(19)
(11) EP 1 053 970 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
22.11.2000  Patentblatt  2000/47

(21) Anmeldenummer: 00890157.1

(22) Anmeldetag:  17.05.2000
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7B66C 1/12
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 18.05.1999 AT 87899

(71) Anmelder:
  • WINTER, Udo
    4020 Linz (AT)
  • SCHABELREITER, Johann
    8132 Pernegg (AT)
  • MARTIN, Werner
    A-8020 Graz (AT)

(72) Erfinder:
  • WINTER, Udo
    4020 Linz (AT)
  • SCHABELREITER, Johann
    8132 Pernegg (AT)
  • MARTIN, Werner
    A-8020 Graz (AT)

(74) Vertreter: Hübscher, Heiner, Dipl.-Ing. et al
Spittelwiese 7
4020 Linz
4020 Linz (AT)

   


(54) Lastaufnahmegehänge für ein Hebezeug, insbesondere Fahrzeugkran


(57) Ein Lastaufnahmegehänge (4) für ein Hebezeug, insbesondere einen Fahrzeugkran (1), weist ein Querjoch (5) mit beiderends paarweise angeordneten Zugmitteln (6, 7) zur Lastaufnahme auf. Um zusätzlich zum Heben, Verdrehen und Transportieren auch eine Kippbewegung der aufgenommenen Last zu ermöglichen, ist von den Zugmittelpaaren (6, 7) jeweils wenigstens eines (6) der Zugmittel (6, 7) relativ zum anderen (7) über einen sich am Querjoch (5) abstützenden Stelltrieb (8) hubverstellbar.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Lastaufnahmegehänge für ein Hebezeug, insbesondere einen Fahrzeugkran, mit einem Querjoch, das beiderends paarweise angeordnete Zugmittel zur Lastaufnahme aufweist.

[0002] Solche Lastaufnahmegehänge werden meist über Schwenkköpfe an einem Hebezeug angehängt und erleichtern die Aufnahme von großstückigen Lasten, wie Kessel, Container und insbesondere auch Mulden. Aufgrund der Auslageweite des Querjoches können die Lasten mit Hilfe der Zugmittel an zwei einander gegenüberliegenden Seiten ordnungsgemäß und sicher angelenkt und aufgenommen werden, wobei die hochgehobene Last dann über das Hebezeug selbst bzw. über den Schwenkkopf auch um eine Vertikalachse geschwenkt werden kann. Allerdings ist es bisher nicht möglich, die Last, insbesondere die Mulde, um eine Horizontalachse zu kippen und damit ohne weitere Hilfsmittel zu entleeren.

[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Lastaufnahmegehänge der eingangs geschilderten Art zu schaffen, das zusätzlich zu den üblichen Lastaufnahmebewegungen die Voraussetzung für ein Kippen der aufgenommenen Last bietet und sich an die verschiedenen Gegebenheiten bei der Lastaufnahme und -bewegung bestens anpassen läßt.

[0004] Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß von den Zugmittelpaaren jeweils wenigstens eines der Zugmittel relativ zum anderen über einen sich am Querjoch abstützenden Stelltrieb hubverstellbar ist. Durch diese so einfache wie elegante Maßnahme können an beiden Querjochenden die Zugmittel der Zugmittelpaare gegeneinander hubbewegt werden, so daß sich die Hebelänge der einzelnen Zugmittel dieser Paare ändern und die an den Zugmitteln angehängten Lasten je nach Verlängerung des einen oder anderen Zugmittels vor- oder rückwärtsgekippt werden. Damit ist es nun auf rationelle Weise möglich, z. B. eine an den beiden Zugmittelpaaren des Querjoches angehängte Mulde aufzunehmen, mit dem Hebezeug zu einem entsprechenden Entladeplatz zu bewegen und die Mulde dann dort auszukippen. Zweckmäßigerweise ist das Hebezeug auf einem die Mulde tragenden Kraftfahrzeug montiert, wodurch mit Hilfe dieses Fahrzeugkranes die Mulden nicht nur auf das Fahrzeug aufgesetzt bzw. vom Fahrzeug abgesetzt, sondern auch vom Fahrzeug aus angehoben und abgekippt werden können.

