(19)
(11) EP 1 054 110 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
25.01.2006  Patentblatt  2006/04

(21) Anmeldenummer: 00110549.3

(22) Anmeldetag:  17.05.2000
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E02D 29/02(2006.01)

(54)

Verfahren zur Herstellung einer begrünbaren Aussenhaut einer Erdböschung

Method for forming a vegetation support layer on an sloping earth structure

Procédé permettant le développement d'une végétation sur une surface en pente


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE ES FR GB IT LI

(30) Priorität: 18.05.1999 DE 19922670

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
22.11.2000  Patentblatt  2000/47

(73) Patentinhaber: Huesker Synthetic GmbH
48712 Gescher (DE)

(72) Erfinder:
  • Alexiew, Dimiter, Dr.
    48712 Gescher (DE)

(74) Vertreter: Freischem, Werner 
Patentanwälte Freischem, An Gross St. Martin 2
50667 Köln
50667 Köln (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 603 460
WO-A-96/33314
EP-A- 0 872 597
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer Erdböschung, die sich aus mehreren verdichteten Füllbodenlagen und einer bewehrten Außenhaut zusammensetzt, bei dem schichtweise ein tragender und verfestigter Bereich aufgebaut wird, der sich zusammensetzt aus mehreren Lagen Füllboden, der je Lage von einem im wesentlichen horizontalen Abschnitt, einem vertikalen Abschnitt und einem zurückgefalteten Abschnitt der flexiblen Bewehrungsmatte umschlossen und verdichtet wird.

    [0002] Ein Verfahren und eine Erdböschung dieser Art sind bekannt aus der EP-A-0 603 460. Bei diesem bekannten Verfahren ist jeder von einer Bewehrungsmatte umschlossenen Füllbodenlage ein aus einer Stahlgittermatte geformtes Rahmengestell zugeordnet, das einen unteren, horizontalen Boden und eine geneigte Frontwand aufweist. Die Frontwand ist mit einem Winkel vom horizontalen Boden abgewinkelt, die dem Böschungswinkel entspricht. Bei der Errichtung der Erdböschung wird zuerst das Rahmengestell je Füllbodenlage so angeordnet und ausgerichtet, daß die von einer Bewehrungsmatte umschlossene Füllbodenlage sich auf den rückwärtigen Bereich des Bodens des Rahmengestells auflegt und die abgewinkelte Frontwand von der Füllbodenlage einen Abstand einhält, so daß zwischen der Frontwand und der Stirnwand der Füllbodenlage ein Raum entsteht, in den je Lage Vegetationsboden eingefüllt werden kann.

    [0003] Bei diesem bekannten Verfahren ist es schwierig, die Rahmengestelle so auszurichten, daß ihre Frontwände eine kontinuierliche stufenlose Fläche bilden.

    [0004] Aus der WO 96 33314 A ist ein Verfahren zur Herstellung einer Erdböschung bekannt, bei dem die Erdböschung sich aus mehreren Bodenlagen zusammensetzt, die im Bereich ihrer Stirnwände von Matten umschlossen sind. Zur Bildung einer begrünbaren Außenhaut der Böschung ist jeder Bodenlage eine Gittermatte zugeordnet, die gelenkig mit der Gittermatte der jeweils benachbarten Bodenlage verbunden ist. Während des Aufbaus der Erdböschung werden die Gittermatten der einzelnen Bodenlagen gemeinsam von Führungsstangen in einem Winkel gehalten, der dem Böschungswinkel des fertiggestellten Erddammes entspricht. Nach Fertigstellung des Erddammes können die von Zugseilen in einem bestimmten Winkel gehaltenen Führungsstangen zur weiteren Verwendung entnommen werden. Um eine Begrünung der Außenhaut zu ermöglichen, können bei diesem Verfahren die Bodenlagen nicht hoch verdichtet werden. Das Einfüllen eines unverdichteten, lockeren Vegetationsbodens ist hier nicht möglich.

