[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft kosmetische und dermatologische Hydrodispersionen.
[0002] Die Haut ist das größte Organ des Menschen. Unter ihren vielen Funktionen (beispielsweise
zur Wärmeregulation und als Sinnesorgan) ist die Barrierefunktion, die das Austrocknen
der Haut (und damit letzlich des gesamten Organismus) verhindert, die wohl wichtigste.
Gleichzeitig wirkt die Haut als Schutzeinrichtung gegen das Eindringen und die Aufnahme
von außen kommender Stoffe. Bewirkt wird diese Barrierefunktion durch die Epidermis,
welche als äußerste Schicht die eigentliche Schutzhülle gegenüber der Umwelt bildet.
Mit etwa einem Zehntel der Gesamtdicke ist sie gleichzeitig die dünnste Schicht der
Haut.
[0003] Die Epidermis ist ein stratifiziertes Gewebe, in dem die äußere Schicht, die Homschicht
(Stratum corneum), den für die Barrierefunktion bedeutenden Teil darstellt. Das heute
in der Fachwelt anerkannte Hautmodell von Elias (
P. M. Elias, Structure and Function of the Stratum Corneum Permeability Barrier, Drug
Dev. Res. 13, 1988, 97-105) beschreibt die Hornschicht als Zwei-Komponenten-System, ähnlich einer Ziegelsteinmauer
(Ziegelstein-Mörtel-Modell). In diesem Modell entsprechen die Hornzellen (Korneozyten)
den Ziegelsteinen, die komplex zusammengesetzte Lipidmembran in den Interzellularräumen
entspricht dem Mörtel. Dieses System stellt im wesentlichen eine physikalische Barriere
gegen hydrophile Substanzen dar, kann aber aufgrund seiner engen und mehrschichtigen
Struktur gleichermaßen auch von lipophilen Substanzen nur schwer passiert werden.
[0004] Die vorliegende Erfindung betrifft in einer besonderen Ausführungsform kosmetische
oder pharmazeutische Zubereitungen mit vermindertem Klebrigkeitsgefühl, Verfahren
zu ihrer Herstellung sowie die Verwendung von Wirkstoffen zur Herabminderung des Klebrigkeitsgefühles
kosmetischer Zubereitungen.
[0005] Unter kosmetischer Hautpflege ist in erster Linie zu verstehen, daß die natürliche
Funktion der Haut als Barriere gegen Umwelteinflüsse (z.B. Schmutz, Chemikalien, Mikroorganismen)
und gegen den Verlust von körpereigenen Stoffen (z.B. Wasser, natürliche Fette, Elektrolyte)
gestärkt oder wiederhergestellt wird.
[0006] Wird diese Funktion gestört, kann es zu verstärkter Resorption toxischer oder allergener
Stoffe oder zum Befall von Mikroorganismen und als Folge zu toxischen oder allergischen
Hautreaktionen kommen.
[0007] Ziel der Hautpflege ist es ferner, den durch tägliche Waschen verursachten Fett-
und Wasserverlust der Haut auszugleichen. Dies ist gerade dann wichtig, wenn das natürliche
Regenerationsvermögen nicht ausreicht. Außerdem sollen Hautpflegeprodukte vor Umwelteinflüssen,
insbesondere vor Sonne und Wind, schützen und die Hautalterung verzögern.
[0008] Medizinische Zusammensetzungen enthalten in der Regel ein oder mehrere Medikamente
in wirksamer Konzentration. Der Einfachheit halber wird zur sauberen Unterscheidung
zwischen kosmetischer und medizinischer Anwendung und entsprechenden Produkten auf
die gesetzlichen Bestimmungen der Bundesrepublik Deutschland verwiesen (z.B. Kosmetikverordnung,
Lebensmittel- und Arzneimittelgesetz).
[0009] Häufige Erscheinungsformen kosmetischer oder dermatologischer Zubereitungen sind
feindisperse Mehrphasensysteme, in welchen eine oder mehrere Fett- bzw. Ölphasen neben
einer bzw. mehreren Wasserphasen vorliegen. Von diesen Systemen sind wiederum die
eigentlichen Emulsionen die am weitesten verbreiteten.
[0010] Weiterhin war es eine Aufgabe der Erfindung, kosmetische Grundlagen für kosmetische
Zubereitungen zu entwickeln, die sich durch gute Hautverträglichkeit auszeichnen.
[0011] Die schädigende Wirkung des ultravioletten Teils der Sonnenstrahlung auf die Haut
ist allgemein bekannt. Während Strahlen mit einer Wellenlänge, die kleiner als 290
nm ist (der sogenannte UVC-Bereich), von der Ozonschicht in der Erdatmosphäre absorbiert
werden, verursachen Strahlen im Bereich zwischen 290 nm und 320 nm, dem sogenannten
UVB-Bereich, ein Erythem, einen einfachen Sonnenbrand oder sogar mehr oder weniger
starke Verbrennungen.
[0012] Als ein Maximum der Erythemwirksamkeit des Sonnenlichtes wird der engere Bereich
um 308 nm angegeben.
[0013] Zum Schutz gegen UVB-Strahlung sind zahlreiche Verbindungen bekannt, bei denen es
sich um Derivate des 3-Benzylidencamphers, der 4-Aminobenzoesäure, der Zimtsäure,
der Salicylsäure, des Benzophenons sowie auch des 2-Phenylbenzimidazols handelt.
[0014] Auch für den Bereich zwischen etwa 320 nm und etwa 400 nm, den sogenannten UVA-Bereich,
ist es wichtig, Filtersubsubstanzen zur Verfügung zu haben, da auch dessen Strahlen
Schäden hervorrufen können. Man hat lange Zeit fälschlicherweise angenommen, daß die
langwellige UV-A-Strahlung mit einer Wellenlänge zwischen 320 nm und 400 nm nur eine
vernachlässigbare biologische Wirkung aufweist und daß dementsprechend die UV-B-Strahlen
für die meisten Lichtschäden an der menschlichen Haut verantwortlich seien. Inzwischen
ist allerdings durch zahlreiche Studien belegt, daß UV-A-Strahlung im Hinblick auf
die Auslösung photodynamischer, speziell phototoxischer Reaktionen und chronischer
Veränderungen der Haut weitaus gefährlicher als UV-B-Strahlung ist. Auch kann der
schädigende Einfluß der UV-B-Strahlung durch UV-A-Strahlung noch verstärkt werden.
[0015] So ist es u.a. erwiesen, daß selbst die UV-A-Strahlung unter ganz normalen Alltagsbedingungen
ausreicht, um innerhalb kurzer Zeit die Collagen- und Elastinfasern zu schädigen,
die für die Struktur und Festigkeit der Haut von wesentlicher Bedeutung sind. Hierdurch
kommt es zu chronischen lichtbedingten Hautveränderungen - die Haut

altert" vorzeitig. Zum klinischen Erscheinungsbild der durch Licht gealterten Haut
gehören beispielsweise Falten und Fältchen sowie ein unregelmäßiges, zerfurchtes Relief.
