[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur legierungstechnischen Steuerung
der Erstarrungskinetik und der Matrixzusammensetzung von karbidbildenden metallischen
Schmelzen sowie auf einen vorzugsweise nach dem Verfahren hergestellten Werkstoff
mit hoher Härte, hohem Verschleißwiderstand und hoher. Zähigkeit.
[0002] Derartige Legierungen sind zum Stand der Technik zu zählen. Beispielsweise sind im
Bereich der Eisenbasislegierungen Werkzeugstähle bekannt, die unter anderem die Elemente
Kohlenstoff, Vanadin, Niob und Aluminium beinhalten.
[0003] Die DE 31 44 475 A1 offenbart einen Schnellarbeits- und Werkzeugstahl der neben weiteren
Elementen 0,3 bis 3,0 Gew.% Kohlenstoff, 0,5 bis 3,0 Gew.% Silizium, 0,5 bis 3,0 Gew.-%
Aluminium 0,5 bis 6,0 Gew.% Vanadin aufweist. Der Stahl, bei welchem das Vanadin teilweise
oder vollständig durch Zirkonium, Niob, Hafnium, Titan, Tantal oder einem Gemisch
davon ersetzt werden kann, besitzt vorzugsweise eine Summe der Gehalte an Silizium
und Aluminium von ungefähr 2 Gew.-%. Die Elemente Silizium und Aluminium in Kombination
sollen bei etwa gleicher Materialgüte Kobalt vollständig oder teilweise ersetzen und
den Gehalt von Wolfram, Vandin und Molybdän verringern.
[0004] Aus der EP- 0425471 B1 ist ein Kaltarbeitsstahl mit hoher Druckfestigkeit bekannt
geworden, welcher unter anderem mit in Gew.-% 0,6 bis 1,5 C, 0,2 bis 1,6 Si, 0,3 bis
1,5 V, 0,2 bis 1,6 Al und bis 0,5 Nb legiert ist. Silizium und Aluminium sollen das
Vergütungsverhalten verbessern und durch Nitridbildung ein Kornwachstum bei der Härtung
bzw. beim Austenitisieren behindern und dadurch die Druckfestigkeit, die Härte, die
Zähigkeit und die Verschleißfestigkeit des Materials erhöhen.
[0005] Durch die jeweilige Konzentration bestimmter Legierungselemente in Wechselwirkung
mit den weiteren Bestandteilen kann zumindest eine gewünschte Eigenschaft von ledeburitisch
erstarrenden Werkstoffen besonders gefördert werden. Eine hohe Verschleißbeständigkeit
ist beispielsweise legierungstechnisch mittels Erhöhung des Karbidanteiles erreichbar,
allerdings verschlechtert sich dabei die Zähigkeit des Materials.
[0006] Die Güte und die Verwendbarkeit des Werkstoffes sind jedoch durch das Eigenschaftsprofil
gekennzeichnet, welches entsprechend den modernen technischen Anforderungen an diesen
aus möglichst jeweils hohen bzw. vorteilhaften Einzeleigenschaften gebildet sein soll.
Dabei ist es aus Gründen der Zuverlässigkeit wichtig, daß die Schwankungsbreite der
Eigenschaftswerte möglichst gering ist.
[0007] Wie eingangs erwähnt, wurde durch ein Legieren mit Aluminium versucht, teure Elemente
