| (19) |
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(11) |
EP 1 060 106 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.01.2003 Patentblatt 2003/03 |
| (22) |
Anmeldetag: 27.02.1999 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B65D 51/22 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9901/290 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9904/4907 (10.09.1999 Gazette 1999/36) |
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| (54) |
BEHÄLTER MIT EINER AUSLASSDÜSE
CONTAINER WITH A DISCHARGE NOZZLE
CONTENANT DOTE D'UNE BUSE D'EVACUATION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB NL |
| (30) |
Priorität: |
05.03.1998 NL 1008487 05.10.1998 DE 19845686
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.12.2000 Patentblatt 2000/51 |
| (73) |
Patentinhaber: Henkel Kommanditgesellschaft auf Aktien |
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40589 Düsseldorf-Holthausen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SEYMOUR, Geoffrey Francis
Kilmacanogue,
County Wicklow (IE)
- KELDERS, Johannes Hubertus Jozef Maria
5151 RL Drunen (NL)
- VAN SWIETEN, Roy Edwin
5256 JE Heusden (NL)
- BOES, Erwin Petrus
6538 JK Nijmegen (NL)
- REGAN, Philip Malcom
Naas,
County Kildare (IE)
- CELLA, Luca
20121 Milano (IT)
- VANINI, Luigi
21041 Albizzate (IT)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 154 345 GB-A- 2 058 726
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EP-A- 0 577 200
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Behälter gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Derartige bekannte Behälter sind mit einem flüssigen oder pastösen Produkt gefüllt.
Als Beispiele seien Klebstofftuben und Kartuschen für Fugendichtungsmassen und andere
pastöse Produkte genannt. Solche Behälter sind beispielsweise aus der DE 41 26 477
C2 und der DE 44 20 719 A1 bekannt. Die Behälter haben drei Hauptelemente, nämlich
erstens den eigentlichen Behälter mit einer Auslaßöffnung, zweitens die auf die Auslaßöffnung
aufsetzbare bzw. aufschraubbare Auslaßdüse mit einem langgestreckten engen Kanal,
der ein feines Dosieren des Behälterinhalts ermöglichen soll, und drittens eine Verschlußkappe,
die vor dem Gebrauch des Behälters abgenommen wird. Bei den aus den Dokumenten bekannten
Behältern ist die Auslaßöffnung des Behälters mit einer Membran verschlossen, die
vor dem ersten Gebrauch des Behälters durchstoßen werden muß. Dazu ist innerhalb der
Verschlußkappe ein nadelförmiges Durchstoßelement vorgesehen, welches axial gegenüber
der Verschlußkappe bewegbar ist. Beim erstmaligen Gebrauch wird bei aufgesetzter Verschlußkappe
der nadelförmige Dom nach unten in Richtung auf die Auslaßöffnung des Behälters bewegt,
so daß die Membran durchstoßen wird. Danach wird die Verschlußkappe zusammen mit dem
nadelförmigen Dorn vom Behälter entfernt, so daß der Behälterinhalt durch die Auslaßöffnung
und den engen Kanal der Auslaßdüse dosiert austreten kann.
[0003] In einem anderen bekannten Behälter (EP 0 155 471 A2) ist die Membran an der Spitze
der Auslaßdüse angebracht. Auch hier ist das nadelförmige Durchstoßelement als Teil
der Verschlußkappe ausgebildet.
[0004] Nach dem Gebrauch des Behälters nach der DE 44 20 719 A1 bzw. der DE 41 26 477 C2
muß die Verschlußkappe in der Regel wieder auf die Auslaßdüse aufgesetzt werden, um
ein unbeabsichtigtes Ausfließen oder ein Austrocknen des Behälterinhaltes zu vermeiden.
