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EP 1 055 062 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.09.2004 Patentblatt 2004/40 |
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Anmeldetag: 21.10.1999 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE1999/003371 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2000/036294 (22.06.2000 Gazette 2000/25) |
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KRAFTSTOFFEINSPRITZVENTIL FÜR BRENNKRAFTMASCHINEN
FUEL INJECTION VALVE FOR INTERNAL COMBUSTION ENGINES
SOUPAPE D'INJECTION DE CARBURANT POUR MOTEURS A COMBUSTION INTERNE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT |
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Priorität: |
11.12.1998 DE 19857244
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.11.2000 Patentblatt 2000/48 |
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Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Ertem, Yalcin
Bursa (TR)
- Filiz, Ergün
Cekirge/Bursa (TR)
- Yurtseven, Güngör
A Blok Daire 19,
Mudanya/Bursa (TR)
- Stutzenberger, Heinz
71665 Vaihingen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
US-A- 4 987 887
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US-A- 5 769 319
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht von einem Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen gemäß
der Gattung des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1 aus. Bei einem derartigen aus der
Schrift US-4,987,887 bekannten Kraftstoffeinspritzventil ist ein kolbenförmiges Ventilglied
axial verschiebbar in einer Führungsbohrung eines Ventilkörpers geführt. Das Ventilglied
weist dabei an seinem unteren, brennraumseitigen Ende eine konische Ventildichtfläche
auf, mit der es mit einer ortsfesten Ventilsitzfläche am geschlossenen Ende der Führungsbohrung
zusammenwirkt. Dabei sind bei dem bekannten Kraftstoffeinspritzventil der Ventilsitzfläche
stromabwärts zwei Einspritzöffnungen nachgeordnet, die vom geschlossenen Ende der
Führungsbohrung ausgehend in den Brennraum der Brennkraftmaschine münden. Die Kraftstoffzuströmung
zu diesen Einspritzöffnungen wird dabei durch den Dichtquerschnitt zwischen Ventilsitzfläche
und Ventildichtfläche gesteuert. Das Ventilglied des bekannten Kraftstoffeinspritzventils
weist dabei zwei Führungsbereiche auf, mit denen es gleitverschiebbar an der Wand
der Führungsbohrung geführt ist. Dabei ist ein erster oberer Führungsbereich am brennraumabgewandten
Ende des Ventilgliedes vorgesehen, der sich dabei oberhalb eines Kraftstoffdruckraumes
erstreckt, der durch eine Querschnittserweiterung der Führungsbohrung gebildet ist
und in den ein Kraftstoffhochdruckzulaufkanal einmündet. Dabei übernimmt der obere
Führungsbereich neben der sicheren Ventilgliedführung auch die Abdichtung des Druckraumes
gegenüber einem Federraum, in dem eine das Ventilglied in Schließrichtung beaufschlagende
Ventilfeder untergebracht ist. Zusätzlich zu diesem oberen ersten Führungsbereich
weist das Ventilglied einen zweiten unteren Führungsbereich in einem brennraumzugewandten
Bereich auf, der als Ringbund ausgebildet ist, mit dem das Ventilglied mit einer Durchmesserverringerung
der Führungsbohrung zusammenwirkt. Dabei trennt der als Ringbund ausgebildete untere
Führungsbereich einen zwischen dem Ventilgliedschaft und der Wand der Führungsbohrung
gebildeten, vom Druckraum ausgehenden Ringspalt von einem untenliegenden, an die Ventilsitzfläche
mündenden unteren Druckraum bei geschlossenem Kraftstoffeinspritzventil. Während der
nach oben gerichteten Öffnungshubbewegung des Ventilgliedes taucht der Ringbund des
unteren Führungsbereiches des Ventilgliedes aus der Überdeckung mit der Durchmesserverringerung
der Führungsbohrung aus und öffnet so einen ungedrosselten Durchströmquerschnitt zwischen
dem Ringspalt und dem untenliegenden Druckraum.
