(19)
(11) EP 1 060 768 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
20.12.2000  Patentblatt  2000/51

(21) Anmeldenummer: 00810358.2

(22) Anmeldetag:  27.04.2000
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7A63C 17/00, A63C 3/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 05.05.1999 CH 83599

(71) Anmelder: Kneubühler, Hans Peter
3535 Schüpbach (CH)

(72) Erfinder:
  • Kneubühler, Hans Peter
    3535 Schüpbach (CH)

   


(54) Tragevorrichtung für Roll- und Schlittschuhe


(57) Die Tragevorrichtung (1) dient für die platzsparende, stationäre und transportable Halterung zur vor- oder rückwärtsseitigen Aufbewahrung von Skates- und Schlittschuhen (2), bestehend aus einer in einem den Schuhformen angepassten Werkstück. Die ausführungsgebundenen Bremsvorrichtungen der Skates-, bzw. die Kufen der Schlittschuhe (3), ragen durch die verbindungsseitigen (5) Ausbrüche (4) der Halterung. Dadurch ist gewährleistet, dass die Gesamtfläche der Halterung kleiner ist als die Grundfläche der eingebrachten Skates- bzw. Schlittschuhe. Durch die Einschnitte (6) und durch die formgegebene Unterbauabstützung der Schuhe (7), auf dem Oberteil (8) der Halterung und durch die zusätzliche Haltgebung mit (lichtreflektierenden) Befestigungs- und Tragegurten (9) wird verhindert, dass die Skates- oder Schlittschuhe beim Transport herausgleiten. Durch die Radien (10) an den beiden Enden der Halterung, wird das Obermaterial der Schuhe geschont. Für die Wand- bzw. Bodenmontage sowie für die Aufnahme von Lichtreflektoren und für die Aufnahme von rutschfesten Standfüssen, sind entsprechende Bohrungen (11) eingelassen.




Beschreibung


[0001] Skates- und Schlittschuhe werden üblicherweise zum Transport entweder lose getragen, an einem Rucksack usw., einzeln lose angebunden, oder im vorhandenen Gepäck platzraubend verstaut. Zur Aufbewahrung werden Skates- und Schlittschuhe paarweise lose, aber meist platzraubend in Schuhgestellen untergebracht, oder liegen sperrig in Fluren usw.

[0002] Zur Lösung dieser Probleme ist in DE 92 15 592 U1 ein Schuhtragebügel vorgeschlagen worden, der aus einem gebogenen Stahldraht besteht. Am oberen Ende einer im wesentlichen vertikalen Tragestange ist ein Haken ausgebildet, mit dem die Schuhtragebügel auf Kleider- und Transportstangen aufgehängt werden können. Darüber hinaus sind zwei ebenfalls aus Draht bestehende Haltefinger vorgesehen, auf die jeweils ein Schuh mit seinem vom Obermaterial überdeckten Innenraum gestülpt werden kann.

[0003] Ein ähnlicher Schuhtragebügel ist aus der DE 93 16 815 U1 bekannt, wobei an den freien Enden jedes Haltefingers gewölbte Lagerkörper ausgebildet sind, die die Aufnahme der Schuhe verbessern. Der Schuhtragebügel gemäss DE 93 16 815 U1 besteht vorzugsweise aus einem Kunststoff-Spritzgussteil, bei dem am oberen Ende der Tragestange ein metallener Aufhängehaken eingebettet ist.

[0004] Ebenfalls wurde in DE 44 45 675 A1 ein ähnlicher Schuhtragebügel dokumentiert, der im wesentlichen die Übernahme der Schuhe aus einem mehr oder weniger automatisierten Verpackungsablauf berücksichtigt (richtige Seitenlage aus der Verpackung zum Schuhtragebügel) und die Tragestange bereichsweise teleskopartig zusammenschiebbar ist.

[0005] Diese Aufgaben werden bei der beschriebenen Halterung erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die gesamte Halterung aus einem den bekannten Schuhformen angepassten Werkstück (Blechplatte, Kunststoffteil oder aus einem anderen Material) besteht. Dabei ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Passung der Skates- und Schlittschuhe durch Aussparungen in der Verbindungsseite der Halterung, für den Unterbau der Schuhe sowie für die Bremsvorrichtungen bzw. Schlittschuhkufen ausgeführt sind und sich diese (Skates-/Schlittschuhe) sowohl vorwärts wie auch rückwärts in die Halterung einbringen lassen.

[0006] Der beschriebenen Erfindung liegt ausserdem die Aufgabe zugrunde, eine stationäre und transportable Halterung für Skates- und Schlittschuhe und für andere in der Art verwandte Artikel zu schaffen, die beim Transport und bei der Lagerung (Aufbewahrung der Schuhe) einen kleineren Raum- bzw. Platzbedarf im Vergleich zur Grundfläche der Schuhe aufweist.

[0007] Ausserdem wird neben der preiswerten Herstellung der Halterung, die gestalterisch ansprechende Form hervorgehoben. Durch eine entsprechende Oberflächenbehandlung und durch die Anbringung von Firmenlogos usw. der Skates- und Schlittschuhhersteller, lässt sich die Halterung gut für eine verkaufsfördernde Vermarktungspräsenz (von Skates- und Schlittschuhen) verwenden.

01 Die Tatsache der platzsparenden und somit kleineren Grundfläche der Gesamthalterung (Fig. 1/1 und Fig. 2/1) gegenüber der Grundfläche der eingebrachten Skates- oder Schlittschuhe, ist durch die Ausbrüche (Aussparungen) an der Verbindungsseite (Fig. 1/4 + 5 und Fig. 3 / 6) gegeben.

