[0001] Die Erfindung betrifft einen Linearwegschieber gemäß dem Oberbegriff des Anspruches
1.
[0002] Linearwegschieber der eingangs genannten Art werden als Aktuatoren in verschiedenen
Einrichtungen für die Ver- und Bearbeitung von metallischen Werkstoffen und Kunststoff-
oder Kunststoffverbundmaterialien eingesetzt. Zu den Aufgaben dieser Baugruppen gehören
typischerweise das Pressen, Urformen, Prägen, Umbiegen, Bördeln, Stanzen, Schneiden,
Fügen, Fügepressen sowie die Ausführung von Zustellfunktionen mit Sonderanforderungen.
An die Eigenschaften der Linearwegschieber werden besondere Anforderungen gestellt,
wozu insbesondere eine sehr hohe Energiedichte, eine sehr hohe Führungsgenauigkeit
sowie eine sehr hohe Steifigkeit gegen Querkräfte und gegen Verdrehung gehören. Weiterhin
sollen sie eine möglichst kompakte Bauweise aufweisen und als standardisierte Grundbaugruppe
eine flexible, universelle Verwendungsmöglichkeit erlauben. Ferner sind Eigenschaften
wie eine Wartungsfreiheit über die gesamte Lebensdauer, eine robuste Bauweise für
den Einsatz in schmutzbelasteter Umwelt, die Möglichkeit einer beliebigen Einbaulage,
absolute Dichtigkeit (z.B. bei Überkopf-Einbau) und nicht zuletzt eine kostengünstige
Herstellung wünschenswert.
[0003] Linearwegschieber sind in verschiedenen Ausgestaltungsformen bekannt. Aufgrund der
geforderten hohen Energiedichte handelt es sich vorzugsweise um hydraulische Einrichtungen.
Grundsätzlich ist jedoch auch die Konzeption als pneumatisch betriebene Einrichtung
möglich.
[0004] Die CH-A-604021 zeigt einen bekannten Linearwegschieber mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Ansprüches 1, der zur Ausführung von geradlinigen Hin- und Herbewegungen mit einer
in Bezug auf das Gehäuse verdrehfesten Kolbenstange versehen ist die aus einem zylindrischen
Rohr und zwei innerhalb des zylindrischen Rohres an dessen Enden angeordneten Führungsbüchsen
sowie einem am zylindrischen Rohr befestigten Führungsstück besteht. Dabei ist die
Kolbenstange innerhalb eines koaxial zu dieser verlaufenden, ein Verdrehen des Führungsstückes
verhindernden Zylindergehäuses angeordnet. Mindestens eine Zuführungsleitung ist für
das Druckmedium vorgesehen, die zentral in die Kolbenstange und durch die hintere
Führungsbüchse eingeführt ist und die als Träger eines Zwischenbodens dient, der zwischen
den beiden Führungsbüchsen angeordnet ist und zwei Zylinderräume bildet, von denen
der hintere durch die in der Zuführleitung ausgebildete Öffnung mit dem Druckmedium
füllbar ist. Damit soll ein Linearwegschieber geschaffen werden, der eine in radialer
Richtung verdrehsichere Kolbenstange aufweist, die durch hohe Zug- und Druckkräfte
belastbar ist und hohe Knickspannungen aufzunehmen vermag, und bei dem die das Druckmedium
vor dem Ausfließen hindernden Dichtelemente vor Verletzungen weitgehend geschützt
sind.
[0005] Die DE-A-32 41 233 beschreibt ein Antriebsaggregat für Druckmittelantriebe, bei dem
Führungsgenauigkeit, Abdichtung und Leistung auch nach längerer Betriebszeit weitgehend
unverändert erhalten bleiben sollen. Damit dieses Antriebsaggregat mit einem den Druckmittelzylinder
umgebenden Hüllrohr, das an der Kolbenstange befestigt und verschiebbar in einer in
deren Richtung verlaufenden gestellfesten Führung gehalten ist, diese Forderungen
erfüllen kann, werden an der Außenfläche und der Innenfläche des Hüllrohres gesonderte
Zwischenglieder aus reibungsarmen Gleitstoff zur seitlichen Abstützung des Druckmittelzylinders
an der gestellfesten Führung vorgesehen. Dadurch sollen die Gleiteigenschaften an
beiden Flächen des Hüllrohres verbessert werden, so dass die Abstützung direkter und
genauer erfolgen kann.
[0006] Eine fluidisch betätigbare Vorschubeinheit beschreibt die DE-A-5,609,091, die bei
präziser Führung und gleichzeitiger Verdrehsicherung des Vorschubteils eine kompakte
Bauweise besitzen soll. Dies wird dadurch erreicht, dass das Vorschubteil zumindest
entlang seines in dem Gehäuse geführten Längenabschnittes als dreiseitiger prismatischer
Körper ausgebildet ist, der im Bereich seiner drei Seitenflächen im Gehäuse geführt
ist, während die drei Übergangsbereiche zwischen jeweils zwei benachbarten Seitenflächen
umgeführt sind. Aufgrund dieser Formgebung des geführten Längenabschnittes des Vorschubteils
soll eine äußerst belastbare Verdrehsicherung erreicht werden. Die ebenen Seitenflächen
des prismatischen Körpers sollen eine präzise Führung gewährleisten.
[0007] Als kompakte Einbau-Module sind insbesondere Kombinationen von handelsüblichen Linearzylindern
bekannt, die mit steifen Linearführungseinheiten durch "Aufsatteln" oder durch Bildung
einer konstruktionstechnischen Längskombination gebildet werden.
[0008] Aus der DE-GM 71 04 168 ist ein hydraulisch oder pneumatisch wirkender Schieber zum
Verschieben oder Schwenken von Schaufeln, Klappen oder Behältern bekannt, bei dem
die hydraulischen Arbeitsräume im Stempel des Gerätes ausgebildet sind. Um die Kolbenstange
des in rauhem Betrieb eingesetzten Gerätes vor Schmutz, Steinschlag und dergleichen
zu schützen, ist sie von einer Schutzhülse umgeben. Der Schieber wird allein von der
Kolbenstange geführt und weist daher keine Verdrehsteifheit auf. Er ist deshalb nur
für die Aufnahme von Linearkräften geeignet.
