[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Durchzugs durch einen Stapel
aus mindestens zwei plattenförmigen Werkstücken, bei dem mittels eines Durchzugsstempels,
der im wesentlichen senkrecht durch den Stapel geführt wird, Material des einen, dem
Durchzugsstempel zugewandten, plattenförmigen Werkstückes durch eine Öffnung des anderen
plattenförmigen Werkstückes durchgezogen wird, wobei die Innenkontur der Öffnung im
wesentlichen der Außenkontur des Durchzugs entspricht und in einer einzigen Zustellbewegung
des Durchzugsstempels sowohl der Durchzug als auch die Öffnung an dem anderen, in
Zustellrichtung des Durchzugsstempels hinteren, plattenförmigen Werkstück gebildet
wird, indem das dem Durchzugsstempel abgewandte plattenförmige Werkstück von einer
Matrize derart abgestützt wird, daß beim Einführen des Durchzugsstempels in den Stapel
aus dem hinteren plattenförmigen Werkstück ein Materialstück ausgebrochen wird, dessen
Außenkontur im wesentlichen der Außenkontur des Durchzugs entspricht.
[0002] Ein derartiges Verfahren ist aus der japanischen Patentanmeldung 09 201630 (1997)
bekannt. Bei diesem Verfahren werden zwei übereinander liegende Platten auf eine Matrize
mit einer Bohrung gelegt. Ein konischer Durchzugsstempel drückt die beiden aufeinander
liegenden Platten in die Matrize ein. Während dieser Bewegung des Durchzugsstempels
werden die beiden plattenförmigen Körper aufeinander liegend im wesentlichen konisch
verformt, wobei im Bereich der Stimfläche des Durchzugsstempels an der dem Durchzugsstempel
zugewandten plattenförmigen Körpers hohe Zugspannungen auftreten, die ein Ausbrechen,
bzw. Ausstanzen eines scheibenförmigen Teils dieses plattenförmigen Körpers an der
Stimfläche des Durchzugsstempels bewirken. Im weiteren Verlauf der Bewegung des Durchzugsstempels
wird die der Matrize zugewandte plattenförmige Körper weiter verformt, wodurch er
im Bereich der Kante der Matrize ausreißt. Der abgerissene Teil ist im wesentlichen
becherförmig und fällt vom Rest der Platte ab, wobei auch gleichzeitig das scheibenförmige
Reststück des dem Durchzugsstempel zugewandten plattenförmigen Körpers abfällt Der
Durchzug wird dann umgebördelt, um die beiden plattenförmigen Körper miteinander zu
verbinden. Bei diesem Verfahren erfolgt somit zunächst ein Ausstanzen des dem Durchzugsstempel
zugewandten plattenförmigen Körpers und ein anschließendes Ausbrechen des der Matrize
zugewandten plattenförmigen Körpers. Dieses Verfahren erfordert somit einen als Stanzwerkzeug
ausgebildeten Durchzugsstempel. Zudem müssen die Kraftverhältnisse sehr ausgewogen
sein, um den korrekten Ablauf des Verfahrens zu gewährleisten. Da vor dem Bilden eines
Durchzugs zunächst ein Stanzvorgang durchgeführt werden muß, sind die auf den Durchzugsstempel
aufzubringenden Kräfte sehr hoch.
