TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die Erfindung betrifft ein Gehäuse für nach DIN 41 612 genormte Steckverbinder zum
steckbaren Anschluß an entsprechend passende Gegen-Steckverbinder.
STAND DER TECHNIK
[0002] Aus der DE 298 19 972 U1 ist ein Steckverbinder-Gehäuse der eingangs genannten Art
bekannt, in das nach DIN 41 612 genormte Steckverbinder eingesetzt werden können.
Die entsprechend passenden Gegensteckverbinder sind in elektronischen Einschüben entsprechend
dem 19 Zoll-System vorhanden. Diese Einschübe sind in Baugruppenträger entsprechend
diesem 19 Zoll-System einsetzbar. Das Steckverbinder-Gehäuse ist ein Zink-Druckguss-Teil
und besteht damit aus elektrisch leitfähigem Vollmaterial. Die durch das metallische
Gehäuse mögliche Erhöhung der Störstrahlsicherheit wird im Bereich der Gehäuseöffnungen,
durch die hindurch ein elektrisches Kabel in das Innere des Gehäuses hineingeführt
und mit dem dort vorhandenen Steckverbinder verbunden werden kann, dadurch sichergestellt,
dass in die betreffende Kabelöffnung ein dieselbe verschließender Blindstopfen oder
eine das Kabel in der Gehäuseöffnung haltende Kabelbefestigung eingesetzt werden können.
Diese jeweiligen Einsatzstücke bestehen ebenfalls aus metallischem Material. Die Einsatzstücke
weisen darüber hinaus Vorsprünge auf, die mit Rücksprüngen in dem Gehäuse derart korrespondieren,
dass eine optimale Kontaktmöglichkeit zwischen dem Einsatzstück und dem Gehäuse sichergestellt
wird. Zusätzlich ist an dem Gehäuse eine Kodiereinrichtung vorhanden. Mit dieser kann
sichergestellt werden, dass das betreffende Gehäuse auch an dem vorgesehenen Einschub
und damit an den richtigen Gegensteckverbinder eines bestimmten Einschubs angesetzt
wird, und dass damit keine Ver-tauschungen zwischen Steckplätzen auftreten können.
Diese Kodiereinrichtung ist im Inneren des Gehäuses, in Verlän-gerung des dort platzierten
Steckverbinders, vorhanden. Die für die Kodiereinrichtungen benötigten Räume innerhalb
des Gehäuses vergrößern das Gehäuse, was einen vergrößerten Materialeinsatz für die
Herstellung solcher Gehäuse mit sich bringt. Außerdem ist die versenkt in dem Gehäuse
vorhandene Kodiereinrichtung von außen in ihrer jeweiligen Kodiereinstellung nicht
so leicht zu erkennen. Sollen Steckversuche mit nicht "richtigen" Gehäusen vermieden
werden, empfiehlt es sich, entsprechende Kennzeichnungen außen am Gehäuse anzubringen.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0003] Ausgehend von diesem vorbekannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, ein verbessertes Steckverbinder-Gehäuse der eingangs genannten Art anzugeben.
[0004] Diese Erfindung ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 gegeben. Weiterbildungen der
Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen.
[0005] Das erfindungsgemäße Gehäuse kann eine große Störstrahlsicherheit bieten. Dies wird
einmal dadurch erreicht, dass das Gehäuse aus metallischem Material besteht. Die hohe
Störstrahlsicherheit kann auch im Bereich der Kabeleinführ-Öffnungen erreicht werden.
Die Öffnungen einerseits und das das Kabel an dem Gehäuse haltende Einsatzstück andererseits
besitzen derartige gegenseitige Vor- und Rücksprünge, dass das Einsatzstück in der
Gehäuseöffnung einen sicheren elektrischen Kontakt mit dem Gehäuse hat. Dadurch wird
der elektrische Widerstand zwischen Einsatzstück und Gehäuse wünschenswert klein und
dadurch ein guter HF-Übergang zwischen Einsatzstück und Gehäuse möglich. Zusätzlich
wird durch die außen am Gehäuse platzierte Kodiereinrichtung die Handhabung des Gehäuses
vereinfacht, indem die jeweilige Kodiereinstellung problemlos von außen am Gehäuse
erkannt werden kann. Fehlerhafte Steckversuche mit dem Gehäuse lassen sich damit vermeiden,
ohne dass zusätzliche Maßnahmen erforderlich werden, wie beispielsweise das Anbringen
von Kennzeichnungen außen am Gehäuse.
