| (19) |
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(11) |
EP 1 053 077 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.12.2002 Patentblatt 2002/49 |
| (22) |
Anmeldetag: 21.01.1999 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9900/396 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9903/9874 (12.08.1999 Gazette 1999/32) |
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| (54) |
STRAHLMITTEL-INJEKTORPISTOLE
ABRASIVE-MEDIUM EJECTOR GUN
PISTOLET EJECTEUR POUR AGENT DE GRENAILLAGE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE DK FR GB IT LI LU NL SE |
| (30) |
Priorität: |
04.02.1998 DE 19804233
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.11.2000 Patentblatt 2000/47 |
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Patentinhaber: Alfred Kärcher GmbH & Co. |
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71364 Winnenden (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SEITTER, Ralph
D-71522 Backnang (DE)
- SVOBODA, Bohumir
D-71522 Backnang (DE)
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| (74) |
Vertreter: Böhme, Ulrich, Dr. Dipl.-Phys. |
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Hoeger, Stellrecht & Partner
Uhlandstrasse 14c 70182 Stuttgart 70182 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 059 173 US-A- 3 828 478 US-A- 5 099 619
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US-A- 2 200 587 US-A- 4 057 940
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Strahlmittel-Injektorpistole mit getrennten Zufuhren
für Druckluft, Wasser und Strahlmittel und einem Auslaß für das mit Druckluft und
Wasser vermischte Strahlmittel, mit einer ersten Mischeinrichtung, in der der Druckluft
Wasser beigemischt wird, und mit einer zweiten Mischeinrichtung, in der dem Druckluft-Wassergemisch
das Strahlmittel beigemischt wird.
[0002] Aus der DE 90 00 178 U1 ist eine Injektorpistole bekannt, bei welcher Luft und Strahlmittel
in der Pistole vermischt werden, anschließend wird diesem trockenen Luft/Strahlmittelgemisch
Wasser hinzugefügt. Es hat sich herausgestellt, daß bei einer solchen Anordnung eine
vollständige und zuverlässige Durchmischung nur schwer zu erreichen ist.
[0003] In der US-A-5 099 619 ist eine Vorrichtung zur Abgabe von befeuchtetem Strahlmittel
beschrieben, bei welcher in einen Preßluftstrom über eine verschließbare Wasserleitung
Wasser eingespritzt wird, dieses Wasser-Luft-Gemisch wird dann in einer Mischkammer
mit einem Strahlmittel vermischt. Es ist dabei ohne weiteres möglich, daß die Wasserzufuhr
geöffnet ist, bevor die Luftzufuhr eingeschaltet wird, da diese völlig unabhängig
voneinander betätigt werden. Es besteht somit die Gefahr, daß das Strahlmittel nicht
nur angefeuchtet wird, sondern durch die Vermischung mit einem reinen Wasserstrom
durchnäßt wird.
[0004] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt dem Anmeldegegenstand die Aufgabe zugrunde,
zu verhindern, daß unzerstäubtes Wasser in die Pistole eintritt und nasses, statt
angefeuchtetes Strahlmittel abgegeben wird.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einer Strahlmittel-Injektorpistole der eingangs beschriebenen
Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Druckluftzufuhr und die Wasserzufuhr mit
Schließventilen verschlossen sind und daß eine Öffnungsvorrichtung für diese Schließventile
vorgesehen ist, die das Schließventil der Wasserzufuhr nur öffnet, wenn das Schließventil
der Druckluftzufuhr geöffnet ist.
[0006] Eine solche Öffnungsvorrichtung stellt sicher, daß eine Wasserförderung nur einsetzt,
wenn ein Druckluftstrom vorliegt, es ist also ausgeschlossen, daß flüssiges, nicht
zerstäubtes Wasser in die Pistole eintritt. Es ist dadurch auch gewährleistet, daß
das durch die Pistole strömende Treibmittel im Ansaugbereich der Strahlmittelpartikel
Wasser nur in einer Menge enthält, die zu einer sehr feinen Zerstäubung führt, so
daß kein nasses Strahlmittel abgegeben wird, sondern nur angefeuchtetes.
[0007] Günstig ist es, wenn die erste Mischeinrichtung ein Injektor mit dem Druckluftstrom
als Treibmittelstrom ist. In einem solchen Injektor kann das Wasser dem Druckluftstrom
beigemischt werden, vorzugsweise kann hier Wasser mit Leitungsnetzdruck verwendet
werden, also mit einem Druck von beispielsweise 6 bis 12 bar.
[0008] Es kann weiterhin vorgesehen sein, daß die zweite Mischeinrichtung ein Injektor mit
dem Druckluft/Wasserstrom als Treibmittelstrom ist. Ein solcher Injektor führt zu
einer besonders gleichmäßigen Vermischung des Druckluft/Wasserstromes einerseits mit
dem Treibmittelstrom andererseits und damit zu dem gewünschten Umhüllungseffekt der
einzelnen Strahlmittelpartikel.
[0009] Vorteilhaft ist es, wenn die Öffnungsvorrichtung ein bewegbares Betätigungselement
umfaßt, welches bei einer Öffnungsbewegung zuerst das Schließventil der Druckluftzufuhr
und danach das Schließventil der Wasserzufuhr öffnet. Ein solches Betätigungselement
stellt sicher, daß immer zuerst die Druckluftzufuhr geöffnet ist, und erst dann die
Wasserzufuhr geöffnet wird, wenn die Druckluftzufuhr bereits offen ist.
[0010] Es ist weiterhin vorteilhaft, wenn die Öffnungspunkte der beiden Schließventile längs
der Öffnungsbewegung des Betätigungselementes verstellbar sind. Dadurch wird die Möglichkeit
gegeben, auch bei baulichen Toleranzen das zeitlich aufeinanderfolgende Öffnen der
Schließventile sicherzustellen. Außerdem kann bei einer fortschreitenden Öffnung des
Schließventils in der Druckluftleitung gewählt werden, bei welcher Stärke des Druckluftstromes
die Wasserzufuhr einsetzen soll.
[0011] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, daß die Wirkverbindung zwischen
dem Betätigungselement und dem Schließventil der Wasserzufuhr wahlweise ein- und ausschaltbar
ist, so daß das Betätigungselement das Schließventil der Wasserzufuhr bei seiner Öffnungsbewegung
entweder nach dem Schließventil der Druckluftzufuhr öffnet oder aber dauerhaft verschlossen
hält. Der Benutzer hat somit die Wahl, ob er bei Betätigung des Betätigungselementes
einen Druckluftstrom erzeugen will, dem Wasser beigemischt wird, oder einen vollständig
trockenen Druckluftstrom. Wenn er die Wasserzufuhr wünscht, wird diese auf jeden Fall
erst geöffnet, wenn der Druckluftstrom geöffnet ist, wenn dagegen eine Wasserzufuhr
nicht gewünscht wird, wird durch die Betätigung des Betätigungselementes nur das Schließventil
der Druckluftzufuhr geöffnet, nicht jedoch das Schließventil der Wasserzufuhr.
