[0001] Die Erfindung betrifft einen Abschlußstab zur Aufnahme eines Randbereiches eines
Behangs zum zumindest teilweisen Abdecken einer Öffnung, insbesondere eines Fensters.
[0002] Schutzvorrichtungen, insbesondere rollbare Schutzvorrichtungen in Form von Rollos,
zur Abdeckung eines Fensters mittels biegsamen Flachmaterials sind weit verbreitet.
Der Behang wird dabei in der Regel am oberen Rand der Fensteröffnung auf einer Wickelwelle
gespeichert und bei Bedarf mittels geeigneter mechanischer oder elektromechanischer
Vorrichtungen zum Verdecken der Fensteröffnung nach unten bewegt. An der unteren Randkante
des Behangs ist üblicherweise ein sich über die gesamte Breite des Behangs erstreckender
Abschlußstab befestigt, der auch als Beschwerungsstab dient. Die Befestigung erfolgt
beispielsweise durch Klebung oder Klemmung. Die Funktion des Abschlußstabes liegt
darin, den Behang zu beschweren und straff zu halten, so daß der Behang möglichst
faltenfrei ist. Durch die sich über die gesamte Breite des Abschlußstabes erstreckende
feste Verbindung des Behangs mit dem Abschlußstab kann es jedoch, insbesondere bei
großer Breite des Behangs, zur Verwerfungen kommen. Solche Verwerfungen sind besonders
nachteilig bei Behängen, die aus aluminiumbeschichteter Reflektorfolie bestehen, da
die normalerweise nach außen zeigende aluminiumbeschichtete Seite des Behangs selbst
bei kleinen Verwerfungen das optische Erscheingungsbild stark negativ beeinflussen
kann und die gesamte Außenansicht eines Gebäudes beeinträchtigt.
[0003] Bei einer anderen Art von Schutzvorrichtungen ist der Behang am unteren Rand der
Fensteröffnung aufgerollt und mittels geeigneter Vorrichtungen von unten nach oben
bewegbar. Derartige Schutzvorrichtungen sind beispielsweise aus der DE 93 02 614 und
der DE 296 09 604 bekannt. Der Behang solcher Schutzvorrichtungen, bei denen auch
bei teilweiser Abdeckung des Fensters das Tageslicht in die Raumtiefe eindringen kann,
besteht häufig aus aluminiumbeschichteter Reflektorfolie. Die Antriebstechnik solcher
Schutzvorrichtungen unterscheidet sich wesentlich von der herkömmlicher Rollos, die
am Oberrand der Fensteröffnung angebracht sind. Bei herkömmlichen Rollos kann der
Behang lediglich durch Drehen der Welle bzw. Walze, auf der er abgewickelt ist, ausgerollt
werden, wobei das Gewicht des Abschlußstabes ihn nach unten zieht. Bei einer Schutzvorrichtung,
bei der sich der Behang zur zunehmenden Verdeckung der Fensteröffnung von unten nach
oben bewegt, werden die Bedienkräfte in der Regel über den Abschlußstab auf den Behang
aufgebracht. Normalerweise greifen an dem Abschlußstab beidseitig an seinen äußeren
Enden Zugelemente, vorzugsweise Schnüre ein, die ihn nach oben ziehen, wobei üblicherweise
seitliche Führungselemente vorgesehen sind, die die seitlichen Enden des Abschlußstabes
und die Zugelemente sowie ggf. die Seitenränder des Behangs aufnehmen. Infolge der
auf die äußeren Enden des Abschlußstabes über die Zugelemente aufgebrachten Zugkräfte,
die nach unten gerichteten Gegenkräfte des Behangs, die üblicherweise durch eine in
Aufwickelrichtung elastisch vorgespannte Wickelwelle verstärkt werden, und vor allem
das eigene Gewicht des Abschlußstabes, kommt es zu einer Durchbiegung des Abschlußstabes,
die zur Verwölbungen und/oder Faltenbildungen im Behang führt.
[0004] Bei einer herkömmlichen, am oberen Rand der Fensteröffnung angebrachten Schutzvorrichtung
tritt eine derartige Durchbiegung des Abschlußstabes normalerweise nicht auf, da lediglich
das Gewicht des Abschlußstabes gleichmäßig über dessen gesamte Breite in den Behang
eingeleitet wird. Es versteht sich, daß es bei herkömmlichen Schutzvorrichtungen zu
ähnlichen Durchbiegungen des Abschlußstabes kommen kann, wenn der Behang durch am
Abschlußstab eingeleitete Kräfte ausgerollt wird.
