[0001] Die Erfindung betrifft ein Walzwerk mit Arbeitswalzen und mehrteiligen Stützwalzen,
bestehend aus einem Grundkörper mit mehreren darauf in dessen Längsrichtung nebeneinander
angeordneten Wälzlagern, die mit ihren Außenringen eine die Wälzlager umgreifende
Hülse drehbar abstützen, die mit ihrer Innenoberfläche allseitig an den Außenoberflächen
der Außenringe der Wälzlager anliegt und deren Außenoberfläche den Walzballen der
Stützwalze bildet, wobei auf der Länge des Grundkörpers 3 Wälzlager vorgesehen sind,
von denen das mittlere Wälzlager als Kegelrollenlager ausgebildet ist.
[0002] Ein derartiges Walzwerk ist aus der US 19 10 158 bekannt.
[0003] In den heutigen Warmbandstraßen spielt die Profil- und Planheitssteuerung eine wichtige
Rolle. Dabei ist die negative und positive Arbeitswalzenbiegung das "klassische" Stellglied,
das auch unter Walzlast eine Veränderung erlaubt. Da man aber unter Berücksichtigung
der unterschiedlichsten Parameter, wie Breite, Dicke, Querschnittsprofil, Werkstoff,
Walztemperatur, Walzgeschwindigkeit, Walzentemperatur und Stahlqualitäten arbeiten
muss, ist es bei heute üblichen kleinen Losgrößen und universell einsetzbaren Walzwerken
wichtig, über einen großen Stellbereich zu verfügt.
[0004] In den letzten Jahren sind bei neuen Straßen verstärkt weitere Stellglieder zum Einsatz
gekommen, von denen die als CVC-Walzenschliff bekannte Ballenkontur und das Walzencrossing,
das Kreuzen der Arbeits und/oder Stützwalzen, die bekanntesten sind. Beide Lösungen
sind nicht optimal, weil bei beiden Verfahren die Walzen nicht unter Last verstellt
werden können. Das Konturieren der Walzen mit aufwendigen CVC-Schliffen muss darüber
hinaus äußerst präzise erfolgen, um die gewünschte Geometrie zu erreichen. Häufig
wird das Walzgut unter bestimmten Bedingungen am Rand und in der Mitte unterschiedlich
verformt. In einer kontinuierlichen Straße ist eine Walze mit definierter Flaschenkontur
nötig, die bei jedem Gerüst unterschiedlich ist.
[0005] Beim Walzencrossing, d.h. beim Schrägstellen der Walzen eines Walzenpaares zueinander,
sind besondere Maßnahmen erforderlich, um bei gegebenem Schwenkungswinkel gleichförmige
Winkelgeschwindigkeiten zu erreichen. So sind keine normalen Zapfenkreuz-Gelenkwellen,
sondern Zahnspindeln für den Antrieb der Walzen notwendig. Das Schwenken erzeugt darüber
hinaus sehr hohe Axialkräfte, die bis 10% der Radial-Walzkraft ausmachen können. Außerdem
führt das Walzencrossing zu Problemen bei der Walzgutführung, weil sich das Walzgut
im Walzgerüst verdreht.
[0006] Bei der Suche nach einem weiteren Stellglied, das die beschriebenen Nachteile vermeidet
und das einfach ist, wurden Stützwalzen mit Exzentern entwickelt, die mit einer profileinstellbaren
Hülse als zusätzliches Stellglied für die Profilsteuerung benutzt werden. So beschreibt
die europäische Patentschrift 0 584 642 ein Walzwerk der gattungsgemäßen Art, bei
dem der dort als Walzenwelle bezeichnete Rundkörper in fünf oder mehr Sektionen geteilt
ist, die exzentrisch zu der die Walzenwelle durchdringenden Zentralachse angeordnet
sind. Auf den Sektionen der Walzenwelle sind infolge deren Versatz exzentrisch Stützlager
in Form von Kegelrollenlagern angeordnet, an die die zylindrische Hülse andrückbar
ist, die die Wälzlager lose mit Spiel umgreift. Die zylindrischen Abschnitte der dort
vorgeschlagenen Sektionen der Walzenwelle haben unterschiedliche Durchmesser, die
jedoch symmetrisch zur Mitte der Stützwalze gleichmäßig abgestuft sind.