Ferner können die von lichtbedingter Hautalterung betroffenen Partien eine unregelmäßige
Pigmentierung aufweisen. Auch die Bildung von braunen Flecken, Keratosen und sogar
Karzinomen bzw. malignen Melanomen ist möglich. Eine durch die alltägliche UV-Belastung
vorzeitig gealterte Haut zeichnet sich außerdem durch eine geringere Aktivität der
Langerhanszellen und eine leichte, chronische Entzündung aus.
[0016] Etwa 90 % der auf die Erde gelangenden ultravioletten Strahlung besteht aus UV-A-Strahlen.
Während die UV-B-Strahlung in Abhängigkeit von zahlreichen Faktoren stark variiert
(z.B. Jahres- und Tageszeit oder Breitengrad), bleibt die UV-A-Strahlung unabhängig
von jahres- und tageszeitlichen oder geographischen Faktoren Tag für Tag relativ konstant.
Gleichzeitig dringt der überwiegende Teil der UV-A-Strahlung in die lebende Epidermis
ein, während etwa 70 % der UV-B-Strahlen von der Homschicht zurückgehalten werden.
[0017] Vorbeugender Schutz gegen UV-A-Strahlen, beispielsweise durch Auftrag von Lichtschutzfiltersubstanzen
in Form einer kosmetischen oder dermatologischen Formulierung auf die Haut, ist daher
von grundsätzlicher Wichtigkeit.
[0018] Im allgemeinen ist das Lichtabsorptionsverhalten von Lichtschutzfiltersubstanzen
sehr gut bekannt und dokumentiert, zumal in den meisten Industrieländern Positivlisten
für den Einsatz solcher Substanzen existieren, welche recht strenge Maßstäbe an die
Dokumentation anlegen. Für die Dosierung der Substanzen in den fertigen Formulierungen
können die Extinktionswerte allenfalls eine Orientierungshilfe bieten, denn durch
Wechselwirkungen mit Inhaltsstoffen der Haut oder der Hautoberfläche selbst können
Unwägbarkeiten auftreten. Ferner ist in der Regel schwierig vorab abzuschätzen, wie
gleichmäßig und in welcher Schichtdicke die Filtersubstanz in und auf der Hornschicht
der Haut verteilt ist.
[0019] Zur Prüfung der UV-A-Schutzleistung wird üblicherweise die IPD-Methode verwendet
(IPD ≡
immediate
pigment
darkening). Hierbei wird ― ähnlich der Bestimmung des Lichtschutzfaktors ― ein Wert
ermittelt, der angibt, um wieviel länger die mit dem Lichtschutzmittel geschützte
Haut mit UV-A-Strahlung bestrahlt werden kann, bis die gleiche Pigmentierung auftritt
wie bei der ungeschützten Haut.
[0020] Eine andere, europaweit etablierte Prüfungsmethode ist der Australische Standard
AS/NZS 2604:1997. Dabei wird die Absorption der Zubereitung im UV-A-Bereich gemessen.
Um den Standard zu erfüllen, muß die Zubereitung mindestens 90 % der UV-A-Strahlung
im Bereich 320 -360 nm absorbieren.
[0021] Die Einsatzkonzentration bekannter Lichtschutzfiltersubstanzen, die insbesondere
auch im UV-A-Bereich eine hohe Filterwirkung zeigen, ist häufig gerade in Kombination
mit anderen als Festkörper vorliegenden Substanzen begrenzt. Es bereitet daher gewisse
formulierungstechnische Schwierigkeiten, höhere Lichtschutzfaktoren bzw. UV-A-Schutzleistung
zu erzielen.
[0022] Da Lichtschutzfiltersubstanzen in der Regel kostspielig sind und da manche Lichtschutzfiltersubstanzen
zudem schwierig in höheren Konzentrationen in kosmetische oder dermatologische Zubereitungen
einzuarbeiten sind, war es eine Aufgabe der Erfindung, auf einfache und preiswerte
Weise zu Zubereitungen zu gelangen, welche bei ungewöhnlich niedrigen Konzentrationen
an herkömmlichen UV-A-Lichtschutzfiltersubstanzen dennoch eine akzeptable oder sogar
hohe UV-A-Schutzleistung erreichen.
[0023] Die UV-Strahlung kann aber auch zu photochemischen Reaktionen führen, wobei dann
die photochemischen Reaktionsprodukte in den Hautmetabolismus eingreifen. Vorwiegend
handelt es sich bei solchen photochemischen Reaktionsprodukten um radikalische Verbindungen,
beispielsweise Hydroxyradikale. Auch undefinierte radikalische Photoprodukte, welche
in der Haut selbst entstehen, können aufgrund ihrer hohen Reaktivität unkontrollierte
Folgereaktionen an den Tag legen. Aber auch Singulettsauerstoff, ein nichtradikalischer
angeregter Zustand des Sauerstoffmoleküls kann bei UV-Bestrahlung auftreten, ebenso
kurzlebige Epoxide und viele Andere. Singulettsauerstoff beispielsweise zeichnet sich
gegenüber dem normalerweise vorliegenden Triplettsauerstoff (radikalischer Grundzustand)
durch gesteigerte Reaktivität aus. Allerdings existieren auch angeregte, reaktive
(radikalische) Triplettzustände des Sauerstoffmoleküls.
[0024] Um diesen Reaktionen vorzubeugen, können den kosmetischen bzw. dermatologischen Formulierungen
zusätzlich Antioxidantien und/oder Radikalfänger einverleibt werden.
[0025] Der Lichtschutzfaktor (LSF, oft auch, dem englischen Sprachgebrauch angepaßt, SPF
genannt) gibt an, um wieviel länger die mit dem Lichtschutzmittel geschützte Haut
bestrahlt werden kann, bis die gleiche Erythemreaktion auftritt wie bei der ungeschützten
Haut (also zehnmal solang gegenüber ungeschützter Haut bei LSF = 10).
[0026] Jedenfalls erwartet der Verbraucher zum einen - nicht zuletzt wegen der ins Licht
der Öffentlichkeit gerückten Diskussion über das sogenannte

Ozonloch" zum einen zuverlässige Angaben des Herstellers zum Lichtschutzfaktor, zum
anderen geht eine Tendenz des Verbrauchers zu höheren und hohen Lichtschutzfaktoren.
[0027] Da Lichtschutzfiltersubstanzen in der Regel kostspielig sind, und da manche Lichtschutzfiltersubstanzen
zudem schwierig in höheren Konzentrationen in kosmetische oder dermatologische Zubereitungen
einzuarbeiten sind, war es eine weitere Aufgabe der Erfindung, auf einfache und preiswerte
Weise zu Zubereitungen zu gelangen, welche bei ungewöhnlich niedrigen Konzentrationen
an herkömmlichen Lichtschutzfiltersubstanzen dennoch akzeptable oder sogar hohe LSF-Werte
erreichen.
[0028] Insbesondere emulgatorfreie Formulierungen, die für die empfindliche Haut angeboten
werden, haben den Nachteil, daß hier hohe Lichtschutzwirkungen besonders schwer einzustellen
sind. Bei gleichem LSF zeichnen sich emulgatorfreie Zubereitungen in der Regel durch
eine erhöhte Konzentration an UV-Filtern gegenüber echten Emulsionen aus.
[0029] An sich ist die Verwendung der üblichen kosmetischen Emulgatoren unbedenklich. Dennoch
können Emulgatoren, wie letztlich jede chemische Substanz, im Einzelfalle allergische
oder auf Überempfindlichkeit des Anwenders beruhende Reaktionen hervorrufen.
