[0001] Die Erfindung betrifft ein Scharnier mit einem Gehäuseteil und einem Deckelteil,
das an dem Gehäuseteil beweglich, vorzugsweise drehbar gelagert ist.
[0002] Derartige Scharniere sind bereits bekannt. Sie weisen zwei Teile auf, die relativ
zueinander beweglich (beispielsweise in Form eines Viergelenks), vorzugsweise drehbar,
sind. Eines der beiden Teile kann als Gehäuseteil oder Scharniergehäuse bezeichnet
werden, das andere Teil kann als Deckelteil oder als bewegliches Scharnierteil bezeichnet
werden. Das Gehäuseteil kann mit einem feststehenden Teil eines Möbelstücks (also
dem Möbel-Korpus) oder eines Gerätes, beispielsweise einer Gefriertruhe, verbunden
sein. Das Deckelteil kann mit dem beweglichen Teil eines Möbelstücks (beispielsweise
einer Möbeltüre) oder mit dem beweglichen Teil eines Gerätes, beispielsweise dem Deckel
einer Gefriertruhe, verbunden sein.
[0003] Bei der Montage wird das Scharnier mit den genannten Teilen eines Möbelstückes oder
eines Gerätes verbunden. Dies kann durch eine Schraubverbindung, aber auch auf andere
Weise geschehen.
[0004] Bei einem bekannten Scharnier für eine Gefriertruhe, das in Fig. 8 dargestellt ist,
ist das Gehäuseteil 1 durch Schrauben 2 mit einer Gefriertruhe 17 verbunden. Das an
dem Gehäuseteil 1 an einer Drehachse 3 drehbar gelagerte Deckelteil 4 muß durch weitere
Schrauben 5, 6 mit dem Deckel 7 der Gefriertruhe verbunden werden.
[0005] Das Scharnier umfaßt eine Druckfeder 8, deren unteres Ende auf einem Federteller
9 aufliegt, der in seiner Mitte eine Vertiefung aufweist, mit der er sich an einem
Vorsprung 10 des Gehäuseteils 1 abstützt. Das obere Ende der Druckfeder 8 stützt sich
an einem Bund 11 ab, der an einer Federstange 12 vorgesehen ist, die an ihrem oberen
Ende eine Vertiefung 13 aufweist, mit der sie an einer an dem Deckelteil 4 vorgesehenen
Achse 14 aufliegt. Die Achse 14 befindet sich im Abstand von der Drehachse 3. Sie
ist ferner längs einer in dem Gehäuseteil 1 vorgesehenen Führungsbahn 15, die durch
eine Aussparung 16 gebildet wird und die sich in den Seitenwänden des Gehäuseteils
1 befindet, verschieblich. Die Enden der Aussparung 16 bilden Anschläge für die Achse
14, deren Drehbewegungsmöglichkeit um die Drehachse 3 auf diese Weise begrenzt ist,
im Beispiel der Fig. 8 auf etwas mehr als 90°. Die Anordnung ist dabei derart getroffen,
daß das Scharnier durch die Druckfeder 8 über den Neutralpunkt geschlossen wird. Die
Achse 14 befindet sich also in der Darstellung der Fig. 8 geringfügig links, also
außerhalb, von der Verbindungslinie zwischen dem Auflagepunkt der zentralen Vertiefung
des Federtellers 9 auf dem Vorsprung 10 und der Drehachse 3. In der in Fig. 8 gezeigten
Stellung drückt die Druckfeder 8 die Achse 14 gegen das linke, einen Anschlag bildende
Ende der Aussparung 16, so daß das Scharnier durch die Aktion der Druckfeder 8 stabil
in der in Fig. 8 gezeigten Stellung bleibt.
[0006] Das Scharnier wird in der in Fig. 8 gezeigten, stabilen Stellung ausgeliefert. Es
befindet sich dann in der Montageposition mit gespannter Feder. Um dafür zu sorgen,
daß das Scharnier nicht aufschnappt und die Entladung der Federspannung zu Gefährdungen
führt, ist das Scharnier in der beschriebenen Weise und auf die in Fig. 8 gezeigte
Art über den Neutralpunkt geschlossen. Dies hat allerdings den Nachteil, daß die untere
Schraube 6, mit der das Deckelteil 4 an dem Deckel 7 befestigt werden soll, in der
aus Fig. 8 ersichtlichen Weise vorsteht, so daß die untere Schraube 6 schlecht montierbar
ist. Ferner wird beim Anziehen der Schraubverbindung 6 der Deckel 7 herangezogen.
