| (19) |
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(11) |
EP 1 062 072 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.01.2003 Patentblatt 2003/05 |
| (22) |
Anmeldetag: 09.03.1999 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH9900/111 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9904/6082 (16.09.1999 Gazette 1999/37) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUM ERZEUGEN EINER QUALITATIV ANSPRUCHSVOLLEN OBERFLÄCHE SOWIE BREITSCHLEIFVORRICHTUNG
UND DIE VERWENDUNG DERSELBEN
METHOD FOR PRODUCING A HIGH-QUALITY SURFACE, WIDE-WHEEL GRINDING DEVICE AND USE OF
SAME
PROCEDE POUR PRODUIRE UNE SURFACE DE HAUTE QUALITE ET DISPOSITIF DE PON AGE LARGE
ET UTILISATION DUDIT DISPOSITIF
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE ES FR GB IT LI SE |
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Priorität: |
09.03.1998 CH 55498
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.12.2000 Patentblatt 2000/52 |
| (73) |
Patentinhaber: Steinemann Technology AG |
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9015 St. Gallen (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BUSENHART, Peter, M.
CH-8542 Wiesendrangen (CH)
- ROSSI, Bruno
I-20012 Cuggiono (IT)
- HUG, Theo
CH-8360 Wallenwil (CH)
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| (74) |
Vertreter: Ackermann, Ernst, Dipl.-Ing. HTL |
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Patentanwalt
Egghalden 9231 Egg-Flawil 9231 Egg-Flawil (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 932 269 JP-A- 1 115 565 US-A- 4 837 984
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DE-A- 3 029 591 US-A- 4 733 500
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 014, no. 144 (M-0951), 19. März 1990 & JP 02 009578
A (HITACHI LTD), 12. Januar 1990
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb der Breitschleifmaschine zum Erzeugen
einer qualitativ anspruchsvollen geschliffenen Oberfläche auf flachen Gegenständen,
welche kontinuierlich durch die Breitschleifmaschine mit wenigstens zwei Breitschleifeinheiten
transportiert werden, ferner die Verwendung einer Breitschleifmaschine.
Stand der Technik
[0002] Breitschleifmaschinen oder Breitbandschleifmaschinen werden hauptsächlich für Tischplatten,
Span- und Faserplatten, Metallplatten, Platten aus irgendwelchen Kunststoffen oder
Gummi sowie z.B. auch für Papierbahnen verwendet. Ein charakteristisches Merkmal ist
die grosse Breite, von über einem Meter, meistens von zwei bis drei Metern und mehr.
Die Bearbeitung ist mehrheitlich eine Vorbereitung für eine nachfolgenden Veredelungsstufe.
Die eigentliche Veredelung schliesst die ganze Praxisvielfalt ein. Es werden z.B.
Lack oder eine Folie, weitere Schichten oder Furniere usw. aufgebracht. In der Vergangenheit
war das Haupteinsatzgebiet für die Breitschleifmaschinen der Bereich der Span- und
Faserplatten. Der Schleifvorgang findet hier häufig unmittelbar im Anschluss an die
Plattenherstellung bzw. Plattenpressung statt. Span- und Faserplatten müssen auf Grund
der anschliessenden Verarbeitungsstufen, ganz besonders aber für die Endverarbeiter
wie der Möbelindustrie eine Konstanz in der Dicke aufweisen.
[0003] Für die Spanplattenherstellung wird ein Gemisch von Holz- bzw. Holzfasermaterial
und Leim zu Platten verpresst. Gegenüber Massivholz haben die sogenannten Spanplatten
einige Vorteile. Die Tendenz des Verziehens der Platten ist bei Spanplatten wesentlich
geringer. Da ein Teil der Plattenstabilität durch den Leim übernommen wird, lassen
sich auch mit schlechten Holzqualitäten Platten von hoher Festigkeit erzeugen. Preisgünstiges
Rohmaterial wird zu einem Produkt von höherer Qualität verarbeitet.
[0004] Spanplatten haben jedoch insofern einen Nachteil, als mit dem verwendeten Rohmaterial
auch ein beachtlich grosser Prozentsatz an Fremdbestandteilen wie zum Beispiel Sand
eingearbeitet wird. Bei dem älteren, mehretagigen Produktions-Verfahren können die
Platten nur mit grosser Dickentoleranz hergestellt werden. Durch die Hitze der Plattenpressen
ergeben sich zudem unerwünschte Veränderungen der äussersten Schicht, so dass erfahrungsgemäss
bei Platten, die nach dem alten Verfahren hergestellt werden, 1,2 bis 1,8 Millimeter
von der Plattendicke durch Schleifen weggearbeitet werden muss. Bei den seit einigen
Jahren verwendeten neuen, kontinuierlichen Pressen beträgt das Übermass noch etwa
0,5 bis 0,6 Millimeter. Auf beiden Seiten der Platte wird gleichviel weggearbeitet.
Dafür werden schwere Breitbandschleifmaschinen für die gleichzeitige Bearbeitung der
Spanplattenunter- und oberseite verwendet. Spanplatten messen über die Breite 1 bis
3 Meter und mehr, so dass die Breitschleifmaschinen für die beachtlich grosse Bearbeitungsbreite
konzipiert sein müssen. Durch die grosse Schleifarbeit für das Dickenschleifen müssen
auch enorm grosse Kräfte abgefangen werden. Das Schleifmaterial bei den Breitbandschleifmaschinen
besteht aus einem endlosen Trägerband sowie dem, mit einer Haftmasse auf dem Trägerband
aufgebrachten Schleifmittel. Man unterscheidet zwischen dem Hauptschleifvorgang als
Kalibrier- bzw. Dickenschleifen und dem eigentlichen Feinschtiff. Der Feinschliff
hat als Hauptaufgabe die Oberflächenrauhigkeit des Kalibrierschliffes zu verbessern.