[0006] Beispiele für außen am Gehäuse angeordnete Kodiereinrichtungen sind Gegenstand der
Unteransprüche 2 bis 4 und sind in einer Ausführungsform in der Zeichnung dargestellt.
[0007] Sofern keine so hohen Anforderungen an die Störstrahlsicherheit gestellt werden,
können in dem Gehäuse Schraubbohrungen vorgesehen werden. Durch Gehäuse-Öffnungen
hindurchzuführende Kabel können mit Hilfe von sonstigen im Stand der Technik bekannten
Kabelschellen in das Gehäuse hineingeführt und an den Schraubbohrungen befestigt werden.
Entsprechende Ausführungsformen sind den Unteransprüchen 5 und 6 sowie dem in der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel zu entnehmen.
[0008] Weitere Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung, insbesondere auch mehrere Ausführungen
für verschiedene Verzahnungen der in die Gehäuseöffnungen einsetzbaren Einsatzstücke
sind Gegenstand von Unteransprüchen und sind darüber hinaus den nachfolgenden Ausführungsbeispielen
zu entnehmen.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
[0009] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
näher beschrieben und erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- das Unterteil eines aus Unterteil und Deckelteil bestehenden Gehäuses nach der Erfindung,
- Fig. 2
- eine Sicht aus Richtung 2 von Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Sicht aus Richtung 3 von Fig. 1,
- Fig. 4
- einen Schnitt längs der Linie 4 - 4 von Fig. 1,
- Fig. 5
- ein Einsatzstück in Form eines Crimpflansches, passend für eine erste Kabeleinführung
in das Gehäuse gemäß Fig. 1,
- Fig. 6
- ein Einsatzstück in Form eines Blindstopfens, passend in eine Gehäuseöffnung, in die
auch der Crimpflansch nach Fig. 5 einsetzbar ist,
- Fig. 7
- eine ausschnittsweise Darstellung einer zweiten Ausführungsform einer Gehäuseöffnung
zum Einführen eines Kabels,
- Fig. 8
- eine Darstellung entsprechend Fig. 5 mit einem in das Gehäuse nach Fig. 7 passenden
Einsatzstück,
- Fig. 9
- eine ausschnittsweise Darstellung einer dritten Ausführungsform einer Gehäuseöffnung,
- Fig. 10
- eine Darstellung entsprechend Fig. 5 mit einem in das Gehäuse nach Fig. 9 passenden
Einsatzstück,
- Fig. 11
- eine ausschnittsweise Darstellung einer vierten Ausführungsform einer Gehäuseöffnung,
- Fig. 12
- eine Darstellung entsprechend Fig. 5 mit einem in das Gehäuse nach Fig. 11 passenden
Einsatzstück,
- Fig. 13
- eine ausschnittsweise Darstellung einer fünften Ausführungsform einer Gehäuseöffnung,
- Fig. 14
- eine Darstellung entsprechend Fig. 5 mit einem in das Gehäuse nach Fig. 13 passenden
Einsatzstück,
- Fig. 15
- eine ausschnittsweise Darstellung einer sechsten Ausführungsform einer Gehäuseöffnung,
- Fig. 16
- eine Darstellung entsprechend Fig. 5 mit einem in das Gehäuse nach Fig. 15 passenden
Einsatzstück,
- Fig. 17
- eine ausschnittsweise Darstellung einer siebten Ausführungsform einer Gehäuseöffnung,
- Fig. 18
- eine Darstellung entsprechend Fig. 5 mit einem in das Gehäuse nach Fig. 17 passenden
Einsatzstück,
- Fig. 19
- eine ausschnittsweise Darstellung einer achten Ausführungsform einer Gehäuseöffnung,
- Fig. 20
- eine Darstellung entsprechend Fig. 5 mit einem in das Gehäuse nach Fig. 19 passenden
Einsatzstück,
- Fig. 21
- eine ausschnittsweise Darstellung einer neunten Ausführungsform einer Gehäuseöffnung,
- Fig. 22
- eine Darstellung entsprechend Fig. 5 mit einem in das Gehäuse nach Fig. 21 passenden
Einsatzstück.
