[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Betätigungsvorrichtung nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
[0002] Zur berührungslosen Betätigung beispielsweise eines Schlosses ist es bekannt, einen
Transponder und eine Transponderleseeinheit zur Ansteuerung der Schlossmechanik zu
verwenden (DE 196 12 156 A, DE 196 12 157 A und WO 92 18732 A).
[0003] Aus GB 2 299 613 A ist bereits eine Betätigungsvorrichtung nach dem'Oberbegriff des
Anspruchs 1 bekannt. Der Schlitz im Gehäuse ist dabei zum Einstecken der Karte mit
dem Transponder ausgebildet, der mit der Transponderleseeinheit kommuniziert.
[0004] Hotels und dergleichen Einrichtungen sind heutzutage häufig mit Magnetkarten-Zimmertürschlössern
ausgerüstet. Das Schloss weist dazu ein Gehäuse auf, in dem die Schlosselektronik
angeordnet ist, die aus einer Steuereinheit zur Ansteuerung der Schlossmechanik und
einer Magnetsignalauswerteeinheit besteht, die die Steuereinheit ansteuert. Weiterhin
ist im Gehäuse ein Schalter zum Aufwecken der Schlosselektronik vorgesehen, welcher
durch die Magnetkarte betätigt wird, sowie ein Lesekopf für die Magnetkarte. Zum Einstecken
der Magnetkarte weist das Gehäuse einen Schlitz auf (EP 0 501 715 A1).
[0005] Die Bedienung der bekannten Magnetkarten-Hotelschlösser ist ziemlich kompliziert.
So muß die Karte entsprechend der Lesegeschwindigkeit des Magnetkopfes hineingeschoben
werden. Bei einem zu schnellen oder zu langsamen Einstecken der Karte öffnet sich
das Schloss hingegen nicht. Auch muß die Karte dem Lesekopf mit der richtigen Seite
und in der richtigen Richtung zugeführt werden. Ferner muß Sie im allgemeinen wieder
herausgezogen werden, bevor sich das Schloss öffnet.
[0006] Durch den Schlitz im Gehäuse sind die bekannten Magnetkarten-Schlösser leicht zu
beschädigen, insbesondere durch mutwillige Beschädigung. Zudem weist das Modul mit
dem Lesekopf im Gehäuse eine der Magnetkarte entsprechende Größe auf, wodurch das
Schloss zumindest auf einer Türseite recht klobig ausgebildet wird.
[0007] Aus DE 195 27 801 A1 ist ein Schließsystem für Schlüssel unterschiedlicher Art bekannt,
also elektronische Schlüssel zur berührungslosen Betätigung ebenso wie Magnetkarten.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es, eine durch Magnetkarten betätigbare Betätigungsvorrichtung
auf einfache Weise und vom Design her ansprechend in eine Betätigungsvorrichtung mit
einer Transponderleseeinheit gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 umzurüsten.
[0009] Dies wird erfindungsgemäß mit der im Anspruch 1 gekennzeichneten Betätigungsvorrichtung
erreicht. In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen
Betätigungsvorrichtung wiedergegeben.
[0010] Durch die Transponderleseeinrichtung ist die erfindungsgemäße Betätigungsvorrichtung
mit einem Transponder berührungslos betätigbar. Der Transponder kann beispielsweise
auf einer Karte oder auf einem Schlüsselanhänger angebracht oder an einer Armbanduhr
vorgesehen sein.
[0011] Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist vorzugsweise eine Aufweckschaltung mit einem
Näherungssensor auf, der die Annäherung des Transponders erfaßt. Der Näherungssensor
kann beispielsweise ein LED-Sensor, also eine Reflexlichtschranke sein, oder ein kapazitiver,
induktiver oder Wärmesensor.
[0012] Der Sensor aktiviert die Steuereinheit für die Betätigungsvorrichtung, wobei die
Steuereinheit die Transponderleseeinheit aktiviert, die Signale aussendet, die den
Signalen entsprechen, die ein Magnetkarten-Lesekopf beim Lesen einer gültigen Magnetkarte
aussendet. Die von der Transponderleseeinheit ausgesandten Signale werden von einer
Magnetsignalauswerteeinheit ausgewertet, die an die Steuereinheit angeschlossen ist,
die die Betätigungsvorrichtung betätigt.
[0013] Weiterhin kann eine Anzeigevorrichtung, beispielsweise eine LED-Anzeige, vorgesehen
sein, die von der Steuereinheit angesteuert wird und z.B. angibt, ob der Transponder
für das betreffende Türschloss programmiert ist oder nicht.
