(19)
(11) EP 1 064 691 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
15.01.2003  Patentblatt  2003/03

(21) Anmeldenummer: 99915470.1

(22) Anmeldetag:  11.02.1999
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7H01P 1/18
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/DE9900/367
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 9904/9533 (30.09.1999 Gazette  1999/39)

(54)

INTEGRIERTES WELLENLEITERBAUELEMENT

INTEGRATED WAVEGUIDE COMPONENT

COMPOSANT GUIDE-D'ONDES INTEGRE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB

(30) Priorität: 21.03.1998 DE 19812582

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
03.01.2001  Patentblatt  2001/01

(73) Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH
70442 Stuttgart (DE)

(72) Erfinder:
  • WIXFORTH, Thomas
    D-31139 Hildesheim (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 516 166
CA-A- 1 264 073
US-A- 3 737 810
EP-A- 0 743 695
DE-A- 2 453 851
US-A- 5 616 538
   
  • PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 98, no. 5, 30. April 1998 & JP 10 004305 A (FURUKAWA ELECTRIC CO LTD), 6. Januar 1998
  • PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 7, no. 170 (E-189), 27. Juli 1983 & JP 58 075901 A (NIPPON DENKI KK), 7. Mai 1983
   
Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein integriertes Wellenleiterbauelement mit den im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten Merkmalen.

Stand der Technik



[0002] Integrierte Wellenleiterbauelemente der gattungsgemäßen Art sind bekannt. Diese werden beispielsweise in ebenen Mikrowellenantennen zum Senden und/oder zum Empfangen von Signalen eingesetzt. Derartige Mikrowellenantennen müssen zur Erzielung einer einwandfreien Signalübertragung, und insbesondere zur Erzielung einer guten Trennschärfe zwischen verschiedenen Signalen, hinsichtlich zweier Freiheitsgrade zu einer mit ihnen kommunizierenden Gegenstelle ausrichtbar sein. Eine solche Gegenstelle kann beispielsweise ein geostationärer Satellit sein. Die beiden Freiheitsgrade werden üblicherweise als "Elevation" und als "Azimuth" bezeichnet, wobei die Elevation einem Winkel ϑ entspricht, der zwischen einer sogenannten Hauptkeulenrichtung einer Antennenhauptebene liegt, und der Azimuth ϕ die Drehung der gesamten Anordnung um eine Hochachse charakterisiert. Je nach Lage eines beschreibenden Koordinatensystems können jedoch ebenso andere Winkelbezeichnungen gewählt werden. Die bekannten Mikrowellenantennen sind nicht in der Lage, andere als zu ihrer Grundfläche senkrecht einfallende Mikrowellensignale zu empfangen, weshalb eine zusätzliche mechanische Ausrichtung unverzichtbar ist.

Vorteile der Erfindung



[0003] Das integrierte Wellenleiterbauelement mit den im Anspruch 1 genannten Merkmalen weist den Vorteil einer einfachen und kostengünstigen Möglichkeit zur Realisierung eines einstellbaren Phasenschiebers/Laufzeitgliedes auf. Dadurch, daß der wenigstens eine Mikrowellenleiter wenigstens eine Unterbrechungsstelle aufweist, jeder der Unterbrechungsstellen ein mechanisch verlagerbarer Mikrowellenleiterabschnitt zugeordnet ist, dessen, die Unterbrechungsstelle überbrückende Wirklänge entsprechend einer gewünschten Phasenverschiebung zwischen dem Eingangssignal und dem Ausgangssignal einstellbar ist, ist vorteilhaft möglich, in einfacher Weise, nämlich durch eine gezielte mechanische Umlagerung und anschließende Fixierung des verlagerbaren Mikrowellenleiterabschnittes, eine gewollte Phasenverschiebung einzustellen. Entsprechend der konstruktiv vorgebbaren maximal möglichen Umlagerung lassen sich Phasenverschiebungen in relativ großen Bereichen einstellen.

[0004] Die Druckschrift EP-A1-0743695 offenbart (siehe Figur 1 und 2 und die Beschreibung: Spalte 2, Zeile 1 bis Zeile 46):
   ein integriertes Wellenleiterbauelement nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.

