[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Rollen von stabförmigen Gegenständen,
insbesondere von stabförmigen Tabakartikeln wie Zigarette-Filter-Zigarette-Gruppen
u.dgl., mit einem Fördermittel zum Fördern der Gegenstände, welches Fördermittel eine
Rollfläche aufweist, mit einer Gegenrollfläche, wobei die Rollfläche und die Gegenrollfläche
einen Rollkanal für die Gegenstände bilden, mit einem Startmittel zum Erfassen der
Gegenstände vor dem Rollkanal, um den Rollvorgang der Gegenstände einzuleiten.
[0002] Derartige Vorrichtungen zum Rollen von stabförmigen Gegenständen sind aus dem Stand
der Technik bekannt. So zeigt beispielsweise die DE 37 02 915 C2 eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art. Bei dieser Vorrichtung, die zum Herumwickeln von beleimten
Verbindungsplättchen um die Stoßstellen von aus stabförmigen Tabakartikeln und Filterstopfen
oder Mundstücken gebildeten Gruppen dient, ist ein eine Rollfläche auf weisender Rollförderer
und eine zugeordnete ortsfeste Gegenrollfläche vorgesehen, wobei Rollfläche und Gegenrollfläche
zum Umrollen der Gruppen mit den Verbindungsplättchen einen Rollkanal bilden und relativ
zueinander bewegbar sind. Bei dieser bekannten Vorrichtung sind der ortsfesten Gegenrollfläche
vor dem Einlauf der Gruppen in den Rollkanal bewegte Stege zugeordnet, welche Stege
unter reibschlüssigem Erfassen der Gruppen der Bewegungsrichtung der Rollfläche des
Rollförderers mit geringerer Geschwindigkeit folgen. Dadurch erhalten die Artikel
eine negative Beschleunigung, so daß sie bereits vor ihrem Eintritt in den Rollkanal
in Rollung versetzt werden. Diese Vorbeschleunigung führt zu einer Reduzierung der
auf die Gegenstände beim Eintritt in den Rollkanal wirkenden negativen Beschleunigung
und damit zu größerer Schonung der zu rollenden stabförmigen Gegenstände.
[0003] Aus dem Stand der Technik, beispielsweise aus der DE 36 06 010 A1, sind auch Vorrichtungen
bekannt, bei denen am Anfang des Rollkanals ein feststehender Steg vorgesehen ist.
Bei diesen Vorrichtungen erfolgt jedoch die negative Beschleunigung der zu rollenden
stabförmigen Gegenstände schlagartig an einer ortsfesten Stelle, was insbesondere
bei hoher Produktionsgeschwindigkeit eine hohe mechanische Belastung der Gegenstände
bedeutet.
[0004] Eine weitere bekannte Vorrichtung zum Rollen von stabförmigen Gegenständen ist aus
der EP 0 687 424 B1 bekannt. In dieser Druckschrift ist eine Vorrichtung offenbart,
bei der umlaufende, in ihrer Geschwindigkeit gesteuerte Teilrollflächen mit jeweils
einer Startleiste versehen sind, die mit einer ortsfesten Rollfläche ohne Startleiste
zusammenwirken. Bei dieser Vorrichtung wird durch Nachführen der gesteuerten Teilrollflächen
mit den zu rollenden Gegenständen noch vor dem Rollkanal versucht, die oben erwähnten
nachteiligen Effekte zu vermeiden. Trotz der Nachführung der Startleisten kann jedoch
auch hier nicht vollständig auf eine kräftige Beschleunigung der stabförmigen Gegenstände
vor dem Eintritt der stabförmigen Gegenstände in den Rollkanal verzichtet werden;
denn auch hier wäre sonst der Sinn der Startleiste verfehlt. Im übrigen wird der durch
die geringe Nachführung der Startleisten erzielte leichte Vorteil gegenüber der Anfangs
genannten Vorrichtung bei weitem dadurch nachteiligerweise wieder aufgewogen, daß
diese Vorrichtung eine sehr komplizierte Mechanik benötigt, um die Startleisten in
der in der europäischen Patentschrift beschriebenen Weise nachzuführen.
[0005] Diese bekannten Vorrichtungen aus dem Stand der Technik haben sich insbesondere auf
dem Gebiet der tabakverarbeitenden Industrie bewährt. Um aber im Hinblick auf die
derzeitigen hohen und zukünftig noch höheren Verarbeitungsgeschwindigkeiten noch bessere
Rollergebnisse bei größtmöglicher Schonung des Artikels zu erzielen, ist es wünschenswert,
die bekannten Vorrichtungen weiter zu verbessern.