[0007] Während des Walzvorganges wälzt die Hülse gegenüber der Lagerung der Stützwalze zwischen
der Arbeitswalze und den der Arbeitswalze zugewandten Wälzlageraußenringen ab. Auf
der der Arbeitswalze abgewandten Seite läuft die Hülse frei ohne Kontakt zu den Lagern.
Durch Drehen der Walzenwelle läßt sich die Biegelinie der Arbeitswalze beeinflußen,
weil die wirksame Exzentrizität zwischen Stützwalze und Arbeitswalze verändert wird.
Auf diese Weise kann auf das Profil des Walzspaltes im Walzgerüst eingewirkt werden.
[0008] Nachteilig bei der bekannten Lösung ist es, daß für die Walkbewegung der äußeren
Hülse der Stützwalze zwischen den Lagern der Stützwalze und der Arbeitswalze die Stabilität
der Bewegung bei hohen Walzlasten nicht gegeben ist. Zum anderen ist durch das erforderliche
Spiel zwischen Hülse und den Wälzlagern der Stützwalze ein Einsatz als untere Stützwalze
in einem Warmwalzgerüst nicht oder nur sehr schwierig zu realisieren, da ein effektiver
Schutz der Lagerung gegenüber Wasser und Schmutz kaum dauerhaft zu realisieren ist.
Zudem führen die Walkbewegungen zwischen Hülse und Lager durch das nur teilweise Anliegen
der Wälzlageraußenringe zu deutlichen Verschleißerscheinungen, die die Einstellbarkeit
des Walzwerkes und damit die Qualität des Walzproduktes negativ beeinflußen. Aus den
angeführten Gründen ist bisher auch kein praktischer Anwendungsfall einer gattungsgemäßen
Stützwalze bekannt.
[0009] Ein anderes Probleme bekannter exzentrischer Stützwalzen ist die Lagerung zwischen
dem Grundkörper und der Hülse; denn die Lager müssen die komplette Walzkraft übertragen.
Die vorgesehenen Pendelrollenlagerlager sind extrem hoch belastet und es ist schwer
die geforderte Lebensdauer von ca. 6000 Stunden zu erreichen. Durch die exzentrische
Verstellung zwischen Hülse und Grundkörper wird die Lebensdauer der Lager zusätzlich
verringert.
[0010] Hinzu kommt, dass bei Exzenterverstellung ohne Walzlast die Hülse der Stützwalze
so verformt wird, dass sie eine konvexe oder neutrale Grundform erhält. In der konvexen
Stellung werden die Pendelrollenlager verkippt, so daß deren Lebensdauer weiter vermindert
wird.
[0011] Schließlich ist bei den bekannten exzentrischen Stützwalzenausbildungen die Montage
der Hülse extrem schwierig, weil die Hülse über die vorstehenden Teile der exzentrischen
Lagerung geschoben werden muss.
[0012] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ausgehend von bekannten exzentrisch verstellbaren
Stützwalzen, deren Konstruktion so zu verbessem, dass bei verminderten Herstellkosten
eine wesentliche höhere Lebensdauer der dem Verschleiß unterliegenden Bauteile zu
erwarten ist und daß infolge der vereinfachten Konstruktion das Montieren und Demontieren
der Hülse auf die Wälzlager erleichtert wird.
[0013] Gelöst wird diese Aufgabe mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1.