Um diese Montage durchführen zu können muß der Deckel 7 also auf dem Truhenkörper
17 verschiebbar sein, um in die endgültige Position kommen zu können. Aus dem gleichen
Grund findet auch eine Vertikalverschiebung statt, so daß die unteren Befestigungsschrauben
6 des Deckelteils erst in einem zweiten Schritt angezogen werden können.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Scharnier der eingangs angegebenen Art vorzuschlagen,
das auf einfachere Weise montiert werden kann.
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß an dem Gehäuseteil oder an
dem Deckelteil ein Sicherungsteil vorgesehen ist, durch welches die relative Position
beider Teile (also des Gehäuseteils und des Deckelteils) fixiert wird. Vorzugsweise
werden das Gehäuseteil und das Deckelteil in der Montageposition relativ zueinander
fixiert. Gehäuseteil und Deckelteil können dann einwandfrei montiert werden. Bei dem
in Fig. 8 gezeigten Scharnier treten die oben beschriebenen Nachteile nicht auf.
[0009] Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0010] Vorzugsweise ist das Sicherungsteil an dem Gehäuseteil vorgesehen. Es kann allerdings
auch an dem Deckelteil angeordnet sein.
[0011] Nach einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung ist an einem der beiden Teile (Gehäuseteil
oder Deckelteil) eine Spannfeder vorgesehen. Vorzugsweise handelt es sich um eine
Druckfeder. Durch die Spannfeder oder Druckfeder wird auf Gehäuseteil und Deckelteil
eine diese beiden Teile relativ zueinander bewegende Kraft ausgeübt.
[0012] Die Spannfeder oder Druckfeder kann an dem Gehäuseteil des Scharniers vorgesehen
sein. Es ist allerdings auch möglich, sie an dem Deckelteil vorzusehen. Ferner kann
ein weiteres Teil vorgesehen sein, beispielsweise eine Federstange oder ein sonstiges
Teil, durch das die von der Spannfeder oder Druckfeder ausgeübte Kraft auf das Gehäuseteil
und/oder das Deckelteil ausgeübt wird.
[0013] Vorzugsweise ist das Sicherungsteil aus Kunststoff.
[0014] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung ist dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungsteil
in eine Öffnung, vorzugsweise in eine Ausstanzung, in dem Gehäuseteil bzw. in dem
Deckelteil eingesetzt ist. Das Sicherungsteil befindet sich also in dieser Öffnung
oder Ausstanzung. Vorzugsweise ist das Sicherungsteil so ausgestaltet, daß es nicht
übersteht. Es ist vorteilhaft, wenn das Sicherungsteil an der Scharnierseite, die
von einem gebogenen oder abgekanteten Blech gebildet sein kann, nicht übersteht, so
daß die Verpackung der Scharniere unbehindert ausgeführt werden kann.
[0015] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung
bzw. Ausstanzung die Form eines Vielecks aufweist. Vorzugsweise wird die Form eines
regelmäßigen Vielecks verwendet. Besonders geeignet ist die Form eines Quadrats. Die
Öffnung oder Ausstanzung kann allerdings auch die Form eines Rechtecks aufweisen.
Ferner ist es vorteilhaft, wenn die Öffnung oder Ausstanzung eine Form aufweist, die
eine Sicherung gegen Verdrehung darstellt.
[0016] Vorzugsweise weist das Sicherungsteil eine Verzahnung auf. In demjenigen Scharnierteil,
in dem sich das Sicherungsteil nicht befindet, ist vorzugsweise eine entsprechende
Gegenverzahnung vorgesehen. Wenn also das Sicherungsteil an dem Gehäuseteil vorgesehen
ist, befindet sich die Gegenverzahnung an dem Deckelteil bzw. einem Teil des Deckelteils.
