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EP 1 055 063 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.12.2004 Patentblatt 2004/49 |
| (22) |
Anmeldetag: 30.09.1999 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: F02M 61/14 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE1999/003143 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2000/036295 (22.06.2000 Gazette 2000/25) |
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| (54) |
MONTAGEVORRICHTUNG ZUR MONTAGE UND DEMONTAGE EINES BRENNSTOFFEINSPRITZVENTILS
ASSEMBLY DEVICE FOR ASSEMBLING AND DISMANTLING A FUEL INJECTION VALVE
DISPOSITIF POUR LE MONTAGE ET LE DEMONTAGE D'UNE SOUPAPE D'INJECTION DE CARBURANT
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
| (30) |
Priorität: |
14.12.1998 DE 19857485
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.11.2000 Patentblatt 2000/48 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- HANS, Waldemar
D-96050 Bamberg (DE)
- LINSSEN, Mathias
D-96123 Litzendorf (DE)
- VOGEL, Christof
D-96120 Bischberg (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 735 267 DE-A- 19 705 990
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WO-A-81/02538 US-A- 4 561 159
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Montagevorrichtung zur Montage und Demontage eines Brennstoffeinspritzventils,
insbesondere eines Hochdruck-Direkt-Einspritzventils, in bzw. aus einer Aufnahmebohrung
eines Zylinderkopfes einer Brennkraftmaschine. Durch das Hochdruck-Direkt-Einspritzventil
wird Brennstoff unmittelbar in den Brennraum der Brennkraftmaschine eingespritzt.
[0002] Die Erfindung geht aus von einer Montagevorrichtung nach der Gattung des Hauptanspruchs.
Es ist bereits aus der DE 197 05 990 A1 eine Montagevorrichtung mit einem das Brennstoffeinspritzventil
zumindest teilweise umgebenden Mantelkörper bekannt, wobei an einem ersten Ende des
Mantelkörpers ein nach innen gerichteter Kragenabschnitt und an einem dem ersten Ende
gegenüberliegenden zweiten Ende des Mantelkörpers ein nach außen gerichteter Kragenabschnitt
ausgebildet sind. Während der radial nach innen gerichtete Kragenabschnitt in eine
Nut des Brennstoffeinspritzventils einsetzbar ist, ragt der nach außen gerichtete
Kragenabschnitt aus der Aufnahmeöffnung des Brennstoffeinspritzventils heraus. An
dem aus der Aufnahmebohrung des Zylinderkopfes herausragenden Kragenabschnitt kann
ein geeignetes Werkzeug, beispielsweise ein Montiereisen angreifen, um die Montagevorrichtung
mitsamt dem Brennsroffeinspritzventil aus der Aufnahmebohrung herauszuhebeln. Da die
Brennstoffeinspritzventile in ihrer Aufnahmebohrung festbacken können, sind teilweise
erhebliche Demontagekräfte erforderlich. Durch das Montiereisen oder andere Hebelwerkzeuge
können bei der Demontage des Brennstoffeinspritzventils deshalb Beschädigungen an
dem beispielsweise aus einem Leichtmetall bestehenden Zylinderkopf hervorgerufen werden,
was nachteilig ist. Ferner ist bei der bekannten Montagevorrichtung nachteilig, daß
die Montagevorrichtung während des Betriebs der Brennkraftmaschine keine Niederhaltekraft
auf das Brennstoffeinspritzventil überträgt, sondern das Brennstoffeinspritzventil
und die Montagevorrichtung lediglich aufgrund eines Reibschlusses in der Aufnahmebohrung
gehalten werden, was ebenfalls unbefriedigend ist.