zu substituieren oder die thermische Vergütung dahingehend zu beeinflussen, daß die
Werkstoffeigenschaften verbessert sind.
[0008] Ein erhöhter Aluminiumgehalt in ledeburitischen Stählen hat sich nur in einigen Fällen
als günstig erwiesen, weil dieser zumeist keine wesentliche Verbesserung des Eigenschaftsprofiles
des Werkstoffes bewirkte und die gegebenenfalls verbesserten Einzeleigenschaften große
Schwankungen aufwiesen. Die Ursachen dafür sind nach Fachmeinung durch die Erstarrungsmorphologie
begründet. Ein entstehen grober, bei der Erstarrung der Schmelze primär ausgeschiedener
Karbide, welche bei einer Warmumformung des Materials im wesentlichen nicht zu zertrümmern
sind, jedoch eine nachteilige Zeilenstruktur bilden können sowie die erreichbare Härte
und Zähigkeit der Matrix sind als legierungstechnische Grenzen für eine Verbesserung
der Gesamteigenschaften anzusehen.
[0009] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen und setzt sich zum Ziel, ein Verfahren anzugeben,
mit welchen die Erstarrungskinetik von karbidbildenden metallischen Schmelzen legierungstechnisch
derart gesteuert wird, dass das Gefüge morphologisch vorteilhaft mit verbesserten
Matrixeigensehaften ausgebildet ist Weiters ist es Aufgabe der Erfindung, gattungsgemäße
metallische Werkstoffe mit hoher Härte, hohem Verschleißwiderstand und hoher Zähigkeit
zu schaffen. Präzisiert bedeutet dies die Schaffung von hochdruckresistenten, insbesondere
Kaltarbeits-Werkstoffen gleichzeitig mit wesentlich verbesserter Beständigkeit gegen
abrasiven Verschleiß, mit erhöhter plastischer Biegebrucharbeit und Biegebruchfestigkeit
sowie mit einer signifikant erhöhten 0.2% Stauchgrenze des Materials.
[0010] Das Ziel wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch erreicht, dass
Flüssigmetall bestehend aus den Elementen in Gew.-%:
| 0,6 |
bis |
1,7 |
% |
Kohlenstoff |
| 0,6 |
bis |
1,1 |
% |
Silizium |
| 0,2 |
bis |
0,5 |
% |
Mangan |
| 7,0 |
bis |
11,0 |
% |
Chrom |
| 2,0 |
bis |
3,2 |
% |
Molybdän |
| |
bis |
1,0 |
% |
Wolfram |
| |
bis |
0,8 |
% |
Nickel |
| 0,5 |
bis |
1,5 |
% |
Vanadin |
| 0,4 |
bis |
0,65 |
% |
Niob, |
gegebenenfalls Tantal,
wahlweise Elemente der Gruppe 4 des Periodensystems im Ausmaß von unter 0,24 Gew.-%,
Rest Eisen sowie herstellungsbedingte Verunreinigungen
hergestellt und in Abhängigkeit vom Kohlenstoffgehalt und vom Gehalt an Elementen
der Gruppe 5 des Periodensystems bis zu 4,6 Gew.-% mit Aluminium in einer Konzentration
von 0,3 bis 2,6 Gew.-% Al mit der Maßgabe legiert wird, dass der Aluminiumgehalt gleich
dem Kohlenstoffgehalt, multipliziert mit dem Niobäquivalent AN, multipliziert mit
dem Wirkungsbereichsfaktor F, beträgt:

wobei das Niobäquivalent entsprechend dem Zusammenhang:

und der Wirkungsbereichsfaktor aus:

gebildet sind, worauf die Schmelze erstarren gelassen wird.
[0011] Die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens sind im Wesentlichen darin zu sehen,
dass mittels des wirkungsoptimierten Aluminlumgehaltes die Erstarrungskinetik derart
beeinflußt werden kann, dass eine primäre Karbidausscheldung und ein Karbidkomwachstum
bel der weiteren Abkühlung weitgehend unterdrückt wird, dass sich also die Karbide
eutektisch im Wesentlichen fein globulitisch in der Schmelze bilden. Weiters kann
durch die jeweilige Aluminiumkonzentration die Zusammensetzung der Matrix, insbesondere
deren Kohlenstoffgehalt, gesteuert und dadurch letztlich die Matrixhärte und- zähigkeit
bestimmt werden. Erstmals wurde gefunden, dass es für ein Erreichen eines besonders
vorteilhaften hohen Eigenschaftsprofiles von Werkstoffen wichtig ist, den Aluminiumgehalt
in Grenzen in Abhängigkeit von der Kohlenstoffkonzentration und von dem Niobäquivalent
einzustellen. Geringere Gehalte als 0,3 Gew.% bzw. höhere Gehalte als 2,6 Gew.-% Aluminium
haben keine günstige Wirkung mehr, bzw. können im weiteren Abstand von der oberen
Grenze aufgrund einer Verschlechterung der Matrixeigenschaften nachtellig wirksam
sein. Zwischen diesen Grenzen ist im Hinblick auf eine im Wesentlichen eutektische
Karbidbildung bei der Erstamung und damit eine morphologisch gewünschte Struktur des
Erstarrungsgefüges mit verbesserten Matrixeigenschaften der Aluminiumgehalt gemäß
dem vorgenannten Zusammenhang in der Legierung einzustellen. Die Ursachen der weitgehenden
Unterdrückung einer primären Karbidausscheidung sind wissenschaftlich noch nicht restlos
geklärt, es kann jedoch angenommen werden, daß Aluminium in entsprechenden Konzentrationen
die Kristallisationskeime in ihrer Wirkung einschränkt und eine größere diesbezügliche
Unterkühlung zutäßt.
[0012] Ein morphologisch besonders günstiges Gefüge wird erreicht, wenn der Wirkungsbereichsfaktor
F einen Wert zwischen 0,9 und 1,2 aufweist.
[0013] Die weitere Aufgabe der Erfindung wird bei einem metallischen Werkstoff, der vorzugsweise
nach dem vorgenannten Verfahren hergestellt ist, dadurch gelöst, dass die Legierung
aus dem Elementen in Gew.-%:
| 0,6 |
bis |
1,7 |
% |
Kohlenstoff |
| 0,6 |
bis |
1,1 |
% |
Silizium |
| 0,2 |
bis |
0,5 |
% |
Mangan |
| 7,0 |
bis |
11,0 |
% |
Chrom |
| 2,0 |
bis |
3,2 |
% |
Molybdän |
| |
bis |
1,0 |
% |
Wolfram |
| |
bis |
0,8 |
% |
Nickel |
| 0,5 |
bis |
1,5 |
% |
Vanadin |
| 0,4 |
bis |
0,65 |
% |
Niob |
| 0,3 |
bis |
2,6 |
% |
Aluminium, |
gegebenenfalls weitere Elemente der Gruppe 5 des Periodensystems bis zu insgesamt
4,6 Gew.-%,
wahlweise Elemente der Gruppe 4 des Periodensystems im Ausmaß von unter 0,24 Gew.-%,
Rest Eisen sowie herstellungsbedingte Verunreinigungen
besteht und Aluminium in Abhängigkeit vom Kohlenstoff- sowie des Vanadin-, Niob- und
Tantalgehaltes eine Konzentration gemäß der Formel:

aufweist, wobei der Wert AN bzw. das Niobäquivalent gemäß:

gebildet ist und der FaMör F:

den Wirkungsbereich angibt.
[0014] Die Vorteile des Werkstoffes gemäß der Erfindung bestehen im Wesentlichen dann, dass
sämtliche mechanischen Eigenschaften und auch die Beständigkeit gegen abrasiven Verschleiß
desselben wesentlich verbessert sind. Allerdings ist dafür eine entsprechende Einstellung
bzw. Einhaltung des Aluminiumgehaltes wichtig, weil von diesem in Abhängigkeit von
dem Kohlenstoffgehalt und von dem Niobäquivalent die Ausbildung der Gußstruktur und
jene des Gefüges des verformten Materials abhängen. Bei einem gewünschten Gehalt an
Elementen der Gruppe 5 des Periodensystems, welche mit den weiteren Bestandteilen
die Voraussetzungen für ein gewünschtes Eigenschaftsprofil des Werkstoffes bilden,
ist in Abhängigkeit von dem Kohlenstoffgehalt jener des Aluminiums in den Grenzen
0,3 bis 2,6 Gew.-% bestimmt.
[0015] Eine besondere Hochlage der Eigenschaften des Werkstoffes in ihrer Gesamtheit wird
erreicht, wenn der Wirkungsberelchsfaktor F einen Wert zwischen 0,9 und 1,2 aufweist.
[0016] Schneidwerkzeuge mit verbesserter Standzeit und dergleichen Bruchsicherheit sind
bevorzugt herstellbar, wenn die Basis der Legierung als Schnellarbeitsstahl ausgebildet
und mit Aluminium in den Erfindungsberelchn legiert ist.
[0017] Besonders ausgeprägt können die Vorteile bei einem erfindungsgemäß legierten Kaltarbeitssstahl
sein. Insbesondere der hohe Verschleißwiderstand sowie die große Zähigkeit und Festigkeit
des Materials ergeben überragende Gebrauchseigenschaften von daraus gefertigten Werkzeugen.
[0018] Ein Widerstand gegen abrasiven Verschleiß nach DIN 50320 von größer als 12 1/g im
SiC-Schleifpapierverschleißtest P 120 (Schleiftellerdurchmesser 300 mm; Schlelftellerdrehzahl:
150 mn
-1; Probendurchmesser: 8mm : Anpreßkraft: 13,33N). eine Biegebruchfestigkeit von mindestens
4500 N/mm
2 und eine plastische Biegebrucharbelt Im Bereich von 3000 Nmm bei einer 0,2% Stauchgrenze
von über 2600 N/mm
2 des thermisch vergüteten Werkstoffes können erreicht werden, wenn die Legierung in
Gew.-%:
| 1,0 |
bis |
1,4 |
% |
Kohlenstoff |
| 0,6 |
bis |
1,1 |
% |
Silizium |
| 0,2 |
bis |
0,5 |
% |
Mangan |
| 7,0 |
bis |
11,0 |
% |
Chrom |
| 2,0 |
bis |
3,2 |
% |
Molybdän |
| |
bis |
1,0 |
% |
Wolfram |
| |
bis |
0,8 |
% |
Nickel |
| 1,0 |
bis |
1,5 |
% |
Vanadin |
| 0,4 |
bis |
0,65 |
% |
Niob |
Aluminium in den erfindungsgemäß abhängigen Grenzen zwischen 0,64 und 2.0, Rest Eisen
und herstellungsbedingte Verunreinigungen aufweist.
[0019] Die mechanischen Eigenschaften und der Widerstand gegen einen abrasiven Verschleiß
können gesteigert werden, wenn die Legierung mehr als 0,5 Gew.-% Niob aufweist.
[0020] Von besonderer Bedeutung für ein morphologisch günstiges Gefüge ist eine geringe
Konzentration der Legierung an Elementen der Gruppe 4 des Periodensystems und gegebenenfalls
des Stickstoffes, weil Verbindungen dieser Elemente wirksame Keime für eine primäre
Karbidausscheidung bilden können. Daher ist von Vorteil, wenn der Gehalt an Elementen
der Gruppe 4 des Periodensystems unter 0,24 Gew.-%, vorzugsweise unter 0,1 Gew.-%,
liegt und der Stickstoffgehalt weniger als 0,01 Gew.-% beträgt.
[0021] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Tabellen mit jeweils der chemischen Zusammensetzung
und den Untersuchungsergebnissen der Versuchswerkstoffe näher erläutert.
[0022] In Tabelle 1 ist die chemische Zusammensetzung der Versuchslegierung aufgeführt,
wobei der Rest jeweils aus Eisen und erschmelzungsbedingten Verunreinigungen besteht.
[0023] Aus Tabelle 2 sind die jeweiligen Erprobungsergebnisse und eine Bewertungszahl für
das Eigenschaftsprofil der Legierung ertnehmbar.
[0024] Die Bewertungszahl in Tabelle 2, welche die Eigenschaften des Werkstoffes in der
Gesamtheit kennzeichnet, wurde derart gebildet dass die Kennzahlen für die plastische
Biegebrucharbeit, für die Biegebruchfestigkeit sowie die 0.2% Stauchgrenze jeweils
durch 1000, diejenige für den abrasiven Verschleiß durch 10 dividiert und die so gebildeten
Kennzahlenwerte miteinander multipliziert wurden.
[0025] Die Legierungen 1,2 und 10 stellen Legierungen gemäß der Erfindung dar und weisen
durchwegs überlegene Einzeleigenschaften auf. Die plastische Biegebrucharbeit dieser
Werkstoffe liegt vorteilhaft bei Werten über 2900Nmm.
[0026] Gleiches gilt für die Biegebruchfestigkeit mit jeweils Kennzahlen von über 4500 N/mm
2 und für die 0,2% Stauchgrenze mit Werten über 2600 N/mm
2. Im Hinblick auf den Einsatz und die Standzeit eines aus derartigen Legierungen gebildeten
Werkzeuges ist oftmals der Verschleißwiderstand von besonderer Bedeutung. Die erfindungsgemäßen
Werkstoffe besitzen, wie aus der Tabelle hervorgeht, einen sehr hohen Verschleißwiderstand.
[0027] Wiewohl die zum Vergleich mit den erfindungsgemäß zusammengesetzten Legierungen herangezogenen,
gegebenenfalls ähnliche Elementkonzentrationen aufweisenden Materialien oft hervorragende
Einzeleigenschaften aufweisen können, so ist deren Eigenschaftsprofil oft für Beanspruchungen
in der modernen Verfahrenstechnik nicht ausreichend ausgebildet. Bei vergleichender
Betrachtung der die Werkstoffeigenschaften in ihrer Gesamtheit darstellenden Bewertungskennzahl
sind die Vorteile der erfindungsgemäßen Legierungen besonders verdeutlicht.