[0012] Es kann dabei insbesondere vorgesehen sein, daß zum Ein- oder Ausschalten der Wirkverbindung
ein Bewegungsübertragungsglied vorgesehen ist, das in eingeschaltetem Zustand die
Bewegung des Betätigungselementes auf das Schließventil der Wasserzufuhr überträgt,
im ausgeschalteten Zustand jedoch so positioniert wird, daß eine solche Bewegungsübertragung
nicht möglich ist.
[0013] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist dabei vorgesehen, daß das Bewegungsübertragungsglied
ein in einer Führung verschieblich gelagerter Stößel ist, der im eingeschalteten Zustand
ein Schubübertragungsglied zwischen dem Betätigungselement und dem Schließventil der
Wasserzufuhr bildet.
[0014] Insbesondere kann die Führung mit dem Stößel in der Pistole zwischen einer eingeschalteten
und einer ausgeschalteten Position verschiebbar sein. Wenn sich der Stößel in der
Übertragungsposition befindet, kann er eine Schubbewegung auf das Schließventil übertragen,
wenn er dagegen aus dieser Übertragungsposition herausbewegt ist, ist die Kraftübertragung
zwischen Betätigungselement und Schließventil der Wasserzufuhr unterbrochen, so daß
auch bei einer Bewegung des Betätigungselementes keine Öffnung des Schließventils
der Wasserzufuhr erfolgt.
[0015] Es ist vorteilhaft, wenn das Betätigungselement zur Öffnung des Schließventils der
Wasserzufuhr mit einem Mitnehmer an einem Anschlag des Schließventils zur Anlage kommt
und wenn am Beginn der Öffnungsbewegung des Betätigungselements ein Abstand zwischen
Mitnehmer und Anschlag besteht, der sich bei der Öffnungsbewegung des Betätigungselementes
bis zur Anlage reduziert. Dadurch ist sichergestellt, daß das Schließventil der Wasserzufuhr
bei Beginn der Öffnungsbewegung des Betätigungselementes noch nicht geöffnet wird,
sondern daß diese Öffnung erst beginnt, wenn das Betätigungselement bereits einen
Teil seiner Öffnungsbewegung hinter sich gebracht hat.
[0016] Insbesondere kann der anfängliche Abstand des Mitnehmers von dem Anschlag einstellbar
sein, so daß auch wählbar ist, wann längs der Öffnungsbewegung des Betätigungselementes
die Öffnung des Schließventils der Wasserzufuhr erfolgt.
[0017] Bei einer bevorzugten Ausführung ist vorgesehen, daß der Mitnehmer ein in einer pistolenfesten
Führung gelagerter Stößel ist, der gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines entfernbaren
Stößels eine Schubkraft auf einen Ventilkörper des Schließventils der Wasserzufuhr
überträgt.
[0018] Es ist vorteilhaft, wenn in der Wasserzufuhr ein Dosierventil angeordnet ist, so
daß der Benutzer wählen kann, wie stark der Druckluftstrom angefeuchtet wird.
[0019] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, daß der maximale Öffnungsquerschnitt
des Schließventils der Druckluftzufuhr einstellbar ist. Der Benutzer hat damit die
Möglichkeit, die Stärke des Druckluftstromes einzustellen.
[0020] Insbesondere kann vorgesehen sein, daß die Öffnungsvorrichtung des Schließventils
der Druckluftzufuhr ein bewegbares Betätigungselement umfaßt, welches bei seiner Öffnungsbewegung
das Schließventil der Druckluftzufuhr so öffnet, daß dessen Öffnungsquerschnitt bis
zum Ende der Öffnungsbewegung des Betätigungselementes kontinuierlich zunimmt, und
daß der Beginn der Öffnung des Schließventils längs der Öffnungsbewegung des Betätigungselementes
verstellbar ist, so daß bis zum Ende der Öffnungsbewegung des Betätigungselements
ein unterschiedlicher Öffnungsquerschnitt des Schließventils erreichbar ist.
[0021] Dies läßt sich insbesondere dadurch erreichen, daß das Betätigungselement einen Mitnehmer
aufweist, der an einem verstellbaren Anschlag des Schließventils anliegt. Bei einer
bevorzugten Ausführungsform kann dieser Anschlag auf einen Zugstab aufgeschraubt sein,
der mit einem Ventilkörper des Schließventils der Druckluftzufuhr verbunden ist.
[0022] Es ist dabei vorteilhaft, wenn der Anschlag zwischen zwei Endlagen verstellbar ist,
insbesondere können diese Endlagen ihrerseits verstellbar sein.
[0023] Durch das Vorsehen dieser Endlagen wird sichergestellt, daß die Öffnung des Schließventils
der Druckluftzufuhr nicht so weit verzögert wird, daß diese Öffnung erst gleichzeitig
oder gar später als die Öffnung des Schließventils der Wasserzufuhr erfolgt.
[0024] Beispielsweise kann eine Endlage durch eine auf den Zugstab aufgeschraubte Mutter
bestimmt werden, die die Schraubbewegung des auf den Zugstab aufgeschraubten Anschlags
begrenzt.
[0025] Weiterhin kann vorgesehen sein, daß eine andere Endlage durch einen in den Anschlag
eingeschraubten Gewindestopfen bestimmt wird, an den der Zugstab bei der Schraubbewegung
des Anschlages stirnseitig anschlägt.
[0026] Grundsätzlich kann das Betätigungselement an der Pistole beliebig ausgebildet sein,
vorteilhaft ist jedoch die Ausbildung als Schwenkhebel.
[0027] In diesem Falle ist es günstig, wenn der Schwenkhebel zwischen zwei in der Pistole
parallel zueinander verschiebbar gelagerten Schubelementen drehbar gelagert ist und
die Schubelemente bei seiner Schwenkbewegung in entgegengesetzte Richtung verschiebt
und wenn die Schwenkelemente die Schließelemente der Druckluftzufuhr bzw. der Wasserzufuhr
dabei öffnen. Es ergibt sich dann eine sehr platzsparende Anordnung für die getrennten
mit Schließventilen versehenen Zufuhren.
[0028] Bei einer bevorzugten Ausführungsform kann weiterhin vorgesehen sein, daß in der
Strahlmittelzufuhr eine dosiert verschließbare Falschluftöffnung angeordnet ist, so
daß auch die Menge des durch einen bestimmten Druckluft/Wasserstrom angesaugten Strahlmittels
zu dosieren ist.