[0005] Aus der Druckschrift JP 10 004 305 ist ein ähnliches Wellenleiterbauelement bekannt, wobei der Mikrowellenleiter (16: Signaleingang) mit einem Mikrowellenleiterabschnitt (4) galvanisch verbunden ist. Obwohl hier eine einstellbare galvanische Verbindung vorliegt, wird diese dennoch nicht zur Phaseneinstellung benutzt. Vielmehr sind die beiden mit dem Mikrowellenleiterabschnitt (4) verbunden Kopplerabschnitte (61 und 62) zur nach Betrag und Phase einstellbaren elektromagnetischen Kopplung mit dem Statorleiter (3) vorgesehen (siehe die Dimensionierung).

[0006] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Mikrowellenleiter wenigstens zwei planare über einer Masseebene angeordnete Kontaktbahnen aufweist, denen ein im wesentlichen U-förmiger Leiterabschnitt zugeordnet ist, der in Längserstreckungsrichtung der wenigstens zwei Kontaktbahnen verschiebbar ist. Hierdurch läßt sich besonders einfach durch eine ausziehbare Umwegleitung (Posaunenprinzip) eine Phasenverschiebung mittels planarer Mikrowellenleiter erreichen.

[0007] Da nicht für alle Anwendungen schnell verstellbare elektronische Phasenschieber beziehungsweise Laufzeitglieder benötigt werden, bietet die erfindungsgemäße Vorrichtung eine einfache und kostengünstige Möglichkeit zur Realisierung eines einstellbaren Phasenschiebers (beziehungsweise Laufzeitgliedes) in planarer Mikrowellenleitungstechnik.

[0008] In Leckwellenantennen, insbesondere Rampart-Line-Antennen, kann das integrierte Wellenleiterbauelement bevorzugt zur Einstellung beziehungsweise zur Veränderung der Hauptstrahlrichtung eingesetzt werden.

[0009] Weitere bevorzugte Anwendungen der erfindungsgemäßen mechanisch verstellbaren planaren Phasenschieber sind beispielsweise planare Mikrowellenantennen für beliebige Polarisationsarten beziehungsweise -richtungen. So sind durch mehrere einstellbare Phasenschieber in vorteilhafter Weise Mikrowellenantennen mit einstellbarer Richtcharakteristik realisierbar.

[0010] In weiterer bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Mikrowellenbauelement ein Resonator ist. Hierdurch ist in einfacher Weise ein Resonator mit einstellbarer Resonanzlänge geschaffen.

[0011] Ferner ist bevorzugt, daß das Mikrowellenbauelement ein Filter, insbesondere ein supraleitendes Filter ist. Durch variable Einstellung der wirksamen Länge des Mikrowellenleiters lassen sich in einfacher Weise die Filtereigenschaften des Filters ändern beziehungsweise einstellen.

[0012] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den übrigen, in den Unteransprüchen genannten Merkmalen.

Zeichnungen



[0013] Die Erfindung wird nachfolgend in Ausführungsbeispielen anhand der zugehörigen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1
eine schematische Darstellung zweier auf ein Substrat aufgebrachte Leiter;
Figur 2a
eine schematische Darstellung einer verschiebbaren Struktur;
Figur 2b
eine schematische Darstellung einer verschiebbaren Struktur in einer abgewandelten Ausführungsform;
Figur 2c
eine schematische Darstellung einer verschiebbaren Struktur in einer weiteren Ausführungsform;
Figur 3
eine schematische Darstellung einer Ausführungsform in Mikrostreifenleitertechnik;
Figur 4
eine schematische Darstellung einer Ausführungsform in Triplate-Leitungstechnik und
Figur 5
eine schematische Darstellung einer Ausführungsform in Multilayertechnik.

