| (19) |
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(11) |
EP 1 055 031 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.08.2003 Patentblatt 2003/33 |
| (22) |
Anmeldetag: 09.02.1999 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9900/346 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9904/1454 (19.08.1999 Gazette 1999/33) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUR ENTSÄUERUNGSBEHANDLUNG VON BESCHRIFTETEN ODER BEDRUCKTEN PAPIERERZEUGNISSEN
METHOD FOR DISACIDIFYING PAPER PRODUCTS WITH PRINTINGS OR INSCRIPTIONS
PROCEDE POUR DESACIDIFIER DES PRODUITS EN PAPIER IMPRIMES OU PORTANT DES INSCRIPTIONS
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE GB |
| (30) |
Priorität: |
10.02.1998 DE 19805271
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.11.2000 Patentblatt 2000/48 |
| (73) |
Patentinhaber: BELL, Oswald |
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90480 Nürnberg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BELL, Oswald
90480 Nürnberg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Stippl, Hubert, Dipl.-Ing. et al |
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Hafner & Stippl,
Patentanwälte,
Schleiermacherstrasse 25 90491 Nürnberg 90491 Nürnberg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-97/26409 DE-A- 4 436 635
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DE-A- 4 114 075
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Entsäuerungsbehandlung von beschrifteten
oder bedruckten Papiererzeugnissen (im folgenden kurz "Bücher" genannt) sowie eine
entsprechende Vorrichtung zur Entsäuerungsbehandlung.
[0002] Ein gattungsgemäßes Verfahren sowie eine entsprechende Vorrichtung ist bereits aus
der WO 96/12066 bekannt. Hierbei wird das Buch in stehender, geöffneter Position mittels
eines großvolumigen Öffnungsstrahls hinsichtlich seiner einzelnen Seiten aufgefächert
und mittels einzelner entlang eines sich unterhalb des Buches hin und her bewegenden
Schwenkarms angeordneter Strahle fluidisierten Wirkstoffs sowie separater Luftstrahle
in abwechselnder Anordnung zwischen den aufgefächerten Buchseiten behandelt. Bei dem
vorerwähnten Verfahren hat sich gezeigt, daß der Eintrag von Wirkstoff zwischen die
einzelnen Seiten des Buches nicht immer gleichmäßig war.
[0003] Der vorliegenden Erfindung kommt die Aufgabe zu, das gattungsgemäße Verfahren sowie
die diesbezügliche Vorrichtung dahingehend zu verbessern, daß ein möglichst gleichmäßiger
Eintrag von Wirkstoff zwischen die Seiten des Buches ermöglicht wird.
[0004] Die vorliegende Aufgabe wir dadurch gelöst, daß der Öffnungsstrahl im Schnitt gesehen
eine gekrümmte Form aufweist. Die Orientierung der Krümmung ist zweckmäßigerweise
zum Buchrükken hin. Hierdurch wird ei-ne optimale Öffnung der Buchseiten für den Wirkstoffeintrag
erzielt, und zwar sowohl im Mittelbereich des Buches als auch an den Randbereichen,
d.h. in der Nähe der Buchdeckel. Der gekrümmt geformte Öffnungsstrahl ist im Schnitt
gesehen flach ausgebildet. Zweckmäßigerweise ist der Öffnungsstrahl leicht zum Buchrücken
hin geneigt.
[0005] Zur Behandlung von besonders großen Büchern. Zeitungsbänden oder Akten wird erfindungsgemäß
das Buch zusätzlich von der dem Buchrücken abgewandten Seite mit einem weiteren Öffnungsstrahl
beaufschlagt, welcher zweckmäßigerweise ebenfalls geneigt zum Buchrücken hin angeordnet
ist. Hierdurch wird eine optimale Öffnung der einzelnen Buchseiten bishin zum Buchrücken
erzielt.
[0006] Dieser weitere Öffnungsstrahl ist zweckmäßigerweise, ebenfalls ein im Schnitt gesehen,
gekrümmt ausgebildeter Öffnungsstrahl von vorzugsweise größerem Durchmesser im Vergleich
zum Hauptöffnungsstrahl.
[0007] Vorteilhaft ist es, wenn dieser weitere Öffnungsstrahl hinsichtlich seiner Höhenposition
sowie Neigung zum Buchrücken hin variierbar ist, um verschieden große Bücher entsprechend
behandeln zu können. Dieser weitere Öffnungsstrahl ist im Schnitt gesehen ebenfalls
flach ausgebildet.
[0008] Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft die Reduzierung des zwischen
den einzelnen Seiten des Buches vorherrschenden Strömungswiderstandes. Dies wird erfindungsgemäß
dadurch erreicht, daß an der gegenüberliegenden Seite des Buches eine gezielte Absaugung
vorgenommen wird.
[0009] Die Reduzierung des Strömungswiderstands ermöglicht niedrigere Einblasdrücke und
als Konsequenz davon, eine Reduzierung der mechanischen Beanspruchung der einzelnen
Buchseiten, ohne daß demgegenüber das Behandlungsergebnis verschlechtert wird.
[0010] Zur Gewährleistung einer möglichst weitgehenden Reduzierung des Strömungswiderstands
erfolgt die Absaugung zweckmäßigerweise gezielt im Bereich des Austritts des Wirkstoffstrahls
aus der Buchoberseite, vorzugsweise in dem dem Buchrücken zugewandten Bereich des
Buches.
[0011] Zur Möglichkeit der Behandlung unterschiedlich großer Bücher wird die Absaugung in
Abhängigkeit der Art des zu behandelnden Buches in ihrer Position variiert. Die Variation
dieser Position kann bei Bedarf sogar automatisch erfolgen.
[0012] Das erfindungsgemäße Verfahren umfaßt, auch nebengeordnet beansprucht, die Idee,
zur Erzeugung des Wirkstoffstrahls ein Zerstäubergas, z.B. Druckluft sowie den fluidisierten
Wirkstoff vorab in einer Mischkammer vorzumischen und anschließend das homogenisierte
Gemisch in das Buch einzubringen. Die Mischung erfolgt hierbei zweckmäßigerweise unmittelbar
einer Mischkammer der Wirkstoffdüse. Diese Methode verbessert die Homogenität des
Wirkstoffeintrags zwischen den einzelnen im Vergleich zu dem eingangs erwähnten Verfahren
des Standes der Technik, bei dem separate Wirkstoffstrahle sowie Luftstrahle abwechselnd
vorgesehen sind. Eine unregelmäßige Beaufschlagung des Buches mit Wirkstoff wird damit
vermieden.