Dazu ist das lange, nadelförmige Durchstoßelement wieder in den engen Kanal der Auslaßdüse
einzuführen, um die Behälteröffnung zu verschließen. Nachteilig ist dabei, daß dieses
Verschließen eine besondere Geschicklichkeit erfordert. Zur Vereinfachung des Verschließens
kann bei den bekannten Behältern das Durchstoßelement nicht einfach entfernt werden,
da in diesem Fall die Behälteröffnung beim Aufsetzen der Verschlußkappe nicht vollständig
verschlossen ist.
[0005] Ein gattungsgemäßer Behälter ist in Dokument GB-A-2 058 726 offenbart.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, das erneute Verschließen eines Behälters
der eingangs genannten Art erheblich zu erleichtern.
[0007] Diese Aufgabe wird bei dem Behälter der eingangs genannten Art durch die Merkmale
des Anspruchs 1 gelöst.
[0008] Da erfindungsgemäß das Durchstoßelement als Teil des Auslaßelementes ausgebildet
ist, kann eine an sich bekannte geschlossene Verschlußkappe verwendet werden, die
problemlos auf den Behälter mit der durchstoßenen Membran und mit aufgesetzter Auslaßdüse
aufgebracht, z. B. aufgeschraubt, werden kann. Ein umständliches Einfädeln eines langgestreckten
Durchstoßelementes in den engen Kanal der Auslaßdüse ist nicht mehr erforderlich.
[0009] Die Lage des Elements zum Durchstoßen der Membran ist gegenüber dem Verbindungselement
axial veränderbar, so daß die Membran nicht schon beim Anbringen der Auslaßdüse auf
der Auslaßöffnung des Behälters durchstoßen werden muß. Das Durchstoßen der Membran
kann vielmehr zu einem beliebigen späteren Zeitpunkt durch die axiale Veränderung
der Lage des Durchstoß-Elementes vorgenommen werden.
[0010] Der Auslaßkörper weist gemäß der Erfindung zwei in ihrer axialen Lage zueinander
veränderbare Teile auf, von denen das eine Teil das Element zum Durchstoßen der Membran
und das andere Teil das Verbindungselement trägt. Dabei ist das das Verbindungselement
tragende andere Teil im wesentlichen ringförmig und das das Element zum Durchstoßen
der Membran tragende eine Teil im wesentlichen röhrenförmig und im wesentlichen konzentrisch
innerhalb des ringförmigen Teils angeordnet. Auf diese Weise kann das ringförmige
Teil auf dem Hals des Behälters befestigt, z. B. aufgeschraubt, werden und erst danach
die Membran durch axiales Verschieben des röhrenförmigen Teils innerhalb des ringförmigen
Teils durchstoßen werden.
[0011] Dazu wird vorgeschlagen, daß die Auslaßöffnung des Behälters ein Außengewinde aufweist,
auf das ein erstes Innengewinde des ringförmigen Teils aufschraubbar ist, und daß
das ringförmige Teil ein zweites Innengewinde aufweist, in welches das röhrenförmige
Teil mit seinem Außengewinde einschraubbar ist.
[0012] Ein im Vergleich zum langsamen Aufschrauben des ringförmigen Teils auf den Behälter
relativ schnelles Durchstoßen der Membran bei einer nur geringfügigen Drehung des
röhrenförmigen Teils wird erreicht, wenn das zweite Innengewinde des ringförmigen
Teils eine größere Steigung als dessen erstes Innengewinde aufweist.
[0013] In vorteilhafter Weise ist das Element zum Durchstoßen der Membran als ein scharfer
Rand des röhrenförmigen Teils ausgebildet.
[0014] Um das Durchstoßen der Membran zu erleichtern, weist die Außenseite des Auslaßkörpers
und insbesondere die Außenseite des röhrenförmigen Teils mindestens ein Griffelement,
insbesondere flügelartige Vorsprünge, Nuten oder Zähne, zum Verändern der axialen
Lage des Elements zum Durchstoßen der Membran gegenüber dem Verbindungselement auf.
Beim manuellen Verschieben des Durchstoß-Elementes bieten derartige Griffelemente
der Hand des Anwenders einen festen Angriffspunkt.
