| (19) |
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(11) |
EP 1 066 640 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.05.2002 Patentblatt 2002/21 |
| (22) |
Anmeldetag: 08.03.1999 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: H01C 7/12 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH9900/105 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9949/477 (30.09.1999 Gazette 1999/39) |
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| (54) |
ÜBERSPANNUNGSABLEITER
SURGE DIVERTER
PARASURTENSION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE ES FI FR GB IE IT LI SE |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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RO SI |
| (30) |
Priorität: |
25.03.1998 DE 19813135
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.01.2001 Patentblatt 2001/02 |
| (73) |
Patentinhaber: ABB Schweiz AG |
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5400 Baden (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SCHMIDT, Walter
CH-5454 Bellikon (CH)
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| (74) |
Vertreter: ABB Patent Attorneys |
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c/o ABB Schweiz AG
Brown Boveri Strasse 6 5400 Baden 5400 Baden (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 810 613 US-A- 5 138 517
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WO-A-96/07186 US-A- 5 517 382
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
TECHNISCHES GEBIET
[0001] Bei der Erfindung wird ausgegangen von einem Überspannungsableiter nach dem einleitenden
Teil von Patentanspruch 1.
STAND DER TECHNIK
[0002] Die Erfindung nimmt dabei auf einen Stand der Technik Bezug, wie er sich aus EP 0
614 198 B1 ergibt. Ein in diesem Stand der Technik beschriebener Überspannungsableiter
enthält zwei Anschlussarmaturen und eine zwischen den Anschlussarmaturen angeordnete
Säule aus übereinander gestapelten Varistorelementen. Elektrischer Kontakt zwischen
den Anschlussarmaturen und den Varistorelementen wird durch zwei oder mehr Isolierstoffschlaufen
erzeugt, deren Enden jeweils in einer der beiden Anschlussarmaturen gelagert sind,
und welche die beiden Anschlussarmaturen und damit auch die dazwischenliegenden Varistorelemente
mit Kontaktkraft beaufschlagen.
[0003] Für grosse Bauhöhen, wie sie beispielsweise bei Nennspannungen von mehr als 70 kV
benötigt werden, wird ein derart aufgebauter Überspannungsableiter im allgemeinen
nicht verwendet, da dann relativ aufwendige zusätzliche Massnahmen bei seiner Herstellung
vorzusehen sind.
[0004] Aus EP 0 335 479 B1 ist ein Überspannungsableiter bekannt mit einem Wetterschutzgehäuse,
zwei aus dem Gehäuse geführten Anschlussarmaturen und einem axialsymmetrisch ausgeführten
Aktivteil, welches - zwischen den Anschlussarmaturen angeordnet - sich im Gehäuseinneren
befindet. Das Aktivteil wird gebildet von mehreren zylinderförmigen Modulen, die nach
Art einer Säule übereinander gestapelt sind. Jedes Modul weist mehrere längs der Zylinderachse
mit ihren Stirnseiten aufeinanderliegende, zylinderförmige Varistorelemente auf. Elektrischer
Kontakt zwischen den Varistorelementen wird durch eine überwiegend axial geführte
Fadenwicklung erreicht, welche zwei das Modul stirnseitig begrenzende, metallene Endteile
mit Vorspannkraft beaufschlagt. Die Endteile benachbarter Module sind mittels eines
Schraubbolzens miteinander galvanisch verbunden.
[0005] Die Herstellung eines solchen Überspannungsableiters ist relativ aufwendig, da in
einem ersten Schritt zunächst die Module durch Fadenwickeln hergestellt werden und
in einem nachfolgenden zweiten Schritt sodann die Module durch Verschrauben benachbarter
Endteile der Module unter Bildung eines elektrisch gut leitenden Verbindungsteil zusammengeführt
werden.
KURZE DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0006] Der Erfindung, wie sie in den Patentansprüchen angegeben ist, liegt die Aufgabe zugrunde,
einen Überspannungsableiter der eingangs genannten Art zu schaffen, welcher auch bei
grosser Bauhöhe in einfacher und kostengünstiger Weise hergestellt werden kann.
[0007] Der Überspannungsableiter nach der Erfindung zeichnet sich gegenüber vergleichbaren
Überspannungsableitem nach dem Stand der Technik dadurch aus, dass er praktisch mit
beliebiger Bauhöhe in einfacher und wirtschaftlicher Weise gefertigt werden kann.