[0002] Zur Kraftstoffversorgung des untenliegenden Druckraumes ist dabei bei geschlossenem
Kraftstoffeinspritzventil, das heißt bei am Ventilsitz anliegendem Ventilglied ein
Drosseldurchtrittsquerschnitt zwischen dem Ringspalt und dem untenliegenden Druckraum
vorgesehen, über den Kraftstoff in den untenliegenden Druckraum einströmen kann. Dieser
Drosselquerschnitt ist dabei beim bekannten Kraftstoffeinspritzventil als Ringdrosselspalt
zwischen dem Ringbund des unteren Führungsbereiches und der Durchmesserverringerung
der Führungsbohrung ausgebildet.
[0003] Diese Ausbildung des Drosselverbindungsquerschnittes zwischen dem Ringspalt und dem
untenliegenden Druckraum hat bei dem bekannten Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen
jedoch den Nachteil, daß es aufgrund von Oberflächentoleranzen am Ringbund und an
der Führungsbohrungswand schwierig ist, einen korrekten Drosselquerschnitt an verschiedenen
Kraftstoffeinspritzventilen reproduzierbar einzustellen. Dabei erfordert diese Art
der Herstellung eines korrekten Drosselspaltes insbesondere einen hohen Aufwand hinsichtlich
der Fertigungsgenauigkeit und ist somit nur mit hohem Aufwand und Kosten erzielbar.
Da der präzisen Einstellung des Drosselquerschnittes jedoch hinsichtlich einer korrekten
Funktion des Kraftstoffeinspritzventils, insbesondere der Einstellung der Voreinspritzung
eine hohe Bedeutung zukommt, ist die Möglichkeit des Einstellens über den Ringdrosselspalt
zwischen Führungsbund und Wand der Führungsbohrung nicht ausreichend.
[0004] Aus der Schrift US 5 769 319 ist darüber hinaus ein Kraftstoffeinspritzventil bekannt,
bei dem das Ventilglied zwei Führungsbereiche aufweist, die denselben Durchmesser
aufweisen. Der Kraftstoff, der zwischen den beiden Führungsbereichen eingebracht wird,
fließt durch eine im Ventilglied ausgebildete Drosselbohrung in Richtung eines Druckraums,
von dem die Einspritzöffnungen abgehen. Die Einspritzung erfolgt durch langsamen Druckaufbau
im Druckraum, so dass sich bis zum Austauchen des unteren Führungsbereichs aus einem
entsprechenden Führungsabschnitt, was bei einem bestimmten Hub des Ventilglieds eintritt,
nur eine geringe Einspritzrate einstellt.
Vorteile der Erfindung
[0005] Das erfindungsgemäße Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Patentanspruchs 1 hat demgegenüber den Vorteil, daß der Drosselverbindungsquerschnitt
zwischen dem Ringspalt und dem untenliegenden Druckraum am Kraftstoffeinspritzventil
einfach und mit hoher Genauigkeit reproduzierbar herstellbar ist. Dies wird dabei
durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Drosselverbindungsquerschnittes als Drosselbohrung
erreicht, die das Ventilglied schräg durchdringt, wobei die Eintrittsöffnung der Drosselbohrung
im Bereich des Ringspaltes und die Austrittsöffnung im Bereich des unten liegenden
Druckraumes angeordnet ist. Dabei läßt sich eine derartige Drosselbohrung fertigungstechnisch
mit geringem Aufwand sehr genau fertigen, wobei insbesondere auch sehr kleine Streubreiten
bei einer Serienfertigung reduzierbar sind. Besonders vorteilhaft ist, daß eine derartige
Drosselbohrung, entgegen dem Stand der Technik, unabhängig von Passungstoleranzen
zwischen dem Ventilglied und der Geometrie der Führungsbohrung ist. Dabei kann die
Drosselbohrung im Ventilglied durchgängig den gleichen Drosselquerschnitt aufweisen,
es ist jedoch auch möglich, die Drosselbohrung zwei- oder mehrstufig auszubilden wobei,
dann der kleinste Bohrungsdurchmesser den Drosseldurchströmquerschnitt bestimmt. Dabei
kann dieser kleinste Drosselbohrungsquerschnitt am Eintritt der Drosselbohrung, in
deren mittigem Bereich oder am Austritt der Drosselbohrung (wie im Ausführungsbeispiel
dargestellt) vorgesehen sein. Die Ausbildung der Drosselbohrung als zweioder mehrstufige
Bohrung hat dabei den Vorteil, daß ein gutes Durchströmen bei ausreichender Drosselwirkung
erzielbar ist, wobei sich über die Durchmesserdifferenz zwischen dem großen und dem
kleinsten Drosseldurchmesser der Bohrung sowie den jeweiligen Bohrungslängen zwischen
größerem Bohrungsteil und Drosselquerschnitt in konstruktiv einfacher Weise die gewünschte
Drosselwirkung für jeden Kraftstoffeinspritzventiltyp einstellen läßt.
