[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von kaltumgeformten Bauteilen
aus einem aushärtbarem Aluminiumwerkstoff, bei dem eine prozeßintegrierte Wärmebehandlung
durchgeführt wird. Aushärtbare Aluminiumwerkstoffe, wie Al-Mg-Cu-, Al-Mg-Si-, Al-Zn-Mg-,
Al-Cu-Mg- oder vergleichbare Legierungen, werden bevorzugt zur Herstellung von kaltumgeformten,
insbesondere tiefgezogenen Bauteilen eingesetzt. Dabei weisen aushärtbare Legierungen
hinsichtlich der durch Wärmeeinfluß erreichbaren Festigkeiten besondere Vorzüge auf.
So haben sich beispielsweise im Bereich des Automobilbaus Karosserie-Bauteile, wie
Motorhauben, Türen etc., bewährt, die aus einer Al-Cu-Mg- oder Al-Mg-Si-Legierung
hergestellt worden sind. Die Festigkeit der aus diesen Legierungen hergestellten Bauteile
läßt sich beispielsweise durch die beim Aufbringen einer Einbrennlackierung wirkende
Wärme steigern ("bake hardening").
[0002] Üblicherweise wird zur Herstellung von kaltverformten Aluminium-Bauteilen ein Aluminiumband
verwendet, welches durch aufeinander folgendes Warm- und Kaltwalzen einer gegossenen
Aluminium-Bramme erzeugt worden ist. Abhängig vom jeweils vom Endverwender gewünschten
Zustand des Aluminiumbandes wird dem Walzprozeß nachgeschaltet eine Wärmebehandlung
durchgeführt, welche ein Glühen des Bandes im Durchlaufofen umfaßt.
[0003] Ein derartiges Verfahren ist beispielsweise in der
deutschen Offenlegungsschrift DE 196 19 034 A1 beschrieben worden. Bei diesem bekannten Verfahren wird das Aluminiumband vor seiner
Umformung zu einem Bauteil weichgeglüht, um die Umformbarkeit des Aluminiummaterials
zu verbessern. Die betreffende Wärmebehandlung wird dabei vorzugsweise mittels einer
induktiv arbeitenden Erwärmungseinrichtung durchgeführt. Mit einer solchen Einrichtung
lassen sich in relativ kurzer Zeit große Wärmemengen in das zu glühende Material einbringen.
[0004] Im Zusammenhang mit der Verarbeitung von nicht aushärtbaren Aluminium-Legierungen
ist es aus der deutschen Auslegeschrift
DE AS 1 087 815 ebenso bekannt, aus dem betreffenden Aluminiumband zugeschnittene Ronden weichzuglühen,
bevor sie zu Formkörpern umgeformt werden.
[0005] Die verschiedenen Lieferzustände von Aluminiumbändern sind beispielsweise in Aluminium-Zentrale:
Aluminium-Taschenbuch, Aluminium-Verlag Düsseldorf, 1974, S. 989 ff, angegeben.
[0006] Die zur Durchführung gattungsgemäßer Verfahren zur Herstellung von Bauteilen aus
aushärtbaren Aluminium-Legierungen eingesetzten Durchlauföfen müssen so ausgelegt
sein, daß in ihnen Bänder unterschiedlichster Breite und Dicke geglüht werden können.
Dies bringt einerseits hohe Investitionskosten bei der Errichtung und dem Betrieb
derartiger Öfen mit sich. Andererseits stellt sich in der Praxis das Problem, nicht
nur breite, dünne Bänder zu glühen, sondern auch schmale Bänder mit einer größeren
Dicke. Dies macht es schwierig, einen Durchlaufofen unter Berücksichtigung der erwünschten
Kapazitätsauslastungen so auszulegen, daß er jeder Erwärmungsaufgabe gerecht wird.
[0007] Die erläuterte Herstellung des Aluminiumbands findet in der Regel in einem Walzwerk
statt. Der Verarbeiter, bei dem aus dem Aluminiummaterial durch Kaltumformen das herzustellende
Bauteil gefertigt wird, bezieht von dem Walzwerk Aluminiumbänder oder - bleche. Anschließend
wird dieses Material beim Verarbeiter in der Regel eine gewisse Zeit gelagert, bevor
es der Kaltumformung zugeführt wird. Das Lager hat dabei die Funktion eines Puffers,
durch den sichergestellt ist, daß stets eine ausreichende Materialmenge für die Verarbeitung
zur Verfügung steht.