[0029] Die nachfolgende Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung dient
im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine Längsschnittansicht durch eine Injektorpistole;
- Figur 2:
- eine Teillängsschnittansicht der Pistole der Figur 1 mit verschlossenen Schließventilen
für Druckluftzufuhr und Wasserzufuhr;
- Figur 3:
- eine Ansicht ähnlich Figur 2 mit geöffneten Schließventilen für Druckluftzufuhr und
Wasserzufuhr;
- Figur 4:
- eine Schnittansicht längs Linie 4-4 in Figur 2 und
- Figur 5:
- eine Schnittansicht längs Linie 5-5 in Figur 2.
[0030] Die in der Zeichnung dargestellte Injektorpistole 1 umfaßt ein zweischaliges Gehäuse
2 mit zwei nach unten abstehenden Griffen 3, 4, die an ihren freien Enden über einen
Steg 5 miteinander verbunden sind.
[0031] Im Inneren des Gehäuses 2 ist ein Ventilblock 6 angeordnet, der eine sich stufig
erweiternde Sacklochbohrung 7 aufweist. In diese Sacklochbohrung ist an einer Stufe
anliegend ein ringförmiger Ventilsitz 8 eingeschoben, der mit einem in der Sacklochbohrung
7 längsverschieblich geführten Ventilkörper 9 zusammenwirkt. Dieser Ventilkörper 9
ist mit einer Betätigungsstange 10 verbunden, die durch eine Längsbohrung 11 am Ende
der Sacklochbohrung 7 aus dem Ventilblock 6 austritt und die im Inneren der Sacklochbohrung
7 von einer Schraubenfeder 12 umgeben wird, welche sich am Boden der Sacklochbohrung
7 abstützend den Ventilkörper 9 dichtend gegen den Ventilsitz 8 verschiebt.
[0032] Der Ventilkörper 9 und der Ventilsitz 8 bilden zusammen ein Schließventil 13 aus
für einen Druckluftstrom, der über eine durch den vorderen Griff 3 hindurchführende
Druckluftleitung 14 in den hinteren Teil der Sacklochbohrung 7 eintritt. Die durch
diese Druckluftleitung 14 von einer in der Zeichnung nicht dargestellten Druckluftquelle
zugeführte Druckluft kann bei geöffnetem Schließventil 13 durch den vorderen Teil
der Sacklochbohrung 7 abströmen.
[0033] In diesen vorderen Teil der Sacklochbohrung 7 ist ein hülsenförmiger Einsatz 15 eingesteckt,
der aus dem Gehäuse 2 hervorsteht und dort eine rohrförmige Verlängerung 16 trägt,
in die ein Düsenkörper 17 mit einer sich verengenden Durchgangsöffnung 18 eingesetzt
ist.
[0034] Die rohrförmige Verlängerung 16 umgibt zwischen dem Einsatz 15 und dem im Abstand
dazu angeordneten Düsenkörper 17 eine zylindrische Mischkammer 19, in die im wesentlichen
radial eine Zufuhrleitung 20 für ein Strahlmittel einmündet, beispielsweise für Sand.
Auf dieser Zufuhrleitung 20 ist eine Hülse 21 längsverschieblich gelagert, die in
einer Stellung eine Falschluftöffnung 22 in der Wand der Zufuhrleitung 20 verschließt,
in der anderen Stellung diese jedoch freigibt und somit eine Verbindung des Innenraums
der Zufuhrleitung 20 zur Umgebung schafft.
[0035] In die Mischkammer 19 mündet außerdem ein den Einsatz 15 durchsetzendes und über
dessen Ende in die Mischkammer 19 vorstehendes Rohrstück 23 ein, welches die Mischkammer
19 in Längsrichtung über einen großen Teil ihrer Länge durchsetzt. Dieses Rohrstück
23 bildet einen Injektor aus. Bei geöffnetem Schließventil 13 strömt Druckluft durch
die Druckluftleitung 14 und das Rohrstück 23 hindurch und tritt schließlich durch
die Durchgangsöffnung 18 aus der Pistole aus. Der dadurch ausgebildete Druckluftstrom
reißt in der als Injektor ausgebildeten Mischkammer 19 Strahlmittelpartikel aus der
Zufuhrleitung 20 mit, die sich mit der Druckluft gleichmäßig vermischen und schließlich
mit dieser gemeinsam als homogene Mischung durch den Düsenkörper 17 austreten.
[0036] In der Sacklochbohrung 7 wird zwischen dem ringförmigen Ventilsitz 8 einerseits und
dem im Abstand dazu endenden Einsatz 15 andererseits eine zweite Mischkammer 24 ausgebildet,
in die seitlich eine Zufuhrleitung 25 für Wasser einmündet. Unmittelbar neben dem
ringförmigen Ventilsitz 8 ist in die Mischkammer 24 ein ringförmiger Einsatz 26 eingesetzt,
dessen zentrale Öffnung sich in Strömungsrichtung des Druckluftstromes verengt, so
daß dadurch auch im Bereich der Mischkammer 24 ein Injektor ausgebildet wird, der
bei Durchströmung mit Druckluft durch die Zufuhrleitung 25 gefördertes Wasser ansaugt
und im Bereich des nachfolgenden Rohrstückes 23 homogen mit dem Druckluftstrom vermischt.
Das Wasser wird dabei vernebelt und zu kleinsten Tröpfchen zerrissen, so daß im Bereich
der Mischkammer 19 ein Treibmittelstrom anfällt, der aus befeuchteter Druckluft besteht,
in der kleinste Tröpfchen homogen in einem Druckluftstrom verteilt sind.
[0037] In die Zufuhrleitung 25 für das Wasser ist kurz vor der Einmündung in die Mischkammer
24 in einer quer zur Zufuhrleitung 25 verlaufenden konischen Bohrung 27 ein ebenfalls
konischer Schließkörper 28 eingesetzt, der beim vollständigen Eintauchen in die konische
Bohrung 27 die Zufuhrleitung 25 verschließt und der beim Herausziehen aus der konischen
Bohrung 27 die Zufuhrleitung 25 mit zunehmendem Querschnitt freigibt, der Schließkörper
28 bildet somit ein Dosierventil in der Zufuhrleitung 25 aus. Zur Verschiebung des
Schließkörpers 28 in der konischen Bohrung 27 ist dieser mit einer seitlich aus dem
Gehäuse 2 austretenden Welle 29 verbunden, die in eine seitliche Gewindebohrung 30
des Ventilblockes 6 eingeschraubt ist und die mittels eines Drehgriffes 31 mehr oder
weniger tief in die Gewindebohrung 30 eingeschraubt werden kann. Der Schließkörper
28 ist gegenüber der Gewindebohrung 30 durch eine Ringdichtung 32 abgedichtet, die
in eine Umfangsnut 33 der Welle 29 eingelegt ist (Figur 4).