    [0005] Auch die EP-A-0 872 597 befaßt sich mit der Herstellung einer bewehrten Erdböschung mit einer begrünbaren Außenhaut. Bei diesem Verfahren werden verdichtete Füllbodenlagen erstellt, deren Stirnbereiche von geotextilen Bewehrungsmatten umschlossen sind. Die Stirnfläche der übereinander angeordneten Füllbodenlagen sind im wesentlichen entsprechend dem Böschungswinkel geneigt. Im Abstand vor diesen verfestigten Füllstofflagen werden zur Bildung der begrünbaren Außenhaut Gittermatten angeordnet, deren Höhe der Höhe einer Füllbodenlage entspricht. Diese Gittermatten werden entsprechend dem Böschungswinkel von Zugkräfte aufnehmenden Verbindungselementen oder Abstandhaltern gehalten, die zwischen den verfestigten Füllbodenlagen verankert sind. Diese Verbindungselemente oder Abstandhalter sind aus einem 14 mm Stahlrundstab V-förmig gebogen, und die freien Enden der beiden Arme sind in vertikalen Ebenen hakenförmig umgebogen, so daß diese hakenförmigen Enden um horizontale Stäbe der Gittermatten gehakt werden können. Dabei wird die unterste Gittermatte mit der unteren Kante schwenkbar am Boden befestigt, und jede höhere Gittermatte wird mit der unteren Kante auf der oberen Kante der jeweils darunter befindlichen Gittermatte befestigt. In den Raum zwischen der Stirnfläche der ersten und jeder höheren Füllstofflage und der ersten und jeder höheren Gittermatte wird von Lage zu Lage Vegetationsboden eingefüllt. Weil die Außenhaut sich aus mehreren, einzeln einstellbaren Gittermatten zusammensetzt und die Gittermatten je Lage mit Vegetationsboden hinterfüllt werden müssen, ist es schwer, eine kontinuierliche, stufenlose und buckelfreie Außenhaut zu erzielen.

    [0006] Es ist also bekannt, Erdböschungen und Stützwände mit einer Neigung von 45° bis 90° zur Horizontalen mehrschichtig auszubilden, wobei jede etwa 50 cm bis 80 cm dicke Schicht aus Füllboden gebildet ist, der zumindest teilweise von einer flexiblen geotextilen Bewehrungsmatte, insbesondere Geogittermatte, umschlossen ist. Die flexible Bewehrungsmatte hat dabei einen unteren, im wesentlichen horizontalen Abschnitt, auf dem der Füllboden aufliegt, an der Außenseite einen Abschnitt, der sich über die Höhe der jeweiligen Füllbodenschicht erstreckt, und einen zurückgefalteten Abschnitt, auf dem der untere Abschnitt der Bewehrungsmatte der nächst höheren Füllbodenschicht aufliegt. Die einzelnen Füllbodenschichten werden mittels Rüttler oder Vibrationswalzen verdichtet, bevor die nächst höhere Füllbodenschicht aufgebracht wird. Um eine gute Verzahnung der Füllbodenschichten zu erreichen, sind die flexiblen Bewehrungsmatten aus hochmodulen Polyestergarnen hergestellte Geogitter mit einer Maschenweite von 10 x 10 mm bis 50 x 50 mm. Die Polyestergarne bzw. das Geogitter ist mit einer Polymer-Schutzschicht ausgerüstet. Ist die Böschungswand im wesentlichen senkrecht, dann stehen die vertikalen Abschnitte der Bewehrungsmatten der einzelnen Füllbodenschichten im wesentlichen in einer vertikalen Ebene übereinander. Ist die Böschungswand um 45° geneigt, dann sind die vertikalen Abschnitte der Füllbodenschichten zur nächstfolgenden Füllbodenschicht um die Höhe der vertikalen Abschnitte der Bewehrungsmatten bzw. um die Dicke der Füllbodenschicht versetzt. Die Maschenweite der Bewehrungsmatte wird in Abhängigkeit von der Korngröße des Füllbodens gewählt und sollte etwa so groß sein wie die Korngröße von 50% des Füllbodens.

    [0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung einer Erdböschung zu entwickeln, bei welchem der Füllboden zuverlässig verdichtet werden kann, wobei die Frontseite der Bewehrungsmatte des Füllbodens trotz der Verdichtung einen definierten, möglichst vertikalen Verlauf hat und bei dem unabhängig von den verdichteten Füllbodenlagen Vegetationsboden, Muttererde oder dgl. in einen von unten bis oben durchgehenden freien Raum hinter einer kontinuierlich und stufenlos verlaufenden Außenhaut eingebracht werden kann.