[0003] Weitere Verfahren zum Herstellen eines Durchzugs sind aus dem Stand der Technik bekannt
Beispielsweise ist in der DE 89 03 243 ein Durchbruch offenbart, der mehrere aufeinanderliegende
Formteile nietlos miteinander verbindet Die Formteile werden dabei jeweils einzeln
in einem vorausgehenden Arbeitsschritt mit runden Löchem versehen. Dabei ist das Loch
eines außenliegenden Formteils kleiner als die Löcher der anderen Formteile. Zur Ausbildung
des Durchzugs wird die Randzone des kleineren Lochs des außenliegenden Formteils,
die die größeren Löcher der anderen Formteile verdeckt, durch die Löcher der anderen
Formteile durchgedrückt Dieser Durchzug ragt über die Außenfläche des anderen außenliegenden
Formteils und wird anschließend umgebördelt
[0004] Ein weiteres Verfahren ist auch als Teil eines Verfahrens zum Zusammenfügen von Platten
aus der DE 40 35 210 A1 bekannt. Dort werden die zu verbindenden Platten ebenfalls
in einem vorangegangenen Arbeitsschritt einzeln vorgelocht. Die den Durchzug bildende
Platte ist dabei ungelocht Ein Durchzug wird erzeugt, indem ein Schneidstempel durch
die gegen eine Druckplatte geschichteten Werkstücke gedrückt wird, wobei das Material
der ungelochten Platte durch die vorgebohrten Löcher der anderen Platten gezogen wird
und sich jenseits der anderen Platten aufspreizt.
[0005] In der Zusatzanmeldung DE 42 02 279 A1 zu der oben genannten DE 40 35 210 A1 wird
zusätzlich ein Blockstempel verwendet, der die Aufspreizungen umbördelt und so eine
festere Verbindung schafft.
[0006] Nachteilig bei den vorstehend genannten Verfahren ist, daß die zu verbindenden Formteile
bzw. Platten in einem separaten Arbeitsgang jeweils einzeln vorgebohrt werden müssen.
Beim Anbringen der Bohrungen muß bereits unterschieden werden, ob das jeweilige Formteile
bzw. die jeweilige Platte den Durchzug bildet, wobei dann eine kleine bzw. gar keine
Bohrung angebracht wird, oder ob der Durchzug durch das betreffende Formteil bzw.
die betreffende Platte durchgedrückt wird, wozu dann größere Löcher angebracht werden
müssen. Derartige Verfahren sind aufgrund der zusätzlichen Arbeitsgänge unwirtschaftlich
und aufgrund der unterschiedlichen Bohrungen der Formteile bzw. Platten je nach Verwendungszweck
umständlich und fehleranfällig.
[0007] Damit die in den jeweiligen Platten getrennt hergestellten Bohrlöcher zur Herstellung
des Durchzugs exakt aufeinander zu liegen kommen, muß die Summentoleranz der Lage
der Bohrlöcher genau eingehalten werden. Dazu sind aber teure Maschinen und geschultes
Personal notwendig.
[0008] Die vorliegende Erfindung hat daher die Aufgabe, die einzelnen Arbeitsabschnitte
zu vereinfachen und damit das Verfahren wirtschaftlicher zu machen.
[0009] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe für ein Verfahren der eingangs genannten Art dadurch
gelöst, daß vor dem ausbilden des Durchbruchs eine Durchgangsöffnung durch den Stapel
erzeugt wird, deren Querschnittsfläche kleiner als die Querschnittsfläche der Öffnung
des Durchzugs ist.
[0010] Diese Lösung ist einfach und hat den Vorteil, daß die einzelnen Verfahrensschritte
leicht zu handhaben sind. So wird zunächst die Durchgangsöffnung hergestellt, bevor
das Umformen erfolgt. Das Herstellen der Durchgangsöffnung kann z. B. durch gemeinsames
Bohren in bekannter Weise erfolgen. Die auf den Durchzugsstempel aufzubringenden Kräfte
können geringer sein, da aufgrund der Durchgangsbohrung das Umformen der plattenförmigen
Körper erleichtert wird. Insgesamt wird dadurch das neuartige Verfahren wirtschaftlicher.
[0011] Die Herstellkosten des erfindungsgemäßen Verfahrens sind damit niedriger als bei
den Verfahren des Standes der Technik, das Verfahren ist einfacher und weniger fehleranfällig.
