[0001] Die Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung zur Halterung eines zugeordneten Gegenstandes
an einer Wand.
[0002] Derartige Haltevorrichtungen finden beispielsweise im Sanitärbereich Anwendung, wo
Spiegelablagen, Seifenschalen usw. an der Wand befestigt werden sollen. Die Haltevorrichtungen
sollen bei einfachem Aufbau und leichter, auch vom Laien zu bewerkstelligender Montage
eine sichere und spielfreie Halterung des Gegenstandes gewährleisten.
[0003] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, eine Haltevorrichtung zu schaffen, die diesen
Anforderungen gerecht wird.
[0004] Diese Aufgabe wird durch eine Haltevorrichtung mit einem Befestigungswinkel, einer
Kappe, einem Kontereinsatz und einer Fixiereinrichtung gelöst, wobei der Befestigungswinkel
einen Befestigungsschenkel und einen Einführschenkel aufweist, wobei ferner die Kappe
einen ersten Aufnahmebereich und einen zweiten Aufnahmebereich aufweist, wobei ferner
zwischen den beiden Aufnahmebereichen in der Kappe ein Einführschlitz ausgebildet
ist, in den ein Einführabschnitt des Gegenstands einführbar ist, wobei ferner die
beiden Aufnahmebereiche einerseits und der Einführschlitz andererseits in voneinander
verschiedene Richtungen geöffnet sind, wobei ferner der Kontereinsatz in den ersten
Aufnahmebereich und der Einführschenkel des Befestigungswinkels in den zweiten Aufnahmebereich
einführbar ist, und wobei mittels der Fixiereinrichtung, insbesondere einer Schraube,
zum Einklemmen des in den Einführschlitz eingeführten Gegenstandes der Abstand zwischen
dem Kontereinsatz und dem Einführschenkel verringerbar ist.
[0005] Bei dieser Haltevorrichtung wird also ein Einführabschnitt des zugeordneten Gegenstandes
innerhalb des Einführschlitzes der Kappe festgeklemmt und somit von der Haltevorrichtung
gehalten. Diese ist wiederum über den Befestigungswinkel an der Wand befestigt.
[0006] Im einzelnen erfolgen die Montage der Haltevorrichtung und die Halterung des Gegenstandes
wie folgt:
[0007] Zunächst wird der Befestigungswinkel über eine durch den Befestigungsschenkel geführte
Schraube an der Wand befestigt. Außerdem wird der Kontereinsatz in den ersten Aufnahmebereich
der Kappe gesteckt. Anschließend wird die Kappe mitsamt Kontereinsatz derart auf den
Befestigungswinkel aufgesteckt, daß dessen Einführschenkel in den zweiten Aufnahmebereich
der Kappe greift. Somit liegt die Kappe an der Wand an, wobei die beiden Aufnahmebereiche
zur Wand weisen und der Einführschlitz nach außen geöffnet und somit zugänglich ist.
[0008] In den Einführschlitz wird nun der Gegenstand bzw. dessen Einführabschnitt eingeführt,
so daß bereits eine erste Halterung des Gegenstandes über den Einführschlitz erfolgt.
Schließlich wird der Gegenstand mittels der Fixiereinrichtung fixiert, indem der Kontereinsatz
einerseits und der Einführschenkel bzw. der den Einführschenkel umgebende Teil der
Kappe andererseits aufeinander zubewegt werden. Der Gegenstand ist somit spielfrei
in der Haltevorrichtung gesichert, und auch die Kappe ist gegen ein Abziehen von dem
an der Wand befestigten Befestigungswinkel fixiert.