[0008] Ein Problem bei der Lagerung von aus aushärtbaren Werkstoffen der voranstehend erläuterten
Art hergestellten Aluminiumbändern besteht darin, daß bei Bändern, die sich beim Verlassen
des Walzwerks im geglühten und abgeschreckten Zustand befinden, dieser Zustand nicht
stabil ist. So setzt unmittelbar nach dem Beenden der Wärmebehandlung ein als "Kaltaushärtung"
bezeichneter Prozeß ein, im Zuge dessen sich in zunehmenden Mengen feine, metastabile
Werkstoff-Phasen bilden, durch welche die Verformbarkeit des Werkstoffs beeinträchtigt
wird. Daher müssen Aluminiumbänder innerhalb bestimmter Fristen, beispielsweise spätestens
nach drei Monaten, idealerweise aber schon innerhalb von 14 Tagen, nach ihrer Herstellung
der Kaltumformung zugeführt werden. Nach Ablauf dieser Zeit härten die Bänder so stark
aus, daß ihre störungsfreie Weiterverarbeitung nicht mehr gewährleistet ist. Die begrenzte
Haltbarkeit der Aluminiumbänder bringt für den Verarbeiter logistische Probleme und
die Gefahr mit sich, daß im Fall einer Betriebsstörung größere Mengen der auf Vorrat
gehaltenen Aluminiumbänder unbrauchbar werden.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von kaltumgeformten
Bauteilen aus aushärtbaren Aluminiumwerkstoffen anzugeben, bei dem die Verarbeitbarkeit
des verwendeten Aluminiumbandes unabhängig von der Lagerzeit ist.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren zum Herstellen von kaltumgeformten
Bauteilen aus einem aushärtbarem Aluminiumwerkstoff mit den Merkmalen des Patentanspruches
1 gelöst. Die Wärmebehandlung umfaßt üblicherweise ein Glühen und Abschrecken des
Aluminiumbandes oder -blechs.
[0011] Im Unterschied zur herkömmlichen Vorgehensweise sieht die Erfindung vor, die Wärmebehandlung
der Aluminiumbänder erst nach dem Lagern kurz vor der Kaltumformung durchzuführen.
Da damit erfindungsgemäß zwischen der Wärmebehandlung und der Kaltumformung nur eine
geringe Zeitspanne liegt, kann der Prozeß der Kaltaushärtung nicht mehr in nennenswertem
Umfang einsetzen. Das Aluminiumband befindet sich auf diese Weise bei seinem Eintritt
in die Kaltumformvorrichtung in einem für die Verformung optimalen Gefügezustand,
in welchem es eine niedrige Streckgrenze, ein günstiges Streckgrenzenverhältnis und
hohe Dehnwerte aufweist.
[0012] Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht darin, daß es nicht mehr
erforderlich ist, das gewalzte Aluminiumband vor seiner Einlagerung im Lager des Verarbeiters
einer umfangreichen Glühbehandlung zu unterziehen. So können die bei herkömmlicher
Vorgehensweise erforderlichen Investitionen erheblicher Höhe für die Errichtung und
den Betrieb der zum Glühen eingesetzten Durchlauföfen eingespart werden. Statt dessen
können kleine, kompakte und damit preisgünstige Vorrichtungen zur Wärmebehandlung
beim Verarbeiter aufgestellt werden. Diese Vorrichtungen können problemlos im Hinblick
auf die jeweilige Erwärmungsaufgabe optimiert werden. Der Verarbeiter wird auf diese
Weise unabhängig von Haltbarkeitsfristen und kann das jeweils benötigte Aluminiumband
jederzeit entsprechend dem tatsächlichen Bedarf verbrauchen. Kapazitätsengpässe oder
mangelnde Auslastung der zur Verarbeitung der Aluminiumbänder oder -bleche eingesetzten
Vorrichtungen können vermieden werden.
[0013] Gleichzeitig steht für die Herstellung der Endprodukte ein Ausgangsmaterial zur Verfügung,
welches sich hinsichtlich seiner Verarbeitbarkeit in einem optimalen Zustand befindet.