[0003] Aus der US-PS 4,561,159 ist eine Demontagevorrichtung für ein Diesel-Einspritzventil
bekannt. Ein der Abspritzöffnung gegenüberliegender Endbereich des Brennstoffeinspritzventils
ist in einen Schlitz der Demontagevorrichtung seitlich einführbar. Die Demontagevorrichtung
wird dabei nicht in die Aufnahmebohrung des Zylinderkopfes eingeführt und verbleibt
im montierten Zustand nicht in der Aufnahmebohrung. Die aus der US-PS 4,561,159 hervorgehende
Demontagevorrichtung ist vielmehr eine Werkzeugverlängerung, die vor der Demontage
des Brennstoffeinspritzventils an dem Brennstoffeinspritzventil befestigt wird. Die
Übertragung einer Niederhaltekraft auf das Brennstoffeinspritzventil über die Demontagevorrichtung
ist nicht vorgesehen. Die Verbindung der Demontagevorrichtung mit dem Brennstoffeinspritzventil
ist relativ umständlich.
Vorteile der Erfindung
[0004] Die erfindungsgemäße Montagevorrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs
hat demgegenüber den Vorteil, daß durch die zumindest eine an einem Gewinde des Kragenabschnitts
angreifende Demontageschraube eine einfache und beschädigungsfreie Demontage der Montagevorrichtung
mitsamt dem in die Montagevorrichtung eingesetzten Brennstoffeinspritzventil ermöglicht
wird. Die Demontage erfolgt in der Weise, daß durch Anziehen der zumindest einen Demontageschraube
bzw. der vorzugsweise mehreren Demontageschrauben die Montagevorrichtung mit dem Brennstoffeinspritzventil
kontinuierlich aus der Aufnahmebohrung herausgezogen wird.
[0005] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Montagevorrichtung möglich.
[0006] Durch umfänglich an dem Kragenabschnitt verteilt angeordnete Gewinde für jeweils
eine Demontageschraube, insbesondere durch zwei diametral gegenüberliegende Gewinde
für zwei Demontageschrauben, kann sichergestellt werden, daß die durch das Anziehen
der mehreren Demontageschrauben sich ergebende resultierende Demontagekraft axial
ausgerichtet ist, so daß ein erhöhter Reibschluß aufgrund einer radialen Kraftkomponente
vermieden wird. Durch gleichzeitiges Anziehen der Demontageschrauben wird eine symmetrische,
kontinuierliche Zugkraft erzielt. Alternativ kann die Demontage auch durch ein abwechselndes
Anziehen der mehreren Demontageschrauben erfolgen.
[0007] Besonders vorteilhaft sind an dem Kragenabschnitt auch Öffnungen vorzugsweise in
Form von Bohrungen vorgesehen, durch welche in ein Gewinde des Zylinderkopfes eingreifende
Montageschrauben hindurchgreifen. Durch Anziehen dieser Montageschrauben wird auf
die Montagevorrichtung und somit auf das Brennstoffeinspritzventil eine ausreichende
Niederhaltekraft übertragen, um das Brennstoffeinspritzventil beim Betrieb der Brennkraftmaschine
gegen den in dem Brennraum herrschenden Verbrennungsdruck niederzuhalten. Vorzugsweise
sind die Gewinde und die Öffnungen in dem Kragenabschnitt so dimensioniert, daß die
Montageschrauben gleichzeitig als Demontageschrauben verwendet werden können. Dazu
müssen die Gewinde in dem Zylinderkopf und dem Kragenabschnitt der Montagevorrichtung
den gleichen Durchmesser und die gleiche Steigung aufweisen und die Öffnungen müssen
so bemessen sein, daß die entsprechenden Schraubendurchmesser durch diese hindurch-passen.
Bei der Demontage des Brennstoffeinspritzventils werden dann zunächst die Montageschrauben
gelöst und die dann als Demontageschrauben dienenden Montageschrauben in die Gewinde
des Kragenabschnitts eingeführt und angezogen, wodurch die Montagevorrichtung mit
dem Brennstoff-einspritzventil aus der Aufnahmebohrung des Zylinderkopfes herausgezogen
wird. Besondere Demontageschrauben müssen nicht bereitgestellt werden.