[0015] Die Austrocknung des Produktes im geöffneten Behälter wird in einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung verhindert, wenn die Verschlußkappe im aufgesetzten Zustand den Auslaßkörper
zumindest teilweise überdeckt und insbesondere den Auslaßkanal verschließt.
[0016] Vorzugsweise weist dabei diese Verschlußkappe mindestens ein Betätigungselement auf,
das bei aufgesetzter Verschlußkappe in das Griffelement eingreift, so daß sich bei
einer Drehung der Verschlußkappe auch das das Griffelement tragende Teil des Auslaßkörpers
dreht. Das Durchstoßen der Membran kann daher auch bei aufgesetzter Verschlußkappe
vorgenommen werden, indem die Verschlußkappe gegenüber dem Behälter gedreht wird.
[0017] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist die Verschlußkappe
ein Innengewinde auf, welches auf ein Außengewinde des ringförmigen Teils aufschraubbar
und derart ausgebildet ist, so daß beim Abschrauben der Verschlußkappe vom ringförmigen
Teil sich das röhrenförmige Teil axial in Richtung auf die Auslaßöffnung des Behälters
bewegt.
[0018] Dazu wird vorgeschlagen, daß das zweite Innengewinde des ringförmigen Teils gegenläufig
zu dessem Außengewinde ausgebildet ist. Vorzugsweise ist das Außengewinde ein übliches
Rechtsgewinde, so daß die Verschlußkappe durch Drehen entgegen dem Uhrzeigersinn vom
ringförmigen Teil abgeschraubt werden kann. Das zweite Innengewinde des ringförmigen
Teils ist jedoch vorzugsweise ein Linksgewinde, so daß bei einer Drehung der Verschlußkappe
entgegen dem Uhrzeigersinn, also bei einer Abschraubbewegung, das röhrenförmige Teil
gleichzeitig in die entgegengesetzte Richtung zur Auslaßöffnung des Behälters und
damit zur Membran hin bewegt wird.
[0019] Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand von Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen
- Figuren 1A - 1C
- im Schnitt und in schematischer Darstellung die Montage der Auslaßdüse und des Behälters
nach einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung,
- Figur 1D
- den montierten Behälter mit der Auslaßdüse und der Verschlußkappe nach den Figuren
1A bis 1C im verkaufsfertigen Zustand in perspektivischer Teilschnitt-Darstellung,
- Figuren 2A - 2C
- den Behälter nach den bisherigen Figuren im Schnitt während des erstmaligen Öffnens
durch den Anwender,
- Figur 2D
- eine perspektivische Teilschnitt-Darstellung des Behälters entsprechend Figur 2B,
also unmittelbar nach dem Durchstoßen der Membran,
- Figur 2E
- eine perspektivische Teilschnitt-Darstellung des Behälters entsprechend Figur 2D nach
dem Durchstoßen der Membran und während des Abnehmens der Verschlußkappe,
- Figur 3
- eine Seitenansicht des Behälters nach dem ersten Ausführungsbeispiel, wobei die Verschlußkappe
im Schnitt dargestellt ist und
- Figur 4
- eine Explosionsdarstellung eines Behälters nach einem zweiten, besonders bevorzugten
erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel,
- Figur 5
- den zweiten Schritt bei der herstellerseitigen Montage des Behälters nach Figur 4
in perspektivischer Darstellung und
- Figur 6
- den dritten Schritt bei der Montage des Behälters nach Figur 4.
[0020] In allen Zeichnungen haben gleiche Bezugszeichen die gleiche Bedeutung und werden
daher gegebenenfalls nur einmal erläutert.
[0021] Das Ausführungsbeispiel zeigt einen Behälter 2 in Form einer Tube für einen Cyanacrylat-Klebstoff,
der auch als Sekundenkleber bekannt ist. Der Behälter 2 hat eine Auslaßöffnung 8,
die mit einer Membran 11 verschlossen ist (Figur 1C). Die Auslaßdüse 1 für den Behälter
2 weist einen zweiteiligen Auslaßkörper 4, 5 mit einem Auslaßkanal 3 auf. Der Auslaßkörper
besteht aus einem ringförmigen Teil 4 und einem darin axial verschiebbar angeordneten
röhrenförmigen Teil 5 (Figur 1C).