Auf diese Weise werden durch das erfindungsgemäße Verfahren bei der Verarbeitung von
Aluminiumbändern oder Aluminiumblechen nicht nur die Investitions- und Betriebskosten
vermindert und Auslastungseffizienz erheblich verbessert, sondern auch die Qualität
der hergestellten Produkte.
[0014] Besonders geeignet ist das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Bauteilen
aus Aluminiumband, das eine geringe Breite und eine im Verhältnis zur Breite größere
Dicke aufweist. Gerade derartige Bänder können in kostengünstig herstell- und betreibbaren
Vorrichtungen effektiv wärmebehandelt werden, wobei die jeweiligen Erwärmungsvorrichtungen
im Unterschied zu herkömmlicherweise eingesetzten Durchlauföfen auf einfache Weise
an die spezielle Aufgabenstellung angepaßt sein können. Dies führt dazu, daß die erfindungsgemäße
Vorgehensweise insbesondere bei der Verarbeitung schmaler, dicker Bänder besonders
deutliche Kostenvorteile gegenüber der herkömmlichen Herstellung derartiger Aluminiumbänder
besitzt. So lassen sich mit dem erfindungsgemäßen Verfahren bevorzugt Bänder mit einer
Breite bis zu 1000 mm und einer Dicke über 3 mm verarbeiten.
[0015] Ein weiterer besonderer Vorteil der Erfindung besteht im Zusammenhang mit der Verarbeitung
dicker, schmaler Aluminiumbänder darin, daß die für die Erwärmung dieser Bänder eingesetzten
Einrichtungen ohne besonderen Aufwand so ausgelegt werden können, daß eine sichere
Durchwärmung des jeweils erwärmten Aluminiumbandes gewährleistet ist. Dies führt zu
einer weiteren Verbesserung der Qualität der aus den dicken Bändern hergestellten
Endprodukte.
[0016] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
daß die Erwärmung während des Glühens induktiv erfolgt. Einrichtungen, in denen durch
Einwirkung eines elektromagnetischen Feldes eine induktive Erwärmung des jeweils verarbeiteten
Guts durchgeführt wird, ermöglichen es, das zu erwärmende Band innerhalb kurzer Zeit
auf die erforderliche Glühtemperatur zu erwärmen. Dabei kann sowohl die Dauer als
auch die Temperaturentwicklung exakt gesteuert werden, so daß ein optimales Behandlungsergebnis
erreicht wird. Aus diesem Grund eignen sich induktiv arbeitende Erwärmungseinrichtungen
besonders zur Wärmebehandlung von schmalen und dicken Bändern bei denen eine ordnungsgemäße
Durchwärmung des Materials erforderlich ist, welche in herkömmlicherweise eingesetzten
Durchlauföfen nur unter Schwierigkeiten zu gewährleisten ist.
[0017] Selbstverständlich ist es ebenso denkbar, die Bänder vor der Kaltumformung beispielsweise
in mit Gas oder anderen Energieträgern betriebenen Öfen zu erwärmen. Dies ist beispielsweise
dann angezeigt, wenn die baulichen Verhältnisse eine Montage der für die induktive
Erwärmung erforderlichen Bauteile, wie Spulen, Umrichter etc., schwierig macht.
[0018] Bei vielen Anwendungen ist es zweckmäßig, das Aluminiumband zu Zuschnitten zu konfektionieren,
bevor es der Kaltumformung zugeführt wird. In einem solchen Fall ist es günstig, wenn
die Konfektion an zentraler Stelle erfolgt, von der aus die Zuschnitte an die Einrichtungen
zur Kaltumformung weitergeleitet werden, und wenn die Wärmebehandlung des Aluminiumbandes
unmittelbar vor dem Eintritt in die Konfektionier-Einrichtung durchgeführt wird. Durch
diese Maßnahme kann der Aufwand für die Wärmebehandlung vermindert werden. Gleichzeitig
ist die zwischen dem Zuschneiden und dem Kaltumformen vergehende Zeit so kurz, daß
die in dieser Zeit sich einstellende, unerwünschte Kaltaushärtung nur ein geringes
Ausmaß erreicht und auf das Ergebnis der Kaltumformung keinen nennenswerten Einfluß
hat.