[0009] Weiterhin sind hydraulische Blockzylinder bekannt, deren Gehäuse zusätzliche Bohrungen
für Führungsstangen aufweisen, die parallel zum eigentlichen Hydraulikzylinder angeordnet
sind. Der Kolbenstangenkopf und eine bis üblicherweise maximal vier Führungsstangen
sind in einer biegesteifen Kopfplatte miteinander verschraubt. Diese Anordnung gewährleistet
Biegesteifigkeit und Verdrehsicherheit.
[0010] Ferner ist aus der DE 295 17 615 U1 ein Linearwegschieber bekannt mit einem Schieber,
der in einem Gehäuse mit einer Rollenführung verschiebebeweglich und verdrehsicher
gelagert ist, und mit einem Hydraulikantrieb, welcher die Verschiebebewegung des Schiebers
bewirkt und welcher einen in einem Zylinder unter Bildung eines hydraulischen Arbeitsraumes
verschiebebeweglich gelagerten Kolben aufweist. Aufgrund der nur punktuellen Abstützung
des Schiebers auf den Rollen sind jedoch die Verdrehsicherheit und die Aufnahmemöglichkeit
für Querkräfte begrenzt.
[0011] Ferner weist der Linearwegschieber eine verhältnismäßig große axiale Baulänge auf.
[0012] Für die besonders hohen Anforderungen im Bereich der Schnittwerkzeuge ist eine andere
Ausgestaltung eines Linearwegschiebers bekannt (Hersteller: Heidel GmbH und Co. KG,
Viersen, Deutschland). Diese ist gekennzeichnet durch einen prismatischen Schieber
mit üblicherweise rechtwinkligem Querschnitt. Der Schieberkern wird mit einem Gußgehäuse
durch eine spezielle Hochlast-Gleitführungstechnik vollkommen spielfrei und wartungsfrei
(auf Lebenszeit) geführt. Der Schieber weist eine Tasche auf, in die seitlich zur
Bewegungsachse ein Spezial-Hydraulikzylinder eingesetzt wird. Dieser Hydraulikzylinder
weist einen Kolben mit zwei durchgehenden Kolbenstangen oder mit einer Kolbenstange
und einer Mitnehmernut auf, die auf die Stirnseiten der Tasche in dem Schieber wirken
und so die Druckkräfte für eine Vor- und Rückbewegung auf den Schieber übertragen.
Der hydraulische Spezialzylinder verfügt an einer Längsseite über einen Montageflansch,
mit dessen Hilfe er am Schiebergehäuse verschraubt wird. Das Schiebergehäuse weist
hierzu eine Öffnung auf seiner oberen Längsseite auf. Die Hydraulikölanschlüsse befinden
sich ebenfalls an diesem Montageflansch. Es ist sowohl ein seitlicher wie auch ein
nach oben gerichteter Anschluß mit entsprechender Führung der Rohrleitungen möglich,
um unterschiedlichen, beengten Einbauverhältnissen gerecht zu werden. Der beschriebene
Linearwegschieber zeichnet sich durch seine Hochlast-Fähigkeit und die präzise Gleitführung
des prismatischen Schiebers aus. Seine Einsatzmöglichkeit wird jedoch in manchen Fällen
durch die Baugröße und sein Gewicht begrenzt. Ferner ist eine Reparatur des Linearwegschiebers
verhältnismäßig aufwendig.
[0013] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Linearwegschieber der eingangs
genannten Art eine kompaktere Bauweise mit einem verringerten Volumen und einem verringerten
Gewicht zu erreichen. Gleichzeitig soll der Linearwegschieber einfacher zu reparieren
und in seiner Einsetzbarkeit flexibler sein. Nicht zuletzt sollen auch die Herstellungskosten
gesenkt werden.
[0014] Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.
[0015] Demnach ist der erfindungsgemäße Linearwegschieber in der Weise ausgebildet, dass
der Zylinder und der Arbeitsraum in dem Schieber angeordnet sind, dass der Kolben
gegenüber dem Gehäuse fest steht, dass der Kolben den Zylinder in zwei separate Arbeitsräume
unterteilt, deren Volumenvergrößerung jeweils zu einer entgegengesetzten Bewegung
des Schiebers führt, wobei zwei Zuleitungen für die Hydraulikflüssigkeit zu den Arbeitsräumen
vorgesehen sind, die aus einer zentrischen, durchgehenden Bohrung in der Kolbenstange
und einem zusätzlichen Zentralrohr bestehen, das in der Bohrung angeordnet ist, wobei
über das Zentralrohr Hydraulikflüssigkeit im ersten Arbeitsraum am Boden des Kolbens
und über die Bohrung Hydraulikflüssigkeit dem zweiten Arbeitsraum zugeführt wird,
wobei ein das Gehäuse rückseitig abschließender Kolbenstangenriegel einen Sensor zur
Erfassung einer Endanschlag-Position für den Schieber und der Kolbenstangenriegel
eine quadratische Grundform aufweisen, die durch die quadratische Öffnung an der Rückseite
des Gehäuses derart passt, dass der Kolbenstangenriegel durch die quadratische Öffnung
in das Innere des Gehäuses bis in den Bereich einer zylindrischen Erweiterung einschiebbar
ist, damit nach Drehung des Kolbenstangenriegels um 45° dieser sich mit seinen Ecken
nach Art eines Bajonettverschlusses hinter die über die Zylinderwand vorspringenden
Seitenmitten der rückwärtigen quadratischen Öffnung des Gehäuses legt und der Kolbenstangenriegel
in dem Gehäuse Lage gesichert ist, und vermittels einer durch die Wand des Gehäuses
zu einer Ecke des Kolbenstangenriegels geführten Sicherungsschraube arretiert ist,
wobei das Gehäuse an seiner Rückseite eine quadratische Öffnung aufweist, die sich
nach innen zu einem Zylinder erweitert und der Durchmesser des Zylinders zwischen
der Länge einer Seite der quadratischen Öffnung und der Länge der Diagonalen der quadratischen
Öffnung liegt.