Der Feinschliff mit dem Schleifschuh dient vielfach auch der Ausmerzung der Rattermarken,
vor allem wenn vorgängig zuviel in einer Schleifstufe weggearbeitet wurde. Spanplatten
sind Halbfabrikate, an welchen anschliessend weitere Oberflächenveredelungen vorgenommen
werden. Zum Beispiel werden Spanplatten mit einer dünnen Folie beschichtet. Für die
Beschichtungen werden höchste Anforderungen an die Oberflächenbeschaffenheit und an
die Oberftächenplanheit gestellt, ferner eine Massgenauigkeit für die Plattendicke
im Bereich von hundertstel Millimetern. Diese Forderungen bedingen oben und unten
und beidseits der Schleifeinheit wirkende Führungs- bzw. Vorschubeinheiten. Ein weiteres
grosses Gebiet ist das Schleifen von Metall-, Gummi- und Kunststoffplatten, nur stellt
sich hier weniger die Aufgabe des Kalibrierens als vielmehr der Herstellung einer
feinen Oberflächenstruktur. Auch hier kann der Schleifprozess ein- oder mehrstufig
sein. Da alle Verarbeitungsstufen mehr und mehr in eine höhere Automatisierungsstufe
gebracht werden, werden an die sogenannten Halbfabrikate immer grössere Ansprüche
in Bezug auf die Oberflächenbeschaffenheit gestellt. Ein grosser Teil der rohen, ungeschliffenen
Fabrikate bestehen aus zusammengesetzten Materialien. Hierbei ergibt sich eine natürliche
Grenze für die Oberflächenrauhigkeit.
[0005] Die DE-PS 30 29 591 zeigt eine Breitbandschleifmaschine, welche doppelseitig als
sogenannte Kreuzschleifmaschine d.h. mit leicht gekreuzten Bändern ausgebildet ist.
Gemäss der Lehre dieser von der Anmelderin stammenden Druckschrift werden die grossen
Kräfte dadurch kompensiert, dass die beiden Schleifeinheiten oben und unten jeweils
spiegelbildlich direkt einander gegenüber platziert werden. Die Bandeinheiten sind
um einen Winkel von 5 - 10° schräg gestellt, wohingegen der Schleifschuh genau quer,
also unter einem Winkel von 90°, zu der Vorschubrichtung angeordnet, damit sich die
Anpressdrücke gegenseitig am leichtesten kompensieren. Das in der DE-PS 30 29 591
konkret gezeigte, bevorzugte Ausführungsbeispiel mit einer Kreuzschleifmaschine wurde
nicht in die Praxis umgesetzt.
[0006] Die DE-OS 30 29 591 hatte zur Aufgabe, allfällige Schlifffehler auf der Oberfläche
des zu schleifenden Werkstückes wieder auszugleichen. Es sollen von Auge erkennbare
Kratzspuren oder ungeschliffene Geräte vermieden werden. Gelöst wird diese Aufgabe
mit einer Bandschleifmaschine zum Schleifen von flachen Werkstücken, insbesondere
von Holzspanplatten, mit Rollen zum Vorschub der Werkstücke in einer gegebenen Richtung
und mit wenigstens einer aus Schleifband, Antriebswalze, Umlenkrollen und Schleifschuh
gebildeten Schleifeinheit, die derart angeordnet ist, dass die Laufrichtung des Schleifbandes
im Bereich des Schleifschuhes mit der genannten Vorschubrichtung der Werkstücke einen
Winkel bildet, dadurch gekennzeichnet, dass dieser Winkel (α) in einem Bereich von
4 - 10° liegt.
[0007] Die DE-PS 44 14 958 geht aus von der DE-PS 30 29 591 und stellt fest, dass mit der
älteren Lösung das Schleifbild und die Standzeiten nicht immer zufriedenstellend empfunden
werden. Die DE-PS 44 14 958 schlägt deshalb vor, den Schleifvorgang in einer ersten
und dritten Stufe mit Druckschuhen quer zur Vorschubrichtung und nur einer Zwischenstufe
mit verschränkt angeordneten Schleifeinheiten durchzuführen. Die durch den Kalibrierschliff,
also den ersten Schliff und den zweiten Schliff erzeugten Markierungen auf der Plattenoberfläche
werden durch ein nachgeordnetes Paar von übereinander angeordneten Schleifeinheiten
als Feinschleifaggregat mit Druckschuhen beseitigt. Die Hauptrichtung der Druckschuhe
verläuft quer, bzw. um 90° versetzt zur Vorschubrichtung. Mit dem feinen Endschleifen
wird versucht, die Schleifspuren der zwei vorangehenden Kalibrierschleifstufen zu
beseitigen. Es ist der Anmelderin nicht bekannt, ob sich die Lösung gemäss DE 44 14
958 in der Praxis bewährt hat. Von Seiten der Kunden besteht nach wie vor die Forderung
einer verbesserten Oberfläche nach dem Schleifprozess.
