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(11) |
EP 1 064 120 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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20.09.2006 Patentblatt 2006/38 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.10.2002 Patentblatt 2002/41 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.01.2000 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2000/000394 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2000/043161 (27.07.2000 Gazette 2000/30) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUR BEARBEITUNG PLANER FLÄCHEN EINER SCHEIBENBREMSE FÜR KRAFTFAHRZEUGE
METHOD FOR MACHINING PLANE SURFACES OF A DISK BRAKE FOR MOTOR VEHICLES
PROCEDE POUR L'USINAGE DE SURFACES PLANES D'UN FREIN A DISQUE POUR DES VEHICULES AUTOMOBILES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
| (30) |
Priorität: |
19.01.1999 US 233595 04.05.1999 US 304875
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.01.2001 Patentblatt 2001/01 |
| (73) |
Patentinhaber: Ernst Thielenhaus GmbH & Co. KG |
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42285 Wuppertal (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BECKER, Manfred, G.
Novi, MI 48375 (US)
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| (74) |
Vertreter: Albrecht, Rainer Harald et al |
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Patentanwälte
Andrejewski, Honke & Sozien,
Theaterplatz 3 45127 Essen 45127 Essen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-90/06834 US-A- 3 456 401 US-A- 4 361 988 US-A- 5 816 895
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DE-A- 4 220 290 US-A- 3 548 549 US-A- 5 381 630
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bearbeitung planer Flächen einer Scheibenbremse
bestehend aus Radlagereinheit und Bremsscheibe für Kraftfahrzeuge. Die Radlagereinheit
umfasst eine Radnabe, eine Wälzlageranordnung und einen äußeren Lagerring, der eine
Montagefläche zur Befestigung am Fahrzeug aufweist. Die Radnabe besitzt eine Flanschfläche
zur Montage der Bremsscheibe.
[0002] Ein derartiges Verfahren ist gemäß des Oberbegriffs des Anspruches 1 aus dem Dokument
US 4 361 988 bekannt. Ein Verfahren zur Bearbeitung planer Flächen einer Scheibenbremse
für Kraftfahrzeuge, bei dem die Bremsscheibe mit dem äußeren Lagerring verbunden ist,
wird in US 5 430 926 beschrieben.
[0003] Wenn die ringförmige Flanschfläche nicht exakt rechtwinklig zur Rotationsachse ausgerichtet
ist, führt die mit der Nabe rotierende Bremsscheibe Taumelbewegungen bzw. drehwinkelabhängige
Versatzbewegungen in axialer Richtung aus, die auch als Schlag bezeichnet werden.
Bereits geringfügige drehwinkelabhängige Versatzbewegungen bzw. Taumelbewegungen sind
als Vibrationen, die sich auf das Bremspedal übertragen, bei einem Bremsvorgang spürbar.
Bearbeitungsfehler an der Flanschfläche der Radnabe machen sich um so stärker bemerkbar,
je größer die Bremsscheibe ist. Der beschriebene Effekt tritt daher insbesondere bei
Kleintransportern, bei Pickups, bei Lastkraftwagen und ähnlichen Nutzfahrzeugen auf.
[0004] Im Rahmen der bekannten Maßnahmen werden die Flächen der Radnabe fertig bearbeitet,
bevor die Radnabe zusammen mit der Wälzlageranordnung und dem Lagerring zu einer Radlagereinheit
montiert wird. Nach dem Einbau der Radlagereinheit im Fahrzeug ist regelmäßig an der
Flanschfläche für die Bremsscheibe ein störender Schlag bei einer Drehbewegung der
Radnabe feststellbar. Die drehwinkelabhängige Versatzbewegung liegt nach Messungen
an Radnaben bei Nutzfahrzeugen oft in der Größenordnung von 40 bis 60 µm. Mit zunehmendem
Durchmesser verstärkt sich der Schlag. Am äußeren Durchmesser der Bremsscheibe treten
drehwinkelabhängige Versatzbewegungen in axialer Richtung von bis zu 100 µm auf, die
sich bei Betätigung der Bremse als störende Vibrationen auf das Bremspedal übertragen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Bearbeitung so durchzuführen, dass
der an der Bremsscheibe einer im Fahrzeug eingebauten Scheibenbremse messbare Schlag
vernachlässigbar klein ist.