Es wird zusätzlich in das Ableiteraktivteil lediglich mindestens ein zwischen zwei
aufeinanderfolgenden Varistorelementen angeordnetes Verbindungselement aus elektrisch
leitendem Material mit geeignet ausgebildeten und angeordneten Lagerstellen eingebaut
An den Lagerstellen gehaltene Schlaufen werden in entgegengesetzte Richtungen geführt
und an Lagerstellen der Anschlussarmaturen oder eines weiteren Verbindungselementes
oder zweier weiterer Verbindungselemente unter Bildung von Kontaktkraft festgesetzt.
Daher wird zu seiner Montage im wesentlichen nur eine bei der Herstellung von Überspannungsableitem
nach dem Stand der Technik bereits bewährte, vorgefertigte und vorübergehend axiale
Führung gewährleistende Schablone benötigt, in der die Anschlussarmaturen, die Varistorelemente
und je nach Durchmesser der Varistorelemente und Bauhöhe auch eines oder mehrere der
Verbindungselemente gestapelt und danach durch Anbringen der Schlaufen und Anlegen
von Vorspannung zum mechanisch stabilen Aktivteil des Überspannungsableiters verbunden
werden
[0008] Während des Stapelns kann die mechanische Stabilität des Aktivteils durch sukzessives
Verspannen von aufeinanderfolgenden Teilstapeln erreicht werden, wobei die Vorspannkraft
durch in die Armaturen und/oder die Verbindungselemente integrierte Klemmvorrichtungen
erreicht wird oder aber auch durch Federelemente, die in den in der Schablone gebildeten
Stapel eingebaut werden und beim Anbringen der Schlaufen die erwünschten Kontaktkraft
und damit auch die notwendigen mechanischen Stabilität aufbringen.
[0009] Eine zusätzliche Klemmvorrichtung kann bzw. zusätzliche Federelemente können eingespart
werden, wenn die Schlaufen jeweils durch ein elastisch deformierbares Band, etwa aus
Glasfasern, gebildet sind.
[0010] Für eine gute mechanische Stabilität des Aktivteils reichen im allgemeinen vier am
Verbindungselement gelagerte Schlaufen aus, von denen zum Beispiel je zwei diametral
zueinander angeordnet und gegenläufig zu den anderen zwei Schlaufen geführt sind.
Erhöhte Stabilität wird durch Verwendung von sechs um ca. 60° im Umfangsrichtung versetzt
angeordnete Lagerstellen erzielt, auf denen jeweils drei der Führung von Schlaufen
in einer vorgegebenen ersten Richtung und drei weitere in der entgegengesetzten Richtung
dienen. Die Stabilität wird durch acht oder mehr mehr Lagerstellen noch geringfügig
verbessert, jedoch bedingt dies einen zusätzlichen fertigungstechnischen Aufwand.
Auf einem Verbindungsstück entgegengesetzt geführte Schlaufen können auch ohne Versetzung
im Umfangsrichtung lediglich in axialer Richtung versetzt angeordnet sein. Gegebenenfalls
kann dann das Verbindungsstück aus zwei lösbar miteinander verbindbaren oder voneinander
trennbaren Teilen gebildet sein, welche jeweils lediglich in einer Richtung ausgerichtete
Schlaufen tragen.
[0011] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung und die damit erzielbaren weiteren
Vorteile werden nachfolgend anhand einer Zeichnung näher erläutert
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
[0012] In der einzigen Zeichnung ist eine Seitenansicht eines Überspannungsableiter nach
der Erfindung dargestellt, dessen axialsymmetrisch ausgeführtes Gehäuse geschnitten
dargestellt ist.
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0013] Der in der einzigen Figur dargestellte Überspannungsableiter weist ein axialsymmetrisch
ausgebildetes Gehäuse 1 auf, in dem längs der nicht bezeichneten Gehäuseachse ein
axialsymmetrisch ausgeführtes Ableiteraktivteil 2 angeordnet ist. Das Gehäuse ist
gebildet von einem mit Schirmen versehenen Isolierrohr 3 aus einem witterungsbeständigen
Material, beispielsweise polymeren Material, wie etwa einem Silikon, oder einem Porzellan
und zwei an den Stirnseiten des Isolierstoffrohrs befestigten metallenen Anschlussarmaturen
4 und 5. Die Anschlussarmaturen 4, 5 weisen jeweils eine das Gehäuse 1 gasdicht abschliessende,
aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht bezeichnete Metallplatte auf sowie jeweils
ein zylinderförmiges Abschlussteil 6 bzw. 7, welches axialsymmetrisch im Inneren des
Gehäuses 1 angeordnet und das Ableiteraktivteil 2 nach oben bzw. nach unten abschliessen.