[0005] Es ist eine weitere Art von Schutzvorrichtungen bekannt, die unbeweglich vor einer
Fensteröffnung angeordnet sind und bei denen der Behang sowohl an seiner oberen als
auch an seiner unteren Randkante durch einen Abschlußstab begrenzt wird und bei denen
der sich am oberen Rand des Behangs befindliche Abschlußstab an seinen seitlichen
Enden in vertikaler Richtung unverschieblich vor der Fensteröffnung angebracht ist
oder sich auf seitlichen Führungselementen beweglich abstützt. Auch bei diesen Schutzvorrichtungen
kommt es zu der bereits beschriebenen Durchbiegung des am oberen Rand des Behangs
befindlichen Abschlußstabes, die zu einer das optische Erscheinungsbild des Behangs
beeinträchtigenden Beulen- und Faltenbildung führt.
[0006] Da es bei vernünftigem Aufwand insbesondere bei großer Breite des Behangs nicht möglich
ist, den Abschlußstab ausreichend biegesteif zu gestalten, wurden zur Vermeidung von
Falten und Ausbeulungen bereits verschiedene Vorschläge gemacht. In der DE 42 18 383
beispielsweise wird eine punktuelle Lagerung des Behangs an den beiden seitlichen
Enden des Abschlußstabs beschrieben, bei der die eine Lagerstelle fest und die andere
in Richtung der Längserstreckung des Abschlußstabes beweglich ist und diese bewegliche
Lagerstelle durch an ihr angreifende elastische Elemente zur seitlichen Straffung
des Behangs mit Zug beaufschlagt ist. Die aufbringbaren Spannkräfte sind jedoch nur
für Schutzvorrichtungen geeignet, die am oberen Rand der Fensteröffnungen angebracht
sind. Für von unten nach oben bewegte Behänge reichen die Spannkräfte nicht aus. Wären
sie groß genug, so würden auf den Behang so große Kräfte wirken, daß diese überdehnt
und damit plastisch verformt würde, wodurch es zu bleibenden Verwölbungen käme. Weiterhin
befinden sich in der DE 42 18 383 beschriebenen Aufnahmepunkte bzw. Lagerstellen am
Behang nicht an dessen seitlichen Enden, so daß seitliche Randbereiche verbleiben,
die nicht gespannt werden können und dadurch instabil sind, wodurch es zur Faltenbildung
kommen kann.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Abschlußstab zur Aufnahme eines Randbereiches
eines Behangs zum zumindest teilweisen Abdeckung einer Öffnung, insbesondere eines
Fensters, zu schaffen, mit dem sich eine Faltenbildung bzw. eine Verwölbung des Behangs
auch bei großen auf den Abschlußstab, insbesondere dessen Enden, wirkenden Kräften
vermeiden läßt.
[0008] Die genannte Aufgabe wird mit einem Abschlußstab gemäß dem Hauptanspruch gelöst.
[0009] Mit Hilfe der erfindungsgemäß in einer sich längs durch den Abschlußstab erstreckenden
Hohlkammer angeordneten Tragvorrichtung, an der der Rand des Behangs befestigt ist,
und der Positioniereinrichtung, mit der die Tragvorrichtung relativ zu dem Abschlußstab
verstellt werden kann, ist es möglich, den Rand des Behangs von einer Verformung des
Abschlußstabes, insbesondere einer Durchbiegung, zu entkoppeln, so daß der Behang
trotz großer, auf den Abschlußstab wirkender Kräfte frei von Verwölbungen bleibt.
[0010] Der Anspruch 2 ist auf eine einfache Ausbildung der Tragvorrichtung und der Befestigung
des Behangs an dem die Tragvorrichtung bildenden Träger gerichtet.
[0011] Die Anspüche 3 bis 7 sind auf vorteilhafte Details des Abschlußstabes gerichtet,
bei der der in der Tragvorrichtung befestigte Rand des Behangs auch dann geradlinig
bleibt, wenn sich der Abschlußstab durchbiegt.