[0016] Unter einem "Zylinder" ist dabei nicht notwendigerweise ein Zylinder im mathematischen
Sinne, d.h. mit kreisförmigem Querschnitt, zu verstehen, sondern jeder durch parallele
Wände begrenzte Arbeitsraum, in welchem sich ein Kolben, dessen Querschnitt dem Querschnitt
des Arbeitsraumes entspricht, parallel zu den Wänden bewegen kann. Neben einer mathematischen
Zylinderform kann der "Zylinder" im Sinne der Ansprüche insbesondere auch einen Querschnitt
in Form eines regelmäßigen Vieleckes aufweisen.
[0017] Bei dem erfindungsgemäßen Linearwegschieber sind die Funktionen des Schiebers und
des Hydraulikantriebes in einer Baugruppe vereint. Dies ist möglich, da der Hydraulikantrieb
in den Schieber selbst integriert wird. Aus dieser Maßnahme resultieren zahlreiche
Vorteile. So erlaubt der Verzicht auf zwei getrennte Baugruppen (Schieber, Hydraulikantrieb)
eine kompaktere, schlankere Bauweise unter Einsparung von Bauvolumen. Zusätzlich werden
Bauteile eingespart (z.B. Gehäuse mit Zylinderbohrung und Montageflansch) und somit
eine hohe Kosten- und Gewichtseinsparung erzielt. Der Wegfall von Verbindungsstellen,
in denen z.B. die mechanische Druckkrafteinleitung von dem Hydraulikantrieb zum Schieber
stattfindet, führt zu einer weiteren Reduzierung des Fertigungsaufwandes und zur Vermeidung
von potentiellen Fehlerquellen.
[0018] Weiterhin kann bei dem erfindungsgemäßen Linearwegschieber die Anordnung von Schieber
und Hydraulikantrieb mit hoher Symmetrie erfolgen, indem der Zylinder und der Kolben
auf der Mittelachse/Bewegungsachse des Schiebers angeordnet werden. Hierdurch entsteht
eine zentrische und symmetrische Krafteinleitung, welche das Auftreten von Kippmomenten
vermeidet. Dies führt zu geringerer parasitärer Beanspruchung und erhöht die Zuverlässigkeit
und Langlebigkeit der Baugruppe. Bei Linearwegschiebern nach herkömmlicher Bauweise
hätte eine entsprechende symmetrische Ausbildung zu erheblich größeren Bauformen mit
einem inakzeptablem spezifischen Leistungsvermögen geführt.
[0019] Mit der prismatischen Ausgestaltung des Schiebers wird eine hohe Präzision und eine
hohe Steifigkeit erzielt.
[0020] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Gleitführung, die zwischen dem Schieber und
dem Gehäuse angeordnet ist, durch ein Gießverfahren hergestellt wird. Ein solches
Gießverfahren führt einerseits zu einer qualitativ hochwertigen Gleitführung und ist
gleichzeitig sehr kostengünstig.
[0021] Durch die Unterteilung des Zylinders in zwei separate Arbeitsräume durch den Kolben,
wobei eine Volumenvergrößerung der Arbeitsräume jeweils zu einer entgegengesetzten
Bewegung des Schiebers führt, ist es möglich, durch den Zufluß von Hydraulikflüssigkeit
und eine Druckeinleitung in den entsprechenden Arbeitsraum sowohl eine aktive Vor-
als auch eine aktive Rückbewegung des Schiebers herbeizuführen. Dadurch, daß der Kolben
den vorhandenen Zylinderraum zweiteilt, wird gleichzeitig eine optimale Ausnutzung
dieses Raumes erzielt.
[0022] Vorteilhaft ist auch, dass der Kolben am Ende einer Kolbenstange angeordnet ist,
welche einen kleineren Durchmesser als der Kolben hat und welche an einer Seite des
Schiebers nach außen geführt ist. Die Durchführung der Kolbenstange ist dabei rundum
dicht abgeschlossen, so daß keine Hydraulikflüssigkeit austreten kann. In dieser Anordnung
unterteilt der Kolben den Zylinderraum in zwei Arbeitsräume, die als diesseits und
jenseits der Kolbenstange liegend bezeichnet werden können. Eine Zuleitung für die
Hydraulikflüssigkeit in die jeweiligen Arbeitsräume wirkt sich auf verschiedenen Seiten
des Kolbens aus und führt daher zu entsprechenden entgegengesetzten Kräften auf den
Schieber.
[0023] Zur Erfüllung ihrer Funktion müssen die hydraulischen Arbeitsräume mit einer Zuleitung
für ein Hydraulikflüssigkeit (z.B. Öl) versehen werden. Diese Zuleitung wird im Kolben
und in der mit dem Kolben verbundenen Kolbenstange angeordnet. Eine derartige Anordnung
nutzt aus, daß der Kolben bei dem erfindungsgemäßen Linearwegschieber einerseits feststehend
ist und andererseits einen Teil der Begrenzungswände des Arbeitsraumes bildet. Daher
kann die Zuleitung der Hydraulikflüssigkeit problemlos von einem äußeren Anschluß
durch die Kolbenstange und den Kolben an den Einsatzort (und zurück) geführt werden.
Dies gilt selbstverständlich auch dann, wenn wie bei der oben beschriebenen Ausführungsart
der Erfindung zwei Arbeitsräume innerhalb des Schiebers ausgebildet sind.
[0024] In diesem Falle, in welchem zwei verschiedene Arbeitsräume mit Zuleitungen durch
den Kolben versorgt werden, sind diese Zuleitungen konzentrisch im Kolben angeordnet.
[0025] Des weiteren ist an dem Kolbenstangenriegel ein Sensor zur Erfassung einer Endanschlag-Position
vorgesehen. Hierdurch kann festgestellt und überwacht werden, ob sich der Schieber
an einem der Anschlagpunkte befindet. Diese Information ist in der Regel wichtig für
den übergeordneten Verarbeitungsprozeß, so daß die genaue Detektion dieses Zustandes
vorteilhaft zur Steuerung des Gesamtprozesses ausgenutzt werden kann.
[0026] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den unterausprüchen gekennzeichnet.