[0005] Der Stelltrieb zur Hubverstellung der Zugmittel kann sehr unterschiedlich ausgebildet sein. So ergeben sich besonders einfache Konstruktionsverhältnisse, wenn als Stelltrieb ein im Querjoch eingesetzter Hubzylinder vorgesehen ist, an dem das über eine Umlenkrolle am Querjochende laufende hubverstellbare Zugmittel angreift, da durch Druckbeaufschlagung dieses Hubzylinders das damit verbundene Zugmittel entsprechend kraftvoll bewegt werden kann. Selbstverständlich ist es auch möglich, für jedes einzelne Zugmittel einen eigenen Stelltrieb anzuordnen und damit den Verstellbereich der Zugmittelpaare zu vergrößern.

[0006] Um eine gegenüber den Hubzylindern größere Hubweite zu erreichen, kann als Stelltrieb ein Schraubengetriebe mit einer dreh- und antreibbar gelagerten Getriebespindel und einer undrehbar längsgeführten Getriebemutter vorgesehen sein, an welcher Getriebemutter das über eine Umlenkrolle am Querjochende laufende hubverstellbare Zugmittel angreift. Hier läßt sich praktisch die gesamte Querjochlänge zur Hubverstellung der Zugmittel nutzen, wobei als Antrieb für das Schraubengetriebe ein geeigneter Motor, insbesondere ein Hydraulikmotor einsetzbar ist.

[0007] Zweckmäßig ist es auch, wenn ein Zugmittel des einen Zugmittelpaares und ein Zugmittel des anderen Zugmittelpaares über einen gemeinsamen Stelltrieb hubverstellbar sind, wobei die beiden Zugmittel gleichsinnig am Stelltrieb angreifen und das eine Zugmittel direkt zu einer Umlenkrolle des einen Querjochendes und das andere Zugmittel unter Ausbildung einer Umkehrschleife mittels einer Führungsrolle zu einer Umlenkrolle des anderen Querjochendes führen. Mit ein und demselben Stelltrieb können hier die beiden hubverstellbaren Zugmittel der beiden Zugmittelpaare gemeinsam bewegt werden, wobei durch die Umkehrschleife dafür gesorgt ist, daß sich diese beiden Zugmittel gleichgerichtet heben oder senken.

[0008] Eine weitere konstruktiv vorteilhafte Lösung entsteht dadurch, daß als Stelltrieb eine antreibbar gelagerte Winde für das hubverstellbare Zugmittel vorgesehen ist, wodurch sich praktisch eine beliebige Hebelänge für die Zugmittel erreichen läßt. Sind dabei an beiden Querjochenden um zur Querjochlängsachse parallele Achsen drehbare und vorzugsweise über eine gemeinsame Antriebswelle antreibbare Winden gelagert, genügt ein Antrieb für das Heben und Senken der Zugmittel an beiden Querjochenden.

[0009] Bildet außerdem ein auf den Winden aufgewickeltes Zugmittel mit seinen zwei frei herabhängenden Endabschnitten jeweils das Zugmittelpaar, werden bei einer Windendrehung die beiden Endabschnitte gegengleich auf- oder abwärtsbewegt, so daß sich die angehängte Last schnell und in weiten Bereichen kippen läßt.

[0010] Ein besonders einfacher Stelltrieb ergibt sich dabei, wenn eine um eine Querachse zur Querjochlängsachse drehbare Winde zur gemeinsamen Hubverstellung je eines Zugmittels beider Zugmittelpaare vorgesehen ist, so daß wiederum mit einem gemeinsamen Antrieb die Hubverstellung beider Zugmittelpaare erreicht wird.