[0022] Das ringförmige Teil 4 hat ein Verbindungselement 6, das als ein Innengewinde ausgestaltet
und zum Verbinden der Auslaßdüse 1 mit dem Hals 7 des Behälters 2 vorgesehen ist,
wobei der Hals 7 ein mit dem Innengewinde 6 korrespondierendes Außengewinde 9 aufweist,
so daß das ringförmige Teil 4 auf den Hals 7 des Behälters aufgeschraubt werden kann.
[0023] Das innerhalb des ringförmigen Teils 4 angeordnete röhrenförmige Teil 5 weist an
seinem unteren Ende ein Element 10 zum Durchstoßen der Membran 11 auf, wobei dieses
Element 10 die Form eines messerartigen scharfen unteren Randes des röhrenförmigen
Teils 5 hat.
[0024] Zum axialen Verschieben des röhrenförmigen Teils 5 gegenüber dem ringförmigen Teil
4 ist an dessen Innenseite ein zweites Innengewinde 12 vorgesehen, welches gegenläufig
zum ersten Innengewinde 6 ist und einem korrespondierenden Außengewinde 13 des röhrenförmigen
Teils 5 entspricht, so daß das röhrenförmige Teil 5 mit seinem Außengewinde 13 in
das zweite Innengewinde 12 des ringförmigen Teils 4 eingeschraubt werden kann. Beim
Verdrehen des ringförmigen Teils 4 gegen das röhrenförmige Teil 5 verändert sich die
gegenseitige axiale Lage, so daß bei einem auf den Behälter 2 aufgeschraubten ringförmigen
Teil 4 sich beim Drehen des röhrenförmigen Teils 5 der Abstand des Durchstoß-Elementes
10 von der Membran 11 ändert.
[0025] Das Verdrehen des röhrenförmigen Teils 5 gegenüber dem ringförmigen Teil 4 wird durch
Vorsprünge 14 erleichtert, die als Griffelemente an der Außenseite des röhrenförmigen
Teils 5 und in dessen oberem Bereich angebracht sind.
[0026] Die Auslaßdüse 1 wird mit einer Verschlußkappe 15 verschlossen, die an ihrer Innenseite
einen Stift 16 aufweist, der bei aufgesetzter Verschlußkappe 15 (Figur 1C) in den
Auslaßkanal 3 hineinragt und auf diese Weise den Kanal verschließt.
[0027] An der Innenseite der Verschlußkappe 15 sind ferner Vorsprünge 17 angeformt, die
als Betätigungselemente mit den Vorsprüngen 14, den Griffelementen, an der Außenseite
des röhrenförmigen Teils 5 zusammenwirken. Die Verschlußkappe 15 hat ferner ein Innengewinde
18, mit welchem die Kappe 15 auf einem Außengewinde 19 des ringförmigen Teils 4 aufgeschraubt
werden kann (Figur 3). Das Außengewinde 19 weist ein horizontales Segment 20 auf,
so daß beim Abnehmen der Verschlußkappe 15 diese zunächst während einer halben Umdrehung
ohne axiale Verschiebung gedreht wird und dabei das röhrenförmige Teil 5 dreht, welches
auf diese Weise nach unten in das ringförmige Teil 4 geschraubt wird, so daß der scharfe
Rand 10 (das Element zum Durchstoßen der Membran) durch die Membran 11 gedrückt wird,
wie es in den Figuren 2A und 2B dargestellt ist, und der Behälter 2 folglich geöffnet
wird. Das röhrenförmige Teil 5 kann dabei beispielsweise mittels einer (im vorliegenden
Beispiel nicht abgebildeten) Schnapp- oder Rastverbindung in der nach unten geschraubten
Stellung gegenüber dem ringförmigen Teil 4 fixiert werden.