WEGE ZUM AUSFÜHREN DER ERFINDUNG
[0010] Ein Gehäuse 10 ist in den Figuren 1 bis 4 mit seinem Unterteil 12 dargestellt. Das
Unterteil 12 besitzt einen im vorliegenden Fall ebenflächigen Boden 14, der in etwa
Uförmig an drei Seiten von einer Seitenwand 16 eingefasst ist. In der Seitenwand 16
sind umfangsmäßig verteilt vier Schraubbohrungen 18.1, 18.2, 18.3 und 18.4 vorgesehen,
in denen das Deckelteil 20 des Gehäuses 10, von dem in Fig. 3 eine Außenkontur strichpunktiert
angedeutet ist, angeschraubt werden kann. Deckelteil 20 und Unterteil 12 umschließen
von drei Seiten einen zwischen ihnen befindlichen Innenraum 22.
[0011] In der Seitenwand 16 sind mehrere Öffnungen 24, 26 ausgespart, durch die hindurch
Kabel von außen in den Innenraum 22 hineingeführt werden können, wie noch nachstehend
näher beschrieben wird.
[0012] Auf der in Fig. 1 Unterseite des Gehäuses 10 kann ein Steckverbinder 28 eingesetzt
werden, der üblicherweise als sogenannte Federleiste ausgebildet ist. Diese Federleiste
ist das "weibliche" Gegenstück zu einem als sogenannte Messerleiste ausgebildeten
Steckverbinder, der dann beispielsweise in ein Gegengehäuse fest eingebaut und mit
dort vorhandenen gedruckten Schaltungen verbunden werden kann.
[0013] An den in Fig. 1 linken und rechten Stirnwände darstellenden Seitenwänden 16.1, 16.2
sind jeweils zwei Kragwände 30, 32 einstückig angeformt. Die Kragwände 30, 32 stehen
jeweils rechtwinklig von den Stirnwänden 16.1 beziehungsweise 16.2 weg.
[0014] Die beiden Kragwände 30, 32 sind, bezogen auf die Mittelebene 34 (Fig. 2, 3) seitlich
versetzt am Unterteil 12 vorhanden. In der, bezogen auf die Fig. 1, unteren Kragwand
30 sind zwei Durchbohrungen 36, 38 vorhanden. Durch diese Durchbohrungen 36, 38 können
in ihrem Durchmesser angepasste Kodierstifte hindurchgesteckt werden. Je nach Vorhandensein
solcher Kodierstifte lässt sich das Gehäuse 10 dann auf den umlaufenden Kragen 40
eines Gegengehäuses 42 aufsetzen oder nicht. In dem Kragen 40 sind nämlich den Durchbohrungen
36, 38 entsprechende Bohrungen 36.1 beziehungsweise 38.1 vorhanden, deren Achsen mit
denen der Durchbohrungen 36, 38 fluchten. Sofern in diesen in dem Kragen 40 vorhandenen
Bohrungen 36.1 beziehungsweise 38.1 Kodierstifte eingesteckt sind, können nicht gleichzeitig
auch in den achsmäßig darüber liegenden Durchbohrungen 36, 38 ebenfalls Kodierstifte
stecken. Die in dem umlaufenden Kragen 40 einsitzenden Kodierstifte lassen sich damit
ebenso wie die in der Kragwand 30 einsitzenden Kodierstifte von außen problemlos erkennen,
so dass ohne Weiteres sofort erkannt werden kann, ob das "richtige" Gehäuse 10 zum
Anschrauben an der vorgesehenen Stelle des Gegengehäuses 42 befestigt werden soll.
[0015] Die Befestigung des Gehäuses 10 an dem Gegengehäuse 42 erfolgt mittels einer Schraubverbindung,
die über die Kragwände 32 bewirkt wird. Dazu sind in den beiden Kragwänden 32 jeweils
eine Durchbohrung 46 vorhanden, die mit entsprechenden Bohrungsöffnungen im umlaufenden
Kragen 40 fluchten.
[0016] Die auf der in Fig. 1 dargestellten rechten und linken Seite vorhandenen Kragwände
30, 32 sind in der Draufsicht entsprechend Fig. 3 zur Mittelebene 34 vertauscht vorhanden.
So sind einmal die Kragwand 30 und auf der gegenüberliegenden Seite die andere Kragwand
32 dem Deckelteil 20 benachbart vorhanden. In beiden Fällen sind aber die Kragwände
30 unterhalb der für die Schraubbefestigung des Gehäuses 10 ausgebildeten Kragwände
32 am Gehäuse 10 vorhanden.