[0013] Zur Erzielung einer möglichst hohen Homogenität des Wirkstoffs im Wirkstoffstrahl
steht die Mischkammer unter Überdruck, wobei der Wirkstoff und/oder das Zerstäubergas
zweckmäßigerweise von beiden Seiten der Wirkstoffdüse zugeführt werden.
[0014] Gemäß der vorliegenden Erfindung wird der Wirkstoffstrahl über eine Wirkstoffdüse
mit schlitzförmiger Austrittsöffnung erzeugt, welche die aufgefächerten Seiten des
Buches hin und her pendelnd bestreicht. Zur Optimierung des Eintrags von Wirkstoff
zwischen den einzelnen Buchseiten im Bereich des Buchrückens ist der Wirkstoffstrahl
etwas zum Buchrücken hin, was seinen Strahlkern anbelangt, orientiert. Zudem kann
gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Neigungswinkel des Strahlkerns von der Außenseite
zur Innenseite des Buches zunehmen, wodurch eine optimale Beaufschlagung des Buches
erzielt wird.
[0015] Eine weitere Idee, als nebengeordneter Bestandteil der Gesamtidee, liegt darin, zur
Papierverstärkung ein Papierverfestigungsmittel einzublasen, zweckmäßigerweise zusammen
mit dem Wirkstoff während des Behandlungsverfahrens.
[0016] Das Papierverfestigungsmittel soll zweckmäßigerweise während des dem Behandlungsschritt
nachfolgenden Konditionierungsschritts unter erhöhter Luftfeuchtigkeit erfolgen. Zur
Beschleunigung der Papierverfestigung werden darüber hinaus während des Konditionierungsschritts
Aktivierungsmittel eingebracht.
[0017] Zur Gewährleistung einer besonders hohen Behandlungsflexibilität können zweckmäßigerweise
eigene Wirkstoffstrahle mit sowie ohne Papierverfestigungsmittel bereit gestellt werden,
wobei bei Bedarf (z.B. bei der Behandlung eines mit sehr dünnem Papier ausgestatteten
Buches) eine Umschaltung zwischen den Wirkstoffstrahlen erfolgt.
[0018] Dadurch das die Konditionierung sowie gleichzeitig die Aktivierung des Papierverfestigungsmittels
über einen Feuchtluftstrahl erfolgt, kann die Papierverfestigung ohne zusätzliche
aufwendige Verfahrensschritte in vorteilhafter Weise in das bestehende Verfahren integriert
werden.
[0019] Zur Erhöhung der Feuchtigkeitsdurchdringung des Strahls im Bereich der einzelnen
aufgefächerten Buchseiten wird der Feuchtluftstrahl von einem sich über den Strahlquerschnitt
hin und her bewegenden Strömungsbeeinflusser, z.B. in Form eines flachen, stabförmigen
Gebildes beaufschlagt.
[0020] Die zur Behandlung eines Buches erforderliche Wirkstoffmenge setzt sich zusammen
aus dem Anteil an Wirkstoff zur Neutralisation des Papiers zuzüglich desjenigen Anteils
zur Gewährleistung einer sogenannten "alkalischen Reserve". Der Wirkstoff wird durch
das vorliegende Verfahren konstant eingebracht, wodurch die zu beladende Menge über
das Gewicht des zu behandelnden Buches bestimmt wird. Daraus ergibt sich, die sogenannte
"Basiszeit" zur Behandlung des Buches. Rauhe Papiere können unter Zugrundelegung der
Basiszeit ausreichend behandelt werden. Glatte Papiere demgegenüber nehmen den Wirkstoff
schlechter an und müssen daher regelmäßig länger behandelt werden. Bisher war es nur
möglich, die Oberflächenrauhigkeit vom Bedienungspersonal grob abzuschätzen und die
Bücher grundsätzlich länger, d.h. mit einer zusätzlichen Sicherheit zu behandeln,
was zu einem erhöhten Verbrauch von Wirkstoff geführt hat und die zu behandelnden
Bücher zudem einen überhöhten Anteil an Wirkstoff enthielten.
[0021] Das erfindungsgemäße Verfahren schlägt hierzu, nebengeordnet beansprucht, vor, die
Rauhigkeit des zu behandelnden Papiers, z.B. über eine optische oder akustische Papierrauhigkeitsmessung,
zu erfassen und anhand der erfaßten Rauhigkeit dem Grad der Behandlung, insbesondere
die Länge der Behandlung mit Wirkstoff festzulegen. Hierdurch wird für jede Papierqualität
der optimale Anteil an Wirkstoff in das Papier eingetragen.
[0022] Desweiteren besteht ein besonderes Problem bei der Behandlung von Papierseiten in
sogenanntem "Ordnern", aufgrund der das Papier dort haltenden Bügel. Derartige Ordner
besitzen zum einen einen sehr unterschiedlichen Füllgrad, zum anderen befindet sich
der Papierstapel innerhalb des Ordners nicht exakt in der Mitte.
[0023] Die Erfindung schlägt hierzu, ebenfalls nebengeordnet beansprucht, vor, die bei der
Behandlung von in Ordnern abgelegten Papierseiten in ihrem dem Ordnerrücken zugewandten
Bereich von der Außenseite her beidseitig zur Simulation eines festgebundenen Rückens
einzuspannen. Hierdurch kann der so eingespannte Ordner wie ein Buch mit Wirkstoff
beaufschlagt werden.
[0024] Die Erfindung umfaßt darüber hinaus eine Vorrichtung zur Entsäuerungsbehandlung von
Druckund Papiererzeugnissen, bei der zur Reduzierung des Strömungswiderstands innerhalb
des Buches während der Wirkstoffbehandlung eine zusätzliche Abzugsdüse an der der
Öffnungsstrahldüse gegenüberliegenden Seite des Buches positioniert ist. Zur Anpassung
an die einzelnen zu behandelnden Bücher ist die Abzugsdüse zweckmäßigerweise höhenverstellbar
ausgebildet. Eine besonders hohe Reduzierung des Strömungswiderstands wird dadurch
erreicht, daß die Form der Abzugsdüse, im Querschnitt betrachtet, etwa der Kontur
des Buches im Bereich des Buchrückens entspricht und/oder die Abzugsdüse etwa im gleichen
Abstand zum Buch wie die Öffnungsstrahldüse positioniert ist.