[0030] So ist bekannt, daß bestimmte Lichtdermatosen durch gewisse Emulgatoren, aber auch
durch verschiedene Fette, und gleichzeitige Exposition von Sonnenlicht ausgelöst werden.
Solche Lichtdermatosen werden auch "Mallorca-Akne"genannt. Eine Aufgabe der vorliegenden
Erfindung war daher, emulgatorfreie Sonnenschutzprodukte zu entwickeln, welche sich
durch hohen Lichtschutzfaktors bzw. UV-A-Schutzleistung auszeichnen.
[0031] Emulgatorfreie Lichtschutzpräparate auf Basis sogenannter Hydrodispersionen sind
seit einiger Zeit für den Verbraucher zugängig. Hydrodispersionen stellen Dispersionen
einer flüssigen, halbfesten oder testen inneren (diskontinuierlichen) Lipidphase in
einer äußeren wäßrigen (kontinuierlichen) Phase dar.
[0032] Im Gegensatze zu O/W-Emulsionen, die sich durch eine ähnliche Phasenanordnung auszeichnen,
sind Hydrodispersionen aber im wesentlichen frei von Emulgatoren. Hydrodispersionen
stellen, wie im übrigen auch Emulsionen metastabile Systeme dar, und sind geneigt,
in einen Zustand zweier in sich zusammenhängender diskreter Phasen überzugehen. In
Emulsionen verhindert die Wahl eines geeigneten Emulgators die Phasentrennung.
[0033] Bei Hydrodispersionen einer flüssigen Lipidphase in einer äußeren wäßrigen Phase
kann die die Stabilität eines solchen Systems beispielsweise dadurch gewährleistet
werden, daß in der wäßrigen Phase ein Gelgerüst aufgebaut wird, in welchem die Lipidtröpfchen
stabil suspendiert sind.
[0034] Obwohl dieser Formulierungstyp gegenüber den herkömmlichen Lichtschutzformulierungen
den Vorteil der Emulgatorfreiheit bietet, gibt es andererseits auch einige Punkte,
welche der Verbesserung bedürfen. So ist für eine gute Lichtschutzwirkung solcher
Präparate eine vergleichsweise hohe Konzentration an UV-Filtern notwendig. Darüberhinaus
fühlen sich solche Präparate im Vergleich zu Emulsionen und Lichtschutzölen klebrig
an.
[0035] Ein weiterer Nachteil von Hydrodispersionen, insbesondere solcher, die Acrylate als
Gelbildner enthalten, ist der unvorteilhafte Abrieb, insbesondere nach dem Baden,
wo die auf die Haut aufgetragene Hydrogelschicht leicht und in unschöner Weise (

Röllchenbildung") abgetragen wird.
[0036] Eine weitere Aufgabe war daher, Lichtschutzpräparate zur Verfügung zu stellen, welche
sich durch eine relativ niedrige Konzentration an UV-Filtern auszeichnen und darüberhinaus
ein angenehmes Hautgefühl vermitteln. Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung
bestand darin, nichtklebrige Lichtschutzpräparate zur Verfügung zu stellen.
[0037] Bornitrid (BN oder besser B
∞N
∞) ist ein homogenes Pulver, welches bekanntermaßen die Eigenschaften kosmetischer
Pudergrundlagen verbessert. Im folgenden sind die Strukturen der beiden Hauptmodifikationen
des Bornitrids schematisch angegeben, wobei auf die Angabe mesomerer Grenzstrukturen
(beim hexagonalen α-Bornitrid) sowie der formalen Ladungen (beim kubischen β-Bornitrid)
verzichtet wurde.

[0038] Es war überraschend und für den Fachmann nicht vorauszusehen, daß kosmetische und
dermatologische Zubereitungen, insbesondere Lichtschutzzubereitungen, in Form von
Hydrodispersionen, welche höchstens 5 Gew.-% an Emulgatoren enthalten und bevorzugt
weitgehend frei von Emulgatoren sind und aus einer inneren Lipidphase und einer äußeren
wäßrigen Phase bestehen
(a) mit einem Gehalt an Bornitrid sowie
(b) gegebenenfalls zusätzlichen organischen UV-Filtersubstanzen und/oder anorganischen
Pigmenten
(c) ferner enthaltend ein oder mehrere Hydrokolloide,
die Lösung dieser Aufgaben darstellen.
[0039] Zwar sind kosmetische Hydrodispersionen mit einem Gehalt an anorganischen Mikropigmenten
per se bekannt. So beschreibt die DE OS 43 03 983 solche Hydrodispersionen, in welche,
bevorzugt oberflächlich hydrophobierte, Metalloxidpigmente eingebaut werden. Diese
Schrift konnte aber nicht den Weg zur vorliegenden Erfindung bahnen.
[0040] Das α-Bornitrid stellt die erfindungsgemäß bevorzugt eingesetze Modifikation dar.
Es ist dabei bevorzugt, das α-Bornitrid zu wählen, insbesondere solches, welches eine
mittlere primäre Partikelgröße von 0,01-50 µm, bevorzugt 0,1 - 10 µm aufweist.
[0041] Erfindungsgemäß enthalten kosmetische oder dermatologische Lichtschutzzubereitungen
0,1 bis 20 Gew.-%, vorteilhaft 0,5 bis 10 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt 1 bis 5
Gew.-% Bornitrid.
[0042] Überraschend und nicht vorhersehbar war, daß bei Befolgung der hiermit offenbarten
Lehre zum technischen Handeln in jeglicher Hinsicht überaus befriedigende Präparate
erhältlich sind. Vielmehr war zu erwarten gewesen, daß sich die Mikropigmentpartikel,
mangels eines Emulgators, zu Agglomeraten zusammenballen würden.
[0043] Ferner war überraschend, daß die Klebrigkeit der Hydrodispersionen bei Befolgung
der hiermit offenbarten Lehre zum technischen Handeln drastisch vermindert und das
unvorteilhafte Abriebverhalten stark verbessert werden kann.
[0044] Schließlich war überraschend, daß der Einsatz von anorganischen Pigmenten in den
erfindungsgemäßen Formulierungen nicht zu starker Hauttrockenheit führt, sondern im
Gegenteil ein anhaltendes, äußerst angenehmes Hautgefühl verursacht.
[0045] 
Hydrokolloid" ist die technologische Kurzbezeichnung für die an sich richtigere Bezeichnung

hydrophiles Kolloid". Hydrokolloide sind Makromoleküle, die eine weitgehend lineare
Gestalt haben und über intermolekulare Wechselwirkungskräfte verfügen, die Neben-
und Hauptvalenzbindungen zwischen den einzelnen Molekülen und damit die Ausbildung
eines netzartigen Gebildes ermöglichen. Sie sind teilweise wasserlösliche natürliche
oder synthetische Polymere, die in wässrigen Systemen Gele oder viskose Lösungen bilden.
Sie erhöhen die Viskosität des Wassers, indem sie entweder Wassermoleküle binden (Hydratation)
oder aber das Wasser in ihre unter sich verflochtenen Makromoleküle aufnehmen und
einhüllen, wobei sie gleichzeitig die Beweglichkeit des Wassers einschränken.
