| (19) |
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(11) |
EP 1 055 046 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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26.09.2007 Patentblatt 2007/39 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.05.2002 Patentblatt 2002/19 |
| (22) |
Anmeldetag: 21.01.1999 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE1999/000188 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 1999/041481 (19.08.1999 Gazette 1999/33) |
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| (54) |
ABSTANDHALTERPROFIL FÜR ISOLIERSCHEIBENEINHEIT
PROFILED SPACER FOR AN INSULATION-PLATE UNIT
PROFILE D'ECARTEMENT POUR UNITE DE PLAQUES ISOLANTES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE DK ES FR GB IT LI |
| (30) |
Priorität: |
11.02.1998 DE 19805348
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.11.2000 Patentblatt 2000/48 |
| (73) |
Patentinhaber: Technoform Caprano + Brunnhofer oHG |
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34277 Fuldabrück (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BRUNNHOFER, Erwin
D-34277 Fuldabrück (DE)
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| (74) |
Vertreter: Rohmann, Michael et al |
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Patentanwälte
Andrejewski, Honke & Sozien
Theaterplatz 3 45127 Essen 45127 Essen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 113 209 EP-A- 0 785 336 DE-A- 3 302 659 DE-U- 9 303 795 GB-A- 2 162 228
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EP-A- 0 753 638 WO-A-91/00409 DE-U- 9 214 799 DE-U- 29 814 768
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[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Abstandhalterprofil aus einem elastisch-plastisch
verformbaren, schlecht wärmeleitenden Material für einen Abstandhaherrahmen, der im
Randbereich von mindestens zwei voneinander beabstandeten Scheiben, insbesondere transparenten
Scheiben für Isolierscheibeneinheiten, unter Bildung eines Scheibenzwischenraumes
anzubringen ist, wobei das Abstandhalterprofil eine Kammer umfaßt, die in ihren Wänden
ein sich in Längsrichtung des Profils erstreckendes plastisch verformbares Verstärkungselement
aufweist, wobei das Abstandhalterprofil eine sich im Wesentlichen über seine gesamte
Breite und Länge erstreckende diffusionsdichte Schicht aufweist.
[0002] Elastisch-plastisch verformbare Materialien meint im Rahmen der Erfindung solche
Materialien, bei denen nach dem Biegeprozeß elastische Rückstellkräfte wirksam sind,
wie es typischerweise bei Kunststoffen der Fall ist, wobei ein Teil der Biegung über
eine plastische, nicht reversible Verformung erfolgt.
[0003] Plastisch verformbare Materialien umfaßt solche Materialien, bei denen nach der Verformung
praktisch keine elastischen Rückstellkräfte wirken, wie es typischerweise beim Biegen
von Metallen über die Streckgrenze hinaus der Fall ist.
[0004] Unter schlecht wärmeleitenden oder wärmeisolierenden Materialien sollen solche Materialien
verstanden werden, die gegenüber Metallen eine deutlich, das heißt mindestens um einen
Faktor 10, geringere Wärmeleitfähigkeit zeigen. Die Wärmeleitwerte liegen typischerweise
in der Größenordnung λ ≈ 5 W/ (m·K) und darunter, bevorzugt sind sie kleiner als 1
W/(m·K) und weiter bevorzugt kleiner als 0, 3 W/ (m·K).
[0005] Die Scheiben der Isolierscheibeneinheit sind im Rahmen der Erfindung normalerweise
Glasscheiben aus anorganischem oder organischem Glas, ohne daß die Erfindung allerdings
hierauf beschränkt wäre. Die Scheiben können beschichtet oder auf andere Weise veredelt
sein, um der Isolierscheibeneinheit besondere Funktionen, wie erhöhte Wärmedämmung
oder Schalldämmung, zu verleihen.
[0006] Abstandhalterrahmen haben als wichtigste Aufgabe, Scheiben einer Scheibeneinheit
auf Abstand zu halten, die mechanische Festigkeit der Einheit zu gewährleisten und
den Scheibenzwischenraum vor äußeren Einflüssen zu schützen. Vor allem bei Isolierscheibeneinheiten
mit hoher Wärmedämmung ist festzustellen, daß die Wärmeübertragungscharakteristik
des Randverbundes und damit des Abstandhalterprofils, aus dem der Abstandhalterrahmen
hergestellt ist, besonderer Beachtung bedarf. Eine Verschlechterung der Wärmedämmung
einer hoch wärmedämmend ausgelegten Isolierscheibeneinheit im Randbereich insbesondere
durch übliche metallische Abstandhalter ist mehrfach nachgewiesen worden.