Wenn das Sicherungsteil an dem Deckelteil vorgesehen ist, befindet sich die Verzahnung
an dem Gehäuseteil oder einem Teil des Gehäuseteils. Durch den Eingriff der Verzahnung
in die Gegenverzahnung wird die relative Position des Gehäuseteils und des Deckelteils
fixiert.
[0017] Die Verzahnung besteht dabei aus mindestens einem Zahn. Unter einem Zahn kann dabei
jedweder Bestandteil des Sicherungsteils verstanden werden, der durch das Zusammenwirken
mit einem entsprechenden anderen, eine Gegenverzahnung bildenden Teil eine Fixierung
oder Verdrehsicherung oder sonstige Bewegungssicherung bildet. Beispielsweise kann
es sich bei dem Zahn um einen Vorsprung handeln, und bei der Gegenverzahnung um eine
entsprechende Vertiefung. Die Verzahnung kann allerdings auch mehrere Zähne umfassen,
wobei die Zähne von Vorsprüngen gebildet werden können.
[0018] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Verzahnung
an mehreren Seiten des Sicherungsteils vorgesehen ist, vorzugsweise an allen Seiten
des Sicherungsteils. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn das Sicherungsteil
die Form eines Vielecks aufweist, vorzugsweise die Form eines regelmäßigen Vielecks,
vorzugsweise die Form eines Quadrats. In diesem Fall ist es vorteilhaft, wenn die
Verzahnung an mehreren Seiten des Vielecks vorgesehen ist, vorzugsweise an allen Seiten.
Wenn das Sicherungsteil als regelmäßiges Vieleck ausgebildet ist, kann es durch eine
Verdrehung mehrfach verwendet werden.
[0019] Vorzugsweise ist dasjenige Teil des Sicherungsteils bzw. sind diejenigen Teile des
Sicherungsteils, die das Scharnier fixieren, zerstörbar. Dieses Teil bzw. diese Teile,
beispielsweise ein oder mehrere Zähne, können abknickbar oder abbrechbar sein. Vorzugsweise
sind das oder die das Scharnier fixierenden Teile des Sicherungsteils, vorzugsweise
dessen Zahn bzw. dessen Zähne, derart dimensioniert, daß sie durch eine manuelle,
beispielsweise erstmalige Betätigung des Scharniers zerstört werden. Während der Montage
des Scharniers erfüllt das Sicherungsteil seine Funktion, die relative Lage der Teile
des Scharniers zu fixieren. Danach werden die jetzt nicht mehr benötigten, die Fixierung
bewirkenden Teile des Sicherungsteils durch eine manuelle Betätigung des Scharniers
zerstört.
[0020] Vorzugsweise sind die zerstörbaren Teile des Sicherungsteils klein. Sie sind vorzugsweise
so klein, daß sie die Betätigung des Scharniers nach ihrer Zerstörung nicht stören.
Wenn die die Fixierung bewirkenden Teile abbrechbar sind, sind sie vorzugsweise so
klein, daß sie nicht zu einer Störung des Scharnier-Mechanismus führen können.
[0021] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung ist dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungsteil
markierbar und/beschriftbar und/oder markiert und/oder beschriftet ist. Das Sicherungsteil
bzw. die Scharniersicherung kann also als Träger einer geeigneten Markierung oder
Beschriftung verwendet werden, beispielsweise für den Zweck, verschiedene Scharniertypen
unterscheiden zu können. Es kann beispielsweise durch markante Farbgebung zur Unterscheidung
der Scharniertypen verwendet werden.
