlitzförmigen Öffnung (34) befindet. Auf diese
Weise kann die vorspringende Kante (33) bei ihrer Anlage gegen den Boden der festen
Halbstange (1a) in Querrichtung mit den Anfangs- und Endpositionen des Bolzens (35)
ausgerichtet werden.
[0029] Ein weiteres bevorzugtes Merkmal der Erfindung besteht darin, daß (Figuren 2 und
5 bis 9) eine Betätigungsmoduleinheit (10) vorgesehen ist, die in einem Querschnitt
enthalten ist, der praktisch gleich dem der Druckstange (1) ist. In der Betätigungsmoduleinheit
ist in kompakter Weise eine Vorrichtung befestigt, die die längsgerichtete Kraft der
Zugstange (4) empfängt und diese in eine Antriebskraft umwandelt, die den Hauptriegel
(5) und die oberen (6) und unteren (7) Ausgangselemente zurückzieht.
[0030] Diese Vorrichtung schließt einen abgestuften Zugmechanismus ein, der durch einen
in Längsrichtung verschiebbaren Übertragungsteil (11) gebildet ist, der gleichzeitig
mit einem ersten Schieber (12) und einem zweiten Schieber (13) gekoppelt ist, der
an seinem vorderen Ende gelenkig mit einem hinteren Stift (14) des Hauptriegels (5)
gekoppelt ist. Der Hauptriegel enthält in seinem Inneren einen Verriegelungs-Schwenkhebel
(15), der das Zurückziehen durch direkte Einwirkung auf seine Spitze verhindert. Die
Kopplung des Übertragungsteils (11) mit dem ersten Schieber (12) erfolgt über ein
einstellbares mechanisches Spiel oder eine Verzögerung, die dadurch gebildet ist,
daß bei nicht niedergedrückter Druckstange (1) ein Querbolzen (16), der an dem ersten
Schieber (12) befestigt ist, an einer selektiv veränderbaren Stelle entlang einer
Längsführungsbahn (17) des Übertragungsteil (11) angeordnet ist, während die Kopplung
des Übertragungsteils mit dem zweiten Schieber (13) über einen quergerichteten Ansatz
(18) des Übertragungsteils (11) erfolgt, der eine Längsnut (19) des zweiten Schiebers
(13) mit Längsspiel durchquert und gegen das hintere Ende der Längsnut (19) zur Anlage
kommen kann.
[0031] Die Vorteile dieser neuartigen Konstruktion sind die bereits weiter oben erläuterten
und beziehen sich einerseits auf eine vielseitige Anwendung einer modularen Konstruktion,
die in reversibler Weise montiert werden kann und sowohl für eingebaute als auch angebaute
Schlösser verwendet werden kann, wobei der letztere Fall der ist, der in den beigefügten
Zeichnungen gezeigt ist, und mit der Lösung der genannten ES-A1 9002589 vergleichbar
ist. Andererseits ermöglicht diese Vorrichtung die selektiv änderbare Unterteilung
des Gesamthubes, der beim Niederdrücken der Druckstange (1) hervorgerufen wird, in
einen Leerhub und einen weiteren Arbeitshub, der das Zurückziehen des Hauptriegels
(5) bewirkt.
[0032] Das Zurückziehen der Hilfsriegel (8,9) gleichzeitig mit dem Hauptriegel (5) wird
dadurch hervorgerufen, daß mit dem Übertragungsteil (11) ein quergerichteter Schwenkzapfen
(20) gelenkig gekoppelt ist, der exzentrisch an einer Mitnehmerscheibe (21) befestigt
ist, die mit radialen, diametral gegenüberliegenden Schlitzen (22) versehen ist, in
denen jeweilige quergerichtete zapfen (23) gleiten, die von eienm oberen (6) bzw.
unteren (7) Ausgangselement ausgehen, die jeweilige Verbindungsteile (24) für jeweilige
Betätigungsstangen (25) für die Hilfsriegel (8,9) aufweisen. Diese Ausgangselemente
(6,7) sind mit schrägverlaufenden Führungsbahnen (26) versehen, in denen erste (29)
und zweite (30) Bolzen gleiten, die von ersten (27) und zweiten (28) drehbaren Scheiben
ausgehen, die koaxial zur Mitnehmerscheibe (21) angeordnet sind und wie diese frei
bezüglich der Achse einer Nuß (31) drehbar sind, die durch einen äußeren Betätigungsknopf
betätigbar ist, der an einer Platte (32) gehaltert ist, die außerhalb am Boden der
Betätigungsmoduleinheit (10) befestigt ist.