    [0008] Diese Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des Patentanspruchs 1.

    [0009] Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine Erdböschung zu schaffen, bei der nach Erstellung des tragenden und verfestigten Bereiches die im Abstand von diesem Bereich aufzustellende Wand aus Gittermatten schnell und zuverlässig so befestigt werden kann, daß die Gittermatten eine kontinuierliche, stufenlose Fläche bilden.

    [0010] Diese Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 10.

    [0011] In der folgenden Beschreibung wird das erfindungsgemäße Verfahren sowie die mit diesem Verfahren hergestellte Erdböschung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen von drei Ausführungsbeispielen näher erläutert. Die Zeichnungen zeigen in:

    Fig. 1 einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäß hergestellte Böschung,

    Fig. 2 einen Querschnitt durch einen beidseitig begrünbaren Schallschutzwall,

    Fig. 3 einen Querschnitt durch einen einseitig begrünbaren Schallschutzwall.



    [0012] Die Fig. 1 zeigt den Querschnitt einer Erdböschung, die sich zusammensetzt aus einer natürlichen, vorhandenen Erdböschung 3, vor der schichtweise ein geotextilbewehrter, tragender und verfestigter Bereich aufgebaut wurde und vor der sich ein nicht tragender Außenhautbereich 2 befindet.

    [0013] Der tragende und verfestigte Bereich 1 setzt sich in diesem Beispiel zusammen aus fünf Lagen 21 - 25 Füllboden 4, der je Lage an drei Seiten von einer flexiblen Bewehrungsmatte 5 umschlossen ist. Die flexible Bewehrungsmatte 5 jeder Füllbodenlage 21 - 25 hat einen im wesentlichen horizontalen unteren Abschnitt 15, einen vorderen vertikalen Abschnitt 16 und einen zurückgefalteten oberen Abschnitt 17. Jede Füllbodenlage 21 - 25 wird mittels Vibrationswalzen oder dergleichen hochverdichtet, bevor die nächstfolgende höhere Lage aufgebaut wird. Zur Erzielung eines möglichst vertikalen Abschnitts 16 der die Füllbodenlagen 21 - 25 umschließenden flexiblen Bewehrungsmatten 5 wird vor dem Einfüllen des Bodens 4 je Lage eine abnehmbare vertikale Schalung, z.B. aus chalbrettern, angebracht. Hat der einzufüllende Boden 4 seine Schichtdicke erreicht, wird der Abschnitt 15 der Bewehrungsmatte zurückgeklappt und der eingefüllte Boden hochverdichtet. Die flexible Bewehrungsmatte sowie die Schalung der nächst folgenden Lage werden so angebracht, daß die Böschung die jeweils gewünschte Neigung erhält. Es entstehen dadurch Stufen 14, die um so größer sind, je kleiner der Böschungswinkel gegenüber der Horizontalen ist. Während des Aufbaus des tragenden und verfestigten Bereiches können zwischen den Füllbodenlagen 21 - 25 stabförmige Abstandhalter 8 angebracht werden, die über die vertikalen Bereiche der flexiblen Bewehrungsmatten 5 um vorzugsweise 10 bis 15 cm vorragen, so daß an ihnen im Abstand 36 von mindestens 10 cm eine von unten nach oben durchgehende steife und großflächige Gittermatte 7 befestigt werden kann. Sofern die Gittermatte 7 relativ große Gitteröffnungen aufweist, dann ist an der Innenseite dieser Gittermatte 7 eine mit kleinen Maschen oder Öffnungen versehene Lage 9 aus Gittergewebe, Maschendraht oder Vlies anzubringen, damit der zwischen dem tragenden und verfestigten Bereich 1 und der steifen Gittermatte 7 einzufüllende Vegetationsboden 10 nicht durch die Öffnungen in der Gittermatte hindurchfällt.