[0006] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die vorgenannten Nachteile zu
vermeiden, und eine Vorrichtung zur Verfügung zu stellen, die eine möglichst sanfte
Beschleunigung und gleichzeitig zuverlässige Rollung der zu rollenden stabförmigen
Gegenstände auch bei den heutigen hohen und zukünftigen noch höheren Verarbeitungsgeschwindigkeiten
besser ermöglicht.
[0007] Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst,
daß vor dem Rollkanal wenigstens zwei aufeinanderfolgende Startmittel angeordnet sind.
[0008] Die Vorteile der Erfindung liegen insbesondere darin, daß aufgrund des vorgesehenen,
weiteren Startmittels eine Verteilung der Anrollkräfte auf beide Startmittel ermöglicht
wird. Somit kann jedes einzelne Startmittel wesentlich sanfter eine Anrollung der
zu rollenden stabförmigen Gegenstände vornehmen, so daß die stabförmigen Gegenstände
bei jedem einzelnen Anrollvorgang weniger beschleunigt und somit weniger belastet
werden. Dies hat eine erhebliche Verbesserung der Qualität der derart gerollten Gegenstände
zur Folge. Das Anrollen der stabförmigen Gegenstände wird aufgrund der Erfindung insgesamt
sanfter gestaltet, so daß ein Qualitätsvorsprung gegenüber den Rollvorrichtungen erreicht
wird, die aus dem Stand der Technik bekannt sind.
[0009] Darüber hinaus ist es bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung besonders vorteilhaft,
daß sie geeignet ist, die derzeit üblichen hohen Verarbeitungsgeschwindigkeiten ohne
Qualitätseinbußen der gerollten Gegenstände mitzumachen. Denn durch die Verteilung
des Anrollvorganges auf mindestens zwei Startmittel gestaltet sich der Anrollvorgang
auch bei den heutigen hohen Verarbeitungsgeschwindigkeiten sanft genug, um die stabförmigen
Gegenstände, insbesondere um Zigarette-Filter-Zigarette-Gruppen durch das Beschleunigen
vor dem Rollkanal nicht zu beschädigen.
[0010] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus,
daß das erste Startmittel als mindestens ein Steg ausgebildet ist. Dabei ist es bevorzugt,
wenn dieser mindestens eine Steg bewegbar ist. Somit können die Vorteile bewegbarer
Stege, die bereits aus dem Stand der Technik gemäß DE 37 02 915 C2 bekannt sind, auch
bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorteilhafterweise genutzt werden. Dabei ist
der mindestens erste Steg bevorzugt derart bewegbar, daß er durch seine Bewegung die
Bewegung der Gegenstände, die von dem Fördermittel auf den Rollkanal zugefördert werden,
mit geringerer Geschwindigkeit folgt. Somit wird durch den mindestens einen Steg des
ersten Startmittels eine Teilbeschleunigung bzw. eine Teilanrollung der von dem mindestens
einen Steg des ersten Startmittels erfaßten stabförmigen Gegenstände erreicht, bevor
die stabförmigen Gegenstände von dem Fördermittel in den Wirkbereich des zweiten Startmittels
gefördert werden. Das zweite Startmittel ist dann bei dieser Ausführungsform bevorzugt
so ausgelegt, daß es den verbleibenden Beschleunigungs- bzw. Anrollvorgang ausführt,
so daß die stabförmigen Gegenstände, insbesondere die Zigarette-Filter-Zigarette-Gruppen
bei Zigarettenverarbeitungsmaschinen, im eigentlichen Rollkanal keine großen Rollkräfte
mehr aufnehmen müssen. Das bedeutet konkret, daß aufgrund der Erfindung es vorteilhaft
möglich ist, die Pressung der stabförmigen Gegenstände im Rollkanal, welche Pressung
durch die Enge des Rollkanals verursacht wird, gering zu halten, da der stabförmige
Gegenstand bereits vor Erreichen des Rollkanals ausreichend in den Rollvorgang hineinbeschleunigt
wurde. Somit kommt es vorteilhafterweise aufgrund der vorliegenden Erfindung insgesamt
zu einer erheblich geringeren Belastung, als dies im Stand der Technik möglich ist.