[0027] Des weiteren ist der Kolben lösbar mit dem Gehäuse verbunden, wobei als Verbindungsart
insbesondere eine Schraub- und/oder Bajonettverbindung in Betracht kommt. Durch ein
Ablösen des Kolbens vom Gehäuse wird eine Wartung und Reparatur des Linearwegschiebers
möglich. Dabei ist nur ein Bauteil zu lösen, um gleichzeitig Zugang zum Hydraulikraum
und zum Schieber zu erhalten. Die Wartung des Linearwegschiebers wird hierdurch erheblich
vereinfacht, was sich in geringeren Betriebskosten und einer längeren Lebensdauer
bemerkbar macht.
[0028] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- eine Aufsicht auf den Linearwegschieber während eines Arbeitshubes;
- Fig. 2
- ein Detail der Aufsicht auf den Linearwegschieber;
- Fig. 3
- eine Rückansicht eines Linearwegschiebers mit einem Fußflansch;
- Fig. 4
- eine Rückansicht eines Linearwegschiebers mit Durchgangsbefestigungsschrauben;
- Fig. 5
- eine Rückansicht eines Linearwegschiebers mit einer Steck-Dreh-Zylinderstangen-Verriegelung;
- Fig. 6
- eine Ausgestaltung eines Linearschiebers mit teilweise nicht erfindungsgemäßen Merkmalen
und mit einer Zylinderhülse, die in einem Sackloch des Schiebers angeordnet ist.
[0029] In Fig. 1 ist eine Aufsicht auf einen erfindungsgemäßen Linearwegschieber 100 dargestellt,
wobei in der oberen Bildhälfte das Gehäuse 11, der Schieber 10, der Kolben und die
Kolbenstange teilweise aufgebrochen dargestellt sind, um den inneren Aufbau erkennbar
zu machen. Der Linearwegschieber 100 hat eine kompakte und im wesentlichen quaderförmige
Bauform. Er besteht aus einem Gehäuse 11, das an seinem unteren Ende einen Fußflansch
mit Bohrungen 17 für Befestigungsschrauben und Paßstifte zur Befestigung des Linearwegschiebers
an einer Maschine aufweist (vgl. auch Fig. 3). Ferner ist an der Unterseite des Gehäuses
11 eine Nut 18 zur Aufnahme einer Paßfeder auf der Montagefläche angeordnet.
[0030] In dem Gehäuse 11 ist verschiebebeweglich in Richtung der Längsachse des Gehäuses
(Horizontale in Fig. 1) der Schieber 10 angeordnet. Der Schieber wird vorzugsweise
mit einem quadratischen Kern ausgeführt. Der Schieber 10 hat eine von außen zugängliche
Montagefläche 16, in welche eine oder mehrere Gewindebohrungen 15 für die Montageschrauben
eingelassen sind. Auf diese Weise können je nach Einsatzzweck verschiedene Elemente
mit dem Schieber 10 verbunden werden. Der Schieber 10 ist in Richtung seiner Längsachse
verschiebebeweglich gelagert und kann sich um die Länge seines Arbeitshubes aus dem
Gehäuse 11 herausbewegen. Übliche Hubwege liegen zwischen 30 bis 100 mm, bei Sonderausführungen
auch bis 500 mm. Die Kräfte, welche der Schieber 10 in axialer Richtung aufbringen
muß (Längskräfte) liegen im Bereich von 10 kN (1 to) bis 100 kN (10 to), in Einzelfällen
auch bei bis zu 250 kN (25 to). Infolge einer außermittigen Beanspruchung des Schiebers
beim Arbeitsvorgang können die Querkräfte auf den Schieber sogar ein Mehrfaches der
nominellen Druckkraft betragen. Dabei darf jedoch keine nennenswerte Verbiegung oder
Verdrehung des Schiebers auftreten. Diese Anforderungen sind insbesondere bei Schnittwerkzeugen
sehr hoch, bei denen in der ausgefahrenen (Arbeits-)Stellung bei Vorhandensein der
genannten Querkräfte eine Steifigkeit gewährleistet sein muß, bei der die seitliche
Auslenkung weniger als 0,02 mm beträgt.
[0031] Zur Erfüllung dieser Hochlast-Präzisionsanforderungen trägt nicht zuletzt eine spezielle
Gleitführung 12 bei, welche im Spalt zwischen dem Schieber 10 und dem Gehäuse 11 angeordnet
ist. Diese Gleitführung wird vorzugsweise durch ein Gießverfahren hergestellt.
[0032] Die erfindungsgemäße Besonderheit des in Fig. 1 dargestellten Linearwegschiebers
besteht darin, daß der Hydraulikantrieb in den Schieber 10 integriert ist. Auf der
Rückseite des Schiebers 10, d.h. auf der der Montagefläche 16 gegenüberliegenden Fläche
befindet sich ein Sackloch. Der Schieber 10 bildet zusammen mit dem Sackloch den Zylinder
eines Hydraulikantriebes, wobei im Sackloch ein Kolben 24 mit einer Kolbenstange 31
gelagert ist und zusammen mit dem Sackloch den hydraulischen Arbeitsraum 13 umgrenzt.
[0033] An der Rückseite des Linearwegschiebers 100 sind die Zuleitungen 14 für die Hydraulikflüssigkeit
sowie ein Endanschlags-Sensor 19 angeordnet. Diese Elemente werden anhand von Fig.
2 näher erläutert.
[0034] Fig. 2 zeigt vergrößert den Aufbau des in den Schieber 10 integrierten Hydraulikantriebes.
Bei der Darstellung ist das Gehäuse 11 abgedeckt worden und im oberen Teil der Figur
ein Schnitt entlang der Mittelachse gezeichnet. Vom Schieber 10 ist im wesentlichen
der Abschnitt mit dem Sackloch dargestellt. In dem Sackloch ist wie oben beschrieben
der Kolben 24 beweglich (entlang der horizontalen Längsachse in Fig. 2) gelagert.
Der Kolben 24 weist an seinem äußeren Umfang eine umlaufende Nut 25 auf, in welcher
sich eine Kolbendichtung und Führungsbänder befinden. Zwischen dem Kolben 24 und dem
Schieber 10 wird somit ein dichter hydraulischer Arbeitsraum 13 ausgebildet.
