[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Antennenverbinder, insbesondere für Antennen
von Handys, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Zum Halten von Antennen gibt es recht aufwendige Konstruktionen, die ihren Herstellungspreis
kosten.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Antennenverbinder zu schaffen, dessen
Herstellungspreis gering ist und der leicht an geforderte unterschiedliche Anschlußbedingungen
angepaßt werden kann.
[0004] Die gestellte Aufgabe wird aufgrund der Merkmale des Anspruchs 1 gelöst und durch
die weiteren Merkmale der Unteransprüche ausgestaltet und weiterentwickelt.
[0005] Im einzelnen ist ein Blechstanzteil vorgesehen, das ein Trägerelement darstellt und
für elektrische Abschirmung sorgt. Dieses Blechstanzteil weist abgewinkelte Füße auf,
mit denen es auf einer Schaltungsplatte befestigt wird. Außerdem weist das Blechstanzteil
einen abgewinkelten Haltearm auf, der zur Stützung einer Flexprintplatte dient, welche
die Verbindung zwischen der oder den Antennen und der Schaltungsplatte herstellt.
Die Flexprintplatte ist für die elektrischen Eigenschaften des Antennenverbinders
verantwortlich und ist leicht austauschbar, so daß man sich den Anforderungen bei
der jeweiligen Anwendung leicht anpassen kann. Man braucht beispielsweise nur das
Ätzmuster auf der Flexprintplatte zu ändern, was mit geringen Kosten verbunden ist.
[0006] Die Erfindung wird anhand der Zeichnung beschrieben. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- ein zugeschnittenes Blechstanzteil in starker Vergrößerung,
- Fig. 2
- eine Flexprintplatte, ebenfalls stark vergrößert,
- Fig. 3
- das zurechtgebogene Blechstanzteil in der Seitenansicht (weniger stark vergrößert),
- Fig. 4
- das zurechtgebogene Blechstanzteil, von vorne gesehen,
- Fig. 5
- das zurechtgebogene Blechstanzteil, von oben gesehen,
- Fig. 6
- einen montierten Antennenverbinder, von der Seite gesehen, gemäß Fig. 3,
- Fig. 7
- den Antennenverbinder, von vorne gesehen,
- Fig. 8
- den Antennenverbinder, von oben gesehen,
- Fig. 9
- einen abgewandelten Antennenverbinder, von der Seite gesehen,
- Fig. 10
- den Antennenverbinder der Fig. 9, von vorne gesehen,
- Fig. 11
- den Antennenverbinder der Fig. 9, von oben gesehen,
- Fig. 12
- ein zurechtgebogenes Blechstanzteil für eine Doppelantenne, von vorne gesehen, und
- Fig. 13
- von oben gesehen
- Fig. 14
- den Antennenverbinder von vorne und
- Fig. 15
- von oben gesehen (verkleinert gemäß Fig. 12, 13).
[0007] Fig. 1 zeigt den Zuschnitt eines Blechstanzteils 1, das einen etwa rechteckförmigen
Basisplattenbereich 10 aufweist, der durch Biegelinien 11, 12, 13, 14 begrenzt wird.
Entlang der Biegelinie 11 wird ein Haltearm 15 abgewinkelt, der einen etwa dreieck-
bis trapezförmigen Umriß aufweist und einen Haltekopf 16 besitzt. Am Haltekopf 16
sind Laschen 17, 18 angeformt. An der Basisplatte 10 sind Fortsätze 19, 20 vorgesehen,
die jenseits der Biegelinie 12 zur Bildung von Füßen 21, 22 abgebogen werden. Weitere
Füße 23, 24 werden durch Abbiegen von Längsstreifen 25, 26 um die Biegelinien 13,
14 gebildet.
[0008] Fig. 2 zeigt eine Flexprintplatte 3, die eine Kaptonfolie 30 sowie einen streifenförmigen
Leiteraufdruck mit einer Signalbahn 31 und Erdungsbahnen 32 und 33 aufweist. Die Signalbahn
31 führt zu einem Antennenkontaktbereich 34. Die Bahnen 31, 32, 33 weisen jeweils
Anschlußenden 35, 36, 37 auf, mit denen sie auf entsprechende Anschlußbereiche 45,
46, 47 einer Schaltungsplatte 4 (Fig. 6) befestigt sind. Wie dargestellt, weist die
Flexprintplatte einen etwa T-förmigen Umriß auf, um zwei Ösen 38, 39 unterzubringen,
die neben dem Kontaktfeld 34 untergebracht sind.