[0033] In den Figuren 5, 7 und 9 ist zu erkennen, daß die Längsführungsbahn (17) und die
Längsnut (19) in geeigneter Weise nach vorn hin in einem Ausmaß verlängert sind, der
zumindest gleich dem Hub ist, den der Übertragungsteil (11) zum Zurückziehen des Hauptriegels
(5) ausführen muß, wenn die Druckstange (1) niedergedrückt wird. Beim Öffnen mit Hilfe
des (nicht gezeigten) äußeren Betätigungsknopfes durchläuft der Querbolzen (16) diese
vordere Verlängerung der Längsführungsbahn (17), ohne den ersten Schieber (12) mitzunehmen;
die vordere Verlängerung der Längsnut (19) ermöglicht das unabhängige Zurückziehen
des Hauptriegels (5), beispielsweise für Montage- oder Überprüfungsvorgänge, ohne
daß die übrige Betätigungsvorrichtung beeinflußt wird.
1. Antipanik-Schließsystem mit einer Druckstange (1), die als Längs-, Quer- und Vertikalrichtung
jeweilige Richtungen, die sich entlang der Breite, der Stärke bzw. der Höhe einer
Tür (2) im montierten Zustand erstrecken, und als vordere und hintere Enden die Enden
definiert, die der Verschlußkante der Tür (2) nächstgelegen bzw. von dieser entfernt
sind, wobei die Druckstange (1) in Längsrichtung auf der Rückseite der Tür (2) befestigt
ist und aus einer festen, an der Tür(2) befestigten Halbstange (1a) und einer relativ
zu der festen Halbstange (1a) beweglichen Halbstange (1 b) besteht, die bei ihrem
Niederdrücken in der Querrichtung über mindestens einen Winkelhebel (3) eine Längsbewegung
einer Zugstange (4) und über diese das Zurückziehen zumindest eines Riegels (5,8,9)
des Schließsystems antreibt, wobei der mindestens eine Winkelhebel (3) in Querrichtung
um seinen Scheitelpunkt, der gegenüber der festen Halbstange (1a) gelenkig befestigt
ist, verschwenkbar ist und erste (3a) und zweite (3b) Arme aufweist, die mit der beweglichen
Halbstange (1b) bzw. mit der Zugstange (4) verbunden sind, und wobei die Gelenkbefestigung
des Scheitelpunktes des Winkelhebels (3) erhöht in einer unteren Flanschplatte (37)
ausgebildet ist, die an der festen Halbstange (1 a) befestigt ist.
dadurch gekennzeichnet, daß der erste Arm (3a) eine vorspringende Unterkante (33) und eine im wesentlichen auf
den Scheitelpunkt gerichtete schlitzförmige Öffnung (34) aufweist, daß die vorspringende
Kante (33) gegen einen Boden der festen Halbstange (1a) gerade dann zur Anlage kommt,
wenn die bewegliche Halbstange (1b) bis zum Endpunkt eines Betriebshubes niedergedrückt
wurde, an dem der zumindest eine Riegel (5,8,9) seine zurückgezogene Stellung erreicht
hat und die schlitzförmige Öffnung (34) durch einen sich in Vertikalrichtung erstreckenden
Bolzen (35) durchlaufen wurde, der in einer oberen Flanschplatte (36) gehaltert ist,
die an der beweglichen Halbstange (1b) befestigt ist, und daß die vorspringende Kante
(33) bei ihrer Anlage gegen den Boden der festen Halbstange (1a) in Querrichtung mit
den Anfangs- und Endstellungen des Bolzens (35) ausgerichtet ist.
2. Antipanik-Schließsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Betriebshub des Niederdrückens der beweglichen Halbstange (1b) zum vollständigen
Zurückziehen des zumindest einen Riegels (5,8,9) kleiner als der mögliche Hub dieser
Halbstange ist.