Beschreibung der Ausführungsbeispiele



[0014] Figur 1 zeigt in einer schematischen Darstellung eine Draufsicht einer Leiterstruktur in planarer Mikrowellenleitertechnik, bestehend aus zwei auf eine Substratplatte 2 aufgebrachte und parallel zueinander liegende Kontaktbahnen 12 und 14. Die Kontaktbahnen 12 und 14 sind nicht miteinander verbunden, so daß eine Unterbrechungsstelle 9 zwischen ihnen ausgebildet ist. Anstatt einer Substratplatte 2 können die Kontaktbahnen 12 und 14 ebenso auf einer Superstratplatte oder auf einer Supsrstratfolie aufgebracht sein. Die Kontaktbahnen 12 und 14 sind beispielsweise durch Siebdruck oder dergleichen so auf die Oberfläche der Substratplatte 2 aufgebracht, daß eine galvanische Kontaktiarung ermöglicht wird. Die Kontaktbahnen 12 und/oder 14 sind über eine nicht dargestellte Quelle mit einem Eingangssignal beaufschlagbar, wobei an der jeweils anderen Kontaktbahn ein Ausgangssignal abgreifbar ist. Eine Verbindung zwischen den Kontaktbahnen 12 und 14 erfolgt in nachfolgend näher beschriebenen Weise. Die Kontaktbahn 12 besitzt einen Ein- beziehungsweise Ausgang 11 und die Kontaktbahn einen Ein- beziehungsweise Ausgang 13.

[0015] Die Figuren 2a bis 2c zeigen in Draufsicht verschiedene Ausführungsformen einer Substratplatte 4 mit einer darauf aufgebrachten planaren, im wesentlichen U-förmigen Leiterbahn, im folgenden auch als U-förmiger Leiterabschnitt bezeichnet. So zeigt Figur 2a eine Leiterbahn mit ausgeprägten Kanten der Schenkel des U-förmigen Leiterabschnittes 16. Die Kanten der Leiterbahn des U-förmigen Leiterabschnittes 18 entsprechend Figur 2b sind durch einen 45°-Schnitt abgeflacht. Figur 2c zeigt eine alternative Form einer U-förmigen Leiterbahn beziehungsweise eines U-förmigen Leiterabschnittes 20 mit einer halbrundförmigen Struktur.

[0016] Die beiden flachen und in ihrer Grundfläche vorzugsweise annähernd gleich großen Substratplatten 2 und 4 liegen im bestimmungsgemäßen Zustand flach aufeinander und bilden ein integriertes Wellenleiterbauelement 15 (Figur 3). Durch Verschiebung der Substratplatten 2 und 4 in Längserstreckungsrichtung der Kontaktbahnen 12 und 14 gegeneinander ist die Einstellung einer effektiven Länge eines Mikrowellenleiters möglich. Die Substratplatte 2 bildet eine Masseebene und die Substratplatte 4 eine Einstellebene des Wellenleicerbauelementes 15. Die zusammengesetzten Kontaktbahnen 12 und 14 und der U-förmige Leiterabschnitt 16, 18 oder 20 bilden die Gesamtlänge des Mikrowellenleiters. Ähnlich beispielsweise einer Posaune wird eine variable Länge einer Umwegleitung durch Ausziehen beziehungsweise Zusammenschieben, das heißt durch Verlagern des Leiterabschnittes 16, 18 oder 20 in Längserstreckungsrichtung der Kontaktbahnen 12 und 14, verlängert beziehungsweise verkürzt. Hierdurch ist eine mechanische Einstellmöglichkeit einer Gesamtlänge eines aus den Kontaktbahnen 12 und 14 und einem der Leiterabschnitte 16, 18 oder 20 bestehenden Mikrowellenleiters möglich. Entsprechend der eingestellten Gesamtlänge ist eine Phasenverschiebung beziehungsweise eine Laufzeiteinstellung eines oder mehrerer Mikrowellensignale zwischen den Ein- beziehungsweise Ausgängen 11 und 13 des Wellenleiterbauelementes 15 möglich.

[0017] Die planaren Mikrowellenleiter können dabei als Mikrostreifenleitung, Triplate-Leitung, Streifenleitung, Suspended Substrate-Leitung, Schlitzleitung, Koplanarleitung oder in koplanarer Streifenleitung ausgeführt sein.