[0011] Besonders wirken sich die erfindungsgemäßen Vorteile bei der Verarbeitung von Zigarette-Filter-Zigarette-Gruppen
aus. Denn bei diesen Tabakartikeln ist es von entscheidender Bedeutung, daß die schließlich
fertiggestellte Zigarette eine gewisse Härte aufweist, wenn der Raucher die Zigarette
in die Hand nimmt. Denn der Raucher beurteilt die Qualität einer Zigarette u.a. auch
nach haptischen Gesichtspunkten. Wird die Zigarette vor der endgültigen Fertigstellung
zu sehr belastet, beispielsweise durch eine zu starke Pressung im Rollkanal der hier
in Rede stehenden Vorrichtungen, so kommt es zu einem zu großen Härteverlust der Zigarette
insgesamt, der von dem Raucher als minderwertig empfunden wird. Dieser aus dem Stand
der Technik bekannte Härteverlust der Zigarette wird dank der Erfindung erfolgreich
vermieden.
[0012] Bevorzugt ist der mindestens eine Steg im Umfang eines benachbart zum Fördermittel
angeordneten, entgegengesetzt zur Förderrichtung des Fördermittels drehbaren Stegrades
angeordnet. Auf diese Weise ist die Erfindung besonders einfach umsetzbar. Bevorzugt
ist dabei das erste Startmittel ortsfest am Anfang des Rollkanals angeordnet. Auf
diese Weise kommt es zu einer Kombination des auf einfache Weise am Anfang des Rollkanals
angeordneten, bevorzugt als erster Steg ausgebildeten zweiten Startmittels und des
als mechanisch einfach anzusehenden, drehbaren Stegrades, d.h. zu einer Kombination
mechanisch einfacher und somit zuverlässiger und hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit
verkraftender Teile.
[0013] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform weist weiterhin an den Stegen des Stegrades
angeordnete Rollflächen auf, die mit den anzurollenden stabförmigen Gegenständen in
reibschlüssigen Kontakt bringbar sind. Der radiale Abstand der Rollflächen zur Drehachse
des Stegrades nimmt dabei in Drehrichtung des Stegrades zu. Diese Ausbildung der als
Startmittel dienenden Stege hat einen räumlich besonders genau definierten Startpunkt
der Anrollung durch die Stege des Stegrades zur Folge.
[0014] Weitere bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0015] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird nun mit Bezug auf die begleitenden
Zeichnungen erläutert.
[0016] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Ausschnitt aus einer schematischen Seitenansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung;
- Fig. 2
- den Ausschnitt der Fig. 1 in einem zeitlich fortgeschrittenen Zustand; und
- Fig. 3
- einen vergrößerten Ausschnitt der Seitenansicht der Fig. 1, welcher noch eine Abfördertrommel
zeigt.
[0017] Die Fig. 1 zeigt einen Ausschnitt einer Seitenansicht einer Vorrichtung 1 zum Rollen
von stabförmigen Gegenständen 2. Die in der Fig. 1 schematisch dargestellten stabförmigen
Gegenstände 2 werden in der Vorrichtung 1 gemäß Fig. 1 mit Hilfe von Saugkanälen 4
in Mulden 6 auf einer Umfangsoberfläche 8 einer als erfindungsgemäßes Fördermittel
dienenden Fördertrommel 10 gehalten. Die Saugkanäle 4 erstrecken sich radial in der
Fördertrommel 10 und münden in den Mulden 6. Die Förderrichtung der Fördertrommel
10 ist durch den Pfeil 12 angedeutet. Die Umfangsoberfläche 8 der Fördertrommel 10
dient als Rollfläche zum Rollen der stabförmigen Gegenstände 2.