[0022] Eine Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der beigefügten Zeichnung
im einzelnen erläutert. In der Zeichnung zeigt
- Fig. 1
- ein Scharnier mit einem Sicherungsteil in der fixierten und montierten Stellung in
einer Seitenansicht von rechts,
- Fig. 2
- das Scharnier gemäß Fig. 1 in einer Ansicht von hinten,
- Fig. 3
- das Scharnier gemäß Fig. 1 und 2 in einer Seitenansicht von links,
- Fig. 4
- eine Abwandlung des Scharniers gemäß Figuren 1 bis 3, bei der sich das Sicherungsteil
in der gegenüberliegenden Wand des Gehäuseteils befindet, in einer Ansicht von hinten,
- Fig. 5
- den Ausschnitt Y aus der Fig. 4 in einer vergrößerten Darstellung,
- Fig. 6
- das Scharnier gemäß den Fig. 1 bis 3 in einer der Fig. 1 entsprechenden Seitenansicht
in einem verkleinerten Maßstab,
- Fig. 7
- den Ausschnitt X aus der Fig. 6 in einer vergrößerten Ansicht und
- Fig. 8
- ein vorbekanntes Scharnier ohne Sicherungsteil in einer der Fig. 1 entsprechenden
Seitenansicht.
[0023] Das in den Figuren 1 bis 3 gezeigte Scharnier ist im wesentlichen wie dasjenige aufgebaut,
das in Fig. 8 gezeigt und schon erläutert worden ist. Die Bezugszeichen in den Figuren
1 bis 3 entsprechend denjenigen in Fig. 8, so daß die zugehörigen Teile und deren
Funktion nicht erneut beschrieben werden müssen.
[0024] Im Unterschied zum Scharnier nach Fig. 8 besitzt das in den Figuren 1 bis 3 gezeigte
Scharnier ein Sicherungsteil 18, das in eine Ausstanzung 19 in einer Seitenwand 20
des Gehäuseteils 1 eingesetzt ist. Durch das Sicherungsteil 18 wird die relative Position
des Gehäuseteils 1 und des Deckelteils 4 fixiert. Das Sicherungsteil 18 weist die
Form eines regelmäßigen Vielecks, nämlich eines Quadrats, auf. Es ist aus Kunststoff
gefertigt. Wie aus den Figuren 1 und 3 ersichtlich wird das Scharnier durch das Sicherungsteil
18 in der Montageposition fixiert, in der die Montageebene 21 des Gehäuseteils 1 mit
der zugehörigen Montageebene 22 des Truhenkörpers 17 übereinstimmt und in der die
Montageebene 23 des Deckelteils 4 mit der zugehörigen Montageebene 24 des Deckels
7 übereinstimmt. Bei dem in den Figuren 1 und 3 gezeigten Beispiel fluchten die Ebenen
21, 22 und 23, 24 miteinander. Wenn allerdings die relative Zuordnung zwischen Truhenkörper
17 bzw. feststehenden Teil eines Möbelstücks oder Gerätes einerseits und Deckel bzw.
beweglichen Teil eines Möbelstücks oder Gerätes andererseits eine andere ist, wird
die Anordnung zweckmäßigerweise so getroffen, daß das Sicherungsteil die relative
Lage zwischen Gehäuseteil und Deckelteil in der dann anderen Montageposition fixiert,
so daß eine spannungsfreie Montage von Gehäuseteil und Deckelteil möglich ist.
[0025] Das Sicherungsteil 18 weist eine Verzahnung 25 auf, die in eine entsprechende Gegenverzahnung
26 eingreift, die an dem Deckelteil 4 vorgesehen ist.
[0026] Das Sicherungsteil 18 ist in den Figuren 5 und 7 in einem vergrößerten Maßstab dargestellt.
Es besteht aus einem Einsatzteil 27, das eine im wesentlichen quadratische Form mit
abgerundeten Ecken 28 aufweist, und einem Verzahnungsteil 29, das ebenfalls im wesentlichen
quadratisch ausgestaltet ist, wobei an jeder Seite des Quadrates jeweils drei Zähne
vorgesehen sind, von denen in der Darstellung der Fig. 7 lediglich die in eine entsprechende
Gegenverzahnung eingreifenden Zähne 30, 31, 32 mit Bezugszeichen versehen sind.