1. Verfahren zur legierungstechnischen Steuerung der Erstarrungskinetik und der Matrixzusammensetzung
von karbidbildenden metallischen Schmelzen,
dadurch gekennzeichnet dass Flüssigmetall bestehend aus den Elementen in Gew.-%:
| 0,6 |
bis |
1,7 |
% |
Kohlenstoff |
| 0,6 |
bis |
1,1 |
% |
Silizium |
| 0,2 |
bis |
0,5 |
% |
Mangan |
| 7,0 |
bis |
11,0 |
% |
Chrom |
| 2,0 |
bis |
3,2 |
% |
Molybdän |
| |
bis |
1,0 |
% |
% Wolfram |
| |
bis |
0,8 |
% |
Nickel |
| 0,5 |
bis |
1,5 |
% |
% Vanadin |
| 0,4 |
bis |
0,65 |
% |
Niob. |
gegebenenfalls Tantal,
wahlweise Elemente der Gruppe 4 des Periodensystems im Ausmaß von unter 0,24 Gew.-%,
Rest Eisen sowie herstellungsbedingte Verunreinigungen
hergestellt und in Abhängigkeit vom Kohlenstoffgehalt und vom Gehalt an Elementen
der Gruppe 5 des Periodensystems bis zu 4,6 Gew.-% mit Aluminium in einer Konzentration
von 0,3 bis 2,6 Gew.-% Al mit der Maßgabe legiert wird, dass der Aluminiumgehalt gleich
dem Kohlenstoffgehalt, multipliziert mit dem Niobäquivalent AN, multipliziert mit
dem Wirkungsbereichsfaktor F, beträgt:

wobei das Niobäquivalent entsprechend dem Zusammenhang:

und der Wirkungsbereichsfaktor aus:

gebildet sind, worauf die Schmelze erstarren gelassen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Wirkungsbereichsfaktor:
3. Metallischer Werkstoff, insbesondere hergestellt nach dem Verfahren gemäß den vorgeordneten
Ansprüchen, mit hoher Härte, hohem Verschleißwiderstand und hoher Zähigkeit,
dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung aus den Elementen in Gew.-%:
| 0,6 |
bis |
1,7 |
% |
Kohlenstoff |
| 0,8 |
bis |
1,1 |
% |
Silizium |
| 0,2 |
bis |
0,5 |
% |
Mangan |
| 7,0 |
bis |
11,0 |
% |
Chrom |
| 2,0 |
bis |
3,2 |
% |
Molybdän |
| |
bis |
1,0 |
% |
Wolfram |
| |
bis |
0,8 |
% |
Nickel |
| 0,5 |
bis |
1,5 |
% |
Vanadin |
| 0,4 |
bis |
0,65 |
% |
Niob |
| 0,3 |
bis |
2,6 |
% |
Aluminium, |
gegebenenfalls weitere Elemente der Gruppe 5 des Periodensystems bis zu insgesamt
4,6 Gew.%,
wahlweise Elemente der Gruppe 4 des Periodensystems im Ausmaß von unter 0,24 Gew.%,
Rest Eisen sowie herstellungsbedingte Verunreinigungen
besteht und Aluminium in Abhängigkeit vom Kohlenstoff- sowie des Vanadin-, Niob- und
Tantalgehaltes eine Konzentration gemäß der Formel:

aufweist, wobei der Wert AN bzw. das Niobäquivalent gemäß:

gebildet ist und der Faktor F:

den Wirkungsbereich angibt.
4. Werkstoff nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Wirkungsbereichsfaktor.
5. Werkstoff nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehalt an Elementen der Gruppe 4 des Periodensystems unter 0,1 Gew.-% liegt.
1. Procédé de commande en technique d'alliage de la cinétique de solidification et de
la composition de la matrice de coulées métalliques à formation de carbure,
caractérisé en ce que le métal liquide est fabriqué en étant constitué des éléments en % en poids :
| 0,6 |
à |
1,7 |
% |
de carbone |
| 0,6 |
à |
1,1 |
% |
de silicium |
| 0,2 |
à |
0,5 |
% |
de manganèse |
| 7,0 |
à |
11,0 |
% |
de chrome |
| 2,0 |
à |
3,2 |
% |
de molybdène |
| jusqu'à |
1,0 |
% |
de tungstène |
| jusqu'à |
0,8 |
% |
de nickel |
| 0,5 |
à |
1,5 |
% |
de vanadium |
| 0,4 |
à |
0,55 |
% |
de niobium |
éventuellement du tantale,
des éléments au choix du groupe 4 de la table périodique dans une mesure inférieure
à 0,24% en poids,
le reste étant du fer ainsi que des impuretés dues à la fabrication et en fonction
de la teneur en carbone et de la teneur en éléments du groupe 5 de la table périodique,
est allié à jusqu'à 4,6% en poids d'aluminium dans une concentration de 0,3 à 2,6%
en poids de Al, de telle sorte que la teneur en aluminium est égale à la teneur en
carbone, multipliée par l'équivalent de niobium AN, multipliée par le facteur de champ
d'action F

l'équivalent de niobium étant formé selon la relation :

et le facteur de champ d'action à partir de :

