[0001] Die Erfindung bezieht sich zunächst auf einen Schneidklemmkontakt, beispielsweise
für Reihenklemmen, der an einem Verbindungsbügel einen geschlitzten, federnden Kontaktbereich
als Kontaktierungsschlitz aufweist. Derartige Schneidklemmkontakte sind bekannt (EP-B1-0
459 144) . Hierbei ist es bekannt, messerartig ausgeformte Bereiche zum Aufschneiden
der Isolierung einer anzuschließenden Leitung vorzusehen. In einem nachfolgenden Schlitzbereich
erfolgt dann die Kontaktierung der Leitungsseele. Um die Federungseigenschaften zu
verstärken, ist es auch bekannt, einen Kontaktierungsschlitz durch einen äußeren Federbügel
zu umfassen und zu verstärken (DE-C1-197 32 182, entsprechend EP-A2-0 893 845).
[0002] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schneidklemmkontakt der geschilderten
Art so zu verbessern, daß er in seiner Einbauebene besonders schmal ausgeführt werden
kann.
[0003] Die Lösung der geschilderten Aufgabe erfolgt durch einen Schneidklemmkontakt nach
Anspruch 1. Hierbei ist der Verbindungsbügel zumindest im Bereich des Kontaktierungsschlitzes
geschichtet ausgebildet. Die Schichten lassen sich unterschiedlich ausführen und auf
elektrische Leitfähigkeit, mechanische Schneidenfestigkeit und Federungseigenschaften
günstig abstimmen. Ein derartiger Schneidklemmkontakt benötigt keine außenliegenden
Federn, so daß er in seiner Einbauebene besonders schmal ausgeführt werden kann. Die
einzelnen Schichten können nach Anzahl und Spezialisierung auf jeweilige Anforderungen
optimal abgestimmt werden.
[0004] Die Schichten des Verbindungsbügels können aus Einzelelementen bestehen, die mechanisch
miteinander verbunden sind. Dies kann durch Umbördeln, Verkleben oder Vernieten oder
durch andere geeignete Techniken erfolgen.
[0005] Der Schneidklemmkontakt kann in seinem geschichteten Verbindungsbügel einen KontaktierungsschlitZ
bilden, der eingangsseitig zu zwei benachbarten Messern ausgestaltet ist. Nach einer
Weiterbildung können die Schenkel des Kontaktierungsschlitzes aufeinander zu gewölbt
sein, um ein Auseinandertreiben der Schenkelenden beim Einführen einer dickeren Leitung
entgegenzuwirken.
[0006] Eine Verbindungsklemme läßt sich mit zumindest einem Schneidklemmkontakt in einer
der geschilderten Ausführungen aufbauen. Die Verbindungsklemme kann auch als Reihenklemme
ausgeführt sein.
[0007] Die Erfindung soll nun anhand eines in der Zeichnung wiedergegebenen Ausführungsbeispiels
näher erläutert werden:
[0008] In der Zeichnung ist ein Schneidklemmkontakt wiedergegeben, an dessen Verbindungsbügel
1 zwei geschlitzte, federnde Kontaktbereiche als Kontaktierungsschlitze 2,3 ausgebildet
sind. Der Verbindungsbügel 1 ist zumindest im Bereich eines Kontaktierungsschlitzes
2 bzw. 3 geschichtet ausgebildet. Die Schichten 4,5 sind unterschiedlich auf elektrische
Leitfähigkeit, mechanische Schneidenfestigkeit und Federungseigenschaften abgestimmt.
So ist im Ausführungsbeispiel die Schicht 4 auf Schneidenfestigkeit abgestimmt sowie
auf Federungseigenschaften. Die Schicht 5 ist auf gute elektrisch leitende Eigenschaft
abgestimmt. Die Schicht 4 bildet einen Messerbereich 6 aus hartem Material, durch
den die Isolierung einer einzuführenden Leitung leicht aufgeschnitten werden kann.
In einem nachfolgenden Messerbereich 7 der elektrisch gut leitenden Schicht 5 kann
die Isolation einer einzuführenden Leitung auseinandergedrückt werden und Kontakt
zur Seele der Leitung hergestellt werden. Der nachfolgende Schlitzbereich kann stumpf
ausgeführt sein und zur Leitungsseele damit breiten und guten Kontakt geben. Der Messerbereich
6 der Schicht 4 kann, wie im Ausführungsbeispiel, vorteilhaft gegen den Messerbereich
7 der Schicht 5 im Schlitz zurückgesetzt sein, so daß die Leitungsseele vor den scharfen
Messern 6 der Schicht 4 geschützt ist. Verständlicherweise können auch mehrere Schichten
verwendet werden.
[0009] Die Schichten 4,5 des Verbindungsbügels 1 können aus Einzelelementen bestehen, die
mechanisch miteinander verbunden sind. Im Ausführungsbeispiel sind hierzu Verbindungsklammern
8 vorgesehen. Die Einzelelemente können allgemein durch Umbördeln verbunden werden.
Die Einzelelemente können auch in anderen Verbindungstechniken, beispielsweise durch
Verkleben oder Vernieten, verbunden sein. Im Ausführungsbeispiel bildet der geschichtete
Verbindungsbügel 1 einen Kontaktierungsschlitz 2 bzw. 3 mit jeweils eingangsseitig
ausgebildetem Messerschlitz zwischen einander gegenüberstehenden Messerbereichen 6
bzw. 7.
[0010] Im Ausführungsbeispiel sind die Schenkel des Kontaktierungsschlitzes 2 bzw. 3 aufeinander
zu gewölbt veranschaulicht. Durch diese Ausführung wird dem Auseinandertreiben der
Schenkelenden bei dicken einzuführenden Leitungen entgegengewirkt.
[0011] Eine Verbindungsklemme läßt sich mit zumindest einem Schneidklemmkontakt nach einer
der geschilderten Ausführungen leicht aufbauen. Insbesondere kann die Verbindungsklemme
als Reihenklemme ausgestaltet sein.
1. Schneidklemmkontakt, beispielsweise für Reihenklemmen, der an einem Verbindungsbügel
einen geschlitzten, federnden Kontaktbereich als Kontaktierungsschlitz (2,3) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Verbindungsbügel (1) zumindest im Bereich des Kontaktierungsschlitzes (2;3)
geschichtet ausgebildet ist, wobei die Schichten (4,5) unterschiedlich auf elektrische
Leitfähigkeit, mechanische Schneidenfestigkeit und Federungseigenschaften abgestimmt
sind.
2. Schneidklemmkontakt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schichten (4,5) des Verbindungsbügels (1) aus Einzelelementen besteht, die
mechanisch miteinander verbunden sind.
3. Schneidklemmkontakt nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelelemente (4,5) durch Umbördeln verbunden sind.
4. Schneidklemmkontakt nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelelemente (4,5) durch Kleben verbunden sind.
5. Schneidklemmkontakt nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelelemente (4,5) vernietet sind.
6. Schneidklemmkontakt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbindungsbügel (1) einen geschichteten Bereich beim Kontaktierungsschlitz
(2;3) mit eingangsseitig ausgebildetem Messerschlitz (6;7) bildet.
7. Schneidklemmkontakt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel des Kontaktierungsschlitzes (2;3) aufeinander zu gewölbt sind.
8. Verbindungsklemme mit zumindest einem Schneidklemmkontakt nach einem dervorhergehenden
Ansprüche.
9. Reihenklemme mit zumindest einem Schneidklemmkontakt nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.