[0007] Deshalb werden seit längerer Zeit neben metallischen Abstandhalterprofilen auch Abstandhalterprofile
aus Kunststoff verwendet, um die geringe Wärmeleitfähigkeit dieser Materialien auszunutzen.
Allerdings weisen derartige Materialien in der Regel eine im Vergleich zu Metallen
geringe Diffusionsdichtigkeit auf. Da aber verhindert werden muß, daß in der Umgebung
vorhandene Luftfeuchtigkeit in den Scheibenzwischenraum eindringt und auch ein Entweichen
von Füllgasen, wie beispielsweise Argon, Krypton, Xenon und Schwefelhexafluorid, mit
denen der Scheibenzwischenraum gefüllt ist, in minimalen Grenzen gehalten werden muß,
sind bei der Verwendung von Profilen aus Kunststoff in der Regel besondere Maßnahmen
erforderlich. Aus diesem Grunde ist z. B. in der
DE-A- 33 02 659 vorgeschlagen, ein Abstandhalterprofil mit einer Dampfsperre zu versehen, indem auf
das Kunststoffprofil eine Meiallfolie oder eine metallisierte Kunststoff-Folie aufgebracht
wird.
[0008] Kunststoffprofile haben weiterhin den Nachteil, daß sie sich nur unter hohem Aufwand
oder gar nicht zur Herstellung einstückiger Abstandhalterrahmen biegen lassen. Im
allgemeinen werden daher Kunststoffprofile zu geraden Stangen in den den Abmessungen
der jeweiligen Scheibeneinheit entsprechenden Maßen geschnitten und durch mehrere
Eckverbindung miteinander zu einem Abstandhalterraum verbunden.
[0009] Die
DE-U-93 03 795, die für die Formulierung des Oberbegriffs des Anspruches 1 herangezogen wurde, offenbart
sich in Längsrichtung des Profils erstreckende Verstärkungskörper, die ausschließlich
in der dem Schreibenzwischenraum zugewandten Innenwand des Abstandhalterprofils eingebettet
sind. Dadurch sollen sie die Stabilität der dem Scheibenzwischenraum zugewandten Innenwand,
die durch UV-Einstrahlung und Wärmeausdehnung gefährdet ist, unterstützen. Das Biegeverhalten
des vorbekannten Profils ist in der Druckschrift nicht angesprochen.
[0010] DE-U-92 14 799 und
GB-A-2 162 228 offenbaren Abstandhalterprofile der eingangs genannten Art mit einem einzigen, sich
von dem einen äußeren Eckbereich des Profils über dessen Außenwand in den anderen
äußeren Eckbereich erstreckenden Verstärkungselement, das die Herstellung eines einstückigen
Abstandhalterrahmens durch Biegen offensichtlich nicht zuläßt.
[0011] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein im großen Maßstab kostengünstig
produzierbares wärmeisolierendes Abstandhalterprofil zur Verfügung zu stellen, aus
dem einfach ein einstückiger Abstandhalterrahmen herstellbar sein soll. Das Profil
soll insbesondere mit üblichen, allenfalls geringfügig modifizierten konventionellen
Biegeanlagen kaltbiegbar sein, also mit allenfalls geringer Erwärmung so biegbar sein,
daß störende Verformungen nicht auftreten.
[0012] Diese Aufgabe wird durch ein Abstandhalterprofil mit den Merkmalen des Patentanspruches
1 gelöst. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß die Verstärkungselemente nur in den
Seitenwänden und/oder den Eckbereichen des Profils vorgesehen sind.
[0013] Da bei einem erfindungsgemäßen Abstandhalterprofil die Verstärkungselemente nur im
Bereich der aus schlecht wärmeleitenden Material bestehenden Seitenwände des Abstandhalterprofils
angeordnet sind und somit durch diese kein direkter thermischer Kontakt zwischen den
Scheiben hergestellt wird, wird die Wärmeleitung von einer Scheibe zur anderen durch
das Abstandhalterprofil durch die Verstärkungselemente nur in äußerst geringem Maße
beeinflußt. Durch ihre plastische Verformbarkeit sowie die Anordnung im Bereich der
Seitenwände des Profils tragen sie andererseits entscheidend zur Erfüllung der der
Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe bei.