[0017] Den im vorliegenden Fall seitlichen beiden Öffnungen 24 sind im Bereich des Bodens
14 jeweils zwei Schraubbohrungen 50, 52 benachbart. Die Schraubbohrungen 50, 52 sind
in nach innen hineinragenden und mit dem Boden 14 verbundenen säulenartigen Wandverstärkungen
der Seitenwand 16 vorhanden. Die beiden Schraubbohrungen 50, 52 haben einen derartigen
gegenseitigen Abstand 54, dass eine im Stand der Technik bekannte Kabelschelle 56
angeschraubt werden kann. Diese Kabelschelle 56 besteht aus zwei Laschen, von denen
in Fig. 1 die obere Lasche 58 dargestellt ist. Die beiden Laschen der Kabelschelle
56 können ein Kabel zwischen sich einklemmen und können dann ihrerseits über ihre
endseitig vorhandenen Kabelschellen-Schrauben 60, 62 an den Schraubbohrungen 50, 52
angeschraubt und dadurch in dem Gehäuse 10 befestigt werden. Die Schraubbohrungen
50, 52 können im übrigen auch zum Befestigen von Erdungsleitungen verwendet werden.
[0018] Die in dem Gehäuse 10 vorgesehenen - im vorliegenden Beispielsfall fünf - Öffnungen
24, 26 (Fig. 1) zum Einführen eines oder mehrerer Kabel sind im vorliegenden Beispielsfall
unterschiedlich groß ausgebildet.Die Öffnungen 24 sind größer als die Öffnungen 26.In
jede dieser Öffnungen 24, 26 können als Blindstopfen oder Crimpflansch entsprechend
ausgebildete Einsatzstücke eingesetzt werden. Bei dem Gehäuse 10 ist gem. Fig. 1 ein
Einsatzstück in Form eines Crimpflansches 226 (Fig.5) eingesetzt. Im nachstehenden
werden verschiedene solcher Einsatzstücke näher dargestellt.
[0019] In dem Gehäuse 10 besitzt jedes der einsetzbaren Einsatzstücke 220, 226 (Fig. 6,
5) mit der jeweils seitlich benachbarten Seitenwand 15 des Unterteils 12 eine mehrstufige
Verzahnung 236 (Fig. 5, 6 ff.). Die mehrstufige Verzahnung 236, die im nachstehenden
noch näher beschrieben und in unterschiedlichen Variationen dargestellt ist, stellt
eine wünschenswert lange und damit großflächige sowie eine mehr Abknickungen aufweisende
Berührfläche zwischen Einsatzstück und Seitenwand dar. Der elektrische Widerstand
zwischen dem Einsatzstück und der Seitenwand ist dadurch entsprechend klein. Außerdem
stellt die mäanderförmige, mehrstufige Verzahnung einen guten Schutz gegen eindringendes
Spritzwasser dar.
[0020] In Fig. 5 ist ein als Crimpflansch ausgebildetes Einsatzstück 226 dargestellt. Es
besitzt eine durchgehende Öffnung 250 mit Längsachse 252. Diese Längsachse 252 fällt
mit der Längsachse eines in das Gehäuse 10 eingeführten Kabels zusammen. In dem Einsatzstück
226 ist eine Hülse 254 eingesetzt, die mittels zweier voneinander beabstandeter umlaufender
Kragen 256, 258 in Längsrichtung der Längsachse 252 zug-, druckfest und damit verschiebesicher
sowie außerdem noch verdrehsicher in dem Einsatzstück 226 einsitzt. Die Hülse 254
ist querschnittsmäßig passend zum Kabel ausgelegt. Der Kabelmantel und gegebenenfalls
ein Schirmgeflecht liegen in zusammengebautem Zustand auf der Hülse 254 dicht an,
während die Adern des Kabels durch die Hülse 254 durchgeführt werden. Auf den Kabelmantel
wird eine weitere, nicht dargestellte Hülse aufgeschoben und an den Mantel angequetscht.
Dadurch kann der Mantel fest auf der Hülse 254 angebracht werden.
[0021] Das Einsatzstück 226 (Fig.5) besitzt im vorliegenden Fall einen quaderförmigen Körper
260 mit durchgehender Öffnung 250. Von diesem Körper 260 kragen auf seinen beiden
gegenüberliegenden Seitenwänden 262, 264 jeweils zwei Vorsprünge 266, 268 aus. Die
beiden Seitenwände 262, 264 stoßen im eingebauten Zustand an die Seitenwand 16 des
Gehäuses 10 an.