[0035] Der Kolben 24 ist am Ende einer Kolbenstange 31 fest angeordnet. Die Kolbenstange
31 ist ihrerseits mit dem Gehäuse 11 fest verbunden und steht am hinteren Ende über
die Rückwand des Gehäuses 11, den sogenannten Kolbenstangenriegel 32, hinaus. Auf
dieses hinausstehende Ende der Kolbenstange 31 sind zwei Öl-Anschlußflansche 14 aufgesetzt
und mit einer zugbelasteten Spannmutter 22 arretiert. Weiterhin hat die Kolbenstange
31 entlang ihrer Längsachse eine zentrale Bohrung 27. Diese Bohrung 27 wird am rückwärtigen
Ende (rechts in Figur 2) durch die Spannmutter 22 verschlossen. Weiterhin sind am
rückwärtigen, aus dem Gehäuse 11 hinausstehenden Ende der Kolbenstange 31 zwei radiale
Bohrungen 21 angeordnet, welche unter den Öl-Anschlußflanschen 14 zu liegen kommen
und der Einleitung von Hydraulikflüssigkeit in die zentrale Bohrung 27 dienen.
[0036] Am anderen Ende der Kolbenstange 31, an welchem der Kolben 24 befestigt ist (links
in Figur 2), wird die zentrale Bohrung 27 mit kleinerem Querschnitt durch den Kolben
hindurch fortgesetzt und bildet dadurch den Ölaustritt 23 in den Arbeitsraum 13 hinein.
Weiterhin ist parallel zur Mittelachse der Kolbenstange 31 als zentrale Leitung für
die Hydraulikflüssigkeit ein Rohr 28 angeordnet. Dieses führt an seinem vorderen Ende
abgedichtet in den Ölaustritt 23 im Kolben 24 und ist an seinem rückwärtiger Ende
(rechts in Fig. 2) mit einer Abdichtung 33 gegenüber der Wandung der zentralen Bohrung
27 abgedichtet. Hierdurch entsteht eine rundum dicht geschlossene Zuleitung für Hydrauliköl,
welche am hinteren der beiden ÖI-Anschlußflansche 14 beginnt und durch die hintere
Zuführbohrung 21 für die Hydraulikflüssigkeit und das Innere des Rohres 28 zum Arbeitsraum
13 führt. Durch Einleitung von Hydraulikflüssigkeit entlang dieses Weges wird im hydraulischen
Arbeitsraum 13 ein Druck erzeugt. Auf diesen Druck reagiert die Vorrichtung mit einer
Verschiebung des Schiebers 10 in Ausfahrrichtung (links in Fig. 2, vgl. Pfeil in Fig.
1).
[0037] Mit der bis hierher beschriebenen Vorrichtung läßt sich somit ein Ausfahren des Schiebers
10 hydraulisch bewirken. Ein Zurückfahren des Schiebers 10 müßte dagegen entweder
passiv erfolgen oder durch einen Unterdruck im Arbeitsraum 13 bewirkt werden. Demgegenüber
ist zur Verbesserung der Kraftentwicklung und Steuerbarkeit des Zurückfahrens des
Schiebers 10 bei dem Ausführungsbeispiel ein zweiter hydraulischer Arbeitsraum 29
vorgesehen. Dieser zweite Arbeitsraum 29 wird zwischen der Rückseite des Kolbens 24,
dem Äußeren der Kolbenstange 31, der Innenwand des Sackloches im Schieber 10 und der
Vorderseite einer Kolbenstangen-Dichtungsmutter 30 (ausgestattet mit Dichtungs-Abstreifer
und Führungsbändern) ausgebildet. Dieser Arbeitsraum 29 hat somit die Form eines Ringspaltes
um die Kolbenstange 31 herum.
[0038] Die Kolbenstangen-Dichtungsmutter 30 ist fest mit dem Schieber 10 verbunden und an
dessen rückwärtigem Ende am Eingang des Sackloches angeordnet. Sie verschließt somit
das Sackloch bis auf einen zentralen Durchbruch, durch welchen die Kolbenstange 31
geführt ist. Die Dichtungsmutter 30 ist nicht bündig mit dem Ende des Schiebers angeordnet,
sondern letzterer hat einen Überstand 20 über die Dichtungsmutter hinaus. Hierdurch
wird erreicht, daß der Überstand 20 einen Anschlag für den vollständig zurückgezogenen
Schieber bildet. Die Dichtungsmutter 30 sitzt verschiebebeweglich um die Kolbenstange
31 herum und ist dieser gegenüber mit Dichtungen abgedichtet. Von dem vorderen der
beiden Öl-Anschlußflansche 14 führt die vordere der beiden Radialbohrungen 21 in einen
Ringspalt, welcher zwischen der Außenwand des Rohres 28 und der Innenwand der Sackloch-Bohrung
27 gebildet wird. Dieser Ringspalt führt an seinem vorderen Ende über eine Radialbohrung
26 durch die Kolbenstange 31 in den Arbeitsraum 29 hinein. Auf diesem Weg kann somit
Hydrauliköl dem Arbeitsraum 29 zugeführt werden. Dabei bewirkt eine Einleitung von
Hydrauliköl eine Druckzunahme im Arbeitsraum 29, die sich über die Dichtungsmutter
30 als Rückzugskraft auf den Schieber 10 überträgt. Der Schieber 10 kann somit aktiv
eingefahren werden.
[0039] Das Gehäuse 11 wird an seiner Rückseite durch den Kolbenstangenriegel 32 abgeschlossen.
[0040] Weiterhin weist er einen zentralen Durchbruch auf, durch welchen die Kolbenstange
31 geführt ist. Der Kolbenstangenriegel 32 trennt somit die Innenseite des Linearwegschiebers
von der Außenseite. Im Kolbenstangenriegel 32 sind ferner zwei vorzugsweise um 90°
versetzte Bohrungen angebracht, wobei in einer der Bohrungen der Sensor 19 für den
Endanschlag des Schiebers 10 sitzt, und die zweite Bohrung der Entlüftung des rückwärtigen
Schieberfreiraumes dient. Die Verwendung der Bohrungen für den Endlagen-Sensor oder
als Entlüftungsöffnung kann dabei wahlweise je nach den konstruktiven Vorgaben durch
die Umgebung erfolgen. Das herausragende Ende des Sensors 19 und der Kabel- bzw. Steckeranschluß
befinden sich bei der gewählten Anordnung an einer geschützten Stelle und sind daher
vor Beschädigungen sicher. Wenn die Bohrung als Entlüftungsöffnung frei bleibt, kann
sie mit einem Siebstopfen verschlossen werden. Zusätzlich kann sie jedoch auch mit
einem Adsorberelement versehen werden, um auch geringfügige Menge von Lecköl aufzufangen.