[0012] Mit den Merkmalen des Anspruchs 8 und 9 läßt sich der Behang zusätzlich seitlich
spannen, was einer Verwölbung zusätzlich entgegenwirkt.
[0013] Der Anspruch 10 ist auf eine vorteilhafte Ausführungsform des Abschlußstabes gerichtet,
wobei die Formteile sowohl zur Krafteinleitung von den Zugmitteln her als auch zur
Halterung des Trägers dienen, an dem der Behang befestigt ist.
[0014] Die Erfindung ist für alle Arten von Schutzvorrichtungen bzw. Behängen geeignet,
mit denen irgendwelche Öffnungen mehr oder weniger weit abgedeckt werden können.
[0015] Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand schematischer Zeichnungen
mit weiteren Einzelheiten erläutert.
[0016] Es stellen dar:
- Fig. 1
- einen Schnitt durch einen Abschlußstab mit daran befestigten Behang entsprechend einem
ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung, geschnitten längs der Linie I-I der Fig.
3;
- Fig. 2
- eine Schnittansicht durch das Ausführungsbeispiel der Fig. 3, geschnitten längs der
Linie II-II der Fig. 3;
- Fig. 3
- das gleiche Ausführungsbeispiel, geschnitten längs der Linie III-III der Fig. 2,
- Fig. 4
- das gleiche Ausführungsbeispiel, geschnitten längs der Linie IV-IV der Fig. 2,
- Fig. 5
- einen Schnitt ähnlich dem der Fig. 2 durch ein weiteres Ausführungsbeispiel,
- Fig. 6
- eine vergrößerte Darstellung des seitlichen Endbereiches eines Abschlußstabes in einer
Schnittansicht ähnlich der Fig. 3,
- Fig. 7
- einen Schnitt längs der Linie V-V der Fig. 6,
- Fig. 8
- ein weiteres Ausführungsbeispiel im Schnitt VI-VI der Fig. 9 und
- Fig. 9
- das gleiche Ausführungsbeispiel wie Fig. 8, geschnitten längs der Linie VII-VII der
Fig. 8.
[0017] Die Fig. 1 bis 4 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel eines Abschlußstabes 1 eines
Behangs 2 zum zumindest teilweisen Abdecken eines Fensters oder einer Bauwerksöffnung.
[0018] Der insgesamt mit 2 bezeichnete Abschlußstab ist aus einem Außenstab 4 und einem
Innenstab 6 zusammengesetzt. Der Außenstab 4 weist eine obere Hohlkammer 8 und eine
untere Hohlkammer 10 auf, die durch eine Trennwand 12 getrennt sind. Von der unteren
Hohlkammer 10 führt ein Schlitz 14 nach außen.
[0019] Der Außenquerschnitt des Innenstabes 6 ist auf den Innenquerschnitt der Hohlkammer
10 derart abgestimmt, daß der Innenstab 6 relativ zum Außenstab 4 gemäß Fig. 1 in
senkrechter Richtung im wesentlichen spielfrei verschiebbar ist, wobei eine in den
Schlitz 14 eingreifende Verlängerung 16 des Innenstabes 6 sich innerhalb des Schlitzes
14 verschiebt.
[0020] Der Innenstab 6 ist ebenfalls als Profilteil mit einer Hohlkammer 18 ausgebildet,
in der im wesentlichen spielfrei ein Träger 20 aufgenommen ist.
[0021] Der Träger 20 ist gemäß Fig. 2, 3 und 4 mit noppenartigen Vorsprüngen 22 versehen,
die entsprechende Löcher 24 (Fig. 3) durchgreifen, die im Randbereich eines Behangs
26 ausgebildet sind.
[0022] Der Behang 26 ist durch den Schlitz 14 des Außenstabes 4 und einen im Innenstab 6
ausgebildeten Schlitz 27 geführt und liegt an der vorsprungfreien Seitenfläche des
Trägers 20 an, an dem er mittels des Eingriffs zwischen den Vorsprüngen 22 und den
Löchern 24 gehalten ist. Damit die Löcher 24 in ausreichendem Abstand vom Außenrand
des Behangs 26 ausgebildet werden können, ist die Hohlkammer 18 nach oben in eine
Nut 28 verlängert, in die der äußerste Rand des Behangs 26 einragt. Der Behang 26
ist an den Vorsprüngen 22, die durch die Löcher 24 hindurchgreifen, besonders sicher
gehalten, weil die Stirnflächen der Vorsprünge 22 an der Innenseite der Hohlkammer
anliegen. Vorteilhafterweise weisen die Vorsprünge 22 einen Wulst auf, so daß der
Behang 26 bereits während der Montage sicher gehalten ist.