[0022] In zur Längsachse 252 senkrechter Richtung kragen die beiden Vorsprünge 266, 268
um die Länge L von der Seitenwand 262 beziehungsweise 264 aus.
[0023] Jeder Vorsprung 266, 268 besitzt von der Seitenwand 262, 264 auskragende und an dem
Körper beziehungsweise an dessen Seitenwänden 262, 264 anstoßende Seitenflächen 270,
272. Die eine Seitenfläche 270 ist unter einem nicht 90 Grad betragenden Winkel 274
zur Seitenwand 262, 264 ausgerichtet. Ihre von der Seitenwand 262, 264 auskragende
Länge LS ist damit länger als die entsprechend auskragende Länge L der anderen Seitenfläche
272, die unter einem rechten Winkel 276 von der Seitenwand 262 beziehungsweise 264
auskragt. Die auskragende auf summierte Länge beider Seitenflächen 270, 272 von beiden
Vorsprüngen 266 (beziehungsweise 268) beträgt 2 LS + 2 L und ist damit größer als
2 L.
[0024] Auf jeder Seitenfläche 270 ist eine Längsrippe 280 ausgebildet. Beim Einsetzen des
Einsatzstückes 226 in eine Öffnung 24, 26 reibt die Längsrippe 280 an der Stoßfläche
beziehungsweise Kontaktfläche der Seitenwand. Dadurch ist eine dichte Anlage beziehungsweise
ein durchgehender Berührkontakt zwischen Einsatzstück und Seitenwand gegeben. Die
Vorsprünge 266, 268 mit den Längsrippen 280 sind so ausgeformt, dass das Einsatzstück
226 mit Preßsitz von "oben" auf das vom Deckelteil befreite Unterteil 12 eingesetzt
werden kann. In der Seitenwand 16 sind entsprechende Einwölbungen und Vorsprünge,
die den Vorsprüngen 266, 268 und ihrer gegenseitigen Anordnung entsprechend angepaßt
sind. Das Einsatzstück 226 sitzt dann mit Preßsitz in der Seitenwand 16.
[0025] Neben dem Einsatzstück 226, das im Bereich eines in das Gehäuse 10 einzuführenden
elektrischen Kabels vorgesehen ist, können dazu benachbarte Gehäuseöffnungen durch
das Einsatzstück 220 (Fig.6) verschlossen werden. Das Einsatzstück 220 stellt einen
Blindstopfen dar, wie bereits ausgeführt ist. Das Einsatzstück 220 besitzt die gleichen
Vorsprünge 266, 268 und Längsrippen 280 wie das Einsatzstück 226 und sitzt mit entsprechendem
Preßsitz in der Seitenwand 16. Seine Öffnung 282 ist auf einer Seite stirnseitig durch
eine Wand 284 verschlossen. Dadurch bildet das Einsatzstück 220 einen Verschluß für
die betreffende Öffnung in der Seitenwand 16. Die Einsatzstücke 220, 226 können wahlweise
in die Öffnungen 24, 26 des Gehäuses 10 eingesetzt werden.
[0026] Das in Fig. 7 ausschnittsweise dargestellte Gehäuse 10.2 unterscheidet sich vom Gehäuse
10 durch eine etwas andere Verzahnung 236.2 der in dem Gehäuse 10.2 einsitzenden Einsatzstücke
220.2 beziehungsweise des in das Gehäuse 10.2 einsetzbaren Einsatzstückes 226.2 (Fig.
8). Auch die Verzahnung 236.2 und damit auch das Einsatzstück 226.2 besitzt jeweils
zwei seitlich auskragende Vorsprünge 266.2 beziehungsweise 268.2. Im Gegensatz zum
Einsatzstück 226 ist beim Einsatzstück 226.2 und damit bei der Verzahnung 236.2 die
Seitenfläche 270.2 in gleicher Weise wie die jeweils gegenüberliegende Seitenfläche
272 rechtwinklig zur Seitenwand 262 beziehungsweise 264 des quaderförmigen Körpers
260 ausgerichtet. Die auskragende Länge L der beiden Vorsprünge 266.2 und 268.2 entspricht
damit der Kraglänge LS jeder Seitenfläche 270.2 beziehungsweise 272. Für das Einsatzstück
226.2 und dessen Vorsprünge 266.2 beziehungsweise 268.2 beträgt die aufsummierte Kraglänge
der jeweiligen beiden Vorsprünge 266.2 beziehungsweise 268.2 dem Wert 4 LS. Dieser
Wert entspricht dem Wert 4 L.