Das Verfahren ist für beliebige Querschnittsformen des Durchzugs anwendbar. Von besonderer
praktischer Bedeutung sind Durchzüge mit Kreisquerschnitt und Durchzüge in Form von
Langlöchem.
[0012] Außerdem wird das Verfahren zum Herstellen des Durchzugs dadurch erheblich vereinfacht
und verbilligt, daß es dem Erfinder unvorhergesehenerweise gelungen ist, den Durchzug
zudem noch gleichzeitig mit dem ausbrechenden Materialstück während einer einzigen
Zustellbewegung des Durchzugsstempels durch den von der Matrize abgestützten Stapel
zu erzeugen.
[0013] In einer vorteilhaften Ausgestaltung kann am Ende der Zustellbewegung des Durchzugsstempels
der Durchzug über die der Matrize zugewandten Fläche des hinteren plattenförmigen
Werkstückes hinausragen. Dies ist besonders dann sinnvoll, wenn eine möglichst große
Länge des Durchzugs gewünscht wird, beispielsweise beim Schneiden eines Gewindes in
den Durchzug. Auch kann so der Durchzug in weiteren, folgenden Verfahrensschritten
bearbeitet werden.
[0014] In vorteilhafter Weise läßt sich der Durchzug, der über die der Matrize zugewandten
Fläche des hinteren plattenfömigen Werkstückes hinausragt, vorzugsweise mittels eines
Bördelstempels, der von einer dem Durchzugsstempel gegenüberliegenden Seite der Werkstücke
zugestellt wird, zum Herstellen einer Durchzugsvemietung umgebördelt werden, wobei
nach dem Umbördeln die Außenfläche des Durchzugs zumindest abschnittsweise auf der
Außenfläche des hinteren Werkstückes aufliegt.
[0015] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die Durchgangsöffnung
durch den Stapel mit einem im wesentlichen konstanten Querschnitt erzeugt wird. Dies
ermöglicht eine besonders schnelle und kostengünstige Fertigung der Durchgangsöffnung.
[0016] Die Anzahl der Arbeitsschritte wird in optimaler Weise dadurch reduziert, daß in
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung die Durchgangsöffnung mittels des Durchzugsstempels
bei der Zustellbewegung des Durchzugsstempel erzeugt wird, während der der Durchzug
und das Materialstück gebildet werden. Da bei dieser Ausgestaltung Durchgangsöffnung,
Durchzug und Materialstück in einer einzigen Zustellbewegung des Durchzugsstempels
erzeugt werden, können auf diese Weise die Fertigungszeiten und die Herstellkosten
drastisch verringert werden.
[0017] Im folgenden werden zwei Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Verfahrens anhand
der Zeichnungen beispielhaft beschrieben.
[0018] Der Fachmann wird an dieser Stelle angeregt zu ermitteln, welche nicht erfinderischen
Unterkombinationen der in den Ausführungsbeispielen beschriebenen Merkmale, die sich
vom jeweiligen nächstliegenden Stand der Technik ergebende objektive Aufgabe zur Erreichung
des erfindungsgemäßen Ziels lösen.
[0019] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen ersten Schritt einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
zur Herstellung einer Nietverbindung,
- Fig. 2
- einen zweiten Schritt des ersten Ausführungsbeispiels des Verfahrens zur Herstellung
einer Nietverbindung,
- Fig. 3
- einen dritten Schritt des ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens
zur Herstellung einer Nietverbindung,
- Fig. 4
- einen vierten Schritt des ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens
zur Herstellung einer Nietverbindung,
- Fig. 5
- einen fünften Schritt des ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens
zur Herstellung einer Nietverbindung,
- Fig. 6
- die fertige Nietverbindung, wie sie durch das erste Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Verfahrens zur Herstellung einer Nietverbindung erzeugt wird,
- Fig. 7
- einen ersten Schritt eines zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens
zur Herstellung einer Nietverbindung,
- Fig. 8
- einen zweiten Schritt des zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens
zur Herstellung einer Nietverbindung,
- Fig. 9
- einen dritten Schritt des zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens
zur Herstellung einer Nietverbindung,
- Fig. 10
- einen vierten Schritt des zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens
zur Herstellung einer Nietverbindung,
- Fig. 11
- einen fünften Schritt des zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens
zur Herstellung einer Nietverbindung,
- Fig. 12
- die fertige Nietverbindung, wie sie nach dem zweiten Ausführungsbeispiel erzeugt wird.