[0006] Gegenstand der Erfindung und Lösung dieser Aufgabe ist ein Verfahren zur Bearbeitung
planer Flächen einer Scheibenbremse für Kraftfahrzeuge nach Anspruch 1.
[0007] Nach der erfindungsgemäßen Lehre werden der äußere Lagerring und die Radnabe nicht
als Einzelteile fertigbearbeitet, sondern erfolgt die Bearbeitung an der vormontierten
Radlagereinheit. Dabei werden entweder die Flanschfläche der Radnabe oder die Bremsflächen
dervorhermontierten Bremsscheibe bearbeitet. Die Radnabe der Radlagereinheit dient
dabei stets als Spindel, so dass die gleichen Verhältnisse wie im späteren Einbauzustand
am Fahrzeug herrschen. Die Erfindung beruht auf der Überlegung, dass die eingangs
beschriebenen störenden drehwinkelabhängigen Versatzbewegungen, also der Schlag, auf
diese Weise nahezu beseitigt werden können, da nach der Bearbeitung die Montagefläche
des äußeren Lagerringes und die Flanschfläche der Radnabe bzw. die Bremsflächen der
Bremsscheibe exakt planparallel ausgerichtet sind. Die geforderte Planparallelität
zwischen Montagefläche und Bremsflächen der Bremsscheibe ist gewährleistet, wenn die
Radlagereinheit mit der Montagefläche des äußeren Lagerringes auf einem Werkstückträger
aufgespannt wird und die Baugruppe mit einem Schleifwerkzeug bearbeitet wird, dessen
Schleiffläche parallel zum Werkstückträger ausgerichtet ist. Entsprechendes gilt für
andere spanende Bearbeitungen, z. B. Drehen, Fräsen u. dgl.
[0008] Danach dem erfindungsgemäßen Verfahren die Bremsflächen der Bremsscheibe bearbeitetwerden,
wird die Bremsscheibe mit einer Andruckschreibe und Spannschrauben gegen die Radnaben
vorgespannt und werden die Spannschrauben mit einer definierten Vorspannung, die dem
späteren Einsatz am Kraftfahrzeug entspricht angezogen, bevor die Bremsflächen bearbeitet
werden.
[0009] Gemäß einer bevorzugten Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die zu bearbeitende
Fläche mit einem Sensor abgetastet und werden drehwinkelabhängige Versatzbewegungen
in axialer Richtung gemessen. Sobald die Meßwerte des Sensors innerhalb eines zulässigen
Toleranzbereiches bleiben, wird die Bearbeitung gestoppt.
[0010] Die Radnabe kann von der Spindel einer Werkzeugmaschine angetrieben werden, die den
vorzugsweise ringförmig ausgebildeten Werkstückträger durchfaßt und unter Zwischenschaltung
eines flexiblen Adapterelementes an die Radnabe angekuppelt wird. Durch das flexible
Adapterelement kann eine etwaige geringe Exzentrizität zwischen der auf dem Werkstückträger
aufgespannten, zu bearbeitenden Baugruppe und der Rotationsachse der Spindel ausgeglichen
werden.
[0011] Eine andere Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, daß die Radnabe
von einer Spindel angetrieben wird, die oberhalb an die zu bearbeitende Baugruppe
angekuppelt wird. Zweckmäßig wird bei Lagern mit Axialspiel während der Bearbeitung
eine axiale Vorlast zur Beseitigung eines axialen Spiels der Wälzlageranordnugn auf
die Radlagereinheit aufgebracht.