[0025] Um eine optimale Auffächerung des positionierten Buches zu erreichen, ist die Austrittsöffnung
der Öffnungsstrahldüse als gekrümmt ausgebildete Schlitzdüse, z.B. als Kreisbogenschlitzdüse
vorgesehen.
[0026] Ferner ist es vorteilhaft, wenn die Schlitzdüse ausgehend von der Parallele leicht
zum Buchrücken hin geneigt ist.
[0027] Zur Behandlung besonders großer Bücher, Akten, Ordnern etc. ist gemäß einer weiteren
Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung eine weitere Öffnungsstrahldüse seitlich
zum Buch an der dem Buchrücken entgegengesetzten Seite vorgesehen, wobei der Öffnungsstrahl
hinsichtlich seines Strahlkerns zum Buchrücken hin geneigt ist. Die Öffnungsstrahldüsen
können verschiebbar und/oder zur Gewährleistung unterschiedlicher Winkelstellungen
zum Buchrücken hin verschwenkbar angeordnet sein.
[0028] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist die Wirkstoffdüse als Mischdüse ausgebildet,
in der ein Gemisch aus Wirkstoff und Zerstäubergas zum Einblasen in das Buch bereit
gestellt wird, was zur Folge hat. daß eine besonders homogene Beaufschlagung des Buches
mit Wirkstoff erzielt wird.
[0029] Die Wirkstoffdüse ist gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung schlitzförmig
ausgebildet und auf einem Schwenkarm montiert. Die Dimensionierung der Wirkstoffdüse
liegt in einem Bereich von 1.0 - 0.1 mm, vorzugsweise 0,7 - 0.2 mm.
[0030] Die Festlegung der Richtung des Wirkstoffstrahls erfolgt durch die Ausrichtung einzelner
Verbindungskanäle zwischen einer Zerstäubergaskammer, insbesondere Luftkammer, sowie
einer Mischkammer, in die fluidisierter Wirkstoff eingeblasen wird. Die Verbindungskanäle
sind zweckmäßigerweise zum Buchrücken hin geneigt.
[0031] Zur Behandlung von Ordnern weist die Halterung der Vorrichtung Einspannmittel zur
Behandlung von in dem Ordner abgelegten Papierseiten auf, die die einzelnen Papierseiten
in ihrer Gesamtheit in dem dem Ordnerrücken zugewandten Bereich seitlich einspannen
und hierdurch einen festen Buchrücken beim Ordner simulieren. Hierdurch kann der Ordner
wie ein Buch auf die vorstehend beschriebene Art und Weise mit Wirkstoff behandelt
werden.
[0032] Die Einspannmittel umfassen beidseitig zur Hauptaußenfläche der einzelnen Papierseiten
zum Papier orientierte, positionsverstellbare Halterollen, die im Einspannzustand
an den Papieraußenseiten anliegen.
[0033] Zur Ausgleichung von unterschiedlichen Befüllungszuständen eines Ordners sind die
Halterollen betreffend ihre Achse exzentrisch gelagert, so daß durch Drehen der Halterolle
um die Achse eine Abstandsänderung der Halterolle zum Papier in einfacher Weise erzielbar
ist.
[0034] Über die Seitenlänge der Papierseiten können mehrere Halterollen pro Seite angeordnet
sein.
[0035] Eine zweckmäßigerweise Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens sowie der Vorrichtung
wird nachstehend anhand der Zeichnungsfiguren näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine stark vereinfachte schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
innerhalb eines Behandlungsraums in Vorderansicht;
- Fig. 2
- die Darstellung gemäß Fig. 1 in Seitenansicht;
- Fig. 3
- eine Schnittdarstellung der Abzugsdüse:
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung der Wirkstoffdüse (Fig. 4a), eine Querschnittdarstellung
(Fig. 4b) sowie eine Längsschnittdarstellung im Bereich des Austritts des Wirkstoffstrahls
(Fig. 4c);
- Fig. 5
- eine stark vereinfachte schematische Darstellung der Wirkstoffstrahlaufbereitung;
- Fig. 6
- eine stark vereinfachte Darstellung der Maßnahmen zur Konditionierung sowie Papierverfestigung;
- Fig. 7
- eine perspektivische Darstellung der Feuchtluftdüse mit Strömungshinderer;
- Fig. 8
- eine stark vereinfachte schematische Darstellung der Erfassung der Oberflächenrauhigkeit
zur Anpassung der effektiven Behandlungszeit sowie
- Fig. 9
- eine stark vereinfachte schematische Darstellung der Halterung zur Wirkstoffbehandlung
von Ordnern in Draufsicht (Fig. 9a) sowie in Seitenansicht der einen Hälfte der Halterung.
[0036] Bezugsziff. 1 in Fig. 1 bezeichnet die Vorrichtung zur Entsäuerungsbehandlung von
Büchern und dgl. in ihrer Gesamtheit. Sie umfaßt einen abgeschlossenen oder zumindest
abschließbaren Behandlungsraum 2, in dem sich mindestens eine Halterung 5 zur Positionierung
eines Buches 3 oder dgl. befindet. Die in Fig. 1 dargestellte Halterung 5 besitzt
zur Positionierung eines Buches 3 einen am Buchrücken 8 aufschiebbaren Messerbalken
9. Das Buch 3 wird hierbei in an sich bekannter Weise stehend sowie geöffnet in der
Halterung 5 gehalten, wobei die beiden Buchdeckel 6, 7 zusätzlich an der Halterung
fixiert werden.
[0037] An der Unterseite des Buches 3 befindet sich zur Erzeugung eines Öffnungsstrahls
11 in Form eines gekrümmten Flachstrahls eine Öffnungsstrahldüse 12 als Kreisbogenschlitzdüse
mit einer leichten zum Buchrücken 8 hin geneigten Neigung, die bei Betrieb eine Auffächerung
der einzelnen Buchseiten 4 gewährleistet.