[0020] Im folgenden wird das erste Ausführungsbeispiel anhand der schematischen Figuren
1 bis 6 erläutert, die die Werkstücke und Werkzeuge jeweils schematisch im Querschnitt
zeigen.
[0021] Fig. 1 zeigt zwei zu verbindende, aufeinandergelegte plattenförmige Werkstücke 1
und 2 unterschiedlicher Dicke.
[0022] In Fig. 2 ist gezeigt, wie eine Durchgangsbohrung 3 durch die Werkstücke 1, 2 mittels
eines Bohrers 4 durch senkrechtes Zustellen durch den aus den Werkstücken 1, 2 gebildeten
Stapel erzeugt wird. Der Durchmesser der Durchgangsbohrung 3 in diesem Ausführungsbeispiel
ist dabei konstant. Die Werkstücke 1, 2 bestehen aus Stahl, können jedoch unabhängig
voneinander aus verschiedenen Metallwerksstoffen bestehen.
[0023] In Fig. 3 ist der rotationssymmetrische Durchzugsstempel 7 gezeigt, der aus mehreren
Abschnitten 7a, 7b, 7c und 7d besteht und der durch die Durchgangsbohrung 3 zugestellt
wird. Die Fase 7d am vorderen Ende des Durchzugsstempels 7 dient zum leichteren Einführen
des Durchzugsstempels 7 in die Durchgangsbohrung 3. Das sich anschließende Zentrierstück
7c zentriert den Durchzugsstempel 7 in der Durchgangsöffnung 3. Der Schaftabschnitt
7a hat einen Außendurchmesser, der dem Innendurchmesser der fertigen Nietverbindung
entspricht. Dieser Durchmesser ist größer als der der Durchgangsöffnung 3. Der Übergangsabschnitt
7d des Durchzugsstempels 7 liegt zwischen dem Zentrierstück 7c und dem Schaftabschnitt
7a. Der Durchzugsstempel 7 wird senkrecht zu den Werkstücken 1, 2 koaxial zur Durchgangsbohrung
zugestellt.
[0024] Gleichzeitig wird ebenfalls die rotationssymmetrische Matrize 8 auf der dem Durchzugsstempel
7 gegenüberliegenden Seite des Stapels derart zugestellt, daß sie das Werkstück 2
am Außenumfang der umlaufenden Nut abstützt.
[0025] In Fig. 4 ist das Ende der Zustellbewegung des Durchzugsstempels 7 durch die Werkstücke
1, 2 gezeigt. Aus dem Werkstück 2 ist ein Materialstück 10 ausgebrochen und der aus
dem Werkstück 1 gebildete Durchzug 9 reicht durch die nun entstandene Öffnung 21 des
Werkstückes 2. Der Innendurchmesser des Durchzuges 9 entspricht dem Außendurchmesser
des Schaftabschnittes 7a. Die Matrize 8 stützt dabei das Werkstück 2 ab.
[0026] Sollte nur ein Durchzug 9 gerfertigt werden, so ist das Verfahren mit diesem Schnitt
beendet.