In das Abschlussteil 6 bzw. 7 ist eine mit einem Innengewinde versehene Bohrung eingelassen.
Mit dem Innengewinde wirkt eine längs der Gehäuseachse durch die Platte der Anschlussarmatur
nach aussen geführte Druckschraube 8 bzw. 9 zusammen. Der Fuss der Druckschraube 8
bzw.9 ist auf einer in einer Aussparung des Abschlussteils 6 bzw. 7 axial verschieblichen
metallenen Druckplatte 10 bzw. 11 des Ableiteraktivteils 2 gelagert.
[0014] Das Ableiteraktivteil ist als Stapel ausgebildet und enthält neben den beiden Abschlussteilen
6 und 7 auch zylinderförmige Varistorelemente 12 aus nichtlinearem Widerstandsmaterial,
etwa auf der Basis von Metalloxid, wie insbesondere von ZnO, und zylinderförmig ausgeführte
metallene Verbindungselemente 13. Im Ableiteraktivteil 2 sind ferner weitere Druckplatten
10', 11' sowie scheibenförmig ausgebildete Stromübergangselemente 14 vorgesehen, welche
zwischen einer Druckplatte 10, 10', 11, 11' und einem benachbarten Varistorelement
12, zwischen benachbarten Varistorelementen 12 und zwischen einem Verbindungselement
13 und einem Varistorelemente 12 oder einer Druckplatte angeordnet sein können.
[0015] Mit dem Bezugszeichen 15 sind Schlaufen aus Isolierstoff bezeichnet, welche vorzugsweise
von einem gewickelten, faserverstärkten und in eine Polymermatrix eingebetteten Band
gebildet sind und welche zwei Verbindungselementen 13 oder das Abschlussteil 6 und
das im Ableiteraktivteil 2 sich an das Teil 6 anschliessende Verbindungselement 13
bzw. das Abschlussteil 7 und das im Ableiteraktivteil 2 sich an das Teil 7 anschliessende
Verbindungselement 13 unter Bildung von Kontaktkraft verspannen. Die Schlaufen 15
sind mit ihren Enden in Nuten 16, 16' geführt, welche in die Mantelflächen der Abschlussteile
6, 7 und der Verbindungselemente 13 eingeformt sind. Die Abschlussteile 6, 7 bzw.
die Verbindungselemente 13 überragen die Druckplatten 10, 10', 11, 11' und die Varistorelemente
12 in radialer Richtung. Die in den Nuten 16,16' gelagerten Schlaufen15 weisen so
in dielektrisch günstiger Weise einen definierten Abbstand von den Varistorelemente
12 auf. Eine analoge Führung der Schlaufen kann erreicht werden, wenn die Abschlussteile
6, 7 und die Verbindungselemente 13 zwar die gleichen Durchmesser haben wie die Varistorelemente
12, jedoch anstelle der Nuten nun radial geführte Vorsprünge aufweisen, auf denen
die Schlaufen 15 gelagert sind.
[0016] Jedes der beiden Verbindungselemente 13 weist sechs jeweils um ca. 60° in Umfangsrichtung
gegeneinander versetzt angeordnete Nuten 16, 16' auf. Diese Nuten weisen alle einen
in axialer Richtung geöffneten, halbkreisförmigen Abschnitt auf, in dem ein Ende einer
der Schlaufen 15 gelagert ist. An den halbkreisförmigen Abschnitt schliessen sich
zwei überwiegend in axialer Richtung geführte Abschnitte an, in denen jeweils ein
Teil eines an das Ende der gelagerten Schlaufe sich anschliessender, geradlinig verlaufender
Schlaufenabschnitt gehalten ist. Dieser Abschnitt verläuft parallel und mit vorgegebenem
dielektrisch günstigem Abstand zu den von der gelagerten Schlaufe mit Kontaktkraft
beaufschlagten Varistorelementen.