[0046] Die Gruppe der Hydrokolloide läßt sich wie folgt einteilen in:
- organische, natürliche Verbindungen, wie beispielsweise Agar-Agar, Carrageen, Tragant,
Gummi arabicum, Alginate, Pektine, Polyosen, Guar-Mehl, Johannisbrotbaumkemmehl, Stärke,
Dextrine, Gelatine, Casein,
- organische, abgewandelte Naturstoffe, wie z. B. Carboxymethylcellulose und andere
Celluloseether, Hydroxyethyl- und -propylcellulose und dergleichen,
- organische, vollsynthetische Verbindungen, wie z. B. Polyacryl- und Polymethacryl-Verbindungen,
Vinylpolymere, Polycarbonsäuren, Polyether, Polyimine, Polyamide,
- anorganische Verbindungen, wie z. B. Polykieselsäuren, Tonmineralien wie Montmorillonite,
Zeolithe, Kieselsäuren.
[0047] Erfindungsgemäß bevorzugte Hydrokolloide sind beispielsweise Methylcellulosen, als
welche die Methylether der Cellulose bezeichnet werden. Sie zeichnen sich durch die
folgende Strukturformel aus

in der R ein Wasserstoff oder eine Methylgruppe darstellen kann.
[0048] Insbesondere vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung sind die im allgemeinen
ebenfalls als Methylcellulosen bezeichneten Cellulosemischether, die neben einem dominierenden
Gehalt an Methyl- zusätzlich 2-Hydroxyethyl-, 2-Hydroxypropyl- oder 2-Hydroxybutyl-Gruppen
enthalten. Besonders bevorzugt sind (Hydroxypropyl)methylcellulosen, beispielsweise
die unter der Handelsbezeichnung Methocel E4M bei der Dow Chemical Comp. erhältlichen.
[0049] Erfindungsgemäß ferner vorteilhaft ist Natriumcarboxymethylcellulose, das Natrium-Salz
des Glykolsäureethers der Cellulose, für welches R in Strukturformel I ein Wasserstoff
und/oder CH
2-COONa darstellen kann. Besonders bevorzugt ist die unter der Handelsbezeichnung Natrosol
Plus 330 CS bei Aqualon erhältliche, auch als Cellulose Gum bezeichnete Natriumcarboxymethylcellulose.
[0050] Bevorzugt im Sinne der vorliegenden Erfindung ist ferner Xanthan (CAS-Nr. 11138-66-2),
auch Xanthan Gummi genannt, welches ein anionisches Heteropolysaccharid ist, das in
der Regel durch Fermentation aus Maiszucker gebildet und als Kaliumsalz isoliert wird.
Es wird von Xanthomonas campestris und einigen anderen Species unter aeroben Bedingungen
mit einem Molekulargewicht von 2×10
6 bis 24×10
6 produziert. Xanthan wird aus einer Kette mit β-1,4-gebundener Glucose (Cellulose)
mit Seitenketten gebildet. Die Struktur der Untergruppen (

repeated units") besteht aus Glucose, Mannose, Glucuronsäure, Acetat und Pyruvat.
[0051] Erfindungsgemäß vorteilhafte Polyacrylate sind Acrylat-Alkylacrylat-Copolymere, insbesondere
solche, die aus der Gruppe der sogenannten Carbomere oder Carbopole (Carbopol® ist
eigentlich eine eingetragene Marke der B. F. Goodrich Company) gewählt werden. Insbesondere
zeichnen sich das oder die erfindungsgemäß vorteilhaften Acrylat-Alkylacrylat-Copolymere
durch die folgende Struktur aus:

[0052] Darin stellen R

einen langkettigen Alkylrest und x und y Zahlen dar, welche den jeweiligen stöchiometrischen
Anteil der jeweiligen Comonomere symbolisieren.
[0053] Erfindungsgemäß besonders bevorzugt sind Acrylat-Copolymere und/oder Acrylat-Alkylacrylat-Copolymere,
welche unter den Handelbezeichnungen Carbopol® 1382, Carbopol® 981 und Carbopol® 5984
von der B. F.Goodrich Company erhältlich sind.
[0054] Ferner vorteilhaft sind Copolymere aus C
10-30-Alkylacrylaten und einem oder mehreren Monomeren der Acrylsäure, der Methacrylsäure
oder deren Ester, die kreuzvemetzt sind mit einem Allylether der Saccharose oder einem
Allylether des Pentaerythrit.
[0055] Vorteilhaft sind Verbindungen, die die INCI-Bezeichnung

Acrylates/C 10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer" tragen. Insbesondere vorteilhaft sind
die unter den Handelsbezeichnungen Pemulen TR1 und Pemulen TR2 bei der B. F. Goodrich
Company erhältlichen.
[0056] Die Gesamtmenge an einem oder mehreren Hydrokolloiden wird in den fertigen kosmetischen
oder dermatologischen W/O-Pickering-Emulsionen vorteilhaft kleiner als 1,0 Gew.-%,
bevorzugt zwischen 0,01 und 0,1 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen,
und in O/W-Pickering-Emulsionen vorteilhaft kleiner als 1,5 Gew.-%, bevorzugt zwischen
0,1 und 1,0 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen, gewählt.
[0057] Kosmetische und dermatologische Zubereitungen gemäß der Erfindung enthalten vorteilhaft,
wenngleich nicht zwingend, anorganische Pigmente, welche röntgenamorph oder nichtröntgenamorph
sind, auf Basis von Metalloxiden und/oder anderen in Wasser schwerlöslichen oder unlöslichen
Metallverbindungen, insbesondere der Oxide des Titans (TiO
2), Zinks (ZnO), Eisens (z.B. Fe
2O
3, Zirkoniums (ZrO
2), Siliciums (SiO
2), Mangans (z.B. MnO), Aluminiums (Al
2O
3), Cers (z.B. Ce
2O
3), Mischoxiden der entsprechenden Metalle sowie Abmischungen aus solchen Oxiden. Besonders
bevorzugt handelt es sich um Pigmente auf der Basis von TiO
2.
[0058] Röntgenamorphe Oxidpigmente sind Metalloxide oder Halbmetalloxide, welche bei Röntgenbeugungsexperimenten
keine oder keine erkenntliche Kristallstruktur erkennen lassen. Oftmals sind solche
Pigmente durch Flammenreaktion erhältlich, beispielsweise dadurch, daß ein Metall-
oder Halbmetallhalogenid mit Wasserstoff und Luft (oder reinem Sauerstoff) in einer
Flamme umgesetzt wird.
[0059] In kosmetischen, dermatologischen oder pharmazeutischen Formulierungen werden röntgenamorphe
Oxidpigmente als Verdickungs- und Thixotropierungsmittel, Fließhilfsmittel, zur Emulsions-
und Dispersionsstabilisierung und als Trägersubstanz (beispielsweise zur Volumenerhöhung
von feinteiligen Pulvern oder pudern) eingesetzt.
[0060] Bekannte und in der kosmetischen oder dermatologischen Galenik oftmals verwendete
röntgenamorphe Oxidpigmente sind die Siliciumoxide des Typs Aerosil® (CAS-Nr. 7631-86-9.