[0009] Die Montage der Haltevorrichtung und des zugeordneten Gegenstandes ist somit sehr
einfach. Eine unbeabsichtigte Falschmontage wird insofern ausgeschlossen, als nach
Einführen des Kontereinsatzes in den entsprechenden ersten Aufnahmebereich der Kappe
nur noch der zweite Aufnahmebereich für den Einführschenkel des Befestigungswinkels
zugänglich ist. Für diese Funktion des Kontereinsatzes als Montagehilfe ist es besonders
vorteilhaft, wenn die beiden Aufnahmebereiche unterschiedlich geformt sind, und zwar
jeweils komplementär zu dem Kontereinsatz bzw. dem Einführschenkel.
[0010] Die Kappe umhüllt den Einführschenkel des Befestigungswinkels und den Kontereinsatz
im wesentlichen geschlossen flächig. Für den Zugang zu den beiden Aufnahmebereichen
sind Öffnungen an der Kappe vorgesehen. Außerdem ist wenigstens einer der beiden Aufnahmebereiche
zu dem Einführschlitz hin geöffnet, damit der in diesen Aufnahmebereich eingeführte
Teil, insbesondere der Kontereinsatz, für die erwünschte Klemmbefestigung des Gegenstandes
in den Einführschlitz hineinbewegt werden kann.
[0011] Da bei der an der Wand montierten Haltevorrichtung der Befestigungswinkel und der
Kontereinsatz zumindest im wesentlichen oder auch vollständig von der Kappe verdeckt
sind, kann die Haltevorrichtung leicht mit einer ansprechenden äußeren Gestalt versehen
werden, und sie ist auch leicht zu reinigen.
[0012] Selbstverständlich können mehrere der beschriebenen Haltevorrichtungen zur Halterung
desselben, mit einer entsprechenden Anzahl von Einführabschnitten versehenen Gegenstandes
verwendet werden. Außerdem können mittels einer einzigen Haltevorrichtung auch mehrere
zugeordnete Gegenstände gehalten werden, deren jeweiliger Einführabschnitt in den
Einführschlitz der gemeinsamen Haltevorrichtung eingeführt und dort fixiert wird.
Der Einführschlitz kann zu mehreren Seiten hin offen sein, insbesondere in einer von
der Wand wegweisenden Richtung und/oder in einer parallel zu der Wand verlaufenden
Richtung.
[0013] Es ist bevorzugt, wenn der Befestigungswinkel aus Metall besteht und die Kappe sowie
der Kontereinsatz aus Kunststoff gebildet sind. Hierdurch ist einerseits die erforderliche
Stabilität der Haltevorrichtung gewährleistet und ist andererseits die Herstellung
der genannten Teile vorteilhaft einfach. Beispielsweise können die Kappe und der Kontereinsatz
als Spritzgußteile gefertigt sein.
[0014] Insbesondere bei der Herstellung des Kontereinsatzes als Kunststoffteil ist es von
Vorteil, wenn darin eine Tasche ausgebildet ist, in die ein Gegenstück der Fixiereinrichtung
eingeführt werden kann. Beispielsweise können die Fixiereinrichtung als Metallschraube
und das Gegenstück innerhalb der Tasche als Metallmutter vorgesehen sein. In diesem
Fall muß die Schraube für die gewünschte Klemmbewegung von Kontereinsatz und Einführschenkel
nicht direkt mit dem Kontereinsatz zusammenwirken, sondern kann an der Metallmutter
angreifen. Dadurch wird eine hohe Stabilität und Dauerhaftigkeit der Verbindung erzielt.
Die Tasche kann dergestalt ausgebildet sein, daß sie automatisch eine korrekte Positionierung
sowie eine Drehsicherung der eingeführten Mutter gewährleistet.
[0015] Alternativ hierzu kann eine als Fixiereinrichtung dienende Schraube auch direkt mit
einem entsprechenden Gewinde in dem Kontereinsatz verschraubt werden. Außerdem ist
es möglich, als Fixiereinrichtung mehrere Schrauben vorzusehen.