[0017] Die geradlinig geführten Abschnitte der Nuten 16 verlaufen entgegengesetzt zu den
entsprechenden Abschnitten der Nuten 16'. In den Nuten 16' ist jeweils eine von drei
Schlaufen abgestützt, welche das Verbindungselement 13 und das Abschlussteil 6 sowie
die dazwischen angeordneten Varistorelemente miteinander unter Bildung von Kontaktkraft
verspannt. Die Grösse der Kontaktkraft wird bei der Montage des Überspannungsableiters
durch Verdrehen der Druckschraube 8 und damit durch axiales Verschieben der Druckplatte
10 eingestellt. In den Nuten 16 ist jeweils eine von drei Schlaufen abgestützt, welche
die beiden Verbindungselemente 13 und die dazwischen angeordneten Varistorelemente
unter Bildung von Kontaktkraft verspannt. Die Kontaktkraft wird hierbei durch elastisch
deformierbare Schlaufen erreicht, und kann falls gewünscht durch eine in das Verbindungselement
13 einbaubare Klemmvorrichtung mit einer Druckschraube und einer Klemmplatte in ihrer
Grösse variiert werden. Gebenenfalls kann im Verbindungselemente 13 noch eine zweite
Klemmvorrichtung eingebaut sein, welche auf den darüber liegenden Abschnitt des Ableiteraktivteils
2 wirkt. Klemmschraube 8 und Druckplatte 10 sind dann entbehrlich.
[0018] In Umfangsrichtung der Verbindungselemente 13 folgen die Nuten 16 und 16' abwechselnd
aufeinander. Die von den Schlaufen aufgenommene Vorspannkraft wird so gleichmässig
auf die Varistorelemente 12 übertragen.
[0019] Zur Herstellung dieses Überspannungsableiters werden der Reihe nach das Abschlussteil
7, die Druckplatte 11, das Stromübergangselement 14, wechselweise weitere Stromübergangselemente,
Varistorelemente 12, die Druckplatte 11' und das untere Verbindungselement 13 in einer
Schablone übereinandergestapelt. Die Nuten 16' des Abschlussteils 7 und 16 des Verbindungselements
13 werden hierbei so ausgerichtet, dass sie miteinander fluchten. Sodann werden drei
vorgefertigte Schlaufen 15, welche vorzugsweise jeweils aus einem gewickelten, bandförmigen
Prepreg bestehen, welches nach dem Wickeln ausgehärtet wird, in die miteinander fluchtenden
Nuten 16, 16' eingehängt und durch Verdrehen der Druckschraube 9 Kraft auf die Druckplatte
11 und damit über die sich spannenden Schlaufen 15 auch auf alle zwischen den Teilen
7 und 13 angeordneten Varistorelemente des Ableiteraktivteils ausgeübt.
[0020] Auf das Verbindungselement 13 werden nun entsprechend weitere Varistorelemente 12
und Stromübergangselemente gestapelt und dieser Teilstapel mit dem weiteren Verbindungselement
13 abgeschlossen. Dieser Teilstapel des Ableiteraktivteils kann mit Schlaufen verspannt
werden, die bei der Fertigung des Überspannungsableiters jeweils durch Wickeln eines
mit Vorspannkraft beaufschlagten und in den miteinander fluchtenden Nuten 16 und 16'
abgelegten Bandes gebildet werden.
[0021] In entsprechender Weise kann das Ableiteraktivteil durch weitere Teilstapel verlängert
und schliesslich durch das Abschlussteil 6 abgeschlossen werden. Das Aktivteil kann
nun in das Gehäuse 1 eingesetzt und dieses nach Füllen mit einem härtbaren Isoliermittel
geschlossen werden. Da hierbei die Schlaufen mit Abstand von dem Varistorelementen
12 angebracht sind, umschliesst das Isoliermittel das Aktivteil mit grosser Sicherheit
spalt- und lunkerfrei. Daher weist der erfindungsgemässe Überspannungsableiter trotz
beliebiger Bauhöhe nicht nur gute mechanische, sondem auch gute elektrische Eigenschaften
auf.