[0027] Nach dem Fertigen des Durchzuges 9, der während der in den Fig. 3 und 4 gezeigten
Zustellbewegung des Durchzugsstempels 7 entsteht, wird, wie in Fig. 5 gezeigt, der
Durchzug 7 umgebördelt Dazu wird ein rotationssymmetrischer Bördelstempel 12 von der
Seite des Werkstückes 2 entlang der Mittellinie 6 zugestellt, während gleichzeitig
eine Druckplatte 13 den Stapel auf der Seite des Werkstückes 1 abstützt. Der Bördelstempel
12 besitzt eine Form, die der fertigen Nietverbindung entspricht. Dabei legt sich
der umgebördelte Durchzug 9 mit seiner Außenfläche 14 an die Außenfläche 15 des Werkstückes
2.
[0028] Dies ist noch einmal in Fig. 6 gezeigt, wo die fertige rotationssymmetrische Nietverbindung
mit kreisförmiger Öffnung 50 des Durchzugs gezeigt ist Die Werkstücke 1 und 2 sind
durch den umgebördelten Durchzug 9-miteinander fest verbunden.
[0029] Im folgenden wird eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur
Herstellung einer Durchzugsvemietung in Form eines Langloches anhand der Fig. 8 bis
12 beschrieben. Dabei wird nur auf die Unterschiede zur ersten Ausführungsform genauer
eingegangen. Entsprechende Teile und Vorrichtungen des zweiten Ausführungsbeispiels
tragen dieselben Bezugszeichen wie die des ersten Ausführungsbeispiels. Die Fig. 8
bis 12 zeigen die Verfahrensschritte schematisch im Querschnitt.
[0030] Fig. 7 entspricht der Fig. 1, die Werkstücke 1,2 sind allerdings beim zweiten Ausführungsbeispiel
aus Aluminium .
[0031] In Fig. 8 ist ein im Gegensatz zur ersten Ausführungsform modifizierter Durchzugsstempel
7 gezeigt, der durch die in diesem Ausführungsbeispiel nicht gebohrten Werkstücke
geführt wird. Anstelle der Fase 7d weist der Durchzugsstempel einen Stanzabschnitt
7e auf. Der Stanzabschnitt 7e erzeugt während der Zustellbewegung des Durchzugsstempels
7 die Durchgangsöffnung 3' in Langlochform. Die Durchgangsöffnung 3' dient dazu, die
Ansammlung von zuviel Material im Durchzug 9 zu verhindern. Befindet sich nämlich
zuviel Material im Durchzug 9, so muß das Material besonders stark fließen. Dies führt
im allgemeinen zu einem Einreißen des Durchzugs und zu Nietverbindungen mit verminderter
Belastbarkeit. Während des Zustellens durch Durchzugsstempels 7 wird das Werkstück
2 durch die Matrize 8 abgestützt. Es ist allerdings auch denkbar, daß während der
Herstellung der Durchgangsöffnung 3' das Werkstück 2 von einer innerhalb der Matrize
8 gelegenenen kleineren Matrize abgestützt wird, so daß die Ränder der Durchgangsöffnung
3' sauber abbrechen. In diesem Fall entspricht der Innendurchmesser dieser kleineren
Matrize in etwa dem Durchmesser der Durchgangsöffnung 3'. Der Querschnitt des Stanzabschnittes
7e hat die Form eines Langloches, ebenso der Querschnitt des Schaftabschnittes 7a
und des Übergangsabschnittes 7d.
[0032] In Fig. 9 ist ein Zustand gezeigt, bei dem die Durchgangsöffnung 3' gerade vom Stanzabschnitt
7e erzeugt wurde, wobei das Zentrierstück 7c sich in der Durchgangsöffnung 3' befindet.
Zur Herstellung der Durchgangsöffnung 3' sind zwei weitere Materialstücke 16, 17 entstanden.
Das Materialstück 17 wurde aus dem Werkstück 2, das Materiafstück 16 aus dem Werkstück
1 durch den Stanzabschnitt 7e des Durchzugsstempels 7 ausgebrochen. Die Matrize 8
stützt das Werkstück 2 ähnlich wie beim ersten Ausführungsbeispiel ab. Damit die Matrize
8 das Werkstück 2 auf optimale Weise abstützt, entspricht ihre Form ebenfalls der
Form des Langlochs.