[0038] Parallel zu der Sacklochbohrung 7 ist im Ventilblock 6 eine weitere sich ebenfalls
zur Vorderseite hin stufig erweiternde Sacklochbohrung 34 angeordnet, aus der im Bereich
des verschlossenen Endes die Zufuhrleitung 25 für Wasser austritt. In einem weiter
vorne gelegenen Bereich der Sacklochbohrung 34 mündet in diese eine im Ventilblock
6 angeordnete Bohrung 35 ein, die ihrerseits mit einer winkelig dazu verlaufenden
Bohrung 36 im Ventilblock in Verbindung steht (Figur 4). Diese Bohrung 36 steht mit
einem Wasseranschluß 37 an der Unterseite des Ventilblockes 6 in Verbindung (Figuren
1 bis 3).
[0039] Die Sacklochbohrung 34 ist mittels eines Gewindestopfens 38 verschlossen und nimmt
ein Schließventil 39 mit einem ringförmigen Ventilsitz 40 und einem in der Sacklochbohrung
längsverschieblich gelagerten Ventilkörper 41 auf. Dieser wird durch eine sich am
Gewindestopfen 38 abstützende Schraubenfeder 42 gegen den Ventilsitz 40 gedrückt und
kann von diesem durch eine Betätigungsstange 43 abgehoben werden, die mit dem Ventilkörper
41 einstückig verbunden ist und die durch eine Längsbohrung 44 im Boden der Sacklochbohrung
34 aus dem Ventilblock 6 abgedichtet herausragt. Solange der Ventilkörper 41 dichtend
am Ventilsitz 40 anliegt, ist die Wasserzufuhr zur Mischkammer 24 unterbrochen, wird
der Ventilkörper 41 jedoch gegen die Wirkung der Schraubenfeder 42 von diesem Ventilsitz
40 abgehoben, kann Wasser vom Wasseranschluß 37 über die Bohrungen 36 und 35 und die
Sacklochbohrung 34 zu der Zufuhrleitung 25 gelangen und von dort in die Mischkammer
24.
[0040] Die Betätigung der beiden Schließventile 13 und 39 erfolgt über einen Schwenkhebel
45, der im Innern des Gehäuses 2 verschwenkbar gelagert ist und der zwischen den Griffen
3 und 4 nach unten aus dem Gehäuse 2 heraussteht. Die Schwenklagerung 46 ist dabei
zwischen den Längsachsen der Sacklochbohrung 7 einerseits und der Sacklochbohrung
34 andererseits angeordnet, die Schwenkachse verläuft senkrecht zu diesen Längsachsen.
[0041] Die Betätigungsstange 10 des Ventilkörpers 9 durchsetzt den Schwenkhebel 45 mit Spiel
und ragt am hinteren Ende des Gehäuses 2 aus diesem heraus. Auf ein Außengewinde 47
dieser Betätigungsstange 10 ist eine Hülse 48 aufgeschraubt, die im Gehäuse 2 in Richtung
der Betätigungsstange 10 verschieblich gelagert ist und die im Innern des Gehäuses
2 von einer Schraubenfeder 49 umgeben wird, die sich über Abstützscheiben 50, 51 einerseits
am Gehäuse 2 und andererseits am Schwenkhebel 45 abstützt. Diese Schraubenfeder 49
hält den Schwenkhebel 45 in einer vorderen Ruhestellung, er kann entgegen der Wirkung
dieser Schraubenfeder 49 in eine Öffnungsstellung verschwenkt werden, die durch Anschlag
des Schwenkhebels 45 am Gehäuse 2 begrenzt wird. In der Ruhestellung läßt sich der
Schwenkhebel 45 durch einen einschwenkbaren Riegel 52 festlegen, der an dem Steg 5
zwischen den beiden Griffen 3 und 4 gelagert ist.
[0042] Die Hülse 48 tritt die Betätigungsstange 10 umgebend ebenfalls aus dem Gehäuse 2
hervor und erweitert sich in diesem Bereich napfartig. In diese napfartige Erweiterung
53 ist ein Gewindestopfen 54 eingeschraubt, dessen Einschraubtiefe durch eine auf
den Gewindestopfen 54 aufgeschraubte Kontermutter 55 fixiert werden kann. Die napfförmige
Erweiterung 53 und der Gewindestopfen 54 umgeben einen Innenraum 56, in den das Ende
der Betätigungsstange 10 hineinragt. Auf dieses Ende sind zwei Muttern 57, 58 aufgeschraubt,
die zur Fixierung ihrer Lage auf der Betätigungsstange 10 als Kontermuttern gegeneinander
gedreht sind.
[0043] Die Hülse 48 bildet mit ihrer dem Schwenkhebel 45 zugewandten Stirnseite 59 einen
Anschlag, an dem der Schwenkhebel 45 anliegt, wenn er in Öffnungsstellung verschwenkt
wird. Er nimmt dabei die Hülse 48 mit und verschiebt diese aus dem Gehäuse 2 heraus,
wobei diese gleichzeitig die in sie eingeschraubte Betätigungsstange 10 mitnimmt und
damit den Ventilkörper 9 vom Ventilsitz 8 abhebt. Die Hülse 48 kann auf dem Außengewinde
47 der Betätigungsstange 10 verdreht werden, so daß die Position der Hülse 48 relativ
zur Betätigungsstange 10 veränderbar ist. Dies hat einen Einfluß darauf, wie stark
der Ventilkörper 9 bei einer bestimmten Stellung des Schwenkhebels 45 vom Ventilsitz
8 abgehoben wird, durch das Verschrauben der Hülse 48 und die axiale Verschiebung
der Hülse 48 auf der Betätigungsstange 10 kann also der Öffnungsquerschnitt des Schließventils
13 bei einer bestimmten Stellung des Schwenkhebels 45 variiert werden. Um die Hülse
48 auf dem Außengewinde 47 verschrauben zu können, wird der Außenumfang 60 der Erweiterung
43 bevorzugt gerändelt oder geriffelt ausgeführt.
[0044] Die Verschiebung der Hülse 48 relativ zur Betätigungsstange 10 wird jedoch in beiden
Richtungen begrenzt, und zwar in einer Richtung durch das Anschlagen der Stirnseite
61 der Betätigungsstange 10 am Gewindestopfen 54 und in der anderen Richtung durch
das Anschlagen der Mutter 58 am Boden der napfförmigen Erweiterung 53. Diese Anschläge
können durch Verschraubung der Mutter 58 und Verschraubung des Gewindestopfens 54
in ihrer Position verändert werden, sie bleiben jedoch nach einer Erst-einstellung
üblicherweise unverändert.