Aerosile®, erhältlich von der Gesellschaft DEGUSSA, zeichnen sich durch geringe Partikelgröße
(z.B. zwischen 5 und 40 nm) aus, wobei die Partikel als kugelförmige Teilchen sehr
einheitlicher Abmessung anzusehen sind. Makroskopisch sind Aerosile® als lockere,
weiße Pulver erkenntlich. Im Sinne der vorliegenden Erfindung sind röntgenamorphe
Siliciumdioxidpigmente besonders vorteilhaft, und unter diesen gerade solche des Aerosil®-Typs
bevorzugt.
[0061] Vorteilhafte Aerosil®-Typen sind beispielsweise Aerosil® OX50, Aerosil® 130, Aerosil®
150, Aerosil® 200, Aerosil® 300, Aerosil® 380, Aerosil® MOX 80, Aerosil® MOX 170,
Aerosil® COK 84, Aerosil® R 202, Aerosil® R 805, Aerosil® R 812, Aerosil® R 972, Aerosil®
R 974, Aerosil® R976.
[0062] Erfindungsgemäß enthalten kosmetische oder dermatologische Lichtschutzzubereitungen
0,1 bis 20 Gew.-%, vorteilhaft 0,5 bis 10 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt 1 bis 5
Gew.-% röntgenamorphe Oxidpigmente.
[0063] Die nichtröntgenamorphen anorganischen Pigmente liegen erfindungsgemäß vorteilhaft
in hydrophober Form vor, d.h., daß sie oberflächlich wasserabweisend behandelt sind.
Diese Oberflächenbehandlung kann darin bestehen, daß die Pigmente nach an sich bekannten
Verfahren mit einer dünnen hydrophoben Schicht versehen werden.
[0064] Eines solcher Verfahren besteht beispielsweise darin, daß die hydrophobe Oberflächenschicht
nach einer Reaktion gemäß

erzeugt wird. n und m sind dabei nach Belieben einzusetzende stöchiometrische Parameter,
R und R' die gewünschten organischen Reste. Beispielsweise in Analogie zu DE-OS 33
14 742 dargestellte hydrophobisierte Pigmente sind von Vorteil.
[0065] Vorteilhafte TiO
2-Pigmente sind beispielsweise unter den Handelsbezeichnungen T 805 von der Firma Degussa
erhältlich. Vorteilhafte TiO
2/Fe
2O
3-Mischoxide sind beispielsweise unter der Handelsbezeichnung T 817 von der Firma Degussa
erhältlich.
[0066] Die Gesamtmenge an anorganischen Pigmenten, insbesondere hydrophoben anorganischen
Mikropigmenten in den fertigen kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen wird
vorteilhaft aus dem Bereich von 0,1 - 30 Gew.-%, bevorzugt 0,1 - 10,0 Gew.-% gewählt,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen.
[0067] Die erfindungsgemäßen kosmetischen und/oder dermatologischen Lichtschutzformulierungen
können wie üblich zusammengesetzt sein und dem kosmetischen und/oder dermatologischen
Lichtschutz, ferner zur Behandlung, der Pflege und der Reinigung der Haut und/oder
der Haare und als Schminkprodukt in der dekorativen Kosmetik dienen.
[0068] Zur Anwendung werden die erfindungsgemäßen kosmetischen und dermatologischen Zubereitungen
in der für Kosmetika üblichen Weise auf die Haut und/oder die Haare in ausreichender
Menge aufgebracht.
[0069] Die erfindungsgemäßen kosmetischen und dermatologischen Zubereitungen können kosmetische
Hilfsstoffe enthalten, wie sie üblicherweise in solchen Zubereitungen verwendet werden,
z.B. Konservierungsmittel, Bakterizide, Parfüme, Substanzen zum Verhindern des Schäumens,
Farbstoffe, Pigmente, die eine färbende Wirkung haben, Verdickungsmittel, anfeuchtende
und/oder feuchhaltende Substanzen, Fette, Öle, Wachse oder andere übliche Bestandteile
einer kosmetischen oder dermatologischen Formulierung wie Alkohole, Polyole, Polymere,
Schaumstabilisatoren, Elektrolyte, organische Lösungsmittel oder Silikonderivate.
[0070] Ein zusätzlicher Gehalt an Antioxidantien ist im allgemeinen bevorzugt. Erfindungsgemäß
können als günstige Antioxidantien alle für kosmetische und/oder dermatologische Anwendungen
geeigneten oder gebräuchlichen Antioxidantien verwendet werden.
[0071] Vorteilhaft werden die Antioxidantien gewählt aus der Gruppe bestehend aus Aminosäuren
(z.B. Glycin, Histidin, Tyrosin, Tryptophan) und deren Derivate, Imidazole (z.B. Urocaninsäure)
und deren Derivate, Peptide wie D,L-Carnosin, D-Carnosin, L-Carnosin und deren Derivate
(z.B. Anserin), Carotinoide, Carotine (z.B. α-Carotin, β-Carotin, Lycopin) und deren
Derivate, Chlorogensäure und deren Derivate, Liponsäure und deren Derivate (z.B. Dihydroliponsäure),
Aurothioglucose, Propylthiouracil und andere Thiole (z.B. Thioredoxin, Glutathion,
Cystein, Cystin, Cystamin und deren Glycosyl-, N-Acetyl-, Methyl-, Ethyl-, Propyl-,
Amyl-, Butyl- und Lauryl-, Palmitoyl-, Oleyl-, γ-Linoleyl-, Cholesteryl- und Glycerylester)
sowie deren Salze, Dilaurylthiodipropionat, Distearylthiodipropionat, Thiodipropionsäure
und deren Derivate (Ester, Ether, Peptide, Lipide, Nukleotide, Nukleoside und Salze)
sowie Sulfoximinverbindungen (z.B. Buthioninsulfoximine, Homocysteinsulfoximin, Buthioninsulfone,
Penta-, Hexa-, Heptathioninsulfoximin) in sehr geringen verträglichen Dosierungen
(z.B. pmol bis µmol/kg), ferner (Metall)-Chelatoren (z.B. α-Hydroxyfettsäuren, Palmitinsäure,
Phytinsäure, Lactoferrin), α-Hydroxysäuren (z.B. Citronensäure, Milchsäure, Apfelsäure),
Huminsäure, Gallensäure, Gallenextrakte, Bilirubin, Biliverdin, EDTA, EGTA und deren
Derivate, ungesättigte Fettsäuren und deren Derivate (z.B. γ-Linolensäure, Linolsäure,
Ölsäure), Folsäure und deren Derivate, Ubichinon und Ubichinol und deren Derivate,
Vitamin C und Derivate (z.B. Ascorbylpalmitat, Mg-Ascorbylphosphat, Ascorbylacetat),
Tocopherole und Derivate (z.B. Vitamin-E-acetat), Vitamin A und Derivate (Vitamin-A-palmitat)
sowie Koniferylbenzoat des Benzoäharzes, Rutinsäure und deren Derivate, α-Glycosylrutin,
Ferulasäure, Furfurylidenglucitol, Carnosin, Butylhydroxytoluol, Butylhydroxyanisol,
Nordihydroguajakharzsäure, Nordihydroguajaretsäure, Trihydroxybutyrophenon, Hamsäure
und deren Derivate, Mannose und deren Derivate, Zink und dessen Derivate (z.B. ZnO,
ZnSO
4), Selen und dessen Derivate (z.B. Selenmethionin), Stilbene und deren Derivate (z.B.