    [0014] Die Abstandhalter 8 können aber auch nach Erstellen des tragenden und verfestigten Bereiches 1 horizontal oder aber auch rechtwinklig zur Böschungsneigung in den tragenden und verfestigten Bereich eingetrieben werden. Die Abstandhalter 8 können mit Widerhaken 13 versehen sein. An ihren vorragenden Enden können die Abstandhalter 8 Anschläge 11 für die steife Gittermatte aufweisen. Diese Anschläge können entlang den stabförmigen Abstandhaltern 8 einstellbar sein. Zweckmäßigerweise sind die vorragenden Enden der stabförmigen Abstandhalter 8 mit einem Schraubgewinde zur Aufnahme und Führung einer Spannmutter 12 versehen, so daß die steife Gittermatte genau ausgerichtet werden kann, ggf. auch noch nach Einfüllen des Vegetationsbodens 10.

    [0015] Vorteilhafterweise wird der Vegetationsboden 10 bzw. ein Gemisch aus Mutterboden, Substrat und ggf. auch Samen mit Wasserzugaben in einen pumpfähigen Zustand gebracht und in den Raum zwischen dem tragenden und verfestigten Bereich 1 und der Außenhaut eingepumpt. In diesem Fall erfolgt das Abtropfen des überschüssigen Pumpwassers filterstabil durch die vorwiegend geotextile Matte 9.

    [0016] Die Gittermatte, die eine Baustahlgewebematte sein kann und durch Verzinken oder durch eine Kunststoffbeschichtung korrosionsbeständig sein kann, schützt ebenso wie die mindestens 10 cm dicke Schicht aus Vegetationsboden die flexible textile Bewehrungsmatte der Füllstofflagen 21 - 25.

    [0017] Der erfindungsgemäße Aufbau dieser Böschung macht es möglich, daß die Außenhaut bei Bedarf, beispielsweise nach einem LKW-Aufprall, repariert werden kann.

    [0018] Die Fig. 2 zeigt den Querschnitt eines Schallschutzwalls, der beidseitig begrünbar ist und der entsprechend dem erfindungsgemäßen Verfahren aufgebaut ist. Die Füllbodenlagen 31 - 35 werden nach oben immer schmaler, damit beidseitig die Seitenwände des Walls eine Neigung von etwa 60° bis 70° erhalten. Gleichwirkende Teile sind mit den gleichen Bezugszeichen versehen wie in Fig. 1.

    [0019] In Fig. 3 ist im Querschnitt ein Schallschutzwall dargestellt, bei dem nur eine Seite begrünbar ist, während in die andere und steilere Seite zwischen der steifen Gittermatte 7 und den verdichteten und textilbewehrten Füllbodenlagen Beton 18 eingefüllt ist. Anstelle von Beton 18 kann aber auch Kies, Schotter oder dergleichen schüttbares Material eingefüllt werden, sofern dies aus landschaftlichen, architektonischen oder sonstigen Umständen zweckmäßig erscheint.

    Bezugszeichenliste:



    [0020] 
    1
    tragender verfestigter Bereich, Wall
    2
    Außenhautbereich
    3
    anstehende Erdbtischung
    4
    Füllboden (verdichtet)
    5
    Bewehrungsmatte (Geo-Gittergewebe)
    6
    vertikaler Abschnitt der Bodenbewehrung
    7
    steife großflächige Gittermatte
    8
    stabförmiger Abstandhalter
    9
    durchwurzelbare Matte (Gittermatte, Vliesmatte)
    10
    Vegetationsboden, Mutterboden
    11
    Anschlag
    12
    Spannmutter
    13
    Widerhaken
    14
    Stufe
    15
    unterer horizontaler Abschnitt der Bewehrungsmatte 5
    16
    vertikaler Abschnitt der Bewehrungsmatte 5
    17
    oberer zurückgefalteter Abschnitt der Bewehrungsmatte 5
    18
    Beton
    21
    Füllstofflage
    22
    Füllstofflage
    23
    Füllstofflage
    24
    Füllstofflage
    25
    Füllstofflage
    31
    Füllstofflage
    32
    Füllstofflage
    33
    Füllstofflage
    34
    Füllstofflage
    35
    Füllstofflage
    36
    Mindestabstand



