[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein flexibles Warensicherungselement für die Anwendung
in Verbindung mit akustomagnetischen Warensicherungssystemen.
[0002] Bei der Warensicherungstechnologie werden die Zugänge von Bereichen durch Sende-/Empfangseinheiten
bestrichen. Die Warensicherungselemente erzeugen eine definierte Reflexion der gesendeten
Frequenzen derart, daß die Empfänger diese registrieren und zur Auswertung bereitstellen
können. Bei der Auswertung können Signale gegeben werden, oder es können Bereiche
verschlossen oder zugänglich gemacht werden.
[0003] Derartige in sogenannten Akustomagnetik-Systemen unter Anwendung akustomagnetischer
Technologie anwendbare Warensicherungselemente, auch AM-Etikett genannt, sind an sich
bekannt und umfangreich im Einsatz. Sie dienen der Identifizierung von Waren, auf
die solche Etiketten aufgebracht oder in die solche Etiketten eingebracht sind.
[0004] Vorbekannte AM-Etiketten bestehen aus einem Kunststoffgehäuse, einem Metallplättchen
und einem Magnetplättchen. Das Magnetplättchen ist mit einer Nord-Südpolung versehen
und das Metallplättchen in exakt festgelegtem Abstand zu diesem positioniert. Auch
die Dimensionen der beiden Plättchen sind exakt vorgegeben. Die Toleranzen liegen
im Bereich von zehntel Millimetern.
[0005] Akustomagnetische Systemschleusen, bestehend aus Sende- und Empfangseinheiten, erfassen
die Resonanz bei einer Frequenz von etwa 58 kHz derartiger Etiketten und lösen aus.
Um solche Etiketten nicht zur Auslösung zu bringen, werden durch große Kupferspulen
hohe Wechselströme erzeugt, die die auf dem Magnetstreifen befindlichen Nord-Südpol-Struktur
löschen. Damit sprechend die akustomagnetischen Systemschleusen nicht mehr an.
[0006] Allerdings lassen sich solche Etiketten auch sehr leicht manipulieren. Dies erfolgt
beispielsweise durch mutwillige Deaktivierung.
[0007] Warensicherungselement für den Einsatz in akustomagnetischen Warensicherungssystemen
bestehen üblicherweise aus einem Permanentmagneten und einer schwenkbaren Metallplatte,
sogenanntem Metglas. Warensicherungselemente der bekannten Art werden in Form sogenannter
Etiketten bereitgestellt, die beispielsweise Ausdehnungen von etwa 1 x 4 cm aufweisen
und biegesteif sind. Derartige Etiketten sind steif und nicht geeignet für den Einsatz
in weichen, flexiblen Waren, beispielsweise Textilien und dergleichen. Darüber hinaus
sind diese vorbekannten Etiketten problemlos erfühlbar und damit manipulierbar. So
können deren magnetische Eigenschaften gezielt verändert werden oder sie können mechanisch
zerstört werden. Beim Einsatz im Textilbereich müssen derartige Etiketten entfernt
werden, da sie ansonsten eine bestimmungsgemäße Nutzung der Textilien beeinflussen
würden.
[0008] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die
Aufgabe zugrunde, Warensicherungselemente bereitzustellen, die flexibel sind, vorzugsweise
an der Ware verbleiben können, schwer erfühlbar sind, bei der Herstellung der Waren
in diese eingearbeitet werden können und einen einfachen Aufbau aufweisen und somit
wirtschaftlich produzierbar und einsetzbar sind.
[0009] Zur technischen
Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung vorgeschlagen ein Warensicherungselement für
den Einsatz in Verbindung mit akustomagnetischen Warensicherungs-Systemen, bestehend
aus einem flächigen Stück einer schwingbaren Metallfolie und einer flexiblen magnetischen
Metallfolie, die einander in einem vorbestimmten Flächenbereich überdeckend angeordnet
und unter Zwischenlage eines nicht leitenden, nicht magnetisierbaren Abstandhalters
im überdeckenden Flächenbereich relativ zueinander fixiert sind.
[0010] Das erfindungsgemäße Warensicherungselement ist ausschließlich aus flexiblen Werkstoffen
aufgebaut. Flexibel im Sinne der vorliegenden Erfindung betrifft die Biegefähigkeit
der Materialien. Das Warensicherungselement besteht aus zwei Folienstücken, die in
einer vorgegebenen Fläche einander überdeckend und in einem vorgegebenen Abstand zueinander
angeordnet werden. Um die Überdeckungsfläche und den Abstand sicherzustellen, wird
zwischen beiden Folien ein Abstandshalter angeordnet und die Folien werden in dieser
Position fixiert.