Darstellung der Erfindung
[0008] Der Erfindung wurde nun die Aufgabe gestellt, eine Verbesserung der Oberflächenstruktur
für die nachfolgende Bearbeitung mit einem möglichst geringen Aufwand zu erreichen.
[0009] Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei
Schleifeinheiten in einem leichten Eingriffswinkel quer zur Vorschubrichtung der Geganstände
leicht versetzt eingesetzt sind, derart, dass in der Kalibrier- oder Feinschleifstufe
eine Rhombusmusterung erzeugt wird, wobei die Grob- oder Kalibrierschleifstufe in
wenigstens zwei Schleifstufen aufgeteilt ist, welche in einem leichten Eingriffswinkel
quer zur Vorschubrichtung der Gegenstände versetzt sind, und mit den Schleifspuren
eine rhombusartige Rohmusterung erzeugt wird, welche in einer anschliessenden Feinschleifstufe
überschliffen wird, derart, dass die Rhombusmusterung sichtbar bleibt, wobei der Anpressdruck
in der Feinschleifstufe einstellbar oder regelbar ist.
[0010] Nach einem ersten bevorzugten Ausgestaltungsgedanken wird eine Feinschleifstufe in
wenigstens zwei Schleifstufen aufgeteilt ist, welche in einem leichten Eingriffwinkel
quer zur Vorschubrichtung der Gegenstände derart versetzt sind, dass mit den Schfeifspuren
eine sichtbare rhombusartige Musterung erzeugt wird. Gemäss einer zweiten bevorzugten
Ausgestaltung wird eine Grob- bzw. Kalibrierschleifstufe in wenigstens zwei Schleifstufen
aufgeteilt ist, welche in einem leichten Eingriffswinkel quer zur Vorschubrichtung
der Gegenstände derart versetzt sind, dass mit den Schleifspuren der Grob- bzw. Kalibrierschleifstufen
eine rhombusartige Rohmusterung erzeugt wird, welche in einer anschliessenden Feinschleifstufe
überschliffen wird.
[0011] Vorzugsweise weist die neue Vorrichtung wenigstens zwei Feinschleifeinheiten, oder
zwei Grob- bzw. Kalibrierschleifeinheiten mit nachgeordneter Feinschleifeinheit auf,
wobei wenigstens zwei Schleifeinheiten gegengleich in leichtem Winkel zueinander versetzt
angeordnet sind. In vielen Anwendungsfällen kann es erwünscht sein, dass die Rhombusstruktur
von Auge sofort erkennbar ist. In anderen wiederum kann es erwünscht sein, dass wenn
möglich überhaupt keine Schleifspuren erkennbar sind, höchstens mit Hilfsmitteln.
Zumindest virtuell besagt, dass die Dominanz der Quer- und Längsspuren verschwindet,
zu Gunsten einer höheren Qualität durch den Rhombusschliff. Von den Erfindern ist
erkannt worden, dass in der überwiegenden Zahl der Praxisanwendungen gar nicht unbedingt
eine weitere Steigerung der Oberflächenglätte, sondern eher eine möglichst gute Flächenvorbereitung
z.B. eine gute Haftfläche für ein Schichtmaterial erwünscht ist. Bei einer auch nur
viertuell erzeugten, das heisst von blossem Auge nicht unmittelbar sichbaren Rhombusmusterung
in der geschliffenen Platte wird vor allem ein Nachteil aller Lösungen im Stand der
Technik beseitigt, der bei grossflächigen Gegenständen zwangsnotwendig gegeben war.
Es ist dies eine ganz bestimmte Quer- oder Längsausrichtung der Schleifspuren. Das
Ziel des Feinschliffes bestand in der Bildung einer möglichst feinen Oberflächenstruktur.
Oft mussten mit dem Feinschliff sogenannte Rattermaken beseitigt werden. Sobald einmal
eine gewisse Welligkeit durch den Grob- oder Kalibrierschliff gebildet ist, kann diese
nur durch mehrstufiges Feinschleifen und durch Wegarbeiten von mehreren Zehntel Millimetern
wieder beseitigt werden. Dies bedeutet, dass eine Korrektur des Grobschliffes durch
den Feinschliff kostenaufwendig ist, nicht zuletzt, weil zuviel Schleifmaterial benötigt
wird. Hinzu kommt, dass die Breitschleifmaschinen vor allem dafür geschaffen sind,
grosse Bahnbreiten in einem Durchgang zu bearbeiten. Die grossen Bahnbreiten ergeben
grosse Flächen z.B. grosse Plattenabmessungen, aus denen in nachfolgenden Verarbeitungen
viele kleinflächige Einzelstücke herausgeschnitten werden können. Erfindungsgemäss
wird versucht, die Transportrichtung und die erzeugende Richtung der Schleifspuren
durch die Schleifmittel mit der entsprechenden Ausrichtung der "Krafteingriffslinie"
unterschiedlich auszuführen. Schwing- und Resonanzprobleme lassen sich durch die neue
Lösung auch bei grössten Abtragleistungen durch Schleifmittel vermeiden, da die Schleifrichtung
und die Transportrichtung nicht mehr identisch ist. Ziel ist die Erzeugung einer Rhombusmusterung
und durch das zweifache Schrägstellen die Vermeidung von Quer- und Länsgspuren. Wenn
nun nach der neuen Lösung auf den grossen Platten eine Rhombus-Schleifmusterung gegeben
wird, gibt es für die nachfolgende Verarbeitung keine zwingende Vorzugsrichtung mehr.
