| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 055 776 A2 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
| (43) |
Veröffentlichungstag: |
|
29.11.2000 Patentblatt 2000/48 |
| (22) |
Anmeldetag: 12.04.2000 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: E01B 3/40 |
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
|
Benannte Erstreckungsstaaten: |
|
AL LT LV MK RO SI |
| (30) |
Priorität: |
28.05.1999 DE 19924462
|
| (71) |
Anmelder: Thyssen Krupp Materials & Services AG |
|
45143 Essen (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Steinfeld, Horst E.
58239 Schwerte (DE)
- Braselmann, Dieter, Dipl.-Ing.
58256 Ennepetal (DE)
- Reichel, Dieter
92318 Neumarkt (DE)
|
|
| |
|
| (54) |
Spannschloss zum Verbinden von Zugankern |
(57) Um ein Spannschloß (1) zum Verbinden von Zugankern (3), die sich durch aneinanderliegende
Fahrbahnplatten eines schotterlosen Oberbaus für Schienen erstrecken und diese miteinander
verspannen, wobei das Spannschloß (1) kettengliedartig ausgebildet ist, die Zuganker
(3) zumindest an ihren Enden (6) ein Außengewinde aufweisen und über im Innenraum
des Spannschlosses (1) liegende Muttern (5) gespannt werden, derartig weiterzubilden,
daß es am Ende der Zuganker (3) nicht mehr zu Zwängungen oder Verbiegungen kommt,
ist das Spannschloß (1) mit sich seitlich nach außen erstreckenden Schlitzen (7) ausgebildet,
in die die zu verbindenden Enden (6) der Zuganker (3) jeweils von außen einlegbar
sind und weist konvexe oder konkave Auflageflächen (4) für die Muttern (5) auf, wobei
die Muttern (5) oder zwischenliegende Scheiben (8) mit kongruenten Anlageflächen (9)
ausgebildet sind.
|

|
[0001] Die Erfindung betrifft ein Spannschloß zum Verbinden von Zugankern nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1. Bei einem schotterlosen Oberbau für Schienen, auf denen Schienenfahrzeuge
fahren, mit aneinanderliegenden Fahrbahnplatten, ist es üblich, die Fahrbahnplatten
mittels Zuganker gegeneinander zu verspannen. Die Zuganker erstrecken sich üblicherweise
durch die aneinanderliegenden Fahrbahnplatten.
[0002] Wenigstens die Enden der Zuganker weisen ein Außengewinde auf. Spannschlösser verbinden
die Enden der aneinanderschließenden Zuganker.
[0003] Die EP 0 516 612 A1 zeigt einen gattungsgemäßen schotterlosen Oberbau. Die aus Beton
hergestellten Fahrbahnplatten und ihre Durchbrüche zur Aufnahme der Zuganker weisen
Toleranzen auf. Darüber hinaus können die Fahrbahnplatten nicht immer gerade und in
einer Ebene nebeneinander liegen, da Kurven und Überhöhungen des Schienenweges vorzusehen
sind. Das hat zur Folge, daß bei den bisher eingesetzten Spannschlössern die ebenen
Schraubenauflagen für die Spannmuttern nachteilig bewirken, daß die Zuganker an der
Einspannstelle mit Biegekräften beaufschlagt werden, was im Extremfall sogar zu einer
plastischen Verformung der Enden der Zuganker führt.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Spannschloß zum Verbinden von Zugankern
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 derartig weiterzubilden, daß es am Ende der Zuganker
nicht mehr zu Zwängungen oder Verbiegungen kommt.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Eine
vorteilhafte Aus- und Weiterbildung wird in Anspruch 2 beschrieben.