[0014] Um eine Betätigungsvorrichtung, beispielsweise ein HotelTürschloss, von der Magnetkarten-Betätigung
auf die erfindungsgemäße berührungslose Betätigung umzurüsten, brauchen daher beispielsweise
nur das Modul mit dem Aufweckschalter und dem Magnetlesekopf gegen ein Modul mit der
Transponderleseeinheit und der Aufweckschaltung ausgetauscht zu werden.
[0015] Die Transponderleseeinheit besteht im allgemeinen aus einer Antenne, einem Analogteil,
einer RF-Steuereinheit und einem Treiber, der an die Magnetauswerteeinheit angeschlossen
ist.
[0016] Zum Umrüsten von einem HotelTürschloss, welches durch eine Magnetkarte betätigbar
ist, auf die erfindungsgemäße berührunglose Schlossbetätigung ist eine Abdeckung vorgesehen,
die den Schlitz in dem Türschlossgehäuse abdeckt und die Antenne der Transponderleseeinheit
aufweist. Wenn das Türschlossgehäuse eine andere Öffnung aufweist, kann die Abdeckung
auch an dieser anderen Öffnung angebracht werden.
[0017] An der Abdeckung kann zugleich der Näherungssensor für die Aufweckschaltung vorgesehen
sein.
[0018] Zum Beschreiben der Magnetkarten ist in einem Hotel ein PC vorgesehen, der einen
Magnetkartenencoder ansteuert. Dieser Magnetkartenencoder kann erfindungsgemäß durch
einen RF-Encoder ersetzt werden, wobei der RF-Encoder mit dem PC mit Signalen korrespondiert,
die den Signalen einer Magnetkarte entsprechen. Das Protokoll zwischen dem PC und
dem Encoder, also die Software, kann dann beibehalten werden.
[0019] Nachstehend ist die Erfindung anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert.
Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Teils einer Hoteltür mit einem erfindunsgemäß umrüstbaren
Magnetkarten-Schloss;
- Fig. 2
- eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht der Tür nach dem Umrüsten auf die erfindungsgemäße
berührungslose Türschlossbetätigung;
- Fig. 3
- in perspektivischer Wiedergabe die von dem Türschloss gemäß Fig. 2 abgenommene Gehäuseschlitzabdeckung;
und
- Fig. 4
- eine Schaltung für die erfindungsgemäße berührungslose Türschlossbetätigung.
[0020] Gemäß Fig. 1 ist in einer Tür 1 ein Schloss 2 mit einer mit der Klinke 3 betätigbaren
Falle 4 und einem Riegel 5 eingelassen. Das Schloss 2 ist als herkömmliches Magnetkarten-Schloss
ausgebildet. Dazu ist in dem Gehäuse 6 ein Schlitz 7 zum Einstecken einer Magnetkarte
vorgesehen. In dem Gehäuse 6 sind die Aufweckschaltung, der Magnetlesekopf und die
Elektronik des bekannten Magnetkartenschlosses untergebracht. Eine LED-Anzeige 8 zeigt
an, ob das Schloss durch die Magnetkarte geöffnet worden ist oder nicht.
[0021] Gemäß Fig. 2 ist bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung auf dem Schlitz 7 des Gehäuses
6 nach Fig. 1 eine Abdeckung 9 angeordnet.
[0022] Gemäß Fig. 4 weist die erfindungsgemäße Vorrichtung einen Näherungssensor 10 auf,
der an eine Transponderleseeinheit 11 angeschlossen ist. Die Transponderleseeinheit
11 weist eine Antenne 12, ein Analogteil 13, eine RF-Steuereinheit 14 und einen Treiber
15 auf. Die Transponderleseeinheit 11 ist so ausgebildet, daß sie Signale erzeugt,
die den Signalen des Magnetkopfes des herkömmlichen Magnetkartenschlosses gleichwertig
sind.
[0023] Der Treiber 15 ist an die Magnetsignalauswerteeinheit 16 angeschlossen, welcher damit
Signale zugeführt werden, die den Signalen entsprechen, die ein Magnetlesekopf bei
Zufuhr einer gültigen Magnetkarte erzeugt.
[0024] Die Magnetauswerteeinrichtung 16 steuert die Steuereinheit 18 zur Betätigung der
Schlossmechanik 19. Der Magnetauswerteeinrichtung 16 und die Steuereinheit 18 bilden
die Schlosselektronik 23.
[0025] Gemäß Fig. 3 weist die Abdeckung 9 die Antenne 12, den Näherungssensor 10 und einen
Stecker 20 zum Anschluß des Näherungssensors 10 an die Steuereinheit 18 bzw. die Transponderleseeinheit
11 sowie zum Anschluß der Antenne 12 an die Transponderleseeinheit 11 auf. Die Abdeckung
9 ist ferner mit einer Zunge 21 versehen, die in den Schlitz im Gehäuse 6 gesteckt
wird, um die Abdeckung 9 am Gehäuse 6 zu befestigen. Mit 22 ist in Fig. 4 die Aufweckelektronik
bezeichnet, die ebenso wie die LED-Anzeige 8 an die Schlosselektronik 23 angeschlossen
ist.