    Ansprüche

    1. Verfahren zur Herstellung einer Erdböschung, die sich aus mehreren verdichteten Füllbodenlagen und einer bewehrten Außenhaut (2) zusammensetzt, bei dem schichtweise ein tragender und verfestigter Bereich (1) aufgebaut wird, der sich zusammensetzt aus mehreren Lagen (21-25) Füllboden (4), der je Lage (21-25) von einem im wesentlichen horizontalen Abschnitt (15), einem vertikalen Abschnitt (16) und einem zurückgefalteten Abschnitt (17) einer flexiblen Bewehrungsmatte (5) umschlossen und verdichtet wird, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung eines möglichst vertikalen Abschnitts (6) der die Füllbodenlagen zumindest teilweise umschließenden Bewehrungsmatten (5) vor dem Verdichten je Lage eine abnehmbare Schalung angebracht wird und in den tragenden und verfestigten Bereich (1) über die vertikalen Abschnitte (16) der flexiblen Bewehrungsmatten (5) vorragende stabförmige Abstandhalter (8) angeordnet werden, an die nach Erstellen des tragenden und verdichteten Bereichs (1) der Böschung im Abstand (36) von den verdichteten Füllbodenlagen (21-25) eine steife, großflächige Gittermatte (7) befestigt wird, wobei die Abstandhalter (8) Anschlage (11) zur Festlegung des Mindestabstandes zwischen der steifen Gritter matte (7) und den Füllbodenlagen (21-25) aufweisen, so daß zwischen der steifen Gittermatte (7) und den Füllbodenlagen (21-25) ein von unten bis oben durchgehender freier Raum entsteht, der vorzugsweise mit einem Vegetationsboden (10), aber auch mit Kies, Schotter oder Beton (18) gefüllt wird.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die abnehmbare Schalung je Lage (21 - 25) derart angebracht wird, daß die vertikalen Abschnitte (16) der flexiblen Bewehrungsmatten (5) jeder Füllbodenlage (21-25) mit den oberen horizontalen Abschnitten (17) der Bewehrungsmatten (5) der jeweils unteren Lage eine Stufe (14) bilden.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Vegetationsboden (10) in einen pumpbaren Zustand gebracht wird und in den freien Raum zwischen großflächiger, steifer Gittermatte (7) und den Füllbodenlagen (21 - 25) eingepumpt wird.
     
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandhalter (8) zwischen den von Bewehrungsmatten (5) umschlossenen Füllstofflagen (21,22,23,24,25) angeordnet werden.
     
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandhalter (8) horizontal oder rechtwinklig zur Neigung der Böschung in den tragenden verfestigten Bereich (1) eingetrieben werden.
     
    6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandhalter (8) mit Widerhaken (13) versehen sind.
     
    7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandhalter (8) an ihren vorragenden Enden mit Anschlägen (11) für die steife, großflächige Gittermatte (7) versehen sind.
     
    8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge (11) entlang den stabförmigen Abstandhaltern (8) einstellbar sind.
     
    9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8 zur Herstellung eines begrünbaren Schallschutzwalls, dadurch gekennzeichnet, daß ein tragender Wall (1') aufgebaut wird, der sich zusammensetzt aus mehreren von unten nach oben schmaler werdenden Lagen (31,32,33,34) Füllboden (4), der je Lage von einer Bewehrungsmatte (5) umschlossen und der lagenweise verdichtet wird, wobei vor dem Verdichten einer Füllbodenlage (31,32,33,34) vor dem vertikalen Bereich (16) jeder Lage eine abnehmbare Schalung derart angebracht wird, daß die vertikalen Bereiche (16) der Bewehrungsmatten (5) an mindestens einer Seite des Walls (1) mit den oberen horizontalen Abschnitten der Bewehrungsmatte (5) der jeweils unteren Lage eine Stufe (14) bilden und daß in den tragenden Wall (1) über die vertikalen Bereiche (6) der Bewehrungsmatten (5) vorragende stabförmige Abstandhalter (8) angeordnet werden, an die im Abstand (36,37) von den verdichteten Füllbodenlagen (31-35) eine steife, großflächige Gittermatte (7) befestigt wird und der Raum zwischen der steifen Gittermatte (7) und den Füllbodenlagen (31-35) an mindestens einer Seite des Walls (1) mit einem Vegetationsboden (10) gefüllt wird, während an der andere Seite des Walls (1) je nach Steilheit der Böschung der Raum zwischen der steifen Gittermatte (7) und den Lagen (31-35) Füllboden (4) mit Vegetationsboden (10), Kies, Schotter oder Beton ausgefüllt ist.
     