[0009] Der Blechzuschnitt 1 erhält nach Biegen um die Biegelinien 11, 12, 13, 14 sowie Abkröpfen
der Laschen 17, 18 die aus den Fig. 3 bis 5 ersichtliche Form. Diese Form bildet einen
Rahmen, um die Flexprintplatte 3 zu stützen, wie aus den Fig. 6 bis 8 hervorgeht.
Dabei werden die Füße 21, 22, 23, 24 durch Bohrungen 41, 42, 43, 44 an die Schaltungsplatte
4 gesteckt und darin mit konventionellen Mitteln verankert und befestigt, beispielsweise
durch Löten.
[0010] Es ist natürlich auch möglich, die Füße 21 bis 24 durch weiteres Abbiegen zur Oberflächenmontage
auf der Schaltungsplatte 4 auszubilden, wobei dann an den Stellen der Bohrungen 41
bis 44 Anschlußflecken geeignet vorbereitet sind.
[0011] Fig. 6 zeigt eine Antenne 5, die in Wänden 6 eines Gehäuses festgemacht ist und federnd
an dem Widerlager bzw. am Antennenkontaktbereich 34 anliegt. Die hintere Antennenspitze
51 kann zur Ebene des Kontaktbereichs 34 einen Winkel von 90° ± 10° einnehmen. Wie
ersichtlich, ist der Haltearm 15 am Übergang zum Kopf 16 abgekröpft, um einen Luftspalt
2 zwischen dem Blechstanzteil 1 bzw. dessen Haltearm 15 und der Flexprintplatte 3
zu schaffen. Die Signalbahn 31 wird auf diese Weise in bestimmter Entfernung von Metallteilen
15, 32 und 33 umgeben, wodurch sich ein Wellenwiderstand von beispielsweise 50 Ohm
ergibt, wie es erwünscht ist. Gegebenenfalls sind an den Wänden 6 Metallisierungen
angebracht, um die Abschirmung und den Wellenwiderstand zu beeinflussen. Die Enden
35, 36, 37 der Bahnen 31, 32, 33 sind mit den Anschlußfeldern 45, 46, 47 der Schaltungsplatte
4 mit ihren jeweiligen Oberflächen verbunden, was nicht näher erläutert werden muß.
[0012] Fig. 9 bis 11 zeigen eine Anwendung des Antennenverbinders für den Fall, daß die
Antenne 5 als interne Antenne beim Einstecken einer externen Antenne 7 abgeschaltet
werden soll. Der Kopf des Haltearms 15 weist in diesem Fall einen seitlichen Fortsatz
27 auf, der von einem seitlichen Fortsatz 57 der Flexprintplatte bedeckt ist, auf
der sich ein Antennenkontaktfeld 54 befindet, das mit dem Kontaktfeld 34 über eine
Brücke 55 verbunden ist. Wenn die externe Antenne 7 eingeführt wird, kommt sie auf
dem Feld 54 zur Auflage und biegt den Haltearm 15 federnd zurück, so daß das Kontaktfeld
34 außer Anlage mit der internen Antenne 5 gelangt, die dadurch abgeschaltet wird.
[0013] Die Fig. 12 und 13 zeigen ein gebogenes Blechstanzteil mit zwei unabhängig federnden
Widerlagern 15a, 15b für eine Doppelantenne. Die zugehörige Flexprintplatte 3 (Fig.
14, 15) weist zwei Signalbahnen 31a, 31b mit jeweils einem Antennenkontaktfeld 34a
bzw. 34b und zwei Erdungsbahnen 32a, 32b bzw. 33a, 33b auf, die die jeweiligen Signalbahnen
begleiten.
[0014] Es versteht sich, daß die beschriebene Anheftung der Flexprintplatte an dem Blechstanzteil
nicht über eine Laschen-Ösen-Verbindung erfolgen muß, daß vielmehr auch andere Verbindungsmittel
möglich sind, beispielsweise Anheftung mit Druckknöpfen, Klettverschlußausbildung
oder dergleichen. Auch das Aufkleben mit Klebeschicht oder mit doppelseitigem Klebeband
ist möglich.
[0015] Im Bereich der Kontaktfelder können die Auflagefelder Vernickelung mit Goldschicht
tragen. Die Bereiche 35, 36, 37 sowie 45, 46, 47 können für das oberflächliche Reflow-Löten
vorbereitet sein.