3. Antipanik-Schließsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in den Anfangs- und Endstellungen des Betriebshubes des Niederdrückens der beweglichen
Halbstange (1b) der Bolzen (35) jeweilige Positionen einnimmt, die in Querrichtung
senkrecht zu der Druckstange (1) ausgerichtet sind und in denen sich dieser Bolzen
(35) am vorderen Ende der schlitzförmigen Öffnung (34) befindet.
4. Antipanik-Schließsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden der festen Halbstange (1a) durch die untere Flanschplatte (37) gebildet
ist.
5. Antipanik-Schließsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugstange (4) das Zurückziehen eines mit der Druckstange (1) ausgerichteten Hauptriegels
(5) und das Zurückziehen vertikaler oberer (6) und unterer (7) Ausgangselemente antreibt,
die entsprechende obere (8) und untere (9) Hilfsriegel zurückziehen, die einen Verschluß
am Sturz und an der Schwelle eines entsprechenden Türrahmens hervorrufen,
6. Antipanik-Schließsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Betätigungsmoduleinheit (10) vorgesehen ist, die in einem Querschnitt enthalten
ist, der im wesentlichen gleich dem Querschnitt der Druckstange (1) ist und in der
eine Vorrichtung befestigt ist, die die längsgerichtete Kraft der Zugstange (4) empfängt
und diese in eine Antriebskraft umwandelt, die den bzw. die Riegel (5,8,9) zurückzieht.
7. Antipanik-Schließsystem nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung den Hauptriegel (5) und die oberen (6) und unteren (7) Ausgangselemente
zurückzieht und einen abgestuften Zugmechanismus beinhaltet, der durch einen in Längsrichtung
verschiebbaren Übertragungsteil (11) gebildet ist, der gleichzeitig mit einem ersten
Schieber (12) und einem zweiten Schieber (13) gekoppelt ist, der am vorderen Ende
mit einem hinteren Stift (14) des Hauptriegels (5) gelenkig gekoppelt ist, daß der
erste Schieber (12) von der Zugstange (4) antreibbar ist, daß die Kopplung des Übertragungsteils
(11) mit dem ersten Schieber (12) über eine einstellbare mechanische Verzögerung erfolgt,
die dadurch gebildet ist, daß bei nicht niedergedrückter Druckstange (1) ein an diesem
ersten Schieber (12) befestigter Querbolzen (16) an einer selektiv änderbaren Stelle
in einer Längsführungsbahn (17) des Übertragungsteils (11) angeordnet ist, und die
Kopplung mit dem zweiten Schieber (13) über einen quergerichteten Ansatz (18) des
Übertragungsteils (11) erfolgt, der eine Längsnut (19) des zweiten Schiebers (13)
durchquert und gegen das hintere Ende dieser Längsnut (19) zur Anlage kommen kann.
8. Antipanik-Schließsystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Übertragungsteil (11) mit einem quergerichteten Schwenkzapfen (20) gelenkig gekoppelt
ist, der exzentrisch in einer drehbaren Mitnehmerscheibe (21) angeordnet ist, die
mit radialen, diametral gegenüberliegenden Schlitzen (22) versehen ist, in denen jeweilige
quergerichtete Zapfen (23) gleiten, die von jeweiligen oberen (6) und unteren (7)
Ausgangselementen ausgehen, die mit entsprechenden Verbindungsteilen (24) für jeweilige
Betätigungsstangen (25) der Hilfsriegel (8,9) verbunden sind, wobei die Ausgangselemente
(6,7) jeweilige schrägverlaufende Führungsbahnen (26) aufweisen, in denen jeweilige
erste (29) und zweite (30) Bolzen gleiten, die von jeweiligen drehbaren ersten (27)
und zweiten (28) Platten ausgehen, die koaxial zu der Mitnehmerscheibe (21) sind und
wie diese frei bezüglich der Achse einer Nuß (31) drehbar sind, die durch einen außenliegenden
Griff betätigbar ist, der an einer Platte (32) befestigt ist, die extern am Boden
der Betätigungsmoduleinheit (10) befestigt ist.
9. Antipanik-Schließsystem nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsführungsbahn (17) und die Längsnut (19) in geeigneter Weise nach vom hin
in einem Ausmaß verlängert sind, das zumindest gleich dem Hub ist, der zum Zurückziehen
des Hauptriegels (5) von dem Übertragungsteil (11) ausgeführt werden muß, wenn die
Druckstange (1) niedergedrückt wird.