[0014] Der Kern der vorliegenden Erfindung besteht darin, auf eine Exzenterverstellung des
mittleren Bereichs der Stützwalze zu verzichten, statt dessen nur die beiden Randbereiche
der Stützwalze exzenterverstellt zu verbiegen und dabei auf einfache Zylinderrollenlager
zurückzugreifen, die mit auf dem Grundkörper verdrehbaren Exzenterbüchsen gepaart
werden. Zylinderrollenlager weisen deutliche Vorteile gegenüber den Pendelrollenlagern
auf. So sind Pendelrollenlager in der Fertigung ungenauer, so daß ein gleichmäßiges
Tragen bei bekannten exzentrischen Stützwalzen mit einer Vielzahl von Pendelrollenlagem
nicht leicht zu erreichen ist. Bei Zylinderrollenlagem ist eine Axialverschiebung
der Wälzkörper auf den Ringen während eines Umlaufs in der Größenordnung von 1% erlaubt,
was eine günstigere Einstellung als dies bei Pendelrollenlagem möglich ist erlaubt.
Außerdem sind Zylinderrollenlager günstiger in der Fertigung und damit billiger. Nach
dem letzten Merkmal des Patentanspruchs 1 ist vorgesehen, daß im Lastbereich des Grundkörpers
zwischen diesem und der Exzenterbüchse je ein die Schiefstellung des Zylinderrollenlagers
ermöglichendes selbsteinstellbares Kippsegment vorgesehen ist. Mit diesem Kippsegment
wird eine besonders günstige Lastverteilung auf die Zylinderrollenlager und damit
eine wesentliche Lebensdauererhöhung erreicht. Bei dem Zylinderrollenlager mit Kippsegment
werden die Lagerinnenringe verformt, das ist günstiger als die Schrägstellung der
Außenringe beim Pendelrollenlager, was zur Verwindung der Laufbahn führt. Durch das
Kippsegment wird im Lastbereich der Stützwalze eine Verformung der Wälzlagerringe
bewirkt; die Kraft kann bei unterschiedlicher Auslenkung des Kippsegments sicher über
dieses in den Grundkörper geleitet werden. Im Übergang von Kippsegment zu der normalen
unverformbar abgestützten Laufbahn wird der Ring zwar etwas verdreht; da das aber
in einem Bereich ohne Walzenlast passiert, wo nur wenige Rollen tragen, während die
anderen unbelastet sind, ist dies unschädlich.
[0015] In einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Vorschlags ist vorgesehen, daß jeder
Exzenterbüchse ein stufenloser Schwenkantrieb zugeordnet ist und beide Schwenkantriebe
synchronisierbar sind. Auf diese Weise ist eine stufenlose Verstellung der Hülsenüberhöhung
im Randbereich möglich.
[0016] Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung ist vorgesehen, dass der Grundkörper
unverdrehbar in dem Gerüstständer festgelegt ist. Aufwendige Verdrehantriebe für den
Grundkörper entfallen bei dieser Lösung, weil die Verstellung der Stützwalze bzw.
der Hülse gegenüber dem Grundkörper über die getrennten Schwenkantriebe der Exzenterbüchsen
und nicht mehr über die Verdrehung des Grundkörpers wie beim Stand der Technik erfolgt.
Dadurch bleibt der Grundkörper immer in einer neutralen Stellung stehen, die Walzkraft
wird immer in ein und derselben Stellung über die Lagerböcke auf das Gerüst übertragen.
[0017] In einer Ausgestaltung ist das Kippsegment in Längsrichtung des Grundkörpers ballig
ausgebildet und besteht aus einem Gleitlagerwerkstoff, der hydrostatisch entlastbar
ist. Die hydrostatische Entlastung stellt sicher, dass die hohen Walzkräfte die Einstellbarkeit
der Walze auch unter Last nicht blockieren.
[0018] In einer weiteren günstigen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die
Exzenterbüchsen auf Exzenterflächen des Grundkörpers gleitend drehbar geführt sind,
deren Exzentrizität in einer neutralen Verdrehstellung der Exzenterbüchsen ein Fluchten
der Exzenterachsen mit der Grundkörper Längsachse ermöglicht. Auf diese Weise wird
eine Neutralstellung der Exzenterbüchse geschaffen, bei der kein Versatz zwischen
den Achsen stattfindet. Diese Stellung wird zum Aufziehen der Hülse benutzt. Das Verdrehen
der Exzenterbüchsen bewirkt einen Versatz von ca. 2 mm, in dieser Stellung wird gewalzt.