[0045] Parallel zur Betätigungsstange 10 ist in der Verlängerung der Sacklochbohrung 34
ein stabförmiger Stößel 62 verschiebbar im Gehäuse 2 gelagert, der mit dem Schwenkhebel
45 durch einen seitlichen Mitnehmer 63 verbunden ist und beim Verschwenken des Schwenkhebels
45 in Längsrichtung verschoben wird, und zwar gegenläufig zur Verschieberichtung der
Betätigungsstange 10.
[0046] An seinem vorderen Ende trägt der Stößel 62 eine hutförmige Mutter 64, die auf ein
in der Zeichnung nicht dargestelltes Außengewinde des Stößels 62 aufgeschraubt ist
und die dort mittels einer Kontermutter 65 festgelegt wird. Dabei kann die Mutter
64 verschieden tief auf den Stößel 62 aufgeschraubt sein, so daß eine stirnseitige
Mitnahmefläche 66 der Mutter 64 in ihrer Position längs des Stößels 62 unterschiedlich
eingestellt werden kann.
[0047] In einem Führungsblock 67 ist ein weiterer Stößel 68 längsverschieblich gelagert,
dessen eines Ende 69 der Mitnehmerfläche 66 und dessen anderes Ende 70 dem Ende der
Betätigungsstange 43 des Schließventils 39 gegenüberliegt. Dieser Stößel 68 dient
dazu, die Bewegung des Stößels 62 auf die Betätigungsstange 43 zu übertragen. Wenn
der Stößel 62 durch den Schwenkhebel 45 verschoben wird, legt sich die Mitnehmerfläche
66 an den Stößel 68 an und verschiebt diesen ebenfalls, so daß dieser die Betätigungsstange
43 verschiebt und den Ventilkörper 41 vom Ventilsitz 40 abhebt.
[0048] Die Mitnehmerfläche 66 wird so positioniert, daß zwischen ihr und dem Stößel 68 ein
Zwischenraum verbleibt, wenn der Schwenkhebel 45 in Ruhestellung steht (Figur 2).
[0049] Dies führt dazu, daß beim Verschwenken des Schwenkhebels 45 aus der Ruhestellung
heraus in die Offenstellung zunächst nur das Schließventil 13 für die Druckluft geöffnet
wird, während das Schließventil 39 für das Wasser geschlossen bleibt. Erst nach Öffnung
des Schließventils für die Druckluft gelangt die Mitnehmerfläche 66 an den Stößel
68 und kann nunmehr das Schließventil 39 für das Wasser öffnen. Es ist dadurch gewährleistet,
daß in jedem Öffnungsfall das Schließventil 13 für die Druckluft vor dem Schließventil
39 für das Wasser geöffnet wird, und auch beim Schließen wird zunächst das Schließventil
39 für das Wasser geschlossen und erst dann das Schließventil 13 für die Druckluft.
Es ist damit ausgeschlossen, daß Wasser in flüssiger Form in die Mischkammer 19 gelangt,
in die Mischkammer 19 kann nur trockene oder angefeuchtete Druckluft einströmen.
[0050] Der Gehalt des einströmenden Wassers kann mittels des Drehgriffes 31 eingestellt
werden, durch den der Schließkörper 28 mehr oder weniger tief in die konische Bohrung
27 eingeschoben wird, die Menge der einströmenden Druckluft kann durch Verdrehen der
Hülse 48 auf dem Außengewinde 47 eingestellt werden, und die Menge der angesaugten
Strahlmittelpartikel kann durch die Hülse 21 verstellt werden, die die Falschluftöffnungen
22 schließt oder mehr oder weniger weit öffnet.
[0051] Bei jedem Verschwenken des Schwenkhebels 45 in die Offenstellung wird also auf diese
Weise angefeuchtete Druckluft als Treibmittel zur Verfügung gestellt.
[0052] Zusätzlich ist es auch möglich, die Injektorpistole 1 mit trockener Druckluft zu
betreiben, also ohne Zufuhr von Wasser.
[0053] Dies wäre grundsätzlich erreichbar durch vollständiges Einschrauben des Schließkörpers
28 in die konische Bohrung 27, jedoch ist bei der beschriebenen Ausführungsform eine
spezielle Vorrichtung vorgesehen, um die Wasserzufuhr zu unterbinden.
[0054] Der Führungsblock 67 mit dem Stößel 68 ist nämlich quer zur Längsrichtung des Stößels
68 am Gehäuse 2 verschiebbar gelagert und kann in den jeweiligen Endstellungen der
Verschiebung festgelegt werden. Die Verschiebung erfolgt dabei durch seitliche Zapfen
71 an gegenüberliegenden Stirnseiten des Führungsblockes 67, die aus dem Gehäuse 2
seitlich hervorstehen (Figur 5). Zur Festlegung des Führungsblockes 67 in den jeweiligen
Endstellungen ist im Führungsblock 67 eine durch eine Schraubenfeder 72 belastete
Kugel 73 in einer Sacklochbohrung 74 gelagert, die von der Schraubenfeder 72 gegen
eine Querwand 75 des Gehäuses 2 an der Unterseite des Führungsblockes 67 gedrückt
wird. In dieser Querwand 75 befinden sich nebeneinander zwei Mulden 76, 77, in die
die Kugel 73 beim Erreichen der jeweiligen Endstellungen eingeschoben wird, so daß
in den beiden Endstellungen des Führungsblockes 67 elastische Rastfixierungen eintreten.
Diese Fixierung ist durch einen kräftigen Druck auf die seitlichen Zapfen 71 aufhebbar.
[0055] In der einen Endstellung des Führungsblockes 67 ist der Stößel 68 in der beschriebenen
Weise mit dem Stößel 62 einerseits und der Betätigungsstange 43 andererseits ausgerichtet,
kann also in der beschriebenen Weise die Bewegung des Stößels 62 auf die Betätigungsstange
43 übertragen.
[0056] In der anderen Endstellung jedoch ist der Stößel 68 seitlich verschoben, so daß die
Mitnehmerfläche 66 bei Verschiebung des Stößels 62 diese Verschiebebewegung nicht
auf die Betätigungsstange 43 übertragen kann, das Schließventil 39 bleibt also in
jedem Falle unter der Wirkung der Schraubenfeder 42 geschlossen. In dieser Stellung
des Führungsblockes 67 wird also bei Betätigung des Schwenkhebels 45 nur die Druckluftzufuhr
geöffnet, dem Treibmittel wird kein Wasser zugemischt.