[0016] Für das Einführen des Kontereinsatzes in die Kappe ist es bevorzugt, wenn der Kontereinsatz
einen mit der Kappe zusammenwirkenden Anschlag besitzt, durch den die Einführtiefe
des Kontereinsatzes definiert ist. Dadurch läßt sich die Fixiereinrichtung besonders
leicht mit einem zugeordneten, an dem Kontereinsatz angeordneten Gegenstück oder Gewinde
in Eingriff bringen.
[0017] Weitere bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen aufgeführt.
Die Erfindung wird nachfolgend beispielhaft unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert;
in diesen zeigen:
- Fig. 1a bis 1f
- eine Kappe der erfindungsgemäßen Halltevorrichtung in einer perspektivischen Ansicht
von schräg vorne, in einer perspektivischen Ansicht von schräg hinten, in einer Vorderansicht,
in einer Querschnitts-Seitenansicht, in einer Rückansicht bzw. in einer Unteransicht,
- Fig. 2a bis 2f
- einen Kontereinsatz der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung in einer perspektivischen
Draufsicht von schräg vorne, in einer perspektivischen Draufsicht von schräg hinten,
in einer Vorderansicht, in einer Querschnitts-Seitenansicht, in einer Rückansicht
bzw. in einer Unteransicht,
- Fig. 3a bis 3d
- einen Befestigungswinkel der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung in einer perspektivischen
Draufsicht von schräg vorne, in einer Vorderansicht, in einer Querschnitts-Seitenansicht
bzw. in einer Draufsicht,
- Fig. 4b bis 4c
- eine weitere Kappe der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung in einer perspektivischen
Ansicht von schräg vorne, in einer perspektivischen Ansicht von schräg hinten bzw.
in einer Querschnitts-Seitenansicht, und
- Fig. 5
- die vollständig bestückte Kappe gemäß Fig. 4c in einer Querschnittseitenansicht.
[0018] Die Fig. 1a bis 1f zeigen eine Kappe 11 einer erfindungsgemäßen Haltevorrichtung.
Die Kappe 11 besitzt im wesentlichen die Form eines hohlen Zylindersegments mit einem
Ausschnittswinkel von 90°. Wie in den Fig. 1b und 1e ersichtlich, ist die Kappe 11
an ihrer zum Anliegen an einer Wand vorgesehenen Rückseite geöffnet. Außerdem besitzt
sie zur Aufnahme eines zu haltenden Gegenstandes einen Einführschlitz 13, der sich
von der Vorderseite (vgl. Fig. 1c) parallel zu der in Fig. 1f gezeigten Unterseite
entlang der beiden Seitenflächen erstreckt (vgl. Fig. 1a und 1d). Weiterhin besitzt
die Kappe 11 an ihrer Unterseite eine Durchlaßöffnung 15 für eine nicht dargestellte
Schraube.
[0019] Der Innenraum der Kappe 11 ist bezüglich der Darstellung gemäß Fig. 1d in einen oberen
ersten Aufnahmebereich 17 und einen unteren zweiten Aufnahmebereich 19 unterteilt.
Im unteren Teil des ersten Aufnahmebereichs 17 erstreckt sich entlang der beiden Innenseitenflächen
der Kappe 11 parallel zu der in Fig. 1f gezeigten Unterseite jeweils eine seitliche
Klemmschiene 21, die als langgestreckte Runderhöhung an der betreffenden Innenseitenfläche
ausgebildet ist. Der erste Aufnahmebereich 17 ist zu dem Einführschlitz 13 hin geöffnet.
[0020] Auch der zweite Aufnahmebereich. 19 ist zu dem Einführschlitz 13 hin im wesentlichen
geöffnet. Lediglich entlang der beiden Innenseitenflächen der Kappe 11 erstreckt sich
auf Höhe des Einführschlitzes 13 jeweils ein seitlicher Begrenzungssteg 23. Die beiden
seitlichen Begrenzungsstege 23 besitzen an ihren jeweils zur Rückseite der Kappe 11
(Fig. 1e) weisenden hinteren Enden 49 eine Einführabschrägung.