Auf diese Weise kann eine vollständige Kontaminationsfreiheit (für Produktteile) durch
Hydraulik-Lecköl gewährleistet werden.
[0041] Neben dem rückwärtigen Endlagen-Sensor 19 kann für die Erkennung der vorderen Endlage
zusätzlich am Schieber 10 eine Schaltstange mit einstellbarem Schaltnocken angebracht
werden, die durch eine weitere Bohrung im Kolbenstangenriegel 32 nach hinten geführt
wird und deren Schaltnocken durch einen weiteren Initiator abgefragt wird.
[0042] Die beiden Öl-Anschlüsse 14 sind als frei drehbare Flansche ausgeführt und können
daher für die Montage in beliebige Richtungen geschwenkt werden. Beide Flansche sind
vorzugsweise baugleich. Sie können mit zusätzlichen Drosselschrauben für die Steuerung
der Durchflußrate versehen sein.
[0043] Die Zufuhr von Hydraulikflüssigkeit zu den Arbeitsräumen 13 und 29 erfolgt vorzugsweise
in der dargestellten Weise durch eine zentrische, durchgehende Bohrung 27 in der Kolbenstange
31, in der zusätzlich ein Zentralrohr 28 mit Abdichtung eingeführt ist, um den Hauptarbeitsraum
13 am Kolbenboden zu versorgen. Durch Wahl geeigneter Kolbenstangendurchmesser kann
ferner konstruktiv ein besonderes Eilgangverhalten für den Rückhub vorgesehen werden.
[0044] Das Gehäuse 11 weist keine (seitlichen) Durchbrüche oder Öffnungen auf, wodurch sich
seine Steifigkeit erhöht und der Fertigungsaufwand reduziert wird. Die zusätzlichen
Steifigkeitsreserven können auch zur Gewichtsreduzierung der Vorrichtung verwendet
werden. Weiterhin erleichtert das Fehlen von Durchbrüchen das gießtechnische Einbringen
der Gleitführung 12 und deren Bearbeitung. Die Einfachheit der Gehäuse ermöglicht
deren Herstellung als Strangguß- oder Strangpreßprofile. Dabei können für unterschiedliche
Hublängen die gleichen Rohteil-Werkzeuge verwendet werden. Auch die Bereitstellung
von Sonderlängen ist durch einfaches Kürzen von Gehäuse und Schieber der nächst größeren
Version möglich.
[0045] In den Fig. 3 bis 5 sind Varianten des Linearwegschiebers in der Rückansicht dargestellt.
[0046] Fig. 3 zeigt eine Version, bei der das Gehäuse 11 einen Fußflansch hat, welcher mit
Bohrungen 17 für Befestigungsschrauben und Paßstifte versehen ist. Alternativ oder
zusätzlich zu dem dargestellten und an der Längsseite des Gehäuses 11 angeordneten
Fußflansch kann das Gehäuse auch mit einem Stirnflansch, der vorzugsweise an der Austrittsseite
des Schiebers angeordnet ist, versehen sein.
[0047] Fig. 4 zeigt ein alternatives Gehäuse 11 ohne Fußflansch, welches in den Seitenwänden
durchgehende Bohrungen 34 für Durchgangs-Befestigungsschrauben aufweist.
[0048] In Fig. 5 ist die Befestigungsart des Kolbenstangenriegels 35 dargestellt. Das Gehäuse
11 hat an seiner Rückseite eine quadratische Öffnung, die sich nach innen hin zu einem
Zylinder erweitert, wobei der Durchmesser des Zylinders zwischen der Seitenlänge und
der Diagonalen des Quadrates liegt. Der Kolbenstangenriegel 35 hat eine quadratische
Grundform (mit abgerundeten Ecken), welche gerade durch die quadratische Öffnung an
der Rückseite des Gehäuses 11 paßt. Der Kolbenstangenriegel 35 kann daher durch die
quadratische Öffnung in das Innere des Gehäuses 11 eingeschoben werden. Sobald er
den Bereich der zylindrischen Erweiterung erreicht, wird er um 45° verdreht, so daß
sich seine Ecken 36 nach Art eines Bajonettverschlusses hinter die über die Zylinderwand
vorspringenden Seitenmitten der rückwärtigen quadratischen Öffnung im Gehäuse 11 legen.
In dieser Stellung kann der Kolbenstangenriegel 35 daher nicht aus dem Gehäuse 11
heraus. Mittels einer Sicherungsschraube 37, welche durch die Wand des Gehäuses 11
zu einer Ecke des Kolbenstangenriegels 35 führt, wird er in dieser Stellung arretiert.
Diese Anordnung hat den Vorteil, daß durch das Lösen einer einzigen Schraube 37 und
das Verdrehen des Kolbenstangenriegels 35 um 45° die Vorrichtung demontiert werden
kann. Die kompiette bewegliche Einheit kann nach dem Lösen des Kolbenstangenriegels
35 (oder 32) " nach hinten" entnommen werden. Die mit Hilfe von Figur 5 beschriebene
Steck-Dreh-Verbindung kann auch als Mehrfach-Verzahnung ausgeführt sein.
[0049] In Fig. 6 ist eine Ausgestaltung des Linearwegschiebers 100 mit teilweise nicht erfindungsgemäßen
Merkmalen in einer teilweise aufgebrochenen Aufsicht ähnlich Fig. 1 dargestellt. Mit
den vorangehenden Ausgestaltungen baugleiche Elemente sind mit denselben Bezugsziffern
bezeichnet und brauchen nicht erneut erläutert zu werden.