[0018] Weiterhin weist die Vorrichtung 1 gemäß Fig. 1 eine konzentrisch zur Rollfläche 8
verlaufende Gegenrollfläche 14 auf. Die Gegenrollfläche 14 ist als Oberfläche eines
Rollklotzes 16 ausgebildet. Die Rollfläche 8 und die Gegenrollfläche 14 liegen einander
gegenüber. Der Abstand der Rollfläche 8 und der Gegenrollfläche 14 ist so gewählt,
daß er etwas geringer ist als der Durchmesser der zu rollenden, stabförmigen Gegenstände
2. Der Rollklotz 16 ist starr und ortsfest. Die Rollfläche 8 und die Gegenrollfläche
14 des Rollklotzes 16 bilden einen Rollkanal 18 für die zu rollenden, stabförmigen
Gegenstände 2. Am Beginn des Rollkanals 18 ist eine Startleiste 20 vorgesehen. Die
Startleiste 20 ist an dem Rollklotz 16 auswechselbar befestigt. Die Startleiste 20
weist der Rollfläche 8 der Fördertrommel 10 zugewandt zwei in einem Winkel zueinander
angeordnete Flächen 22a und 22b auf. Die Oberflächen 22a und 22b der Startleiste 20
sind so zueinander in einem Winkel von etwa 90° angeordnet, daß sie eine der Rollfläche
8 zugewandte Kante bilden. Beide Oberflächen 22a und 22b sind auch in einem Winkel
zu der Gegenrollfläche 14 angeordnet. Die Winkel sind dabei so gewählt, daß in Förderrichtung
12 der Fördertrommel 10 die Oberfläche 22a zunächst eine Verjüngung des Rollkanals
18 bewirkt, während die sich in Förderrichtung 12 anschließende kleinere Oberfläche
22b der Startleiste 20 den Rollkanal wieder etwas erweitert.
[0019] Weiterhin weist die Vorrichtung der Fig. 1 ein Stegrad 24 auf. Die Drehrichtung des
Stegrades 24 verläuft entgegen der Drehrichtung 12 der Fördertrommel 10 im Gegenuhrzeigersinn,
wie durch den Pfeil 26 angedeutet ist. Die Drehachse 28 des Stegrades 24 verläuft
parallel zur nicht dargestellten Drehachse der Fördertrommel 10. Das Stegrad 24 weist
zehn Stege 30 auf. Die Stege 30 sind radial auf dem Stegrad 24 angeordnet. Die Stege
30 überragen mit ihren Enden die Umfangsoberfläche 32 des Stegrades 24.
[0020] Der Abstand zwischen der Drehachse 28 des Stegrades 24 und der Rollfläche 8 der Fördertrommel
10 ist so gewählt, daß die Stege 30 mit an ihren Enden angeordneten Schrägen 34 in
Eingriff mit den sich in den Saugmulden 6 der Fördertrommel 10 befindenden stabförmigen
Gegenstände 2 gelangen können. Die Umfangsgeschwindigkeit des Stegrades 24 ist etwas
geringer - um etwa die Hälfte - als die Umfangsgeschwindigkeit der Fördertrommel 10.
Somit werden durch die Schrägen 34 der Stege 30 die von der Fördertrommel 10 in den
Saugmulden 6 geförderten stabförmigen Gegenstände von den Stegen 30 abgebremst, so
daß die Fördergeschwindigkeit der Gegenstände noch 75% der ursprünglichen Größe beträgt.
Durch diesen Abbremsvorgang der von der Fördertrommel 10 geförderten stabförmigen
Gegenstände 2 mittels der Stege 30 bzw. aufgrund des mit einer geringeren Umfangsgeschwindigkeit
sich drehenden Stegrades 24 werden die stabförmigen Gegenstände 2 aus ihren Saugmulden
6 wenigstens teilweise herausgehoben. Dabei begleiten die Stege 30 die stabförmigen
Gegenstände 2 etwas entlang des Förderweges in der Förderrichtung 12. Die Fig. 1 zeigt
diesbezüglich den Anfangszustand bei erstmaliger Berührung der stabförmigen Gegenstände
2 mittels der Stege 30, währen die Fig. 2 den weiter fortgeschrittenen Zustand zeigt,
indem sich der entsprechende stabförmige Gegenstand 2 bereits mittels der Stege 30
aus der Saugmulde 6 herausgehoben auf der Rollfläche 8 der Fördertrommel 10 befindet.
[0021] An der in der Fig. 2 dargestellten Position des den stabförmigen Gegenstand 2 aus
der Saugmulde 6 heraushebenden Steges 30 gelangt der Steg 30 außer Eingriff mit dem
stabförmigen Gegenstand 2, während die Startleiste 20 im nahezu gleichen Augenblick
in Kontakt mit dem zu rollenden stabförmigen Gegenstand 2 kommt. Um diese direkte
Übergabe, und somit ein direkt aufeinanderfolgendes Anrollen der stabförmigen Gegenstände
2 mittels des Steges 30 und der Startleiste 20 zu ermöglichen, können die Stege 30
des Stegrades 24 in eine gestrichelt angedeutete Ausnehmung 36 in dem Rollklotz 16
eintauchen.