[0014] Durch die erfindungsgemäße Anordnung der Verstärkungselemente wird erreicht, daß
bei der Auswahl des den Haupt-Volumenanteil des Profils ausmachenden elastisch-plastisch
verformbaren, schlecht wärmeleitenden Materials dessen plastische Verformbarkeit nicht
im Vordergrund steht, sondern auch nahezu vollkommen elastische Materialien verwendet
werden können, wenn diese hinsichtlich der Wärmeisolation Vorteile bieten. Auf der
anderen Seite können die Verstärkungselemente gezielt im Hinblick auf ihre plastische
Verformbarkeit und ihre Eigenschaften während des Biegeprozesses ausgewählt werden,
ohne daß ihre Abmessungen oder ihr Material im Hinblick auf die Höhe ihrer Wärmeleitfähigkeit
wesentlichen Einschränkungen unterworfen sind.
[0015] Für den Biegeprozeß sind marktübliche Biegeanlagen ohne nennenswerte Modifikationen
geeignet.
[0016] Das erfindungsgemäße Profil ist als Hohlkammerprofil gestaltet, wobei die Kammer
im Normalfall mit hygroskopischern Material gefüllt wird und wobei wasserdampfdurchlässige
Bereiche, z.B. Perforationen, in der dem Scheibenzwischenraum zugewandten Innenwand
der Kammer einen Dampf- oder Feuchtigkeitsaustausch zwischen dem Scheibenzwischenraum
und der Kammer ermöglichen. Dadurch wird der Feuchtigkeitsgehalt in dem Scheibenzwischenraum
niedrig gehalten, um eine Kondensation bei niedrigen Temperaturen zu vermeiden. Alternativ
kann das Abstandhalterprofil auch einen zum Scheibenzwischenraurn hin offenen U-förmigen
Querschnitt aufweisen, wenn dafür gesorgt wird, daß das Trockenmittel fest in der
Kammer verankert ist, z.B. über Adhäsion.
[0017] Der Querschnitt der Verstärkungselemente kann mannigfaltig ausgebildet werden. So
können diese Elemente z. B. als Drähte ausgebildet sein, was eine einfache und damit
kostengünstige Herstellung ermöglicht.
[0018] Ferner können die Verstärkungselemente auch als Flach- oder Winkelprofile ausgebildet
sein. Dadurch wird eine besonders hohe Formstabilität, besonders in den Querschnitts-Eckbereichen,
des Abstandhalterprofils gewährleistet. Es ist auch eine Kombination von Drähten und
Flach- oder Winkelprofilen in einem Abstandhalterprofil möglich.
[0019] Die Verstärkungselemente bestehen im allgemeinen aus Metall oder aus einer Metall-Legierung,
bevorzugt aus Aluminium oder aus einer Aluminiumlegierung. Dadurch wird eine besonders
hohe plastische Verformbarkeit des Abstandhalterprofils und ein besonders geringes
Rückfedern nach dem Biegen erreicht
[0020] Der Durchmesser der Drähte liegt bevorzugt bei weniger als 3 mm, insbesondere bei
etwa 1 mm, während die Flach- oder Winkelprofile im allgemeinen eine Dicke von weniger
als 3 mm, bevorzugt eine Dicke von weniger als 1 mm, aufweisen. Durch eine solche
Wahl der Durchmesser der Drähte bzw. der Dicke der Profile wird eine gute plastische
Verformbarkeit bei geringen Materialkosten und geringem Gewicht des Abstandhalterprofils
sichergestellt.
[0021] Die Verstärkungselemente sind bevorzugt in Querschnitts-Eckbereichen des Abstandhalterprofils
angeordnet. Diese Bereiche sind, da sie beim Biegeprozeß durch Dehnung oder Stauchung
besonders beansprucht werden, sehr empfindlich, und Schäden treten bei herkömmlichen
Profilen während des Biegeprozesses besonders an diesen Stellen auf. Die Anordnung
der Verstärkungselemente in diesen Bereichen verhindert das Auftreten solcher Schäden.
Werden Verstärkungselemente in Form von Drähten oder Winkelprofilen zumindest im Bereich
beider Enden der beiden Seitenwände angeordnet, so erhöht sich hierdurch das Biegewiderstandsmoment
des Abstandhalterprofils in vorteilhafter Weise, so daß eine besonders gute Kaltbiegbarkeit
erreicht wird
[0022] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform erstrecken sich Flach- oder Winkelprofile
im wesentlichen über die gesamte Höhe der Seitenwände der Abstandhalterprofils. Durch
das so entstehende hohe Biegewiderstandsmoment wird den Seitenwänden eine besonders
hohe Formstabilität verliehen, so daß das Auftreten störender Verformungen zuverlässig
vermieden wird.