[0011] Ist beiderends am Querjoch ein querliegender Träger mit Umlenkrollen bzw. Anlenkstellen für das zugehörige Zugmittelpaar angesetzt, wobei im Übergangsbereich zwischen den Trägern und dem Querjoch den Umlenkrollen zugeordnete Führungsrollen für die an den im Querjoch abgestützten Stelltrieben angreifenden Zugmittel lagern, entsteht ein Lastaufnahmegehänge mit verhältnismäßig weiter Auslage in Längs- wie in Querrrichtung, wodurch sich auch spezielle und großvolumige Lasten, wie Container od. dgl., gut und sicher aufnehmen lassen. Durch die Zugmittelführung über die Umlenk- und Führungsrollen kann dabei wiederum eine Kippbewegung der Lasten über im Querjoch untergebrachte Stelltriebe erreicht werden.

[0012] Eine ähnliche Aufnahmemöglichkeit ergibt sich dadurch, daß das Querjoch aus zwei sich spitzwinkelig kreuzenden Jochteilen besteht, wobei außerdem durch die Länge der Jochteile auch mit Hubzylindern als Stelltriebe eine recht große Hubverstellbarkeit gegeben ist.

[0013] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind als Stelltrieb beiderends am Querjoch um eine zur Querjochlängsachse parallele Achse verschwenkbar gelagerte und über einen Schwenkantrieb verstellbare Schwenkbalken vorgesehen, an deren Enden die Zugmittel angreifen. Hier können die Zugmittel durch ein Verschwenken der Schwenkbalken hubverstellt werden, wobei diese Hubverstellung für die Zugmittel eines Zugmittelpaares gegengleich erfolgt und die Zugmittel fest an den Schwenkbalken angesetzt sein können.

[0014] Um dabei den Verstellbereich zu erweitern, kann an jedem Schwenkbalken für eines der Zugmittel ein zusätzlicher Hubantrieb angeordnet sein.

[0015] Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Querjoch ein- und ausziehbar abgestütze Endstücke zur Aufnahme der Umlenkrollen bzw. Anlenkstellen der Zugmittelpaare und vorzugsweise der zugehörenden Stelltriebe aufweist, da diese Endstücke eine Längenanpassung des Querjoches an die aufzunehmenden Lasten erlaubt. Diese Endstücke können über eigene Stelltriebe verstellt werden, es wäre aber auch durchaus möglich, die Endstücke händisch in die gewünschte Ausziehlage zu bringen und zu verriegeln.

[0016] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht, und zwar zeigen
Fig. 1
ein erfindungsgemäßes Lastaufnahmegehänge mit einer aufgenommenen Mulde in Seitenansicht,
Fig. 2 und 3
das erfindungsgemäße Lastaufnahmegehänge in teilgeschnittener Vorderansicht bzw. Draufsicht,
Fig. 4 und 5
ein etwas abgeändertes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Lastaufnahmegehänges in teilgeschnittener Vorderansicht und Draufsicht,
Fig. 6, 7 und 8
ein anderes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Lastaufnahmegehänges in teilgeschnittener Vorderansicht, in teilgeschnittener Draufsicht und im Querschnitt,
Fig. 9, 10 und 11
ein weiteres Ausführungsbeispiel ebenfalls in teilgeschnittener Vorderansicht, in Draufsicht und in Stirnansicht,
Fig. 12 und 13
ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Lastaufnahmegehänges in teilgeschnittener Vorderansicht bzw. in teilgeschnittener Draufsicht,
Fig. 14 und 15
ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Lastaufnahmegehänges wiederum in teilgeschnittener Vorderansicht bzw. in teilgeschnittener Draufsicht,
Fig. 16
ein abgeändertes Ausführungsbeispiel in teilgeschnittener Draufsicht,
Fig. 17 und 18
ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Lastaufnahmegehänges in Draufsicht bzw. in Seitenansicht und
Fig. 19
ein etwas abgeändertes Ausführungsbeispiel in teilgeschnittener Seitenansicht sowie
Fig. 20 und 21
ein zusätzliches Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Lastaufnahmegehänges ebenfalls in teilgeschnittener Seitenansicht bzw. in teilgeschnittener Draufsicht.