1. Strahlmittel-Injektorpistole mit getrennten Zufuhren für Druckluft (14), Wasser (37)
und Strahlmittel (20) und einem Auslaß (17) für das mit Druckluft und Wasser vermischte
Strahlmittel, mit einer ersten Mischeinrichtung (24), in der der Druckluft Wasser
beigemischt wird, und mit einer zweiten Mischeinrichtung (19), in der dem Druckluft-Wassergemisch
das Strahlmittel beigemischt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluftzufuhr (14) und die Wasserzufuhr (37) mit Schließventilen (13; 39) verschlossen
sind und daß eine Öffnungsvorrichtung (45) für diese Schließventile vorgesehen ist,
die das Schließventil (39) der Wasserzufuhr (37) nur öffnet, wenn das Schließventil
(13) der Druckluftzufuhr (14) geöffnet ist.
2. Pistole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Mischeinrichtung (24) ein Injektor mit dem Druckluftstrom als Treibmittelstrom
ist.
3. Pistole nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Mischeinrichtung (19) ein Injektor mit dem Druckluft/Wasserstrom als Treibmittelstrom
ist.
4. Pistole nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungsvorrichtung ein bewegbares Betätigungselement (45) umfaßt, welches bei
einer Öffnungsbewegung zuerst das Schließventil (13) der Druckluftzufuhr (14) und
danach das Schließventil (39) der Wasserzufuhr (37) öffnet.
5. Pistole nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungspunkte der beiden Schließventile (13, 39) längs der Öffnungsbewegung
des Betätigungselementes (45) verstellbar sind.
6. Pistole nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Wirkverbindung (66, 68, 44) zwischen dem Betätigungselement (45) und dem Schließventil
(39) der Wasserzufuhr (37) wahlweise ein- und ausschaltbar ist, so daß das Betätigungselement
(45) das Schließventil (39) der Wasserzufuhr (37) bei seiner Öffnungsbewegung entweder
nach dem Schließventil (13) der Druckluftzufuhr (14) öffnet oder aber dauerhaft verschlossen
hält.
7. Pistole nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ein- oder Ausschalten der Wirkverbindung ein Bewegungsübertragungsglied (68)
vorgesehen ist, das im eingeschalteten Zustand die Bewegung des Betätigungselementes
(45) auf das Schließventil (39) der Wasserzufuhr (37) überträgt, im ausgeschalteten
Zustand jedoch so positioniert wird, daß eine solche Bewegungsübertragung nicht möglich
ist.
8. Pistole nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Bewegungsübertragungsglied ein in einer Führung (67) verschieblich gelagerter
Stößel (68) ist, der im eingeschalteten Zustand ein Schubübertragungsglied zwischen
dem Betätigungselement (45) und dem Schließventil (39) der Wasserzufuhr (37) bildet.
9. Pistole nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung (67) mit dem Stößel (68) in der Pistole (18) zwischen einer eingeschalteten
und einer ausgeschalteten Position verschiebbar ist.
10. Pistole nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet daß das Betätigungselement (45) zur Öffnung des Schließventils (39) der Wasserzufuhr
(37) mit einem Mitnehmer (66) an einem Anschlag (69) des Schließventils (39) zur Anlage
kommt und daß am Beginn der Öffnungsbewegung des Betätigungselementes (45) ein Abstand
zwischen Mitnehmer (66) und Anschlag (69) besteht, der sich bei der Öffnungsbewegung
des Betätigungselementes (45) bis zur Anlage reduziert.
11. Pistole nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der anfängliche Abstand des Mitnehmers (66) von dem Anschlag (69) einstellbar ist.
12. Pistole nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmer ein in einer pistolenfesten Führung gelagerter Stößel (62, 66) ist,
der gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines entfernbaren Stößels (68) eine Schubkraft
auf einen Ventilkörper (41, 44) des Schließventils (39) der Wasserzufuhr (37) überträgt.
13. Pistole nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der Wasserzufuhr (37) ein Dosierventil (27, 28) angeordnet ist.
14. Pistole nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der maximale Öffnungsquerschnitt des Schließventils (13) der Druckluftzufuhr (14)
einstellbar ist.
15. Pistole nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungsvorrichtung des Schließventils (13) der Druckluftzufuhr (14) ein bewegbares
Betätigungselement (45) umfaßt, welches bei seiner Öffnungsbewegung das Schließventil
(13) der Druckluftzufuhr (14) so öffnet, daß dessen Öffnungsquerschnitt bis zum Ende
der Öffnungsbewegung des Betätigungselementes (45) kontinuierlich zunimmt, und daß
der Beginn der Öffnung des Schließventils (13) längs der Öffnungsbewegung des Betätigungselementes
(45) verstellbar ist, so daß bis zum Ende der Öffnungsbewegung des Betätigungselementes
(45) ein unterschiedlicher Öffnungsquerschnitt des Schließventils (13) erreichbar
ist.
16. Pistole nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement (45) einen Mitnehmer aufweist, der an einem verstellbaren
Anschlag (48, 59) des Schließventils (13) anliegt.
17. Pistole nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (48, 59) auf einen Zugstab (10) aufgeschraubt ist, der mit einem Ventilkörper
(9) des Schließventils (13) der Druckluftzufuhr (14) verbunden ist.
18. Pistole nach einem der Ansprüche 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (48, 59) zwischen zwei Endlagen verstellbar ist.
19. Pistole nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Endlagen ihrerseits verstellbar sind.
20. Pistole nach den Ansprüchen 17, 18 und 19, dadurch gekennzeichnet, daß eine Endlage durch eine auf den Zugstab (10) aufgeschraubte Mutter (58) bestimmt
wird, die die Schraubbewegung des auf den Zugstab (10) aufgeschraubten Anschlages
(48, 59) begrenzt.
21. Pistole nach einem der Ansprüche 17, 18 und 19 und gegebenenfalls 20, dadurch gekennzeichnet, daß eine Endlage durch einen in den Anschlag (48) eingeschraubten Gewindestopfen (54)
bestimmt wird, an den der Zugstab (10) bei der Schraubbewegung des Anschlages (48)
stirnseitig anschlägt.
22. Pistole nach einem der Ansprüche 4 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement ein Schwenkhebel (45) ist.
23. Pistole nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkhebel (45) zwischen zwei in der Pistole (1) parallel zueinander verschiebbar
gelagerten Schubelementen (10, 62) drehbar gelagert ist und die Schubelemente (10,
62) bei seiner Schwenkbewegung in entgegengesetzter Richtung verschiebt und daß die
Schubelemente (10, 62) die Schließventile (13 bzw. 39) der Druckluftzufuhr bzw. der
Wasserzufuhr dabei öffnen.