[0023] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform entspricht die Querschnittsform der
in Querschnitts-Eckbereichen des Abstandhalterprofil vorgesehenen Winkelprofile im
wesentlichen dem Querschnitt dieser Eckbereich, so daß ein guter Schutz des Abstandhalterprofils
während des Biegeprozesses und der allgemeinen Handhabung sowie eine hohe Formstabilität
erreicht wird.
[0024] Es liegt im Rahmen der Erfindung, Verstärkungselemente aus unterschiedlichen Materialien
innerhalb eines Profils vorzusehen. Auch können Verstärkungselemente aus Verbundwerkstoffen
vorgesehen sein. Die Verstärkungselemente können in ihrer Längsrichtung oder auch
über ihren Querschnitt unterschiedliche Materialien oder unterschiedliche Dicken aufweisen.
[0025] Als besonders gut geeignete wärmeisolierende Materialien für das Abstandhalterprofil
haben sich thermoplastische Kunststoffe mit einem Wärmeleitwert λ < 0,3 W/ (m • K),
z. B. Polypropylen, Polyethylenterephthalat, Polyamid oder Polycarbonat, erwiesen.
Der Kunststoff kann übliche Füllstoffe, Additive, Farbstoffe, Mittel zum UV-Schutz
usw. enthalten.
[0026] Vorzugsweise ist eine sich im wesentlichen über die gesamte Breite und Länge des
Abstandhalterprofils erstreckende diffusionsdichte Schicht aus einem Material mit
einem Wärmeleitwert λ < 50 W/ (m • K) vorgesehen. Als bevorzugte Materialien für die
diffusionsdichte Schicht haben sich Metalle herausgestellt, insbesondere Weißblech
oder auch Edelstahl. Die diffusionsdichte Schicht kann ferner aus einem Kunststoff,
wie einem Fluorpolymer, Polyvinylidenchlorid oder Ethylvinylacetat bestehen. Die diffusionsdichte
Schicht kann durch physikalische oder chemische Beschichtungsverfahren wie beispielsweise
durch Sputtern oder Plasmapolymerisation aufgebracht werden. Vorzugsweise wird sie
jedoch in Folienform stoffschlüssig mit dem Profil verbunden. Dabei meint "stoffschlüssig
verbinden" das dauerhafte Verbinden der beiden Komponenten des Verbundes beispielsweise
durch Auflaminieren, ggf. über einen Haftvermittler, durch Einbetten oder ähnliche
Techniken.
[0027] Die diffusionsdichte Schicht wird vorzugsweise auch im Bereich der Seitenwände angeordnet.
[0028] Aus Kostengründen und aus produktionstechnischen Gründen wird die diffusionsdichte
Schicht bevorzugt auf die Außenseite der Außenwand und gegebenenfalls der Seitenwände
der Kammer aufgebracht. Sie kann aber auch auf deren Innenseite angeordnet oder in
die Wände eingebettet werden. Dadurch kann der Biegeprozeß je nach Biegeanlage weiter
vereinfacht werden, da auf diese Weise ein direkter Kontakt der mechanisch empfindlichen
diffusionsdichten Schicht mit kraftausübenden Elementen der Biegeanlage vermieden
werden kann. Außerdem kann hierdurch ein dauerhafter Schutz der diffusionsdichten
Schicht sichergestellt werden.
[0029] Die diffusionsdichte Schicht kann zusätzlich mit einer Schutzschicht versehen werden,
um z. B. Alterungsprozesse oder Strahlungseinflüsse oder auch Beschädigungen durch
mechanische Beanspruchungen weitgehend zu vermeiden.
[0030] Bei einer erfindungsgemäßen Scheibeneinheit mit einem wie oben beschriebenen Abstandhalterprofil
wird das Abstandhalterprofil bevorzugt mit einem Butyldichtstoff auf Basis von Polyisobutylen
mit den Innenseiten der Scheiben verklebt.