[0033] Fig. 10 entspricht der Fig. 4 des ersten Ausführungsbeispiels, ebenso entspricht
Fig. 11 der Fig. 5 des ersten Ausführungsbeispiels.
[0034] In Fig. 12 ist gezeigt, daß bei der zweiten Ausführungsform im Querschnitt dieselbe
Art von Nietverbindung entsteht, wie beim ersten Ausführungsbeispiel. Allerdings hat
die Nietverbindung hier die Form eines Langloches 51.
1. Verfahren zum Herstellen eines Durchzugs durch einen Stapel aus mindestens zwei plattenförmigen
Werkstücken, bei dem mittels eines Durchzugsstempels, der im wesentlichen senkrecht
durch den Stapel geführt wird, Material des einen, dem Durchzugsstempel zugewandten,
plattenförmigen Werkstückes durch eine Öffnung des anderen plattenförmigen Werkstückes
durchgezogen wird, wobei die Innenkontur der Öffnung im wesentlichen der Außenkontur
des Durchzugs entspricht und in einer einzigen Zustellbewegung des Durchzugsstempels
(7) sowohl der Durchzug (9) als auch die Öffnung (21) an dem anderen, in Zustellrichtung
des Durchzugsstempels hinteren, plattenförmigen Werkstück (2) gebildet wird, indem
das dem Durchzugsstempel abgewandte plattenförmige Werkstück (2) von einer Matrize
(8) derart abgestützt wird, daß beim Einführen des Durchzugsstempels in den Stapel
(1,2) aus dem hinteren plattenförmigen Werkstück (2) ein Materialstück (10) ausgebrochen
wird, dessen Außenkontur im wesentlichen der Außenkontur des Durchzugs entspricht,
dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Ausbilden des Durchbruchs eine Durchgangsöffnung (3, 3') durch den Stapel
(1,2) erzeugt wird, deren Querschnittsfläche kleiner als die Querschnittsfläche der
Öffnung (50, 51) des Durchzugs ist.
2. Verfahren zum Herstellen eines Durchzugs nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Ende der Zustellbewegung des Durchzugsstempels (7) der Durchzug (9) über die der
Matrize (8) zugewandten Fläche des hinteren plattenförmigen Werkstückes (2) hinausragt.
3. Verfahren zum Herstellen eines Durchzugs nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchzug (7) vorzugsweise mittels eines Bördelstempels (12), der von einer dem
Durchzugsstempel gegenüberliegenden Seite der Werkstücke zugestellt wird, umgebördelt
wird, wobei nach dem Umbördeln die Außenfläche (14) des Durchzugs zumindest abschnittsweise
auf der Außenfläche (15) des hinteren Werkstückes aufliegt.
4. Verfahren zum Herstellen eines Durchzugs nach einem der oben genannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Durchgangsöffnung (3, 3') durch den Stapel (1,2) mit einem im wesentlichen konstanten
Querschnitt erzeugt wird.
5. Verfahren zum Herstellen eines Durchzugs nach einem der oben genannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Durchgangsöffnung (3, 3') mittels des Durchzugsstempels (7) bei der Zustellbewegung
des Durchzugsstempels erzeugt wird, bei der der Durchzug (9) und das Materialstück
(10) geformt werden.
1. Method for producing a rim hole through a pile of at least two plate-shaped work pieces
in which by means of a rim hole punch, essentially driven vertically through the pile,
material of the one plate-shaped work piece facing the rim hole punch is pushed through
an opening of the other plate-shaped work piece whereby the inside contours of the
opening essentially correspond to the outer contours of the rim hole, and in a single
feed movement of the rim hole punch (7) both the rim hole (9) as well as the opening
(21) in the other, rear plate-shaped work piece (2) seen from the direction of feed,
are formed by having the plate-shaped work piece (2) pointing away from the rim hole
punch supported by a matrix (8) such that when the rim hole punch is driven through
the pile (1, 2) a piece of material (10) is broken out of the rear plate-shaped work
piece (2) and whose outer contours essentially correspond to the outer contours of
the rim hole, characterized in that prior to formation of the rim hole a penetration opening (3, 3') is created through
the pile (1, 2) whose cross-section surface corresponds at most to the cross-section
surface of the opening (50, 51) of the rim hole.