[0026] Die erfindungsgemäße Betätigungsvorrichtung ist, wie vorstehend geschildert, z.B.
für Hotelzimmerschlösser geeignet. Sie kann jedoch auch auf anderen Gebieten eingesetzt
werden, bei denen eine Magnetkarte durch eine berührungslos arbeitende Transponderkarte
ersetzt werden kann, z.B. bei Geldautomaten.
1. Betätigungsvorrichtung, die durch eine von einer Transponderleseeinheit (11) ansteuerbare
Steuereinheit (18) betätigbar ist und ein Gehäuse (6) mit einem Schlitz (7) zum Einstecken
einer Karte aufweist, wobei an die Transponderleseeinheit (11) eine Antenne (12) angeschlossen
ist, dadurch gekennzeichnet, daß an die Steuereinheit (18) eine Magnetsignalauswerteeinheit (16) angeschlossen ist,
die Transponderleseeinheit (11) den Signalen eines Magnetkartenlesekopfes entsprechende
Signale zur Ansteuerung der Magnetsignalauswerteeinheit (16) erzeugt und der Schlitz
(7) im Gehäuse (6), der zum Einstecken einer Magnetkarte ausgebildet ist, mit einer
Abdeckung (9) abgedeckt ist, welche die Antenne (12) der Transponderleseeinheit (11)
sowie elektrische Anschlüsse (20) zum Anschluß der Antenne (12) an die Transponderleseeinheit
(11) aufweist.
2. Betätigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Transponderleseeinheit (11) eine Antenne (12), ein Analogteil (13), eine RF-Steuereinheit
(14) und einen Treiber (15) aufweist, der an die Magnetsignalauswerteinheit (16) angeschlossen
ist.
3. Betätigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie zur Betätigung eines Türschlosses (2) ausgebildet ist.
4. Betätigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung (9) einen Näherungssensor (10) zur Betätigung einer Aufweckelektronik
(22) aufweist.
1. An actuating apparatus actuated by a control unit (18) drivable by a transponder reader
unit (11) and having a housing (6) with a slot (7) for insertion of a card, said transponder
reader unit (11) having an antenna (12) connected thereto, characterized in that the control unit (18) has a magnetic signal evaluation unit (16) connected thereto,
the transponder reader unit (11) generates signals corresponding to the signals of
a magnetic card reading head for driving the magnetic signal evaluation unit (16),
and the slot (7) in the housing (6) formed for insertion of a magnetic card is covered
with a cover (9) having the antenna (12) of the transponder reader unit (11) and electric
connections (20) for connecting the antenna (12) to the transponder reader unit (11).
2. An actuating apparatus according to claim 1, characterized in that the transponder reader unit (11) has an antenna (12), an analog section (13), an
RF control unit (14) and a driver (15) which is connected to the magnetic signal evaluation
unit (16).
3. An actuating apparatus according to claim 1 or 2, characterized in that it is formed for actuating a door lock (2).
4. An actuating apparatus according to claim 1, characterized in that the cover (9) has a proximity sensor (10) for actuating a wake-up electronics (22).
1. Dispositif d'actionnement qui est susceptible d'être actionné par une unité de commande
(18) pilotable par une unité de lecture à transpondeur (11) et qui présente un boîtier
(6) avec une fente (7) pour introduire une carte, une antenne (12) étant branchée
sur l'unité de lecture à transpondeur (11), caractérisé en ce qu'à l'unité de commande (18) est branchée une unité d'évaluation de signaux magnétiques
(16), que l'unité de lecture à transpondeur (11) engendre des signaux correspondant
aux signaux d'une tête de lecture de carte magnétique pour piloter l'unité d'évaluation
de signaux magnétiques (16), et en ce que la fente (7) dans le boîtier (6), qui est réalisée pour introduire une carte magnétique,
est recouverte par un couvercle (9) qui comprend l'antenne (12) de l'unité de lecture
à transpondeur (11) ainsi que des connexions électriques (20) pour brancher l'antenne
(12) sur l'unité de lecture à transpondeur (11).
2. Dispositif d'actionnement selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'unité de lecture à transpondeur (11) présente une antenne (12), une partie analogique
(13), une unité de commande à radiofréquence (14) et un driveur (15) qui est branché
sur l'unité d'évaluation de signaux magnétiques (16).
3. Dispositif d'actionnement selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il est réalisé pour actionner une serrure de porte (2).
4. Dispositif d'actionnement selon la revendication 1, caractérisé en ce que le couvercle (9) présente un détecteur d'approche (10) pour actionner un système
électronique de réveil (22).