[0031] Im folgenden soll die Erfindung anhand der Zeichnungen weiter erläutert werden. Dabei
zeigt:
- Figur 1
- eine erste Ausführungsform eines Abstandhalterprofils im Querschnitt mit als Drähten
ausgebildeten Verstärkungselernenten einschließlich der Scheiben,
- Figur 2
- eine zweite Ausführungsform des Abstandhalterprofils im Querschnitt mit als Flachprofilen
ausgebildeten Verstärkungselementen,
- Figur 3
- eine dritte Ausführungsform des Abstandhalterprofils im Querschnitt mit einer Kombination
von als Drähten ausgebildeten Verstärkungselementen und als Winkelprofil ausgebildeten
Verstärkungselementen,
- Figur 4
- eine vierte Ausführungsform des Abstandhalterprofils im Querschnitt mit als Winkelprofil
ausgebildeten Verstärkungselementen, die außen an den Seitenwänden des Abstandhalterprofils
angebracht sind.
[0032] Die Figuren 1 bis 4 zeigen Querschnittsansichten von erfindungsgemäßen Abstandhalterprofilen.
Dieser Querschnitt ändert sich im Normalfall über die gesamte Länge eines Abstandhalterprofils
für die jeweiligen Ausführungsformen, abgesehen von herstellungstechnisch bedingten
Toleranzen, nicht.
[0033] In Figur 1 ist eine erste Ausführungsform eines Abstandhalterprofils gemäß der vorliegenden
Erfindung dargestellt. Das Abstandhalterprofil ist zwischen Scheiben 100 angeordnet,
wodurch ein Scheibenzwischenraum 110, hier mit einer Breite von etwa 15,5 mm, definiert
wird. Das Profil ist mittels Kleber 28 an den Innenseiten der Scheiben 100 befestigt.
Eine Kammer 10 des Abstandhalterprofils mit einem im wesentlichen rechteckigen Querschnitt
weist Seitenwände 20 und 26, eine zum Scheibenzwischenraum gewandte Innenwand 24 sowie
eine zur Außenkante der Isolierscheibeneinheit weisende Außenwand 22 auf. Sie ist
mit einem hygroskopischen Material 12, beispielsweise Silikagel oder Molekularsieb,
zumindest teilweise gefüllt. Das hygroskopische Material 14 kann durch Schlitze oder
Perforationen 14 oder sonstige wasserdampfdurchlässige Bereiche in der Innenwand 24
des Abstandhalterprofils Feuchtigkeit aus diesem Zwischenraum aufnehmen.
[0034] In allen Querschnitts-Eckbereichen sind als Drähte 30 ausgebildete Verstärkungselemente
eingebettet, die sich in Längsrichtung des Profils erstrecken.
[0035] Auf den Seitenwänden 20 und 26 und der Außenwand 22 des Abstandhalterprofils ist
eine diffusionsdichte Schicht 60 aufgebracht.
[0036] Als Material für die Verstärkungselemente wurde hier Aluminiumdraht 30 mit einem
Durchmesser von 1,2 mm verwendet. Die zwei jeweils in einer Seitenwand 20 bzw. 26
angebrachten Drähte 30 sind so beabstandet, daß ihre Mittelpunkte um etwa 4,3 mm auseinanderliegen.
Das Abstandhalterprofil besteht aus Polypropylen, wobei die Innenwand 24 und die Außenwand
22 jeweils eine Dicke von etwa 1 mm, die den Scheiben zugewandten Seitenwände 20,
26 jeweils eine Dicke von etwa 2,5 mm aufweisen. Die stoffschlüssig mit der Außenseite
des Profils verbundene diffusionsdichte Schicht 60 besteht aus einem Weißblech mit
einer Dicke von 0,125 mm. Insgesamt ergibt sich ein Profilgewicht von etwa 85 g/m.
[0037] Die Wände 20 bis 26 der Kammer 10 des Abstandhalterprofils sind in dieser Figur als
ebene Flächen in rechtwinkliger Anordnung dargestellt. Es liegt im Rahmen der Erfindung,
einzelne Wände, insbesondere die Außenwand, mit Abrundungen, Abschrägungen oder anderen
modifizierten Formen auszugestalten, wie es bei Abstandhalterprofilen für Isolierscheibeneinheiten
üblich ist, oder die Wände unter von 90° abweichenden Winkeln aneinander angrenzen
zu lassen.