[0027] Das in Fig. 9 dargestellte Gehäuse 10.3 entspricht den vorstehend beschriebenen Gehäusen
mit dem Unterschied einer andersartigen Verzahnung 236.3 zwischen dem jeweiligen Einsatzstück
220.3, 226.3 und der betreffenden Seitenwand 16. Von dem quaderförmigen Körper 260
des Einsatzstückes 226.3 (Fig. 10) kragt seitlich jeweils ein einzelner im Querschnitt
schwalbenschwanzförmiger Vorsprung 266.3, 268.3 aus. Dessen sich gegenüberliegende
Seitenflächen 270.3, 272.3 sind schräg zur Längsachse 252 vorhanden. Ihre Länge LS
ist damit größer als die auskragende Länge L des betreffenden Vorsprungs 266.3 beziehungsweise
268.3. Es gilt für jeden Vorsprung, dass die beiden Längen LS größer sind als beide
Längen L.
[0028] Bei dem Gehäuse 10.4 (Fig.11) ist eine Verzahnung 236.4 vorhanden, die sich aus einem
im Grundriß rechteckförmigen Vorsprung 266.2 (268.2) und einem dreieckförmigen Vorsprung
266.4 (268.4) zusammensetzt. Die seitlich sich gegenüberstehenden Seitenflächen 270.2
und 272 beim Vorsprung 266.2 sowie 270.2 und 270.4 beim Vorsprung 266.4 sind teilweise
rechtwinklig (Seitenfläche 270.2, 272) beziehungsweise schräg (Seitenfläche 270.4)
beim Einsatzstück 226.4 oder dem als Blindstopfen 220.4 ausgebildeten Einsatzstück
ausgebildet. Die aufsummierte Länge aller auskragenden Seitenflächen der Vorsprünge
auf einer Seite des quaderförmigen Körpers beträgt 3 L + LS und ist damit größer als
2 L.
[0029] Auch bei der Verzahnung 236.5 (Fig. 13) des Gehäuses 10.5 ist zwischen dem Einsatzstück
220.5 beziehungsweise 226.5 und der betreffenden Seitenwand 16 dieses Gehäuses die
aufsummierte Kraglänge genauso groß wie bei der Verzahnung 236.4 gemäß Fig. 11 und
12. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass zwischen der schrägen Seitenfläche
270.4 des Vorsprungs 266.4 und der benachbarten, unter 90 Grad zur Längsachse 252
ausgerichteten Seitenfläche 272 des benachbarten Vorsprungs 266.2 eine in Längsrichtung
verlaufende Seitenfläche 273 vorhanden ist.
[0030] Auch die in Fig. 15, 16 dargestellte Verzahnung 236.6 zwischen einem Einsatzstück
220.6 beziehungsweise 226.6 und der betreffenden Seitenwand 16 eines Gehäuses 10.6
weist diese vorstehenden aufsummierten Kraglängen beziehungsweise Seitenwandlängen
von 3 L + LS auf. Im Unterschied zur Verzahnung 236.4 (Fig. 11,12) liegt der im Querschnitt
dreieckförmige Vorsprung 266.4 mit seiner in der Zeichnung oberen Seitenfläche 270.2
bündig zur Außenfläche des quaderförmigen Körpers 260, während dies bei der Verzahnung
236.4 (Fig. 11, 12) nicht der Fall ist. Der dortige Vorsprung 266.4 besitzt einen
Rücksprung 290 zu der entsprechenden Außenwand des quaderförmigen Körpers 260.
[0031] Die Verzahnung 236.7 beim Gehäuse 10.7 beziehungsweise der in diese Gehäuse einsetzbaren
Einsatzstücke 220.7 und 226.7 (Fig. 17, 18) besitzt jeweils zwei Vorsprünge 266.2,
268.2, wie sie auch bei der Verzahnung 236.2 (Fig. 7, 8) vorhanden sind. Der in der
Zeichnung obere Vorsprung 266.2 beziehungsweise 268.2 der Verzahnung 236.7 ist bündig
mit der Außenwand des quaderförmigen Körpers 260, so wie dies ähnlich auch bei der
Verzahnung 236.6 (Fig. 15, 16) der Fall ist. Demgegenüber ist bei der Verzahnung 236.2
gemäß Fig. 7, 8 ein durch eine Seitenwand 262 gebildeter Rücksprung zwischen dem Vorsprung
266.2 und der Außenwand des quaderförmigen Körpers 260 vorhanden. Bei der Verzahnung
236.7 ist eine aufsummierte Länge der Vorsprünge wie bei der Verzahnung 236.2 in folgender
Weise vorhanden:

.