[0038] Beabstandet hierzu ist eine entsprechende weitere Öffnungsstrahldüse 14 mit größerem
Durchmesser vorgesehen, und zwar vorzugsweise im Außenumfangsbereich der jeweiligen
Buchseiten, wie sich aus Fig. 2 ergibt.
[0039] Beide Öffnungsstrahldüsen 12, 14 sind hinsichtlich ihrer Radialposition, Höhenposition
sowie hinsichtlich ihres Neigungswinkels variierbar, um eine möglichst optimale Anpassung
an das jeweils zu behandelnde Buch 3 und damit eine optimale Auffächerung zu gewährleisten.
[0040] An der Oberseite, etwa gegenüberliegend zur Öffnungsstrahldüse 12 in vergleichbarem
Abstand, befindet sich die Abzugsdüse 13. Sie dient dazu, den Strömungswiderstand
beim Durchtritt des Wirkstoffs zu reduzieren.
[0041] Im Querschnitt gesehen, entspricht die Form der Abzugsdüse 13 (vgl. Fig. 3 etwa der
Form in der Kontur des aufgeschlagenen Buches 3 im Bereich des Buchrückens 8.
[0042] Wie aus Fig. 2 deutlich zu sehen ist, befindet sich die Wirkstoffdüse 10 zwischen
dem Buch 3 sowie den beiden an der Unterseite des Buches 3 positionierten Öffnungsstrahldüsen
12, 14.
[0043] Sowohl die Öffnungsstrahldüse 12 als auch die Öffnungsstrahldüse 14 mit größerem
Durchmesser sind (vgl. Fig. 2) einerseits höhenverstellbar, andererseits in ihrer
Neigung zum Buch 3 verstellbar ausgebildet. Gleiches gilt für die Abzugsdüse 13. Hierdurch
kann die jeweils optimale Einstellung für das betreffende Buch 3 vorgenommen werden.
[0044] Die Wirkstoffdüse 10 bewegt sich während des Betriebs der Gesamtvorrichtung 1 unterhalb
der Unterseite des Buches 3 unter Zuhilfenahme eines geeigneten (nicht dargestellten)
Antriebs, auf einem Schwenkarm 15 positioniert, hin und her.
[0045] Die Wirkstoffdüse 10 ist gemäß Fig. 4a als Schlitzdüse mit einer Schlitzbreite von
etwa 0,4 mm ausgestaltet und weist beidseitig jeweils einen Einlaß 37 für den Wirkstoff,
welcher mit fluidisiert, d.h. Druckluft transportiert wird sowie je einen Einlaß 38
für Druckluft als Zerstäubergas auf.
[0046] Gemäß Fig. 4b wird der fluidisierte Wirkstoff in eine an der Oberseite angeordnete,
dreieckige Mischkammer 17 eingetragen, wohingegen Druckluft in die Zerstäubergaskammer
16 eingebracht wird und über Verbindungskanäle 18 in die Mischkammer 17 eindringt.
Die Zerstäubergaskammer 16 steht hierbei ebenso wie die Mischkammer 17 unter Überdruck.
[0047] Zur Erzielung einer Richtung des an der Oberseite austretenden Wirkstoffstrahls sind
gemäß Fig. 4c die Verbindungskanäle 18 derart angeordnet, daß sie im Bereich des Buchrückens
8 eine stärkere Neigung nach innen aufweisen als in dem betreffenden Außenbereich
der Wirkstoffdüse 10. Hierdurch wird erreicht, daß die Zwischenräume zwischen den
Buchseiten im Buchrückenbereich optimal mit Wirkstoff beaufschlagt werden.
[0048] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung wird dem Wirkstoff
(vgl. Fig. 5) in der sogenannten "Fluidisierungskammer 27" zusätzlich Stärke zugeführt
und zusammen mit dem Wirkstoff durch die Wirkstoffdüse 10 in das Buch 3 eingeblasen.
Die Stärke wirkt hierbei als Papierverfestigungsmittel. Sie wird im nachfolgenden
Konditionierungsschritt bei erhöhter Luftfeuchtigkeit aktiviert und bewirkt eine Verfestigung
des behandelnden Papiers. Das Papier fühlt sich hierbei "natürlich" an.
[0049] Gemäß Fig. 6 wird ein Buch 3 mit normal dicken Buchseiten über die Zuführung A im
Behandlungsraum 2 mit Wirkstoff behandelt und anschließend in den Konditionierungsbereich
35 übergerührt. Dort wird das Buch 3 über den Zugang C mit feuchter Luft beaufschlagt,
wodurch der Wirkstoff, welcher vorab trocken als Pulver in das Buch 3 eingebracht
worden ist, aktiviert wird. Soll ein Buch 3 mit sehr dünnen Buchseiten behandelt werden,
so wird im Behandlungsraum 2 auf den Eingang B umgeschaltet, bei dem zusammen mit
dem Wirkstoff zusätzlich Stärke mit in das Buch 3 eingeblasen wird. Anschließend wird
das Buch 3 in den Konditionierungsbereich 35 überführt und dort ebenfalls über den
Zugang D mit Feuchtluft sowie der Feuchtluft beigefügten Aktivierungsmittel, insbesondere
Formaldehyd, beaufschlagt. Das Aktivierungsmittel bewirkt ei-ne besonders rasche Umsetzung
der Stärke, d.h. Verfestigung der Buchseiten.
[0050] Fig. 7 zeigt die bei der Konditionierung eingesetzte als gekrümmt ausgebildete Schlitzdüse
geformte Feuchtluftdüse 29, an deren Oberseite sich ein hin und her ändernder Strömungsbeeinflusser
30 befindet. Durch den Strömungsbeeinflusser 30 wird die gleichmäßig aus der Schlitzdüse
austretende Strömung unterbrochen, wodurch im Bereich des geöffneten Buchs 3 die einzelnen
Buchseiten eine zusätzliche mechanische Beaufschlagung erfahren. Hierdurch gelangt
die Feuchtigkeit noch besser zwischen die einzelnen Buchseiten.