[0019] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, den Grundkörper in seinen
beiden Randbereichen abzuflachen. Dadurch soll sichergestellt werden, daß die Exzenterbüchsen
und die Wälzlagerringe sich bei Schiefstellung des Mantels dehnen können. Die Abflachungen
können durch Abfräsungen des Grundkörpers örtlich am Umfang seitlich am Grundkörper
in zur Walzebene parallelen Ebenen erfolgen.
[0020] Um die Kippbarkeit der Wälzlager im Nicht-Lastbereich zu ermöglichen, wird nach einem
weiteren Merkmal der Erfindung vorgeschlagen, daß der den Kippsegmenten gegenüberliegende
Bereich des Grundkörpers örtlich am Umfang in Längsrichtung dachförmig abgeschrägt
ist, wobei die Abschrägungen von der Wälzlager-Innenringmitte nach beiden Seiten verlaufen.
Durch diese Maßnahme können sich die Exzenterbüchse und die Wälzlager schiefstellen;
auf der dem Lastbereich abgewandten Seite ist diese Lösung einfacher als ein weiteres
Kippsegment und schwächt nicht den Querschnitt des auf Biegung belasteten Grundkörpers.
[0021] Da zwischen den Kontaktflächen der Exzenterbüchsen und den Exzenterflächen des Grundkörpers
beim Anstellen, d.h. Verdrehen der Exzenterbüchsen eine Relativbewegung zwischen hochbelasteten
Flächen stattfindet, soll nach einem weiteren Merkmal der Erfindung dieser Kontaktbereich
hydrostatisch entlastbar sein. Dadurch wird eine Leichtgängigkeit der Verstellmechanik
erreicht, die ein Anstellen und Verstellen der Hülsen unter Last ermöglicht.
[0022] Ein wesentlicher Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht in seiner Einfachheit.
Sie erlaubt den problemfreien Einsatz von Standard-Wälzlagern für die die Wälzlager
umgreifende Hülse, wodurch die beschriebenen Nachteile vermieden werden und eine kostengünstige
Lösung geschaffen wird. Der Grundkörper mit den Exzenterbüchsen und deren Verstellantrieben
ist für langzeitigen Gebrauch geeignet, lediglich die Hülse als Verschleißteil muss
nach dem Abschleifen erneuert werden.
[0023] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend
beschrieben. Es zeigt:
- Figur 1
- einen Längsschnitt durch die erfindungsgemäße Stützwalze,
- Figur 2
- einen Querschnitt durch die Stützwalze nach Figur 1 im Bereich des Kippsegmentes in
der Einbaustellung der Hülse und
- Figur 3
- den Querschnitt nach Fig.2 mit extremer Exzenterstellung.
[0024] In Figur 1 ist die erfindungsgemäße Stützwalze im Längsschnitt dargestellt. Sie besteht
im wesentlichen aus dem Grundkörper 1, auf dem die Hülse 2 um die Längsachse 3 des
Grundkörpers drehbar gelagert ist. Dazu sind zwischen dem Grundkörper 1 und der Hülse
2 drei Wälzlager angeordnet, von denen das mittlere Wälzlager als doppeltes Kegelrollenlager
4 und die beiden beidseitig von diesem angeordneten Wälzlager als Zylinderrollenlager
5 ausgebildet sind. Während das Kegelrollenlager 4 unmittelbar auf dem Grundkörper
aufsitzt, ist zwischen den Innenringen 6 der Zylinderrollenlager 5 und den Umfängen
des Grundkörpers 1 in dessen Randbereichen jeweils eine Exzenterbüchse 7 gegenüber
dem Grundkörper 1 verdrehbar angeordnet. Die Exzenterbüchsen 7 sind unabhängig voneinander
aber synchronisierbar drehangetrieben, wozu je ein Stimradgetriebe 8 mit (nicht dargestelltem)
Antrieb vorgesehen ist, das mit einem außen verzahnten Ritzel in die Innenverzahnung
jeweils einer auf den Grundkörperenden drehbar gelagerten Drehhülse 9 eingreift, die
stimseitig formschlüssig in jede der beiden Exzenterbüchsen 7 eingreift und diese
verdreht. Der Grundkörper ist über einen umfangsverzahnten Zapfen 10 unverdrehbar
festgelegt; der Zapfen 10 stützt sich am Einbaustück 11 ab, in dem der Grundkörper
1 im Gerüstrahmenn 11 aufgenommen wird.