[0008] Vorzugsweise sind zumindest drei Öffnungen für die Montageschrauben vorgesehen, die
einen Winkelabstand von mehr als 90° aufweisen. Dadurch wird sichergestellt, daß die
Niederhaltekraft an der Montagevorrichtung und somit an dem Brennstoffeinspritzventil
umfänglich gleichmäßig angreift.
[0009] Entsprechend einer besonders vorteilhaften Ausbildung weist der an dem Brennstoffeinspritzventil
angreifende Angriffsabschnitt der Montagevorrichtung einen radial nach innen gerichteten
Überstand und einen sich axial über den radialen Überstand hinaus erstreckenden axialen
Fortsatz auf. Dabei dient der axiale Fortsatz zum Übertragen der Niederhaltekraft
auf das Brennstoffeinspritzventil, während der radiale Überstand in eine Nut des Brennstoffeinspritzventils
eingreift, um auf das Brennstoffeinspritzventil die Demontagekraft zu übertragen.
Die Funktionen des Niederhaltens und der Demontage sind an dem an dem Brennstoffeinspritzventil
angreifenden Angriffsabschnitt der Montagevorrichtung getrennt. Dies hat den Vorteil,
daß der Bereich der Demontagenut des Brennstoffeinspritzventils durch eine Kunststoffumspritzung
realisiert werden kann und nur der Bereich des Brennstoffeinspritzventils, an welchem
der axiale Fortsatz angreift, aus Metall bestehen muß. Dies führt zu einer einfachen
und kostengünstigen Fertigung des Ventilgehäuses des Brennstoffeinspritzventils.
[0010] Die Montagevorrichtung kann kostengünstig durch Tiefziehen aus einem Metallblech
gefertigt werden.
Zeichnung
[0011] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung vereinfacht dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Schnitt durch einen Zylinderkopf einer Brennkraftmaschine und ein Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung sowie ein in die Montagevorrichtung eingesetztes
Brennstoffeinspritzventil;
- Fig. 2
- ein gegenüber Fig. 1 geringfügig modifiziertes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Montagevorrichtung in einer Draufsicht und
- Fig. 3
- einen Schnitt entlang der Linie III-III in Fig. 2.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0012] Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch einen Zylinderkopf 2 einer Brennkraftmaschine und
durch ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Montagevorrichtung 1 sowie ein
nicht geschnitten dargestelltes, in die erfindungsgemäße Montagevorrichtung 1 eingesetztes
Brennstoffeinspritzventil 3.
[0013] Das Brennstoffeinspritzventil 3 dient zum direkten Einspritzen von Brennstoff in
einen Brennraum 4 der Brennkraftmaschine. Der Zylinderkopf 2 weist eine Aufnahmebohrung
5 zur Aufnahme des Brennstoffeinspritzventils 3 auf, die sich im dargestellten Ausführungsbeispiel
in einen verengten Abschnitt 6 zur Aufnahme eines Abspritzabschnitts 7 des Brennstoffeinspritzventils
3, einen erweiterten Abschnitt 8 zur Aufnahme eines Demontageabschnitts 9, eines Brennstoffzulaufabschnitts
10 und eines Gehäusekörpers 27 sowie der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung 1, sowie
einen den erweiterten Abschnitt 8 mit dem verengten Abschnitt 6 verbindenden konischen
Abschnitt 11 gliedert.
[0014] Die erfindungsgemäße Montagevorrichtung 1 hat einen das Brennstoffeinspritzventil
3 zumindest teilweise umgebenden Mantelkörper 12, an welchem ein aus der Aufnahmebohrung
5 herausgerichteter Kragenabschnitt 13 angeformt ist, der sich von dem Mantelkörper
12 radial nach außen erstreckt. An dem dem Kragenabschnitt 13 gegenüberliegenden Ende
ist an dem Mantelkörper 12 ein Angriffsabschnitt 14 ausgebildet, über welchen die
Montagevorrichtung 1 an dem Brennstoffeinspritzventil 3 angreift.