    10. Erdböschung mit bewehrter Außenhaut (2) und einem schichtweise aufgebauten, tragenden und verfestigten Bereich (1), der sich zusammensetzt aus mehreren Lagen (21-25) Füllboden (4), der je Lage zumindest frontseitig von einer Bewehrungsmatte (5) an drei Seiten umschlossen und verdichtet ist, wobei im Abstand von den verdichteten Füllbodenlagen (21-25) steife, großflächige Gittermatten (7) angeordnet sind, die von in dem tragenden und verfestigten Bereich (1) verankerten Haltevorrichtungen gehalten sind und der Raum zwischen den steifen Gittermatten (7) und den Füllbodenlagen (21-25) mit Vegetationsboden (10), Kies, Schotter oder Beton gefüllt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtungen stabförmige Abstandhalter (8) sind, die im verfestigten Bereich verankert sind und über die Frontseiten der Bewehrungsmatten (5) vorragen und die im Abstand vom verfestigten Bereich (1) Anschläge (11) aufweisen zur Festlegung des Mindestabstandes zwischen den steifen und mehrere Füllbodenlagen (21-25) überdeckenden Gittermatten (7) und den Füllbodenlagen (21-26).
     
    11. Erdböschung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge (11) entlang den stabförmigen Abstandhaltern (8) einstellbar sind.
     
    12. Erdböschung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die frei vorragenden Enden der stabförmigen Abstandhalter (8) mit einem Schraubgewinde zur Aufnahme und Führung einer Spannmutter (12) versehen sind.
     


    Claims

    1. A method of producing an earthwork slope, which is composed of a plurality of compressed layers of fill soil and a reinforced facing (2), in which method a load-bearing, compacted area (1) is built up in layers, said area being composed of a plurality of layers (21-25) of fill soil (4), each of which layers (21-25) is surrounded by a substantially horizontal portion (15), a vertical portion (16) and a folded-back portion (17) of a flexible reinforcing mat (5) and compressed, characterised in that, to form an as far as possible vertical portion (6) of the reinforcing mats (5) at least partially surrounding the layers of fill soil, removable shuttering is fitted to each layer prior to compression and rod-shaped spacers (8) projecting beyond the vertical portions (16) of the flexible reinforcing mats (5) are arranged in the load-bearing, compacted area (1), to which spacers (8) a rigid, large-area grid mat(7) is attached at a distance (36) from the compressed layers (21-25) of fill soil after building of the load-bearing, compacted area (1) of the slope, wherein the spacers (8) comprise limit stops (11) for fixing the minimum distance between the rigid grid mat (17) and the layers (21-25) of fill soil, such that a free space continuous from bottom to top arises between the rigid grid mat (7) and the layers (21-25) of fill soil, which space is preferably filled with vegetation soil (10) but also with gravel, broken stone or concrete (18).
     
    2. A method according to claim 1, characterised in that the removable shuttering is fitted to each layer (21-25) in such a way that the vertical portion (16) of the flexible reinforcing mat (5) of each layer (21-25) of fill soil forms a step (14) with the upper horizontal portion (17) of the reinforcing mat (5) of the layer respectively below.
     
    3. A method according to claim 1 or claim 2, characterised in that the vegetation soil (10) is rendered pumpable and is pumped into the free space between the large-area, rigid grid mat (7) and the layers (21-25) of fill soil.
     
    4. A method according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the spacers (8) are arranged between the layers (21, 22, 23, 24, 25) of fill material surrounded by reinforcing mats (5).
     
    5. A method according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the spacers (8) are driven into the load-bearing, compacted area (1) horizontally or at right angles to the inclination of the slope.
     
    6. A method according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the spacers (8) are provided with barbs (13).
     
    7. A method according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the spacers are provided at their projecting ends with limit stops (11) for the rigid, large-area grid mat (7).
     
    8. A method according to claim 7, characterised in that the limit stops (11) are adjustable along the rod-shaped spacers (8).
     
