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EP 1 062 057 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.06.2002 Patentblatt 2002/25 |
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Anmeldetag: 09.03.1999 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9901/494 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9946/061 (16.09.1999 Gazette 1999/37) |
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VERFAHREN ZUM ANREGEN EINES SIEBRAHMENS MIT ULTRASCHALL
METHOD FOR ACTIVATING A SIEVE FRAME WITH ULTRASOUNDS
PROCEDE POUR ACTIVER UNE MONTURE DE TAMIS AVEC DES ULTRASONS
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI SE |
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Priorität: |
11.03.1998 DE 19811266
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.12.2000 Patentblatt 2000/52 |
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Patentinhaber: Dr. Hielscher GmbH |
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14513 Teltow (DE) |
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Erfinder: |
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- HIELSCHER, Harald
D-14532 Stahnsdorf (DE)
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Vertreter: Hengelhaupt, Jürgen D., Dipl.-Ing. et al |
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Gulde Hengelhaupt Ziebig,
Schützenstrasse 15-17 10117 Berlin 10117 Berlin (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-94/27748 US-A- 4 062 768
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FR-A- 2 682 050
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Anregen eines Siebrahmens mit Ultraschall
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Es ist allgemein bekannt, zum Sieben unterschiedlichster Güter Ultraschall zu verwenden.
Die durch den Ultraschall erzeugten schwingenden Bewegungen werden auf die Siebfläche
übertragen und üben einen günstigen Einfluß auf den Siebdurchsatz und das Siebgut
aus. Die auf das Siebgut übertragenen Schwingungen bewirken eine Reduzierung der Oberflächenspannung
und der Aglomerierungskräfte, so daß ein Verstopfen der Siebmaschen weitestgehend
verhindert wird.
[0003] Die bekannten Ultraschall verwendenden Siebvorrichtungen und Siebverfahren bestehen
im wesentlichen aus einem Siebrahmen mit einer aufgebrachten Siebfläche und einer
an den Siebrahmen über einen Ultraschallwandler angekoppelten Ultraschallquelle, wobei
der Wandler die hochfrequenten elektrischen Schwingungen in mechanische Biegeschwingungen
umwandelt.
[0004] In der WO 94/27748 werden eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Sieben, Klassieren,
Sichten, Filtern oder Sortieren von Stoffen mit in einem Siebrahmen vorgesehener Siebfläche
und dieser zugeordnetem Ultraschall-Wandler, durch den der Siebfläche Schwingungen
zuleitbar sind, beschrieben.
[0005] Dem Ultraschallwandler ist ein der Siebfläche anliegender Resonator zugeordnet, der
auf die Resonanz des Ultraschallwandlers abgestimmt und von letzterem in Biegeschwingungen
versetzbar ist. Die vom Schallwandler erzeugten Longitudinalschwingungen werden in
den tangential zur longitudinalen Schwingrichtung angeordneten Resonatorstäben in
Biegeschwingungen der gleichen Frequenz umgeformt.
[0006] Aus der FR-A-2682050 ist ein Verfahren zum Anregen eines Siebrahmens mit Ultraschall
bekannt, bei dem die Schwingung des Siebes durch eine mittels einer Schraube direkt
unter dem Rahmen angebrachte Sonotrode erfolgt. Der Rahmen dient dabei der Übertragung
von Schwingungen auf das Sieb, wobei die Schwingungsrichtung des Ultraschallwandlers
rechtwinklig bzw. radial auf den Rahmen wirkt und einen Biegeschwinger bildet.
[0007] Aus der US-A-4062768 ist eine Siebeinrichtung bekannt, bei der ein durch einen Ultraschallwandler
angeregter Rahmen unter einem Siebgewebe eingesetzt ist. Der Ultraschallwandler regt
den Rahmen in der Ebene der Siebfläche an. Der Rahmen wirkt aufgrund seiner Länge
und auch dadurch, daß der durch den Ultraschallwandler angeregte Rahmen rechtwinklig
zur Anregungsrichtung des Wandlers und Kupplungselementes steht, als Biegeschwinger.