[0017] Gemäß Fig. 1 ist ein nur mit seinem Ausleger angedeuteter Fahrzeugkran 1 zur Aufnahme einer absetzbaren Mulde 2 unter Zwischenschaltung eines um eine Vertikalachse V verschwenkbaren Schwenkkopfes 3 mit einem Lastaufnahmegehänge 4 versehen, das ein Querjoch 5 mit beiderends paarweise angeordneten Zugmitteln 6, 7 zur Lastaufnahme aufweist. Um die Mulde 2 nicht nur aufnehmen und parallel zu sich transportieren oder verdrehen zu können, sondern sie auch bedarfsweise zum Entleeren auszukippen (strichlierte Darstellung), ist zumindest das eine Zugmittel 6 der Zugmittelpaare 6, 7 relativ zum anderen Zugmittel 7 über einen sich im Querjoch 5 abstützenden Stelltrieb 8 hubverstellbar angeordnet, so daß die durch die Hubverstellung bedingte Hublängenänderung der Zugmittel 6, 7 die gewünschte Kippbewegung verursacht.

[0018] Das Lastaufnahmegehänge kann unterschiedlichst ausgestaltet sein, wie die in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele veranschaulichen, wobei gleiche Teile und Einrichtungen auch mit gleichen Bezugszeichen versehen sind.

[0019] Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 und 3 ist das hohlkastenförmige Querjoch 5 des über den Schwenkkopf 3 am Fahrzeugkran 1 angelenkten Lastaufnahmegehänges 4 an beiden Enden 9, 10 jeweils mit einer zugfesten Anlenkstelle 11 für das eine Zugmittel 7 und mit einer Umlenkrolle 12 für das hubverstellbare Zugmittel 6 ausgerüstet. Das hubverstellbare Zugmittel 6 greift am zugehörigen Stelltrieb 8 an, der als Hubzylinder 13 ausgebildet ist, so daß eine Druckbeaufschlagung der Hubzylinder 13 die Zugmittel 6 der Zugmittelpaare 6, 7 anzieht und damit die Mulde 2 zum Kippen bringt.

[0020] Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 und 5 ist das Querjoch 5 mit vier Hubzylindern 13 ausgerüstet, so daß jeweils beide Zugmittel 6, 7 der beiden Zugmittelpaare über die Stelltriebe 8 hubverstellt werden können.

[0021] Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 6, 7 und 8 dient als Stelltrieb 8 für die Zugmittelpaare 6, 7 ein Schraubengetriebe 14 mit einer dreh- und antreibbar im Querjoch 5 gelagerten Getriebespindel 15 und einer undrehbar längsgeführten Getriebemutter 16, wobei die hubverstellbaren Zugmittel über endseitige Umlenkrollen 12 geführt und an der Getriebemutter 16 angelenkt sind. Von beiden Zugmittelpaaren greifen jeweils eines der Zugmittel an einer gemeinsamen Getriebemutter 16 an, wobei die gleichsinnig von der Getriebmutter 16 ausgehenden Zugmittel einerseits direkt zu einer Umlenkrolle 12 an dem einen Querjochende 10 und das andere Zugmittel unter Ausbildung einer Umlenkschleife 17 mittels einer Führungsrolle 18 zur Umlenkrolle 12 am anderen Querjochende 9 führen, so daß über zwei Schraubengetriebe 14 alle vier Zugmittel hubverstellbar sind. Die Getriebespindeln 15 werden dazu über entsprechende Hydraulikmotoren 19 angetrieben.

[0022] Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 9, 10 und 11 dient eine antreibbar gelagerte Winde 20 als Stelltrieb 8 für das hubverstellbare Zugmittel, wobei an beiden Querjochenden 9, 10 um zur Querjochlängsachse H parallele Achsen drehbare und über eine gemeinsame Antriebwelle 21 antreibbare Winden 20 vorgesehen sind. Ein gemeinsamer Hydraulikmotor 22 sorgt für eine beiderends synchrone Windenbewegung. Auf den beiden Winden 20 ist jeweils ein Zugmittel 23 aufgewickelt, dessen zwei frei herabhängende Endabschnitte 6, 7 jeweils das Zugmittelpaar an den Querjochenden bilden.