[0051] Eine weitere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens und der Vorrichtung umfaßt
einen Rauhigkeitssensor 31, mit dem z.B. optisch oder akustisch die Oberflächenrauhigkeit
der Buchseiten erfaßt wird. Zudem wird über eine Waage 32 auch das Gewicht des Buchs
3 erfaßt, wobei dies Werte zusammen mit der Eintragmenge an Wirkstoff eine Basiszeit
ergeben. Die gemessene Rauhigkeit wird einem Faktor gleichgesetzt, mit dem die Basiszeit
in eine effektive Behandlungszeit abhängig von der Rauhigkeit des zu behandelnden
Papiers geändert wird. Ist das Papier besonders fein, führt dies zu einer verlängerten
Behandlungszeit. Demgegenüber kann die Behandlungszeit für rauhe Papiere dementsprechend
reduziert werden.
[0052] Zur Behandlung von sogenannten "Ordnern" erfaßt die erfindungsgemäße Vorrichtung
eine Halterung 33, bestehend aus seitlich zu dem im Ordner 3 eingehefteten Papierseiten
4 angeordneten Halterollen 20, 21. Die Halterung 33 umfaßt hierbei jeweils bezogen
auf jede Papierseite 3 Halterollen 20, 21. Die Zwischenräumen zwischen den Halterollen
20, 21 sind als Aussparungen für die beiden Ordnerbügel 34 gedacht.
[0053] Die Halterollen 20, 21 sind entlang einer Stange 36 (vgl. Fig. 9b) exzentrisch gelagert
und können demzufolge gut an unterschiedliche Füllgrade des Ordners mit seitlichem
Druck angepaßt werden. Die Halterollen 20, 21 bewirken eine Fixierung der Ordnerfüllung
im Bereich des Ordnerbügels 34 und damit die Simulation eines "Buchrückens". Die Ordnerdeckel
22, 23 werden von plattenartigen Halterungen 33 entweder in einer Linie oder abgewinkelt
zum Ordnerrücken 19 gehalten. Die Beaufschlagung des Ordners mit Wirkstoff sowie gegebenenfalls
Verstärkungsmittel erfolgt in der bereits eingangs beschriebenen Art und Weise.
[0054] Nach der Behandlung werden die Halterungen 33 entfernt, die Halterollen 20, 21 nach
außen abgezogen, so daß der mit Wirkstoff behandelnde Ordner entnommen werden kann.
1. Verfahren zur Entsäuerungsbehandlung von beschrifteten oder bedruckten Papiererzeugnissen,
im folgenden kurz "Bücher" genannt, bei dem mittels eines die einzelnen Seiten von
der Unter- zur Oberseite oder umgekehrt durchblasende Öffnungsstrahls die zu behandelnden
Seiten des Buches aufgefächert werden und ein mit Wirkstoff beladener Strahl (Wirkstoffstrahl)
vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Öffnungsstrahl (11) im Schnitt gesehen eine gekrümmte Form mit Orientierung der
Krümmung zum Buchrücken hin aufweist.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Öffnungsstrahl (11) im Schnitt gesehen flach ausgebildet ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Öffnungsstrahl (11) zum Buchrücken (8) hin geneigt ist.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Buch (3) zusätzlich von der dem Buchrücken (8) abgewandten Seite mit einem weiteren
Öffnungsstahl (25) beaufschlagt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
der weitere Öffnungsstrahl (25) ebenfalls ein im Schnitt gesehen gekrümmt sowie flach
ausgebildeter Öffnungsstrahl (25) ist.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
zur Reduzierung des zwischen den einzelnen Seiten (4) des Buches (3) vorherrschenden
Strömungswiderstands an der gegenüberliegenden Seite abgesaugt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Absaugung gezielt im Bereich des Austritts des Wirkstoffstrahls erfolgt.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Positionierung der Absaugung in Abhängigkeit der Art des zu behandelnden Buches
(3) variiert wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
zur Erzeugung des Wirkstoffstrahls ein Zerstäubergas und der Wirkstoff in fluidisierter
Form in einer Mischkammer (17) der Wirkstoffdüse (10) vorgemischt und anschließend
in das Buch (3) eingetragen wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Wirkstoffstrahl als Gemisch aus Zerstäubergas und fluidisierten Wirkstoff über
eine schlitzförmige Austrittsöffnung der Wirkstoffdüse (10) dem Buch zugeführt wird
und die Wirkstoffdüse (10) an der Unterseite des aufgefächerten Buches bewegt, vorzugsweise
hin- und herbewegt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
der fluidisierte Wirkstoff sowie das Zerstäubergas von beiden Seiten der Wirkstoffdüse
(10) zugeführt wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 - 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Wirkstoffstrahl hinsichtlich der Orientierung seines Strahlkerns zum Buchrücken
(8) hin gerichtet ist.
13. Verfahren nach einem der vorgehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
zur Papierverstärkung ein Papierverfestigungsmittel eingeblasen wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Papierverfestigungsmittel zusammen mit dem Wirkstoff in das Buch (3) eingeblasen
wird.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet, daß
eine Aktivierung des Papierverfestigungsmittels während eines dem Behandlungsschritt
nachfolgenden Konditionierungsschritts erfolgt.
16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 13 - 15,
dadurch gekennzeichnet, daß
während des Konditionierungsschritts Aktivierungsmittel für das Papierverfestigungsmittel
eingebracht werden.
17. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 13 - 16,
dadurch gekennzeichnet, daß
Wirkstoffstrahle mit sowie ohne Papierverfestigungsmittel bereitgestellt werden und
bei Bedarf eine Umschaltung zwischen den Wirkstoffstrahlen erfolgt.
18. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 13 - 17,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Konditionierung über einen Feuchtluftstrahl erfolgt.
19. Verfahren nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Feuchtluftstrahl von einem sich über den Strahlquerschnitt hin und her bewegenden
Strömungsbeeinflusser (30) beaufschlagt wird.
20. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
vor der Wirkstofrbehandlung die Rauhigkeit des zu behandelnden Papiers erfaßt und
anhand der ermittelten Rauhigkeit der Grad der Behandlung mit Wirkstoff festgelegt
wird.
21. Verfahren nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet, daß
in Abhängigkeit der ermittelten Rauhigkeit die Dauer der Behandlung festgelegt wird.