[0025] Auf der dem Walzgut zugewandten Seite der Stützwalze ist beidseitig des Kegelrollenlagers
4 in den Grundkörper 1 eine Ausnehmung eingefräst, in die ein jedem Zylinderrollenlager
5 zugeordnetes Kippsegment 12 eingesetzt ist. Das Kippsegment ist in Längsrichtung
des Grundkörpers 1 ballig ausgebildet und trägt auf seiner dem Ballen 13 abgewandten,
im wesentlichen dem Außenumfang des Grundkörpers entsprechenden Seite die Exzenterbüchsen
7, auf denen die Innenringe 6 des Zylinderrollenlagers 5 abgestützt sind. Beim Verdrehen
der Exzenterbüchsen 7 wird auf die Hülse 2 der Stützwalze eine Biegekraft aufgebracht,
die zu einer konvexen oder konkaven Verformung der Hülse 2 führt. Damit die Zylinderrollenlager
durch diese exzentrisch wirkenden Biegekräfte nicht beschädigt werden, ermöglicht
jedes Kippsegment 12 eine ausreichende Schrägstellung der Zylinderrollenlager 5, indem
sich die Kippsegmente über ihre Ballen 13 gleitend schräg einstellen.
[0026] Damit der der Lastseite abgewandte Innenringbereich des Zylinderrollenlagers 5 nicht
zu großen Zwängen ausgesetzt wird, sind die den Kippsegmenten 12 gegenüberliegenden
Bereiche des Grundkörpers 1 örtlich am Umfang in Längsrichtung des Grundkörpers 1
dachförmig abgeschrägt, wobei die Abschrägungen, ausgehend von dem mittleren Bereich
des Zylinderrollenlagers 5, nach beiden Seiten verlaufen. Die Abschrägungen sind eben
ausgeführt und verlaufen nur über einen Umfangsabschnitt des Grundkörpers 1 (s. Figur
2).
[0027] In Figur 2 ist erkennbar, daß auch am Außenumfang des Grundkörpers 1 in dessen Seitenbereichen
parallel zur Walzebene plane Abschrägungen vorgesehen sind, die mit 15 bezeichnet
sind. Diese Abschrägungen ermöglichen eine geringe Dehnung der Exzenterbüchse 7 und
des Innenringes 6 in Lastrichtung, die beim Schrägstellen der Hülse 2 gegenüber dem
Grundkörper 1 auftreten kann. Da nach der Erfindung im Tragbereich der Exzenterbüchse
7 am Grundkörper 1 ebenfalls Exzenterflächen ausgebildet sind, deren Exzentrizität
der der Exzenterbüchsen entspricht, kann durch entsprechendes Verdrehen der Exzenterbüchse
7 auf den mit 14 bezeichneten Exzenterflächen eine Neutralstellung eingestellt werden,
in der die Hülse 2 keiner Biegung unterworfen wird und somit die Hülse in dieser Stellung
montiert und demontiert werden kann. Diese Stellung ist in Figur 2 dargestellt.
[0028] In Figur 3 ist die Exzenterbüchse 7 um 180° verdreht worden, so daß die volle Biegewirkung
des Exzenters auf die Hülse 2 wirkt. In dieser Stellung weist die Stützwalze die größte
einstellbare Balligkeit auf, die zwischen dieser Stellung und der Neutralstellung
stufenlos veränderbar ist.
