[0001] Die Erfindung betrifft eine Schutzplankenanordnung, welche im Boden verankerte Pfosten
und an den Pfosten unter Eingliederung von Distanzelementen in zwei verschiedenen
Höhen festgelegte Leitplankenstränge aufweist.
[0002] Eine solche Schutzplankenanordnung zählt durch die DE 42 24 998 C1 zum Stand der
Technik. An den Pfosten sind fahrwegseitig Deformationsprofile sowie ein oberer und
unterer Längsholm angebracht. Am unteren Längsholm ist fahrwegseitig eine Leitplanke
befestigt, deren Stirnseite über die Stirnseite des oberen Längsholms vorsteht. Durch
die Anordnung von unterem und oberem Längsholm wird ein Überfahren der Schutzplankenanordnung
vermieden. Wenn ein Fahrzeug gegen die Schutzplankenanordnung fährt, wird zunächst
das Deformationsprofil im unteren Bereich eingedrückt, ohne dass der dahinter liegende
Pfosten in Mitleidenschaft gezogen wird. Wenn aufgrund des Anpralls das Deformationsprofil
im unteren Bereich vollständig eingedrückt ist, geht die Krafteinwirkung auf den dahinter
liegenden Pfosten über.
[0003] Diese Schutzplankenanordnung hat sich in der Praxis bewährt. Im Bestreben nach einer
leichteren und noch flexibler handhabbaren Bauweise, die hohe Sicherheitsanforderungen
erfüllt, erscheint jedoch eine Weiterentwicklung erstrebenswert.
[0004] Der Erfindung liegt daher ausgehend vom Stand der Technik die Aufgabe zugrunde, eine
Schutzplankenanordnung herstellungs-, montage- und betriebstechnisch zu verbessern.
[0005] Die Lösung dieser Aufgabe besteht nach der Erfindung in einer Schutzplankenanordnung
gemäß Anspruch 1.
[0006] Diese Schutzplankenanordnung weist zwei in verschiedenen Höhen festgelegte, im Querschnitt
W-förmige Leitplankenstränge auf, die unter Eingliederung von Distanzelementen mit
den im Boden verankerten Pfosten verbunden sind. Der untere Leitplankenstrang liegt
näher zum Fahrweg als der obere Leitplankenstrang. Die Distanzelemente bestehen aus
paarweise in einem sich zu den Pfosten hin öffnenden Winkel einander zugeordneten
Laschen. Diese sind über parallel zu den Leitplankensträngen verlaufende endseitige
Flansche einmal an den Pfosten und zum anderen an den inneren Schenkeln der Leitplankenstränge
lösbar lagefixiert.
[0007] Dieser grundsätzliche Aufbau ist so konzipiert, dass er auf einfache Weise entsprechend
der örtlich jeweils geforderten Aufhaltestufe modifiziert werden kann.
[0008] Besonders vorteilhaft ist es jedoch, dass diese Schutzplankenanordnung sowohl auf
einem Mittelstreifen zwischen zwei Fahrwegen als auch randseitig eines Fahrwegs zum
Einsatz gelangen kann.
[0009] Der Aufbau der Schutzplankenanordnung ist einfach und wirtschaftlich. Die zum Einsatz
gelangenden Distanzelemente erfüllen ihre Funktion zweckentsprechend zuverlässig.
Die Laschen der Deformationselemente können rationell in hohen Stückzahlen als kostengünstige
Abkantteile hergestellt werden. In praktischen Versuchen wurde ein sehr gutes Anfahrverhalten
erreicht. Insbesondere die einfache Ausgestaltung der Distanzelemente wirkt sich sowohl
herstellungstechnisch als auch montagetechnisch vorteilhaft auf die Gesamtkonstruktion
aus. Es werden übereinstimmende Bauteile verwendet, die verwechselungsfrei montierbar
sind. Auch können nach einem Unfall beschädigte Bauteile leicht ausgebaut und durch
neue ersetzt werden.