[0018] Die beiden, aus den Kontaktbahnen 12 und 14 und einem U-förmigen Leiterabschnitt 16, 18 oder 20 gebildeten Leitungsstrukturen können beispielsweise eine galvanische Verbindung aufweisen, wobei die Leitungsstrukturen beider Substratplatten 2 und 4 beziehungsweise Superstratplatten oder -folien einen elektrischen Kontakt haben. Ebenso möglich sind wahlweise auch induktive und/oder kapazitive Kopplungen, wobei die Leitungsstrukturen beider Substratplatten 2 und 4 beziehungsweise Superstratplatten oder -folien lediglich nahe beieinander liegen und durch ein Dielektrikum und/oder die Substratplatte 4 voneinander getrennt sind.

[0019] Das zugrundeliegende Prinzip läßt sich mit folgenden Zusammenhängen beschreiben:

[0020] In der Mikrowellentechnik kann eine Phasenverschiebung (beziehungsweise eine Laufzeit) eines Signals, beschrieben in der allgemeinen Form

durch ein Leitungsstück, welches eine Länge von Null bis einigen Wellenlängen aufweist, realisiert werden. Liegt am Eingang einer (im Idealfall verlustlosen) Mikrowellenleitung einer Länge l ein durch den komplexen Zeiger Xein beschriebenes zeitlich harmonisches Signal an, dann lautet die Gleichung für den komplexen Zeiger des Ausgangssignales Xaus entsprechend

mit



[0021] Hierbei ist λg die geführte Wellenlänge der Mikrowellenleitung bei einer Frequenz f von



[0022] Durch Veränderung der Länge 1 der Leitung beziehungsweise des Signallaufweges läßt sich somit auch die Phasenverschiebung beziehungsweise die Laufzeit der übertragenen Signale variieren.

[0023] Figur 3 zeigt schematische Darstellungen einer möglichen Realisierung eines Wellenleiterbauelementes 15 in einer Draufsicht (oben) und einer Seitenansicht (unten), jeweils in eingeschobener (links) und ausgezogener (rechts) Position des U-förmigen Leiterabschnittes 16, 18 oder 20. Der hier dargestellte Leiterabschnitt besitzt die Form gemäß Figur 2b. Die Kontaktbahnen 12 und 14 sowie der Leiterabschnitt 18 sind in Mikrostreifenleitertechnik ausgeführt. Nach weiteren Ausführungsbeispielen ist jedoch auch die Verwendung einer der Kontaktbahnen 16 oder 20 entsprechend Figur 2a beziehungsweise Figur 2c möglich.

[0024] Erkennbar ist in der unteren Seitenansicht die flache Struktur der Substratplatte 2 mit darauf aufgebrachten planaren Kontaktbahnen 12 und 14 sowie die parallel dazu liegende, hier dünner ausgebildete Substratplatte 4 mit darauf aufgebrachtem planaren U-förmigen Leiterabschnitt 18. Weiterhin ist eine galvanische Trennung der Kontaktbahnen 12 und 14 von dem U-förmigen Leiterabschnitt 18 aufgrund der zwischen diesen liegenden Substratplatte 4 des U-förmigen Leiterabschnittes 18 gegeben. Das dargestellte Ausführungsbeispiel bezieht sich somit auf eine induktive beziehungsweise eine kapazitive Kopplung der Kontaktbahnen 12 und 14 mit dem Leiterabschnitt 18.

[0025] In den Draufsichten der Figur 3 sind weiterhin um einen Winkel von 90° nach oben (Kontaktbahn 12) beziehungsweise nach unten (Kontaktbahn 14) abgewinkelte Abschnitte der Kontaktbahnen 12 und 14 erkennbar, wodurch die Ein- beziehungsweise Ausgänge 11 und 13 weiter voneinander beabstandet liegen können, als in der Ausführungsform entsprechend Figur 1 mit ausschließlich parallel zueinander liegenden Kontaktbahnen 12 und 14. Auf diese Weise sind die äußeren Anschlüsse an zwei sich gegenüberliegenden Längsseiten der Substratplatte 2 und somit des Wellenleiterbauelementes 15 angeordnet, was einen höheren Grad der Miniaturisierung mit entsprechend feiner ausgeführten Anschlüssen beziehungsweise Anschlußdrähten erlaubt.