[0038] In Figur 2 ist eine weitere bevorzugte Ausführungsform dargestellt, in der die Verstärkungselemente
als Flachprofile 40 ausgebildet sind. Bei den Flachprofilen 40 handelt es sich um
[0039] Aluminiumflachprofile mit den Maßen 5,5 x 0,8 mm
2. Die Flachprofile 40 erstrecken sich im wesentlichen über die gesamte Höhe der Seitenwände
20 und 26 des Abstandhalterprofils.
[0040] Das Abstandhalterprofil besteht wie bei der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform
aus Polypropylen mit einer Wanddicke von 1 mm bzw. 2 mm. Die diffusionsdichte Schicht
besteht aus einem Weißblech mit einer Dicke von 0,125 mm, so daß sich insgesamt ein
ungefähres Profilgewicht von 97 g/m ergibt.
[0041] In Figur 3 ist eine weitere Ausführungsform dargestellt, in der eine Kombination
von Drähten 30 und Winkelprofilen 50 als Verstärkungselemente verwendet wird. Bei
den Drähten 30 handelt es sich erneut um Aluminiumdrähte mit einem Durchmesser von
1,2 mm, während die Winkelprofile 50 eine Dicke von ungefähr 0,6 mm und Schenkellänge
von etwa 2 mm aufweisen. Die Winkelprofile können wie bei dem Ausführungsbeispiel
aus Figur 2 ebenfalls aus Aluminium bestehen, es können aber auch andere Materialien
als bei den Drähten verwendet werden. Die Winkelprofile können auch aus einem Verbundmaterial
bestehen. Ferner kann das Winkelprofil in den Bereichen, in denen es zur Anpassung
an die Außenkontur der beabstandeten Scheiben gebogen wird, aus anderem Material bestehen
oder auch eine andere Dicke aufweisen als in seinen anderen Bereichen, in denen es
weitestgehend geradlinig verläuft. Die Winkelprofile 50 entsprechen in ihrer Querschnittsform
im wesentlichen der Form der Querschnitts-Eckbereiche des Abstandhalterprofils. Dadurch
wird eine besonders hohe Formstabilität erzielt. Als diffusionsdichte Schicht 60 ist
hier ein Edelstahlblech mit einer Dicke von 0,05 mm aufgebracht.
[0042] In Figur 4 ist eine weitere Ausführungsform dargestellt, bei der die Verstärkungselemente
als Winkelprofile 55 ausgebildet sind, die außen an den Seitenwänden 20, 26 des Abstandhalterprofils
angebracht sind und das aus Polypropylen oder PET bestehende Abstandhalterprofils
in diesen Bereichen gleichsam einschließen. Die Winkelprofile 55 bestehen aus Weißblech
oder Aluminium und weisen eine Dicke von etwa 0,5 mm auf. Die in die Innenwand 24
und die Außenwand 22 des Abstandhalterprofils hineinragenden Schenkelbereiche des
Winkelprofils weisen eine Länge von etwa 2 mm auf.
[0043] Die diffusionsdichte Schicht 60 besteht aus 0,05 mm Edelstahl oder einem Weißblech.
Ferner kann vorgesehen sein, daß als diffusionsdichte Schicht 60 eine Sperrschicht
aus Fluorpolymer vorgesehen ist.
[0044] Die diffusionsdichte Schicht 60 erstreckt sich in dem Ausführungsbeispiel nach Figur
4 über die gesamte Außenwand 22 des Abstandhalterprofils, bei den Ausführungsbeispielen
nach den Figuren 1 und 2 zusätzlich über die gesamte Seitenwände 20, 26, während bei
der in Figur 3 gezeigten Ausführungsform keine gesonderte diffusionsdichte Schicht
vorgesehen ist.
Bezugszeichenliste
[0045]
- 10
- Kammer
- 12
- hygroskopisches Material
- 14
- Perforationen
- 20, 26
- Seitenwände der Kammer des Abstandhalterprofils
- 22
- vom Scheibenzwischenraum abgewandte Außenwand des Abstandhalterprofils
- 24
- dem Scheibenzwischenraum zugewandte Innenwand des Abstandhalterprofils
- 28
- Kleber
- 30
- als Drähte ausgebildete Verstärkungselemente
- 40
- als Flachprofile ausgebildete Verstärkungselemente
- 50
- als Winkelprofile ausgebildete Verstärkungselemente
- 55
- als Winkelprofile ausgebildete Verstärkungselemente
- 60
- diffusionsdichte Schicht
- 100
- Scheiben
- 110
- Scheibenzwischenraum
1. Abstandhalterprofil aus einem elastisch-plastisch verformbaren, schlecht wärmeleitenden
Material für einen Abstandhalterrahmen, der im Randbereich von mindestens zwei voneinander
beabstandeten Scheiben (100), insbesondere transparenten Schreiben für Isolierscheibeneinheiten,
unter Bildung eines Scheibenzwischenraumes (110) anzubringen ist, wobei das Abstandhalterprofil
eine Kammer (10) umfasst, die in ihren Wänden ein sich in Längsrichtung des Profils
erstreckendes plastisch verformbaren Verstärkungselement aufweist, wobei das Abstandhalterprofil
eine sich im Wesentlichen über seine gesamte Breite und Länge erstreckende diffusionsdichte
Schicht aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungselemente (30, 40, 50, 55) nur in den Seitenwänden (20, 26) und/oder
den Eckbereichen des Profils vorgesehen sind.