24. Pistole nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der Strahlmittelzufuhr (20) eine dosiert verschließbare Falschluftöffnung (22)
angeordnet ist.
1. An abrasive-medium injector gun having separate feeds for compressed air (14), water
(37) and abrasive medium (20) and an outlet (17) for the abrasive medium mixed with
compressed air and water, having a first mixing-device (24) in which water is added
to the compressed air, and having a second mixing-device (19) in which the abrasive
medium is added to the compressed air and water mixture, characterised in that the compressed-air feed (14) and the water feed (37) are closed by closing valves
(13; 39), and in that an opening device (45) for these closing valves is provided, this opening device
only opening the closing valve (39) of the water feed (37) when the closing valve
(13) of the compressed-air feed (14) is open.
2. A gun according to Claim 1, characterised in that the first mixing-device (24) is an injector with the compressed-air flow as the motive-agent
flow.
3. A gun according to Claim 1 or 2, characterised in that the second mixing-device (19) is an injector with the flow of compressed air and
water as the motive-agent flow.
4. A gun according to any one of the preceding Claims, characterised in that the opening device comprises a movable actuating element (45) which during an opening
motion opens first the closing valve (13) of the compressed-air feed (14) and then
the closing valve (39) of the water feed (37).
5. A gun according to Claim 4, characterised in that the opening points of the two closing valves (13, 39) are adjustable along the opening
motion of the actuating element (45).
6. A gun according to one of Claims 4 and 5, characterised in that the operative connection (66, 68, 44) between the actuating element (45) and the
closing valve (39) of the water feed (37) can be connected and disconnected as desired,
so that during its opening motion, the actuating element (45) either opens the closing
valve (39) of the water feed (37) after the closing valve (13) of the compressed-air
feed (14) or else keeps it permanently closed.
7. A gun according to Claim 6, characterised in that a motion-transmitting member (68) is provided to connect or disconnect the operative
connection, which member transmits the motion of the actuating element (45) to the
closing valve (39) of the water feed (37) in the connected state, however in the disconnected
state is positioned such that motion transmission of this type is not possible.
8. A gun according to Claim 7, characterised in that the motion-transmitting member is a ram (68), displaceably mounted in a guide (67),
which in the connected state forms a thrust-transmitting member between the actuating
element (45) and the closing valve (39) of the water feed (37).
9. A gun according to Claim 8, characterised in that the guide (67) with the ram (68) is displaceable in the gun (18) between a connected
and a disconnected position.
10. A gun according to any one of Claims 4 to 9, characterised in that to open the closing valve (39) of the water feed (37), the actuating element (45)
comes to rest against a stop (69) of the closing valve (39) by means of an entrainment
means (66), and in that at the start of the opening motion of the actuating element (45) there is a gap between
the entrainment means (66) and the stop (69) and this gap decreases during the opening
motion of the actuating element (45) until there is contact.
11. A gun according to Claim 10, characterised in that the initial gap between the entrainment means (66) and the stop (69) is adjustable.
12. A gun according to one of Claims 10 and 11, characterised in that the entrainment means is a ram (62, 66), mounted in a guide fast with the gun, which
optionally with the interposing of a removable ram (68) transmits thrust to a valve
body (41, 44) of the closing valve (39) of the water feed (37).
13. A gun according to any one of the preceding Claims, characterised in that a metering valve (27, 28) is arranged in the water feed (37).
14. A gun according to any one of the preceding Claims, characterised in that the maximum cross-section of opening of the closing valve (13) of the compressed-air
feed (14) is adjustable.
15. A gun according to Claim 14, characterised in that the opening device of the closing valve (13) of the compressed-air feed (14) comprises
a movable actuating element (45) which during its opening motion opens the closing
valve (13) of the compressed-air feed (14) such that its cross-section of opening
increases continuously until the end of the opening motion of the actuating element
(45), and in that the start of opening of the closing valve (13) is adjustable along the opening motion
of the actuating element (45), so that a different cross-section of opening of the
closing valve (13) can be achieved by the end of the opening motion of the actuating
element.
16. A gun according to Claim 15, characterised in that the actuating element (45) has an entrainment means contacting an adjustable stop
(48, 59) of the closing valve (13).
17. A gun according to Claim 16, characterised in that the stop (48, 59) is screwed onto a tension bar (10) connected to a valve body (9)
of the closing valve (13) of the compressed-air feed (14).
18. A gun according to one of Claims 16 and 17, characterised in that the stop (48, 59) is adjustable between two end positions.
19. A gun according to Claim 18, characterised in that the end positions are themselves adjustable.
20. A gun according to Claims 17, 18 and 19, characterised in that one end position is determined by a nut (58), screwed onto the tension bar (10),
which limits the screwing motion of the stop (48, 59) screwed onto the tension bar
(10).
21. A gun according to any one of Claims 17, 18 and 19 and optionally 20, characterised in that one end position is determined by a threaded stopper (54) screwed into the stop (48),
the end face of the tension bar (10) striking this threaded stopper (54) during the
screwing motion of the stop (48).
22. A gun according to any one of Claims 4 to 21, characterised in that the actuating element is a pivoted lever (45).
23. A gun according to Claim 22, characterised in that the pivoted lever (45) is pivotably mounted between two thrust elements (10, 62)
mounted in the gun (1) so as to be displaceable parallel to one another and displaces
the thrust elements (10, 62) in opposite directions during its pivot motion, and in that in the process the thrust elements (10, 62) open the closing valves (13 and 39 respectively)
of the compressed-air feed and the water feed respectively.
24. A gun according to any one of the preceding Claims, characterised in that a secondary-air opening (22) closable in a metered manner is arranged in the abrasive-medium
feed (20).
1. Pistolet d'injection d'agent de sablage, comportant des alimentations séparées pour
de l'air comprimé (14), pour de l'eau (37) et pour l'agent de sablage (20), et une
sortie (17) pour l'agent de sablage mélangé avec l'air comprimé et avec l'eau, comportant
un premier dispositif de mélange (24) dans lequel de l'eau est mélangée avec l'air
comprimé, et comportant un deuxième dispositif de mélange (19) dans lequel l'agent
de sablage est mélangé avec le mélange air comprimé/eau, caractérisé en ce que l'alimentation en air comprimé (14) et l'alimentation en eau (37) sont refermées
par des clapets de fermeture (13 ; 39), et en ce qu'il est prévu un dispositif d'ouverture (45) pour ces clapets de fermeture, qui n'ouvre
le clapet de fermeture (39) de l'alimentation en eau (37) que lorsque le clapet de
fermeture (13) de l'alimentation en air comprimé (14) est ouvert.