[0050] Ein erfindungsgemäßes Merkmal dieser Ausgestaltung besteht darin, daß der hydraulische
Zylinder nicht mehr unmittelbar von der Innenwand der Sackloch-Bohrung des Schiebers
gebildet wird, sondern von einer separaten Zylinderhülse 38. Diese ist in dem Sackloch
angeordnet und an dem Schieber 10 zum Beispiel durch eine Schraubverbindung befestigt.
An ihrer Eingangsöffnung ist die Zylinderhülse 38 durch eine Dichtungsmutter 30 verschlossen,
so daß die beiden hydraulischen Arbeitsräume komplett in der Zylinderhülse 38 ausgebildet
werden.
[0051] Eine derartige Anordnung hat den Vorteil, daß die hydraulische Einheit komplett in
der Zylinderhülse 38 gelagert ist und daher auch komplett von der Rückseite des inearwegschiebers
100 ausgebaut werden kann, ohne daß der Schieber selbst entfernt werden müßte. An
dem Schieber montierte Werkzeuge wie z.B. präzise ausgerichtete Messer oder dergleichen
müssen daher nicht entfernt werden. Somit ist auch die Gefahr einer Verletzung der
Gleitführung 12 durch die Entfernung ausgeschlossen. Ferner ist die Hydraulikflüssigkeit
in der Zylinderhülse 38 gekapselt und kann daher den Montageort nicht verschmutzen.
Schließlich wird auch die Aufweitung des Sacklochs des Schiebers 10 vermieden, da
der Hydraulikdruck nicht mehr unmittelbar auf den Schieber 10 wirkt. Dies ist angesichts
der ohnehin engen Toleranzen des Schieberspaltes von erheblichem Vorteil.
[0052] Ferner ist in der Fig. 6 das nicht erfindungsgemäße Merkmal dargestellt, daß die
Hydraulikflüssigkeit über zwei parallele Zuleitungen 39 und 40 in der Kolbenstange
31 zum hinteren bzw. vorderen Arbeitsraum geführt wird.
Bezugszeichen
[0053]
- 10
- Schieber
- 11
- Gehäuse
- 12
- Gleitführung
- 13
- Arbeitsraum
- 14
- Öl-Anschlußflansch
- 15
- Gewindebohrung
- 16
- Montagefläche
- 17
- Bohrung
- 18
- Nut
- 19
- Endlagen-Sensor
- 20
- Vorsprung
- 21
- Radialbohrung
- 22
- Spannmutter
- 23
- Ölaustritt
- 24
- Kolben
- 25
- Nut
- 26
- Ölaustritt
- 27
- zentrale Bohrung
- 28
- Rohr
- 29
- Arbeitsraum
- 30
- Dichtungsmutter
- 31
- Kolbenstange
- 32
- Kolbenstangenriegel
- 33
- Dichtungen
- 34
- Durchgangsbohrung
- 35
- Kolbenstangenriegel
- 36
- Ecke
- 37
- Sicherungsschraube
- 38
- Zylinderhülse
- 39
- Zuleitung zum Arbeitsraum 13
- 40
- Zuleitung zum Arbeitsraum 29
- 100
- Linearwegschieber
1. Linearwegschieber (100) mit einem Schieber (10), der in einem Gehäuse (11) mit einer
Gleitführung (12) verschiebebeweglich und verdrehsicher gelagert ist, und mit einem
Hydraulikantrieb, welcher die Verschiebebewegung des Schiebers (10) bewirkt und welcher
einen Kolben (24) und einen darauf unter Bildung eines hydraulischen Arbeitsraumes
(13) verschiebebeweglich gelagerten zylinder aufweist, wobei durch den Kolben und
eine mit dem Kolben (24) verbundene Kolbenstange (31) eine Zuleitung für die Hydraulikflüssigkeit
zu den Arbeitsräumen (13, 29) geführt ist, die konzentrisch angeordnet ist, wobei
die beiden Zuleitungen für die beiden Arbeitsräume (13, 29) in der Kolbenstange (31)
konzentrisch angeordnet sind,
wobei,
der Zylinder und der Arbeitsraum (13) in dem Schieber (10) angeordnet sind, der Kolben
(24) gegenüber dem Gehäuse (11) fest steht, der Kolben (24) den Zylinder in zwei separate
Arbeitsräume (13, 29) unterteilt, deren Volumenvergrößerung jeweils zu einer entgegengesetzten
Bewegung des Schiebers (10) führt, wobei zwei Zuleitungen fur die Hydraulikflüssigkeit
zu den Arbeitsräumen (13, 29) vorgesehen sind, die aus einer zentrischen, durchgehenden
Bohrung (27) in der Kolbenstange (31) und einem zusätzlichen Zentralrohr (28) bestehen,
das in der Bohrung (27) angeordnet ist, wobei über das Zentralrohr (28) Hydraulikflüssigkeit
dem ersten Arbeitsmum (13) am Boden des Kolbens (24) und über die Bohrung (27) Hydraulikflüssigkeit
dem zweiten Arbeitsraum (29) zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet daß, ein das Gehäuse (11) rückseitig abschließender Kolbenstangenriegel (32, 35) einen
Sensor (19) zur Erfassung einer Endanschlag-Position für den Schieber (10) und der
Kolbenstangenriegel (35) eine quadratische Grundform aufweisen, die durch eine quadratische
Öffnung an der Rückseite des Gehäuses (11) derart paßt, daß der Kolbenstangenriegel
(35) durch die quadratische Öffnung in das Innere des Gehäuses (11) bis in den Bereich
einer zylindrischen Erweiterung einschiebbar ist, damit nach Drehung des Kolbenstangenriegels
(35) um 45° dieser sich mit seinen Ecken (36) nach Art eines Bajonettverschlusses
hinter die über die Zylinderwand vorspringenden Seitenmitten der rückwärtigen quadratischen
Öffnung des Gehäuses (11) legt und der Kolbenstangenriegel (35) in dem Gehäuse (11)
lagegesichert ist, und vermittels einer durch die Wand des Gehäuses (11) zu einer
Ecke des Kolbenstangenriegels (35) geführten Sicherungsschraube (37) arretiert ist,
wobei das Gehäuse (11) an seiner Rückseite die quadratische Öffnung aufweist, die
sich nach innen zu einem Zylinder erweitert, und der Durchmesser des Zylinders zwischen
der Länge einer Seite der quadratischen Öffnung und der Länge der Diagonalen der quadratischen
Öffnung liegt.