[0023] Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 12 und 13 sind die beiden Winden 20 um eine Querachse Q zur Querjochlängsachse drehbar im Querjoch 5 angeordnet, wobei jeweils eine Winde 20 zur gemeinsamen Hubverstellung je eines Zugmittels 6, 7 beider Zugmittelpaare dient, welche Zugmittel von der zugehörigen Winde, gegebenenfalls über eine Führungsrolle 18 zu den jeweiligen Umlenkrollen 12 an den Querjochenden 9, 10 verlaufen.

[0024] Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 14 und 15 ist am Querjoch 5 beider- ends ein querliegender Träger 24 angesetzt, an dem die Umlenkrollen 12 für die Zugmittel 6, 7 lagern, wobei die Zugmittel 6, 7 über Führungsrollen 18 im Übergangsbereich 25 zwischen den Trägern 24 und dem Querjoch 5 geführt sind und jeweils an den zugehörigen Stelltrieben 8 innerhalb des Querjoches 5 angreifen.

[0025] Das Querjoch 5 gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 16 besteht aus zwei spitzwinkelig sich kreuzenden Jochteilen 26, wobei zwei Stelltriebe 8 für die hubverstellbaren, über endseitige Laufrollen 12 geführten Zugmittel in den Jochteilen 26 eingesetzt sind. Die beiden anderen Zugmittel der Zugmittelpaare sind zugfest an den jeweils gegenüberliegenden Enden angelenkt.

[0026] Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 17 und 18 gibt es als Stelltriebe 8 beiderends am Querjoch 5 um eine zur Querjochlängsachse H parallele Achse verschwenkbar gelagerte Schwenkbalken 27, die mittels eines Schwenkantriebes 28 schwenkverstellbar sind und an den Enden Anlenkstellen 11 für die Zugmittel aufweisen. Durch Betätigen des Schwenkantriebes 28 lassen sich die Schwenkbalken 27 gegenüber dem Querjoch 5 in verschiedene Schwenkstellungen verschwenken (Fig. 18), so daß durch diese Schwenkverstellung auch eine Hubanlagenänderung der Zugmittel erfolgt. Wie in Fig. 19 angedeutet, kann an jedem Schwenkbalken 27 zusätzlich ein Hubantrieb 29 für eines der Zugmittel 6 angeordnet sein, um den Verstellbereich der Zugmittel zu erweitern.

[0027] Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 20 und 21 ist das Lastaufnahmegehänge 4 zur Anpassung an die Aufnahmeweite der Last längenverstellbar ausgebildet, wozu das Querjoch 5 ein- und ausziehbar abgestützte Endstücke 30 zur Aufnahme der Umlenkrollen 12 und des zugehörigen Stelltriebes 8 aufweist. Je nach dem, ob diese Endstücke 30 in das Querjoch 5 eingeschoben (linke Zeichnungshälfte) oder mehr oder weniger aus dem Querjoch 5 herausgezogen (rechte Hälfte der Zeichnung) sind, ergibt sich eine dementsprechende Längenänderung des Querjoches 5 und damit eine Veränderung der Aufnahmeweite für die beiden Zugmittelpaare an den Querjochenden.


Ansprüche

1. Lastaufnahmegehänge (4) für ein Hebezeug, insbesondere einen Fahrzeugkran (1), mit einem Querjoch (5), das beiderends paarweise angeordnete Zugmittel (6, 7) zur Lastaufnahme aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß von den Zugmittelpaaren (6, 7) jeweils wenigstens eines (6) der Zugmittel (6, 7) relativ zum anderen (7) über einen sich am Querjoch (5) abstützenden Stelltrieb (8) hubverstellbar ist.
 