[0010] Beim Anprall eines Fahrzeugs wird zunächst mindestens ein Distanzelement am unteren
Leitplankenstrang eingedrückt, ohne dass zugleich der dahinter liegende Pfosten beschädigt
wird. Bereits ein großer Teil der Stoßenergie kann so durch die Deformation des Distanzelements
kompensiert werden, ohne dass die Schutzplankenanordnung durchbrochen wird. Das Unfallfahrzeug
wird entlang der Schutzplankenanordnung geführt. Erst nachdem das Distanzelement des
unteren Leitplankenstrangs vollständig eingedrückt ist und die Stirnseiten der oberen
und unteren Leitplanke etwa in einer Ebene liegen, geht die Krafteinwirkung auf den
oberen Leitplankenstrang und den Pfosten über.
[0011] Eine vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schutzplankenanordnung wird
entsprechend den Merkmalen des Anspruchs 2 darin gesehen, dass beide Leitplankenstränge
über sich nur im Bereich der Pfosten erstreckende Laschen gegenüber den Pfosten distanziert
sind, wobei die die Flansche verbindenden Stege der Laschen abgekantete Schenkel aufweisen.
Die Laschen besitzen dann einen Uförmigen Querschnitt.
[0012] Diese Ausführungsform kommt vorzugsweise dann zum Einsatz, wenn ein normales bis
hohes Aufhaltevermögen der Schutzplankenanordnung gefordert ist.
[0013] Wird ein höheres oder sogar ein sehr hohes Aufhaltevermögen verlangt, beispielsweise
an besonders gefährlichen Stellen, an denen das Aufhalten eines von einem Fahrweg
abkommenden Fahrzeugs von vorrangiger Bedeutung ist, kann die Schutzplankenanordnung
gemäß Anspruch 3 so ausgelegt werden, dass der untere Leitplankenstrang über Laschen
zu den Pfosten distanziert ist, welche sich nur im Bereich der Pfosten erstrecken,
wohingegen der obere LeitplankenStrang über Laschen zu den Pfosten hin distanziert
ist, die eine Länge aufweisen, welche der Länge der die Leitplankenstränge bildenden
Schüsse entspricht.
[0014] Der obere Leitplankenstrang bildet dann zusammen mit den Laschen ein durchgehendes
Rückhalteband. Der untere Leitplankenstrang ist dementsprechend weicher an den Pfosten
abgestützt als der obere Leitplankenstrang. Der untere Leitplankenstrang dient damit
zunächst zum Auffangen eines Kraftfahrzeugs, wohingegen der obere Leitplankenstrang
erst dann zur Wirkung kommt, wenn ein Kraftfahrzeug mit höherer Energie unter einem
steileren Winkel aufprallt oder wenn ein Lastkraftwagen auf die Schutzplankenanordnung
fährt.
[0015] Auch wenn die Bestandteile der Distanzelemente bildenden Laschen auf unterschiedlichste
Art mit den Pfosten bzw. den Leitplankensträngen verbunden sein können, wird eine
vorteilhafte Verbindung in einer schraubbaren Verbindung gesehen. Die Befestigung
mittels Schrauben ist einfach, zuverlässig und montage- sowie reparaturfreundlich.
[0016] Gemäß den Merkmalen des Anspruchs 4 ist die Sollbruchstärke der die Laschen mit den
Pfosten verbindenden Schrauben geringer als die Sollbruchstärke der die Laschen mit
den Leitplankensträngen verbindenden Schrauben bemessen.
[0017] Hierdurch kann verhindert werden, dass im Falle eines sehr starken Anpralls die Leitplankenstränge
mit den Pfosten umgebogen und nach unten gedrückt werden. In einem solchen Fall reißt
vielmehr die Verbindung am Pfosten ab, so dass die Leitplankenstränge als Rückhaltebänder
erhalten bleiben. Ein Unfallfahrzeug kann somit immer noch entlang der Leitplankenstränge
geführt werden. Das Überfahren der Schutzplankenanordnung ist auch in dieser extremen
Situation erschwert.
[0018] Gemäß den Merkmalen im Anspruch 5 sind die Stege der Laschen mit sich parallel zu
den Leitplankensträngen erstreckenden Sollknickstellen versehen. Diese Maßnahme unterstützt
eine gezielte und kontrollierte Deformation der bzw. Deformationseinleitung in die
Distanzelemente.
[0019] Nach den Merkmalen des Anspruchs 6 weisen die Pfosten einen C-förmigen Querschnitt
auf, wobei die Laschen an die Schmalseiten der Pfosten geschraubt sind. Diese Ausbildung
gewährleistet ein hohes Widerstandsmoment der Pfosten mit bedarfsgerechter Knicksteifigkeit,
wobei eine zuverlässige Abstützung der Laschen an den Pfosten sichergestellt ist.