2. Method for producing a rim hole according to Claim 1, characterized in that at the end of the feed movement of the rim hole punch (7), the rim hole (9) protrudes
over the surface facing matrix (8) of the rear plate-shaped work piece (2).
3. Method for producing a rim hole according to Claim 2, characterized in that the rim hole (7) is preferably flanged by means of a flange punch (12) fed from a
side of the work pieces opposite the rim hole punch, whereby, after flanging, the
outer surface (14) of the rim hole rests, at least in some sections, on the outer
surface (15) of the rear work piece.
4. Method for producing a rim hole according to one of the above cited claims, characterized in that the penetration opening (3, 3') is created through the pile (1, 2) with an essentially
constant cross-section.
5. Method for producing a rim hole according to one of the above cited claims, characterized in that the penetration opening (3, 3') is created with the feed movement of the rim hole
punch by means of the rim hole punch (7) and by which the rim hole (9) and the piece
of material (10) are formed.
1. Procédé de fabrication d'un soyage à travers une pile d'au moins deux pièces d'oeuvre
en forme de plaque, dans lequel au moyen d'un poinçon à soyer, qui est guidé sensiblement
verticalement à travers la pile, de la matière d'une pièce d'oeuvre en forme de plaque,
orientée vers le poinçon à soyer est soyée à travers une ouverture de l'autre pièce
d'oeuvre en forme de plaque, le contour intérieur de l'ouverture correspondant sensiblement
au contour extérieur du soyage, et aussi bien le soyage (9) que l'ouverture (21) sur
l'autre pièce d'oeuvre en forme de plaque (2), arrière dans le sens d'avance du poinçon
à soyer (7), étant formés lors d'un déplacement d'avance unique du poinçon à soyer
(7), dans la mesure où la pièce d'oeuvre en forme de plaque (2) éloignée du poinçon
à soyer est supportée par une matrice (8), de manière telle que lors de l'introduction
du poinçon à soyer dans la pile (1,2), une pièce de matière (10) est détachée de la
pièce d'oeuvre en forme de plaque (2) arrière, dont le contour extérieur correspond
sensiblement au contour extérieur du soyage, caractérisé en ce qu'avant la formation du soyage une ouverture de passage (3, 3') est créée à travers
la pile (1, 2), dont la surface de section transversale est inférieure à la surface
de section transversale de l'ouverture (50, 51) du soyage.
2. Procédé de fabrication d'un soyage selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'à la fin du déplacement d'avance du poinçon à soyer (7), le soyage (9) fait saillie
au-delà de la surface de la pièce d'oeuvre en forme de plaque (2) arrière, orientée
vers la matrice (8).
3. Procédé de fabrication d'un soyage selon la revendication 2, caractérisé en ce que le soyage (7) est rabattu de préférence au moyen d'un poinçon à rabattre (12), qui
est avancé depuis un côté des pièces d'oeuvre en regard du poinçon à soyer, la surface
extérieure du soyage étant, après le bordage, en appui au moins par segments sur la
surface extérieure (15) de la pièce d'oeuvre arrière.
4. Procédé de fabrication d'un soyage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'ouverture de passage (3, 3') est créée à travers la pile (1, 2) avec une section
transversale sensiblement constante.
5. Procédé de fabrication d'un soyage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'ouverture de passage (3, 3') est créée au moyen du poinçon à soyer (7) lors du
déplacement d'avance lors duquel sont formés le soyage (9) et la pièce de matière
(10).