2. Lastaufnahmegehänge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Stelltrieb (8) ein im Querjoch (5) eingesetzter Hubzylinder (13) vorgesehen ist, an dem das über eine Umlenkrolle (12) am Querjochende (9, 10) laufende hubverstellbare Zugmittel (6, 7) angreift.
 
3. Lastaufnahmegehänge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Stelltrieb (8) ein Schraubengetriebe (14) mit einer dreh- und antreibbar gelagerten Getriebespindel (15) und einer undrehbar längsgeführten Getriebemutter (16) vorgesehen ist, an welcher Getriebemutter (16) das über eine Umlenkrolle (12) am Querjochende (9, 10) laufende hubverstellbare Zugmittel (6) angreift.
 
4. Lastaufnahmegehänge nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zugmittel (6) des einen Zugmittelpaares (6, 7) und ein Zugmittel (6) des anderen Zugmittelpaares (6, 6) über einen gemeinsamen Stelltrieb (8) hubverstellbar sind, wobei die beiden Zugmittel (6, 7) gleichsinnig am Stelltrieb (8) angreifen und das eine Zugmittel (6) direkt zu einer Umlenkrolle (12) des einen Querjochendes (10) und das andere Zugmittel (6) unter Ausbildung einer Umkehrschleife (17) mittels einer Führungsrolle (18) zu einer Umlenkrolle (12) des anderen Querjochendes (9) führen.
 
5. Lastaufnahmegehänge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Stelltrieb (8) eine antreibbar gelagerte Winde (20) für das hubverstellbare Zugmittel (6, 7) vorgesehen ist.
 
6. Lastaufnahmegehänge nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß an beiden Querjochenden (9, 10) um zur Querjochlängsachse (H) parallele Achsen drehbare und vorzugsweise über eine gemeinsame Antriebswelle (21) antreibbare Winden (20) gelagert sind.
 
7. Lastaufnahmegehänge nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein auf den Winden (20) aufgewickeltes Zugmittel (23) mit seinen zwei frei herabhängenden Endabschnitten (6, 7) jeweils das Zugmittelpaar (6, 7) bildet.
 
8. Lastaufnahmegehänge nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine um eine Querachse (Q) zur Querjochlängsachse (H) drehbare Winde (20) zur gemeinsamen Hubverstellung je eines Zugmittels (6, 7) beider Zugmittelpaare (6, 7) vorgesehen ist.
 
9. Lastaufnahmegehänge nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß beiderends am Querjoch (5) ein querliegender Träger (24) mit Umlenkrollen (12) bzw. Anlenkstellen (11) für das zugehörige Zugmittelpaar (6, 7) angesetzt ist, wobei im Übergangsbereich (25) zwischen den Trägern (21) und dem Querjoch (5) den Umlenkrollen (12) zugeordnete Führungsrollen (18) für die an den im Querjoch (5) abgestützten Stelltrieben (8) angreifenden Zugmittel (6, 7) lagern.
 
10. Lastaufnahmegehänge nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Querjoch (5) aus zwei sich spitzwinkelig kreuzenden Jochteilen (26) besteht.
 
11. Lastaufnahmegehänge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Stelltrieb (8) beiderends am Querjoch (5) um eine zur Querjochlängsachse (H) parallele Achse verschwenkbar gelagerte und über einen Schwenkantrieb (28) verstellbare Schwenkbalken (27) vorgesehen sind, an deren Enden die Zugmittel (6, 7) angreifen.
 
12. Lastaufnahmegehänge nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß an jedem Schwenkbalken (27) für eines der Zugmittel (6) ein zusätzlicher Hubantrieb (29) angeordnet ist.
 
13. Lastaufnahmegehänge nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Querjoch (5) ein- und ausziehbar abgestützte Endstücke (30) zur Aufnahme der Umlenkrollen (12) bzw. Anlenkstellen (11) der Zugmittelpaare (6, 7) und vorzugsweise der zugehörenden Stelltriebe aufweist.
 




Zeichnung