Es ergeben sich erfindungsgemäss z.B. zwei sehr vorteilhafte Möglichkeiten:
- Gemäss einer ersten Ausgestaltung wird die Plattenoberfläche beim Roh- oder Kalibrierschliff
möglichst ohne Schleifspuren, also mit einer möglichst planen Oberfläche hergestellt.
Die rhombusartige Schliff, als zwei zueinander versetzt angeordnete Diagonalstreifenmuster,
wird erst beim Feinschliff durch wenigstens zwei, in zueinander versetzten und mit
gegengleichen Eingriffswinkeln angeordneten Feinschleifaggregaten erzeugt.
- Gemäss einer zweiten Ausgestaltung wird die Plattenoberfläche bereits bei einem Roh-
oder Kalibrierschliff mit einem starken, bzw. tiefen Schleifmuster versehen. Der nachfolgende
Feinschliff hat dann den Zweck, gleichsam alle Spitzen zwischen den vertieften Schleifspuren
wegzuarbeiten und eine möglichst plane Oberfläche zu erzeugen, ohne dass das Rhombusmuster
vollständig verschwindet. Die Oberflächenstruktur ist in beiden Fällen nicht identisch,
ergibt aber in vielen Anwendungen die selben Vorteile. Die Rhombusmusterung hat auch
den Vorteile in Bezug auf eine optimale Kontaktfläche für das Aufbringen bzw. Aufleimen
von weiteren Schichten wie Lack, Folien, Papier, Kunststoff usw. Das Rhombusmuster
lässt sich mit geringerem Schleifmaterialeinsatz erzeugen. In vielen Fällen kann eine
vergleichbare Oberflächenqualität mit gröberem Schleifmaterial erzielt werden.
[0012] Durch die mehrfache, schräg zueinander versetzte Anordnung ist die Gefahr der Erzeugung
von Welligkeiten oder Rattermarken viel kleiner, da die jeweils nachfolgende Bewegung
des schleiferzeugenden Mittels eine unterschiedliche Laufbahn bzw. Laufrichtung hat.
Die neue Erfindung gestattet eine ganze Anzahl besonders vorteilhafter Ausgestaltungen.
Die rhombusförmigen Schleifspuren können durch zwei Schleifmittel mit ungleicher oder
identischer Körnung erzeugt werden, wobei der Schleifdruck beider bevorzugt unabhängig
einstellbar ist. Damit eröffnen sich viele Möglichkeiten. Je nach besonderen Anforderungen
können die Schleifspuren durch mehr oder weniger Druck, durch gröbere oder feinere
Schleifmittel oder durch ein Mehr- oder Weniger-Abtrag in den einzelnen Schleifstufen
erfolgen. Für jeden Anwendungsfall können diese Parameter optimiert werden, da nun
nicht mehr einfach eine immer perfektere Oberflächenglätte anvisiert wird. Ferner
ist es möglich, dass die beiden Schleifmittel gegengleich, jedoch mit identischen
Winkeln versetzt angeordnet sind, zur Erzeugung einer symmetrischen, rhombusartigen
Musterung oder aber, dass ganz bewusst eine Asymmetrie der Rhombusmusterung durch
ungleiche Winkel angestrebt wird.
[0013] Die neue Erfindung lässt es offen, wie das Schleifmittel beschaffen ist. Die Rhombusmusterung
kann z.B. durch breite Feinschleifbänder, breite Feinschleifwalzen oder breite Feinschleifbürsten
erreicht werden. Ein wesentlicher Aspekt liegt darin, dass die Rhombusmusterung ganzflächig
im kontinuierlichen Durchlauf erzeugt wird. Als Erzeugende ist die je spezifische
Rhombusform durch die Grösse der Abweichung des Eingriffswinkels von wenigstens zwei
Schleifeinheiten von der Transportrichtung, ferner von der Transportgeschwindigkeit
abhängig bzw. beeinflussbar. Bevorzugt liegt die Winkelversetzung der Schleifwalzen
zwischen einem Wert von 2° und 20° vorzugsweise 3 bis 15°. Im Regelfall wird die Winkelversetzung
für beide Schleifeinheiten gegengleich und identisch z.B. 5° angenommen. Die Winkelversetzung
kann aber auch ungleich sein. Um das gewünschte Ziel, nämlich eine feine Rhombusmusterung
am fertig geschliffenen Produkt zu erreichen, ist es sehr wichtig, dass der Anpressdruck
im Falle von Feinschleifeinheiten unabhängig einstellbar oder regelbar ist. Dies im
Unterschied zu den Kalibrierschleifeinheiten. Beim Grobschleifen ist der Anpressdruck
vor allem eine Funktion davon, wieviel weggearbeitet werden muss. Wird die Rhombusmusterung
durch die Kalibrierschleifeinheiten erzeugt, so darf die zweite Grobschleifeinheit
die Musterung der ersten nicht vollständig wegarbeiten. Die Feinschleifeinheiten können
als Schleifbänder oder als eine Kombination von einem Schleifband sowie einer Schleifwalze
bzw. Schleifbürste sein. Je nach Art und Intensität der Rohmbusmusterung ist diese
am Fertigprodukt entweder von Auge oder aber erst mittels schwarzer Kreidemarkierung
sichtbar.