[0015] Der Angriffsabschnitt 14 weist einen radial nach innen gerichteten radialen Überstand
15 und einen sich axial über den radialen Überstand 15 hinauserstreckenden axialen
Fortsatz 16 auf. Der radiale Überstand 15 greift in eine Demontagenut 17 des Brennstoffeinspritzventils
3 ein, um eine Demontagekraft auf das Brennstoffeinspritzventil 3 zu übertragen. Der
axiale Fortsatz 16 hingegen greift an einer Niederhaltefläche 18 des Brennstoffeinspritzventils
3 an, um auf das Brennstoffeinspritzventil 3 eine Niederhaltekraft zu übertragen.
[0016] An dem Kragenabschnitt 13 der Montagevorrichtung 1 sind zumindest eine, vorzugsweise
jedoch mehrere gewindelose Öffnungen 19 und zumindest eine, vorzugsweise jedoch mehrere
Öffnungen mit Gewinde 20 vorgesehen. Die Öffnungen 19 sind im Ausführungsbeispiel
als gewindelose Bohrungen ausgebildet, durch welche Montageschrauben 21 hindurchgreifen,
die in Gewindebohrungen 22 des Zylinderkopfes 2 einschraubbar sind. Die Öffnungen
19 können beispielsweise jedoch auch als Langlöcher, Schlitze, nach außen offene Ausnehmungen
oder dergleichen ausgebildet sein.
[0017] Die Gewinde 20 sind vorzugsweise in Gewindebohrungen ausgebildet, wobei das Gewinde
20 direkt in den Kragenabschnitt 13 eingeschnitten ist. Es ist jedoch auch denkbar,
Gewindebuchsen oder Muttern an dem Kragenabschnitt 13 der Montagevorrichtung 1 anzubringen.
[0018] Bei der Montage des Brennstoffeinspritzventils 3 wird zunächst das Brennstoffeinspritzventil
3 so in die Montagevorrichtung 1 eingesetzt, daß der radiale Überstand 15 in die Demontagenut
17 des Brennstoffeinspritzventils 3 eingreift. Sodann wird die Montagevorrichtung
1 mitsamt dem Brennstoffeinspritzventil 3 in die Aufnahmebohrung 5 des Zylinderkopfes
2 eingesetzt. Schließlich werden die Montageschrauben 21 durch die Öffnungen 19 des
Kragenabschnitts 13 hindurchgeführt und in das Gewinde 22 des Zylinderkopfes 2 eingeschraubt.
Durch Anziehen der Montageschrauben 21 kommen die Schraubenköpfe 23 der Montageschrauben
21 auf dem Kragenabschnitt 13 zur Anlage und üben auf die Montagevorrichtung 1 eine
durch den Pfeil 24 veranschaulichte Niederhaltekraft F
N aus, die über den axialen Fortsatz 16 auf die Niederhaltefläche 18 des Brennstoffeinspritzventils
3 übertragen wird. Während des Betriebs der Brennkraftmaschine wird deshalb das Brennstoffeinspritzventil
3 gegen den in dem Brennraum 4 herrschenden Verbrennungsdruck in der Aufnahmebohrung
5 niedergehalten.