[0011] Der besondere Vorteil des erfindungsgemäßen Warensicherungselementes besteht darin,
daß es biegbar, also flexible ist, und somit auch in weichen, flexiblen Waren einsetzbar
ist. Es ist schwer erfühlbar und damit nicht direkt manipulierbar. Durch die verwendeten
Materialien sind die magnetischen Eigenschaften nicht ohne weiteres manipulierbar.
Eine mechanische Beeinträchtigung durch Zerstörung wird dadurch, daß das Warensicherungselement
nicht erfühlbar ist, minimiert. Das Warensicherungselement kann bei der Herstellung
der Ware eingearbeitet werden, also beispielsweise in Textilien eingenäht werden und
dergleichen.
[0012] Gemäß einem vorteilhaften Vorschlag der Erfindung kann das wie beschrieben aufgebaute
Warensicherungselement ein Befestigungselement aufweisen. Dabei kann es sich beispielsweise
um einen nicht die Funktion des Elementes beeinflussenden Materialstreifen handeln,
der direkt in einer Naht eines Textils eingenäht werden kann. Es können auch eine
Mehrzahl von Befestigungelementen vorgesehen sein. So kann das Warensicherungselement
auf einem Textilstreifen angeordnet sein. Der Textilstreifen selbst kann auch als
Abstandshalter zwischen beiden Folien angeordnet sein. Auch wird gemäß einem vorteilhaften
Vorschlag der Erfindung der Abstandshalter zugleich zur Fixierung der beiden Folien
relativ zueinander verwendet, sowohl hinsichtlich Überdeckungsfläche als auch hinsichtlich
Abstand. Abstandshalter und Fixierung sind vorzugsweise aus Kunststoff, Textil oder
dergleichen. Beispielsweise kann der Abstandshalter ein Kleber sein, mit welchem zugleich
Abstand und Überdeckungsfläche zwischen beiden Folien fixierbar sind.
[0013] Der Abstand und die Überdeckungsfläche werden in Abhängigkeit von der gewünschten
Reaktionsfrequenz festgelegt, ebenso wie die Größen der beiden Folien.
[0014] Um eine Beeinflussung der technischen Eigenschaften des Warensicherungselementes
durch mechanische Beeinträchtigung zu minimieren, wird mit der Erfindung vorgeschlagen,
Stabilisierungselemente zu verwenden. So können die Folien beispielsweise mit stabilisierenden
Rippen versehen werden, um die Biegefähigkeit zumindest in einer bestimmten Richtung
einzuschränken.
[0015] Die Materialien wie Abstandshalter, Fixierung und dergleichen können so ausgebildet
sein, daß diese durch Strahlung, Temperatur, Wasser und dergleichen beeinflußbar sind.
So können sich einzelne oder alle Zusatzelemente wie Abstandshalter, Fixierung, Befestigungselement,
Stabilisierungselemente und dergleichen beim Waschen eines Textils auflösen, verschmelzen
oder dergleichen, wodurch das Warensicherungselement endgültig zerstört wird.
[0016] Mit der Erfindung werden auch Lösungen für die Deaktivierung des erfindungsgemäßen
Warensicherungselementes vorgeschlagen. Zur Deaktivierung des erfindungsgemäßen Warensicherungselementes
gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die einzelnen Folien können verändert werden,
und zwar hinsichtlich Lage, Fläche oder dergleichen, der Abstand kann verändert werden,
die Überdeckungsfläche oder mehrere der Maßnahmen können kombiniert angewandt werden.
Gemäß einem Vorschlag der Erfindung ist an dem Warensicherungselement ein Deaktivierungselement
ausgebildet. Dieses kann zu einer Veränderung von Abstand und/oder Überdeckungsfläche
führen, wenn es betätigt wird. Die Betätigung kann beispielsweise mechanisch erfolgen,
durch entfernen oder hinzufügen von Material oder dergleichen. So kann beispielsweise
ein Heißklebepunkt als Abstandshalter verwendet werden, so daß der Abstand bei Temperaturbeeinflussung
verändert oder ganz aufgehoben wird. Auch kann ein magnetisierbares oder metallisches
Element in den Bereich zwischen die beiden Folien eingeschoben werden.
[0017] Beispielsweise kann als Zwischenlage zwischen beiden Folien ein Gewebe verwendet
werden, welches zum einen biegestabilisierend wirkt, den Abstand hält und die Überdeckungsfläche
fixiert. Dieses Textil kann einzelne Bereiche aufweisen, die aus einer Naht einer
Textilware herausstehen und somit maniupulierbar sind. So kann die Lage, die Form
oder auch eine Eigenschaft verändert werden, beispielsweise durch Einziehen von Metallfedern
oder dergleichen.