[0006] Es ist somit mit dem erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzventil in konstruktiv einfacher
Weise möglich, den für die Formung des Einspritzverlaufs am Einspritzventil wichtigen
Drosselquerschnitt zwischen dem Ringspalt und dem untenliegenden Druckraum präzise
und reproduzierbar einzustellen.
[0007] Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzventils wird durch
das Vorsehen einer Ringnut am Übergang zwischen dem, den unteren Führungsbereich bildenden
Ringbund und einem sich anschließenden, im Querschnitt verringerten Bereich des Ventilgliedes
erreicht. Dabei hat diese Ringnut den Vorteil, daß die untere Kante des Ringbundes,
die eine Steuerkante bildet, scharfkantiger herausgearbeitet ist, so daß sich eine
präzise Steuerung im Zusammenwirken mit dem entsprechenden Absatz der Führungsbohrung
erzielen läßt.
[0008] Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzventils wird durch
das Vorsehen von Ausnehmungen am Ventilglied im Bereich des untenliegenden Druckraumes
erreicht, wobei diese, vorzugsweise als Flächenanschliffe ausgebildeten Ausnehmungen
nach Austauchen des Ringbundes aus der Bohrungsabsatzfläche ein besseres ungehindertes
Überströmen aus dem Ringspalt in den untenliegenden Druckraum ermöglichen, so daß
der unter hohem Druck stehende Kraftstoff aus dem Kraftstoffzulaufkanal über den Ringspalt
und den untenliegenden Druckraum möglichst gleichmäßig zu den Einspritzöffnungen überströmen
kann.
[0009] Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstandes der Erfindung
sind der Beschreibung, der Zeichnung und den Patentansprüchen entnehmbar.
Zeichnung
[0010] Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzventils für Brennkraftmaschinen
ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher erläutert.
[0011] Es zeigen die Figur 1 ein erstes Ausführungsbeispiel des Kraftstoffeinspritzventils
in einem Längsschnitt durch den Ventilkörper und das darin geführte Ventilglied und
die Figur 2 einen vergrößerten Ausschnitt aus der Figur 1 im erfindungswesentlichen
brennraumzugewandten Bereich des Ventilkörpers mit der Darstellung der Geometrie des
darin geführten Ventilgliedes an dessen brennraumzugewandtem Ende.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0012] Das in der Figur 1 in einem vereinfachten Schnitt dargestellte Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzventils für Brennkraftmaschinen weist einen
Ventilkörper 1 auf, der mit seinem unteren freien Ende in nicht näher dargestellter
Weise in den Brennraum der zu versorgenden Brennkraftmaschine ragt und der mit seiner
oberen, brennraumabgewandten Stirnseite gegen einen ebenfalls nicht näher dargestellten
Ventilhaltekörper verspannt ist. Der Ventilkörper 1 weist dabei eine von seiner oberen
Stirnfläche 3 ausgehende, als axiale Sackbohrung ausgebildete Führungsbohrung 5 auf.