1. An anti-panic closure system comprising a pressure bar (1) which as longitudinal,
transverse and vertical directions defines respective directions which extend along
the width, the thickness and the height respectively of a door (2) in the mounted
condition and which as the front and rear ends defines the ends which are respectively
closest to and remote from the closure edge of the door (2), wherein the pressure
bar (1) is fixed in the longitudinal direction on the rear side of the door (2) and
comprises a fixed half-bar (1a) secured to the door (2) and a half-bar (1b) which
is movable relative to the fixed half-bar (1a) and which upon being depressed in the
transverse direction by way of at least one angle lever (3) drives a longitudinal
movement of a pull bar (4) and by way thereof drives retraction of at least one bolt
(5, 8, 9) of the closure system, wherein the at least one angle lever (3) is pivotable
in the transverse direction about its apex point which is fixed hingedly with respect
to the first half-bar (1a) and the at least one angle lever has first (3a) and second
(3b) arms which are connected to the movable half-bar (1b) and the pull bar (4) respectively,
and wherein the hinge fixing of the apex point of the angle lever (3) is provided
in elevated relationship in a lower flange plate (37) which is secured to the fixed
half-bar (1a),
characterised in that the first arm (3a) has a projecting lower edge (33) and a slot--shaped opening (34)
directed substantially towards the apex point, that the projecting edge (33) comes
to bear against a bottom of the fixed half-bar (1a) precisely when the movable half-bar
(1b) has been depressed to the end point of an operating stroke at which the at least
one bolt (5, 8, 9) has reached its retracted position and a vertically extending pin
member (35) has passed through the slot-shaped opening (34), which pin member is held
in an upper flange plate (36) which is secured to the movable half-bar (1b), and that
when it bears against the bottom of the fixed half-bar (1a) the projecting edge (33)
is aligned in the transverse direction with the initial and end positions of the pin
member (35).
2. An anti-panic closure system according to claim 1 characterised in that the operating stroke in respect of depression of the movable half-bar (1b) for complete
retraction of the at least one bolt (5, 8, 9) is less than the possible stroke of
said half-bar.
3. An anti-panic closure system according to claim 1 or claim 2 characterised in that in the initial and end positions of the operating stroke in respect of depression
of the movable half-bar (1b) the pin member (35) assumes respective positions which
are aligned in the transverse direction perpendicularly to the pressure bar (1) and
in which said pin member (35) is disposed at the front end of the slot-shaped opening
(34).
4. An anti-panic closure system according to one of the preceding claims characterised in that the bottom of the fixed half-bar (1a) is formed by the lower flange plate (37).
5. An anti-panic closure system according to one of the preceding claims characterised in that the pull bar (4) drives retraction of a main bolt (5) aligned with the pressure bar
(1) and retraction of vertical upper (6) and lower (7) output elements which retract
corresponding upper (8) and lower (9) auxiliary bolts which implement closure at the
lintel and at the threshold of a corresponding door frame.
6. An anti-panic closure system according to one of the preceding claims characterised in that there is provided an actuating module unit (10) which is contained in a cross-section
which is substantially equal to the cross-section of the pressure bar (1) and in which
is fixed a device which receives the longitudinally directed force of the pull bar
(4) and converts it into a drive force which retracts the bolt or bolts (5, 8, 9).
7. An anti-panic closure system according to claim 5 and claim 6 characterised in that the device retracts the main bolt (5) and the upper (6) and lower (7) output elements
and includes a stepped pull mechanism formed by a transmission portion (11) which
is displaceable in the longitudinal direction and which is simultaneously coupled
to a first slider (12) and a second slider (13) which is hingedly coupled at the front
end to a rear pin portion (14) of the main bolt (5), that the first slider (12) is
drivable by the pull bar (4), that the coupling of the transmission portion (11) to
the first slider (12) is effected by way of an adjustable mechanical delay which is
formed by virtue of the fact that when the pressure bar (1) is not depressed a transverse
pin member (16) secured to said first slider (!12) is arranged at a selectively changeable
location in a longitudinal guide path (17) of the transmission portion (11) and coupling
to the second slider (13) is effected by way of a transversely directed projection
(18) of the transmission portion (11), which passes through a longitudinal groove
(19) of the second slider (13) and which can come to bear against the rear end of
said longitudinal groove (19).