[0032] Die in Fig. 19 und 20 dargestellte Verzahnung 236.8 des Gehäuses 10.8 besitzt eine
Hammerkopfausbildung an dem betreffenden Einsatzstück 220.8 beziehungsweise 226.8.
Der Vorsprung 266.8, 268.8 auf jeder der sich gegenüberliegenden Seiten des quaderförmigen
Körpers 260 besitzt eine in der Zeichnung obere und untere jeweils einstufige Seitenflächenausbildung,
so dass jeder Vorsprung 266.8, 268.8 eine zweistufige Verzahnung besitzt. Jede Verzahnung
wird aus einer stufenförmigen Seitenfläche 273 gebildet, deren durch die Abwinklung
auskragende Länge sich zusammensetzt aus

. Beide stufenförmigen Seitenwände 273 besitzen damit aufsummiert eine Gesamtlänge
von 2 L + 2 T. Dieses Maß ist größer als 2 L.
[0033] Die in Fig. 21, 22 dargestellte Verzahnung 236.9 des Gehäuses 10.9 ist pyramidenstumpfartig
ausgebildet. Der einzige Vorsprung 266.9, 268.9 des Einsatzstückes 226.9 besitzt sich
gegenüberliegende, schräg zur Längsachse 252 ausgerichtete Seitenflächen 270.9 mit
einer jeweiligen Länge LS. Die aufsummierten Längen der auskragenden Seitenflächen
eines Vorsprungs besitzen damit das Längenmaß 2 LS. Dieses Maß ist größer als der
Wert 2 L. Für die Einsatzstücke 220.9, die in den Seitenwänden 16 als Blindstopfen
einsitzen, gilt entsprechendes. Dies gilt im übrigen vergleichsweise für alle vorstehenden
Einsatzstücke 220. Die dargestellten Verzahnungen gelten damit in gleicher Weise auch
für entsprechende Blindstopfen.
[0034] In einem Gehäuse können verschiedenartige Einsatzstücke vorhanden sein. Dies betrifft
einmal die Art des Einsatzstückes. So kann das Einsatzstück als Blindstopfen oder
als Crimpflansch in dem Gehäuse einsitzen und dementsprechend entweder zum Verschließen
einer Öffnung 24, 26 oder zum Durchführen eines Kabels durch eine Öffnung 24, 26 verwendet
werden. In einem Gehäuse können auch Einsatzstücke mit unterschiedlichen Verzahnungen
eingesetzt werden. Dies bedingt dann aber entsprechend unterschiedliche Verzahnungen
in der Gehäusewand 16. Darüber hinaus ist es auch möglich, Kabel mittels der vorstehend
erwähnten Kabelschellen 56 in dem Gehäuse 10 zu befestigen.
[0035] Auf den rechtwinklig zu den verzahnten Wänden des quaderförmigen Körpers 260 vorhandenen
beiden anderen Außenseiten der Einsatzstücke 226, 220 ist jeweils eine auskragende
Querrippe 298 vorhanden. Die Querrippe 298 ist im vorliegenden Fall nicht nur auf
der in den Figuren sichtbaren Außenseite 296, sondern auch auf der dazu gegenüberliegenden
Außenseite des quaderförmigen Körpers 260 vorhanden. Diese Querrippen stoßen einerseits
auf den Boden 14 vom Unterteil 12 und andererseits von innen an das in der Zeichnung
nicht dargestellte Deckelteil an, das von oben auf dein Unterteil 12 und damit auch
auf den Einsatzstücken 220 beziehungsweise 226 dicht anliegt. Die Einsatzstücke 220,
226 beziehungsweise die vorstehend dargestellten, sich durch die jeweilige Verzahnung
unterscheidenden Einsatzstücke haben dadurch nicht nur einen innigen Berührkontakt
durch ihren durch die jeweilige Verzahnung und die Längsrippen 280 bewirkten Presssitz
mit den Wänden 16, sondern auch eine spritzwasserdichte Anlage an den übrigen den
Einsatzstücken benachbarten Wänden, nämlich dem Boden 14 und dem Deckelteil. Das Gehäuse
10 liegt also umlaufend dicht an den Außenflächen des Einsatzstückes 220 beziehungsweise
226 an.