[0019] Um die zwischen der Wärmebehandlung und der Kaltumformung vergehende Zeit zu minimieren,
ist es gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung günstig, wenn die Wärmebehandlung
im Einzugsbereich der für das Kaltumformen verwendeten Einrichtung erfolgt. Bei dieser
Vorgehensweise ist gewährleistet, daß das Aluminiumband bzw. der daraus hergestellte
Zuschnitt im für die Weiterverarbeitung bestmöglichen Zustand in die Kaltumformung
gelangt. Besonders geeignet für die Verwirklichung dieser Maßnahmen sind dabei aufgrund
ihrer geringen Baugröße induktiv arbeitende Erwärmungseinrichtungen.
[0020] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer zwei Ausführungsbeispiele darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- einen Verfahrensablauf bei der Herstellung eines tiefgezogenen Bauteils;
- Fig. 2
- einen Verfahrensablauf bei gleichzeitiger Herstellung mehrerer tiefgezogener Bauteile
auf verschiedenen Mehrstufenpressen.
[0021] Ein aus einer aushärtbaren Legierung erzeugtes Aluminiumband 1 von geringer Breite
und großer Dicke wird in einem Walzwerk 2 in herkömmlicher Weise durch Walzen aus
einer Bramme hergestellt. Das zu Coils 3 gehaspelte Aluminiumband 1 verläßt das Walzwerk
2, ohne zuvor einer abschließenden Wärmebehandlung, wie einem Lösungsglühen und Abschrecken
in einem Durchlaufofen, unterzogen worden zu sein.
[0022] Die Coils 3 werden an einen Verarbeiter 4, bei dem es sich beispielsweise um ein
Werk zur Herstellung von Karosseriebauteilen handeln kann, geliefert und in dessen
Lager 5 eingelagert. Aus dem Lager 5 werden die Coils 3 bei Bedarf entnommen und in
eine Fertigungslinie 6 überführt.
[0023] Die Fertigungslinie 6 umfaßt eine Abhaspeleinrichtung 7, eine Wärmebehandlungseinrichtung
8, eine Platinenstanzpresse 9 und eine Mehrstufenpresse 10. Als Einrichtungen zum
Kaltumformen kommen u.a. neben Mehrstufenpressen, d.h. Umformpressen, z.B. auch Rollprofilieranlagen
in Frage. Die Wärmebehandlungseinrichtung 8 ist im Einzugsbereich 9a der Platinenstanzpresse
9 angeordnet. Sie umfaßt eine hier im einzelnen nicht gezeigte Einrichtung 8a zum
induktiven Erwärmen und eine ebenfalls nicht im einzelnen dargestellte Abschreckeinrichtung
8b. In der Erwärmungseinrichtung 8a ist eine sich über die Breite des zu erwärmenden
Guts erstreckende, nicht gezeigte Induktionsspule angeordnet, die ein elektromagnetisches
Feld erzeugt, daß die Erwärmung des jeweils im Wirkungsbereich der Spule sich befindenden
Guts bewirkt.
[0024] Die aus dem Lager 5 entnommenen Coils 3 werden in die Abhaspeleinrichtung 7 gegeben.
Von dieser wird das abgehaspelte Aluminiumband 1 der Wärmebehandlungseinrichtung 8
zugeführt. Der sich in der Wärmebehandlungseinrichtung 8 befindende Abschnitt des
Aluminiumbandes 1 wird zunächst für eine kurze Zeit, beispielsweise 2 bis 3 Sekunden,
von der induktiv arbeitenden Erwärmungseinrichtung 8a auf Lösungsglühtemperatur gebracht.
Anschließend wird der betreffende, auf Glühtemperatur erwärmte Abschnitt des Aluminiumbandes
1 in der Abschreckeinrichtung 8b abgeschreckt. Der derart wärmebehandelte Abschnitt
des Aluminiumbandes 1 gelangt anschließend in die Platinenstanzpresse 9, welche aus
dem Band Zuschnitte 11 stanzt. Die Zuschnitte 11 werden dann der Mehrstufenpresse
10 zugeführt.
[0025] In der Mehrstufenpresse 10 werden die geglühten und abgeschreckten Zuschnitte 11
zu Karosseriebauteilen 12 kaltumgeformt. Aufgrund des geringen räumlichen Abstands
zwischen der Wärmebehandlungseinrichtung 8, der Platinenestanzpresse 9 und der Mehrstufenpresse
10 ist die zwischen der Wärmebehandlung und der Kaltumformung in der Mehrstufenpresse
10 vergehende Zeit kurz. Daher besitzen die Zuschnitte 11 bei ihrem Eintritt in die
Mehrstufenpresse 10 einen hinsichtlich ihrer Umformbarkeit optimalen Gefügezustand.