22. Verfahren nach Anspruch 20 oder 21
dadurch gekennzeichnet, daß
die Papierrauhigkeit optisch oder akustisch erfaßt wird.
23. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die bei der Behandlung von in Ordnern abgelegten Papierseiten in ihrem dem Ordnerrücken
(19) zugewandten Bereich von der Außenseite her beidseitig zur Simulation eines festgebundenen
Rückens eingespannt werden.
24. Vorrichtung zur Entsäuerungsbehandlung von Druck- oder Papiererzeugnissen, im folgenden
kurz "Bücher" genannt, mit mindestens einer Halterung zur aufgefächerten Positionierung
des zu behandelnden Buches, mindestens einer Öffnungsstrahldüse (12) zur Auffächerung
des Buches sowie mindestens einer Wirkstoffstrahldüse (24),
dadurch gekennzeichnet, daß
eine zum Buchrücken hin gekrümmt ausgebildete Schlitzdüse als Öffhungsstrahldüse (12)
vorgesehen ist.
25. Vorrichtung nach Anspruch 24,
dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens eine weitere Öffnungsstrahldüse (14) seitlich zum Buch (3) an der dem Buchrücken
(8) entgegengesetzten Seite vorgesehen ist und der Öffnungsstrahl (11) hinsichtlich
seines Strahlkerns zum Buchrücken (8) hin geneigt ist.
26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24 oder 25,
dadurch gekennzeichnet, daß
die weitere Öffnungsstrahldüse (14) verschiebbar und/oder zur Gewährleistung unterschiedlicher
Winkelstellungen zum Buchrücken (8) hin verschwenkbar angeordnet ist.
27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24 - 26,
dadurch gekennzeichnet, daß
eine zusätzliche Abzugsdüse (13) an der der Öffnungsstrahldüse (12) gegenüberliegenden
Seite des Buches (3) positioniert ist.
28. Vorrichtung nach Anspruch 27,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Abzugsdüse (13) höhenverstellbar ausgebildet ist.
29. Vorrichtung nach Anspruch 27 oder 28,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Form der Abzugsdüse (13), im Querschnitt betrachtet, etwa der Kontur des Buches
(3) zumindest im Bereich des Buchrückens (8) angepaßt ist.
30. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 27 - 29,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Abzugsdüse (13) etwa im gleichen Abstand zum Buch (3) wie die Öffnungsstrahldüse
(12) positioniert ist.
31. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24 - 30,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Wirkstoffdüse (10) als Mischdüse ausgebildet ist, in der ein Gemisch aus fluidisiertem
Wirkstoff und Zerstäubergas herstellbar ist.
32. Vorrichtung nach Anspruch 31,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Austrittsöffnung der Wirkstoffdüse (10) schlitzförmig ausgebildet ist.
33. Vorrichtung nach Anspruch 31 oder 32,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Wirkstoffdüse (10) auf einem Schwenkarm (15) montiert ist.
34. Vorrichtung nach Anspruch 32 oder 33,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Wirkstoffdüse (10) eine Zerstäubergaskammer (16) sowie eine Mischkammer (17) mit
einzelnen die Zerstäubergaskammer (16) und Mischkammer (17) verbindenden Verbindungskanälen
(18) umfaßt.
35. Vorrichtung nach Anspruch 34,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Verbindungskanäle (18) zum Buchrücken (8) hin geneigt sind.
36. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24 - 35,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Halterung (5) Einspannmittel zur Behandlung von in einem Ordner abgelegten Papierseiten
umfaßt, die die einzelnen Papierseiten in ihrer Gesamtheit in dem dem Ordnerrücken
(19) zugewandten Bereich seitlich einspannen.
37. Vorrichtung nach Anspruch 36,
dadurch gekennzeichnet, daß
beidseitig zur Hauptaußenfläche der einzelnen Papierseiten zum Papier orientierte,
positionsverstellbare Halterollen (20, 21) vorgesehen sind.
38. Vorrichtung nach Anspruch 37,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Halterollen (20, 21) betreffend ihre Achse exzentrisch gelagert sind.
39. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 36 - 38,
dadurch gekennzeichnet, daß
über die Seitenlänge der Papierseiten mehrere Halterollen (20, 21) pro Seite vorgesehen
sind.
1. Method for the deacidification of inscribed or printed paper products, hereinafter
referred to for short as "books", involving the use of an opening jet blown through
the individual pages in a bottom-up or top-down fashion to fan open the book's pages
for treatment, and the provision of a jet laden with active ingredient (the "active
jet"),
characterised in that
seen in cross-section the opening jet (11) exhibits a curved shape with the curvature
orientated towards the spine of the book.
2. Method according to claim 1,
characterised in that seen in cross-section the opening jet (11) has a shallow configuration.
3. Method according to claim 1 or 2,
characterised in that the opening jet (11) is inclined towards the book's spine (8).
4. Method according to any of the preceding claims,
characterised in that a further opening jet (25) is additionally applied to the book (3) from the side
furthest from the book's spine (8).
5. Method according to claim 4,
characterised in that likewise seen in cross-section the further opening jet (25) has a curved and shallow
configuration.
6. Method according to any of the preceding claims,
characterised in that aspiration takes place on the opposite side to reduce the flow resistance between
the individual pages (4) of the book (3).
7. Method according to claim 6,
characterised in that the aspiration takes place centred on the region where the active jet exits.
8. Method according to claim 6 or 7,
characterised in that the positioning of the aspiration is varied in dependence on the type of book (3)
being treated.
9. Method according to any of the preceding claims,
characterised in that to generate the active jet an atomising gas and the active ingredient in fluidised
form are pre-mixed in a mixing chamber (17) of the active ingredient dispensing nozzle
(10) and then charged into the book (3).
10. Method according to claim 9,
characterised in that the jet of active ingredient is supplied to the book as a mixture of atomising gas
and fluidised active ingredient via a slotted outlet on the active ingredient dispensing
nozzle (10), and the active ingredient dispensing nozzle (10) is moved along the underside
of the fanned-out book, preferably to and fro.
11. Method according to claim 9 or 10,
characterised in that the fluidised active ingredient and atomising gas is supplied from both sides of
the active ingredient dispensing nozzle
(10).