[0014] Die Erfindung betrifft ferner die Verwendung einer Breitschleifmaschine für flache
Platten bzw. Gegenstände, welche kontinuierlich durchgeführt werden, wobei die Breitschleifmaschine
auf der gleichen Plattenseite wenigstens zwei Schleifeinheiten, welche quer zur Vorschubrichtung
der Gegenstände leicht versetzt angeordnet sind, und zwei Grob- bzw. Kalibrierschleifeinheiten
mit nachgeordneten Feinschleifeinheiten aufweist, und wenigstens zwei Schleiteinheiten
derart gegengleich im leichten Winkel zueinander versetzt angeordnet sind, dass die
Transportrichtung und die erzeugende Richtung der Schleifspuren durch die Schleifmittel
mit der entsprechenden Ausrichtung der "Krafteingriffslinie" unterschiedlich ist,
zur Erzeugung einer von Auge erkennbaren Rhombusmusterung wenigstens auf einer Plattenseite,
wobei der Anpressdruck in der Feinschleifstufe einstellbar oder regelbar ist.
Kurze Beschreibung der Erfindung
[0015] Die Erfindung wird nun an Hand einiger Ausführungsbeispiele mit weiteren Einzelheiten
erläutert. Es zeigen:
- die Figur 1
- die Erzeugung der Rhombusmusterung durch zwei Feinschleifeinheiten;
- die Figur 2
- die Erzeugung der Rhombusmusterung durch zwei Grobschleif- bzw. Kalibrierschleifeinheiten
mit anschliessendem Oberflächenfeinschliff;
- die Figur 3a - 3e
- verschiedene Kombinationen von unterschiedlichen Schleifmitteln;
- die Figur 4
- der doppelseitige Schliff, wobei die Grobstufe durch Bänder und der Feinschliff durch
Schleifwalzen oder Schleifbürsten erfolgt;
- die Figur 5
- ein doppelseitiger Schliff mit Bändern.
Wege und Ausführung der Erfindung
[0016] Die Figur 1 zeigt das Grundprinzip der Erzeugung eines Rhombusmusters bei einer Platte
1, welche gemäss Pfeil 2 kontinuierlich durch die Breitschleifmaschine transportiert
wird. Die Breite ist mit B bezeichnet. Die grösstmögliche Schleifbreite B' ist bei
Breitschleifmaschinen immer grösser als 1 Meter, meistens zwischen 2 und 3 Metern
oder mehr. Die grosse Breite B erlaubt eine sehr rationelle Herstellung grosser Flächeneinheiten
für eine spätere Zerstückelung für die nachfolgenden Verarbeitungsstufen z.B. in der
Metall-, Möbel- oder Papierindustrie. Als Schleifvorrichtungen sind schematisch zwei
Feinschleifeinheiten 3 und 4 dargestellt, die beide gegeneinander um einen Winkel
α1 resp. α2 zu einer Linie quer, (d.h. um 90° versetzt) zu der Transportrichtung (gemäss
Pfeil 2) geneigt sind. Die Feinschleifeinheit 3 erzeugt, da diese mit hoher Geschwindigkeit
angetrieben ist, eine Streifenmusterung 5. Diese wird durch die einzelnen Schleifkörner
z.B. im Falle von Schleifbändern oder Schleifwalzen oder durch die entsprechenden
"Kratzspuren" im Falle von Schleifbürsten erzeugt. Die erste Feinschleifeinheit 3
kann durchaus noch einen geringen Dickenabtrag machen. Wichtig ist, dass die erste
Diagonalstreifung 6 auf der Oberfläche bleibend erzeugt wird. Die erste Feinschleifeinheit
3 wird bevorzugt mit einem gröberen Schleifbelag versehen, zumindest gröber als die
zweite oder im Falle von mehreren, als die letzte Feinschleifeinheit 4.
[0017] Die zweite Feinschleifeinheit 4 ist auf die entgegengesetzte Seite geneigt, wie mit
α2 bezeichnet ist. Die zweite Feinschleifeinheit erzeugt grundsätzlich die selbe Diagonalstreifung
7, nur ist die zweite Streifung entgegengesetzt um den Winekl β' geneigt. Das Ergebnis
ist ein Rhomboidmuster 8 auf den flachen zu schleifenden Gegenständen, welche durch
die Summe der Vielzahl einzelner Rhomben 9 gebildet wird. Ein einzelner Rhombus 9
ist schwarz markiert, in einem vergrösserten Muster zwischen Figur 1 und Figur 2,
dargestellt. Da es sich um einen Feinschliff handelt, sind die einzelnen Rhombusfiguren
als solche von blossem Auge nur schwach erkennbar. Die doppelte Diagonalmusterung
kann jedoch je nach Lichteinfall und Blickrichtung klar erkannt werden. Sehr vorteilhaft
ist dagegen, dass durch den starken Prägeeinfluss der doppelten Diagonalen kleinere
Schleifungenauigkeiten, zumindest für das Auge verschwinden. Durch die doppelten Diagonalen
verlieren kleinere Schleifungenauigkeiten ihre schädliche Wirkung für die Weiterverarbeitung,
da es keine betonte Quer- oder Längsmusterung mehr gibt. Eine Welligkeit einer vorangehenden
Stufe hat keinen Einfluss auf die nachfolgenden.