[0026] Bei dem in Fig. 2 dargestellten Verfahrensablauf umfaßt eine Fertigungslinie 20 eine
Abhaspeleinrichtung 21, eine Wärmebehandlungseinrichtung 22, eine Platinenstanzpresse
23 sowie mehrere Mehrstufenpressen 24,25,26,27,28,29.
[0027] Die Wärmebehandlungseinrichtung 22 ist im Einzugsbereich 23a der Platinenstanzpresse
23 angeordnet. Sie umfaßt wie die in Fig. 1 dargestellte Wärmebehandlungseinrichtung
9 eine hier im einzelnen nicht gezeigte Einrichtung 22a zum induktiven Erwärmen und
eine ebenfalls nicht im einzelnen dargestellte Abschreckeinrichtung 22b.
[0028] In die Abhaspeleinrichtung 21 wird ein zu einem Coil 30 gewickeltes, aus einer aushärtbaren
Legierung bestehendes Aluminiumband 31 gegeben, welches zuvor wie beim Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 1 in einem Walzwerk hergestellt und beim Verarbeiter in einem Lager gelagert
worden ist. Von der Abhaspeleinrichtung 21 wird das Aluminiumband 31 in die Wärmebehandlungseinrichtung
22 eingespeist, in welcher es von der Erwärmungseinrichtung 22a kurzzeitig auf Lösungsglühtemperatur
erwärmt und anschließend von der Abschreckeinrichtung 22b abgeschreckt wird. Das derart
wärmebehandelte, einen für die Kaltumformung optimalen Zustand aufweisende Aluminiumband
31 gelangt dann in die Platinenstanzpresse 23, in welcher aus dem Aluminiumband 31
Zuschnitte 33 gestanzt werden. Von der Platinenstanzpresse 23 gelangen die Zuschnitte
33 zu den Mehrstufenpressen 24 - 29, in denen sie zu Karosseriebauteilen mehrstufig
kaltumgeformt werden.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0029]
- 1
- Aluminiumband
- 2
- Walzwerk
- 3
- Coils
- 4
- Verarbeiter
- 5
- Lager
- 6
- Fertigungslinie
- 7
- Abhaspeleinrichtung
- 8
- Wärmebehandlungseinrichtung
- 8a
- Einrichtung zum induktiven Erwärmen
- 8b
- Abschreckeinrichtung
- 9
- Platinenstanzpresse
- 10
- Mehrstufenpresse
- 10a
- Einzugsbereich der Mehrstufenpresse 10
- 11
- Zuschnitte
- 12
- Karosseriebauteil
- 20
- Fertigungslinie
- 21
- Abhaspeleinrichtung
- 22
- Wärmebehandlungseinrichtung
- 22a
- Einrichtung zum induktiven Erwärmen
- 22b
- Abschreckeinrichtung
- 23
- Platinenstanzpresse
- 23a
- Einzugsbereich der Platinenstanzpresse 23
- 24,25,26,27,28,29
- Mehrstufenpressen
- 30
- Coil
- 31
- Aluminiumband
- 33
- Zuschnitte
1. Verfahren zum Herstellen von kaltumgeformten Bauteilen (12) aus einem aushärtbarem
Aluminiumwerkstoff, umfassend die folgenden Schritte:
- Erzeugen eines Aluminiumbandes (1) durch Walzen aus einer Bramme ohne abschließende
Wärmebehandlung,
- nachfolgendes Zwischenlagern des Aluminiumbandes (1) durch Aufhaspeln des Aluminiumbandes
auf ein Coil und Lagern des Coils,
- anschließendes Zuführen des Coils an eine Fertigungslinie umfassend eine Abhaspeleinrichtung,
eine Wärmebehandlungseinrichtung, eine Platinenstanzpresse und eine Einrichtung zur
Kaltumformung
- nach dem Zwischenlagern Wärmebehandeln des Aluminiumbandes (1) und
- Kaltumformen des Aluminiumbandes (1)
wobei die Wärmebehandlung in zeitlicher Nähe des Kaltumformens erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmebehandlung ein Glühen und Abschrecken des Aluminiumbandes (1) umfaßt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Erwärmung während des Glühens induktiv erfolgt.
4. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Aluminiumband (1) zu Zuschnitten (11) konfektioniert wird, bevor es der Kaltumformung
zugeführt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Konfektion der Zuschnitte (11) vor der Wärmebehandlung erfolgt.
6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Konfektion an zentraler Stelle erfolgt, von der aus die Zuschnitte (11) an die
Einrichtungen zur Kaltumformung weitergeleitet werden, und daß die Wärmebehandlung
des Aluminiumbandes (1) unmittelbar vor dem Eintritt in die Konfektionier-Einrichtung
(8) durchgeführt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmebehandlung im Einzugsbereich der für das Kaltumformen verwendeten Einrichtung
(10) erfolgt.
8. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Aluminiumband (1) eine Breite von bis zu 1000 mm aufweist.
9. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Aluminiumband (1) eine Dicke von über 3 mm aufweist.
1. A method of producing cold-formed components (12) from a heat treatable aluminum material,
comprising the following steps:
- producing an aluminum strip (1) by rolling a slab without a subsequent heat treatment,
- subsequent intermediate storing the aluminum strip (1) by coiling the aluminium
strip onto a coil and storing of the coil,
- subsequent applying the coil to a production line comprising a coiling unit, a heat
treatment unit, a blank punch press and a cold forming unit,
- heat treating the aluminum strip (1),
- cold forming the aluminum strip (1),
wherein the heat treatment occurs at a time close to the cold forming.
2. The method according to Claim 1,
characterized in that the heat treatment includes annealing and quenching of the aluminum strip (1).
3. The method according to Claim 2,
characterized in that the heating during the annealing is performed inductively.
4. The method according to one of the preceding claims,
characterized in that the aluminum strip (1) is tailored into blanks (11) before it is furnished to the
cold forming.
5. The method according to Claim 4, characterized in that the blanks (11) are tailored before the heat treatment.
6. The method according to Claim 4,
characterized in that the tailoring is performed at a central location, from which the blanks (11) are
relayed to the devices for cold forming, and the heat treatment of the aluminum strip
(1) is performed immediately before the entrance into the tailoring device (8).
7. The method according to one of Claims 1 to 5,
characterized in that the heat treatment is performed in the entering region of the device (10) used for
the cold forming.
8. The method according to one of the preceding claims,
characterized in that the aluminum strip (1) has a width of up to 10 00 mm.
9. The method according to one of the preceding claims,
characterized in that the aluminum strip (1) has a thickness of over 3 mm.
1. Procédé de fabrication de composants (12) façonnés à froid à partir d'un matériau
à base d'aluminium durcissable, comprenant les étapes suivantes :
- production d'une bande d'aluminium (1) par laminage à partir d'une brame sans traitement
thermique final,
- stockage temporaire consécutif de la bande d'aluminium (1) par enroulement de la
bande d'aluminium sur une bobine et stockage de la bobine,
- acheminement consécutif de la bobine vers une chaîne de fabrication comprenant un
dispositif de déroulement, un dispositif de traitement thermique, une presse à estamper
à platine et un dispositif de façonnage à froid,
- après stockage, traitement thermique de la bande d'aluminium (1), et
- façonnage à froid de la bande d'aluminium (1), dans lequel le traitement thermique
s'effectue à proximité temporelle du façonnage à froid.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le traitement thermique comprend un recuit et une trempe de la bande d'aluminium
(1).
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que le chauffage se fait par voie inductive pendant le recuit.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la bande d'aluminium (1) est conformée en flans (11) avant d'être acheminée vers
le façonnage à froid.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que la conformation des flans (11) s'effectue avant le traitement thermique.
6. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que la conformation se fait en un point central, à partir duquel les flans (11) sont
transférés aux dispositifs de façonnage à froid et en ce que le traitement thermique de la bande d'aluminium (1) se fait juste avant l'entrée
dans le dispositif de conformation (8).
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le traitement thermique a lieu dans la zone d'alimentation du dispositif (10) employé
pour le façonnage à froid.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la bande d'aluminium (1) présente une largeur allant jusqu'à 1000mm.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la bande d'aluminium (1) présente une épaisseur supérieure à 3mm.