sur quoi la coulée est amenée à se solidifier.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le facteur de champ d'action mesure
3. Matériau métallique, fabriqué notamment d'après le procédé selon les revendications
précédentes, présentant une dureté élevée, une résistance élevée à l'usure et une
ténacité élevée,
caractérisé en ce que l'alliage est constitué des éléments en % en poids :
| 0,6 |
à |
1,7 |
% |
de carbone |
| 0,6 |
à |
1,1 |
% |
de silicium |
| 0,2 |
à |
0,5 |
% |
de manganèse |
| 7,0 |
à |
11,0 |
% |
de chrome |
| 2,0 |
à |
3,2 |
% |
de molybdène |
| jusqu'à |
1,0 |
% |
de tungstène |
| jusqu'à |
0,8 |
% |
de nickel |
| 0,5 |
à |
1,5 |
% |
de vanadium |
| 0,4 |
à |
0,55 |
% |
de niobium |
| 0,3 |
à |
2,6 |
% |
d'aluminium |
éventuellement d'autres éléments du groupe 5 de la table périodique jusqu'à un total
de 4,6% en poids,
des éléments au choix du groupe 4 de la table périodique dans une mesure inférieure
à 0,24% en poids,
et le reste de fer ainsi que d'impuretés dues à la fabrication et l'aluminium comprend
en fonction de la teneur en carbone ainsi que de la teneur en vanadium, en niobium
et en tantale une concentration selon la formule :

la valeur AN et/ou l'équivalent en niobium étant formés selon :

et le facteur F :

indiquant le champ d'action.
4. Matériau selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le facteur de champ d'action mesure :
5. Matériau selon l'une quelconque des revendications 3 ou 4, caractérisé en ce que la teneur en éléments du groupe 4 de la table périodique est inférieure à 0, 1 %
en poids.
1. A process for the control, by alloying technology, of the solidification kinetics
and matrix composition of carbide-forming metal melts,
characterised in that liquid metal, consisting of the following elements in wt.%:
| 0.6 |
to |
1.7% |
carbon |
| 0.6 |
to |
1.1% |
silicon |
| 0.2 |
to |
0.5% |
manganese |
| 7.0 |
to |
11.0% |
chromium |
| 2.0 |
to |
3.2% |
molybdenum |
| |
up to |
1.0% |
tungsten |
| |
up to |
0.8% |
nickel |
| 0.5 |
to |
1.5% |
vanadium |
| 0.4 |
to |
0.65% |
niobium, |
optionally tantalum,
optionally elements of group 4 of the periodic table in a quantity of less than 0.24
wt.%, remainder iron and impurities introduced during manufacture,
is produced and alloyed with aluminium in a concentration of 0.3 to 2.6 wt.% Al as
a function of the carbon content and of the content of elements of group 5 of the
periodic table of up to 4.6 wt.%, with the proviso that the aluminium content is equal
to the carbon content multiplied by the niobium equivalent AN multiplied by the effective
range parameter F:

the niobium equivalent being formed according to the relation:

and the effective range parameter from:

whereupon the melt is allowed to solidify.
2. A process according to claim 1,
characterised in that the effective range parameter is:
3. A metallic material, particularly produced by the process according to the foregoing
claims, with high hardness, high wear resistance and high toughness,
characterised in that the alloy consists of the following elements, in wt.%:
| 0.6 |
to |
1.7% |
carbon |
| 0.6 |
to |
1.1% |
silicon |
| 0.2 |
to |
0.5% |
manganese |
| 7.0 |
to |
11.0% |
chromium |
| 2.0 |
to |
3.2% |
molybdenum |
| |
up to |
1.0% |
tungsten |
| |
up to |
0.8% |
nickel |
| 0.5 |
to |
1.5% |
vanadium |
| 0.4 |
to |
0.65% |
niobium, |
| 0.3 |
to |
2.6% |
aluminium, |
optionally other elements of group 5 of the periodic table up to a total of 4.6 wt.%,
optionally elements of group 4 of the periodic table in a quantity of less than 0.24
wt.%,
remainder iron and impurities introduced during manufacture,
and aluminium exhibits a concentration, as a function of the carbon and the vanadium,
niobium and tantalum content, according to the formula:

where the value AN or niobium equivalent is formed according to:

and the parameter F:

gives the effective range.
4. A material according to claim 1,
characterised in that the effective range parameter is:
5. A material according to one of claims 3 or 4, characterised in that the content of elements of group 4 of the periodic table is less than 0.1 wt.%.