[0023] Wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich, sind in Gewindebohrungen 29 der Unterwand
des Außenstabes 4 Stiftschrauben 30 eingeschraubt, die mit ihren vorderen Enden 32
an der Unterseite des Innenstabes 6 anliegen und diesen durch mehr oder weniger weites
Einschrauben innerhalb der unteren Hohlkammer 10 verschieben können.
[0024] Wie insbesondere aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich, ist der Träger 20 aus mehreren
Teilen 20a, 20b, 20c zusammengesetzt. Die äußeren Trägerteile 20a und 20c weisen Zapfen
34 auf, die durch Durchgangsöffnungen 36 hindurchragen, welche in Formteilen 38 ausgebildet
sind, die formschlüssig von der Seite her in den Außenstab 4 eingesteckt sind. Der
Träger 20 ist beispielsweise bei einer Breite bzw. Länge des Abschlußstabes von 1000
mm aus fünf Teilen mit jeweils fast 200 mm Länge zusammengesetzt, deren äußere Teile
im Randbereich des Abschlußstabs gespannt werden.
[0025] Der Zusammenbau der beschriebenen Anordnung geschieht wie folgt:
[0026] Der Randbereich des Behangs wird an dem gegebenenfalls mehrteilig ausgebildeten Träger
20 durch Einknüpfen seiner Löcher in die noppenartigen Vorsprünge 22 befestigt. Anschließend
wird der Träger 20 mit dem daran befestigten Behang 26 seitlich in den Innenstab 6
eingeschoben. Dann wird der Innenstab 6 mit darin aufgenommenen Träger 20 und dem
Behang 26 in den Hohlraum 10 des Außenstabs 4 eingeschoben. Von außen her werden auf
die Zapfen 34 die Profilteile 38 aufgesteckt und formschlüssig an dem Außenstab 4
angebracht. Die äußeren Enden des Trägers 20 bzw. dessen äußere Teile werden, wie
weiter unten erläutert wird, vorteilhafterweise derart an den Profilteilen 38 und
damit am Außenstab 4 befestigt, daß sie in Längsrichtung des Behangs unbeweglich sind,
jedoch in Breitenrichtung des Behangs zu dessen Spannung vom Außenstab weg gezogen
werden können, sich aber nicht in der Gegenrichtung bewegen können.
[0027] Wenn der Abschlußstab 2, wie in den Figuren dargestellt, den oberen Rand eines Behangs
26 abschließt, und der Abschlußstab an seinen äußeren Enden, vorzugsweise lediglich
den Profilteilen 38 von einer äußeren Halterung oder von Zugelementen gehalten wird,
biegt er sich infolge seines Eigengewichtes und der vom Behang 26 auf ihn wirkenden
Gegenkräfte mehr oder weniger stark durch. Der Innenstab 6 folgt dieser Durchbiegung,
so daß der gesamte Randbereich des Behangs 26 verformt wird, was zu Verwölbungen und/oder
Faltenbildungen führen würde. Um dem entgegenzuwirken, wird die oder werden die Stiftschrauben
30 mehr oder weniger weit eingeschraubt, so daß der Innenstab 6 und damit der Träger
20 insgesamt geradlinig verläuft und der Randbereich des Behangs 26, der mit Spiel
in dem Spalt 14 aufgenommen ist, trotz der Verformung des Außenstabs 4 keinerlei Verformungen
ausgesetzt ist und ein verwölbungsfreies, einwandfreies Aussehen behält.