    9. A method according to any one of claims 1 to 8 for producing a plantable sound-proofing earthwork,
    characterised in that a load-bearing earthwork (1') is built up, which is composed of a plurality of layers (31, 32, 33, 34) of fill soil (4), becoming narrower from bottom to top, each of which layers of fill soil is surrounded by a reinforcing mat (5) and is compressed layer by layer, wherein, prior to compression of a layer (31, 32, 33, 34) of fill soil, removable shuttering is fitted in front of the vertical area (16) of each layer in such a way that the vertical areas (16) of the reinforcing mats (5) on at least one side of the earthwork (1) form a step (14) with the upper horizontal portions (17) of the reinforcing mat (5) of the layer respectively below and in that rod-shaped spacers (8) projecting beyond the vertical areas (6) of the reinforcing mats (5) are arranged in the load-bearing earthwork (1), to which spacers (8) a rigid, large-area grid mat (7) is attached at a distance (36, 37) from the compressed layers (31-35) of fill soil and the space between the rigid grid mat (7) and the layers (31-35) of fill soil is filled on at least one side of the earthwork (1) with vegetation soil (10), while on the other side of the earthwork (1) the space between the rigid grid mat (7) and the layers (31-35) of fill soil (4) is filled with vegetation soil (10), gravel, broken stone or concrete, depending on the steepness of the slope.
     
    10. An earthwork slope with reinforced facing (2) and a load-bearing, compacted area (1) built up in layers, which area (1) is composed of a plurality of layers (21-25) of fill soil (4), each of which layers is surrounded on three sides, at least at the front, by a reinforcing mat (5) and compressed, rigid, large-area grid mats (7) being arranged at a distance from the compressed layers (21-25) of fill soil, which mats (7) are held by retaining devices anchored in the load-bearing, compacted area (1) and the space between the rigid grid mats (7) and the layers (21-25) of fill soil is filled with vegetation soil (10), gravel, broken stone or concrete, characterised in that the retaining devices are rod-shaped spacers (8), which are anchored in the compacted area and project beyond the fronts of the reinforcing mats (5) and which comprise limit stops (11) at a distance from the compacted area (1) for fixing the minimum distance between the rigid grid mats (7) covering a plurality of layers (21-25) of fill soil and the layers (21-25) of fill soil.
     
    11. An earthwork slope according to claim 10, characterised in that the limits stops (11) are adjustable along the rod-shaped spacers (8).
     
    12. An earthwork slope according to claim 10 or claim 11, characterised in that the freely projecting ends of the rod-shaped spacers (8) are provided with a screw thread for accommodating and guiding a clamping nut (12).
     


    Revendications

    1. Procédé permettant de former un talus de terre composé de plusieurs couches de terre de remplissage tassées et d'une couche externe armée (2), dans lequel on édifie en couches une zone porteuse compactée (1) qui se compose de plusieurs couches (21 à 25) de terre de remplissage (4), chacune desdites couches (21 à 25) étant entourée par une portion (15) sensiblement horizontale, une portion (16) verticale et une portion (17) repliée d'une nappe de renforcement flexible (5), puis tassée, caractérisé en ce que, pour que la portion (6) des nappes de renforcement (5) entourant au moins partiellement les couches de terre de remplissage soit la plus verticale possible, on place à chaque couche, avant le tassage, un coffrage amovible et l'on dispose, dans la zone porteuse compactée (1), des éléments d'espacement (8) en forme de barre qui dépassent des portions verticales (16) des nappes de renforcement flexibles (5), éléments d'espacement auxquels est fixé, après réalisation de la zone porteuse tassée (1) du talus, un grand treillis rigide (7) à une distance (36) des couches tassées de terre de remplissage (21 à 25), les éléments d'espacement (8) présentant des butées (11) destinées à définir la distance minimum entre le treillis rigide (7) et les couches de terre de remplissage (21 à 25) de manière à ce que se forme, entre le treillis rigide (7) et les couches de terre de remplissage (21 à 25), un espace libre continu de bas en haut que l'on remplit de préférence d'une terre végétale (10), mais aussi de gravier, de cailloux ou de béton (18).
     