[0022] Nachdem der so von einem Steg 30 und der Startleiste 20 angerollte stabförmige Gegenstand
2 an der Startleiste 20 von der Fördertrommel 10 vorbeigefördert wurde, wird der stabförmige
Gegenstand 2 in dem Rollkanal 18 durch reibschlüssigen Kontakt mit der Rollfäche 8
der Fördertrommel 10 und der Gegenrollfläche 14 des Rollklotzes 16, wobei die Gegenrollfläche
14 ortsfest ist, in eine Rollbewegung versetzt, so daß die Fördergeschwindigkeit der
Gegenstände noch 50% der ursprünglichen Größe beträgt. Diese Rollbewegung kann beispielsweise
in einer zigarettenverarbeitenden Maschine dazu benutzt werden, daß Zigarette-Filter-Zigarette-Gruppen
mit einem Verbindungsblättchen umrollt werden.
[0023] Die Fig. 3 zeigt die Vorrichtung 1 der Fig. 1 und 2 in einer erweiterten Ansicht,
in der auch eine Abfördertrommel 38 dargestellt ist. Die Abfördertrommel 38 weist
die gleiche Drehrichtung wie das Stegrad 24 auf. Die Abfördertrommel 38 übernimmt
am Ende des Rollkanals 18 die gerollten stabförmigen Gegenstände in an der Umfangsoberfläche
40 der Abfördertrommel 38 angeordneten Aufnahmen 42.
1. Vorrichtung zum Rollen von stabförmigen Gegenständen (2), insbesondere stabförmigen
Tabakartikeln,
mit einem Fördermittel (10) zum Fördern der Gegenstände (2), welches Fördermittel
(10) eine Rollfläche (8) aufweist,
mit einer Gegenrollfläche (14), wobei die Rollfläche (8) und die Gegenrollfläche (14)
einen Rollkanal (18) für die Gegenstände (2) bilden,
mit einem Startmittel zum Erfassen der Gegenstände (2) vor dem Rollkanal (18), um
den Rollvorgang der Gegenstände (2) einzuleiten, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem
Rollkanal wenigstens zwei aufeinanderfolgende Startmittel (20, 30) angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß ein erstes Startmittel (30) den Rollvorgang der Gegenstände
(2) zumindest teilweise einleitend, das zweite (20) den Rollvorgang fortsetzend und
beschleunigend ausgebildet und angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
wobei das erste Startmittel als mindestens ein Steg (30) ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
wobei der mindestens eine Steg (30) bewegbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
wobei der mindestens eine Steg (30) derart bewegbar ist, daß er der Bewegung der Gegenstände
(2) auf dem Fördermittel (10) mit geringerer Geschwindigkeit folgt.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
wobei der mindestens eine Steg (30) am Umfang (32) eines benachbart zum Fördermittel
(10) entgegengesetzt zur Förderrichtung (12) des Fördermittels (10) drehbaren Stegrades
(24) angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
wobei der mindestens eine Steg (30) eine Rollfläche (34) aufweist, deren radialer
Abstand zur Drehachse (28) des Stegrades (24) in Drehrichtung (26) des Stegrades (24)
zunimmt.
8. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
bei der das Fördermittel (10) Fördermulden (6) zur Aufnahme der zu fördernden Gegenstände
(2) aufweist,
wobei das erste Startmittel (30) derart ausgebildet ist, daß es die Gegenstände (2)
derart erfaßt, daß die Gegenstände (2) aus den Fördermulden (6) herausgehoben werden.
9. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei das zweite Startmittel (20) ortsfest ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei die Gegenrollfläche (14) als Oberfläche eines ortsfesten Rollklotzes (16) ausgebildet
ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei das zweite Startmittel (20) direkt am Anfang des Rollkanals (18) angeordnet
ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei das zweite Startmittel (20) ein den Förderweg der Gegenstände (2) auf dem Fördermittel
(10) in Förderrichtung (12) zunehmend einengende Form aufweist.
13. Verfahren zum Rollen von stabförmigen Gegenständen (2) mitden Schritten:
- ein zu rollender stabförmiger Gegenstand (2) wird vor Beginn des eigentlichen Rollvorgangs
mit Hilfe eines Startmittels (30) angerollt;
- der von dem Startmittel (30) angerollte stabförmige Gegenstand (2) wird mit Hilfe
mindestens eines weiteren Startmittels (20) weiter angerollt;
- der mit Hilfe des Startmittels (30) und des weiteren Startmittels (20) angerollte
stabförmige Gegenstand (2) wird in dem eigentlichen Rollvorgang gerollt.