[0028] Die Anzahl der Stiftschrauben 30, die erforderlich ist, um die Geradlinigkeit des
Innenstabs 6 zu gewährleisten hängt von den jeweiligen geometrischen Verhältnissen
und Gewichtsverhältnissen ab. Es sind Anordnungen möglich, bei denen der Träger 20
insgesamt einteilig ausgebildet ist, wobei ein oder mehrere Stiftschrauben die Geradlinigkeit
des Trägers gewährleisten. Weiter sind Anordnungen möglich, bei denen der Träger,
wie in Fig. 4 dargestellt, aus zwei oder mehr Teilen besteht, zwischen denen mehr
oder weniger große Zwischenräume 40 bestehen, und wobei nur der mittlere Teil 20b
mittels einer Stiftschraube verstellt wird. Die äußeren Trägerteile 20a und 20c sind
an ihren Außenenden fest in den Formteilen 38 gehalten, können jedoch erforderlichenfalls
leicht verkippen. Insgesamt ist infolge der Abstützung der in den Außenstab 4 entsprechend
dessen Durchbiegung mehr oder weniger weit eingeschraubten Stiftschrauben 30 an der
Unterseite des Innenstabes 6 die Geradlinigkeit des Randes des Behangs 26 gewährleistet.
[0029] Es versteht sich, daß vielfältige Abwandlungen der beschriebenen Anordnung möglich
sind. Beispielsweise können zwischen der Unterseite des Innenstabes 6 und der Gegenseite
des Außenstabes 4 Abstandsstücke angebracht sein oder es können von der Seite her
Keile eingefügt werden. Entscheidend ist, daß eine Tragvorrichtung bzw. Tragbaugruppe,
an der der Behang 26 befestigt ist, relativ zu dem Abschlußstab derart verschoben
werden kann, daß auch bei durchgebogenen Abschlußstab eine geradlinige Einspannung
bzw. Halterung des Behangs 26 möglich ist. Die beschriebenen Konstruktion des Abschlußstabes
kann an die unterschiedlichsten Erfordernisse und Kraftverhältnisse angepaßt werden,
indem die Stiftschrauben zweckentsprechend eingestellt werden.
[0030] Fig. 5 zeigt eine gegenüber Fig. 2 abgeänderte Ausführungsform. Bei der Ausführungsform
gemäß Fig. 5 sind in den Abschlußstab von oben her eine oder mehrere Schrauben 42
eingesetzt, die entsprechende Löcher der Trennwand 12 durchragen und mit entsprechenden
Gewindebohrungen 44 im Innenstab 6 verschraubt sind. Wenn sich der Außenstab 4, wie
in Fig. 4 dargestellt, nach unten durchbiegt, kann diese Biegung durch entsprechendes
Einschrauben der Schrauben 42 in den Innenstab 6 ausgeglichen werden, so daß der mittlere
Bereich des Innenstabes 6 angehoben wird, wobei der Kopf 46 der Schrauben 42 sich
an der Trennwand 12 abstützt. Es versteht sich, daß die Hohlkammer 10 bei der Ausführung
gemäß Fig. 5 nach unten insgesamt offen sein kann.
[0031] Fig. 6 zeigt in vergrößerter Darstellung einen seitlichen Endbereich des Abschlußstabes.
Wie ersichtlich, ist das Formteil 38 mit Hilfe eines entsprechenden Ansatzes 48 formschlüssig
in den Außenstab 4 eingesetzt und nimmt den Zapfen 34 des äußeren Trägerteils 20a
auf. Die Außenfläche des Zapfens 34 ist mit einer Verzahnung bzw. Rändelung ausgebildet,
die mit einer entsprechenden Verzahnung bzw. Rändelung an der Innenseite der Durchgangsöffnung
36 des Formteils 38 derart zusammenwirkt, daß bei einer zwischen den beiden Verzahnungen
bzw. Rändelung wirksame Auflagekraft sich der Zapfen 34 nicht gemäß Fig. 6 nach rechts
relativ zu dem Formteil 38 verschieben kann. Auf diese Weise ist es möglich, den Behang
26 der nicht ganz so breit ist wie die Länge des Außenstabes 4, so daß ein Spalt 49
zwischen den Behang 26 und dem Formteil 38 verbleibt, nach außen zu spannen, was einer
Verwölbung und Faltenbildung des Behangs 26 zusätzlich entgegenwirkt.