[0012] Der Werkstückträger ist ortsfest angeordnet oder kann auf einerTransporteinrichtung
einer Bearbeitungsstation zugeführt werden. Vorzugsweise wird die zu bearbeitende
Radlagereinheit oder aus Radlagereinheit und montierter Bremsscheibe bestehende Baugruppe
an einem Werkstückträgern eines Drehtisches aufgespannt und durch eine Drehbewegung
des Drehtisches in den Arbeitsbereich einer Bearbeitungsmaschine gebracht, die eine
an die Baugruppe ankuppelbare Spindel für den rotierenden Antrieb der Radnabe sowie
mindestens ein rotierend antreibbares Bearbeitungswerkzeug aufweist. Die Bearbeitungsstation
kann beispielsweise als Doppelseitenschleifmaschine zur beidseitigen Bearbeitung der
Bremsscheibe ausgelegt sein.
[0013] Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich zur Finishbearbeitung planer Flächen einer
Scheibenbremse für Kraftfahrzeuge, bei der die zu bearbeitenden Flächen mit einer
rotierenden Schleifscheibe plan geschliffen werden. Als Schleifscheibe kann beispielsweise
eine Topfscheibe verwendet werden, deren Rotationsachse zur Drehachse der Radnabe
parallel versetzt angeordnet ist.
[0014] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung erläutert. Es zeigen schematisch
- Fig. 1
- in einer Seitenansicht, teilweise im Schnitt, eine Werkzeuganordnung zum Planschleifen
einer Flanschfläche an einer Radnabe für Kraftfahrzeuge,
- Fig. 2
- den Schnitt II-II aus Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Werkzeuganordnung zum doppelseitigen Schleifen einer Bremsscheibe nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren,
- Fig. 4
- eine Anlage zur Bearbeitung von Scheibenbremsen für Kraftfahrzeuge,
- Fig. 5
- Messwerte an einer nach dem erfindungsgemäßen Verfahren plan geschliffenen Flanschfläche
einer Radnabe nach dem Einbau im Kraftfahrzeug im Vergleich zum Stand der Technik,
[0015] Mit der in Fig. 1 dargestellten Werkzeuganordnung wird an einer Radlagereinheit für
Kraftfahrzeuge die Flanschfläche 1 einer Radnabe 2 bearbeitet. Die zu bearbeitende
Flanschfläche 1 ist eine Anschlussfläche für eine Bremsscheibe.
[0016] Vor dem Planschleifen wird die Radnabe 2 mit einer Wälzlageranordnung 3 und einem
äußeren Lagerring 4 zu einer Radlagereinheit montiert. Der äußere Lagerring weist
eine Montagefläche 5 zur Befestigung am Fahrzeug auf. Die Radlagereinheit wird mit
der Montagefläche 5 des äußeren Lagerringes 4 auf einem feststehenden Werkstückträger
6 aufgespannt. Der Werkstückträger 6 ist als präzisionsbearbeiteter Ring ausgebildet
und auf dem Maschinenbett 7 einerwerkzeugmaschine positioniert. Durch z. B. sternförmig
angeordnete Spannklammem 8 ist der äußere Lagerring 4 der Radlagereinheit auf dem
Werkstückträger fixiert.
[0017] Die Radnabe 2 wird von einer Spindel 9 der Werkzeugmaschine rotierend angetrieben.
Die Spindel 9 durchfaßt den ringförmig ausgebildeten Werkstückträger 6 und ist unter
Zwischenschaltung eines flexiblen Adapterelementes 10 an die Radnabe 2 angekuppelt.
Als Schleifscheibe zum Planschleifen der Radnabe wird eine Topfscheibe 11 verwendet,
die mit einem nicht dargestellten Antrieb verbunden ist. Die Topfscheibe 11 rotiert
und führt durch Richtungspfeile angedeutete axiale Zustellbewegungen aus.