02 Durch die Formgebung der Halterung ist die Möglichkeit der Einbringung der Skates- bzw. der Schlittschuhe vorwärts wie auch rückwärts gewährleistet (Fig. 1 und Fig. 2).

03 Durch die Ausbrüche (Fig.1 / 4) ragen die Bremsvorrichtungen der Skates- bzw. die Kufen der Schlittschuhe und geben zusammen mit der Tatsache der formgegebenen Abstützungen für den Unterbau der Schuhe (Fig. 1 / 6) auf dem Oberteil der Halterung (Fig. 1 / 8) und durch den Befestigungs- und Tragegurt (Fig 1 / 9) den Schuhen den notwendigen Halt.

04 Mittels den unter Fig. 3/1 aufgezeigten Einschnitte und Rundungen im Oberteil der Halterung, wird die sichere und obermaterialschonende Standfestigkeit der Skates- bzw. der Schlittschuhe zusätzlich gewährleistet. In Fig. 2/3 sind die obermaterialschonenden Radien der Halterung aufgezeigt.

05 Ausserdem sind an der Verbindungsseite (Fig. 1 / 5) und an der Bodenplatte der Halterung ent sprechende Bohrungen vorgesehen (Fig. 1 / 11 und Fig. 3 / 3), die eine schnelle Wandmontage verbindungsseitig, wie auch bodenseitig des Werkstückes zulassen und somit eine zusätzliche platzsparende Aufbewahrungsmöglichkeit der Skates- oder der Schlittschuhe gewährleisten.

06 Mittels dem Befestigungs- und Transportgurt (Fig. 1 / 9) wird den Skates- und Schlittschuhen zusätzlich Halt gegeben. Durch die lichtreflektierende Ausführung des Befestigungs- und Transportgurtes, wird ausserdem der Träger bei Dunkelheit gesehen.

07 Für die Aufbewahrung der Halterung auf dem Fussboden, in Regalen, Autos usw., sind am Unterteil des Werkstückes vier rutschfeste Standfüsse eingelassen (Fig. 3 / 3), die z.B. beim Transport gegen Reflektoren ausgetauscht werden können.

08 Die relativ grossen freien Flächen der Halterung, lassen die Anbringung von Firmenwerbungen und Logos zu.

09 Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung sind aus den beiliegenden Zeichnungen ersichtlich. Sie beinhalten:

Fig. 1: Perspektivische Gesamtansicht der Halterung (inkl. eingebrachter Skates als Beispiel)

Fig. 2 : Die Seitenansicht der Halterung

Fig. 3 : Die Aufsicht der Halterung




Ansprüche

1. Skates- und Schlittschuhhalterung, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung aus einer Grundplatte besteht, die mit einer beabstandeter Verbindungsseite (Fig 1 / 5) mit dem Oberteil (das Mittel zur Aufnahme von Skates oder Schlittschuhen aufweist) einstöckig verbunden ist (Fig. 1/1 und Fig. 2 /1).
 
2. Skates- und Schlittschuhhalterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Oberteil zur Aufnahme der Skates- oder der Schlittschuhe mit entsprechenden Aussparungen versehen ist (Fig. 1 / 6 und Fig. 3 / 2).
 
3. Skates- und Schlittschuhhalterung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung von der Grundplatte zum Oberteil entsprechende Aussparungen (Fig. 1 / 4) für den Unterbau von Skates, Schlittschuhen oder andere in der Art verwandte Artikel aufweist.
 
4. Skates- und Schlittschuhhalterung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundfläche der Halterung durch die Aussparungen in der Verbindungsseite (Fig. 1 / 5) und durch die offene Bauweise der übrigen Seiten, kleiner als die Gesamtfläche der eingebrachten Skates- und Schlittschuhe ist (Fig. 1 und Fig. 2).
 
5. Skates- und Schlittschuhhalterung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich durch die Aussparungen in der Verbindungsseite (Fig. 1 / 5) und durch die offene Bauweise der übrigen Seiten, die Skates- oder Schlittschuhe sowohl vorwärts- wie auch rückwärts in die Halterung einbringen lassen (Fig. 1 und Fig. 2).
 
6. Skates- und Schlittschuhhalterung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung sowohl für stationäre wie auch für transportable Einsätze verwendbar ist.
 
7. Skates- und Schlittschuhhalterung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass durch den (lichtreflektierenden) Befestigungs- und Tragegurt (Fig. 1 / 9) das Herausgleiten der Skates- oder Schlittschuhe beim Transport der Halterung verhindert wird.
 
8. Skates- und Schlittschuhhalterung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung an ihrer Grundplatte und Verbindungsseite (Fig. 3 / 4) Schlitzaussparungen für die Aufnahme von Befestigungs- und Tragegurten (Fig. 1 / 9) und Bohrungen für die Aufnahme von Reflektoren sowie für die Aufnahme von rutschfesten Standfüssen und für die Wandbefestigung aufweisen (Fig. 1 / 11 und Fig. 3 / 3).
 
9. Skates- und Schlittschuhhalterung nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Form der Halterung (für die Einbringung von mehreren Skates- oder Schlittschuhpaaren) in ihrer Breite beliebig erweiterbar ist.
 
10. Skates- und Schlittschuhhalterung nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass an den freien Flächen der schuhabgewandten Grundplatte und Verbindungsseite (Fig. 1 / 5) relativ grossflächige Beschriftungsträger (Fig. 3 / 5) angeordnet sind.
 




Zeichnung