[0006] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß beliebige
Einbaulagen der Fahrbahnplatten und auch große Fertigungstoleranzen sich nicht mehr
auf die Anbindung der Zuganker auswirken. Es kann sichergestellt werden, daß die Zuganker
nur noch mit reinen Zugkräften belastet werden, wodurch diese eine höhere Lebensdauer
erhalten. Weiterhin vorteilhaft wird erreicht, daß der Zuganker nach dem Spannen nicht
mehr seitlich durch den Schlitz aus dem Spannschloß herausrutschen kann.
[0007] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
folgenden näher beschrieben. Es zeigen
- Fig. 1
- die Draufsicht auf ein Spannschloß in Verbindung mit den zu verbindenden Enden der
Zuganker,
- Fig. 2
- einen Schnitt durch Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Seitenansicht gemäß Fig. 1,
- Fig. 4
- eine vergrößerte Darstellung von Fig. 3 und
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf Fig. 4.
[0008] Wie aus den Fig. 1 bis 3 erkennbar ist, ist das Spannschloß 1 kettengliedartig ausgebildet.
Dabei weist es im Mittenbereich einen dünnen Querschnitt auf. An den Enden 2, an denen
die Zuganker 3 befestigt sind, ist ein größerer Querschnitt vorgesehen. In diesem
Bereich sind Auflageflächen 4 für die Muttern 5 im Innenbereich angeordnet. Die Zuganker
3 sind zumindest an ihren Enden 6 mit einem Außengewinde ausgebildet, die mit den
Muttern 5 zusammenwirken, so daß über die Muttern 5 ein Spannen der Zuganker 3 erfolgt.
[0009] Die Enden 2 des Spannschlosses 1 sind mit sich seitlich nach außen erstreckenden
Schlitzen 7 ausgebildet. Durch diese Schlitze können seitlich die Zuganker 3 eingelegt
werden, die dabei bereits an ihren Enden 6 die Muttern 5 tragen können.
[0010] Aus den Fig. 4 und 5 ist erkennbar, daß die Auflagefläche 4 am Spannschloß 1 sphärisch
konvex ausgebildet ist. Auf dieser Auflagefläche 4 liegt eine Scheibe 8 mit einer
kongruent ausgebildeten, sphärisch konkaven Anlagefläche 9. Auf der ebenen Gegenfläche
10 der Scheibe 8 liegt die Mutter 5 auf. Schiefstellungen der Muttern 5 aufgrund nicht
fluchtender Zuganker 3 oder sonstiger Fertigungs- und Maßtoleranzen können nun durch
das Verschieben der sphärisch konkaven Anlagefläche 9 der Scheibe 8 auf der sphärisch
konvexen Auflagefläche 4 am Spannschloß 1 in einfacher Weise ausgeglichen werden.
Bezugszeichenliste
[0011]
- 1.
- Spannschloß
- 2.
- Ende
- 3.
- Zuganker
- 4.
- Auflagefläche
- 5.
- Mutter
- 6.
- Ende
- 7.
- Schlitz
- 8.
- Scheibe
- 9.
- Anlagefläche
- 10.
- Gegenfläche
1. Spannschloß (1) zum Verbinden von Zugankern (3), die sich durch aneinanderliegende
Fahrbahnplatten eines schotterlosen Oberbaus für Schienen erstrecken und diese miteinander
verspannen, wobei das Spannschloß (1) kettengliedartig ausgebildet ist, die Zuganker
(3) zumindest an ihren Enden (6) ein Außengewinde aufweisen und über im Innenraum
des Spannschlosses (1) liegende Muttern (5) gespannt werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Spannschloß (1) mit sich seitlich nach außen erstreckenden Schlitzen (7)
ausgebildet ist, in die die zu verbindenden Enden (6) der Zuganker (3) jeweils von
außen einlegbar sind und konvexe oder konkave Auflageflächen (4) für die Muttern (5)
aufweist, wobei die Muttern (5) oder zwischenliegende Scheiben (8) mit kongruenten
Anlageflächen (9) ausgebildet sind.
2. Spannschloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagefläche (4) sphärisch konvex ausgebildet ist.