[0018] Während des Schleifvorganges wird die Flanschfläche 1 der rotierenden Radnabe 2 mit
einem Sensor 12 abgetastet. Mittels des Sensors 12, z. B. eines Taststiftes, werden
drehwinkelabhängige Versatzbewegungen der Flanschfläche 1 in axialer Richtung, die
auch als Schlag bezeichnet werden, gemessen. Die Schleifbearbeitung wird gestoppt,
sobald die Messwerte des Sensors 12 innerhalb eines zulässigen Toleranzbereiches bleiben.
Nach der Bearbeitung betragen die an der Flanschfläche 1 noch messbaren Versatzbewegungen
in axialer Richtung zwischen 2 und 8 µm, wobei im Mittel 4 µm erreicht werden.
[0019] In Fig. 5 sind für 69 bearbeitete Teile Versatzbewegungen an der Flanschfläche 1
der Radnabe 2 gemessen worden. Der Kurvenzug I zeigt die Messergebnisse an Baugruppen,
die nach dem Stand der Technik bearbeitet wurden, indem die Flanschfläche der Radnabe
zunächst fertig bearbeitet wurde und anschließend die Teile zu einer Radlagereinheit
montiert wurden. Die drehwinkelabhängigen Versatzbewegungen liegen im Bereich zwischen
24 und 74 µm und im Mittel bei 51 µm. Die Kurve II zeigt die Meßergebnisse an der
Flanschfläche 1 einer nach dem erfindungsgemäßen Verfahren bearbeiteten Radlagereinheit.
Der Schlag, d. h. die drehwinkelabhängige Versatzbewegung, beträgt im Mittel nur noch
4 µm.
[0020] Die in der Fig. 3 dargestellte Werkzeuganordnung dient ebenfalls zur Bearbeitung
planer Flächen einer Scheibenbremse, die,eine Radlagereinheit und eine an der Radnabe
2 der Radlagereinheit befestigte Bremsscheibe 13 aufweist. Die Radlagereinheit wird
in der zuvor beschriebenen Weise auf einem Werkstückträger 6 aufgespannt. Vorher oder
im Anschluss daran wird die Bremsscheibe 13 an der Radnabe 2 befestigt. Dazu wird
die Bremsscheibe 13 mit einer Andruckscheibe 14 und Spannschrauben 15 gegen die Radnabe
2 verspannt, wobei die Spannschrauben 15 mit einer definierten Vorspannung angezogen
werden, die dem späteren Einsatz am Kraftfahrzeug entspricht. Anschließend wird die
Radnabe 2 rotierend angetrieben und die Bremsscheibe 13 beidseitig an den Flächen
13', 13" bearbeitet. Die Bearbeitung besteht aus einem Planschleifen der Bremsflächen
13',13" unter Verwendung rotierend angetriebener Schleifscheiben 16',16" die axial
zugestellt werden. Die Radnabe 2 wird von einer Spindel 17 angetrieben, die oberseitig
an die zu bearbeitende Baugruppe angekuppelt wird. Während der Schleifbearbeitung
wird eine axiale Vorlast zur Beseitigung eines axialen Spiels der Wälzlageranordnung
auf die Radnabe 2 aufgebracht.
[0021] Die Fig. 4 zeigt eine Anlage, die eine automatische Bearbeitung im Rahmen einer Serienfertigung
ermöglicht. Baugruppen, bestehend aus Radlagereinheit und Bremsscheibe 13 werden an
Werkstückträgern 6 eines Drehtisches 18 aufgespannt und durch eine Bewegung des Drehtisches
18 in den Arbeitsbereich einer Bearbeitungsmaschine gebracht, die eine an die Baugruppe
ankuppelbare Spindel 17 für den Rotationsantrieb der Radnabe 2 sowie rotierend angetriebene
Schleifscheiben 16 für die doppelseitige Bearbeitung der Bremsscheibe 13 aufweist.
[0022] Gemäß den Ausführungsbeispielen werden die zu bearbeitenden Flächen plangeschliffen.
Andere Bearbeitungsverfahren, z. B. Drehen oder Fräsen, sollen nicht ausgeschlossen
sein.