[0018] Die Figur 2 zeigt den zweiten Lösungsweg. Hier wird das Rhombusmuster bei dem Grobschliff
durch beide Grobschleifeinheiten 11 und 12 erzeugt, welche sinngemäss um einen Winkel
α1
x bzw. α2
x geneigt angeordnet sind. Durch die gröbere Körnung z.B. 40, 60 oder 80 wird jedoch
eine viel gröbere Musterung in der Oberfläche erzeugt. Die gröbere Musterung könnte
nun sinngemäss zu Figur 1 mit zwei anschliessenden Feinschleifeinheiten verfeinert
werden. Die Figur 2 zeigt die zweite Möglichkeit, indem die grobe Musterung 8' nicht
verfeinert wird, im Sinne von mehr Diagonalstreifen 6 und 7, sondern durch Abtragen
der "Bergspitzen" bzw. der vertikalen abstehenden Rauhigkeiten der gröberen Musterung.
Der Abbau der Rauhigkeit wird mit einer Feinschleifvorrichtung 13 z.B. mit Körnung
zwischen 100 und 150 jedoch nicht so weit getrieben, dass eine völlig plane Oberfläche
entsteht, sondern nur soweit, dass die tiefsten Markierungen beider Diagonalstreifungen
gerade noch erkennbar bleiben. Die Rhombusmusterung gemäss Figur 2 wirkt für das Auge
gröber, weil die Diagonalstreifen weiter auseinander liegen. Die Tiefe der einzelnen
bleibenden "Schleifspuren" kann bei beiden identisch sein.
[0019] Die Figuren 3a bis 3c zeigen verschiedene, weitere Kombinationsmöglichkeiten. Bei
der Figur 3a wird nur eine Seite des Gegenstandes geschliffen und mit der Rhombusmusterung
versehen. Dabei sind alle drei Schleifeinheiten in leichtem Winkel versetzt. Nicht
in allen Fällen muss beiden Seiten ein identischer Feinschliff gegeben werden. Die
eine Seite, die mit der höheren Oberflächenqualität, kann mittels Rhombusmusterung
als Qualitätszeichen gekennzeichnet sein. Die Seite mit dem Rhombusschliff ist die
Seite mit der höheren Qualität. Die Figuren 3a und 3b zeigen Feinschleifstufen. Bei
der Figur 3a werden zwei Feinschleifbänder 20 sowie eine Schleifwalze 21 eingesetzt.
Da in der Stufe des Feinschliffes keine grossen Schleifdrücke benötigt werden, können
die Schleifeinheiten auch versetzt angeordnet werden, wie in der Figur 3b gezeigt
ist. Die Figur 3c zeigt nacheinander schematisch zwei im Winkel zueinander versetzte
Grobschleifbänder 22, und für den Feinschliff ein Querschleifband 23 sowie eine Querschleifbürste
24, dies in Analogie zu der Figur 2. Die Figur 3d zeigt nur beispielsweise vier weitere
Kombinationsmöglichkeiten für das doppelseitige Schleifen, stellvertretend für beliebige
weitere Kombinationen, immer mit dem gleichen Ziel, nämlich der Erzeugung eines Rhombusmusters
auf den fertiggeschliffenen Gegenständen, dies mit einem möglichst ökonomischen Einsatz
von Schleifmaterial.
[0020] Die Figur 4 zeigt eine konkrete Breitschleifmaschine mit einer Grobschleifeinheit
30, mit Grobschleifbänder 29, welche quer zu der Transportrichtung angeordnet sind,
also ohne Winkelversetzung. Die Feinschleifeinheit 31 weist dagegen zwei im Winkel
zueinander versetzt angeordnete Breit-Schleifwalzen 21 auf, sinngemäss zu Figur 1.
[0021] Die Figur 5 ist mit vier Breitbandschleifeinheiten ausgerüstet, wobei die rechte
Bildhälfte identisch zu der Figur 4 ausgebildet ist. Bei der linken Hälfte sind zwei
Breitband-Feinschleifeinheiten 22 als Feinschleifstufe 32 vorgesehen.
[0022] Es hat sich gezeigt, dass die erfindungsgemäss erzeugte Rhombusmusterung sehr ökonomisch
ist, verglichen mit einem zusätzlichen Schliff durch ein Querband, das sich vollständig
quer zur Transportrichtung bewegen müsste. Die neue Erfindung gestattet, den Schleifeingriff
mit einer nur kleinen Abweichung zu der Transportrichtung des Materials z.B. der Span-
oder Metallplatten durchzuführen. Die Schleifkräfte sind primär in der Durchlaufrichtung
der Gegenstände. Dadurch ergibt sich ein unverhältnismässig kleiner Verbrauch z.B.
von Schleifpapier im Falle von Breitschleifbändern. Der Schliff wird ruhiger, gleichmässiger
und gestattet in vielen Fällen den Schleifaufwand gegenüber dem bekannten Breitschleifen
zu reduzieren.