[0026] Figur 4 zeigt schematische Darstellungen einer weiteren möglichen Realisierung eines Wellenleiterbauelementes 15 in einer Draufsicht (oben) und einer Seitenansicht (unten), jeweils in eingeschobener (links) und ausgezogener (rechts) Position des U-förmigen Leiterabschnittes 18. Das Wellenleiterbauelement 15 ist hierbei in einer sogenannten Triplate-Leitungstechnik ausgeführt. Die Draufsichten entsprechen denen in Figur 3. Erkennbar ist in der unteren Seitenansicht die flache Struktur der Substratplatte 2 mit darauf aufgebrachten planaren Kontaktbahnen 12 und 14 sowie die parallel dazu liegende Substratplatte 4 mit darauf aufgebrachtem planaren U-förmigern Leiterabschnitt 18. Darüber liegt eine weitere Substratplatte 6, welche den oberen Abschluß der Sandwich-Anordnung in sogenannter Triplate-Leitungstechnik bildet. Die Substratplatte 6 weist vorzugsweise die gleiche Grundfläche wie die Substratplatte 2 auf und liegt parallel zu dieser. Die Kontaktbahnen 12 und 14 sind hier dem Leiterabschnitt 18 direkt zugewandt, so daß - nach Einstellung der gewünschten Gesamtlänge - eine galvanische Kopplung zwischen den Leiterbahnen 12 und 14 und dem Leiterabschnitt 18 möglich ist.

[0027] Figur 5 zeigt weitere schematische Darstellungen einer möglichen Realisierung eines Wellenleiterbauelementes 15 in einer Seitenansicht, jeweils in eingeschobener (links) und ausgezogener (rechts) Position des U-förmigen Leiterabschnittes 18. Das Wellenleiterbauelement 15 ist hierbei in einer mehrlagigen Leitungsanordnung (sogenannte Multilayertechnik) ausgeführt. Hierbei folgt von unten auf eine erste Substratplatte 2 mit darauf aufgebrachten Kontaktbahnen 12 und 14 der verschiebliche U-förmige Leiterabschnitt 18 (beziehungsweise 16 oder 20) mit zugehöriger Substratplatte 4 eine weitere Substratplatte 6, an die eine weitere Substratplatte 2 grenzt. Auf dieser befinden sich wiederum Kontaktbahnen 12 und 14, gefolgt von einer Substratplatte 4 mit U-förmigem Leiterabschnitt 18. Die beiden Substratplatten 4 können entweder unabhängig voneinander verschieblich sein oder miteinander gekoppelt sein, so daß sie nur gleichzeitig und jeweils um einen gleichen Vorschubweg in Längserstreckungsrichtung der Kontaktbahnen 12 und 14 verschoben werden können.

[0028] Die Anordnung gemäß Figur 5 entspricht einer Stapelung der in den Figuren 3 und 4 gezeigten Wellenleiterbauelemente 15. Entsprechend eines konkreten Aufbaus einer Schaltungsanordnung, die die Wellenleiterbauelemente 15 aufweist, können diese in einer Matrix zwei- oder dreidimensional angeordnet sein.


Ansprüche

1. Integriertes Wellenleiterbauelement; mit wenigstens einem planaren Mikrowellenleiter, an dessen Eingang ein zeitlich harmonisches Eingangssignal anlegbar ist, und an dessen Ausgang ein von einer Länge des wenigstens einen Mikrowellenleiters abhängiger, zu dem Eingangssignal phasenverschobenes Ausgangssignal anliegt, wobei der wenigstens eine Mikrowellenleiter (15) wenigstens eine Unterbrechungsstelle (9) aufweist, wobei für jede der Unterbrechungsstellen (9) ein mechanisch verlagerbarer Mikrowellenleiterabschnitt (16, 18, 20) vorgesehen ist, wobei der Mikrowellenleiter über einer Substratplatte (2) und der Mikrowellenleiterabschnitt über einer weiteren Substratplatte (4) angeordnet ist, so daß der Mikrowellenleiterabschnitt durch Verschieben der weiteren Substratplatte parallel zur Substratplatte verlagerbar ist zur Einstellung einer die Unterbrechungsstelle (9) überbrückenden Wirklänge des Mikrowellenleiterabschnitts entsprechend einer gewünschten Phasenverschiebung zwischen dem Eingangssignal und dem Ausgangssignal, dadurch gekennzeichnet, daß der Mikrowellenleiterabschnitt auf der vom Mikrowellenleiter abgewandten Seite der weiteren Substratplatte angeordnet ist, so daß die weitere Substratplatte neben einer Trägerfunktion für den Mikrowellenleiterabschnitt gleichzeitig die Funktion eines Dielektrikums für eine induktive und/oder kapazitive Kopplung des Mikrowellenleiters mit dem Mikrowellenleiterabschnitt erfüllt.
 
2. Wellenleiterbauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Mikrowellenleiter (15) wenigstens zwei planare Kontaktbahnen (12, 14) aufweist, denen ein im wesentlichen U-förmiger Mikrowellenleiterabschnitt (16, 18, 20) zugeordnet ist, der in Längserstreckungsrichtung der wenigstens zwei Kontaktbahnen (12, 14) verschiebbar ist.
 
3. Wellenleiterbauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Substratplatte eine Superstratplatte oder eine Superstratfolie ist.
 
4. Wellenleiterbauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die weitere Substratplatte eine Superstratplatte oder eine Superstratfolie ist.
 
5. Wellenleiterbauelament nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Wellenleiterbauelement ein Resonator ist.
 
6. Wellenleiterbauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Wellenleiterbauelement ein Filter ist.
 
7. Wellenleiterbauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktbahnen (12, 14) und der verschiebliche U-förmige Leiterabschnitt (16, 18, 20) aus Supraleitern hergestellt sind.
 
8. Wellenleiterbauelement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Wellenleiterbauelement ein supraleitendes Filter ist.
 
9. Wellenleiterbauelement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das supraleitende Filter ein planares Filter ist.
 
10. Wellenleiterbauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die leitenden Schichten (12, 14, 16, 18, 20) in Mikrostrukturen auf die Substratplatten (2, 4) aufgebracht sind.
 
11. Wellenleiterbauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Masseebenen und verschiebliche Einstellebenen geschichtet übereinander angeordnet sind.
 
12. Wellenleiterbauelement nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß Masseebene und verschiebliche Einstellebene in Triplate-Leitungstechnik ausgeführt sind.
 
13. Wellenleiterbauelement nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Masseebenen und verschiebliche Einstellebenen in Multilayertechnik geschichtet übereinander angeordnet sind.
 


Claims

1. Integrated waveguide component, having at least one planar microwave conductor to whose input a temporally harmonic input signal can be applied and at whose output an output signal is present which depends on a length of the at least one microwave conductor and is phase-shifted relative to the input signal, the at least one microwave conductor (15) having at least one interrupt point (9), a mechanically displaceable microwave conductor section (16, 18, 20) being provided for each of the interrupt points (9), the microwave conductor being arranged above a substrate plate (2), and the microwave conductor section being arranged above a further substrate plate (4) such that the microwave conductor section can be displaced, by shifting the further substrate plate parallel to the substrate plate, in order to set an active length, bridging the interrupt point (9), of the microwave conductor section in accordance with a desired phase shift between the input signal and the output signal, characterized in that the microwave conductor section is arranged on the side, averted from the microwave conductor, of the further substrate plate such that, in addition to a supporting function for the microwave conductor section, the further substrate plate simultaneously fulfils the function of a dielectric for inductive and/or capacitive coupling of the microwave conductor with the microwave conductor section.
 
2. Waveguide component according to Claim 1, characterized in that the microwave conductor (15) has at least two planar contact tracks (12, 14) to which there is assigned an essentially U-shaped microwave conductor section (16, 18, 20) that can be shifted in the direction of the longitudinal extent of the at least two contact tracks (12, 14).
 
3. Waveguide component according to one of the preceding claims, characterized in that the substrate plate is a superstrate plate or a superstrate film.
 
4. Waveguide component according to one of the preceding claims, characterized in that the further substrate plate is a superstrate plate or a superstrate film.
 
5. Waveguide component according to one of the preceding claims, characterized in that the waveguide component is a resonator.
 
6. Waveguide component according to one of the preceding claims, characterized in that the waveguide component is a filter.
 