[0020] Je nach geforderter Aufhaltestufe kann auch die Anzahl der im Boden verankerten Pfosten
verändert werden. An Fahrwegabschnitten, wo ein sehr hohes Aufhaltevermögen gefordert
ist, wird der Abstand zwischen den einzelnen Pfosten kleiner gewählt. Dies ist aufgrund
der einfachen Gestaltung der erfindungsgemäßen Schutzplankenanordnung mit der Abstützung
der Leitplankenstränge über die leicht zu montierenden Distanzelemente problemlos
möglich.
[0021] Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
näher beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- in perspektivischer Darstellung einen Längenabschnitt einer ersten Ausführungsform
einer Schutzplankenanordnung;
- Figur 2
- in der Perspektive die Lasche eines Distanzelements für den oberen Leitplankenstrang
der Schutzplankenanordnung der Figur 1;
- Figur 3
- in der Perspektive die Lasche eines Distanzelements für den unteren Leitplankenstrang
der Schutzplankenanordnung der Figur 1;
- Figur 4
- einen vertikalen Querschnitt durch die Schutzplankenanordnung der Figur 1;
- Figur 5
- einen vertikalen Querschnitt durch eine Schutzplankenanordnung zur Installation auf
einem Mittelstreifen zwischen zwei Fahrwegen;
- Figur 6
- in perspektivischer Darstellungsweise einen Längenabschnitt einer zweiten Ausführungsform
einer Schutzplankenanordnung;
- Figur 7
- in der Perspektive die Lasche eines Distanzelements für den unteren Leitplankenstrang
der Schutzplankenanordnung der Figur 6;
- Figur 8
- in der Perspektive die Lasche eines Distanzelements für den oberen Leitplankenstrang
der Schutzplankenanordnung der Figur 6;
- Figur 9
- einen vertikalen Querschnitt durch eine Schutzplankenanordnung entsprechend Figur
6 randseitig eines Fahrwegs;
- Figur 10
- einen vertikalen Querschnitt durch eine schutzplankenanordnung ähnlich derjenigen
der Figur 6 auf einem Mittelstreifen zwischen zwei Fahrwegen und
- Figur 11
- einen vertikalen Querschnitt durch eine Schutzplankenanordnung ähnlich derjenigen
der Figur 6 auf einem Mittelstreifen zwischen zwei auf unterschiedlichen Höhenniveaus
liegenden Fahrwegen.
[0022] Einander entsprechende Bauteile tragen in allen Figuren gleiche Bezugszeichen.
[0023] Die in der Figur 1 dargestellte Schutzplankenanordnung 1 besteht aus randseitig eines
Fahrwegs 2 im Boden 3 verankerten Pfosten 4. An den Pfosten 4 sind fahrbahnseitig
unter Eingliederung von Distanzelementen 5, 6 in zwei verschiedenen Höhen H1, H2 Leitplankenstränge
7, 8 festgelegt, wobei der untere Leitplankenstrang 7 näher zum Fahrweg 2 hin liegt
als der obere Leitplankenstrang 8. Die Leitplankenstränge 7, 8 sind aus schussweise
aneinander gesetzten Leitplanken (Schüsse) 9 gebildet, welche im Querschnitt eine
W-förmige Konfiguration besitzen.
[0024] Die Distanzelemente 5, 6 sind durch einander paarweise zugeordnete Laschen 10, 11
bzw. 12, 13 gebildet. Diese stützen sich über parallel zu den Leitplankensträngen
7, 8 verlaufende endseitige Flansche 14, 15 einmal an den Pfosten 4 und zum anderen
an den inneren Schenkeln 16, 17 der Leitplankenstränge 7, 8 ab, wo sie mittels Schrauben
18, 19 lösbar lagefixiert sind.
[0025] Die Laschen 10, 11 bzw. 12, 13 jedes Distanzelements 5, 6 sind zueinander schräg
gestellt mit einem sich von den Leitplankensträngen 7, 8 zu den Pfosten 4 hin öffnenden
Winkel α bzw. β. Diese Schrägstellung unterstützt das Widerstands- und Deformationsverhalten
der Distanzelemente 5, 6 im Falle eines Anpralls.