[0019] Zur Demontage des Brennstoffeinspritzventils 3 und der Montagevorrichtung 1 werden
zunächst die Montageschrauben 21 gelöst und aus dem Gewinde 22 des Zylinderkopfes
2 entfernt. Sodann werden in die Gewinde 20 des Kragenabschnitts 13 Demontageschrauben
25 eingesetzt, die sich an dem Zylinderkopf 2 anstützen. Durch Anziehen der Demontageschrauben
25 wird auf die Montagevorrichtung 1 eine durch den Pfeil 26 veranschaulichte Demontagekraft
F
D ausgeübt, die über den radialen Überstand 15 auf die Demontagenut 17 des Brennstoffeinspritzventils
3 übertragen wird. Dadurch wird die Montagevorrichtung 1 mitsamt dem Brennstoffeinspritzventil
3 aus der Aufnahmebohrung 5 des Zylinderkopfes 2 herausgezogen, ohne daß es eines
Montiereisens oder anderer Hebelwerkzeuge bedarf. Durch die Demontageschrauben 25
können relativ große Demontagekräfte F
D auf die Montagevorrichtung 1 und das Brennstoffeinspritzventil 3 ausgeübt werden,
so daß das Brennstoffeinspritzventil 3 zu Wartungs- oder Austauschzwecken auch dann
sicher demontierbar ist, wenn das Brennstoffeinspritzventil 3 in der Aufnahmebohrung
5 festgebacken ist.
[0020] Dadurch daß an dem Angriffsabschnitt 14 der Montagevorrichtung 1 sowohl ein radialer
Überstand 15 als auch ein axialer Fortsatz 16 ausgebildet sind, sind die Funktionen
des Niederhaltens und der Demontage voneinander getrennt. Während der Gehäusekörper
27 des Brennstoffeinspritzventils 3, an welchem die Niederhaltefläche 18 ausgebildet
ist, vorzugsweise aus Metall, insbesondere Stahl besteht, um auf das Brennstoffeinspritzventil
3 eine hohe Niederhaltekraft übertragen zu können, kann der Demontageabschnitt 9 des
Brennstoffeinspritzventils, an welchem die Demontagenut 17 ausgebildet ist, als Kunststoffspritzgussteil
gefertigt werden, da die Demontagekraft F
D wesentlich kleiner ist als die Niederhaltekraft F
N. Dadurch wird eine kostengünstige Fertigung des Brennstoffeinspritzventils 3 ermöglicht.
[0021] Fig. 2 zeigt ein gegenüber dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel gering
modifiziertes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Montagevorrichtung 1 in
einer Draufsicht. Erkennbar sind der radiale Überstand 15, der Kragenabschnitt 13,
die an dem Kragenabschnitt 13 ausgebildeten Gewinde 20 und die an dem Kragenabschnitt
13 in Form von gewindelosen Bohrungen ausgebildeten Öffnungen 19. Die Modifikation
gegenüber dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel besteht darin, daß zwei
in Gewindebohrungen ausgebildete Gewinde 20 an dem Kragenabschnitt 13 diametral gegenüberliegend
in der Schnittebene III-III ausgebildet sind, während bei dem in Fig. 1 dargestellten
Ausführungsbeispiel zur besseren Veranschaulichung der Erfindung in der Schnittebene
III-III ein Gewinde 20 und eine gewindelose Öffnung 19 angeordnet sind.
[0022] Während die beiden Gewinde 20 an dem Kragenabschnitt 13 diametral gegenüberliegend
angeordnet sind, sind drei gewindelose Öffnungen 19 an dem Kragenabschnitt 13 nahezu
umfänglich gleichmäßig verteilt so angeordnet, daß der Winkelabstand zwischen den
einzelnen Öffnungen 19 zumindest 90°, idealerweise 120°, beträgt. Auf diese Weise
kann über die erfindungsgemäße Montagevorrichtung 1 auf das Brennstoffeinspritzventil
3 eine umfänglich gleichmäßige Niederhaltekraft übertragen werden.
[0023] Wie aus Fig. 2 ebenfalls zu erkennen, umgibt der radiale Überstand 15 bei dem in
Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel das in Fig. 2 nicht dargestellte Brennstoffeinspritzventil
3 in einem geringeren Winkelbereich als der Mantelkörper 12 bzw. der an dem Mantelkörper
12 angeformte Kragenabschnitt 13. Dies erleichtert das Einsetzen des Brennstoffeinspritzventils
3 in die Montagevorrichtung 1.