8. An anti-panic closure system according to claim 7 characterised in that the transmission portion (11) is hingedly coupled to a transversely directed pivot
pin (20) which is arranged eccentrically in a rotatable entrainment disc (21) which
is provided with radially, diametrally opposite slots (22) in which slide respective
transversely directed pins (23) which extend from the respective upper (6) and lower
(7) output elements, which are connected to corresponding connecting portions (24)
for respective actuating bars (25) of the auxiliary bolts (8, 9), wherein the output
elements (6, 7) have respective inclinedly extending guide patehs (26) in which slide
respective first (29) and second (30) pin members which extend from respective rotatable
first (27) and second (28) plates which are coaxial with respect to the entrainment
disc (21) and like same are freely rotatable with respect to the axis of a follower
(31) which is actuable by an externally disposed handle which is secured to a plate
(32) which is secured externally to the bottom of the actuating module unit (10).
9. An anti-panic closure system according to claim 7 or claim 8 characterised in that the longitudinal guide path (17) and the longitudinal groove (19) are suitably prolonged
forwardly to an extent which is at least equal to the stroke which must be performed
for retraction of the main bolt (5) by the transmission portion (11) when the pressure
bar (1) is depressed.
1. Système de fermeture anti-panique, comprenant une barre de pression (1) qui présente
à titre de directions longitudinale, transversale et verticale les directions qui
s'étendent respectivement le long de la largeur, de l'épaisseur et de la hauteur d'une
porte (2) à l'état monté, et dans laquelle l'extrémité antérieure et l'extrémité postérieure
sont définies par l'extrémité la plus rapprochée de l'arête de fermeture de la porte
(2) et par celle qui est éloignée de cette arête, dans lequel la barre de pression
(1) est fixée en direction longitudinale sur la face postérieure de la porte (2) et
est constituée par une demi-barre (1a) fixe fixée sur la porte (2) et par une demi-barre
(1b) mobile par rapport à la demi-barre (1a) fixe, ladite demi-barre mobile entraînant
lors de son enfoncement dans la direction transversale et via au moins un levier en
équerre (3) un mouvement longitudinal d'une tige de traction (4) et via celle-ci la
rétraction d'au moins un verrou (5, 8, 9) du système de fermeture, ledit au moins
un levier en équerre (3) étant capable de pivoter en direction transversale autour
de son sommet, celui-ci étant fixé de manière articulée par rapport à la demi-barre
(1a) fixe, et comporte un premier bras (3a) et un second bras (3b) qui sont reliés
respectivement à la demi-barre (1b) mobile et à la tige de traction (4), et dans lequel
la fixation articulée du sommet du levier en équerre (3) est réalisée en surélévation
dans une plaque à bride inférieure (37) qui est fixée à la demi-barre (1a) fixe,
caractérisé en ce que le premier bras (3a) comporte une arête inférieure (33) en saillie et une ouverture
(34) en forme de fente essentiellement dirigée vers le sommet,
en ce que l'arête en saillie (33) vient en contact contre un fond de la demi-barre (1a) fixe
exactement lorsque la demi-barre (1b) mobile a été enfoncée jusqu'au point final d'une
course de service, point auquel ledit au moins un verrou (5, 8, 9) a atteint sa position
rétractée et l'ouverture (34) en forme de fente a été traversée par un goujon (35)
qui s'étend en direction verticale et qui est tenu dans une plaque à bride supérieure
(36) qui est fixée sur la demi-barre (1b) mobile, et en ce que, lorsqu'elle est appliquée contre le fond de la demi-barre (1a) fixe, l'arête en
saillie (33) est dirigée en direction transversale avec la position initiale et la
position finale du goujon (35).
2. Système de fermeture anti-panique selon la revendication 1, caractérisé en ce que la course de service lors de l'enfoncement de la demi-barre (1b) mobile pour la rétraction
complète dudit au moins un verrou (5, 8, 9) est inférieure à la course possible de
cette demi-barre.
3. Système de fermeture anti-panique selon l'une ou l'autre des revendications 1 et 2,
caractérisé en ce que dans la position initiale et dans la position finale de la course de service lors
de l'enfoncement de la demi-barre (1b) mobile, le goujon (35) occupe des positions
respectives qui sont orientées en direction transversale perpendiculairement à la
barre de pression (1) et dans lesquelles ledit goujon (35) se trouve à l'extrémité
antérieure de l'ouverture (34) en forme de fente.