    2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le coffrage amovible est appliqué à chaque couche (21 à 25) de manière à ce que les portions verticales (16) des nappes de renforcement flexibles (5) de chaque couche de terre de remplissage (21 à 25) forment un gradin (14) avec les portions horizontales supérieures (17) des nappes de renforcement (5) de la couche inférieure respective.
     
    3. Procédé selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé en ce que la terre végétale (10) est mise dans un état susceptible d'être pompé et est introduite par pompage dans l'espace libre compris entre le grand treillis rigide (7) et les couches de terre de remplissage (21 à 25).
     
    4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les éléments d'espacement (8) sont disposés entre les couches de matériau de remplissage (21, 22, 23, 24, 25) entourées de nappes de renforcement (5).
     
    5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les éléments d'espacement (8) sont insérés dans la zone porteuse compactée (1) soit horizontalement soit perpendiculairement à la pente du talus.
     
    6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les éléments d'espacement (8) sont dotés d'ardillons (13).
     
    7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les éléments d'espacement (8) sont dotés, au niveau de leurs extrémités en débordement, de butées (11) destinées à retenir le grand treillis rigide (7).
     
    8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que les butées (11) sont ajustables le long des éléments d'espacement (8) en forme de barre.
     
    9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 8 permettant de former un remblai antibruit végétalisable, caractérisé en ce que l'on édifie un remblai porteur (1') qui se compose de plusieurs couches (31, 32, 33, 34) de terre de remplissage (4) devenant de plus en plus étroites de bas en haut, ladite terre de remplissage étant entourée couche par couche d'une nappe de renforcement (5) et tassée couche après couche, un coffrage amovible étant placé devant la zone verticale (16) de chaque couche avant le tassage d'une couche de terre de remplissage (31, 32, 33, 34) de sorte que les zones verticales (16) des nappes de renforcement (5) forment, d'un côté du remblai (1) au moins, un gradin (14) avec les portions horizontales supérieures de la nappe de renforcement (5) de la couche inférieure respective et en ce que des éléments d'espacement (8) en forme de barre dépassant des zones verticales (6) des nappes de renforcement (5) sont disposés dans le remblai porteur (1), éléments d'espacement sur lesquels est fixé un grand treillis rigide (7) à une distance (36, 37) des couches tassées de terre de remplissage (31 à 35), l'espace compris entre le treillis rigide (7) et les couches de terre de remplissage (31 à 35) étant rempli, au moins d'un côté du remblai (1), par une terre végétale (10) tandis que, de l'autre côté du remblai (1), l'espace compris entre le treillis rigide (7) et les couches (31 à 35) de terre de remplissage (4) est rempli de terre végétale (10), de gravier, de cailloux ou de béton en fonction de l'escarpement du talus.
     
    10. Talus de terre avec une couche externe armée (2) et une zone porteuse compactée (1) édifiée en couches se composant de plusieurs couches (21 à 25) de terre de remplissage (4), laquelle est entourée couche par couche d'une nappe de renforcement (5) sur trois faces, au moins frontalement, et tassée, de grands treillis rigides (7) étant disposés à distance des couches tassées de terre de remplissage (21 à 25) et retenus par des dispositifs de retenue ancrés dans la zone porteuse compactée (1), l'espace compris entre les treillis rigides (7) et les couches de terre de remplissage (21 à 25) étant rempli de terre végétale (10), de gravier, de cailloux ou de béton, caractérisé en ce que les dispositifs de retenue sont des éléments d'espacement (8) en forme de barre qui sont ancrés dans la zone compactée, qui dépassent des faces frontales des nappes de renforcement (5) et présentent, à distance de la zone compactée (1), des butées (11) destinées à définir la distance minimum entre les treillis (7) rigides recouvrant plusieurs couches de terre de remplissage (21 à 25) et lesdites couches de terre de remplissage (21 à 25).
     
    11. Talus de terre selon la revendication 10, caractérisé en ce que les butées (11) sont ajustables le long des éléments d'espacement (8) en forme de barre.
     
    12. Talus de terre selon la revendication 10 ou la revendication 11, caractérisé en ce que les extrémités libres en saillie des éléments d'espacement (8) en forme de barre sont dotés d'un filetage destiné à recevoir et à guider un écrou tendeur (12).
     




    Zeichnung