2. Linearwegschieber nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß er einen prismatischen Schieber (10) enthält.
3. Linearwegschieber nach einem der Ansprüche 1 und 2
dadurch gekennzeichnet,
daß der Zylinder von einer Zylinderhülse (38) gebildet wird, welche in einer Öffnung
des Schiebers (10) angeordnet ist.
1. A linear-travel slide (100), with a slide (10) which is mounted fixedly to rotation
so as to be movably in displacement in a housing (11) by means of a sliding guide
(12), and with a hydraulic drive which causes the displacement movement of the slide
(10) and which has a piston (24) and a cylinder mounted on the latter so as to be
moveable in displacement, with a hydraulic working space (13) being formed, a concentrically
arranged supply line for a hydraulic fluid being led to the working spaces (13, 29)
through the piston and a piston rod (31) connected to the piston (24), the two supply
lines for the two working spaces (13, 29) being arranged concentrically in the piston
rod (31), the cylinder and the working space (13) being arranged in the slide (10),
the piston (24) being stationary with respect to the housing (11), the piston (24)
subdividing the cylinder into two separate working spaces (13, 29), the increase in
the volume of which leads in each case to an opposite movement of the slide (10),
two supply lines for the hydraulic fluid to the working spaces (13, 29) being provided,
which consist of a centric continuous bore (27) in the piston rod (31) and an additional
central tube (28) which is arranged in the bore (27), hydraulic fluid being supplied
to the first working space (13) at the bottom of the piston (24) via the central tube
(28) and hydraulic fluid being supplied to the second working space (29) via the bore
(27), characterized in that a piston-rod bolt (32, 35) closing off the housing (11) on the rear side has a sensor
(19) for detecting a limit-stop position for the slide (10), and the piston-rod bolt
(35) has a square basic shape which fits through a square orifice on the rear side
of the housing (11) in such a way that the piston-rod bolt (35) can be pushed through
the square orifice into the interior of the housing (11) into the region of a cylindrical
widening, so that, after the rotation of the piston-rod bolt (35) through 45°, the
latter comes to lie with its corners (36), in the manner of a bayonet fastening, behind
the side centres of the rear square orifice of the housing (11) which project beyond
the cylinder wall, and the piston-rod bolt (35) is secured in position in the housing
(11) and is detained by means of a securing screw (37') led through the wall of the
housing (11) to one corner of the piston-rod bolt (35), the housing (11) having on
its rear side the square orifice which widens inwards into a cylinder, and the diameter
of the cylinder lying between the length of one side of the square orifice and the
length of the diagonal of the square orifice.
2. A linear-travel slide according to claim 1, characterized in that it contains a prismatic slide (10).
3. A linear-travel slide according to either one of claims 1 and 2, characterized in that the cylinder is formed by a cylinder sleeve (38) which is arranged in an orifice
of the slide (10).
1. Coulisseau à déplacement linéaire (100) comprenant un coulisseau (10), qui est logé
dans un boîtier (11) avec un guide coulissant (12) de façon mobile en coulissement
et de façon résistante à la torsion, et un entraînement hydraulique, qui réalise le
mouvement de coulissement du coulisseau (10) et qui présente un piston (24) et un
cylindre logé dessus de façon mobile en coulissement en formant un espace de travail
(13) hydraulique, une arrivée pour le liquide hydraulique allant aux espaces de travail
(13, 29) étant guidée par le piston et une tige de piston (31) reliée au piston (24),
laquelle arrivée est disposée de façon concentrique, les deux arrivées pour les deux
espaces de travail (13, 29) étant disposées de façon concentrique dans la tige de
piston (31),
le cylindre et l'espace de travail (13) étant disposés dans le coulisseau (10), le
piston (24) étant situé en face du boîtier (11), le piston (24) subdivisant le cylindre
en deux espaces de travail (13, 29) séparés, dont l'agrandissement de volume entraîne
respectivement un déplacement opposé du coulisseau (10), deux arrivées pour le liquide
hydraulique aux espaces de travail (13, 29) étant prévues, lesquelles se composent
d'un alésage (27) centré et continu dans la tige de piston (31) et un tuyau central
(28) supplémentaire, qui est disposé dans l'alésage (27), du liquide hydraulique étant
amené par le tuyau central (28) au premier espace de travail (13) au fond du piston
(24) et du liquide hydraulique étant amené par l'alésage (27) au second espace de
travail (29), caractérisé en ce qu'un verrou de tige de piston (32, 35) terminant le boîtier (11) à l'arrière présente
un capteur (19) pour saisir une position de butée finale pour le coulisseau (10) et
le verrou de la tige de piston (35) présente une forme de base carrée, qui s'ajuste
par une ouverture carrée sur le côté arrière du boîtier (11) de telle sorte que le
verrou de tige de piston (35) peut être introduit par l'ouverture carrée à l'intérieur
du boîtier (11) jusque dans la zone d'un élargissement cylindrique, pour que, après
rotation du verrou de la tige de piston (35) de 45°, celui-ci se pose avec ses extrémités
(36) à la façon d'une fermeture à baïonnette derrière les milieux des côtés, débordant
de la paroi de cylindre, de l'ouverture carrée arrière du boîtier (11) et que le verrou
de tige de piston (35) est bloqué en position dans le boîtier (11), et est arrêté
au moyen d'une vis de blocage (37) guidée à travers la paroi du boîtier (11) vers
un angle du verrou de tige de piston (35), le boîtier (11) présentant sur sa face
arrière l'ouverture carrée qui s'étend vers l'intérieur vers un cylindre, et dont
le diamètre du cylindre se situe entre la longueur d'un côté de l'ouverture carrée
et la longueur de la diagonale de l'ouverture carrée.
2. Coulisseau à déplacement linéaire selon la revendication 1,
caractérisé en ce que,
il contient un coulisseau (10) prismatique.
3. Coulisseau à déplacement linéaire selon l'une quelconque des revendications 1 et 2,
caractérisé en ce que,
le cylindre est formé par une douille de cylindre (38) qui est disposée dans une ouverture
du coulisseau (10).