Stilbenoxid, Trans-Stilbenoxid) und die erfindungsgemäß geeigneten Derivate (Salze,
Ester, Ether, Zucker, Nukleotide, Nukleoside, Peptide und Lipide) dieser genannten
Wirkstoffe.
[0072] Die Menge der vorgenannten Antioxidantien (eine oder mehrere Verbindungen) in den
Zubereitungen beträgt vorzugsweise 0,001 bis 30 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,05 -
20 Gew.-%, insbesondere 0,1 - 5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.
[0073] Sofern Vitamin E und/oder dessen Derivate das oder die Antioxidantien darstellen,
ist vorteilhaft, deren jeweilige Konzentrationen aus dem Bereich von 0,001 - 10 Gew.-%,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Formulierung, zu wählen.
[0074] Sofern Vitamin A, bzw. Vitamin-A-Derivate, bzw. Carotine bzw. deren Derivate das
oder die Antioxidantien darstellen, ist vorteilhaft, deren jeweilige Konzentrationen
aus dem Bereich von 0,001 - 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Formulierung,
zu wählen.
[0075] Die Lipidphase der erfindungsgemäßen Hydrodispersionen kann vorteilhaft gewählt werden
aus folgender Substanzgruppe:
- Mineralöle, Mineralwachse
- Öle, wie Triglyceride der Caprin- oder der Caprylsäure, ferner natürliche Öle wie
z.B. Rizinusöl;
- Fette, Wachse und andere natürliche und synthetische Fettkörper, vorzugsweise Ester
von Fettsäuren mit Alkoholen niedriger C-Zahl, z.B. mit Isopropanol, Propylenglykol
oder Glycerin, oder Ester von Fettalkoholen mit Alkansäuren niedriger C-Zahl oder
mit Fettsäuren;
- Alkylbenzoate;
- Silikonöle wie Dimethylpolysiloxane, Diethylpolysiloxane, Diphenylpolysiloxane sowie
Mischformen daraus.
[0076] Die Ölphase derHydrodispersionen im Sinne der vorliegenden Erfindung wird vorteilhaft
gewählt aus der Gruppe der Ester aus gesättigten und/oder ungesättigten, verzweigten
und/oder unverzweigten Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von 3 bis 30 C-Atomen und
gesättigten und/oder ungesättigten, verzweigten und/oder unverzweigten Alkoholen einer
Kettenlänge von 3 bis 30 C-Atomen, aus der Gruppe der Ester aus aromatischen Carbonsäuren
und gesättigten und/oder ungesättigten, verzweigten und/oder unverzweigten Alkoholen
einer Kettenlänge von 3 bis 30 C-Atomen. Solche Esteröle können dann vorteilhaft gewählt
werden aus der Gruppe Isopropylmyristat, Isopropylpalmitat, Isopropylstearat, Isopropyloleat,
n-Butylstearat, n-Hexyllaurat, n-Decyloleat, Isooctylstearat, Isononylstearat, Isononylisononanoat,
2-Ethylhexylpalmitat, 2-Ethylhexyllaurat, 2-Hexyldecylstearat, 2-Octyldodecylpalmitat,
Oleyloleat, Oleylerucat, Erucyloleat, Erucylerucat sowie synthetische, halbsynthetische
und natürliche Gemische solcher Ester, z.B. Jojobaöl.
[0077] Ferner kann die Ölphase vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe der verzweigten
und unverzweigten Kohlenwasserstoffe und -wachse, der Silkonöle, der Dialkylether,
der Gruppe der gesättigten oder ungesättigten, verzweigten oder unverzweigten Alkohole,
sowie der flüssigen Fettsäuretriglyceride. Die flüssigen Fettsäuretriglyceride können
beispielsweise vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe der synthetischen, halbsynthetischen
und natürlichen Öle, z.B. Olivenöl, Sonnenblumenöl, Sojaöl, Erdnußöl, Rapsöl, Mandelöl,
Palmöl, Kokosöl, Palmkemöl und dergleichen mehr.
[0078] Auch beliebige Abmischungen solcher Öl- und Wachskomponenten sind vorteilhaft im
Sinne der vorliegenden Erfindung einzusetzen. Es kann auch gegebenenfalls vorteilhaft
sein, Wachse, beispielsweise Cetylpalmitat, als alleinige Lipidkomponente der Ölphase
einzusetzen.
[0079] Vorteilhaft wird die Ölphase gewählt aus der Gruppe 2-Ethylhexylisostearat, Octyldodecanol,
Isotridecylisononanoat, Isoeicosan, 2-Ethylhexylcocoat, C
12-15-Alkylbenzoat, Capryl-Caprinsäure-triglycerid, Dicaprylylether.
[0080] Besonders vorteilhaft sind Mischungen aus C
12-15-Alkylbenzoat und 2-Ethylhexylisostearat, Mischungen aus C
12-15-Alkylbenzoat und Isotridecylisononanoat sowie Mischungen aus C
12-15-Alkylbenzoat, 2-Ethylhexylisostearat und Isotridecylisononanoat.
[0081] Von den Kohlenwasserstoffen sind Paraffinöl, Squalan und Squalen vorteilhaft im Sinne
der vorliegenden Erfindung zu verwenden.
[0082] Vorteilhaft kann die Ölphase ferner einen Gehalt an cyclischen oder linearen Silikonölen
aufweisen oder vollständig aus solchen Ölen bestehen, wobei allerdings bevorzugt wird,
außer dem Silikonöl oder den Silikonölen einen zusätzlichen Gehalt an anderen Ölphasenkomponenten
zu verwenden.
[0083] Vorteilhaft wird Cyclomethicon (Octamethylcyclotetrasiloxan) als erfindungsgemäß
zu verwendendes Silikonöl eingesetzt. Aber auch andere Silikonöle sind vorteilhaft
im Sinne der vorliegenden Erfindung zu verwenden, beispielsweise Hexamethylcyclotrisiloxan,
Polydimethylsiloxan, Poly(methylphenylsiloxan).
[0084] Besonders vorteilhaft sind ferner Mischungen aus Cyclomethicon und Isotridecylisononanoat,
aus Cyclomethicon und 2-Ethylhexylisostearat.
[0085] Die wäßrige Phase der erfindungsgemäßen Zubereitungen enthält gegebenenfalls vorteilhaft
- Alkohole, Diole oder Polyole niedriger C-Zahl, sowie deren Ether, vorzugsweise Ethanol,
Isopropanol, Propylenglykol, Glycerin, Ethylenglykol, Ethylenglykolmonoethyl- oder
-monobutylether, Propylenglykolmonomethyl, -monoethyl- oder -monobutylether, Diethylenglykolmonomethyl-
oder -monoethylether und analoge Produkte, ferner Alkohole niedriger C-Zahl, z.B.