[0032] Die Oberseite des Außenstabs 4 ist an ihrem seitlichen Ende ausgeschnitten, so daß
dort eine an dem Formteil 38 gelagerte Rolle 50 angeordnet werden kann, die ein Umlenkmittel
für ein Seil 52 darstellt, das als Zugmittel zur Bewegung des Abschlußstabs 2 und
damit des Behangs 26 dient. Die Krafteinleitung erfolgt von dem Zugmittel 52 über
die Rolle 50 und einen Lagerzapfen 54 des Formteils 38 über dessen in der Hohlkammer
8 aufgenommenen Körperbereich und den Ansatz 48 in den Außenstab 4 bzw. den Zapfen
34 in den Träger 20 und den Behang 26. Das Seil 52 läuft durch die obere Hohlkammer
8 hindurch zu einer entsprechenden Rolle 50 an dem anderen Ende des Abschlußstabs.
[0033] Es versteht sich, daß die über die Seitenflächen der Formteile 38, die Endkappen
des Abschlußstab bilden, hinausstehenden Enden der Zapfen 34 nach seitlicher Spannung
des Behangs 26 entfernt werden können. Es versteht sich weiter, daß der Träger 20
bei Vorhandensein der seitlichen Spanneinrichtung zwischen dem Zapfen 34 und dem Formteil
38 mehrteilig ausgebildet ist, wobei lediglich die Außenteile nach außen verspannt
werden und die Außenteile mit inneren Teilen nur über den Behang 26 verbunden sind.
Die Spanneinrichtung könnte auch dadurch gebildet sein, daß die Zapfen 34 Außengewinde
aufweisen, auf die Muttern aufgeschraubt werden, die sich an der Außenfläche der Formteile
38 abstützen.
[0034] Fig. 7, die einen Schnitt gemäß der Linie V-V der Fig. 6 zeigt, stellt die Verspannbarkeit
zwischen den Zapfen 34 und den Formteilen 38 genauer dar. Wie ersichtlich, weist der
Zapfen 34 eine unsymmetrische Außenverzahnung 56 auf, die mit einer entsprechenden
Verzahnung 58 zusammenwirkt, die an einer an dem Formteil 38 ausgebildeten Federzunge
60 ausgebildet ist. Bei dieser Konstruktion ist zur bezüglich einer Verschiebung des
Zapfens 34 in den Außenstab 4 hinein sperrenden Wirkung kein an dem Behang wirksamer
Zug erforderlich; vielmehr drückt die Federzunge 60 ständig elastisch gegen den Zapfen
34, wodurch eine Selbsthemmung bei einer gemäß Fig. 7 auf den Zapfen 34 nach rechts
wirkenden Zugkraft eintritt. Nach links dagegen kann der Zapfen 34 unter elastischer
Verbiegung der Federzunge 60 bewegt werden, um das äußere Trägerteil 20a dabei zur
Spannung des Behangs 26 nach links zu bewegen.
[0035] Die Fig. 8 und 9 zeigen eine vereinfachte Ausführungsform eines Abschlußstabs 62,
der einteilig ausgebildet und nicht aus einem Außenstab und einem Innenstab zusammengesetzt
ist. Für funktionsähnliche Bauteile sind die gleichen Bezugszeichen wie in den bereits
erläuterten Figuren verwendet. Bei dieser Ausführungsform ist der Träger 20 unter
Passung in der Hohlkammer 18 aufgenommen, so daß keine Relativverschiebung zwischen
dem Träger 18 und dem Abschlußstab 62 möglich ist, die eine Durchbiegung des Abschlußstabes
62 ausgleicht. Dagegen ist, bei mehrteiliger Ausbildung des Trägers 18 eine seitliche
Spannung des Behangs möglich. Die Ausführungsform gemäß Fig. 8 und 9 kommt beispielsweise
bei einem Rollo mit Bewegungsrichtung von oben nach unten zum Einsatz.
[0036] Es versteht sich, daß in einer abgeänderten Ausführungsform der Träger 20 mit einem
Querschnitt derart ausgebildet sein kann, daß er innerhalb der Hohlkammer 18 gemäß
den Figuren in senkrechter Richtung verschiebbar ist, wobei diese Verschiebung durch
Schrauben ähnlich den Ausführungsformen gemäß Fig. 2 oder 5 bewirkt werden kann, so
daß auch bei einteiliger Ausbildung des Abschlußstabes 62 ein Ausgleich von dessen
Durchbiegung möglich ist.
[0037] Die beispielsweise geschilderten Ausführungsformen des Abschlußstabes eignen sich
für alle Einbaulagen des Behangs und der Führung bzw. Halterung des Abschlußstabes,
wobei der Durchbiegungsausgleich jeweils durch zweckentsprechende Anordnung der Schrauben
oder anderer Justiermittel möglich ist.