[0022] Das Gehäuse muss nicht notwendigerweise Isolierstoff enthalten, es kann auch metallen
sein. Zwischen der Gehäusewand und dem Ableiteraktivteil sind dann zusätzlich potentialsteuernde
Mittel und an den Gehäusestimseiten Durchführungen vorzusehen.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0023]
- 1
- Gehäuse
- 2
- Ableiteraktivteil
- 3
- Isolierrohr
- 4, 5
- Anschlussarmaturen
- 6, 7
- Abschlussteile
- 8, 9
- Druckschrauben
- 10, 10' 11, 11'
- Druckplatten
- 12
- Varistorelemente
- 13
- Verbindungselemente
- 14
- Stromübergangselemente
- 15
- Schlaufen
- 16, 16'
- Nuten, Lagerstellen
1. Überspannungsableiter mit zwei längs einer Achse voneinander beabstandeten, stromleitenden
Anschlussarmaturen (1, 2), einem zwischen den beiden Anschlussarmaturen (1, 2) angeordneten,
axialsymmetrischen Aktivteil (2), welches übereinandergestapelte, zylinderförmige
Varistorelemente (12) enthält, mit einem das Aktivteil aufnehmenden Gehäuse (1) und
mit einer das Aktivteil (1) mit Kontaktkraft beaufschlagenden und Schlaufen (15) aufweisenden
Halterung, dadurch gekennzeichnet, dass das Aktivteil (2) mindestens ein elektrisch leitendes, axialsymmetrisches Verbindungselement
(13) aufweist, dass das Verbindungselement (13) zwischen zwei in Stapel aufeinanderfolgenden
Varistorelementen (12) angeordnet ist und mindestens vier Lagerstellen (16, 16') aufweist,
die in Umfangsrichtung gleichmässig um die Achse verteilt in das Verbindungselement
(13) ein- und/oder an das Verbindungselement (13) angeformt sind, dass auf zwei ersten
(16) der Lagerstellen jeweils eine von zwei ersten Schlaufen (15) abgestützt ist,
welche das Verbindungselement (13) und ein erstes der beiden Varistorelemente (12)
mit einer ersten Kontaktkraft beaufschlagt, und dass auf zwei zweiten (16') der Lagerstellen
jeweils eine von zwei zweiten Schlaufen (15) abgestützt ist, welche das Verbindungselement
(13) und ein zweites der beiden Varistorelemente (12) mit einer zweiten Kontaktkraft
beaufschlagt.
2. Überspannungsableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement eine die erste und/oder die zweite Kontaktkraft erzeugende
Klemmvorrichtung enthält.
3. Überspannungsableiter nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jede der ersten Lagerstellen (16) zwischen je zwei der zweiten Lagerstellen (16')
angeordnet ist.
4. Überspannungsableiter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsteil (13) die Varistorelemente (12) in radialer Richtung überragt,
und dass in den überragenden Abschnitt des Verbindungsteils die Lagerstellen bildende
Nuten (16, 16') eingelassen sind.
5. Überspannungsableiter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (16, 16') einen in axialer Richtung geöffneten, halbkreisförmigen Abschnitt
aufweisen, in dem ein Ende einer der ersten oder zweiten Schlaufen (15) gelagert ist.
6. Überspannungsableiter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich an den halbkreisförmigen Abschnitt zwei überwiegend in axialer Richtung geführte
Abschnitte anschliessen, in denen jeweils ein Teil eines an das Ende der Schlaufe
sich anschliessender, geradlinig verlaufender Schlaufenabschnitt gelagert ist, welcher
parallel und mit einem vorgegebenen Abstand zu den von der Schlaufe (15) mit Kontaktkraft
beaufschlagten Varistorelementen (12) verläuft.
7. Überspannungsableiter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die geradlinig geführten Abschnitte in Umfangsrichtung aufeinanderfolgender Nuten
gegenläufig ausgerichtet sind.
8. Überspannungsableiter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsteil sechs jeweils um ca. 60° in Umfangsrichtung gegeneinander versetzt
angeordnete Nuten aufweist.
1. Surge arrester with two current-conducting connection fittings (1, 2) which are spaced
apart from one another along an axis, an axially symmetrical active part (2) which
is arranged between the two connection fittings (1, 2) and contains cylindrical varistor
elements (12) stacked one on top of the other, with a housing (1) which accommodates
the active part and with a securing means which exerts a contact force on the active
part (1) [sic] and has loops (15), characterized in that the active part (2) has at least one electrically conducting, axially asymmetrical
connecting element (13), in that the connecting element (13) is arranged between two varistor elements (12) following
one after the other in the stack and has at least four bearing points (16, 16'), which
are formed into the connecting element (13) and/or onto the connecting element (13)
in a uniformly distributed manner in the circumferential direction about the axis,
in that one of two first loops (15), which exerts a first contact force on the connecting
element (13) and a first of the two varistor elements (12), is respectively supported
on two first points (16) of the bearing points, and in that one of two second loops (15), which exerts a second contact force on the connecting
element (13) and a second of the two varistor elements (12), is respectively supported
on two second points (16') of the bearing points.