Ethanol, Isopropanol, 1,2-Propandiol, Glycerin sowie insbesondere ein oder mehrere
Verdickungsmittel, welches oder welche vorteilhaft gewählt werden können aus der Gruppe
Siliciumdioxid, Aluminiumsilikate, Polysaccharide bzw. deren Derivate, z.B. Hyaluronsäure,
Xanthangummi, Hydroxypropylmethylcellulose, besonders vorteilhaft aus der Gruppe der
Polyacrylate, bevorzugt ein Polyacrylat aus der Gruppe der sogenannten Carbopole,
beispielsweise Carbopole der Typen 980, 981, 1382, 2984, 5984, jeweils einzeln oder
in Kombination.
[0086] Kosmetische und dermatologische Formulierungen im Sinne der Erfindung enthalten vorteilhaft
einen oder mehrere übliche UV-A-Filter und/oder UV-B-Filter und/oder Breitbandfilter
als Einzelsubstanzen oder in beliebigen Gemischen untereinander, in der Lipidphase
und/oder in der wäßrigen Phase.
[0087] Die Gesamtmenge an UV-A-Filtersubstanzen in den fertigen kosmetischen oder dermatologischen
Zubereitungen wird vorteilhaft aus dem Bereich von 0,1 bis 30 Gew.-%, bevorzugt 0,1
bis 10,0 Gew.-%, insbesondere 0,5 bis 5,0 Gew.-% gewählt, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zubereitungen.
[0088] Die Gesamtmenge an UV-B-Filtersubstanzen in den fertigen kosmetischen oder dermatologischen
Zubereitungen wird vorteilhaft aus dem Bereich von 0,1 bis 30 Gew.-%, bevorzugt 0,1
bis 20,0 Gew.-%, insbesondere 0,5 bis 15,0 Gew.-% gewählt, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zubereitungen.
[0089] Die Gesamtmenge an Breitbandfiltersubstanzen in den fertigen kosmetischen oder dermatologischen
Zubereitungen wird vorteilhaft aus dem Bereich von 0,1 bis 30 Gew.-%, bevorzugt 0,1
bis 10,0 Gew.-%, insbesondere 0,5 bis 5,0 Gew.-% gewählt, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zubereitungen.
[0090] Die zu verwendenden UV-B-Filter können öllöslich oder wasserlöslich sein. Vorteilhafte
öllösliche UV-B-Filtersubstanzen sind z.B.:
- 3-Benzylidencampher-Derivate, vorzugsweise 3-(4-Methylbenzyliden)campher, 3-Benzylidencampher;
- 4-Aminobenzoesäure-Derivate, vorzugsweise 4-(Dimethylamino)-benzoesäure(2-ethylhexyl)ester,
4-(Dimethylamino)benzoesäureamylester;
- 2,4,6-Trianilino-(p-carbo-2'-ethyl-1'-hexyloxy)-1,3,5-triazin;
- Ester der Benzalmalonsäure, vorzugsweise 4-Methoxybenzalmalonsäuredi(2-ethylhexyl)ester;
- Ester der Zimtsäure, vorzugsweise 4-Methoxyzimtsäure(2-ethylhexyl)ester, 4-Methoxyzimtsäureisopentylester;
- Derivate des Benzophenons, vorzugsweise 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon, 2-Hydroxy-4-methoxy-4'-methylbenzophenon,
2,2'-Dihydroxy-4-methoxybenzophenon;
[0091] Vorteilhafte wasserlösliche UVB-Filtersubstanzen sind z.B.:
- Salze der 2-Phenylbenzimidazol-5-sulfonsäure wie ihr Natrium-, Kalium- oder ihr Triethanolammonium-Salz,
sowie die Sulfonsäure selbst;
- Sulfonsäure-Derivate des 3-Benzylidencamphers, wie z.B. 4-(2-Oxo-3-bornylidenmethyl)-benzolsulfonsäure,2-Methyl-5-(2-oxo-3-bornylidenmethyl)sulfonsäure
und deren Salze.
[0092] Die Liste der genannten UVB-Filter, die zusätzlich im Sinne der vorliegenden Erfindung
eingesetzt werden können, soll selbstverständlich nicht limitierend sein.
[0093] Es kann auch von erheblichem Vorteil sein, polymergebundene oder polymere UV-Filtersubstanzen
in Hydrodispersionen gemäß der vorliegenden Erfindung zu verwenden, insbesondere solche,
wie sie in der WO-A-92/20690 beschrieben werden.
[0094] Die Gesamtmenge an wasserlöslichen UV-Filtersubstanzen in den fertigen Hydrodispersionen
wird vorteilhaft aus dem Bereich von 0,1 - 10,0 Gew.-%, bevorzugt 0,5 - 6,0 Gew.-%
gewählt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen.
[0095] Die Gesamtmenge an 2-Phenylbenzimidazol-5-sulfonsäure bzw. deren Salzen in den fertigen
Hydrodispersionen wird, falls die Gegenwart dieser Substanz erwünscht ist, vorteilhaft
aus dem Bereich von 0,1 - 10,0 Gew.-%, bevorzugt 0,5 - 6,0 Gew.-% gewählt, bezogen
auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen.
[0096] Die Gesamtmenge an 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon-5-sulfonsäurebzw. deren Salzen
in den fertigen Hydrodispersionen wird, falls die Gegenwart dieser Substanz erwünscht
ist, vorteilhaft aus dem Bereich von 0,1 - 10,0 Gew.-%, bevorzugt 0,5 - 6,0 Gew.-%
gewählt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen.
[0097] Die Gesamtmenge an 4-(2-Oxo-3-bornylidenmethyl)benzolsulfonsäure bzw. deren Salzen
in den fertigen Hydrodispersionen wird, falls die Gegenwart dieser Substanz erwünscht
ist, vorteilhaft aus dem Bereich von 0,1 - 10,0 Gew.-%, bevorzugt 0,5 - 6,0 Gew.-%
gewählt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen.
[0098] Die Gesamtmenge an 2-Methyl-5-(2-oxo-3-bornylidenmethyl)benzolsulfonsäur bzw. deren
Salzen in den fertigen Hydrodispersionen wird, falls die Gegenwart dieser Substanz
erwünscht ist, vorteilhaft aus dem Bereich von 0,1 - 10,0 Gew.-%, bevorzugt 0,5 -
6,0 Gew.-% gewählt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen.
[0099] Die Gesamtmenge an Benzol-1,4-di(2-oxo-3-bornylidenmethyl-10-Sulfonsäure bzw. deren
Salzen in den fertigen Hydrodispersionen wird, falls die Gegenwart dieser Substanz
erwünscht ist, vorteilhaft aus dem Bereich von 0,1 - 10,0 Gew.-%, bevorzugt 0,5 -
6,0 Gew.-% gewählt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen.
[0100] Die Gesamtmenge an 4,4',4''-(1,3,5-Triazin-2,4,6-triyltriimino)-tris-benzoesäure-tris(2-ethylhe-xylester)
in den fertigen Hydrodispersionen wird, falls die Gegenwart dieser Substanz erwünscht
ist, vorteilhaft aus dem Bereich von 0,1 - 10,0 Gew.-%, bevorzugt 0,5 - 6,0 Gew.-%
gewählt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen.
[0101] Die Gesamtmenge an 4-(tert.-Butyl)-4

-methoxydibenzoylmethan in den fertigen Hydrodispersionen wird, falls die Gegenwart
dieser Substanz erwünscht ist, vorteilhaft aus dem Bereich von 0,1 - 10,0 Gew.-%,
bevorzugt 0,5 - 6,0 Gew.-% gewählt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen.