1. Abschlußstab zur Aufnahme eines Randbereiches eines Behangs (26) zum zumindest teilweisen
Abdecken einer Öffnung, insbesondere eines Fensters, mit einer längs der Länge des
Abschlußstabes (2; 62) nach außen offenen Hohlkammer (10; 18), einer in der Hohlkammer
gehaltenen Tragvorrichtung (6, 20; 20), an der der in die Hohlkammer eingeführte Randbereich
des Behangs befestigt ist, und einer Positioniereinrichtung (30; 42; 56, 58), mit
der die Position der Tragvorrichtung realtiv zu dem Abschlußstab einstellbar ist.
2. Abschlußstab nach Anspruch 1, wobei die Tragvorrichtung durch ein sich längs der Hohlkammer
(10; 18) erstreckendes Tragteil (6, 20; 20) gebildet ist, das mit noppenartigen Vorsprüngen
(22) ausgebildet ist, die in entsprechende, am Rand des Behangs (26) ausgebildete
Löcher (24) eingreifen.
3. Abschlußstab nach Anspruch 2, wobei das Tragteil (6, 20; 20) an seinen Enden an dem
Abschlußstab (2; 62) in der die Länge des in die Hohlkammer (10; 18) eingeführten
Endbereiches des Behangs (26) bestimmenden Richtung festgelegt ist und daß mittels
der Positioniereinrichtung (30; 42) ein mittlerer Bereich des in der Hohlkammer (10)
aufgenommenen Tragteils (6, 20) derart verschiebbar ist, daß sich in diesem Bereich
die Länge des in die Hohlkammer eingeführten Randbereiches des Behangs (26) verändert.
4. Abschlußstab nach Anspruch 3, wobei die Positioniereinrichtung durch Abstandsstücke
gebildet ist, die zwischen einer Innenseite der Hohlkammer (10) und dem Tragteil (6,
20) angeordnet sind.
5. Abschlußstab nach Anspruch 3, wobei die Positioniereinrichtung durch Schrauben (30;
42) gebildet ist, mit Hilfe derer der Abstand zwischen einer Innenseite der Hohlkammer
(10) und dem Tragteil (6, 20) veränderbar ist.
6. Abschlußstab nach einem der Ansprüche 3 bis 5, wobei der Abschlußstab (2) einen mit
der Hohlkammer (10) ausgebildeten Außenstab (4) und einen Innenstab (6) enthält, dessen
Außenquerschnitt auf den Querschnitt der Hohlkammer derart abgestimmt ist, daß er
nur in einer die Länge des in die Hohlkammer eingeführten Behangs verändernden Richtung
beweglich ist, daß in dem Innenstab eine weitere, über einen Schlitz (27) zugängliche
Hohlkammer (18) ausgebildet ist, in der unter Passung ein Tragteil (20) aufgenommen
ist, und daß die Positioniereinrichtung (30, 42) an dem Innenstab (6) angreift.
7. Abschlußstab nach einem der Ansprüche 2 bis 6, wobei der Träger (20) in seiner Längsrichtung
in mehrere Trägerteile (20a, 20b, 20c) unterteilt ist.
8. Abschlußstab nach Anspruch 7, wobei die Position zumindest eines seitlichen Trägerteils
(20a, 20c) bezüglich der Längsrichtung des Trägers relativ zum Abschlußstab (2; 62)
verstellbar ist.
9. Abschlußstab nach einem der Ansprüche 2 bis 8, wobei in die Stirnenden des als Profilteil
ausgebildeten Abschlußstabes (2; 62) mit einer Durchgangsöffnung (36) ausgebildete
Formteile (38) eingesetzt sind, von den Stirnenden des Trägers vorstehende Zapfen
(36) durch die Durchgangsöffnungen hindurchragen, und die Innenfläche der Durchgangsöffnungen
und die Außenflächen der Zapfen mit sich entsprechenden Rasterungen (56, 58) ausgebildet
sind.
10. Abschlußstab nach Anspruch 9, wobei die Formteile (38) mit Mitteln (50) versehen sind,
an denen Zugmittel (52) zur Verstellung des an dem Behang (36) befestigten Abschlußstabes
(2; 62) angreifen.