[0026] Sowohl die Laschen 10, 11, welche den unteren Leitplankenstrang 7 gegenüber den Pfosten
4 distanzieren, als auch die Laschen 12, 13, die ein Distanzelement für den oberen
Leitplankenstrang 8 bilden, erstrecken sich jeweils nur im Bereich der Pfosten 4.
Zur Verdeutlichung dieser Situation ist daher in der Figur 1 der obere Leitplankenstrang
8 im mittleren Bereich unterbrochen dargestellt.
[0027] Insbesondere anhand der Figuren 2 und 3 wird deutlich, dass die Lasche 10 bzw. 11
eines unteren Distanzelements 5 länger ist als die Lasche 12 bzw. 13 eines oberern
Distanzelements 6. Zur Herstellung einer Lasche 10-13 wird eine Blechplatine abgekantet.
Die Laschen 10-13 weisen dann einen zwischen den stirnseitig angeordneten Flanschen
14, 15 liegenden Steg 20 auf, an dessen Längsseiten 21 etwa vertikal gerichtete Schenkel
22 verlaufen. Wie sowohl aus der Figur 1 als auch aus den Figuren 4 und 5 hervorgeht,
sind die Schenkel 22 der unteren Laschen 10 bzw. 11 und der oberen Laschen 12 bzw.
13 aufeinander zu gerichtet.
[0028] Jeder Pfosten 4 besteht aus einem C-förmigen Profil. Der Steg 23 des C-Profils erstreckt
sich quer zu den Leitplankensträngen 7, 8 bzw. den Leitplanken 9. An der Schmalseite
24 sind die Laschen 10, 11 bzw. 12, 13 angeschraubt.
[0029] Figur 4 zeigt die Schutzplankenanordnung 1 im vertikalen Querschnitt. Diese ist randseitig
des Fahrwegs 2 angeordnet, wohingegen die Figur 5 eine Schutzplankenanordnung 1' verdeutlicht,
welche auf einem Mittelstreifen 25 zwischen zwei Fahrwegen 2', 2'' vorgesehen ist.
Dementsprechend sind auf beiden Seiten der Pfosten 4 im Querschnitt W-förmige Leitplankenstränge
7, 8 angeordnet.
[0030] Die Leitplankenstränge 7, 8 sind, wie zuvor beschrieben, in zwei verschiedenen Höhen
H1, H2 festgelegt. Der jeweils untere Leitplankenstrang 7 liegt näher zum Fahrweg
2', 2'' hin als der obere Leitplankenstrang 8.
[0031] Beim Aufprallvorgang eines Fahrzeugs wird zunächst jeweils der untere Leitplankenstrang
7 kontaktiert. Hierbei werden in Abhängigkeit von der Anprallenergie als erstes Distanzelemente
5 des unteren Leitplankenstrangs 7 deformiert, wodurch Stoßenergie abgebaut wird.
Die Pfosten 4 bleiben in dieser Deformationsphase weitgehend unbelastet. Der untere
Leitplankenstrang 7 wird dabei so weit in Richtung zu den Pfosten 4 verlagert, bis
die zum Fahrweg 2', 2'' hin weisende Vorderseite 26 des oberen Leitplankenstrangs
8 und die Vorderseite 27 des unteren Leitplankenstrangs 7 nahezu in einer vertikalen
Ebene liegen. Auf diese Weise bleibt die Leitplankenfunktion trotz einer starken Auffahrbelastung
nach wie vor erhalten. In dieser zweiten Deformationsphase geht die Krafteinwirkung
auf den oberen Leitplankenstrang 8 und die Pfosten 4 über.
[0032] Vorzugsweise liegt das Verhältnis des Abstands 1
1 der Vorderseite 27 des unteren Leitplankenstrangs 7 vom Pfosten 4 zum Abstand 1
2 der Vorderseite 26 des oberen Leitplankenstrangs 8 zum Pfosten 4 in einem Bereich
zwischen 1,5:1 bis 2:1, vorzugsweise 1,675:1.