[0008] Nachteilig ist bei allen bekannten Ausführungsformen, daß die aus dem Anschwingungsprinzip
"Biegeschwinger" sich ergebenden großen Abmessungen keine ausreichend kompakte Bauform
der Siebvorrichtung ermöglichen.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Anregen von Siebrahmen mittels Ultraschall
zu entwickeln, mit welchem eine kompaktere Bauart von Siebvorrichtungen als bisher
bekannt gewährleistet wird.
[0010] Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen des Anspruchs 1. Danach wird
der Siebrahmen über ein Koppelelement, welches aus mindestens zwei in ihrem Amplitudenmaximum
gekoppelten parallelen Längsschwingern gebildet wird und welches die Anregungsachse
des schwingenden Systems in die Ebene des die Schwingungen übertragenden Siebrahmens
verlagert, als Längsschwinger angeregt.
[0011] Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0012] Die Anregung eines Siebrahmens mit Ultraschall als Längsschwinger in der nach der
Erfindung beschriebenen Art gewährleistet eine flachere und damit kompaktere Bauart
von Siebrahmen als nach dem Biegeschwingerprinzip oder nach anderen Anregungsformen
mit senkrecht zur Siebfläche stehendem Schallwandler angeregte Siebvorrichtungen.
[0013] Insbesondere durch die Anbringung des schwingenden Systems an das mit den Schwingungen
anzuregende Element (zum Beispiel Siebrahmen) mit einem seitlichen Versatz kann eine
kompakte Bauform dadurch erreicht werden, daß das schwingende System unter dem Siebrahmen
angeordnet wird. Es ist des weiteren die Ausbildung von Ringformen (auch elliptische
Formen) für den Siebrahmen möglich, insbesondere wenn durch ein Koppelelement die
Anregungsachse des schwingenden Systems in die Ebene des die Schwingungen übertragenden
Siebrahmens verlagert wird.
[0014] Die Erfindung wird nachfolgend in einem Ausführungsbeispiel eines ringförmigen Siebrahmens
näher erläutert. In der einzigen Fig. ist in einer schematischen Darstellung der ringförmige
Siebrahmen mit der Ultraschall-Quelle dargestellt.
[0015] Entsprechend der Darstellung in der Fig. ist ein kreisförmiger Siebrahmen 1 aus einem
ganzzahligen Vielfachen von λ /2-Elementen gebildet, wobei eines der λ /2-Elemente
durch ein Koppelelement 2 gebildet ist.
[0016] Das Koppelelement 2 besteht aus zwei λ /2-Längsschwingern 3, die in ihrem Amplitudenmaximum
miteinander verbunden sind.
[0017] Ein den Ultraschall erzeugendes schwingendes System 4 (Ultraschall-Wandler) ist als
λ /2-Längsschwinger an dem unteren λ /2-Längsschwinger 3 des Koppelelmmentes 2 angebracht.
[0018] Die vom Ultraschall-Wandler 4 erzeugten hochfrequenten mechanischen Längs-Schwingungen
werden über das Koppelelement 2 auf einen Siebrahmen 1 übertragen, pflanzen sich über
den gesamten Umfang entsprechend dem Diagramm II der Figur fort und werden gleichmäßig
auf das Siebgewebe (nicht dargestellt) übertragen.
[0019] Bei großen Siebflächen kann es zweckmäßig sein, mehrere, in Abhängigkeit von der
Geometrie der Siebfläche, kreisförmige, elliptische oder stabförmige Siebrahmen 1
unter der Siebfläche anzuordnen, um eine effektive Siebfunktion zu gewährleisten.
[0020] Das Diagramm I der Figur zeigt den Schwingungsverlauf im Wandler 4 sowie im Koppelelement
2. Das Diagramm II zeigt den Schwingungsverlauf im Siebrahmen 1, wobei in beiden Diagrammen
I, II der Figur die Amplitudengröße a über den Schwingungsort x aufgetragen wurde.
Am Ort x
0 befindet sich jeweils ein Schwingungsknoten.