[0024] Fig. 3 zeigt einen Schnitt entlang der Linie III-III in Fig. 2. Die Darstellung entspricht
weitgehend der Darstellung der Montagevorrichtung 1 in Fig. 1 mit dem Unterschied,
daß, wie erläutert, in der Schnittebene III-III zwei Gewinde 20 anstatt einem Gewinde
20 und einer gewindelosen Öffnung 19 angeordnet sind.
[0025] Die erfindungsgemäße Montagevorrichtung 1 kann kostengünstig als Blechtiefziehteil
hergestellt werden. Vorzugsweise weisen die Gewinde 22 an dem Zylinderkopf 2 und die
Gewinde 20 an dem Kragen 13 der Montagevorrichtung 1 den gleichen Durchmesser und
die gleiche Steigung auf, so daß die Montageschrauben 21 gleichzeitig als Demontageschrauben
25 verwendet werden können. Zur Demontage der Montagevorrichtung 1 und des Brennstoff-einspritzventils
3 werden daher zunächst die Montageschrauben 21 gelöst und entfernt und sodann in
die Gewinde 20 eingesetzt und angezogen.
[0026] Mit der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung 1 können auf das Brennstoffeinspritzventil
3 hohe symmetrische und axial ausgerichtete Demontagekräfte übertragen werden, wobei
an dem beispielsweise aus einem Leichtmetall bestehenden Zylinderkopf 2 Beschädigungen
vermieden werden.
[0027] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. Beispielsweise
kann der radiale Überstand 15 auch durch Ausklinkungen an dem Mantelkörper 12 realisiert
werden, die so gebogen werden, daß sie radial nach innen ragen.
1. Montagevorrichtung (1) zur Montage und Demontage eines Brennstoffeinspritzventils
(3) in einer Aufnahmebohrung (5) eines Zylinderkopfes (2) einer Brennkraftmaschine
mit einem das Brennstoffeinspritzventil (3) zumindest teilweise umgebenden Mantelkörper
(12), an welchem ein Angriffsabschnitt (14), über den auf das Brennstoffeinspritzventil
(3) sowohl eine Niederhaltekraft (FN) zum Niederhalten des Brennstoffeinspritzventils (3) in der Aufnahmebohrung (5) als
auch eine Demontagekraft (FD) zur Demontage des Brennstoffeinspritzventil (3) ausübbar ist, und ein aus der Aufnahmebohrung
(5) herausragender Kragenabschnitt (13) ausgebildet sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kragenabschnitt (13) zumindest ein Gewinde (20) aufweist, in welches eine Demontageschraube
(25) so einschraubbar ist, daß bei einem Anziehen der Demontageschraube (25) sich
diese an dem Zylinderkopf (2) abstützt und auf den Kragenabschnitt (13) eine solche
Demontagekraft (FD) überträgt, daß die Montagevorrichtung (1) mit dem in die Montagevorrichtung (1)
eingesetzten Brennstoffeinspritzventil (3) aus der Aufnahmebohrung (5) herausgezogen
wird.
2. Montagevorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Kragenabschnitt (13) mehrere umfänglich verteilt angeordnete Gewinde (20)
für jeweils eine Demontageschraube (25) angeordnet sind.
3. Montagevorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Kragenabschnitt (13) zwei Gewinde (20) für jeweils eine Demontageschraube
(25) diametral gegenüberliegend angeordnet sind.
4. Montagevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Kragenabschnitt (13) zumindest eine Öffnung (19) vorgesehen ist, in welche
eine Montageschraube (21) so einsetzbar ist, daß die Montageschraube (21) in ein an
dem Zylinderkopf (2) vorgesehenes Gewinde (22) eingreift, wobei durch Anziehen der
Montageschraube (21) auf den Kragenabschnitt (13) eine solche Niederhaltekraft (FN) übertragen wird, daß die Montagevorrichtung (1) mit dem in die Montagevorrichtung
(1) eingesetzten Brennstoffeinspritzventil (3) in der Aufnahmebohrung (5) niedergehalten
wird.
5. Montagevorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Kragenabschnitt (13) mehrere umfänglich verteilt angeordnete Öffnungen (19)
für jeweils eine Montageschraube (21) angeordnet sind.
6. Montagevorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Kragenabschnitt (13) drei Öffnungen (19) in Form von Bohrungen für jeweils
eine Montageschraube (21) in einem Winkelabstand von mehr als 90° angeordnet sind.
7. Montagevorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gewinde (20) und Öffnungen (19) in dem Kragenabschnitt (13) so dimensioniert
sind, daß die Montageschrauben (21) als Demontageschrauben (25) verwendet werden können.
8. Montagevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Angriffsabschnitt (14) einen nach innen gerichteten radialen Überstand (15) und
einen sich axial über den radialen Überstand (15) hinaus erstreckenden axialen Fortsatz
(16) aufweist, wobei der axiale Fortsatz (16) die Niederhaltekraft (FN) auf das Brennstoffeinspritzventil (3) überträgt und der radiale Überstand (15) in
eine Demontagenut (17) des Brennstoffeinspritzventils (3) eingreift, um auf das Brennstoffeinspritzventil
(3) die Demontagekraft (FD) zu übertragen.
9. Montagevorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der radiale Überstand (15) das Brennstoffeinspritzventil (3) in einem geringeren
Winkelbereich umgibt als der Mantelkörper (12) und/oder der Kragenabschnitt (13).
10. Montagevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Montagevorrichtung (1) durch Tiefziehen aus einem Metallblech gefertigt ist.
1. Installation device (1) for installing a fuel injection valve (3) in, and removing
it from, a receiving bore (5) of a cylinder head (2) of an internal combustion engine,
having a casing body (12) which at least partially surrounds the fuel injection valve
(3) and on which an engagement section (14), via which both a holding-down force (FN) for holding down the fuel injection valve (3) in the receiving bore (5) and a removal
force (FD) for removing the fuel injection valve (3) can be exerted on the fuel injection valve
(3), and a collar section (13) protruding from the receiving bore (5) are formed,
characterized in that the collar section (13) has at least one thread (20) into which a removal screw (25)
can be screwed in such a manner that, when the removal screw (25) is tightened, it
is supported on the cylinder head (2) and transmits to the collar section (13) such
a removal force (FD) that the installation device (1) together with the fuel injection valve (3), which
is inserted into the installation device (1), is pulled out of the receiving bore
(5).
2. Installation device according to Claim 1, characterized in that a plurality of circumferentially distributed threads (20) for one removal screw (25)
in each case are arranged on the collar section (13).
3. Installation device according to Claim 2, characterized in that two threads (20) for one removal screw (25) in each case are arranged diametrically
opposite one another on the collar section (13).
4. Installation device according to one of Claims 1 to 3, characterized in that at least one opening (19) is provided on the collar section (13) and an installation
screw (21) can be inserted into it in such a manner that the installation screw (21)
engages in a thread (22) provided on the cylinder head (2), tightening of the installation
screw (21) causing such a holding-down force (FN) to be transmitted to the collar section (13) that the installation device (1) together
with the fuel injection valve (3), which is inserted into the installation device
(1), is held down in the receiving bore (5).
5. Installation device according to Claim 4, characterized in that a plurality of circumferentially distributed openings (19) for one installation screw
(21) in each case are arranged on the collar section (13).
6. Installation device according to Claim 5, characterized in that three openings (19) in the form of bores for one installation screw (21) in each
case are arranged at an angular spacing of more than 90º on the collar section (13).
7. Installation device according to one of Claims 4 to 6, characterized in that the thread (20) and openings (19) in the collar section (13) are dimensioned in such
a manner that the installation screws (21) can be used as removal screws (25).
8. Installation device according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the engagement section (14) has an inwardly directed radial projection (15) and an
axial extension (16) which extends axially beyond the radial projection (15), the
axial extension (16) transmitting the holding-down force (FN) to the fuel injection valve (3) and the radial projection (15) engaging in a removal
groove (17) of the fuel injection valve (3) in order to transmit the removal force
(FD) to the fuel injection valve (3).