In dieser Führungsbohrung 5 ist ein kolbenförmiges Ventilglied 7 axial verschiebbar
geführt, das an seinem unteren brennraumseitigen Ende eine konische Ventildichtfläche
9 aufweist, mit der es mit einer am geschlossenen Ende der Führungsbohrung 5 gebildeten
ortsfesten Ventilsitzfläche 11 zusammenwirkt. Dabei führt von dieser Ventilsitzfläche
11 stromabwärts des zwischen der Berührungslinie zwischen Ventilsitzfläche 11 und
Ventildichtfläche 9 gebildeten Dichtquerschnittes eine Einspritzöffnung 13 ab, die
in den Brennraum der zu versorgenden Brennkraftmaschine mündet. Dabei weist das Ausführungsbeispiel
lediglich eine Einspritzöffnung auf, es ist alternativ jedoch auch möglich, eine Vielzahl
von Einspritzöffnungen vorzusehen, wobei diese zudem alternativ vom unterhalb des
Ventilgliedes 7 gebildeten Sackloches der Führungsbohrung 5 abführen können.
[0013] Das kolbenförmige Ventilglied 7 weist zwei Führungsbereiche auf, mit denen es gleitverschiebbar
an der Wand der Führungsbohrung 5 geführt ist. Dabei ist ein erster oberer Führungsbereich
15 am brennraumabgewandten Ende des Ventilgliedes 7 vorgesehen, der in einem brennraumabgewandten
oberen Bereich der Führungsbohrung 5 geführt ist. Der obere Führungsbereich 15 des
Ventilgliedes 7 geht über einen, eine Druckschulter 17 bildenden Absatz in einen,
im Durchmesser verringerten Ventilgliedschaftteil 19 über. Dabei ist die Druckschulter
17 in einem obenliegenden Druckraum 21 angeordnet, der durch eine Querschnittserweiterung
der Führungsbohrung 5 gebildet ist und in den ein Kraftstoffhochdruckzulaufkanal 23
einmündet. Dieser Kraftstoffhochdruckzulaufkanal 23 ist dabei in nicht näher gezeigter
Weise an eine Hochdruckeinspritzleitung angeschlossen, die andererseits von einer
Kraftstoffhochdruckpumpe abführt, über die Kraftstoff aus einem Vorratstank unter
hohem Druck den einzelnen Kraftstoffeinspritzventilen zugeführt wird.
[0014] Ein zweiter unterer Führungsbereich am brennraumnahen Ende des Ventilgliedes 7 ist
als Ringbund 25 ausgebildet, der mit seiner zylindrischen Außenwandfläche mit der
Wand eines Bohrungsabsatzes 27 der Führungsbohrung 5 zusammenwirkt. Dabei trennt der
den zweiten unteren Führungsbereich bildende Ringbund 25 des Ventilgliedes 7 einen
zwischen dem Ventilgliedschaftteil 19 und der Wand der Führungsbohrung 5 gebildeten
Ringspalt 29 bei geschlossenem Kraftstoffeinspritzventil von einem stromabwärts unterhalb
des Ringbundes 25 angeordneten untenliegenden, an die Ventilsitzfläche 11 mündenden
Druckraum 31.
[0015] Der Ringbund 25 bildet, wie in der Figur 2 vergrößert dargestellt, mit seiner unteren
brennraumzugewandten Begrenzungskante eine Steuerkante 33, mit der er mit einer brennraumabgewandten
Bohrungsabsatzkante 35 des Bohrungsabsatzes 27 zusammenwirkt. Dabei sind Steuerkante
33 und Bohrungsabsatzkante 35 so angeordnet, daß die Steuerkante 33 am Ringbund 25
des Ventilgliedes 7 bei dessen nach oben gerichteter Öffnungshubbewegung die obenliegende
Bohrungsabsatzkante 35 überfährt und so einen Durchströmquerschnitt zwischen dem Ringspalt
29 und dem untenliegenden Druckraum 31 freigibt. Dabei weist das Ventilglied 7 für
eine präzisere Herausarbeitung der Steuerkante 33 am Ringbund 25 zwischen dem Übergang
des Ringbundes 25 zum Ventilgliedschaft im untenliegenden Druckraum 31 eine Ringnut
37 auf. Desweiteren sind am Ventilglied 7 im Bereich des untenliegenden Druckraumes
31 Ausnehmungen in Form von Flächenanschliffen 39 eingearbeitet, über die der Durchströmquerschnitt
in diesem Bereich noch einmal vergrößert wird.