1. Verfahren zur Bearbeitung planer Flächen einer Scheibenbremse für Kraftfahrzeuge,
wobei
eine aus Radnabe (2), Wälzlageranordnung (3) und äußerem Lagerring (4) bestehende
Radlagereinheit mit der fahrzeugseitigen Montagefläche (5) des Lagerrings auf einem
Werkstückträger (6) aufgespannt wird,
die Radnabe (2) der Radlagereinheit rotierend angetrieben wird und
eine an der Radnabe vorhandene Flanschfläche (1) für eine Bremsscheibe oder die Bremsflächen
einer an der Flanschfläche montierten Bremsscheibe bearbeitet werden, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkstückträger (6) auf dem Maschinenbett (7) einer Werkzeugmaschine positioniert
ist oder auf einer Transporteinrichtung einer Bearbeitungsstation zugeführt wird,
wobei die Bremsscheibe (13) mit einer Andruckscheibe (14) und Spannschrauben (15)
gegen die Radnabe (2) vorgespannt wird und die Spannschrauben (15) mit einer definierten
Vorspannung, die dem späteren Einsatz am Kraftfahrzeug entspricht, angezogen wird,
bevor die Bremsflächen bearbeitet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die zu bearbeitende Fläche mit einer rotierenden
Schleifscheibe plan geschliffen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei als Schleifscheibe eine Topfscheibe verwendet
wird, deren Rotationsachse zur Drehachse der Radnabe parallel versetzt angeordnet
ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die zu bearbeitende Fläche mit einem
Sensor abgetastet wird und drehwinkelabhängige Versatzbewegungen in axialer Richtung
gemessen werden und wobei die Bearbeitung gestoppt wird, sobald die Meßwerte des Sensors
innerhalb eines zulässigen Toleranzbereiches bleiben.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Radnabe von der Spindel einer
Werkzeugmaschine rotierend angetrieben wird, die den ringförmig ausgebildeten Werkstückträger
durchfaßt und unter Zwischenschaltung eines flexiblen Adapterelementes an die Radnabe
angekuppelt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Radnabe von einer Spindel angetrieben
wird, die oberseitig an die zu bearbeitende Baugruppe angekuppelt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei.die zu bearbeitende Baugruppe an einem Werkstückträger
eines Drehtisches aufgespannt und durch eine Bewegung des Drehtisches in den Arbeitsbereich
einer Bearbeitungsmaschine gebracht wird, die eine Spindel für den rotierenden Antrieb
der Radnabe sowie mindestens ein rotierend antreibbares Bearbeitungswerkzeug aufweist.
8. Verfahren nach einem der Anspruche 1 bis 7, wobei während der Bearbeitung eine axiale
Vorlast zur Beseitigung eines axialen Spiels der Wälzlageranordnung auf die Radlagereinheit
aufgebracht wird.
1. A method of machining flat faces of a disc brake for motor vehicles, wherein
a wheel bearing unit consisting of a wheel hub (2), a rolling bearing arrangement
(3) and an outer bearing ring (4) is clamped with the vehicle-side mounting face (5)
of the bearing ring on a workpiece holder (6),
the wheel hub (2) of the wheel bearing unit is driven in rotation, and
a flange face (1) for a brake disc, which flange face is present on the wheel hub,
or the braking faces of a brake disc mounted on the flange face, is/are machined,
characterised in that the workpiece holder (6) is positioned on the machine bed (7) of a machine tool or
is fed on a conveying device to a machining station, wherein the brake disc (13) is
pre-stressed against the wheel hub (2) by a contact pressure disc (14) and clamping
screws (15), and the clamping screws (15) are tightened to a defined pre-stress, which
corresponds to subsequent use on the motor vehicle, before the braking faces are machined.
2. A method according to claim 1, wherein the face to be machined is surface-ground by
a rotating grinding wheel.