9. Installation device according to Claim 8, characterized in that the radial projection (15) surrounds the fuel injection valve (3) in a smaller angular
region than the casing body (12) and/or the collar section (13).
10. Installation device according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the installation device (1) is manufactured from a metal sheet by deep drawing.
1. Dispositif (1) pour le montage et le démontage d'un injecteur de carburant (3) dans
un perçage de réception (5) d'une culasse (2) d'un moteur à combustion interne,
comportant un corps d'enveloppe (12) qui entoure au moins partiellement l'injecteur
de carburant (3) et sur lequel sont constituées une section de prise (14) permettant
d'exercer sur l'injecteur (3) soit une force de retenue (FN) afin de le retenir dans le perçage de réception (5), soit une force de démontage
(FD) afin de le démonter, et un segment de collet (13) faisant saillie à l'extérieur
du perçage de réception (5),
caractérisé en ce que
le segment de collet (13) possède au moins un filetage (20) dans lequel une vis de
démontage (25) peut être vissée de telle manière qu'en serrant la vis (25), celle-ci
vient s'appuyer sur la culasse (2) et transmet au segment de collet (13) une force
de démontage (FD) telle que le dispositif de montage (1) sera retiré, avec l'injecteur (3) qui s'y
trouve inséré, du perçage de réception (5).
2. Dispositif de montage selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le segment de collet (13) comporte plusieurs filetages (20) réparties en périphérie
et associés chacun à une vis de démontage (25).
3. Dispositif de montage selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
sur le segment de collet (13) sont disposés, de manière diamétralement opposée, deux
filetages (20) associés chacun à une vis de démontage (25).
4. Dispositif de montage selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
sur le segment de collet (13) est prévue au moins une ouverture (19) dans laquelle
une vis de montage (21) peut être insérée de telle manière qu'elle pénètre dans un
filetage (22) prévu sur la culasse (2), de sorte que le serrage de la vis de montage
(21) a pour effet de transférer sur le segment de collet (13) une force de retenue
(FN) telle que le dispositif de montage (1) sera retenu, avec l'injecteur de carburant
(3) qui s'y trouve insérée, dans le perçage de réception (5).
5. Dispositif de montage selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
le segment de collet (13) comporte plusieurs ouvertures (19) réparties en périphérie
et associées chacune à une vis de montage (21).
6. Dispositif de montage selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
sur le segment de collet (13) sont disposées, avec un écartement angulaire de plus
de 90°, trois ouvertures (19) sous forme de perçages, associées chacune à une vis
de montage (21).
7. Dispositif de montage selon l'une des revendications 4 à 6,
caractérisé en ce que
les filetages (20) et les ouvertures (19) dans le segment de collet (13) sont dimensionnés
de telle manière que les vis de montage (21) peuvent être utilisées comme vis de démontage
(25).
8. Dispositif de montage selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que
la section de prise (14) possède un porte-à-faux radial (15) dirigé vers l'intérieur,
ainsi qu'un prolongement axial (16) s'étendant axialement par-dessus le porte-à-faux
radial (15), de sorte que le prolongement axial (16) transmet la force de retenue
(FN) à l'injecteur de carburant (3) et que le porte-à-faux radial (15) pénètre dans une
rainure de démontage (17) de l'injecteur de carburant (3) afin de transférer la force
de démontage (FD) à l'injecteur (3).
9. Dispositif de montage selon la revendication 8,
caractérisé en ce que
le porte-à-faux radial (15) entoure l'injecteur de carburant (3) dans une zone angulaire
plus réduite, comparativement au corps d'enveloppe (12) et/ou au segment de collet
(13).
10. Dispositif de montage selon l'une des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que
le dispositif de montage est fabriqué par emboutissage d'une tôle métallique.