1. Walzwerk mit Arbeitswalzen und mehrteiligen Stützwalzen, bestehend aus einem Grundkörper
mit mehreren darauf in dessen Längsrichtung nebeneinander angeordneten Wälzlagern,
die mit ihren Außenringen eine die Wälzlager umgreifende Hülse (2) drehbar abstützen,
die mit ihrer Innenoberfläche allseitig an den Außenoberflächen der Außenringe der
Wälzlager anliegt und deren Außenoberfläche den Walzballen der Stützwalze bildet,
wobei auf der Länge des Grundkörpers (1) drei Wälzlager vorgesehen sind, von denen
das mittlere Wälzlager als Kegelrollenlager (4) ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden äußeren Wälziager als Zylinderrollenlager (5) ausgebildet sind und zwischen
den beiden Zylinderrollenlagern (5) und dem Grundkörper (1) je eine motorisch um die
Längsachse (3) des Grundkörpers verdrehbare Exzenterbüchse (7) angeordnet ist, wobei
im Lastbereich des Grundkörpers (1) zwischen diesem und der Exzenterbüchse (7) je
ein die Schiefstellung des Zylinderrollenlagers (5) ermöglichendes selbsteinstellbares
Kippsegment (12) vorgesehen ist.
2. Walzwerk nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Exzenterbüchse (7) ein stufenloser Schwenkantrieb (Stimradgetriebe 8) zugeordnet
ist und beide Schwenkantriebe synchronisierbar sind.
3. Walzwerk nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Grundkörper (1) unverdrehbar in dem Gerüstständer festgelegt ist.
4. Walzwerk nach Anspruch 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Kippsegment (12) in Längsrichtung des Grundkörpers (1) ballig ausgebildet ist
und aus einem Gleitlagerwerkstoff besteht, der hydrostatisch entlastbar ist
5. Walzwerk nach Anspruch 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Exzenterbüchsen (7) auf Exzenterflächen (14) des Grundkörpers (1) gleitend drehbar
geführt sind, deren Exzentrizitäten in einer neutralen Verdrehstellung der Exzenterbüchsen
(7) ein Fluchten der Exzenterachse mit der Längsachse (3) des Grundkörper ermöglicht.
6. Walzwerk nach Anspruch 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Grundkörper (1) in seinen beiden Randbereichen Abschrägungen (15) aufweist.
7. Walzwerk nach Anspruch 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der den Kippsegmenten (12) gegenüberliegende Bereich des Grundkörpers (1) örtlich
am Umfang in Längsrichtung ballig ausgebildet ist, wobei die Ballen (13) von der Wälzlagerinnenringmitte
nach beiden Seiten verlaufen.
8. Walzwerk nach Anspruch 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kontaktbereich zwischen Exzenterbüchsen (7) und Exzenterflächen (14) des Grundkörpers
(1) hydrostatisch entlastbar ist.
1. Rolling mill with working rolls and multi-section backing rolls, consisting of a main
body with several roll bearings arranged on it adjacent to one another in its longitudinal
direction, which with their outer rings support and allow rotation of a sleeve (2)
that surrounds the roll bearing, the said sleeve resting with its inside surface against
the outside surfaces of the outer ring of the roll bearing on all sides and whose
outside surface forms the roll barrel of the backing roll, such that along the length
of the main body (1) three roll bearings are provided, the middle roll bearing of
these being formed as a ball roll bearing (4),
characterised in that
the two outer roll bearings are formed as cylinder roll bearings (5) and between the
two cylinder roll bearings (5) and the main body (1) there is arranged in each case
an eccentric bush (7) that can be rotated by a motor about the longitudinal axis (3)
of the main body, such that
in the load area of the main body (1) between this and the eccentric bush (7) in each
case a tilting segment (12) is provided, which is self-adjusting and which allows
some angular deviation of the cylinder roll bearing (5).
2. Rolling mill according to Claim 1,
characterised in that
each eccentric bush (7) is associated with a continuous tilt drive (spur gear 8) and
the two tilt drives can be synchronised.