[0021] Innerhalb der beiden Seitenflächen der Kappe 11 mündet der Einführschlitz 13 jeweils
an einem Anschlagsteg 24 (vgl. Fig. 1c und 1d).
[0022] Die Fig. 2a bis 2f zeigen einen Kontereinsatz 25, der zum Einstecken in den ersten
Aufnahmebereich 17 der Kappe 11 gem. Fig. 1a bis 1f vorgesehen ist.
[0023] Der Kontereinsatz 25 besitzt eine dem ersten Aufnahmebereich 17 entsprechende Keilform
mit einer konvex gewölbten Oberseite. In dem an die Rückseite (Fig. 2e) angrenzenden
Bereich der Unterseite (Fig. 2f) sind zwei stufenförmige Anschläge 27 angeformt (vgl.
insbesondere Querschnitts-Seitenansicht gemäß Fig. 2d). Der diesen Anschlägen 27 gegenüberstehende
vordere Bereich der Unterseite weist eine Abschrägung 29 auf, die an der gewölbten
Oberseite des Kontereinsatzes 25 mündet.
[0024] Innerhalb des Kontereinsatzes 25 ist ein Hohlraum in Form einer Tasche 31 ausgebildet
(vgl. Querschnitts-Seitenansicht gemäß Fig. 2d), die zur Rückseite des Kontereinsatzes
25 hin mit einem im wesentlichen rechteckigen Querschnitt geöffnet ist (vgl. Fig.
2e). Entlang der Oberseite der Tasche 31 verlaufen zwei Klemmstreben 33. Außerdem
ist die Tasche 31 zur Unterseite des Kontereinsatzes 25 hin über eine zylindrische
Bohrung 35 geöffnet.
[0025] Wie insbesondere aus der Unteransicht gemäß Fig. 2f ersichtlich, weist die Rückseite
des Kontereinsatzes 25 eine zentrale, sich in vertikaler Richtung erstreckende Rechteckvertiefung
37 auf.
[0026] Die Fig. 3a bis 3d zeigen einen der Kappe 11 und dem Kontereinsatz 25 zugeordneten
Befestigungswinkel 39. Dieser besitzt einen Befestigungsschenkel 41 und einen hierzu
senkrechten, vergleichsweise längeren Einführschenkel 43. An dem Befestigungsschenkel
41 ist ein Befestigungslangloch 45 angebracht. An dem Einführschenkel 43 ist eine
angesenkte Durchlaßbohrung 47 vorgesehen.
[0027] Die Fig. 4a, 4b und 4c zeigen in einer jeweils der Fig. 1a, 1b bzw. 1d entsprechenden
Ansicht eine alternativ ausgestaltete Kappe 11, wobei gleichartige Teile jeweils mit
demselben Bezugszeichen gekennzeichnet sind. Im Unterschied zu der Kappe 11 gemäß
Fig. 1a bis 1f ist bei der Kappe 11 gemäß Fig. 4a bis 4c der zweite Aufnahmebereich
19 zu dem Einführstütz 13 hin durch eine im wesentlichen geschlossene Begrenzungsfläche
23' begrenzt. Außerdem mündet bei dieser Ausführungsform der Einführschlitz 13 an
einer Anschlagfläche 24' (vgl. Fig. 4b und 4c), die sich parallel zu der Rückseite
der Kappe 11 zwischen deren beiden Seitenflächen erstreckt.
[0028] Die in den Figuren gezeigte Kappe 11, der Kontereinsatz 25 und der Befestigungswinkel
39 sind Bestandteile der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung. Diese dient zur Halterung
eines insbesondere waagrecht anzuordnenden Gegenstandes, beispielsweise einer flächigen
Spiegelablage, an einer Wand. Hierfür wird verfahren wie folgt:
[0029] Zum einen wird der Befestigungswinkel 39 mittels einer durch das Befestigungslangloch
45 geführten, nicht dargestellten Schraube an der Wand befestigt. Anstelle des Befestigungslanglochs
45 können beispielsweise auch zwei zueinander vertikal versetzte Befestigungslöcher
vorgesehen sein.