[0016] Von besonderem Vorteil ist, daß die Teile des Antennenverbinders ausreichend große
ebene Flächen aufweisen, an denen Vakuum angelegt werden kann, um diese Teile mit
Vakuumgreifern zu handhaben. Dadurch wird die automatische Montage erleichtert.
1. Antennenverbinder, insbesondere für Antennen von Handys, mit folgenden Merkmalen:
Gehäusemittel (6), um wenigstens eine darin eingesteckte Antenne (5) zu haltern;
ein Blechstanzteil (1), das mit abgewinkelten Füßen (21, 22, 23, 24) zur Befestigung
an einer Schaltungsplatte (4) und mit einem abgewinkelten Haltearm (15) versehen ist;
eine Flexprintplatte (3), die wenigstens eine aufgedruckte Signalbahn (31) mit Antennenkontaktbereich
(34, 54) und streifenförmige Erdungsbahnen (32, 33), benachbart zur Signalbahn (31)
aufweist, wobei die Signalbahn (31) und die Erdungsbahn (32, 33) jeweils mit leitenden
Verbindungsmitteln (35, 36, 37) zu Kontaktbereichen (45, 46, 47) der Schaltungsplatte
(4) versehen sind;
der Haltearm (15) des Blechstanzteils und die Flexprintplatte (3) im Bereich des Antennenkontaktbereichs
sind mit Anheftungsmitteln (17, 18, 38, 39) versehen, um die Flexprintplatte (3) am
abgewinkelten Haltearm (15) des Blechstanzteils (1) zu halten.
2. Antennenverbinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Blechstanzteil (1) einen zur Schaltungsplatte (4)
parallel verlaufenden, rechteckförmigen Basisplattenteil (10) mit vier Seiten aufweist,
zu dessen erster Seite der Haltearm (15) abgewinkelt ist und eine Antennenkontaktebene
bestimmt, daß von der zweiten, gegenüberliegenden Seite des Basisplattenteils (10)
erste und zweite abgewinkelte Füße (21, 22) entgegen der Erstreckungsrichtung des
Haltearmes (15) ausgehen und daß von der dritten und vierten Seite des Basisplattenteils
(10) jeweils dritte und vierte abgewinkelte Füße (23, 24) über Verbindungsstreifen
(25, 26) angeschlossen sind, die von den ersten und zweiten Füßen (21, 22) wegstreben,
um eine Vierpunkt-Befestigung des Blechstanzteils (1) an der Schaltungsplatte (4)
mit breiter Basis zu ermöglichen.
3. Antennenverbinder nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Haltearm (15) trapezförmig, mit einem Haltekopf (16),
ausgebildet ist.
4. Antennenverbinder nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Haltekopf (16) zwei Laschen (17, 18) zum Durchstecken
durch Öffnungen (38, 39) in der Flexprintplatte (3) aufweist.
5. Antennenverbinder nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Haltekopf (16) gegenüber dem Rest des Haltearms (15)
abgekröpft ist, um eine Luftschicht (2) zwischen Flexprintplatte (3) und Blechstanzteil
(1) zu bilden.
6. Antennenverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Flexprintplatte (3) eine Kaptonfolie und eine Leiterschicht
zur Bildung der Signalbahn und der Erdungsbahnen aufweist.
7. Antennenverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Flexprintplatte (3) eine doppelseitige Beschichtung
trägt.
8. Antennenverbinder nach einem der Ansprüche 3 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Haltekopf (16) einen seitlichen Fortsatz (27) äufweist,
der gegenüber der Ebene seines Haltearms (15) leicht abgewinkelt ist, und daß die
Flexprintplatte (3) in Überdeckung dieses seitlichen Fortsatzes (27) einen weiteren
Antennenkontaktbereich (54) aufweist, der beim Einstecken einer weiteren (externen)
Antenne (7) wirksam wird und den ersten Antennenkontaktbereich (34) von der ersten
(internen) Antenne (5) abhebt.
9. Antennenverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der Haltearm (15) zwei unabhängig federnde Widerlager
(15a, 15b) zur Anlage zweier Antennen bzw. einer Doppelantenne enthält.
10. Antennenverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Flexprintplatte (3) zur Versorgung einer Doppelantenne
zwei getrennte Signalbahnen (31a, 31b) mit zugehörigen Antennenkontaktbereichen (34a,
34b) und vier streifenförmige Erdungsbahnen (32a, 32b; 33a, 33b) aufweist.