1. Gehäuse (10) für Steckverbinder (28) mit folgenden Merkmalen:
- das Gehäuse (10) besteht aus Vollmetall,
- das Gehäuse (10) besitzt mindestens eine verschließbare Öffnung (24, 26), durch
die im geöffneten Zustand ein mit dem Steckverbinder (28) zu verbindendes Kabel hindurchführbar
ist,
- in diese Öffnung (24, 26) ist ein Einsatzstück (220, 226) einsetzbar
-- als ein die Öffnung (24, 26) verschließender metallischer Blindstopfen (220) oder
-- als eine das Kabel am Gehäuse (10) haltende und in die Öffnung (24, 26) einsetzbare
metallische Kabelbefestigung (226),
-- wobei das jeweilige Einsatzstück (220, 226) Vorsprünge (266, 268) aufweist, die
mit Rücksprüngen in dem Gehäuse (10) derart korrespondieren, dass das Einsatzstück
(220, 226) längs dieser Vorsprünge (266, 268), die für dieses Einsatzstück Längsführungen
darstellen, in das Gehäuse (10) einschiebbar ist,
- eine Kodiereinrichtung (30, 36, 38) ist vorhanden,
- diese Kodiereinrichtung (30, 36, 38) besitzt ein von der Stirnwand (16.1, 16.2)
des Gehäuses (10) wegstehendes Kragteil (30),
- an dem Kragteil (30) ist zumindest eine Haltevorrichtung (36, 38) für ein Kodierteil
vorhanden.
2. Gehäuse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Kragteil (30) außermittig zur Mittelebene (34) des Gehäuses (10) an der Stirnwand
(16.1, 16.2) auskragend vorhanden ist.
3. Gehäuse nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
- ein zweites Kragteil (32) mit einer Durchbohrung (46) außermittig zur Mittelebene
(34) des Gehäuses (10) an der Stirnwand (16.1, 16.2) vorhanden ist,
- die beiden Kragteile (30, 32) seitlich und höhenmäßig versetzt an der Stirnwand
(16.1,16.2) vorhanden sind.
4. Gehäuse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Haltevorrichtung für das Kodierteil zumindest eine Durchbohrung (36, 38) ist,
- das Kodierteil ein stabförmiges Glied ist, welches in der Durchbohrung (36,38) platzierbar
ist.
5. Gehäuse nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- zwei Schraubbohrungen (50, 52) vorhanden sind, in denen eine Kabelschelle (56) mit
ihren beiden Schellenenden innerhalb des Gehäuses anschraubbar (60,62) befestigbar
ist.
6. Gehäuse nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
- eine Schraubbohrung (50, 52) zum Befestigen einer Erdungsleitung vorhanden ist.
7. Gehäuse nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- eine mehrstufige Verzahnung (236) zwischen dem Einsatzstück (220, 226) und dem Gehäuse
(10) derart vorhanden ist, dass
- die quer zur Längsachse der Gehäuseöffnungen vorhandenen Seitenflächen (270, 272)
des zumindest einen Vorsprunges (266,268) jeweils eine auskragende Länge besitzen,
die aufsummiert mehr als doppelt so groß ist, wie die senkrecht zur Längsachse der
Gehäuseöffnung auskragende Länge L dieses Vorsprunges.
8. Gehäuse nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
- zumindest eine Längsrippe (280) und/oder eine Kragwölbung auf der Seitenfläche (270,
272,273) eines Vorsprunges (266, 268) vorhanden ist.
9. Gehäuse nach einem der Ansprüche 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
- zumindest zwei Vorsprünge (266, 268) auf einer Seitenwand (262) des Einsatzstückes
(220, 226) vorhanden sind.
10. Gehäuse nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
- eine Seitenfläche (270) von einem der mehreren Vorsprünge (266, 268) nicht parallel
verläuft zu der gegenüberliegenden Seitenfläche (272) dieses Vorsprunges.
11. Gehäuse nach einem der Ansprüche 7 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
- ein Vorsprung (266.3, 268.3) im Querschnitt schwalbenschwanzförmig oder trapezförmig
ausgebildet ist.
12. Gehäuse nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
- eine Querrippe (298) auf zumindest einer der nicht Vorsprünge aufweisenden Außenfläche
(296) des Einsatzstückes (220,226) vorhanden ist.
13. Gehäuse nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Querrippe (298) sich über die gesamte Außenseite (296) des Körpers (260) erstreckt.