[0018] Mit der Erfindung wird ein einfach aufgebautes, wirtschaftlich produzierbares und
umfangreich einsetzbares Warensicherungselement vorgeschlagen. Wenn im Rahmen der
Erfindung von Warensicherungselementen gesprochen wird, so eignen sich diese auch
für angrenzende Zwecke, beispielsweise Zugangsberechtigungen, Personenkontrolle und
dergleichen. Diese Bereiche sind durch die Erfindung mit abgedeckt, sofern ein entsprechendes
akustomagnetisches Reaktionselement, im Rahmen der Anmeldung als Warensicherungselement
bezeichnet, in akustomagnetischen Sicherungssystemen eingesetzt wird.
[0019] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
anhand der Figuren. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels für ein Warensicherungselement
und
- Fig. 2
- eine Seitenansicht des Warensicherungselementes gemäß Fig. 1.
[0020] Die Figuren zeigen ein Ausführungsbeispiel für ein Warensicherungselement 1, bestehend
aus einem Stück Schwingmetallfolie 2 und einem Stück Magnetfolie 3, welche derart
relativ zueinander angeordnet sind, daß sie eine definierte gemeinsame Überdeckungsfläche
4 haben. Die Folien sind in einem vorgegebenen Abstand zueinander angeordnet, der
durch einen zwischen beiden Folien angeordneten Abstandshalter 5 sichergestellt wird.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind die beiden Folien durch den Abstandshalter 5
in der gezeigten Position aus fixiert, wozu der Abstandshalter wenigstens im Oberflächenbereich
Klebeeigenschaften aufweist.
[0021] Die Form und die Anordnung im gezeigten Ausführungsbeispiel dient nur der Erläuterung.
Die Überdeckungsfläche und der Abstand sind für die Reaktionsfrequenz reine Parameter.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist an der Schwingmetallfolie 2 ein Befestigungsstreifen
6 angeordnet, der beispielsweise in einer Naht eines Textils vernäht werden kann.
In nicht gezeigter Weise kann der Befestigungsstreifen 6 mit einem in den Bereich
zwischen den beiden Folien 2 und 3 ragenden Deaktivierungsstab versehen sein, welcher
beispielsweise herausgezogen werden kann, wenn der Befestigungsstreifen 6 abgerissen
wird.
[0022] Dadurch kann das flexible Warensicherungselement 1 deaktiviert werden. Das Warensicherungselement
1 ist biegbar, einfach herzustellen und, eingearbeitet in einem Textil, nicht erfühlbar.
[0023] Das beschriebene Ausführungsbeispiel dient nur der Erläuterung und ist nicht beschränkend.
Bezugszeichenliste
[0024]
- 1
- Warensicherungselement
- 2
- Schwingmetallfolie
- 3
- Magnetfolie
- 4
- Überdeckungsfläche
- 5
- Abstandshalter
- 6
- Befestigungsstreifen
1. Warensicherungselement für den Einsatz in Verbindung mit akustomagnetischen Warensicherungs-Systemen,
bestehend aus einem flächigen Stück einer schwingbaren Metallfolle und einer flexiblen
magnetischen Metallfolie, die einander in einem vorbestimmten Flächenbereich überdeckend
angeordnet und unter Zwischenlage eines nicht leitenden, nicht magnetisierbaren Abstandshalters
im überdeckenden Flächen bereich relativ zueinander fixiert sind.
2. Warensicherungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstandshalter
aus Kunststoff gebildet ist.
3. Warensicherungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstandshalter Klebereigenschaften aufweist und zugleich der Fixierung dient.
4. Warensicherungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Folien zur Fixierung in einen flexiblen Kunststoff eingebettet sind.
5. Warensicherungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Flächenbereich, in dem sich die Folien überdecken und/oder der Abstand zwischen
den beiden Folien, in Abhängigkeit von der gewünschten Reaktionsfrequenz bestimmt
ist.
6. Warensicherungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß diese ein Deaktivierungselement aufweist.
7. Warensicherungselement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Deaktivierungselement
bei Beeinflussung eine Veränderung des Abstandes und/oder der Überdeckungsfläche zwischen
den beiden Folien bewirkt.
8. Warensicherungselement nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet,
daß das Deaktivierungselement mechanisch beeinflußbar ist.
9. Warensicherungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß dieses Stabilisierungselemente zur Beeinflussung der Flexibilität der Folien aufweist.
10. Warensicherungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß an diesem wenigstens ein Befestigungselement angeordnet ist.