1. Verfahren zum Betrieb einer Breitschleifmaschine zum Erzeugen einer qualitativ anspruchsvollen
geschliffenen Oberfläche auf flachen Gegenständen (1), welche kontinuierlich durch
die Breitschleifmaschine mit wenigstens zwei Breitschleifeinheiten transportiert werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens zwei Schleifeinheiten (3, 4, 11, 12) in einem leichten Eingriffswinkel
(α) quer zur Vorschubrichtung (Pfeil 2) der Gegenstände (1) leicht versetzt eingesetzt
sind, derart, dass in der Kalibrier- oder Feinschleifstufe eine Rhomubsmusterung (8)
erzeugt wird, wobei die Grob- oder Kalibrierschleifstufe (11, 12) in wenigstens zwei
Schleifstufen aufgeteilt ist, welche in einem leichten Eingriffswinket (α) quer zur
Vorschubrichtung (Pfeil 2) der Gegenstände (1) versetzt sind, und mit den Schleifspuren
eine rhombusartige Rohmusterung (8) erzeugt wird, welche in einer anschliessenden
Feinschleifstufe überschliffen wird, derart, dass die Rhombusmusterung (8) sichtbar
bleibt, wobei der Anpressdruck in der Feinschleifstufe einstellbar oder regelbar ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Feinschleifstufe (3, 4) in wenigstens zwei Schleifstufen aufgeteilt ist, welche
in einem leichten Eingriffwinkel (α) quer zur Vorschubrichtung (Pfeil 2) der Gegenstände
(1) derart versetzt sind, dass mit den Schleifspuren eine rhombusartige Musterung
(8) erzeugt wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine sichtbare Rhombusmusterung (8) im kontinuierlichen Durchlauf unmittelbar nach
einer Dickenschleifung oder in einer Kalibrierschleifstufe (11, 12) selbst mit nachgeordneter
Feinschleifstufe (3, 4) erzeugt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schleifmusterung durch Schleifmittel mit ungleicher oder identischer Körnung
erzeugt werden, wobei der Schleifdruck beider unabhängig einstellbar ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die versetzten Schleifmittel gegengleich, jedoch mit identischen Winkeln (α) versetzt
angeordnet sind, zur Erzeugung einer symmetrischen, rhombusartigen Musterung (8).
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass als Schleifmittel Feinschleifbänder (20), Feinschleifwalzen (21) oder Feinschleifbürsten
verwendet werden.
7. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Winkelversetzung (α) zwischen 2° bis 20° insbesondere 3° bis 15° einstellbar
wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Winkelversetzung (α) für beide Schleifeinheiten (3, 4 resp. 11, 12) gegengleich
und identisch im Betrag ist.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens zwei Schleifeinheiten (3, 4, 11, 12) auf einer Seite der flachen Gegenstände
(1) angeordnet sind und eine Rhombusmusterung (8) nur auf einer Seite erzeugbar wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass für die Erzeugung einer Rhombusmusterung (8) auf beiden Seiten der Gegenstände (1)
je zwei Schleifeinheiten entweder symetrisch oder asymetrisch gegenüberliegend angeordnet
sind.
11. Verwendung einer Breitschleifmaschine für flache Platten bzw. Gegenstände (1), welche
kontinuierlich durchgeführt werden, wobei die Breitschleifmaschine auf der gleichen
Plattenseite wenigstens zwei Schleifeinheiten (3, 4, 11, 12), welche quer zur Vorschubrichtung
(Pfeil 2) der Gegenstände leicht versetzt angeordnet sind, und zwei Grob- bzw. Kalibrierschleifeinheiten
(11, 12) mit nachgeordneten Feinschleifeinheiten aufweist, und wenigstens zwei Schleifeinheiten
derart gegengleich im leichten Winkel (α) zueinander versetzt angeordnet sind, dass
die Transportrichtung und die erzeugende Richtung der Schleifspuren durch die Schleifmittel
mit der entsprechenden Ausrichtung der "Krafteingriffslinie" unterschiedlich ist,
zur Erzeugung einer von Auge erkennbaren Rhombusmusterung wenigstens auf einer Plattenseite,
wobei der Anpressdruck in der Feinschleifstufe einstellbar oder regelbar ist.
1. Method of operating a wide-wheel grinding machine for producing a high-quality ground
surface on flat articles (1) which are continuously conveyed through the wide-wheel
grinding machine comprising at least two wide-wheel grinding units, characterised in that at least two grinding units (3, 4, 11, 12) are used slightly offset at a slight pressure
angle (α) transversely to the advance direction (arrow 2) of the articles (1) in such
a way that a rhombus pattern (8) is produced in the calibrating or precision grinding
stage, the rough or calibrating grinding stage (11, 12) being divided into at least
two grinding stages, which are offset at a slight pressure angle (α) transversely
to the advance direction (arrow 2) of the articles (1), and a rhombus-like base pattern
(8) is produced by the grinding tracks, which is ground over in a subsequent precision
grinding stage in such a way that the rhombus pattern (8) remains visible, the contact
pressure in the precision grinding stage being adjustable or controllable.
2. Method according to claim 1, characterised in that a precision grinding stage (3, 4) is divided into at least two grinding stages, which
are offset at a slight pressure angle (α) transversely to the advance direction (arrow
2) of the articles (1) in such a way that a rhombus-like pattern (8) is produced by
the grinding tracks.
3. Method according to either of claims 1 or 2, characterised in that a visible rhombus pattern (8) is produced in the continuous passage immediately after
a thickness grinding or in a calibrating grinding stage (11, 12), even with subsequent
precision grinding stage (2, 3).
4. Method according to any of claims 1 to 3, characterised in that the grinding pattern is produced by grinding means with different or identical graining,
the grinding pressure of the two grinding means being independently adjustable.
5. Method according to any of claims 1 to 4, characterised in that the offset grinding means are arranged diametrically opposed but at identical angles
(α) to produce a symmetrical, rhombus-like pattern (8).