2. Abstandhalterprofil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammer (10) ganz oder teilweise mit einem hygroskopischen Material gefüllt ist
und dass die Kammer (10) zum Scheibenzwischenraum (110) hin wasserdampfdurchlässige
Bereiche (14) aufweist.
3. Abstandhalterprofil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es einen zum Scheibenzwischenraum (110) hin offenen U-förmigen Querschnitt aufweist.
4. Abstandhalterprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Verstärkungselemente Drähte (30) vorgesehen sind.
5. Abstandhalterprofil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der Drähte weniger als 3 mm, bevorzugt ungefähr 1 mm, beträgt.
6. Abstandhalterprofil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Verstärkungselemente Flachprofile (40) oder Winkelprofile (50, 55) vorgesehen
sind.
7. Abstandhalterprofil nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Flachprofile (40) oder Winkelprofile (50, 55) eine Dicke von weniger als 3 mm,
bevorzugt eine Dicke von weniger als 1 mm, aufweisen.
8. Abstandhalterprofil nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungselemente (30, 40, 50, 55) aus Metall oder einer Metall-Legierung
bestehen, bevorzugt aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung.
9. Abstandhalterprofil nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die als Verstärkungselemente verwendeten Winkelprofile (50, 55) in ihrer Querschnittsform
im Wesentlichen der Form der Querschnitts-Eckbereiche des Abstandhalterprofils entsprechen
oder selbst diese Querschnitts-Eckbereiche bilden.
10. Abstandhalterprofil nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungselemente (40, 50, 55) sich im Wesentlichen über die gesamte Höhe
der Seitenwände (20, 26) des Abstandhalterprofils erstrecken.
11. Abstandhalterprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem thermoplastischen Kunststoff mit einem Wärmeleitwert λ < 0,3 W/(m ·
K), wie Polypropylen, Polyethylenterephthalat, Polyamid oder Polycarbonat, besteht.
12. Abstandhalterprofil nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die diffusionsdichte Schichte (60) aus einem Material mit einem Wärmeleitwert λ <
50 W/(m · K) besteht.
13. Abstandhalterprofil nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die diffusionsdichte Schicht (60) auf der Außenseite der Kammer (10) angeordnet ist.
1. A spacer section made of a frame material with elastoplastic deformability, and poor
thermal conductivity, which is mounted in the edge region of at least two spaced-apart
plates (100) spaced apart from one another, particularly transparent panes for insulating
glass units, with the formation of a plate gap (110) wherein the spacer section comprises
a chamber (10), which has a plastically deformable reinforcing element in its walls
which extends in the longitudinal direction of the section, in which the spacer section
features a diffusion-tight coating that essentially stretches over its entire width
and length, characterised in that the reinforcing elements (30, 40, 50, 55) are only provided in the sidewalls (20,
26) and/or in the corner regions of the section.
2. A spacer section according to claim 1, characterised in that the chamber (10) is completely or partially filled with a hygroscopic material, and
that the chamber (10) comprises regions (14) towards the plate gap (110) which are
permeable to water vapour.
3. A spacer section according to claim 1, characterised in that it has a U-shaped cross-section which is open towards the plate gap (110).
4. A spacer section according to any one of the preceding claims, characterised in that wires (30) are provided as reinforcing elements.
5. A spacer section according to claim 4, characterised in that the diameter of the wires is less than 3 mm, preferably about 1 mm.
6. A spacer section according to any one claims 1 to 3, characterised in that flat sections (40) or angle sections (50, 55) are provided as reinforcing elements.