[0027] Das Einsatzteil 27 ist in die Ausstanzung 19 in der Seitenwand 20 des Gehäuseteils
1 eingesetzt. Aus Fig. 5 ist ersichtlich, daß das Einsatzteil 27 und damit das Sicherungsteil
18 nicht übersteht, daß es also die Seitenwand 20 bzw. deren äußere Oberfläche nicht
überragt. Die äußere Endfläche 33 des Einsatzteils 27 des Sicherungsteils 18 schließt
bündig mit der äußeren Ebene der Seitenwand 20 ab. Die Ausstanzung 19 in der Seitenwand
20 weist eine aus Fig. 5 ersichtliche Einziehung 34 nach innen auf, durch die eine
innere Anlagefläche für das Einsatzteil 27 gebildet wird. Die Seitenwand 20 geht durch
eine Abrundung 35 in die Einziehung 34 über. Das Einsatzteil 27 legt sich in der aus
Fig. 5 ersichtlichen Weise an diese Abrundung an.
[0028] Die Zähne 30, 31, 32 greifen in Vertiefungen 36, 37, 38, die in einer Verlängerung
39 des Deckelteils 4 vorgesehen sind und die ihrerseits zwischen jeweils angrenzenden
Zähnen angeordnet sind. Diese Zähne des Deckelteils 4 greifen in entsprechende Lücken
zwischen den Zähnen 30 bis 32 des Verzahnungsteils 29. Die Zähne 30, 31, 32 besitzen
jeweils einen Schaft 40, mit dem der Kopf des jeweiligen Zahnes mit dem im wesentlichen
quadratischen Teil des Verzahnungsteils 29 verbunden ist. Der Kopf der Zähne ist an
seiner Außenseite im Querschnitt im wesentlichen halbkreisförmig ausgebildet. Er liegt
auf dem Grund der zugehörigen Vertiefung in dem Deckelteil 4 auf. Die Stärke des Schaftes
40 der Zähne 30 bis 32 ist derart bemessen, daß diese Schäfte 40 die durch die Druckfeder
8 verursachten Kräfte zuverlässig aufnehmen und aushalten können, daß sie aber zerstört,
nämlich abgebrochen werden, wenn der Deckel 7 nach erfolgter Montage des Scharniers
bewegt wird. Durch den Eingriff der Zähne in die Gegenverzahnung wird dementsprechend
während der Montage des Scharniers die relative Lage der Scharnierteile (Gehäuseteil
1 und Deckelteil 4) zueinander zuverlässig fixiert. Nach der Montage können die Zähne
30 bis 32 durch eine Bewegung des Deckels 7 abgebrochen werden.
[0029] Die Zähne 30 bis 32 sind klein ausgebildet. Sie sind so klein, daß sie als abgebrochene
Zähne den Mechanismus des Scharniers nicht beeinträchtigen können.
[0030] Wie aus Fig. 7 ersichtlich ist an jeder der vier Seiten des quadratischen Verzahnungsteils
29 eine Verzahnung vorgesehen, die aus jeweils drei Zähnen besteht. Hierdurch kann
das Sicherungsteil 18 mehrfach erneut verwendet werden, was insbesondere bei einer
Ersatzteilmontage von Vorteil ist. Das Sicherungsteil kann in diesem Fall vor der
Demontage des Scharniers ausgerastet werden. Es kann dann um 90° gedreht (oder um
180° oder 270° gedreht) wieder mit unbeschädigten Zähnen eingerastet werden, so daß
es für eine erneute Montage verwendet werden kann.
[0031] Durch die Erfindung wird eine Scharniersicherung geschaffen, die nach der Montage
des Scharniers nicht in einem zusätzlichen Vorgang entfernt werden muß. Da die Scharniersicherung
nicht seitlich übersteht, wird die Verpackung des Scharniers nicht behindert; die
Scharniere können nebeneinander anliegend gelegt und verpackt werden. Das Sicherungsteil
kann aus Kunststoff bestehen. Es kann in eine rechteckige Ausstanzung des Scharniergehäuses
eingerastet werden und mit seiner Verzahnung in eine entsprechende Gegenverzahnung
am beweglichen Scharnierteil eingreifen. Durch die Scharniersicherung kann das Scharnier
in perfekter Neutralposition gehalten werden, unabhängig davon, ob die Federkraft
ein Öffnungs- oder Schließmoment ergibt oder nicht. Nach der Montage des Scharniers
muß die Sicherung nicht entfernt werden, da die Verzahnung des Kunststoffteils gerade
so fest ist, daß sie ausreichend sichert, jedoch beim ersten Öffnen des Scharniers
bricht. Da für die Scharniersicherung keine Vorspannung erforderlich ist, kann sie
auch bei einem Scharnier ohne Feder verwendet werden. Ein derartiges Scharnier ohne
Feder kann in Neutralposition blockiert und in dieser Form hergestellt und angeliefert
werden.