2. Pistolet selon la revendication 1, caractérisé en ce que le premier dispositif de mélange (24) est un injecteur dont le courant d'air comprimé
est le courant d'agent propulseur.
3. Pistolet selon l'une ou l'autre des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que le deuxième dispositif de mélange (19) est un injecteur dont le courant air comprimé/eau
est le courant d'agent propulseur.
4. Pistolet selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif d'ouverture comprend un élément d'actionnement mobile (45) qui, lors
d'un mouvement d'ouverture, ouvre tout d'abord le clapet de fermeture (13) de l'alimentation
en air comprimé (14) et qui ouvre ensuite le clapet de fermeture (39) de l'alimentation
en eau (37).
5. Pistolet selon la revendication 4, caractérisé en ce que les points d'ouverture des deux clapets de fermeture (13, 39) sont déplaçables le
long du mouvement d'ouverture de l'élément d'actionnement (45).
6. Pistolet selon l'une ou l'autre des revendications 4 et 5, caractérisé en ce que la liaison d'action (66, 68, 44) entre l'élément d'actionnement (45) et le clapet
de fermeture (39) de l'alimentation en eau (37) peut au choix être mise en service
ou coupée, de sorte que lors de son mouvement d'ouverture, l'élément d'actionnement
(45) ouvre le clapet de fermeture (39) de l'alimentation en eau (37) après le clapet
de fermeture (31) de l'alimentation en air comprimé (14), ou le maintient fermé durablement.
7. Pistolet selon la revendication 6, caractérisé en ce que pour mettre en service ou pour couper la liaison d'action, il est prévu un organe
de transmission de mouvement (68) qui, dans l'état mis en service, transmet le mouvement
de l'élément d'actionnement (45) au clapet de fermeture (39) de l'alimentation en
eau (37), mais qui, dans l'état coupé, est positionné de telle sorte qu'une telle
transmission de mouvement n'est pas possible.
8. Pistolet selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'organe de transmission de mouvement est un poinçon (68) monté mobile dans un guidage
(67), qui, dans l'état mis en service, forme un organe de transmission de poussée
entre l'élément d'actionnement (45) et le clapet de fermeture (39) de l'alimentation
en eau (37).
9. Pistolet selon la revendication 8, caractérisé en ce que le guidage (67) est mobile en translation conjointement avec le poinçon (68) dans
le pistolet (18) entre une position mise en service et une position coupée.
10. Pistolet selon l'une des revendications 4 à 9, caractérisé en ce que pour ouvrir le clapet de fermeture (39) de l'alimentation en eau (37), l'élément
d'actionnement (45) vient en appui avec un entraîneur (66) contre une butée (69) du
clapet de fermeture (39), et en ce qu'au début du mouvement d'ouverture de l'élément d'actionnement (45), une distance existe
entre l'entraîneur (66) et la butée (69), laquelle se réduit lors du mouvement d'ouverture
de l'élément d'actionnement (45) jusqu'à venir en appui.
11. Pistolet selon la revendication 10, caractérisé en ce que la distance initiale entre l'entraîneur (66) et la butée (69) est réglable.
12. Pistolet selon l'une ou l'autre des revendications 10 et 11, caractérisé en ce que l'entraîneur est un poinçon (62, 66) qui est monté dans un guidage solidaire du pistolet
et qui transmet, le cas échéant avec interposition d'un poinçon amovible (68), une
force de poussée à un corps de clapet (41, 44) du clapet de fermeture (39) de l'alimentation
en eau (37).
13. Pistolet selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une valve de dosage (27, 28) est agencée dans l'alimentation en eau (37).
14. Pistolet selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la section d'ouverture maximale du clapet de fermeture (13) de l'alimentation en
air comprimé (14) est réglable.
15. Pistolet selon la revendication 14, caractérisé en ce que le dispositif d'ouverture du clapet de fermeture (13) de l'alimentation en air comprimé
(14) comprend un élément d'actionnement mobile (45) qui, lors de son mouvement d'ouverture,
ouvre le clapet de fermeture (13) de l'alimentation en air comprimé (14) de telle
sorte que sa section d'ouverture augmente en continu jusqu'à la fin du mouvement d'ouverture
de l'élément d'actionnement (45), et en ce que le début de l'ouverture du clapet de fermeture (13) est réglable le long du mouvement
d'ouverture de l'élément d'actionnement (45), de telle sorte que des sections d'ouverture
différentes du clapet de fermeture (13) peuvent être atteintes jusqu'à la fin du mouvement
d'ouverture de l'élément d'actionnement (45).
16. Pistolet selon la revendication 15, caractérisé en ce que l'élément d'actionnement (45) comprend un entraîneur qui prend appui contre une butée
déplaçable (48, 59) du clapet de fermeture (13).
17. Pistolet selon la revendication 16, caractérisé en ce que la butée (48, 59) est vissée sur une barre de traction (10) qui est reliée à un corps
de clapet (9) du clapet de fermeture (13) de l'alimentation en air comprimé (14).
18. Pistolet selon l'une ou l'autre des revendications 16 et 17, caractérisé en ce que la butée (48, 59) est déplaçable entre deux positions de fin de course.
19. Pistolet selon la revendication 18, caractérisé en ce que les positions de fin de course sont à leur tour déplaçables.
20. Pistolet selon les revendications 17, 18 et 19, caractérisé en ce qu'une position de fin de course est déterminée par un écrou (58) qui est vissé sur la
barre de traction (10) et qui limite le mouvement de vissage de la butée (48, 59)
vissée sur la barre de traction (10).
21. Pistolet selon l'une des revendications 17, 18 et 19 et le cas échéant 20, caractérisé en ce qu'une position de fin de course est déterminée par un bouchon fileté (54) qui est vissé
dans la butée (48) et contre lequel vient buter du côté frontal la barre de traction
(10) lors du mouvement de vissage de la butée (48).
22. Pistolet selon l'une des revendications 4 à 21, caractérisé en ce que l'élément d'actionnement est un levier pivotant (45).
23. Pistolet selon la revendication 22, caractérisé en ce que le levier pivotant (45) est monté mobile en rotation entre deux éléments de poussée
(10, 62) montés mobiles en translation parallèlement l'un à l'autre dans le pistolet
(1) et déplace les éléments de poussée (10, 62) en sens opposés lors de son mouvement
de pivotement, et en ce que les éléments de poussée (10, 62) ouvrent ici les clapets de fermeture (13 ou 39)
de l'alimentation en air comprimé ou de l'alimentation en eau.
24. Pistolet selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu dans l'alimentation en agent de sablage (20) une ouverture d'air secondaire
(22) susceptible d'être refermée de façon dosée.