4. Système de fermeture anti-panique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le fond de la demi-barre (1a) fixe est formé par la plaque à bride inférieure (37).
5. Système de fermeture anti-panique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la tige de traction (4) provoque la rétraction d'un verrou principal (5) orienté
avec la barre de pression (1) et la rétraction d'éléments de sortie verticaux supérieur
(6) et inférieur (7) qui rétractent des verrous auxiliaires supérieur (8) et inférieur
(9) correspondants, lesquels provoquent un verrouillage sur le linteau et sur le seuil
d'une huisserie de porte correspondante.
6. Système de fermeture anti-panique selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu un module d'actionnement (10), lequel est contenu dans une section transversale
sensiblement égale à 1a section transversale de la barre de pression (1) et dans lequel
est fixé un dispositif qui encaisse la force de la tige de traction (4) dirigée en
sens longitudinal et convertit celle-ci en une force d'entraînement qui rétracte le
verrou ou les verrous (5, 8, 9).
7. Système de fermeture anti-panique selon les revendications 5 et 6, caractérisé en ce que le dispositif rétracte le verrou principal (5) ainsi que les éléments de sortie supérieur
(6) et inférieur (7) et contient un mécanisme de traction étagé, formé par une pièce
de transmission (11) déplaçable en direction longitudinale, qui est accouplée simultanément
à un premier coulisseau (12) et à un second coulisseau (13), lequel est accouplé de
façon articulée à l'extrémité antérieure avec une tige postérieure (14) du verrou
principal (5), en ce que le premier coulisseau (12) est susceptible d'être entraîné par la tige de traction
(4), en ce que l'accouplement de la partie de transmission (11) avec le premier coulisseau (12)
a lieu par l'intermédiaire d'un retardement mécanique réglable, lequel est réalisé
par le fait que lorsque la barre de pression (1) n'est pas enfoncée, un goujon transversal
(16) fixé audit premier coulisseau (12) est agencé à un emplacement sélectivement
modifiable dans une voie de guidage longitudinale (17) de la pièce de transmission
(11), et l'accouplement avec le second coulisseau (13) a lieu par l'intermédiaire
d'un talon (18) de la pièce de transmission (11), dirigé transversalement, qui traverse
une gorge longitudinale (19) du second coulisseau (13) et vient s'appliquer contre
l'extrémité postérieure de cette gorge longitudinale (19).
8. Système de fermeture anti-panique selon la revendication 7, caractérisé en ce que la pièce de transmission (11) est accouplée de façon articulée à un tenon-pivot (20)
dirigé transversalement, lequel est agencé de façon excentrique dans un disque d'entraînement
rotatif (21), ce dernier étant pourvu de fentes radiales (22) diamétralement opposées
et dans lesquelles coulissent des tenons respectifs (23) dirigés transversalement
et partant de l'élément de départ supérieur (6) et inférieur (7) respectif qui sont
reliés à des pièces de liaison correspondantes (24) pour des tiges d'actionnement
respectives (25) des verrous auxiliaires (8, 9), lesdits éléments de départ (6, 7)
présentant des voies de guidage respectives (26) s'étendant en oblique, dans lesquelles
coulissent un premier goujon (29) et un second goujon (30) respectif qui partent d'une
première plaque (27) et d'une seconde plaque (28) rotative respective, lesquelles
sont coaxiales au disque d'entraînement (21) et en rotation libre comme celui-ci par
rapport à l'axe d'un moyeu (31), celui-ci pouvant être actionné via une poignée extérieure
fixée sur une plaque (32), laquelle est fixée à l'extérieur sur le fond du module
d'actionnement (10).
9. Système de fermeture anti-panique selon l'une ou l'autre des revendications 7 et 8,
caractérisé en ce que la voie de guidage longitudinale (17) et la gorge longitudinale (19) sont prolongées
de façon appropriée vers l'avant sur une longueur qui est au moins égale à la course
qui doit être parcourue pour rétracter le verrou principal (5) par la pièce de transmission
(11) quand la barre de pression (1) est enfoncée.