2. Surge arrester according to Claim 1, characterized in that the connecting element contains a clamping device producing the first and/or the
second contact force.
3. Surge arrester according to either of Claims 1 and 2, characterized in that each of the first bearing points (16) is arranged between respective pairs of the
second bearing points (16').
4. Surge arrester according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the connecting part (13) protrudes beyond the varistor elements (12) in the radial
direction, and in that grooves (16, 16') forming the bearing points are recessed into the protruding portion
of the connecting part.
5. Surge arrester according to Claim 4, characterized in that the grooves (16, 16') have a semicircular portion, opened in the axial direction,
in which one end of one of the first or second loops (15) is mounted.
6. Surge arrester according to Claim 5, characterized in that the semicircular portion is adjoined by two portions disposed predominantly in the
axial direction, in each of which there is mounted part of a straight-running loop
portion adjoining the end of the loop, which portion runs parallel to and at a predetermined
distance from the varistor elements (12) on which a contact force is exerted by the
loop (15).
7. Surge arrester according to Claim 6, characterized in that the straight-disposed portions of grooves following one after the other in the circumferential
direction are aligned oppositely with respect to one another.
8. Surge arrester according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the connecting part has six grooves, respectively arranged offset with respect to
one another in the circumferential direction by approximately 60°.
1. Parafoudre comprenant deux armatures de raccordement (1, 2) conductrices écartées
l'une de l'autre le long d'un axe, une partie active (2) à symétrie axiale disposée
entre les deux armatures de raccordement (1, 2), laquelle contient des éléments varistors
(12) en forme de cylindres empilés les uns sur les autres, comprenant un boîtier (1)
recevant la partie active et comportant un support soumis à une force de contact et
présentant des crochets fermés (15), caractérisé en ce que la partie active (2) présente au moins un élément de liaison (13) à symétrie axiale
conducteur d'électricité, que l'élément de liaison (13) est disposé entre deux éléments
varistors (12) successifs dans la pile et présente au moins quatre points d'appui
(16, 16') qui sont façonnés régulièrement autour de l'axe dans le sens du pourtour
dans l'élément de liaison (13) et/ou sur l'élément de liaison (13), qu'un parmi deux
premiers crochets fermés (15) prend à chaque fois appui sur les deux premiers (16)
points d'appui, lequel exerce une première force de contact sur l'élément de liaison
(13) et un premier des deux éléments varistors (12), et qu'un parmi deux deuxièmes
crochets fermés (15) prend à chaque fois appui sur deux deuxièmes (16') points d'appui,
lequel exerce une deuxième force de contact sur l'élément de liaison (13) et un deuxième
des deux éléments varistors (12).
2. Parafoudre selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de liaison comprend un dispositif de serrage qui génère la première et/ou
la deuxième force de contact.
3. Parafoudre selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que chacun des premiers points d'appui (16) est disposé à chaque fois entre deux des
deuxièmes points d'appui (16').
4. Parafoudre selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'élément de liaison (13) dépasse des éléments varistors (12) dans le sens radial
et que des rainures (16, 16') formant les points d'appui sont façonnées dans la portion
en saillie de l'élément de liaison.
5. Parafoudre selon la revendication 4, caractérisé en ce que les rainures (16, 16') présentent une portion en demi-cercle ouverte dans le sens
axial et dans laquelle est logée une extrémité des premiers ou des deuxièmes crochets
fermés (15).
6. Parafoudre selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'à la portion en demi-cercle viennent se raccorder deux portions qui s'étendent essentiellement
dans le sens axial et dans lesquelles est à chaque fois logée une partie de la portion
de crochet fermé s'étendant en ligne droite et venant se raccorder à l'extrémité du
crochet droit, laquelle s'étend parallèlement et à un écart prédéfini par rapport
aux éléments varistors (12) soumis à la force de contact par le crochet fermé (15).
7. Parafoudre selon la revendication 6, caractérisé en ce que les portions en ligne droite sont alignées en sens inverse dans les rainures successives
dans le sens du pourtour.
8. Parafoudre selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'élément de liaison présente six rainures à chaque fois décalées l'une par rapport
à l'autre d'environ 60° dans le sens du pourtour.