3. Rolling mill according to Claims 1 and 2,
characterised in that
the main body (1) is fixed in the frame posts so that it cannot rotate.
4. Rolling mill according to Claims 1 to 3,
characterised in that
the tilting segment (12) is formed with a camber in the longitudinal direction of
the main body (1) and consists of a slide bearing material which can be unloaded hydrostatically.
5. Rolling mill according to Claims 1 to 4,
characterised in that
the eccentric bushes (7) are guided and slide on eccentric surfaces (14) of the main
body (1), whose eccentricity makes it possible in a neutral rotation position of the
eccentric bushes (7) for the eccentric axis to be aligned with the longitudinal axis
(3) of the main body.
6. Rolling mill according to Claims 1 to 5,
characterised in that
in its two edge areas the main body (1) has chamfers (15).
7. Rolling mill according to Claims 1 to 6,
characterised in that
the area of the main body (1) opposite the tilting segments (12) is locally cambered
at the circumference in the longitudinal direction, such that the cambers (13) extend
from the middle of the inside ring of the roll bearing towards both sides.
8. Rolling mill according to Claims 1 to 7,
characterised in that
the contact area between the eccentric bushes (7) and the eccentric surfaces (14)
of the main body (1) can be hydrostatically unloaded.
1. Laminoir comportant des cylindres de travail et des cylindres d'appui en plusieurs
pièces, présentant un corps de base ayant plusieurs paliers à roulement agencés les
uns à côté des autres sur celui-ci dans sa direction longitudinale, qui, par leurs
bagues externes, supportent de façon rotative un manchon (2) entourant les paliers
à roulement, qui, par sa surface interne, repose de tous côtés contre les surfaces
externes des bagues externes des paliers à roulement et dont la surface externe forme
le corps du cylindre d'appui, trois paliers à roulement étant prévus sur la longueur
du corps de base (1), desquels le palier à roulement central est réalisé comme palier
à rouleaux coniques (4),
caractérisé en ce que les deux paliers à roulement externes sont réalisés comme paliers à rouleaux cylindriques
(5) et, entre les deux paliers à rouleaux cylindriques (5) et le corps de base (1),
il est agencé, à chaque fois, une douille excentrique (7) pouvant tourner de façon
motorisée autour de l'axe longitudinal (3) du corps de base, et, dans la zone de charge
du corps de base (1), entré celui-ci et la douille excentrique (7), il est prévu,
à chaque fois, un segment basculant (12) auto-réglable permettant la position inclinée
du palier à rouleaux cylindriques (5).
2. Laminoir selon la revendication 1,
caractérisé en ce que chaque douille excentrique (7) est associée à un entraînement pivotant continu (réducteur
à roues droites 8), et les deux entraînements pivotants peuvent être synchronisés.
3. Laminoir selon les revendications 1 et 2,
caractérisé en ce que le corps de base (1) est fixé de façon non rotative dans le montant de cage.
4. Laminoir selon les revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que le segment basculant (12), dans la direction longitudinale du corps de base (1),
est réalisé en étant bombé et est constitué d'une matière de palier à glissement,
qui peut être déchargée de façon hydrostatique.
5. Laminoir selon les revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que les douilles excentriques (7) sont guidées de façon rotative en glissant sur des
surfaces excentriques (14) du corps de base (1) dont les excentricités, dans une position
de rotation neutre des douilles excentriques (7), permettent un alignement de l'axe
excentrique avec l'axe longitudinal (3) du corps de base.
6. Laminoir selon les revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que le corps de base (1) présente, dans ses deux zones de bord, des chanfreins (15).
7. Laminoir selon les revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que la zone, opposée aux segments basculants (12), du corps de base (1) est réalisée
de façon bombée localement à la périphérie en direction longitudinale, les bombements
(13) s'étendant du centre des bagues internes des paliers à roulement vers les deux
côtés.
8. Laminoir selon les revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que la zone de contact entre les douilles excentriques (7) et les surfaces excentriques
(14) du corps de base (1) peut être déchargée de façon hydrostatique.