[0033] Anhand der Figur 6 ist in perspektivischer Darstellung eine Schutzplankenanordnung
28 veranschaulicht, welche wiederum im Boden 3 verankerte Pfosten 4 umfasst, an denen
unter Eingliederung von Distanzelementen 29, 30 in zwei verschiedenen Höhen H1, H2
im Querschnitt W-förmige Leitplankenstränge 7, 8 festgelegt sind. Hierbei stützt sich
der untere Leitplankenstrang 7 über Distanzelemente 29 an den Pfosten 4 ab, die aus
Laschen 10, 11 mit stirnseitigen Flanschen 14, 15 und seitlichen Schenkeln 22 gebildet
sind, welche sich nur im Bereich der Pfosten 4 erstrecken (siehe hierzu auch Figur
7).
[0034] Der obere Leitplankenstrang 8 ist dagegen über Laschen 31, 32 zu den Pfosten 4 hin
distanziert, die eine Länge L
A aufweisen, welche der Länge L
B eines Schusses 9 des Leitplankenstrangs 8 entspricht (siehe hierzu insbesondere Figur
8). Diese Maßnahme steigert den Aufhaltewiderstand der Schutzplankenanordnung 28 und
erhöht den Schutz gegen ein Durchbrechen.
[0035] Die Laschen 10, 11 des unteren Distanzelements 29 öffnen sich in einem Winkel α von
dem Leitplankenstrang 7 zu den Pfosten 4 hin. Ebenso nehmen die Laschen 31, 32 des
oberen Distanzelements 30 miteinander einen sich zu den Pfosten 4 hin öffnenden Winkel
β ein.
[0036] Figur 9 zeigt die Schutzplankenanordnung 28 an einem Fahrwegrand. Figur 10 dagegen
gibt eine doppelseitige Schutzplankenanordnung 28' wieder, die auf einem Mittelstreifen
25 zwischen zwei Fahrwegen 2', 2'' angeordnet ist.
[0037] Figur 11 verdeutlicht eine Schutzplankenanordnung 28'' auf einem Mittelstreifen 25
zwischen zwei Fahrwegen 2', 2'', die auf unterschiedlichen Höhenniveaus I, II liegen.
Ansonsten entspricht diese Ausführungsform der zuvor beschriebenen Bauart. Es kommen
gleichartige Bauteile zum Einsatz, die auf einfache Weise lediglich in den jeweils
erforderlichen Höhen montiert werden können.
[0038] Sowohl bei der Schutzplankenanordnung 1, 1' in der Bauart gemäß Figur 1 bzw. den
Figuren 4 und 5 als auch bei der Schutzplankenanordnung 28, 28', 28'' in der Bauart
gemäß Figur 6 bzw. den Figuren 9 bis 11 kommen für die Festlegung der Laschen 10-13,
31, 32 an den Pfosten 4 vorzugsweise Schrauben 18 zum Einsatz, welche eine geringere
Sollbruchstärke besitzen als die Schrauben 19, mit denen die Laschen 10-13, 31, 32
an den Leitplankensträngen 7, 8 festgelegt werden. Im Falle eines Anpralls, bei dem
die Pfosten 4 umgebogen werden, reißen bevorzugt die schwächeren Schrauben 18 an den
Pfosten 4, so dass die Leitplankenstränge 7, 8 nicht mit diesen umgebogen werden und
ihre Zugbandfunktion erhalten bleibt. Auch durch die Anzahl der verwendeten Schrauben
18 bzw. 19 kann die Anbindung der Laschen 10-13, 31, 32 an den Pfosten 4 einerseits
und an den Leitplankensträngen 7, 8 andererseits unterschiedlich fest ausgelegt werden.
In den beschriebenen Ausführungsbeispielen werden die Laschen 10-13, 31, 32 jeweils
an einem Pfosten 4 mit einer Schraube 18 und an den Leitplankensträngen 7, 8 mit zwei
Schrauben 19 festgelegt.
[0039] Um eine kontrollierte Deformation der Distanzelemente 5, 6 bzw. 29, 30 einzuleiten,
kann es vorteilhaft sein, wenn diese sich parallel zu den Leitplankensträngen 7, 8
erstreckende Sollknickstellen 33, 34 aufweisen, wie sie in den Figuren 1 und 6 in
strichpunktierter Linienführung andeutungsweise dargestellt sind.