7. Waveguide component according to one of the preceding claims, characterized in that the contact tracks (12, 14) and the shiftable U-shaped conductor section (16, 18, 20) are produced from superconductors.
 
8. Waveguide component according to Claim 7, characterized in that the waveguide component is a superconducting filter.
 
9. Waveguide component according to Claim 8, characterized in that the superconducting filter is a planar filter.
 
10. Waveguide component according to one of the preceding claims, characterized in that the conducting layers (12, 14, 16, 18, 20) are applied in microstructures to the substrate plates (2, 4).
 
11. Waveguide component according to one of the preceding claims, characterized in that a plurality of ground planes and shiftable adjusting planes are arranged layered one above another.
 
12. Waveguide component according to Claim 11, characterized in that ground plane and shiftable adjusting plane are fashioned using triplate line technology.
 
13. Waveguide component according to Claim 11, characterized in that a plurality of ground planes and shiftable adjusting planes are arranged layered one above another using multilayer technology.
 


Revendications

1. Composant guide d'ondes intégré, comprenant au moins un guide planaire de micro-ondes dont l'entrée reçoit un signal d'entrée harmonique et dont la sortie fournit un signal de sortie déphasé par rapport au signal d'entrée et dont la longueur dépend du guide de micro-ondes,
le guide de micro-ondes (15) ayant au moins un point d'interruption (9), un segment de guide de micro-ondes (16, 18, 20), mobile mécaniquement étant prévu pour chaque point d'interruption (9), alors que
le guide de micro-ondes est prévu sur une plaque de substrat (2) et le segment de guide de micro-ondes est prévu sur une autre plaque de substrat (4) de façon que le segment de guide de micro-ondes puisse être déplacé par coulissement de sa plaque de substrat, parallèlement à l'autre plaque de substrat pour régler la longueur active du segment de guide de micro-ondes qui chevauche le point d'interruption (9) selon le déphasage souhaité entre le signal d'entré et le signal de sortie,
caractérisé en ce que
le segment de guide de micro-ondes est prévu sur le côté de l'autre plaque de substrat, à l'opposé du guide de micro-ondes de façon que cette autre plaque de substrat assure en plus de sa fonction de support du segment de guide de micro-ondes en même temps la fonction d'un diélectrique pour un couplage inductif et/ou capacitif du guide de micro-ondes avec le segment de guide de micro-ondes.
 
2. Composant guide d'ondes selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le guide de micro-ondes (15) comporte au moins deux chemins de contact plans (12, 14) auxquels est associé un segment de guide de micro-ondes (16, 18, 20) essentiellement en forme de U qui peut coulisser dans la direction longitudinale des au moins deux chemins de contact (12, 14).
 
3. Composant guide d'ondes selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la plaque de substrat est une plaque de recouvrement pour un film de recouvrement.
 
4. Composant guide d'ondes selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'autre plaque de substrat est une plaque de recouvrement ou un film de recouvrement.
 
5. Composant guide d'ondes selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le composant guide d'ondes est un résonateur.
 
6. Composant guide d'ondes selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le composant guide d'ondes est un filtre.
 
7. Composant guide d'ondes selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les chemins de contact (12, 14) et le segment conducteur (16, 18, 20) en forme de U, coulissant sont des supraconducteurs.
 
8. Composant guide d'ondes selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
le composant guide d'ondes est un filtre supraconducteur.
 
9. Composant guide d'ondes selon la revendication 8,
caractérisé en ce que
le filtre supraconducteur est un filtre plan.
 
10. Composant guide d'ondes selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les couches conductrices (12, 14, 16, 18, 20) sont appliquées sous la forme de microstructures sur les plaques de substrat (2, 4).
 
11. Composant guide d'ondes selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
plusieurs plans de masse et plusieurs plans réglables coulissants sont superposés.
 
12. Composant guide d'ondes selon la revendication 11,
caractérisé en ce que
les plans de masse et les plans réglables coulissants sont réalisés en technique de conducteur à triple plaque.
 
13. Composant guide d'ondes selon la revendication 11,
caractérisé en ce que
plusieurs plans de masse et plusieurs plans réglables coulissants sont superposés en technique multicouche.
 




Zeichnung