[0032] Die Zähne der Verzahnung sind vorteilhaft in einer Weise gestaltet, die nur winzige
abgebrochene Stücke ergibt, soweit sie überhaupt brechen und nicht nur abknicken,
so daß diese Stücke nicht zu einer Störung des Mechanismus führen können. Die Scharniersicherung
ist so gestaltet, daß sie an der Scharnierseite nicht übersteht, so daß die Verpackung
der Scharniere unbehindert ausgeführt werden kann und auch die Kunststoffverkleidungsteile
des Scharniers aufgesteckt werden können, ohne daß die Scharniersicherung entfernt
würde. Auch die Zugänglichkeit der Schrauben bleibt unbehindert gewährleistet.
[0033] Die erfindungsgemäße Scharniersicherung macht das Scharnier bzw. dessen Montage an
einem Möbelstück oder einem Gerät, insbesondere einer Gefriertruhe, für den Benutzer
automationsfähig. Die Scharniersicherung kann als äußerst billiges, mit geringem Materialaufwand
auch aus minderwertigem Kunststoff herstellbares Teil realisiert werden, das automationsfähig
eingebaut werden kann. Die Scharniersicherung ist ferner zur Abfalltrennung Blech/Kunststoff
jederzeit leicht demontierbar. Sie ist leicht manuell montierbar. Das Sicherungsteil
bzw. die Scharniersicherung kann als Träger einer geeigneten Beschriftung oder durch
markante Farbgebung zur Unterscheidung der Scharniertypen verwendet werden.
1. Scharnier mit einem Gehäuseteil (1) und einem Deckelteil (4), das an dem Gehäuseteil
(1) beweglich, vorzugsweise drehbar (3) gelagert ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Gehäuseteil (1) oder dem Deckelteil (4) ein Sicherungsteil (18) vorgesehen
ist, durch das die relative Position beider Teile (1, 4) fixiert wird.
2. Scharnier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungsteil (18) an
dem Gehäuseteil (1) vorgesehen ist.
3. Scharnier nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an einem der beiden
Teile (1, 4) eine Spannfeder (8) vorgesehen ist.
4. Scharnier nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannfeder (8) an dem Gehäuseteil
(1) vorgesehen ist.
5. Scharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Sicherungsteil (18) aus Kunststoff ist.
6. Scharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Sicherungsteil (18) in eine Öffnung, vorzugsweise in eine Ausstanzung (19), in dem
Gehäuseteil (1) bzw. in dem Deckelteil (4) eingesetzt ist.
7. Scharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Sicherungsteil (18) nicht übersteht.
8. Scharnier nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung bzw. Ausstanzung
(19) die Form eines Vielecks, vorzugsweise eines regelmäßigen Vielecks, vorzugsweise
eines Rechtecks, vorzugsweise eines Quadrats aufweist.
9. Scharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Sicherungsteil (18) eine Verzahnung (30, 31, 32) aufweist.
10. Scharnier nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzahnung (30-32) an mehreren
Seiten des Sicherungsteils (18) vorgesehen ist, vorzugsweise an mehreren Seiten eines
Vielecks, vorzugsweise an allen Seiten des Sicherungsteils (18), vorzugsweise an allen
Seiten eines Vielecks.
11. Scharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
oder die das Scharnier fixierenden Teile des Sicherungsteils, vorzugsweise dessen
Zahn bzw. dessen Zähne (30-32), zerstörbar, vorzugsweise abknickbar oder abbrechbar
sind.
12. Scharnier nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die zerstörbaren Teile des
Sicherungsteils (18) klein sind.
13. Scharnier nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Sicherungsteil markierbar und/oder beschriftbar und/oder markiert und/oder beschriftet
ist.