[0030] Zum anderen wird der Kontereinsatz 25 mit der Abschrägung 29 voraus derart in den
ersten Aufnahmebereich 17 der Kappe 11 eingeführt, daß der Einführschlitz 13 weiterhin
zu den Seitenflächen und zu der Vorderseite der Kappe 11 geöffnet ist. Zu diesem Zeitpunkt
wird ein unbeabsichtigtes Verrutschen des Kontereinsatzes 25 in den Einführschlitz
13 hinein und ein dadurch bedingtes Blockieren des Einführschlitzes 13 verhindert,
indem der Kontereinsatz 25 zwischen den beiden Seitenflächen der Kappe 11 über die
seitliche Klemmschienen 21 eingeklemmt ist. Die Klemmschienen 21 dienen also als Klemmeinrichtung,
die den Kontereinsatz 25 durch Reibungsschluß zunächst in seiner eingeführten Lage
hält.
[0031] In die Tasche 31 des Kontereinsatzes 25 wird eine in Fig. 5 gezeigte Gegenmutter
51 eingesteckt, die in der gezeigten Lage von den Klemmstreben 33 in einem Klemmsitz
festgehalten wird und bezüglich der Bohrung 35 des Kontereinsatzes 25 eine definierte
Lage einnimmt. Da die Gegenmutter 51 einen rechteckigen Umfang besitzt, ist sie innerhalb
der Tasche 31 drehsicher gelagert.
[0032] Danach wird die Kappe 11 mitsamt eingesetztem Kontereinsatz 25 dergestalt auf den
von der Wand abstehenden Einführschenkel 43 aufgesteckt, daß der Einführschenkel 43
zwischen der Unterseite der Kappe 11 und den beiden Begrenzungsstegen 23 (Fig. 1d)
bzw. der Begrenzungsfläche 23' (Fig. 4c) spielfrei umschlossen ist. Die Rechteckvertiefung
37 an der Rückseite des Kontereinsatzes 25 beläßt dabei ausreichend Platz für den
Kopf jener Schraube, mit welcher der Befestigungsschenkel 41 des Befestigungswinkels
39 an der Wand angeschraubt ist. Der somit erreichte Zustand ist für die in Fig. 1a
bis 1f gezeigte Kappe 11 in Fig. 5 dargestellt.
[0033] Anschließend wird ein Einführabschnitt 53 des zu haltenden Gegenstandes in den Einführschlitz
13 eingeführt (Fig. 5), wobei die Anschlagstege 24 (Fig. 1a) bzw. die Anschlagfläche
24' (Fig. 4a) die Einführtiefe begrenzen und gleichzeitig die horizontale Lage des
Gegenstandes innerhalb des Einführschlitzes 13 definieren. Spätestens zu diesem Zeitpunkt
ist auch der Kontereinsatz 25 horizontal bezüglich des Einführabschnitts 53 des Gegenstandes
ausgerichtet, da die Anschläge 27 an der Stirnseite des Einführabschnitts 53 anliegen.
[0034] Danach wird der Gegenstand innerhalb der Haltevorrichtung fixiert, indem eine in
Fig. 5 gezeigte Schraube 55 über die Durchlaßöffnung 15 der Kappe 11, über die Durchlaßbohrung
47 des Einführschenkels 43, gegebenenfalls über eine Durchlaßöffnung in der Begrenzungsfläche
23', über eine in entsprechender Lage an dem Gegenstand 53 vorgesehene Durchlaßöffnung
sowie über die Bohrung 35 des Kontereinsatzes 25 in die Gegenmutter 51 eingeführt
wird. Dieses Einführen der Schraube 55 in die Gegenmutter 51 erfolgt aufgrund der
erläuterten horizontalen Ausrichtung von Einführabschnitt 53 und Kontereinsatz 25
völlig problemlos.