12. Method according to any of claims 7 to 10,
characterised in that in terms of the orientation of its core, the jet of active ingredient is directed
at the book's spine (8).
13. Method according to any of the preceding claims,
characterised in that a paper stiffening agent is blown in to reinforce the paper.
14. Method according to claim 13,
characterised in that the paper stiffening agent is blown into the book (3) along with the active ingredient.
15. Method according to claim 13 or 14,
characterised in that activation of the paper stiffening agent takes place during a conditioning stage
which follows on from the treatment stage.
16. Method according to any of preceding claims 13 to 15,
characterised in that activator for the paper stiffening agent is introduced during the conditioning stage.
17. Method according to any of preceding claims 13 to 16,
characterised in that active jets with and without paper stiffening agent are prepared, and the active
jets are switched as needed.
18. Method according to any of preceding claims 13 to 17,
characterised in that conditioning is done using a jet of moist air.
19. Method according to claim 18,
characterised in that the jet of moist air is subjected to a flow regulator (30) which moves to and fro
over the jet's cross-section.
20. Method according to any of the preceding claims,
characterised in that the roughness of the paper for treatment is ascertained prior to treating it with
active ingredient, and the extent of the treatment with active ingredient is determined
with the aid of the ascertained roughness.
21. Method according to claim 20,
characterised in that the duration of the treatment is fixed in dependence on the ascertained roughness.
22. Method according to claim 20 or 21,
characterised in that the paper's roughness is ascertained by optical or acoustic means.
23. Method according to any of the preceding claims,
characterised in that the sheets of paper which during the treatment are filed away in folders are clamped
externally from both sides in the region facing the folder's spine (19), so as to
simulate a permanently bound spine.
24. Apparatus for the deacidification of printed or paper products, hereinafter referred
to for short as "books", comprising at least one bracket for positioning the book
for treatment with its pages fanned out, at least one opening jet nozzle (12) for
fanning out the book, and at least one active ingredient jet nozzle (24),
characterised by the provision of a slotted nozzle curved towards the book's spine and acting as an
opening jet nozzle (12).
25. Apparatus according to claim 24,
characterised in that at least one further opening jet nozzle (14) is provided to the side of the book
(3) on the side opposite the book's spine (8), and the core of the opening jet (11)
is inclined towards the book's spine (8).
26. Apparatus according to either of claims 24 or 25,
characterised in that the further opening jet nozzle (14) is arranged so as to be displaceable and/or swivel
so as to ensure different angular positions of the book's spine (8).
27. Apparatus according to any of claims 24 to 26,
characterised in that an additional discharge nozzle (13) is positioned on the side of the book (3) that
is located opposite the opening jet nozzle (12).
28. Apparatus according to claim 27,
characterised in that the discharge nozzle (13) is constructed so as to be adjustable in height.
29. Apparatus according to claim 27 or 28,
characterised in that the shape of the discharge nozzle (13), when viewed in cross-section, is approximately
adapted to the contour of the book (3), at least in the region of the book's spine
(8).
30. Apparatus according to any of claims 27 to 29,
characterised in that the discharge nozzle (13) is positioned approximately the same distance from the
book (3) as the nozzle (12) for the opening jet.
31. Apparatus according to any of claims 24 to 30,
characterised in that the active ingredient dispensing nozzle (10) is configured as a mixing nozzle in
which a mix of fluidised active ingredient and atomising gas can be prepared.
32. Apparatus according to claim 31,
characterised in that the outlet of the active ingredient dispensing nozzle (10) is a slotted construction.
33. Apparatus according to claim 31 or 32,
characterised in that the active ingredient dispensing nozzle (10) is mounted on a swivelling arm (15).
34. Apparatus according to claim 32 or 33,
characterised in that the active ingredient dispensing nozzle (10) comprises an atomising gas chamber (16)
and a mixing chamber (17) with individual connecting passages (18) connecting the
atomising gas chamber (16) and the mixing chamber (17).
35. Apparatus according to claim 34,
characterised in that the connecting passages (18) are inclined towards the book's spine (8).
36. Apparatus according to any of claims 24 to 35,
characterised in that the bracket (5) comprises clamping means for treating paper sheets filed in a folder,
which clamp the individual paper sheets sideways en bloc in the region facing the folder's spine (19).
37. Apparatus according to claim 36,
characterised in that positionally adjustable holding rolls (20, 21) are provided on either side of the
principal outer surface of the individual paper sheets and orientated towards the
paper.
38. Apparatus according to claim 37,
characterised in that the holding rolls (20, 21) are mounted off-centre in relation to their axis.
39. Apparatus according to any of claims 36 to 38,
characterised in that a plurality of holding rolls (20, 21) are provided per side along the lateral length
of the paper sheets.
1. Procédé pour le traitement de désacidification des produits en papier imprimés ou
portant des inscriptions, par la suite appelés « livres », dans lequel les pages du
livre à traiter sont ventilées au moyen d'un jet d'ouverture parcourant les différentes
pages de la page du dessous à celle du dessus et inversement et dans lequel est prévu
un jet chargé en principe actif (jet à principe actif), caractérisé en ce que le jet d'ouverture (11) présenté en coupe a une forme courbe avec orientation de
la courbure dirigée vers le dos du livre.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le jet d'ouverture (11) présenté en coupe est de forme plate.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que le jet d'ouverture (11) est incliné vers le dos (8) du livre.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'en plus de la page détournée du dos (8) du livre, le livre (3) est chargé par un autre
jet d'ouverture (25).
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'autre jet d'ouverture (25) est également un jet d'ouverture (25) courbe et de forme
plate présenté en coupe.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il existe une aspiration sur la page opposée en vue de réduire la résistance au courant
prédominant entre les différentes pages (4) du livre (3).
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'aspiration ciblée a lieu dans la zone de sortie du jet à principe actif.
8. Procédé selon la revendication 6 ou 7,
caractérisé en ce que le positionnement de l'aspiration est modifié en fonction du type de livre (3) à
traiter.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un gaz de pulvérisation et le principe actif sous forme fluidisée sont mélangés dans
une chambre de mélange (17) de la buse à principe actif (10) en vue de produire le
jet à principe actif et le mélange est ensuite appliqué dans le livre (3).