7. A spacer section according to claim 6, characterised in that the flat sections (40) or angle sections (50, 55) have a thickness of less than 3
mm, preferably a thickness of less than 1 mm.
8. A spacer section according to any one of the preceding claims, characterised in that the reinforcing elements (30, 40, 50, 55) consist of a metal or metal alloy, preferably
of aluminium or an aluminium alloy.
9. A spacer section according to any one of claims 6 to 8, characterised in that the cross-sectional shape of the angle sections (50, 55) used as reinforcing elements
substantially corresponds to the shape of the cross-sectional corner regions of the
spacer section, or the angle sections themselves form said. cross-sectional corner
regions.
10. A spacer section according to any one of the preceding claims, characterised in that the reinforcing elements (40, 50, 55) extend substantially over the entire height
of the sidewalls (20, 26) of the spacer section.
11. A spacer section according to any one of the preceding claims, characterised in that it consists of a synthetic thermoplastic material with a thermal conductivity λ <
0.3 W/(m . K), such as polypropylene, polyethylene terephthalate, polyamide or polycarbonate.
12. A spacer section according to one of the preceding claims, characterised in that the diffusion-proof layer (60) consists of a material with thermal conductance λ<
50 W/ (m•K).
13. A spacer section according claim 12, characterised in that the diffusion-proof layer (60) is disposed on the outer face of the chamber (10).
1. Profilé écarteur constitué d'une matière déformable de manière élasto-plastique et
mauvaise conductrice de chaleur, pour un cadre écarteur qui doit être monté dans la
zone de bordure d'au moins deux vitres (100) espacées l'une de l'autre, notamment
de vitres transparentes pour des vitrages isolants, en formant un interstice (110)
entre les vitres, le profilé écarteur comprenant une chambre (10) qui présente, dans
ses parois, un élément de renfort déformable plastiquement et s'étendant dans le sens
longitudinal du profilé, le profilé écarteur présentant une couche étanche à la diffusion
et s'étendant essentiellement sur toute sa largeur et sur toute sa longueur, caractérisé en ce que les éléments de renfort (30, 40, 50, 55) sont prévus seulement dans les parois latérales
(20, 26) et/ou dans les zones d'angle du profilé.
2. Profilé écarteur selon la revendication 1, caractérisé en ce que la chambre (10) est totalement ou partiellement remplie d'une matière hygroscopique
et en ce que la chambre (10) présente des zones (14) perméables à la vapeur d'eau vers l'interstice
(110) entre les vitres.
3. Profilé écarteur selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il présente une section en U ouverte vers l'interstice (110) entre les vitres.
4. Profilé écarteur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que des fils métalliques (30) sont prévus comme éléments de renfort.
5. Profilé écarteur selon la revendication 4, caractérisé en ce que le diamètre des fils métalliques est inférieur à 3 mm, de préférence égal à environ
1 mm.
6. Profilé écarteur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que des profilés plats (40) ou des cornières (50, 55) sont prévus en tant qu'éléments
de renfort.
7. Profilé écarteur selon la revendication 6, caractérisé en ce que les profilés plats (40) ou les cornières (50, 55) présentent une épaisseur inférieure
à 3 mm, de préférence une épaisseur de moins de 1 mm.
8. Profilé écarteur selon l'une des revendication précédentes, caractérisé en ce que les éléments de renfort (30, 40, 50, 55) sont en métal ou en un alliage métallique,
de préférence en aluminium ou un alliage d'aluminium.
9. Profilé écarteur selon l'une des revendications 6 à 8, caractérisé en ce que les cornières (50, 55) utilisées comme éléments de renfort correspondent sensiblement,
dans la forme de leur section, à la forme des angles de la section du profilé écarteur,
ou constituent elles-mêmes ces angles de la section.
10. Profilé écarteur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les éléments de renfort (40, 50, 55) s'étendent sensiblement sur toute la hauteur
des parois latérales (20, 26) du profilé écarteur.
11. Profilé écarteur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est fait d'une matière thermoplastique d'une conductivité thermique λ<0,3 W/(m.K)
telle que du polypropylène, du polyéthylène-téréphtalate, un polyamide ou un polycarbonate.
12. Profilé écarteur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche étanche à la diffusion (60) se compose d'une matière d'une conductivité
thermique λ < 50 W/(m•K).
13. Profilé écarteur selon la revendication 12, caractérisé en ce que la couche (60) étanche à la diffusion est disposée sur le côté extérieur de la chambre
(10).
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