[0035] Durch nachfolgendes Verschrauben der Schraube 55 mit der in der Tasche 31 klemmfixierten
Mutter 51 wird der Reibungsschluß zwischen den Klemmschienen 21 und dem Kontereinsatz
25 überwunden, und der Kontereinsatz 25 wird in der in Fig. 5 gezeigten Klemmrichtung
57 axial nach unten bewegt, bis er an der Oberseite des Einführabschnitts 53 des Gegenstandes
anliegt.
[0036] Der Gegenstand ist somit innerhalb der Haltevorrichtung zu einem stabilen, spielfreien
Sitz verklemmt. Durch eine der Dicke des Einführabschnitts 53 entsprechende Wahl der
Höhe des Einführschlitzes 13 ist ein flächiges Anliegen und Halten des Gegenstandes
gewährleistet. Durch die insbesondere als Langloch vorgesehene Durchlaßöffnung des
Gegenstands ist dieser zusätzlich zu dem erläuterten Festklemmen von der Schraube
55 gefangen und gegen ein unbeabsichtigtes Herausrutschen aus dem Einführschlitz 13
gesichert.
[0037] Falls vor dem Einführen des Gegenstandes in den Einführschlitz 13 der Kontereinsatz
25 entgegen der erläuterten Klemmwirkung der Klemmschienen 21 in den Einführschlitz
13 rutscht, bewirkt die Abschrägung 29, daß der Kontereinsatz 25 bei Einführen des
Gegenstandes angehoben wird, so daß ein Blockieren des Einführschlitzes 13 durch den
Kontereinsatz 25 letztlich vermieden wird.
[0038] Statt der erläuterten axialen Bewegung 57 des Kontereinsatzes 25 kann - insbesondere
bei Verwendung der alternativ ausgestalteten Kappe 11 gemäß Fig. 4a bis 4c - auch
eine Kippbewegung des Kontereinsatzes 25 vorgesehen sein. In diesem Fall dienen die
Anschläge 27 und die Anschlagfläche 24' als Angriffspunkt für die Kippbewegung.
[0039] Während bei der erläuterten Ausführungsform der Kontereinsatz 25 in Richtung der
an dem Befestigungswinkel 39 ortsfest angebrachten Kappe 11 bewegt wird, ist es grundsätzlich
auch möglich, für das Festklemmen des Gegenstandes eine Bewegung der Kappe mitsamt
Kontereinsatz relativ zu dem montierten Befestigungswinkel vorzusehen.