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que le jet à principe actif comme mélange de gaz de pulvérisation et de principe actif
fluidisé est envoyé vers le livre à travers un orifice de sortie de la buse à principe
actif (10) en forme de fente et la buse à principe actif (10) se déplace à la surface
inférieure du livre ventilé, de préférence selon un mouvement de va-et-vient.
11. Procédé selon la revendication 9 ou 10,
caractérisé en ce que le principe actif fluidisé ainsi que le gaz de pulvérisation sont amenés par les
deux côtés de la buse à principe actif (10).
12. Procédé selon l'une des revendications 7-10,
caractérisé en ce que le jet à principe actif est, en ce qui concerne son noyau de pulvérisation, orienté
vers le dos (8) du livre.
13. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un moyen de rigidification du papier est vaporisé pour renforcer le papier.
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que le moyen de rigidification du papier est vaporisé dans le livre (3) simultanément
au principe actif.
15. Procédé selon la revendication 13 ou 14,
caractérisé en ce qu'une activation du moyen de rigidification du papier survient au cours d'une étape
de conditionnement consécutive à l'étape de traitement.
16. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes 13-15, caractérisé en ce que des moyens d'activation pour le moyen de rigidification du papier sont mis en oeuvre
durant l'étape de conditionnement.
17. Procédé selon l'une quelconque des revendications 13-16, caractérisé en ce que des jets à principe actif sont préparés avec ou sans moyen de rigidification du papier
et au besoin, un changement intervient entre les jets à principe actif.
18. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes 13-17, caractérisé en ce que le conditionnement a lieu au moyen d'un jet d'air humide.
19. Procédé selon la revendication 18, caractérisé en ce que le jet d'air humide est chargé par un système agissant sur le courant (30) se déplaçant
avec un mouvement de va-et-vient selon la section transversale du jet.
20. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la rugosité du papier à traiter est prise en compte avant le traitement au principe
actif et le niveau du traitement au principe actif est déterminé en fonction de la
rugosité calculée.
21. Procédé selon la revendication 20, caractérisé en ce que la durée du traitement est déterminée en fonction de la rugosité calculée.
22. Procédé selon la revendication 20 ou 21,
caractérisé en ce que la rugosité du papier est déterminée de façon optique ou sonore.
23. Procédé selon l'une quelconque des précédentes revendications, caractérisé en ce que les pages en papier déposées dans des classeurs lors du traitement sont insérées
de part et d'autre dans leur secteur orienté vers le dos du classeur (19) du côté
extérieur pour simuler un dos fermement fixé.
24. Procédé pour le traitement de désacidification des produits en papier imprimés ou
portant des inscriptions, par la suite appelés « livres », présentant au moins un
support pour un positionnement ventilé du livre à traiter, au moins une buse de jet
d'ouverture (12) pour la ventilation du livre ainsi qu'au moins une buse pour le jet
à principe actif (24),
caractérisé en ce qu'une buse à fente de forme courbée en direction du dos du livre est prévue comme buse
de jet d'ouverture (12).
25. Procédé selon la revendication 24, caractérisé en ce qu'au moins une autre buse de jet d'ouverture (14) est prévue latéralement en direction
du livre (3) sur le côté opposé au dos (8) du livre et le jet d'ouverture (11) est
incliné en ce qui concerne son noyau de pulvérisation vers le dos (8) du livre.
26. Dispositif selon l'une des revendications 24 ou 25 caractérisé en ce que l'autre buse de jet d'ouverture (14) est agencée de façon à pouvoir être déplacée
et / ou inclinée de façon à garantir diverses positions d'inclinaison en direction
du dos (8) du livre.
27. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 24-26, caractérisé en ce qu'une buse supplémentaire d'aspiration (13) est positionnée sur la face du livre (3)
opposée à la buse de jet d'ouverture (12).
28. Dispositif selon la revendication 27,
caractérisé en ce que la buse d'aspiration (13) est conçue pour être ajustable en hauteur.
29. Dispositif selon la revendication 27 ou 28,
caractérisé en ce que la forme de la buse d'aspiration (13), considérée selon une coupe transversale, est
quelque peu adaptée au contour du livre (3) au moins dans la zone du dos (8) du livre.
30. Dispositif selon l'une des revendications 27-29, caractérisé en ce que la buse d'aspiration (13) est positionnée environ à la même distance du livre (3)
que la buse de jet d'ouverture (12).
31. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 24-30 caractérisé en ce que la buse à principe actif (10) est conçue comme une buse de mélange, dans laquelle
un mélange reposant sur le principe actif fluidisé et le gaz de pulvérisation peut
être produit.
32. Dispositif selon la revendication 31
caractérisé en ce que l'ouverture de sortie de la buse à principe actif (10) est en forme de fente.
33. Dispositif selon la revendication 31 ou 32,
caractérisé en ce que la buse à principe actif (10) est montée sur un bras orientable (15).
34. Dispositif selon la revendication 32 ou 33,
caractérisé en ce que la buse à principe actif (10) comprend une chambre à gaz de pulvérisation (16) ainsi
qu'une chambre de mélange (17) dotées de différentes conduites de liaison (18) reliant
la chambre à gaz de pulvérisation (16) et la chambre de mélange (17).
35. Dispositif selon la revendication 34,
caractérisé en ce que les conduites de liaison (18) sont inclinées en direction du dos (8) du livre.
36. Dispositif selon l'une des revendications 24-35, caractérisé en ce que le support (5) comprend des moyens de serrage pour le traitement des pages en papier
déposées dans un classeur, et enserrent latéralement les pages en papier dans leur
totalité dans le secteur orienté vers le dos (19) du classeur.
37. Dispositif selon la revendication 36,
caractérisé en ce que des rouleaux de maintien (20, 21) ajustables en position et orientés en direction
du papier sont prévus de part et d'autre vers la surface extérieure principale des
différentes feuilles de papier.
38. Dispositif selon la revendication 37,
caractérisé en ce que les rouleaux de maintien (20, 21) sont positionnés de manière excentrée par rapport
à leur axe.
39. Dispositif selon l'une des revendications 36-38 caractérisé en ce que sont prévus, par page, plusieurs rouleaux de maintien (20, 21) sur la longueur de
page des feuillets en papier.