[0028] Bei der herstellerseitigen Montage des aus der Auslaßdüse 1 und dem Behälter 2 bestehenden
Systems wird zunächst die Verschlußkappe 15 auf das ringförmige Teil 4 geschraubt
(Figur 1A). Anschließend wird das röhrenförmige Teil 5 von der Unterseite her durch
das ringförmige Teil 4 geführt und darin festgeschraubt (Figur 1 B). Danach schraubt
man die Auslaßdüse 1 auf den Hals 7 des Behälters 2, wie es in Abbildung 1C dargestellt
ist. Auf diese Weise wird ein Behälter mit einer Auslaßdüse entsprechend Figur 1D
erhalten.
[0029] Beim erstmaligen Gebrauch des Behälters 2 wird die Verschlußkappe 15 gedreht, so
daß das röhrenförmige Teil 5 von der in Figur 2A gezeigten Stellung in die Stellung
nach Figur 2B übergeht, wobei die Membran 11 vom scharfen unteren Rand 10 des röhrenförmigen
Teils 5 durchstoßen wird. Diese Situation ist auch in Figur 2D dargestellt. Beim Weiterdrehen
der Verschlußkappe 15 kann diese vom Behälter abgeschraubt werden (Figur 2E), so daß
der Anwender den in Figur 2C dargestellten Behälter erhält, aus dem er das flüssige
oder pastöse Produkt über den Auslaßkanal entnehmen kann.
[0030] Mit Hilfe der Auslaßdüse 1 entsprechend der Erfindung kann auf einfache Weise die
Membran 11 in der Auslaßöffnung 8 eines Behälters 2 vor dem ersten Gebrauch durch
Drehen der Verschlußkappe 15 geöffnet werden, ohne daß dabei das im Behälter 2 enthaltene
Produkt unbeabsichtigt auslaufen kann.
[0031] In den Figuren 4 bis 6 wird ein besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung
dargestellt. Es ist in Figur 4 zu erkennen, daß das Außengewinde 13 des röhrenförmigen
Teils 5 als ein Linksgewinde mit einer relativ großen Steigung im Gegensatz zum Außengewinde
19 des röhrenförmigen Teils 4 ausgebildet ist, welches als ein Rechtsgewinde mit einer
geringeren Steigung vorgesehen ist. Den Außengewinden 13 und 19 entsprechen das Innengewinde
12 des ringförmigen Teils 4 und das Innengewinde 18 der Verschlußkappe 15.
[0032] Zur Erleichterung des Abschraubens weist die Verschlußkappe 15 sich nach außen erstreckende
Flügel 21 auf.
[0033] In der Darstellung nach Figur 5 ist die Verschlußkappe 15 auf das ringförmige Teil
4 aufgeschraubt. In einem weiteren Schritt (Figur 6) wird dann das röhrenförmigen
Teil 5 in das ringförmige Teil 4 eingeschraubt. In diesem Zustand gelangen die Vorsprünge
14 des röhrenförmigen Teils 5 in den Bereich der inneren Vorsprünge 17 der Verschlußkappe
15. Damit die Vorsprünge 17 der Verschlußkappe 15 die Vorsprünge 14 während des Abschraubens
der Verschlußkappe ausreichend lange erfassen, um das röhrenförmigen Teil 5 zum Durchstoßen
der Membran nach unten zu bewegen, weist das Außengewinde 19 (Rechtsgewinde) des ringförmigen
Teils 4 und das korrespondierende Innengewinde 18 der Verschlußkappe 15 eine geringere
Steigung als das Außengewinde 13 des röhrenförmigen Teils 5 und das korrespondierende
Innengewinde 12 des ringförmigen Teils 4 auf. Beim Abschrauben der Verschlußkappe
15 vom ringförmigen Teil 4 bewegt sich die Verschlußkappe 15 daher nur wenig in axialer
Richtung nach oben, während sich das röhrenförmige Teil 5 sich über einen bedeutend
größeren Weg nach unten in Richtung auf die Auslaßöffnung 8 des Behälters 2 bewegt.