3. A method according to claim 1 or 2, wherein a cup wheel is used as the grinding wheel,
the axis of rotation of which is offset parallel to the axis of rotation of the wheel
hub.
4. A method according to any one of claims 1 to 3, wherein the face to be machined is
scanned with a sensor, and run-out movements which are dependent on the angle of rotation
are measured in an axial direction, and wherein machining is stopped as soon as the
readings from the sensor remain within a permissible range of tolerance.
5. A method according to any one of claims 1 to 4, wherein the wheel hub is driven in
rotation by the spindle of a machine tool, which spindle passes through the workpiece
holder of annular construction, and is coupled to the wheel hub with a flexible adaptor
element interposed therebetween.
6. A method according to any one of claims 1 to 5, wherein the wheel hub is driven by
a spindle which is coupled to the upper face of the sub-assembly to be machined.
7. A method according to claim 6, wherein the sub-assembly to be machined is clamped
to a workpiece holder of a turntable and is brought into the working region of a machining
machine by a movement of the turntable which machine comprises a spindle for driving
the wheel hub in rotation and comprises at least one machining tool which can be driven
in rotation.
8. A method according to any one of claims 1 to 7, wherein an axial pre-stress is applied
to the wheel bearing unit during machining to eliminate axial play in the rolling
bearing arrangement.
1. Procédé d'usinage de surfaces planes d'un frein à disque pour véhicules automobiles,
dans lequel une unité de roulement de roue, constituée d'un moyeu de roue (2), d'un
agencement de palier à roulement (3) et d'une bague de roulement extérieure (4), est
bridée avec la surface de montage (5) côté véhicule de la bague de roulement, sur
un porte-pièce (6),
le moyeu de roue (2) de l'unité de roulement de roue est entraîné en rotation et
une surface de bridage (1) se trouvant sur le moyeu de roue pour un disque de frein
ou les surfaces de freinage d'un disque de frein monté sur la surface de bridage sont
usinées, caractérisé en ce que le porte-pièce (6) est positionné sur le banc de machine (7) d'une machine-outil
ou amené sur un dispositif de transport d'un poste d'usinage, dans lequel le disque
de frein (19) est précontraint au moyen d'un disque de pression (14) et de vis de
serrage (15) contre le moyeu de roue (2) et les vis de serrage (15) sont serrées avec
une précontrainte définie qui correspond à l'utilisation ultérieure sur le véhicule
automobile, avant que les surfaces de freinage ne soient usinées.
2. Procédé selon la revendication 1 dans lequel la surface à usiner est meulée plane
au moyen d'un disque de meulage rotatif.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2 dans lequel on utilise comme disque de meulage
un disque en forme de coupelle dont l'axe de rotation est disposé décale parallèlement
à l'axe de rotation du moyeu de roue.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, dans lequel la surface à usiner est
palpée à l'aide d'un capteur et des mouvements de décalage dans la direction axiale,
dépendant de l'angle de rotation, sont mesurés et dans lequel l'usinage est stoppé
dès que les valeurs de mesure du capteur restent à l'intérieur d'une plage de tolérance
admissible.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, dans lequel le moyeu de roue est entraîné
en rotation par la broche d'une machine-outil qui traverse le porte-pièce conformé
en anneau, et est accouplée au moyeu de roue avec interposition d'un élément d'adaptation
flexible.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, dans lequel le moyeu de roue est entraîné
par une broche qui est accouplée sur son côté supérieur à l'ensemble à usiner.
7. Procédé selon la revendication 6, dans lequel l'ensemble à usiner est bridé sur un
porte-pièce d'une table tournante et est amené, par un mouvement de la table tournante,
dans la zone de travail d'une machine d'usinage qui comporte une broche pour l'entraînement
en rotation du moyeu de roue ainsi qu'au moins un outil d'usinage qui peut être entraîné
en rotation.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, dans lequel, pendant l'usinage, une
précharge axiale est appliquée sur l'unité de roulement de roue pour éliminer un jeu
axial de l'agencement de palier à roulement.