[0021] Durch die Längsschwingungen des Systems 4 wird ein auf den Siebrahmen 1 aufgebrachtes
Sieb in seitliche Bewegungen versetzt, die weitgehend den Siebbewegungen beim manuellen
Sieben entsprechen. Gegenüber den bekannten Siebvorrichtungen nach dem Stand der Technik
erfolgt die Anregung der Siebfläche um 90° versetzt.
[0022] Die Erfindung ist nicht auf die hier beschriebenen Ausführungsformen beschränkt.
Vielmehr ist es möglich, durch Kombination der Merkmale weitere Ausführungsbeispiele
zu realisieren, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. So ist es auch mit Vorteil
denkbar, eine Längsschwinger-Bewegung nach der Erfindung mit einer Biegeschwinger-Bewegung
bekannter Art an einem Siebrahmen zu kombinieren.
Bezugszeichenliste
[0023]
- 1
- mit Schwingungen anzuregendes System (Siebrahmen)
- 2
- Koppelelement
- 3
- λ /2-Längsschwinger
- 4
- schwingendes System
- 5
- Anregungsachse von 4
- 6
- Ebene
- a
- Amplitude
- x
- Ort
- x0
- Ort
1. Verfahren zum Anregen eines Siebrahmens mit Ultraschall,
dadurch gekennzeichnet, daß der Siebrahmen (1) über ein Koppelelement (2), welches aus mindestens zwei in ihrem
Amplitudenmaximum gekoppelten parallelen Längsschwingern (3) gebildet wind und welches
die Anregungsachse (5) des den ultraschall erzeugenden schwingenden Systems (4) in
die Ebene (6) des die Schwingungen übertragenden Siebrahmens (1) verlagert, als Längsschwinger
angeregt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der die Schwingungen übertragende Siebrahmen (1) aus einem geradzahligen Vielfachen
von λ /2-Elementen ringförmig gebildet wird, wobei durch das Koppelelement (2) bereits
eines der λ /2-Elemente gebildet ist.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
der die Schwingungen übertragende Siebrahmen (1) stabförmig ausgebildet ist.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
mehrere ringförmige, elliptische und/oder stabförmige, die Schwingungen übertragende
Siebrahmen (1) unter einem Sieb (1) am Siebgewebe angeordnet werden.
1. A method for activating a sieve frame with ultrasound, wherein the sieve frame (1)
is activated as a longitudinal vibrator over a coupling element (2), which is formed
from at least two parallel longitudinal vibrators (3) coupled in the amplitude maximum
and which displaces the axis (5) of activation of the vibrating system(4), producing
the ultrasound, into the plane (6) of the sieve frame (1), which transmits the vibrations.
2. The method of claim 1, wherein the sieve frame (1), which transmits the vibrations,
is formed ring-shaped from an even number multiple of λ/2 elements, one of the λ/2
elements being formed already by the coupling element (2).
3. The method of claims 1 and 2, wherein the sieve frame (1), which transmits the vibrations,
is constructed rod-shaped.
4. The method of claims 1 to 3, wherein several ring-shaped, elliptical and/or rod-shaped
sieve frames (1), which transmit the vibrations, are disposed below a sieve (1) at
the sieve fabric.
1. Procédé d'excitation d'une monture par des ultrasons,
caractérisé en ce que la monture (1) est excitée comme oscillateur longitudinal par un élément de couplage
(2) formé d'au moins deux oscillateurs longitudinaux (3) parallèles couplés à leur
maximum d'amplitude, ledit élément de couplage déplaçant l'axe d'excitation (5) du
système oscillant (4) générateurs d'ultrasons sur le plan (6) de la monture (1) transmettant
les oscillations.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que la monture (1) transmettant les oscillations est formée en anneau par un nombre pair
d'éléments λ/2, un des éléments λ/2 étant déjà formé par l'élément de couplage (2).
3. Procédé selon les revendications 1 et 2,
caractérisé en ce que la monture (1) transmettant les oscillations a forme de barre.
4. Procédé selon les revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que plusieurs montures (1) transmettant les oscillations, ayant forme d'anneaux, d'ellipses
et/ou de barres, sont disposées sous un crible (1) contre la gaze métallique.