Nachdem das Element 10 die Membran durchstoßen hat, kommen die Vorsprünge 14 des röhrenförmigen
Teils 5 außer Eingriff mit den Vorsprüngen 17 der Verschlußkappe 15, so daß beim weiteren
Abschrauben der Verschlußkappe keine Schraubbewegung des röhrenförmigen Teils 5 mehr
stattfindet.
[0034] Es kann vorgesehen sein, daß der Anwender das in Figur 6 oben dargestellte, aus der
Verschlußkappe 15, dem ringförmigen Teil 4 und dem röhrenförmigen Teil 5 zusammengesetzte
Teil auf die Auslaßöffnung 8 des Behälters 2 schraubt, bevor er die Verschlußkappe
15 vom ringförmigen Teil 4 abschraubt. Zur Erleichterung des Aufschraubens ist der
Außenmantel des ringförmigen Teil 4 kanneliert.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 1
- Auslaßdüse
- 2
- Behälter
- 3
- Auslaßkanal
- 4
- das andere Teil, ringförmiges Teil
- 5
- das eine Teil, röhrenförmiges Teil
- 6
- Verbindungselement, erstes Innengewinde
- 7
- Hals
- 8
- Auslaßöffnung
- 9
- Außengewinde
- 10
- Element zum Durchstoßen
- 11
- Membran
- 12
- zweites Innengewinde
- 13
- Außengewinde
- 14
- Vorsprung, Griffelement
- 15
- Verschlußkappe
- 16
- Stift
- 17
- Vorsprung, Betätigungselement
- 18
- Innengewinde
- 19
- Außengewinde
- 20
- Segment
- 21
- Flügel
1. Behälter (2) mit einer Auslaßdüse (1) und einer Verschlußkappe (15) für die Auslaßdüse
(1), wobei der Behälter (2) eine mit einer Membran (11) verschlossene Auslaßöffnung
(8) und die Auslaßdüse (1) einen Auslaßkörper (4, 5) mit einem Auslaßkanal (3) und
ein Verbindungselement (6) zum Verbinden des Auslaßkörpers (4, 5) mit der Auslaßöffnung
(8) des Behälters (2) aufweist und wobei ein Element (10) vorgesehen ist, mit dem
die Membran (11) während oder nach dem Verbinden des Auslaßkörpers (4, 5) mit der
Auslaßöffnung (8) des Behälters (2) durchstoßbar ist und welches als Teil des Auslaßkörpers
(4, 5) ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Lage des Elements (10) zum Durchstoßen der Membran (11) gegenüber dem Verbindungselement
(6) axial veränderbar ist, daß der Auslaßkörper zwei in ihrer axialen Lage zueinander
veränderbare Teile (4, 5) aufweist, von denen das eine Teil (5) das Element (10) zum
Durchstoßen der Membran (11) und das andere Teil (4) das Verbindungselement (6) trägt,
daß das das Verbindungselement (6) tragende andere Teil (4) im wesentlichen ringförmig
und das das Element (10) zum Durchstoßen der Membran (11) tragende eine Teil (5) im
wesentlichen röhrenförmig und im wesentlichen konzentrisch innerhalb des ringförmigen
Teils (4) angeordnet ist, daß die Auslaßöffnung (8) des Behälters (2) ein Außengewinde
(9) aufweist, auf das ein erstes Innengewinde (6) des ringförmigen Teils (4) aufschraubbar
ist, und daß das ringförmige Teil (4) ein zweites Innengewinde (12) aufweist, in welches
das röhrenförmige Teil (5) mit seinem Außengewinde (13) einschraubbar ist.
2. Behälter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Innengewinde (12) des ringförmigen Teils (4) eine größere Steigung als
dessen erstes Innengewinde (6) aufweist.