Bezugszeichenliste
[0040]
- 11
- Kappe
- 13
- Einführschlitz
- 15
- Durchlaßöffnung
- 17
- erster Aufnahmebereich
- 19
- zweiter Aufnahmebereich
- 21
- seitliche Klemmschiene
- 23
- seitlicher Begrenzungssteg
- 23'
- Begrenzungsfläche
- 24
- Anschlagsteg
- 24'
- Anschlagfläche
- 25
- Kontereinsatz
- 27
- Anschlag
- 29
- Abschrägung
- 31
- Tasche
- 33
- Klemmstrebe
- 35
- Bohrung
- 37
- Rechteckvertiefung
- 39
- Befestigungswinkel
- 41
- Befestigungsschenkel
- 43
- Einführschenkel
- 45
- Befestigungslangloch
- 47
- Durchlaßbohrung
- 49
- hinteres Ende des Begrenzungsstegs
- 51
- Gegenmutter
- 53
- Einführabschnitt
- 55
- Schraube
- 57
- Klemmrichtung
1. Haltevorrichtung zur Halterung eines zugeordneten Gegenstandes an einer Wand, mit
einem Befestigungswinkel (39), einer Kappe (11), einem Kontereinsatz (25) und einer
Fixiereinrichtung (55),
wobei der Befestigungswinkel (39) einen Befestigungsschenkel (41) und einen Einführschenkel
(43) aufweist,
wobei ferner die Kappe (11) einen ersten Aufnahmebereich (17) und einen zweiten Aufnahmebereich
(19) aufweist,
wobei ferner zwischen den beiden Aufnahmebereichen (17, 19) in der Kappe (11) ein
Einführschlitz (13) ausgebildet ist, in den ein Einführabschnitt (53) des Gegenstands
einführbar ist,
wobei ferner die beiden Aufnahmebereiche (17, 19) einerseits und der Einführschlitz
(13) andererseits in voneinander verschiedene Richtungen geöffnet sind,
wobei ferner der Kontereinsatz (25) in den ersten Aufnahmebereich (17) und der Einführschenkel
(43) des Befestigungswinkels (39) in den zweiten Aufnahmebereich (19) einführbar ist,
und wobei mittels der Fixiereinrichtung, insbesondere einer Schraube (55), zum Einklemmen
des in den Einführschlitz (13) eingeführten Gegenstandes (53) der Abstand zwischen
dem Kontereinsatz (25) und dem Einführschenkel (43) verringerbar ist.
2. Haltevorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der in den ersten Aufnahmebereich (17) eingeführte Kontereinsatz (25) in Richtung
(57) des in den zweiten Aufnahmebereich (19) eingeführten Einführschenkels (43) bewegbar,
insbesondere axial bewegbar oder kippbar ist.
3. Haltevorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Befestigungswinkel (39) aus Metall und die Kappe (11) sowie der Kontereinsatz
(25) aus Kunststoff gebildet sind.
4. Haltevorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Kontereinsatz (25) eine Tasche (31) ausgebildet ist für die Aufnahme eines
der Fixiereinrichtung (55) zugeordneten Gegenstücks (51).
5. Haltevorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fixiereinrichtung als Metallschraube (55) und das Gegenstück als Metallmutter
(51) ausgebildet ist.
6. Haltevorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kappe (11) und/oder der Einführschenkel (43) des Befestigungswinkels (39)
eine Durchlaßöffnung (15 bzw. 47) aufweisen zum Einführen der Fixiereinrichtung (55)
in Richtung des Kontereinsatzes (25).
7. Haltevorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kappe (11) zur vorübergehenden Klemmfixierung des Kontereinsatzes (25) an
dem ersten Aufnahmebereich (17) eine Klemmeinrichtung, insbesondere zwei seitliche
Klemmschienen (21) aufweist.
8. Haltevorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kontereinsatz (25) wenigstens einen mit der Kappe (11) zusammenwirkenden Anschlag
(27) aufweist, durch den bei Einführen des Kontereinsatzes (25) in den ersten Aufnahmebereich
(17) die Einführtiefe definiert ist.
9. Haltevorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kontereinsatz (25) an wenigstens einem zum Eingriff in den Einführschlitz
(13) vorgesehenen Bereich eine Abschrägung (29) aufweist.
10. Haltevorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der zweite Aufnahmebereich (19) der Kappe (11) zu dem Einführschlitz (13) hin
flächig (23') geschlossen ist.
11. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der zweite Aufnahmebereich (19) der Kappe (11) zu dem Einführschlitz (13) hin
zumindest teilweise geöffnet ist, wobei vorzugsweise an der Kappe (11) zwischen dem
Einführschlitz (13) und dem zweiten Aufnahmebereich (19) zwei seitliche Begrenzungsstege
(23) ausgebildet sind.
12. Haltevorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kappe (11) zur Begrenzung der Einführtiefe des Gegenstandes (53) in den Einführschlitz
(13) wenigstens einen Anschlagsteg (24) oder eine Anschlagfläche (24') aufweist.