[0016] Zur Kraftstoffbefüllung des untenliegenden Druckraumes 31 bei an der Ventilsitzfläche
11 anliegendem Ventilglied 7 ist desweiteren eine Drosselbohrung 41 im Ventilglied
7 vorgesehen. Die Drosselbohrung 41 ist dabei derart schräg angeordnet, daß ihre Eintrittsöffnung
in den Ringspalt 29 und ihre Austrittsöffnung in den untenliegenden Druckraum 31 mündet.
Desweiteren ist die Drosselbohrung 41 als zweistufige Bohrung ausgebildet, wobei der
im Durchmesser größere Bohrungsabschnitt in den Ringspalt 29 und der im Durchmesser
kleinere Bohrungsabschnitt in den untenliegenden Druckraum 31 einmündet. Dabei läßt
sich über den kleinen, drosselnden Durchmesser und dessen Anordnung innerhalb der
Drosselbohrung 41 die Drosselwirkung beim Kraftstoffdurchtritt in einfacher Weise
einstellen.
[0017] Das erfindungsgemäße Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen arbeitet in
folgender Weise.
[0018] Bei geschlossenem Einspritzventil hält eine Ventilfeder 45 das Ventilglied 15 über
einen Ventilteller 43 mit seiner Ventildichtfläche 9 in Anlage an der Ventilsitzfläche
11, so daß ein Durchströmquerschnitt zur Einspritzöffnung 13 verschlossen ist. Zugleich
ist der Ringbund 25 am Ventilglied 7 in den Bohrungsabsatz 27 eingetaucht und trennt
so den untenliegenden Druckraum 31 vom Ringspalt 29, der andererseits in den obenliegenden
Druckraum 21 mündet. Der im Kraftstoffhochdruckzulaufkanal 23, im obenliegenden Druckraum
21 und im Ringspalt 29 anstehende Standdruck des Kraftstoffes wird über die Drosselbohrung
41 auch im untenliegenden Druckraum 31 aufgebaut.
[0019] Die Kraftstoffhochdruckeinspritzung am Einspritzventil wird durch das Zuführen von
unter hohem Druck stehenden Kraftstoff von der Einspritzpumpe über den Kraftstoffhochdruckzulaufkanal
23 in den obenliegenden Druckraum 21 eingeleitet. Dabei verschiebt nunmehr der an
der Druckschulter 17 in Öffnungsrichtung angreifende Kraftstoffhochdruck das Ventilglied
7 entgegen der Schließkraft der Ventilfeder 45 in Öffnungshubrichtung. In Folge dessen
hebt die Ventildichtfläche 9 vom Ventilsitz 11 ab und gibt den Durchströmquerschnitt
zur Einspritzöffnung 13 frei, so daß der im untenliegenden Druckraum 31 anstehende
Kraftstoff über die Einspritzöffnung 13 in den Brennraum der Brennkraftmaschine eingespritzt
wird. Dabei bricht der Kraftstoffdruck im untenliegenden Druckraum 31 sehr rasch zusammen,
da der Einspritzquerschnitt an der Einspritzöffnung 13 größer ausgebildet ist als
der kleinste Durchmesser der Drosselbohrung 41. In dieser ersten Öffnungshubphase
des Ventilgliedes 7 strömt somit mehr Kraftstoff durch die Einspritzöffnung 13 aus
dem untenliegenden Druckraum 31 ab als durch die Drosselbohrung 41 in diesen nachfließen
kann. Auf diese Weise stellt sich nunmehr am Ringbund 25 ein Druckgefälle ein, durch
das der im Ringspalt 29 anstehende Kraftstoffhochdruck eine zusätzliche Schließkraft
auf den Querschnittsübergang zum Ringbund 25 aufbringt. Infolge dieses zusätzlichen
Schließdruckes wird die Öffnungshubbewegung des Ventilgliedes abgebremst bis der sich
weiter im Druckraum 21 aufbauende Kraftstoffhochdruck ausreichend ist, diese zusätzliche
Schließkraft zu überwinden und das Ventilglied 7 bis an seinen Öffnungshubanschlag
weiter nach oben zu verschieben. Während dieses weiteren Öffnungshubweges des Ventilgliedes
7 taucht nun der Ringbund 25 aus der Überdeckung mit dem Bohrungsabsatz 27 aus und
gibt so einen ungedrosselten Überströmquerschnitt zwischen dem Ringspalt 29 und dem
untenliegenden Druckraum 31 frei, so daß die Kraftstoffhochdruckeinspritzung an der