3. Behälter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Element (10) zum Durchstoßen der Membran (11) als ein scharfer Rand des röhrenförmigen
Teils (5) ausgebildet ist
4. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Außenseite des Auslaßkörpers (4, 5) und insbesondere die Außenseite des röhrenförmigen
Teils (5) mindestens ein Griffelement, insbesondere flügelartige Vorsprünge (14),
Nuten oder Zähne, zum Verändern der axialen Lage des Elements (10) zum Durchstoßen
der Membran (11) gegenüber dem Verbindungselement (6) aufweist.
5. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verschlußkappe (15) im aufgesetztem Zustand den Auslaßkörper (4, 5) zumindest
teilweise überdeckt und insbesondere den Auslaßkanal (3) verschließt.
6. Behälter nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verschlußkappe (15) mindestens ein Betätigungselement (17) aufweist, das bei
aufgesetzter Verschlußkappe (15) in das Griffelement (14) eingreift, so daß sich bei
einer Drehung der Verschlußkappe (15) auch das das Griffelement (14) tragende Teil
des Auslaßkörpers (4, 5) dreht.
7. Behälter nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verschlußkappe (15) ein Innengewinde (18) aufweist, welches auf ein Außengewinde
(19) des ringförmigen Teils (4) aufschraubbar und derart ausgebildet ist, so daß beim
Abschrauben der Verschlußkappe (15) vom ringförmigen Teil (4) sich das röhrenförmige
Teil (5) axial in Richtung auf die Auslaßöffnung (8) des Behälters (2) bewegt
8. Behälter nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Innengewinde (12) des ringförmigen Teils (4) gegenläufig zu dessem Außengewinde
(19) ausgebildet ist
1. Container (2) with an outlet nozzle (1) and a closure cap (15) for the outlet nozzle
(1), wherein the container (2) has an outlet opening (8) closed by a membrane (11)
and the outlet nozzle (1) comprises an outlet body (4, 5) with an outlet channel (3)
and a connecting element (6) for connecting the outlet body (4, 5) with the outlet
opening (8) of the container (2) and wherein an element (10) is provided, by which
the membrane (11) can be punctured during or after the connecting of the outlet body
(4, 5) with the outlet opening (8) of the container (2) and which is constructed as
part of the outlet body (4, 5), characterised in that the position of the element (10) for puncturing the membrane (11) is axially variable
relative to the connecting element (6), that the outlet body comprises two parts (4,
5), which are variable relative to one another with respect to their axial position
and of which one part (5) carries the element (10) for puncturing the membrane (11)
and the other part (4) carries the connecting element (6), that the other part (4)
carrying the connecting element (6) is substantially angular and the one part (5)
carrying the element (10) for puncturing the membrane (11) is substantially tubular
and is arranged substantially concentrically within the annular part (4), that the
outlet opening (8) of the container (2) has an external thread (9) onto which a first
internal thread (6) of the annular part (4) can be screwed and that the annular part
(4) has a second internal thread (12) into which the tubular part (5) can be screwed
by its external thread (13).
2. Container according to claim 1, characterised in that the second internal thread (12) of the annular part (4) has a greater slope than
the first internal thread (6) thereof.
3. Container according to claim 1 or 2, characterised in that the element (10) for puncturing the membrane (11) is formed as a sharp edge of the
tubular part (5).
4. Container according to one of claims 1 to 3, characterised in that the outer side of the outlet body (4, 5) and, in particular, the outer side of the
tubular part (5) has at least one grip element, in particular blade-like projections
(14), grooves or teeth, for varying the axial position of the element (10) for puncturing
the membrane (11) relative to the connecting element (6).
5. Container according to one of the preceding claims, characterised in that the closure cap (15) in the fitted state at least partly covers the outlet body (4,
5) and, in particular, closes the outlet channel (3).