[0102] Die Gesamtmenge an 4-Methylbenzylidencampher in den fertigen Hydrodispersionen wird,
falls die Gegenwart dieser Substanz erwünscht ist, vorteilhaft aus dem Bereich von
0,1 - 10,0 Gew.-%, bevorzugt 0,5 - 6,0 Gew.-% gewählt, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zubereitungen.
[0103] Die Gesamtmenge an 2-Ethylhexyl-p-methoxy-cinnamat in den fertigen Hydrodispersionen
wird, falls die Gegenwart dieser Substanz erwünscht ist, vorteilhaft aus dem Bereich
von 0,1 - 15,0 Gew.-%, bevorzugt 0,5 - 7,5 Gew.-% gewählt, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zubereitungen.
[0104] Noch eine weiterere erfindungsgemäß vorteilhaft zu verwendende zusätzliche Lichtschutzfiltersubstanz
ist das Ethylhexyl-2-cyano-3,3-diphenylacrylat (Octocrylen), welches von BASF unter
der Bezeichnung UVINUL® N 539 erhältlich ist und sich durch folgende Struktur auszeichnet:

[0105] Die Gesamtmenge an Ethylhexyl-2-cyano-3,3-diphenylacrylat in den fertigen Hydrodispersionen
wird, falls die Gegenwart dieser Substanz erwünscht ist, vorteilhaft aus dem Bereich
von 0,1 - 15,0 Gew.-%, bevorzugt 0,5 - 10,0 Gew.-% gewählt, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zubereitungen.
[0106] Ferner kann gegebenenfalls von Vorteil sein, erfindungsgemäß weitere UVA- und/oder
UVB-Filtern in Hydrodispersionen einzuarbeiten, beispielsweise bestimmten Salicylsäurederivaten
wie 4-Isopropylbenzylsalicylat, 2-Ethylhexylsalicylat (= Octylsalicylat), Homomenthylsalicylat.
[0107] Die Gesamtmenge an einem oder mehreren Salicylsäurederivaten in den fertigen Hydrodispersionen
wird vorteilhaft aus dem Bereich von 0,1 - 15,0 Gew.-%, bevorzugt 0,5 - 8,0 Gew.-%
gewählt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen. Wenn Ethylhexylsalicylat
gewählt wird, ist es von Vorteil, dessen Gesamtmenge aus dem Bereich von 0,1 - 5,0
Gew.-%, bevorzugt 0,5 - 2,5 Gew.-% zu wählen. Wenn Homomenthylsalicylat gewählt wird,
ist es von Vorteil, dessen Gesamtmenge aus dem Bereich von 0,1 - 10,0 Gew.-%, bevorzugt
0,5 - 5,0 Gew.-% zu wählen.
[0108] Die nachfolgenden Beispiele sollen die vorliegende Erfindung verdeutlichen, ohne
sie einzuschränken. Alle Mengenangaben, Anteile und Prozentanteile sind, soweit nicht
anders angegeben, auf das Gewicht und die Gesamtmenge bzw. auf das Gesamtgewicht der
Zubereitungen bezogen.
Beispiel 1
[0109]
|
Gew.-% |
Dicaprylylether |
5,00 |
Dimethicon |
2,00 |
Hydriertes Polyisobuten |
2,00 |
Vitamen-E-Acetat |
0,50 |
Octocrylen |
10,00 |
Methylbenzylidencampher |
4,00 |
Titandioxid |
1,00 |
Bornitrid |
1,00 |
Konservierung |
0,50 |
Glycerin |
3,00 |
Xanthan Gummi |
0,30 |
Pemulen® TR1 |
0,20 |
Natronlauge 45% |
0,20 |
Wasser |
ad 100,00 |
Beispiel 2
[0110]
|
Gew.-% |
Octyldodecanol |
10,00 |
Dicaprylylether |
3,00 |
Butylenglycoldicaprylat/caproat |
5,00 |
Vitamen-E-Acetat |
0,50 |
Octyltriazon |
4,00 |
Methylbenzylidencampher |
4,00 |
Butylmethoxydibenzoylmethan |
3,00 |
Bornitrid |
2,00 |
Konservierung |
0,50 |
Glycerin |
10,00 |
Xanthan Gummi |
0,20 |
Carbopol® 5984 |
0,30 |
Phenylbenzimidazolsulfonsäure |
2,00 |
Natronlauge 45% |
1,00 |
Wasser |
ad 100,00 |
Beispiel 3
[0111]
|
Gew.-% |
Dimethicon |
2,00 |
Mineralöl |
5,00 |
Isohexadekan |
5,00 |
Butylenglycoldicaprylat/caproat |
5,00 |
Dioctylbutamidotriazon |
3,00 |
Methylbenzylidencampher |
2,00 |
Butylmethoxydibenzoylmethan |
2,00 |
Titandioxid |
4,00 |
Bornitrid |
4,00 |
Konservierung |
0,50 |
Glycerin |
5,00 |
Pemulen® TR1 |
0,30 |
Hydroxyethylcellulose |
0,10 |
Natronlauge 45% |
0,30 |
Wasser |
ad 100,00 |
Beispiel 4
[0112]
|
Gew.-% |
Caprylsäure/Caprinsäuretriglycerid |
5,00 |
Octyldodecanol |
5,00 |
Hydriertes Polyisobuten |
5,00 |
Vitamen-E-Acetat |
0,50 |
Dioctylbutamidotriazon |
1,00 |
Octocrylen |
6,00 |
Aerosil® R 972 |
0,50 |
Bornitrid |
2,00 |
Konservierung |
0,50 |
Glycerin |
10,00 |
Xanthan Gummi |
0,30 |
Hydroxypropylmethylcellulose |
0,20 |
Wasser |
ad 100,00 |
Beispiel 5
[0113]
|
Gew.-% |
Dimethicon |
5,00 |
Mineralöl |
2,00 |
Isohexadekan |
2,00 |
C12-15-Alkylbenzoate |
5,00 |
Methylbenzylidencampher |
4,00 |
Butylmethoxydibenzoylmethan |
2,00 |
Titandioxid |
2,00 |
Bornitrid |
1,00 |
Konservierung |
0,50 |
Glycerin |
5,00 |
Pemulen® TR2 |
0,20 |
Na Mg Silikat |
2,00 |
Phenylbenzimidazolsulfonsäure |
4,00 |
Natronlauge 45% |
1,50 |
Wasser |
ad 100,00 |
Beispiel 6
[0114]
|
Gew.-% |
Caprylsäure/Caprinsäuretriglycerid |
5,00 |
Octyldodecanol |
5,00 |
Dicaprylylether |
2,00 |
Dimethicon |
1,00 |
Vitamen-E-Acetat |
0,50 |
Octyltriazon |
2,00 |
Methylbenzylidencampher |
4,00 |
Butylmethoxydibenzoylmethan |
2,00 |
Titandioxid |
1,00 |
Bornitrid |
0,50 |
Konservierung |
0,50 |
Glycerin |
3,00 |
Xanthan Gummi |
0,40 |
Pemulen® TR1 |
0,40 |
Natronlauge 45% |
0,40 |
Wasser |
ad 100,00 |