Einspritzöffnung 13 des Kraftstoffeinspritzventils fortgesetzt wird. Dabei ist der
Zeitpunkt des Aufsteuerns dieses Verbindungsquerschnittes durch das Überfahren der
Steuerkante 33 am Ringbund 25 über die Bohrungsabsatzkante 35 festgelegt. Über die
Auslegung des Ringbundes 25 und insbesondere den axialen Abstand h zwischen der Steuerkante
33 und der Bohrungsabsatzkante 35 läßt sich nunmehr der Öffnungszeitpunkt des ungedrosselten
Überströmens zwischen dem Ringspalt 29 und dem untenliegenden Druckraum 31 und somit
der ersten Öffnungshubphase in einfacher Weise einstellen. Desweiteren läßt sich über
den Drosselquerschnitt der Drosselbohrung 41 die Einspritzverlaufsformung auch graduell
einstellen.
[0020] Mit Austauchen des Ringbundes 25 aus der Überdeckung mit dem Bohrungsabsatz 27 erfolgt
nunmehr das vollständige Aufsteuern des Kraftstoffeinspritzventils in gewohnter Weise
bis zur Anlage des Ventilgliedes 7 an einem Öffnungshubanschlag.
[0021] Das Schließen des Kraftstoffeinspritzventils erfolgt in bekannter Weise durch die
Unterbrechung der Kraftstoffhochdruckzufuhr in den oberen Druckraum 21, in dessen
Folge der am Einspritzventil anstehende Druck wieder unter den notwendigen Öffnungsdruck
sinkt, so daß die Ventilfeder 45 nunmehr das Ventilglied 7 in Anlage an die Ventilsitzfläche
11 zurückbewegt, wobei sich nunmehr über die Drosselbohrung 41 der eingangs beschriebene
Druckaufbau erneut einstellt.
[0022] Dabei ist es mit dem erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzventil nunmehr in konstruktiv
einfacher Weise möglich, einen zweistufigen Öffnungshubverlauf des Ventilgliedes 7
einstellen zu können, ohne dabei auf eine zweite zusätzliche Ventilschließfeder zurückgreifen
zu müssen.
1. Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen mit einem in einer Führungsbohrung
(5) eines Ventilkörpers (1) axial verschiebbaren ventilglied (7), das an seinem brennraumseitigen
Ende eine Ventildichtfläche (9) aufweist, mit der es mit einer ortsfesten Ventilsitzfläche
(11) zusammenwirkt sowie mit wenigstens einer, sich stromabwärts an den Dichtquerschnitt
zwischen Ventilsitzfläche (11) und Ventildichtfläche (9) anschließenden Einspritzöffnung
(13) in den Brennraum der zu versorgenden Brennkraftmaschine, wobei das Ventilglied
(7) zwei Führungsbereiche aufweist, mit denen es gleitverschiebbar in der Führungsbohrung
(5) geführt ist, von denen ein erster oberer Führungsbereich (15) am brennraumabgewandten
Ende des Ventilgliedes (7) und ein zweiter unterer Führungsbereich (25) in einem brennraumzugewandten
Bereich des Ventilgliedes (7) vorgesehen ist, wobei der untere Führungsbereich (25)
einen zwischen dem Ventilgliedschaft (19) und der Wand der Führungsbohrung (5) gebildeten,
an einen Kraftstoffhochdruckzulaufkanal (23) angeschlossenen Ringspalt (29) von einem
untenliegenden an die Ventilsitzfläche (11) mündenden Druckraum (31) bei geschlossenem
Kraftstoffeinspritzventil trennt und während der Öffnungshubbewegung des Ventilgliedes
(7) diese Verbindung aufsteuert sowie mit einem Drosselverbindungsquerschnitt zwischen
dem Ringspalt (29) und dem untenliegenden Druckraum (31), wobei der Drosselquerschnitt
als Drosselbohrung (41) ausgebildet ist, die im unteren Führungsbereich (25) angeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Führungsbereich (15) und der untere Führungsbereich (25) so ausgestaltet
sind, dass sich durch den Kraftstoffdruck im Ringspalt (29) eine vom Ventilsitz (11)
weggerichtete resultierende Kraft auf das Ventilglied (7) ergibt.
2. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselbohrung (41) als Schrägbohrung im Ventilglied (7) ausgebildet ist, deren
Eintrittsöffnung oberhalb des zweiten Führungsbereiches (25) in den Ringspalt (29)
und deren Austrittsöffnung unterhalb des zweiten Führungsbereiches (25) in den untenliegenden
Druckraum (31) mündet.
3. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselbohrung (41) als Stufenbohrung mit vorzugsweise zwei unterschiedlichen
Durchmessern ausgebildet ist.
4. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der untere zweite Führungsbereich (25) am Ventilglied (7) als Ringbund (25) ausgebildet
ist.
5. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß am Übergang zwischen dem Ringbund (25) und dem in den untenliegenden Druckraum (31)
ragenden Ventilgliedschaftteil eine Ringnut (37) vorgesehen ist.
6. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringbund (25) mit seiner unteren, brennraumzugewandten Kante eine Steuerkante
(33) bildet, die mit einem, an einer Durchmesserverringerung der Führungsbohrung (5)
gebildeten Bohrungsabsatz (27) zusammenwirkt.
7. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Ventilgliedschaft im Bereich des untenliegenden Druckraumes (31) eine Querschnittsverringerung
vorgesehen ist.
8. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Ventilgliedschaft im Bereich des untenliegenden Druckraumes (31) eine Ausnehmung,
vorzugsweise ein Flächenanschliff (39) vorgesehen ist.
1. Fuel injection valve for internal combustion engines having a valve element (7) which
can be displaced axially in a guide hole (5) of a valve body (1) and has a valve sealing
face (9) at its combustion-chamber end, using which valve sealing face (11) it interacts
with a stationary valve seat face (11), and having at least one injection opening
(13), adjoining the sealing cross section between the valve seat face (11) and valve
sealing face (9) in the downstream direction, into the combustion chamber of the internal
combustion engine to be supplied, the valve element (7) having two guide regions with
which it is guided in the guide hole (5) in a slidably displaceable manner, of which
a first upper guide region (15) is provided at the end of the guide element (7) remote
from the combustion chamber and a second lower guide region (25) is provided in a
region of the valve element (7) facing the combustion chamber, the lower guide region
(25), when the fuel injection valve is closed, separating an annular gap (29), which
is formed between the valve-element shank (19) and the wall of the guide hole (5)
and is connected to a fuel high-pressure feed duct (23), from a lower pressure space
(31) which opens into the valve seat surface (11) and opening the said connection
during the opening stroke movement of the valve element (7), and having a restrictor
connection cross section between the annular gap (29) and the lower pressure space
(31), the restrictor cross section being configured as a restrictor hole (41) which
is arranged in the lower guide region (25), characterized in that the upper guide region (15) and the lower guide region (25) are designed in such
a way that the result, owing to the fuel pressure in the annular gap (29), is a resultant
force on the valve element (7) which is directed away from the valve seat (11).
2. Fuel injection valve according to Claim 1, characterized in that the restrictor hole (41) is configured as an oblique hole in the valve element (7),
whose inlet opening opens into the annular gap (29) above the second guide region
(25) and whose outlet opening opens into the lower pressure space (31) below the second
guide region (25).
3. Fuel injection valve according to Claim 1, characterized in that the restrictor hole (41) is configured as a stepped hole having preferably two different
diameters.
4. Fuel injection valve according to Claim 1, characterized in that the lower second guide region (25) is configured on the valve element (7) as an annular
collar (25).
5. Fuel injection valve according to Claim 4, characterized in that an annular groove (37) is provided at the transition between the annular collar (25)
and the valve-element-shank part projecting into the lower pressure space (31).