6. Container according to the preceding claim, characterised in that the closure cap (15) comprises at least one actuating element (17) which, when the
closure cap (15) is fitted, engages in the grip element (14) so that on rotation of
the closure cap (15) the part, which carries the grip element (14), of the outlet
body (4, 5) also rotates.
7. Container according to the preceding claim, characterised in that the closure cap (15) has an internal thread (18) which can be screwed onto an external
thread (19) of the annular part (4) and is constructed in such a manner that when
the closure cap (15) is unscrewed from the annular part (4) the tubular part (5) moves
axially in direction towards the outlet opening (8) of the container (2).
8. Container according to the preceding claim, characterised in that the second internal thread (12) of the annular part (4) is formed in opposite sense
to the external thread (19) thereof.
1. Réservoir (2) comportant une buse de sortie (1) et un capuchon (15) pour la buse (1),
le réservoir (2) ayant un orifice de sortie (8) fermé par une membrane (11) et la
buse (1), un organe de sortie (4, 5) muni d'un canal de sortie (3) et d'un élément
de liaison (6) pour relier l'organe de sortie (4, 5) à l'orifice de sortie (8) du
réservoir (2) et
un élément (10) qui perce la membrane (11) pendant ou après la liaison de l'organe
de sortie (4, 5) à l'orifice de sortie (8) du réservoir (2) et cet élément fait partie
de l'organe de sortie (4, 5),
caractérisé en ce que
la position de l'élément (10) pour percer la membrane (11) est variable axialement
par rapport à l'élément de liaison (6),
l'organe de sortie se compose de deux pièces (4, 5) de position axiale relative variable,
dont une pièce (5) porte l'élément (10) pour percer la membrane (11) et l'autre pièce
(4) porte l'élément de liaison (6),
la pièce (4) portant l'élément de liaison (6) est essentiellement de forme annulaire
et la pièce (5) portant l'élément (10) pour percer la membrane (11) est essentiellement
tubulaire et est installée essentiellement concentriquement dans la pièce annulaire
(4),
l'orifice de sortie (8) du réservoir (2) comporte un filetage extérieur (9) sur lequel
se visse le premier filetage intérieur (6) de la pièce annulaire (4) et
la pièce annulaire (4) comporte un second filetage intérieur (12) dans lequel se visse
la pièce tubulaire (5) avec son filetage extérieur (13).
2. Réservoir selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le second filetage intérieur (12) de la pièce annulaire (4) a un pas plus grand que
celui du premier filetage intérieur (6).
3. Réservoir selon l'une quelconque des revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
l'élément (10) pour percer la membrane (11) est constitué par une pièce tubulaire
(5) dont le bord est affûté.
4. Réservoir selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
le côté extérieur de l'organe de sortie (4, 5), et notamment le côté extérieur de
la pièce tubulaire (5), comporte au moins un élément de prise, notamment des parties
en saillie (14) en forme d'ailettes, des rainures ou des dents, pour modifier la position
axiale de l'élément (10) pour percer la membrane (11) par rapport à l'élément de liaison
(6).
5. Réservoir selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le capuchon (15), mis en place, couvre au moins en partie l'organe de sortie (4, 5)
et ferme notamment le canal de sortie (3).
6. Réservoir selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le capuchon (15) comporte au moins un élément d'actionnement (17), qui lorsque le
capuchon (15) est mis en place, pénètre dans l'élément de prise (14) pour qu'en tournant
le capuchon (15) on entraîne la pièce de l'organe de sortie (4, 5) munie de l'élément
de prise (14).
7. Réservoir selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le capuchon (15) comporte un filetage intérieur (18) qui se visse sur le filetage
extérieur (19) de la pièce annulaire (4) et est réalisé de façon qu'en dévissant le
capuchon (15) de la pièce annulaire (14), la pièce tubulaire (5) se déplace axialement
en direction de l'orifice de sortie (8) du réservoir (2),
8. Réservoir selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le second filetage intérieur (12) de la pièce annulaire (4) est un filetage de sens
opposé à celui du filetage extérieur (19).