Bezugszeichenaufstellung
[0040]
- 1 -
- Schutzplankenanordnung
- 1' -
- Schutzplankenanordnung
- 2 -
- Fahrweg
- 2' -
- Fahrweg
- 2'' -
- Fahrweg
- 3 -
- Boden
- 4 -
- Pfosten
- 5 -
- Distanzelement
- 6 -
- Distanzelement
- 7 -
- unterer Leitplankenstrang
- 8 -
- oberer Leitplankenstrang
- 9 -
- Leitplanke
- 10 -
- Lasche
- 11 -
- Lasche
- 12 -
- Lasche
- 13 -
- Lasche
- 14 -
- Flansch
- 15 -
- Flansch
- 16 -
- innerer Schenkel v. 7, 8
- 17 -
- innerer Schenkel v. 7, 8
- 18 -
- Schraube
- 19 -
- Schraube
- 20 -
- Steg
- 21 -
- Längsseite v. 20
- 22 -
- Schenkel
- 23 -
- Steg
- 24 -
- Schmalseite v. 4
- 25 -
- Mittelstreifen
- 26 -
- Vorderseite v. 8
- 27 -
- Vorderseite v. 7
- 28 -
- Schutzplankenanordnung
- 28' -
- Schutzplankenanordnung
- 28'' -
- Schutzplankenanordnung
- 29 -
- Distanzelement
- 30 -
- Distanzelement
- 31 -
- Lasche
- 32 -
- Lasche
- 33 -
- Sollknickstelle
- 34 -
- Sollknickstelle
- H1 -
- Höhe
- H2 -
- Höhe
- 11 -
- Abstand
- 12 -
- Abstand
- LB -
- Länge v. 9
- LA -
- Länge v. 31
- α -
- Winkel
- β -
- Winkel
- I -
- Höhenniveau
- II -
- Höhenniveau
1. Schutzplankenanordnung zur Installation randseitig eines Fahrwegs (2) oder zwischen
zwei Fahrwegen (2', 2''), welche im Boden (3) verankerte Pfosten (4) und an den Pfosten
(4) unter Eingliederung von Distanzelementen (5, 6, 29, 30) in zwei verschiedenen
Höhen (H1, H2) festgelegte, im Querschnitt W-förmige Leitplankenstränge (7, 8) aufweist,
von denen der untere Leitplankenstrang (7) näher zum Fahrweg (2, 2', 2'') hin liegt
als der obere Leitplankenstrang (8), wobei die Distanzelemente (5, 6, 29, 30) aus
paarweise in einem sich zu den Pfosten (4) hin öffnenden Winkel (α, β) einander zugeordneten
Laschen (10-13; 31, 32) bestehen, die über parallel zu den Leitplankensträngen (7,
8) verlaufende endseitige Flansche (14, 15) einmal an den Pfosten (4) und zum anderen
an den inneren Schenkeln (16, 17) der Leitplankenstränge (7, 8) lösbar lagefixiert
sind.
2. Schutzplankenanordnung nach Anspruch 1, bei welcher beide Leitplankenstränge (7, 8)
über sich nur im Bereich der Pfosten (4) erstreckende Laschen (10-13) gegenüber den
Pfosten (4) distanziert und die die Flansche (14, 15) verbindenden Stege (20) der
Laschen (10-19) mit abgekanteten Schenkeln (22) versehen sind.
3. Schutzplankenanordnung nach Anspruch 1, bei welcher der untere Leitplankenstrang (7)
über sich nur im Bereich der Pfosten (4) erstreckende Laschen (10, 11) mit Schenkeln
(22) und der obere Leitplankenstrang (8) über Laschen (31, 32) zu den Pfosten (4)
hin distanziert sind, die eine Länge (LA) aufweisen, welche der Länge (LB) der die Leitplankenstränge (8) bildenden Schüsse (9) entspricht.
4. Schutzplankenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei welcher die Sollbruchstärke
der die Laschen (10-13, 31, 32) mit den Pfosten (4) verbindenden Schrauben (18) geringer
als die Sollbruchstärke der die Laschen (10-13, 31, 32) mit den Leitplankensträngen
(7, 8) verbindenden Schrauben (19) bemessen ist.
5. Schutzplankenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei welcher die Stege (20)
der Laschen (10-13, 31, 32) mit sich parallel zu den Leitplankensträngen (7, 8) erstreckenden
Sollknickstellen (33, 34) versehen sind.
6. Schutzplankenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei welcher die Pfosten (4)
einen C-förmigen Querschnitt aufweisen und die Laschen (10-13, 31, 32) an die Schmalseiten
(24) der Pfosten (4) geschraubt sind.