6. Fuel injection valve according to Claim 4, characterized in that the lower edge facing the combustion chamber of the annular collar (25) forms a control
edge (33) which interacts with an extension (27) of the hole formed at a diameter
reduction of the guide hole (5).
7. Fuel injection valve according to Claim 1, characterized in that a reduction in cross section is provided on the valve-element shank in the region
of the lower pressure space (31).
8. Fuel injection valve according to Claim 1, characterized in that a recess, preferably a ground surface portion (39), is provided on the valve-element
shank in the region of the lower pressure space (31).
1. Soupape d'injection de carburant pour moteurs à combustion interne dans laquelle un
organe de soupape (7) mobile axialement dans un alésage de guidage (5) d'un corps
de soupape (1), présent sur son extrémité du côté de la chambre de combustion une
surface d'étanchéité (9) qui coopère avec une surface de siège de soupape (11) fixe,
et au moins un orifice d'injection (13) dans la chambre de combustion du moteur à
combustion interne à alimenter, qui est raccordé en aval à la section étanche entre
la surface de siège (11) et la surface d'étanchéité (9),
dans laquelle l'organe de soupape (7) présente deux zones de guidage qui coulissent
dans l'alésage de guidage (5), une première zone de guidage supérieure (15) étant
prévue à l'extrémité de l'organe de soupape (7) opposée à la chambre de combustion
et une seconde zone de guidage inférieure (25) étant prévue dans une région de l'organe
de soupape (7) tournée vers la chambre de combustion,
la zone de guidage inférieure (25) sépare une fente annulaire (29) formée entre la
tige de l'organe de soupape (19) et la paroi de l'alésage de guidage (5) et raccordée
à un canal d'arrivée de carburant à haute pression (23) d'une chambre de pression
(31) débouchant en partie inférieure dans la surface de siège de soupape (11) lorsque
la soupape d'injection de carburant est fermée, et commande cette liaison lors du
mouvement d'ouverture de l'organe de soupape (7), et
une section d'étranglement entre la fente annulaire (29) et la chambre de pression
(31) située au fond, est configurée comme un orifice d'étranglement (41) disposé dans
la zone de guidage inférieure (25),
caractérisée en ce que
la zone de guidage supérieure (15) et la zone de guidage inférieure (25) sont telles
que la pression du carburant dans la fente annulaire (29) exerce une force résultante
partant du siège de soupape (11) est générée sur l'organe de soupape (7).
2. Soupape d'injection de carburant selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
l'orifice d'étranglement (41) est incliné dans l'organe de soupape (7), son orifice
d'entrée débouchant au-dessus de la seconde zone de guidage (25) dans la fente annulaire
(29) et son orifice de sortie débouchant en dessous de la seconde zone de guidage
(25) dans la chambre de pression (31) située au fond.
3. Soupape d'injection de carburant selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
l'orifice d'étranglement (41) est étagé avec de préférence deux diamètres différents.
4. Soupape d'injection de carburant selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
la seconde zone de guidage inférieure (25) sur l'organe de soupape (7) est en forme
de collerette annulaire (25).
5. Soupape d'injection de carburant selon la revendication 4,
caractérisée par
une rainure circulaire (37) sur le pourtour entre la collerette annulaire (25) et
la partie de tige de l'organe de soupape dépassant dans la chambre de pression (31)
située au fond.
6. Soupape d'injection de carburant selon la revendication 4,
caractérisée en ce que
la collerette annulaire (25) forme avec son arête inférieure tournée vers la chambre
de combustion une arête de commande (33) qui coopère avec un épaulement de l'orifice
(27) formé sur une réduction de diamètre de l'alésage de guidage (5).
7. Soupape d'injection de carburant selon la revendication 1,
caractérisée par
une diminution transversale sur la tige de l'organe de soupape, au niveau de la chambre
de pression (31) située au fond,.
8. Soupape d'injection de carburant selon la revendication 1,
caractérisée par
une entaille, de préférence une section polie (39) sur la tige de l'organe de soupape,
au niveau de la chambre de pression (31) située au fond.