6. Method according to any of claims 1 to 5, characterised in that precision grinding belts (20), precision grinding rollers (21) or precision grinding
brushes are used as grinding means.
7. Method according to claim 1, characterised in that the angular offset (α) is adjustable between 2° and 20°, in particular 3° and 15°.
8. Method according to either of claims 1 or 2, characterised in that the angular offset (α) for the two grinding units (3, 4 and 11, 12) is diametrically
opposed and identical in size.
9. Method according to any of claims 1 to 8, characterised in that at least two grinding units (3, 4, 11, 12) are arranged on one side of the flat articles
(1) and a rhombus pattern (8) can only be produced on one side.
10. Method according to any of claims 1 to 8, characterised in that to produce a rhombus pattern (8) on both sides of the articles (1) two respective
grinding units are arranged in an opposing manner either symmetrically or asymmetrically.
11. Use of a wide-wheel grinding machine for flat sheets or articles (1), which are continuously
guided through, the wide-wheel grinding machine comprising, on the same sheet side,
at least two grinding units (3, 4, 11, 12) arranged slightly offset transversely to
the advance direction (arrow 2) of the articles, and two rough or calibrating grinding
units (11, 12) with precision grinding units arranged downstream, and at least two
grinding units being arranged mutually offset and diametrically opposed at a slight
angle (α) in such a way that the conveying direction and the generating direction
of the grinding tracks is different owing to the grinding means with the appropriate
orientation of the "line of action of the force", to produce a rhombus pattern which
can be visibly detected at least on one sheet side, the contact pressure in the precision
grinding stage being adjustable or controllable.
1. Procédé d'utilisation d'une rectifieuse de surfaces larges pour exécution d'états
de surface de haute qualité sur des objets (1) plats, qui sont transportés en continu
à travers la rectifieuse qui comprend au moins deux unités de rectification de surfaces
larges, caractérisé en ce qu'au moins deux unités de rectification de surfaces larges (3, 4, 11, 12) sont agencées
avec un faible déport selon un petit angle d'attaque (α) transversalement au sens
d'avance (flèche 2) des objets (1), de manière à générer un dessin en losanges (8)
au cours d'une passe de rectification en calibrage ou de rectification de finition,
la passe de rectification grossière ou de rectification en calibrage (11, 12) étant
divisée en au moins deux passes, qui sont en déport selon un petit angle d'attaque
(α) transversalement au sens d'avance (flèche 2) des objets (1), et les passes de
rectification génèrent un dessin brut (8) en forme de losanges, qui est rectifié ensuite
dans une passe de rectification de finition, de telle sorte que le dessin en losanges
(8) devient visible, la pression d'appui dans la passe de rectification de finition
étant ajustable ou réglable.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une passe de rectification de finition (3, 4) est divisée en au moins deux passes,
qui sont en déport selon un petit angle d'attaque (α) transversalement au sens d'avance
(flèche 2) des objets (1), de manière à générer par les stries de rectification un
dessin (8) en forme de losanges.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'un dessin en losanges (8) visible est généré dans un processus en enfilade directement
à la suite d'une rectification en épaisseur ou dans une passe de rectification en
calibrage (11, 12) elle-même suivie d'une passe de rectification de finition (3, 4).
4. Procédé selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le dessin de rectification est généré par des meules avec une grosseur de grains
différente ou identique, la pression des deux meules pouvant être réglée indépendamment.
5. Procédé selon une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les meules en déport sont agencées de manière diamétralement opposée, néanmoins avec
un déport selon un angle (α) identique pour générer un dessin (8) symétrique en forme
de losanges.
6. Procédé selon une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les meules utilisées sont des bandes de rectification (20), des cylindres de rectification
(21) ou des brosses de rectification.
7. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est possible de faire varier l'angle de déport (α) de 2° à 20°, en particulier
de 3° à 15°.
8. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'angle de déport (α) pour les deux unités de rectification (3, 4, et respectivement
11, 12) est égal à une valeur diamétralement opposée et identique.
9. Procédé selon une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'au moins deux unités de rectification (3, 4, 11, 12) sont agencées sur un côté des
objets (1) plats et un dessin en losanges (8) peut être réalisé sur un côté seulement.
10. Procédé selon une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que, pour la réalisation d'un dessin en losanges (8) sur les deux côtés des objets (1),
deux unités de rectification sont disposées sur chaque côté symétriquement ou asymétriquement
en regard l'une de l'autre.
11. Utilisation d'une rectifieuse de surfaces larges pour des panneaux ou objets (1) plats
qui sont acheminés en continu, la rectifieuse de surfaces larges comprenant sur le
même côté des panneaux au moins deux unités de rectification (3, 4, 11, 12), qui sont
disposées avec un faible déport transversalement au sens d'avance (flèche 2) des objets,
et deux unités de rectification grossière ou rectification en calibrage (11, 12) avec
des unités de rectification de finition montées en aval, et au moins deux unités de
rectification sont agencées l'une par rapport à l'autre de manière diamétralement
opposée avec un déport selon un petit angle (α), de telle sorte que le sens de transport
et l'orientation des stries de rectification réalisées par les meules avec l'orientation
correspondante de la « ligne d'attaque des forces » est différente de manière à obtenir
un dessin en losanges visible à l'oeil sur au moins un côté du panneau, la pression
d'appui dans la passe de rectification de finition étant ajustable ou réglable.